• Alle Welt zu Tisch Das große Buch vom Essen, Kochen & Schmecken

    Alle Welt zu Tisch Das große Buch vom Essen, Kochen & Schmecken

    Aleksandra & Daniel Mizielinscy

    Natalia Baranowska

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Gigantisch sind das Buch und auch sein Inhalt. Es umfasst 112 Seiten, die sich nach Ländern geordnet um das Essen drehen. Zu Anfang sieht man die Erde und an den Ländern stehen die Seitenzahlen. Jeweils zwei Seiten sind für jedes Land reserviert. Es folgt eine Aufstellung der Rezepte jeweils mit Bild und Seitenzahl, wo man es findet. Am Ende des Buches gibt es ein etwas ungewöhnliches „Chronologisches Inhaltsverzeichnis“. Da muss man genau hinschauen, wer herrschte, als bestimmte Nahrungsmittel auftauchten.
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    Als aus dem Ruhrgebiet stammend erstaunt mich natürlich, dass 1964 die erste Currywurst von Herta Heuwer in Berlin gemacht wurde. Zu guter Letzt gibt es noch ein alphabetisches Register der Zutaten und Gerichte. 
    Das Buch beginnt mit der Türkei, rechts oben in der Ecke sehen wir die Fahne, im oberen Teil sehen wir typische Bilder des Landes, die kleinen Ziffern finden wir in den darunterliegenden Informationen wieder. Da geht es um besondere landestypische Gerichte oder Zutaten wie z.B. Erbspüree oder Rosenzucker. „Imam Bayildi“ ist eine Rezept und bedeutet „Gefüllte Aubergine“. Unter der Überschrift „Fleisch erobert den Westen“ finden wir die Geschichte des Döner Kebab. Gefüllte Aprikosen „Kaymakli Kayisi Tatllisi“ finden wir auf der zweiten Seite der Türkei. Der Begriff „Halve“ wird hier erläutert. Dann geht es weiter in den Iran. Hier geht es z.B. um den Granatapfel. In Israel backen wir „Hamataschen“ und erfahren etwas über das dünne Matze-Brot. In China sehen wir wie Tofu hergestellt wird, in Japan kochen wir „Miso“ mit Umani-Geschmack. Indien ist bekannt für seine Currymischung, in Vietnam sind Boote als Markt unterwegs. Nach Indonesien geht es in die USA. Hier gibt es Fast Food und Erdnüsse. In Mexiko feiert man mit den Verstorbenen, in Peru stehen Meerschweinchen auf de Speisekarte, „Tote Augen schauen uns in Brasilien an und in Argentinien geht’s um Rindfleisch. Norwegen steht für Fisch, in Deutschland geht es um die Wurst, in Polen werden saure Suppen angeboten und in Russland „Bliny“. Kesselessen gibt es in Ungarn, in Spanien werden Muscheln geerntet, was nicht ungefährlich ist und in Frankreich gibt es viel Käse. Nudeln gibt es in Italien, bei den Griechen gibt es eine lange Geschichte, in Marokko wird mit der Tajine gekocht und in Ägypten aß man schon vor 4.000 Jahren Brot. „Yamspampe“ wird in Nigeria zu scharfen Gerichten gegessen und als letztes Land folgt Äthiopien, hier finden wir zwei Rezepte für „Injera“ eine Art Fladen. 
    
    Viele Länder, viele Rezepte, viele Information ums Essen und zur Esskultur des Landes, daneben massig Bilder zur Erklärung. Ich denke man kann jahrelang in diesem Buch, das ich nicht unbedingt ein Kochbuch nennen würde, blättern und immer noch Neues finden.
    Aus dem Ausland stammende Kinder werden sich Bekanntes finden und en anderen davon berichten können, aber vielleicht entdecken auch sie noch etwas Neues.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Und dann kam der Fuchs

    Und dann kam der Fuchs

    Heinz Janisch

    Kai Würbs

    Atlantis

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wunderschön schaut der Fuchs mit neugierigem Blick aus dem Cover. Was mag hinter dem Zaun sein? 
    Langsam und schleichend nähert sich der Fuchs dem Bauernhof. Auf der nächsten Seite schauen wir in das erschreckte Auge des Hahns. Er und seine Hühner suchen den Stall. Auch die Gänse rennen panisch über den Hof. Im Hintergrund sehen wir den Bauern im Traktor heranfahren. Der Traktor steht auf dem Hof und die Katzen springen vom Holzstapel. Während der Bauer im Hintergrund in den Kuhstall geht, huschen die Mäuse in ihre Verstecke.
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    Auch die Kühe sind unruhig und die Vögel fliegen in den abendlichen Himmel. Da sitzt er, der Fuchs, auf der Schwelle des Hauses und die Türe wird ihm geöffnet. Das Abendessen des Bauern steht auf dem Tisch und für den „alten Freund“ steht eine Schüssel Fressen auf dem Boden. Die beiden scheinen gute Freunde zu sein, denn der Fuchs genießt das Streicheln des Menschen sichtlich. Dann verschwindet er wieder über den Zaun.
    Das Anschauen der Bilder vermittelt die Szenen so wunderbar, die Panik der Tiere, aber auch die Geborgenheit der Freundschaft sind so schön gemalt. 
    
    Die Texte sind sehr kurz gehalten und der wichtigste Satz ist sicher, „dass Fuchs nicht gleich Fuchs ist.“ Es ist sicher nicht falsch vorsichtig zu sein, doch man sollte auch dem Fuchs eine Chance geben. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Argos – Die Geschichte von Odysseus‘ treuem Freund

    Argos – Die Geschichte von Odysseus‘ treuem Freund

    Usabelle Wlodarczyk

    Alice Beniero

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Als Odysseus gezwungen wird in den Krieg zu ziehen, bittet er seinen Hund Argos auf seinen einen Sohn Telemachos achtzugeben. Der hält sein Versprechen und so sehen wir den Jungen aufwachsen. Telemachos glaubt fest daran, dass sein Vater zurückkehren wird. Aber auch als der Krieg beendet ist, kommt sein Odysseus nicht zurück. Im Text stellen sich die beiden vor, was Odysseus erlebt. Das Bild zeigt das aufgepeitschte Meer, aus dem eine roter Zyklopenkopf und eine Seeschlange auftauchen. 
    Odysseus' Frau Penelope muss sich ihrer Freier erwehren, die sie nach Fertigstellung des Totentuches heiraten wollen.
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    Doch die kluge Frau knüpft jede Nacht ihr Tageswerk wieder auf. Argos kann nicht verhindert, dass auch Telemachos ein Boot baut und seinen Vater sucht. Zum Glück kommt der junge Mann unbeschadet wieder zurück. Bald darauf wird auch sein Herrchen Odysseus an den Strand gespült und er alte Hund erkennt ihn sofort. Nun hat er seine Aufgabe erfüllt und kann sterben. 
    
    Das Buch möchte griechischen Mythen Kindern nahebringen. Mich haben diese Geschichten immer fasziniert und ich habe sie in meiner Jugend gerne gelesen. Der Text erzählt aus Sicht des zu Hause gebliebenen Hundes „Die Irrfahrten des Odysseus“ die am Ende des Buches zusammengefasst erzählt werden. Die Bilder sind in einer ungewöhnlichen Technik (Linolschnitt?) geschaffen und erinnern an alte griechische Kunst.  Mir gefällt das Buch sehr gut, ich befürchte aber, dass das Lesealter mit 4 Jahren zu junge angegeben ist. Man muss vieles erklären, weil die Kinder mit den Begriffen wie Feier oder dem griechischen Götterkult nichts anfangen können. Für Grundschüler kann das Buch ein Start in die griechische Mythologie sein.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich will aber! Sagt der kleine Dachs

    Ich will aber! Sagt der kleine Dachs

    Constanze von Kitzing

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem Cover sieht man dem Dachs schon an, dass er sauer ist. Hände in den Hüften und ein Bein geht hoch, hat er etwa gegen den Korb getreten? 
    Papa will Vorräte sammeln und der kleine Dachs will mit. Auch der Leser wird gefragt „Kommst du auch mit?“ Vom Apfelbaum möchte der Dachs einen besonders schönen Apfel und wir können helfen ihn zu pflücken. Mit den Beeren hat der Dachs sich seinen Mund verschmiert und wir dürfen ihn wieder sauber machen.
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    Mit den Nüssen will der Dachs spielen, statt sie einzusammeln, da helfen wir wieder. Nun hat er sich auch noch versteckt, aber finden ihn schnell. Doch dann ist der Dachs müde und will auf Papas Arm, er schreit und wirft sich auf den Boden. Die Frage „Hui, bist du manchmal auch so wütend?“ wird sicher nicht gerne mit ja beantwortet. Endlich wieder zu Hause bei Mama, können wir überlegen, bei was wir helfen.
    
    Die Texte sind nicht mehr ganz so kurz, aber gut verständlich und kindgerecht. Die Bilder schildern die Situation einfach und klar. Der Aufforderung zur Mithilfe kommen die Kinder sicher gerne nach. Ein rundum schönes Pappbilderbuch.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wo sind die Dinos? – Mein Schieb- und Guck-mal-Buch

    Wo sind die Dinos? – Mein Schieb- und Guck-mal-Buch

    Sonia Baretti

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein handliches Pappbilderbuch mit doppelten Schiebern. Auf dem Cover sehen wir einen T-Rex und der Schieber macht den Blick auf das Hinterteil eines aufgerichteten Artgenossen frei, dessen Kopf mit einem „Uahh!“ der nächste Schieber freigibt. 
    Dem Parasaurolophus ist die erste Seite gewidmet. Ein Vierzeiler gibt Informationen zu dem großen Tier. „Schau doch mal, wer kommt denn da?“ fordert auf zum Schieben. Es taucht ein T-Rex auf und der Parasaurolophus sucht das Weite.
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    Der Diplodocus frisst genüsslich seine Blätter und wird von einem Megalosaurus gestört. Die Tricer(a)tops-Mama (leider ein Druckfehler im Buch) beschütz ihre Jungen. Auf der letzten Seite lernen wird den Stegosaurus kennen.
    
    Die Schieber sind sehr stabil und gut zu handhaben, die Bilder sind einfach gehalten und die Reime informativ und schön. Und Dinos sind sowas von in, da kann man nicht früh genug anfangen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Heul doch nicht, du lebst ja noch

    Heul doch nicht, du lebst ja noch

    Kirsten Boie

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Kirsten Boie ist es mit diesem Buch wieder gelungen ein Stück deutscher Geschichte in die Erzählung über einiger Jugendliche zu verpacken. Es spielt in den Tagen vom 22. bis 28.6.1945 in Hamburg. 
    Die Kapitel sind mit den Namen der Protagonisten überschrieben und erzählen jeweils von deren Erleben. Da ist zunächst Jakob, dessen arischer Vater bei Arbeiten der „Organisation Todt“ tödlich verunglückte und dessen jüdische Mutter erst im Februar nach Theresienstadt müsste. Er schlägt sich mit Hilfe von Herrn Hofmann in einem Zimmer auf einem Trümmergrundstück durch.
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    Doch dann muss er selbst schauen, wie er an Essen kommt, denn Herr Hofmann taucht nicht mehr auf. Der ehemalige HJ-Führer Hermann muss sich um seinen Vater kümmern, der im Krieg seine Beine verlor. Seine Mutter verdient das Geld für die Familie als Trümmerfrau. Traute ist die Tochter eines Bäckers und muss mit ihren Eltern im Schlafzimmer hausen, weil im Wohnzimmer eine geflüchtete Familie aus Ostpreußen lebt.
    Wir erfahren viel von den Gefühlen, Ängsten und Hoffnung der drei und leiden und hoffen mit ihnen.
    Der Text lässt uns in diese Tage direkt nach dem Ende des Krieges eintauchen, Essen gibt es auf Marken, der Schwarzmarkt blüht, englische Soldaten fahren Streife. Auch der Umgang mit den Juden während der Hitlerzeit und jetzt mit den Flüchtlingen (Polacken) sowie das fehlende Schuldbewusstsein wird durch die Handlung sehr gut beschrieben. 
    
    Ein Buch, dass mich sehr berührt hat und das ich nur jedem empfehlen kann. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Aus heiterem Himmel

    Aus heiterem Himmel

    Jon Klassen

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahren

    „In diesem Buch geht es um zwei Figuren, die sich mögen, aber nicht genau wissen, wie sie das ausdrücken sollen. Und um einen riesigen Felsbrocken, der vom Himmel fällt.“
    Jon Klassen
    Der vielfach ausgezeichnet Jon Klassen hat mit diesem Bilderbuch wieder ein ungewöhnliches Werk geschaffen. Das Papier ist irgendwie zwischen wollweiß und eierschalenfarben eingefärbt. Die Schrift, je nach Sprecher, dunkel- oder hellgrau. Die Bilder haben eine verwaschene, farblose Farbe, sie sind einfach gehalten, die Tierdarstellungen auf ein Mindestes reduziert, aber gut erkennbar.
    Das Beinahe-Drama hat 5 Akte und beginnt mit dem Fels. Eine Schildkröte erklärt die Stelle, auf der sie sich befindet zu ihrem „liebsten Platz“ und möchte dort nie weggehen.
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    Das nächste Bild zeigt einen fallenden Fels. Ein Wiesel möchte, dass die Schildkröte zu ihr kommt, doch sie will nicht. Als noch eine Schlange dazukommt, die auch den Standort des Wiesels bevorzugt, versuchen beide die Schildkröte zu überzeugen. Nur weil sie die beiden nicht versteht, kommt sie näher und er Fels landet auf ihrem alten Standort. 
    Das nächste Kapitel heiß „der Sturz“. Die Schildkröte liegt auf dem Rücken und beantwortet alle gut gemeinten Fragen des Wiesels negativ. Am Ende schlafen beide ein. „Sich die Zukunft vorstellen“ ist der nächste Akt überschrieben. Das Wiesel hat die Augen geschlossen und stellt sich die Zukunft vor, es lädt die Schildkröte ein mitzumachen. Es wird neues Wachstum geben. Dann taucht ein Auge mit sechs langen Beinen auf. Es zerstört mit seinen Strahlen eine Blume. Daraufhin beenden die beiden ihre Gedanken an die Zukunft. Die Tiere schauen sich den „Sonnenuntergang“ an. Während die Sonne untergeht, nähert sich die Schildkröte den beiden anderen Tieren, wieder kommt sie näher, weil sie sie nicht verstehen kann. „Kein Platz mehr“ bedeutet für die Schildkröte, dass sie wieder weg geht, weil sie meint, es sei nur Platz für zwei. Da die beiden ihre Drohung nie mehr wiederzukommen nicht verstehen, nähert sie sich wieder. Dadurch sieht sie weder das unheimliche Auge noch den Fels, der wieder da einschlägt, wo sie war. 
    
    Für mich sind die Bilder und auch das Szenario zu düster. Vielleicht wird mir ein Kind, dem das Buch vorlese, einiges erklären können. Für mich ist vieles rätselhaft.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wenn Bären baden

    Wenn Bären baden

    Ulla Mersmeyer

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Was zieht denn der Bär auf dem Cover für ein böses Gesicht, das Schwein im Schwimmreifen sieht doch ganz nett aus? Die Sonne scheint und das Schwein macht sich auf, um im See zu schwimmen. Die anderen Tiere schauen verwundert, denn sie wissen, dass nur der Bär hier seine Schwimmübungen machen darf. Der Bär zieht gerade seinen rotweiß gestreiften Badeanzug an, als er das laute Kreischen hört. Starr vor Schreck erwarten die Tiere den kommenden Ärger, nur das Schwein liegt entspannt in seinem Schwimmreifen.
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    Der Bär wirft das Schwein aus „einem“ See. Doch das Schwein fragt ohne Angst „Dein See? Wo steht denn das geschrieben?“ Es schlägt vor sich den See zu aufzuteilen. Schon bald stoßen die beiden aneinander. Da das Schwein nicht schwimmen kann, bitte es den Bären ihm das beizubringen. Da die beiden viel Spaß miteinander haben, trauen sich auch die anderen Tiere ins Wasser. So sitzen am Ende alle gemeinsam am Strand und lecken ihr Eis.
    
    Da findet ein grummeliger einsamer Bär in dem netten Schwein eine Freundin und zeigt, dass ein fröhliches Miteinander einfach herrlich ist. Kurze Texte und eindrucksvolle Illustrationen zeichnen dieses Buch aus.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Dinosaurier in der Flugschule – Band 3

    Dinosaurier in der Flugschule – Band 3

    Jörg Ihle

    Dominik Hochwald

    Petra Fritz

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der dritte Band dieser Reihe spielt wieder in den Ferien bei Oma. Inzwischen ist ja klar, dass es bei Oma immer wieder neue Saurier gibt. Diesmal sind die Flugsaurier geschlüpft. 
    Natürlich darf Mama, die die Kinder abliefert, nichts davon erfahren und die kleinen Saurier werden von den Kindern während des Kuchenessens immer wieder versteckt. Damit die kleinen Dinos fliegen lernen, steigen die mit Oma und den Kindern auf einen Berg. Dort oben steht eine Burgruine und hier leben bereits ihre erwachsenen Verwandten. 
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    Das Bild, dass den Darwinopteruns, den Ptaeranodon und den riesigen Quetzalcoatlus zeigt, wie sie um die Burg fliegen, ist einfach toll gestaltet. Mein Enkel, mit 3 ½ ein ausgewiesener Dinosaurierkenner, nannte mir sofort die schwierigen Namen und war ganz aufgeregt.
    Leider konnten wir, trotz Google, nicht alle zuordnen. Da der kleine Dimorohoden Angst vorm Fliegen hat, wird er mit einem Sahnetörtchen geködert. Leider fliegt er dann so begeistert, dass er auf einer Lichtung von einer Schäferin gesehen wird. Da sie einige Schafe vermisst, holt sie die Polizei, weil sie die Flugdinos im Verdacht hat ihre Schafe gefressen zu haben. So machen sich die Kinder mit den Dinos auf en Weg die vermissten Schafe zu suchen.
    
    Es fasziniert einfach, sich diese ausgestorbenen Tiere in unserer Welt zu sehen. Der Text ist schon etwas länger und für die Verlesenden nicht immer leicht auszusprechen, aber die Zuhörenden werden wieder begeistert sein. Die Bilder sind wunderschön gestaltet, Landschaften werden von oben gezeigt und die Flugsaurier sind sympathische Tier.
    
    Wieder ein gelungenes Buch, nicht nur für Dinofans.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Blindhuhn

    Blindhuhn

    Gudrun Güth

    Papierfresserchen

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Gesa hat einen blinden Vater, doch nicht alle wissen von ihm, denn irgendwie ist Gesa die Behinderung des Vaters peinlich. Da ist es umso schlimmer, dass ihre beste Freundin zu ihr sagt „Du bist ja behindert – genau wie dein Vater.“ Die Freundschaft zerbricht nach diesen Worten und damit auch das Treffen mit der Clique in der Eisdiele. 
    Obwohl Gesa ihren Vater sehr liebt, ist ihr die Verpflichtung, wie das Abholen vom Bus, oft zu viel. Auch eine Feier im Blindenverein, wo sie etwas vorführen soll und dafür ein Geschenk erhält, stößt ihr böse auf. 
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    Dann trifft sie auf Matthis, den Skateboarder, der auch Keyboard spielen kann. Er überzeugt sie, dass ihr Xylofon gut zu seiner Musik passt. 
    Als Matthies Gesas Vater kennenlernt, verstehen sich die beiden nach einem Missverständnis sehr gut und Matthis möchte gerne die Blindenschrift lernen. Die kleine dunkelhäutige Theo, die ebenfalls blind ist, bringt mit ihrer fröhlichen Art viel Freude in die neu gegründete Band. So lernt Gesa im Laufe des Buches viel über ihre Gefühle. Die Wut und die Scham, die sie wegen ihres blinden Vaters verspürt hat, löst sich auf, nachdem Gesa lernt offener damit umzugehen. 
    Es ist sicher nicht einfach, wenn man mit einem Behinderten lebt, hier ist es der Vater, der Gesa vermeintlich zu einer Außenseiterin macht. Diese negativen Gefühle überschatten ihre Liebe zum Vater. 
    
    Dieses Jugendbuch begleitet Gesa durch eine schwierige Zeit, doch ihre Familie, ihre Freund*innen und eine junge Liebe zeigen ihr, dass alles gar nicht so schwierig sein muss. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Tor ins Anderswann

    Das Tor ins Anderswann

    Sabine Kruber

    Edition Weltenschreiber

    Leseempfehlung ab 12 Jahre

    Jana ist eigentlich ein gewöhnlicher Teenager, sie liebt ihre Band, vernachlässigt gerne mal die Hausaufgaben und ist bei ihren Haaren experimentierfreudig. Ihre Weihnachtsferien verbringt sie zwar gerne bei ihrer Oma, doch fehlt ihr der Kontakt zu ihrer Band sehr. Ablenkung findet sie schnell, jedoch anders, als sie sonst wohl vermutet hätte: Der Fund eines Holzengels führt sie zu einem Geist und zu einem Portal in die Vergangenheit. Dort, im Jahre 1838, gibt es noch so einiges zu tun. 
    Eine fantasiereiche Geschichte, die einen sogar mitten im August kurz in Weihnachtsstimmung versetzt.
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    Die Zeitreisen sind, trotz aller geisterhaften Einflüsse, authentisch und realistisch, auch die Auswirkungen auf die Gegenwart ergeben Sinn und verleihen der Story sogar ein schönes Ende. Die Einblicke in die Vergangenheit sind besonders spannend und man möchte nur zu gerne an Janas Stelle sein, trotz der beschriebenen Kälte und der Tatsache, dass sie zunächst nur als Geist das Jahr 1838 aufmischen kann.
    
    Eine wirklich schöne, unangestrengte und zauberhafte Geschichte zum Thema Zeitreise, perfekt um sie abends mit ein paar Keksen in der Vorweihnachtszeit zu lesen, aber auch zu jeder anderen Jahreszeit.
    
    Raphaela Brosseron
    

    Schon der Titel ist ungewöhnlich und geheimnisvoll. Jana eine 14-jährige Schülerin lebt während der Adventszeit wegen einer Schulschließung bei ihrer Oma. Sie trauert etwas dem WLAN und den Proben mit ihrer Band nach. Doch dann findet sie auf einem Spaziergang mit dem Hund einen Engel. Als ihr kurz danach der Geist eines Mädchens erscheint, dass sie um Hilfe bittet, folgt sie dem neugierig. So findet sie ein Tor in die Vergangenheit.
    Sie ist immer noch am selben Ort, nur ist die Landschaft verschneit und schnell erfährt sie, dass sie sich im Jahr 1838 befindet. Erstaunt stellt sie fest, dass sie in dieser Zeit ein unsichtbarer Geist ist und so die Menschen problemlos beobachten kann.
    Matthias ein Junge, der als Taschendieb seine karge Mahlzeit zusammen stiehlt, fällt ihr schnell auf und die folgt ihm zu seinem Herrn.
    Natürlich sucht sie auch nach dem Haus der Oma, dass sie noch einfacher vorfindet. Kann Agatha, die ihren Verlobten sucht, eine ihrer Vorfahren sein.
    Bei ihren Nachforschungen in der Vergangenheit und in der Gegenwart, kommt es zu einigen spannenden Situationen. Da fiebert man mit dem jungen Mädchen und hofft auf eine Lösung für die immer wieder auftauchenden Probleme.

    Wie sich dann alles auflöst und klärt, hat mir sehr gut gefallen. Das Buch war sehr gut zu lesen und die Szenen aus dem Jahr 1838 gut recherchiert und vorstellbar. Ich finde, obwohl das Buch in der Adventszeit spielt, kann man es zu jeder Zeit lesen und das ist auch meine Empfehlung.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kaiserschmarrn – Mein genialer Sommer mit Ziege

    Kaiserschmarrn – Mein genialer Sommer mit Ziege

    Leonora Leitl

    Kunstanstifter

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Papa ist Architekt und deshalb baut er ein ganz modernes Schachtelhaus. Da er meint, er liebe die Natur, baut er es an den Waldrand. Mama ist Zahnärztin und so kommt Frau Erni ins Haus, um den Haushalt zu erledigen, denn es gibt noch Arthur und seinen großen Bruder Oswald, genannt Ossie.
    Als Arthur im Wald unterwegs ist, begegnet ihm ein Waldmensch. Dann stellt sich heraus, dass das der Vater von Fanny und Freddy ist. Er ist Schamane, hat ein drittes Auge, und macht viele ungewöhnliche Dinge. Er hat auch einige Behältnisse mit Kräutern und anderen Pflanzen. 
    So kommt es, dass die Ziege etwas davon frisst und dadurch zu den Kindern spricht.
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    Aber das ist nicht das einzig Verrückte. Der Ziegenbock meint er sei „Cäsar Napoleon Alexander der Größere“ und stellt deshalb viele Forderungen an die Kinder.
    So wird es ein ungewöhnlicher Sommer für die Kinder, aber auch die Erwachsenen erleben so allerlei. So streiten sich die Väter über das Abholzen einer Esche, den Lebensbaum. 
    
    Das Buch ist reich und lustig bebildert, dadurch kann man es sicher schon Grundschülern vorlesen, bei 200 Seiten muss ein Kind, auch bei der großen Schrift, schon sehr gut lesen können.
    Obwohl das Buch sehr lustig geschrieben ist, hat es durchaus auch viele ernste Aspekte. Der Kaiserschmarrn kommt allerdinge nur am Ende des Buches als Rezept in ungewöhnlicher Form vor. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hallo, kleiner Igel

    Magali Attiogbé

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Das Cover des Buches hat ein rundes Loch durch das der kleine Igel zu sehn ist. Auf der nächsten Seites des Pappbilderbuches stellt er sich vor und lädt uns ein in seine Welt. Zunächst lernen wir seine Mama und die Geschwister kennen. Dann Pilze, sein Lieblingsessen. Er spielt gerne Versteck, aber wenn der Fuchs auftaucht, rollt er sich gerne zur Kugel zusammen. Er schläft gerne unter Blättern und mag auch gerne Würmer.
    Die Texte sind sehr kurz und doch informativ, die Bilder sind vereinfacht und dadurch besonders klar. Einige Seiten haben Ausstanzungen, andere haben besondere Formen, dadurch wird das Blättern interessanter.

    Dagmar Mägdefrau

  • Dinosaurier – Pocketwissen

    Dinosaurier – Pocketwissen

    Annette Neubauer

    Bernhard Speh

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das kleine quadratische Bilderbuch hat eine Ringbindung und verstärkte Seiten. Seine Besonderheit entsteht durch die Nutzung des tiptoi-Stiftes. Man lädt die Informationen durch das Internet auf den Stift und aktiviert ihn auf der ersten Seite. Durch verschiedene Icons (Auge, Glühbirne, Würfel) kann man unterschiedliche Informationen oder Spielangebote nutzen.
    Die erste Seite informiert über Riesensaurier. Man kann Geräusche hören und etwas über die abgebildeten Tiere erfahren.
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    Einiges über den Brachiosaurus steht in einem Infofeld. Gepanzerte Dinos sehen wir auf der nächsten Seite. Hier ist auch ein Skelett abgebildet. Gefährliche Raubsaurier und wann sie lebten, erfahren wir danach. Hier geht es natürlich auch um den T-Rex. Gefiederte Saurier, Dinos mit Dickschädeln, Minisaurier und Flugsaurier vervollständigen die Liste. 
    
    Das handliche Buch eignet sich zum Mitnehmen und ist gefüllt mit Wissen über dieses ausgestorbene Exen. Das Herz jeden Saurier-Fans schlägt da höher.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • 1,2,3 Pupserei – Mein lustiges Klo-Soundbuch

    1,2,3 Pupserei – Mein lustiges Klo-Soundbuch

    Anna Taube

    Eefje Kuijl

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Pupsen ist immer wieder ein Thema für die Kinder und so wird es auch gerne in Bilderbüchern besprochen. Hier ist es ein Pappbilderbuch, dass auf jeder Seite einen Kontakt hat, der einen Sound erzeugt. Man kann das Buch ausschalten und auch die Batterie wechseln. Die Kontakte können auch schon von ganz kleinen Fingerchen ausgelöst werden. 
    Das Cover zeigt den Bären auf dem Klo im roten Häuschen, das Toilettenpapier hat er schon in der Hand und auch hier hören wir schon ein quietschendes Pupsen. „Was ist das denn für ein Haus? Da kommen lauter Pupse raus!“ beginnt das Buch.
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    Und so finden wir auf jeder seinen einen Vierzeiler. Zusätzlich gibt es noch kleine Sprechblasen „Mach mal Platz!“ fordert die Raupe. Nach dem Bären sehen wir viele andere Tiere auf dem Klo sitzen und man hört ihre Stimmen und ein Plätschern. Dann wird das Klopapier abgerollt und auseinandergerissen. Mit „Bürstenzauber“ wird das Klo gereinigt und am Ende werden natürlich die Hände gewaschen. 
    
    Viele Tiere sind in diesem Buch zu sehen, Pupsen und Pipi machen ist das wichtige Thema.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wohin gehen Freunde?

    Wohin gehen Freunde?

    Cornelia Wiesner

    Nicola Rakutt

    WolfsRudel

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Gewinner des Deutschen Kinderbuchpreises 2021

    Da es sich bei dem Buch schon um den zweiten Band handelt, gibt es einige Bezüge zur Vorgeschichte. Trotzdem ist alles sehr gut verständlich und nachvollziehbar.
    Bei den Freunden handelt es sich um den dicken Bären, das fröhliche Rotkehlchen, die kleine Waldmaus, das zarte Reh und den kleinen Wolf, der auf der ersten Seite ein wenig träge vor seiner Höhle liegt. 
    Da kommt ein Bruder der Waldmaus zu den Freunden und berichtet, dass die Familie Zuwachs bekommen hat und sich alle um den jüngsten Bruder sorgen. Er ist sehr klein und zart und hat Probleme mit der Luft.
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    Sofort macht sich die Waldmaus auf und besucht seine Familie. Alle freuen sich über sein Kommen, aber auch er muss erkennt, dass der kleine Bruder sich nicht gut entwickelt. Als klar wird, dass er wohl nicht mehr lange bei ihnen sein wird, versuchen alle ihm so viel Freunde wie möglich zu machen. So erlebt er mit den Freunden einen wunderschönen Sommer, alle helfen mit, dass er noch eine schöne Zeit hat. Als er merkt, dass seine Kraft zu ende geht, bringen ihn alle gemeinsam zurück zu seiner Familie. Es wird Herbst und die Blätter fallen als der kleine Bruder beerdigt wird. Alle berichten von ihren gemeinsamen Erlebnissen und trauern um den kleinen Freund. 
    
    Die Sprache ist sehr einfühlsam und die Bilder sind voller Gefühl, wunderschön gezeichnet.
    Ein Ratschlag, der erklärt, dass das Leben ein Geschenk ist, wird mehrfach im Buch wiederholt und wir sollten ihn uns alle zum Lebensmotto machen. 
    
    Der Text des Buches ist schon für ein Bilderbuch sehr lang, aber er zeigt auf eine einfühlsame Weise, dass der Tod unser Leben immer begleiten wird und dass er leider nicht gerecht ist. Alles, was wir tun können, ist alles so zu genießen, wie es uns möglich ist und die Erinnerungen daran in unseren Herzen zu bewahren.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Lisa und der große Sturm

    Lisa und der große Sturm

    Christine Leeson

    Gaby Hansen

    Brunnen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Lisa heißt die kleine Maus, die mit ihren Geschwistern fröhlich auf der Wiese spielt. Doch der Himmel wird dunkel und die Mäuse sind zu weit von zu Hause entfernt, um dort hinzugehen. So müssen sie sich etwas zum Unterstellen suchen. Das Eichhörnchen lädt sie zu sich ein, aber der Kogel ist zu hoch. Das kugelige Nest er Zwergmaus ist auch keine Lösung. Im Kaninchenbau sitzen so viele Kinder, da ist kein Platz für die Mäuse.
    Zum Glück taucht da die Mäusemutter auf und sie weiß eine hohle Eiche, in die sie sich flüchten können.
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    Als alle schlafen, schleicht sich Lisa noch einmal heraus und schaut nach den anderen Tieren. Sie haben durch den Sturm ihre Heime verloren und sind froh, dass Lisa sie in den holen Baum einlädt. Zusammen überstehen sie den Sturm und freuen sich auf den Regenbogen, der sie danach begrüßt.
    
    Alle Tiere bieten den Mäusen ihre Hilfe an und am Ende kann die kleine Lisa den anderen Tieren helfen. Ein wundervolles Buch über Freundschaft und gegenseitige Hilfe.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Lost – In der Wildnis hört dich niemand

    Lost – In der Wildnis hört dich niemand

    Mindy McGinnis

    Rowohlt Rotfuchs

    Leseempfehlung ab 14 Jahre

    Ashley ist in der Wildnis unfreiwilliger Weise auf sich gestellt und kann so ihren Gedanken und der Vergangenheit ebenso wenig entkommen wie der Gefahren im Wald. Ein Kampf, nicht nur ums Überleben. Eine Gruppe von Freunden, die zusammen einen Campingausflug in den Wald machen, es hätte so schön werden können. Doch die zwischenmenschlichen Probleme arten aus und Ashley verliert sich bei ihrer Flucht vor diesen alleine im Wald. Man könnte fast von Glück reden, dass es sie trifft und keinen der anderen, denn sie kennt die Natur und weiß wie man mit der Wildnis zurechtkommt.
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    Doch auf das, was sie erwartet, konnte auch sie nicht gefasst sein. 
    Ashley ist eine sehr gewöhnungsbedürftige Erzählerin. Man merkt deutlich, dass sie sehr aggressiv ist und stark auf ihrer taffen Rolle beharrt. In dieser stellt sie sich gerne über andere Mädchen und betont gerne: „Ich bin nicht wie die anderen.” Im Wald merkt man durch Rückblicke schnell, wie sie so geworden ist und dass dieses ablehnende Verhalten auf Unsicherheit beruht. Die Rückblicke sind generell eine gute Taktik, die Protagonistin besser kennenzulernen und auch andere Themen als den reinen Überlebenskampf zu thematisieren. Denn Ashley hat(te) eine Beziehung, Freundinnen und Hobbies, an die sie nun nur noch wehmütig denken kann.
    Die Survival Story an sich ist spannend und man lernt tatsächlich einiges, in der Hoffnung, dieses Wissen nie anwenden zu müssen. Allerdings haben sich hier und da Logikfehler eingeschlichen, die das Ganze sehr unglaubwürdig machen. Auch wie kühl Ashley teilweise agiert, kaufe ich ihr trotz aller Robustheit nicht ab. Manche Stellen sind sehr detailliert und definitiv nichts für schwache Nerven oder wenn man gerade etwas gegessen hat. 
    
    Ein Kampf ums Überleben, aber auch mit sich selbst. Spannend ist dieser Jugendroman, ähnlich wie bei Stephen Kings “Das Mädchen” auch sehr auf die Psyche des Alleinseins bedacht. Auf den gerade 220 Seiten wird einem zumindest nicht langweilig
    
    Raphaela Brosseron

    Selten ist es mir so schwer gefallen ein Buch zu bewerten. Ashley lebt, nachdem ihre Mutter sie als Kind verlassen hat, zusammen mit ihrem Vater in einem alten Trailer. Obwohl der Vater Doppelschichten arbeitet, muss sie manchmal hungern. Doch sie erfährt dann Unterstützung durch ihre Freundin Meredith, die so ganz anders ist als sie. 
    Mit siebzehn trifft sie sich mit einer Gruppe Freunde mitten im Wald, um viel Alkohol zu trinken. Nach einer bösen Überraschung läuft Ashley kopflos los. Leider auch ohne ihre Schuhe, so verirrt sie sich nicht nur, sie verletzt auch ihren Fuß. Und jetzt wird es schwierig, ohne viel zu verraten kann ich leider meine Meinung nicht erklären. Ashley irrt tagelang durch den Wald, wir erfahren dabei einiges aus ihrer traurigen Vergangenheit und nehmen Anteil an ihrem immer schlechter werdenden körperlichen Zustand.
    Dann geschehen aber Sachen, die ich so einfach nicht für möglich halte. Leider finde ich nirgendwo eine Information, ob diese Geschichte auf irgendeinem realen Geschehen basiert. Ich kann es mir auch wirklich nicht vorstellen. Ich muss auch davor warnen, dass schon sehr heftige Dinge beschrieben werden und einige Leser*innen das sicher nur schwer aushalten werden. Trotzdem habe ich das Buch aufgrund seiner Spannung und weil ich wissen wollte, wie es ausgeht, zügig gelesen. 

    Dagmar Mägdefrau