• Karlchen und der Kapuzen-Klub – Ein Such- und Wimmelbuch

    Karlchen und der Kapuzen-Klub – Ein Such- und Wimmelbuch

    Rotraut Susanne Berner

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Obwohl die Abenteuer des Hasen Karlchen und seiner Freunde nicht neu sind, habe ich sie bisher nicht kennengelernt. Was ich schade finde, denn dieses Buch ist eine schöne Mischung aus kurzen Texten und Bildern, die übersichtlich vieles abbilden. 
    Es geht darum, dass das Küken, das Karlchen versorgt am Morgen nicht zu finden ist. Auf jeder der folgenden Seiten wird die Suchmannschaft vergrößert, alle Freunde, die und am Anfang vorgestellt wurden, kommen hinzu.
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    Die Suche wird immer weiter ausgedehnt. Es beginnt im Haus, über Garten, Stadt und Wald geht es schließlich zur Oma, die sicher Rat weiß und dort wird das Küken auch gefunden. Zum Abschluss gibt es für alle Kakao.
    Nicht nur das Küken, auch einige andere Tiere kommen auf den Seiten vor und es macht Spaß auch die zu finden und zu benennen.
    
    Ein Bilderbuch, dass den Wortschatz und die Beobachtungsgabe fördert und einen Riesenspaß macht.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ghostkids – Vampirgeflüster in Whitby

    Ghostkids – Vampirgeflüster in Whitby

    Stefan Schwinn

    BVK LESEwelten

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Im zweiten Teil der Ghostkids geht es in den Norden von England. Die Geisterkinder leben parallel zur Menschenwelt und können mittels Transporter, wie zum Beispiel Truhen, zu den Menschen „reisen“. Im Einband können wir einen Plan sehen, der uns die Schulanlage von Ghostdale zeigt, am Rande sehen wir Whitby, den Ort an dem Dracula, der Vampir, in England an Land ging. 
    Die vier Freunde, Hazy, Froggy, Tacitut und Billy sind Schüler der Geisterakademie in Cambridge, aber jetzt geht es mit dem fliegenden Teppich gen Norden. 
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    Zusammen bewohnt die Gruppe ein Haus und die Geisterschüler aus den anderen Orten haben ebenfalls so eine Unterkunft. Ein Haus bleibt zunächst leer und dort zieht zum Ärger und Schrecken der Freunde Feuergeister mit ihrem Widersacher Roger Ghastly ein. Er ist ein gemeiner hinterhältiger Geist, der darauf aus ist, anderen zu Schaden. Leider lehren sein Onkel und eine Unterstützerin an der Schule. Da ist es gut, dass auch Froggys Onkel ein Lehrer in Ghostdale ist. 
    Die Kinder lernen auf Schneehühnern zu reiten und spielen begeistert Rübenruby, doch erst als sie Bücher lesen, die berichten, wie Menschen sich Geister vorstellen, wird es richtig spannend. Hazy und ihre neue Freundin Stella möchten zu gerne nach Whitby. Gibt es wirklich einen Tunnel, der dort hinführt?
    
    Das Buch ist in 17 kurze Kapitel unterteilt und wird durch einige Bilder aufgelockert. Die Einblicke in die Geisterwelt sind interessant beschrieben und es mangelt nicht an Spannung. Es zeigt aber auch, wie wichtig Freundschaft und Vertrauen sind, aber auch, dass gute Lehrer sehr hilfreich sein können.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wird denn hier keiner wütend?

    Wird denn hier keiner wütend?

    Toon Tellegen

    Marc Boutavant

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Die zehn mehrseitigen Geschichten handeln von Tieren und Gefühlen. Die Bilder sind teilweise ganzseitig und unterstützen den Text sehr gut.
    Die Feuerkröte tut alles um die Tiere wütend zu machen, doch ihre bösen Angriffe, so reißt sie dem Igel alle Stacheln aus, führen nur zu einem weinerlichen Ergebnis. Aber, was ist eigentlich Wut? „…etwas sehr Schweres, das keiner heben kann.“
    Das Eichhörnchen sinnt darüber nach, ob die Ameise „Nie-wieder“ zurückkommt.
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    Im Zwiegespräch mit den Wänden, kommt sie zu dem Ergebnis, dass die Ameise Honig zur Begrüßung bekommen soll.
    Die Schlange war immer wütend und an ihrem Geburtstag kann es ihr keiner recht machen. Am Ende müssen die anderen Tiere sogar flüchten, aber das machen sie fröhlich.
    Auch die Grille hat Geburtstag und sie kennt einige Gründe, weshalb der Bär nicht kommen soll, deshalb schreibt sie ihm eine ungewöhnliche Einladung.
    Eichhörnchen und Elefant tanzen zusammen und das ist für das Eichhörnchen gar nicht so einfach, trotzdem hat sie Spaß daran.
    Auch die Gottesanbeterin ist eingeladen, aber sie findet nicht die rechte Kleidung. Dann geht alles schief und sie muss völlig derangiert zum Fest. Aber durch ihre Haltung bekommt sie die Bewunderung der anderen Gäste.
    Die Ameise muss sich in ihrem Heim mit der Wut auseinandersetzten. Doch der Besuch des Eichhörnchens kann sie aus dieser Situation befreien.
    Die Heuschrecke versucht mitten im heißen Sommer Mäntel zu verkaufen und auf dem Geburtstag des Schwans springt der Frosch übermütig in die Torte. 
    In der letzten Geschichte schreiben sich Pillendreher und Skarabäus Briefe von deren Inhalt wir nichts erfahren, wir erleben nur die Reaktionen daraus.
    
    Die Geschichten sind nicht ganz einfach zu interpretieren, ich denke, um sie zu verstehen benötigen die Leser*innen schon ein wenig fachmännische Anleitung. Auf jeden Fall sind die eine gute Diskussionsgrundlage.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Worte, die mich stark und mutig machen – Übungen für mehr Selbstvertrauen

    Worte, die mich stark und mutig machen – Übungen für mehr Selbstvertrauen

    Becky Cummings

    Anja Grote

    Loewe Naturkind

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Das Buch beginnt mit Lesetipps, die die erwachsenen Vorleser anspricht. So kann man zu dem Satz „Ich bin stark!“ den Bizeps anspannen. Natürlich macht es immer Sinn, das Gelesene zu besprechen. 
    Ein Zauberspruch „birgt all DEINE SUPERKRAFT-MAGIE!“ wird den Kindern am Anfang versprochen. Es beginnt mit „Ich bin einzigartig!“ darunter steht ein Vierzeiler, der die Aussage bekräftigt. Das Bild zeigt ein Mädchen mit Brille und lockigen Haaren, das mit nur einem Schuh vergnügt über eine Wiese tanzt.
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    Zwei Kinder spielen mit dem Bagger im Sand und der Spruch dazu heißt „Ich teile gern!“
    Mit geschlossenen Augen eine Hand auf der Brust, so entspannt das Mädchen. Ein Junge mit Brille und Basecap schaut einer Biene zu und ist freundlich. Der dunkelhäutigen Mutter sieht man die Liebe zu ihrer kleinen Tochter an. Zwei kluge Kinder bauen ein Auto zusammen. „Ich bin stark!“ zeigt ein Kind, dass mit seinen Armen und Beinen an einen Ast hängt. So geht es weiter bis zur letzten Seite, dort steht „Ich bin besonders, stark wie nie! In mir wirkt SUPERKRAFT-MAGIE!“ Dort kann auch ein Foto eingeklebt werden und der Name darunter geschrieben werden.
    
    Das Buch eignet sich hervorragend zur Stärkung es Selbstvertrauens, es zeigt aber auch Werte, wie Freundlichkeit auf. Ich bin davon überzeugt, dass es bei den Kindern etwas positives bewirken kann.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Seht ihr was?

    Seht ihr was?

    Julia Bierkandt

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses Pappbilderbuch mit den knuffigen Bildern lebt vom Perspektivwechsel. Zünftig gekleidet und mit Rucksack und Fernglas ausgerüstet geht der Förster in den Wald. Etwas versteckt sieht man schon Elch und Maus. Sie sehen zu, wie der Förster im Hochsitz in den Wald schaut. 
    Dann kommt mein Lieblingsbild. Man sieht von vorne in die Gläser des Fernglases und dahinter Teile des Gesichts, besonders den schönen Bart unten und den Gamsbart oben.
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    Das Eichhörnchen fragt: „Wohin guckt der denn?“ Der Elch hat „Keine Ahnung!“ Immer mehr Tiere kommen zum Hochsitz. Das nächste Bild geht hochkant über zwei Seiten und zeigt den Hochsitz mit dem suchenden Förster und alle Tiere stehen auf der Leiter. Das muss natürlich schief gehen. Aber die Tiere haben ihren Spaß mit einem Picknick aus dem Rucksack des Försters. Der fragt am Ende „Habt ihr was gesehen?“
    
    Das Buch kommt mit ganz wenigen Sätzen aus, aber es gibt so viel zu sehen. Zudem macht es Spaß den Förster so zu foppen. Ein Buch, dass auch etwas älteren Kindern noch Spaß macht, weil sie den Witz verstehen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Sommerwaldfunkeln

    Sommerwaldfunkeln

    Antonia Katt

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Malin zieht mit ihrer Mutter in einen kleinen Ort und wird nicht besonders nett in der neuen Klasse aufgenommen. Nur Flora, ihre Sitznachbarin, scheint ein nettes Mädchen zu sein, aber das Eigenartige an ihr ist, dass sie nicht spricht. Doch dann bittet sie Malin um ein Treffen im Stadtwald. Dieser Stadtwald wirkt zunächst winzige, doch als die beiden Mädchen ihn betreten erweist er sich als ein richtiger Urwald. 
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    Flora, die nach Zypresse riecht, goldene Locken und Augen hat und die in sich ruht und von innen leuchtet. Diese Flora, die Malin gerne zur Freundin hätte und die sie dazu verleitet einen Brief der Lehrerin an ihre Mutter in einen Baum zu stecken. Flora, die in Rätseln spricht und die Malin als Sommergast in den Wald einlädt. 
    Doch was birgt de Wald für ein Geheimnis? Weshalb bezeichnet sich Flora als Hüterin und was erwartet sie von Malin. Wer sind die „Anderen“? 
    Zusammen mir Flora betritt sie eine andere Welt, die ihre eigenen Regeln hat, die genauestens befolgt werden müssen. 
    Diese anderen Welten zu erkunden, ihre Bewohner kennenzulernen und zu verstehen, war nicht immer ganz einfach, es gab viele Wendungen und für mich war einiges etwas verschwommen. Ich mag es, wenn die Parallelwelten logisch erklärt werden. Hier war das für mich nicht immer der Fall. 
    Die Geschichte im Hier entwickelt sich ebenfalls, vieles ist nicht so einfach, wie man zunächst glaubt. Malin leidet unter der Abwesenheit ihres Vaters und wünscht sich, dass er wenigstens zu ihrem Geburtstag kommen kann. 
    
    Diese fantastische Geschichte wird in einer wunderschönen poetischen Sprache erzählt, die ich beim Lesen sehr genossen habe. Wenn die Autorin vom Leuchten, das Malin ausstrahlt spricht kann man es fast aus den Seiten herausstrahlen sehen. Spannung, Humor, Freundschaft, Tierliebe, Hilfsbereitschaft und Liebe sind hervorragend in diesem Buch untergebracht und das verspielte Cover passt sehr gut zum Thema.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Morgen bin ich Sternenlicht

    Morgen bin ich Sternenlicht

    Sandra Dieckmann

    Loewe

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem wunderschönen Cover sieht der Fuchs hoch zu einem Stern, der sich inmitten einer Spirale befindet. Die Konturen sind silberglänzend gezeichnet, das gibt eine schöne Atmosphäre.
    Fuchs und Wolf sind Freunde und verbringen einen wunderschönen Tag zusammen. Der Wolf bitte Fuchs „Versprich mir, dass du dich immer an diesen perfekten Tag erinnerst.“ Es folgt ein wunderschönes Bild der beiden Tiere, die sich am See den Himmel ansehen. Den Satz des Wolfes „Morgen bin ich Sternenlicht.“ versteht Fuchs nicht. 
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    Am nächsten Morgen ist Wolf verschwunden und Fuchs macht sich auf die Suche. Wieder am See sitzend und in den Himmel schauend, erinnert sich Fuchs an den Satz des Wolfes. Er zieht den Sternenhimmel wie eine Decke über sich und fängt an zu weinen. Dann kommen die Erinnerungen an die schönen Tage mit Wolf. So kann Fuchs am Ende wieder lächeln.
    Die Tierbezeichnungen dienen als Name, so ist Fuchs eine Sie. Da fand ich etwas ungewöhnlich, kann aber auch daran liegen, dass das Buch, obwohl die Autorin in Deutschland geboren wurde, auf Englisch geschrieben wurde. 
    
    Oft müssen sich die Kinder aufgrund ihrer Erlebnisse mit Tod und Verlust auseinandersetzten. Dieses Buch geht sehr behutsam und tröstlich mit diesem Thema um. Schöne Erinnerungen sind das, was von uns übrigbleibt. Deshalb wünsche ich allen perfekte Tage, an die es sich zu erinnern lohnt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Bin gleich fertig!

    Bin gleich fertig!

    Martin Baltschet

    Anne-Kathrin Behl

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Nicht allen Kindern macht frühes Aufstehen Spaß. „Ist doch noch dunkel, da geh ich nicht raus!“ Meint der Junge und auch sein Schlafanzug weigert sich ausgezogen zu werden. „Ich bleib wo ich bin, und zwar für immer!“ Auch mit Hilfe des Dackels wird er ihn nicht los. Zunächst stellt der Junge sich vor nackt in die Kita zu gehen, dann wechselt er seine Outfits. 
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    Stellt dabei fest, dass Socken im Sommer „vereinsamen“ und die Schwimmsachen im Winter auf dem Trockenen liegen. Seine Sachen, die wie eine Figur aussehen raten ihm „Sei wer du bist und lieb wie es ist“ Es folgt nochmals eine Verkleiderunde und dann ist der Junge so müde, dass er wieder einschläft. Letztlich geht er im Schlafanzug, barfuß mit seinem Dackel los. 
    
    Mich verwirrt das Pappbilderbuch ein wenig, ich kann den Sinn nicht so ganz erkennen. Ist ein Zeichen von Individualität im Schlafanzug auf die Straße zu gehen? Oder sehe ich die Sache wieder zu Ernst? Die Bilder und die kurzen Reime haben mir gut gefallen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Bei Baba

    Bei Baba

    Marianne Dubuc

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 1 Jahr

    Koko und Baba sind zwei Koalas und Koko krabbelt NIE runter von Baba. Sie isst und spielt auf Baba, die macht sogar Pipi auf ihm. Sie gehen zusammen schwimmen, kuscheln zusammen und gehen spazieren. 
    Doch dann will Koko in die andere Richtung, doch Baba reagiert nicht auf Kokos „Da!“ Da entschließ er sich alleine zu gehen, aber am Abend schläft Koko wieder auf Baba.
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    Ich bin mir bei der Geschlechterzuweisung nicht ganz sich. Ich habe Baba mal als Papa verstanden. Aber das ist ja auch eigentlich egal. Diese Pappbilderbuch hat ein handliches Format du runde Ecken. Die meisten Texte bestehen nur aus einem kurzen Satz, also genau richtig für ganz kleine Zuhörer.
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Das rote Band der Hoffnung

    Das rote Band der Hoffnung

    Lucy Adlington

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    „Hier machen Menschen die Erfahrung, dass Kleidung doch keine belanglose Sache ist. Nicht wenn man keine hat.”
    Ein blauweiß gestreiftes Cover, das an die Häftlingskleidung der Konzentrationslager erinnert, lässt bereits tief in die Geschichte einblicken. Ella ist 14 Jahre alt, als sie in Birkenau landet. Von ihrer Großmutter hat sie die Liebe zur Mode und zum Nähen mitbekommen, doch gefangen im Konzentrationslager bleibt ihr für sich selbst nur noch die blau-weiß gestreifte Uniform.
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    Die einzige Möglichkeit, weiterhin in Verbindung mit ihrer Leidenschaft zu bleiben, ist die Stelle in einer Nähwerkstätte im Gefangenenlager, von der Ehefrau eines Offiziers ins Leben gerufen. Gleichzeitig ist diese Arbeit ihre einzige Chance, am Leben zu bleiben, denn wer nicht arbeitet, kommt in die Gaskammer. So gibt sie sich besonders Mühe ausgerechnet jene KZ-Aufseherinnen und Offiziers-Gattinnen gut einzukleiden, die in ihr noch nicht mal einen Menschen sehen. Obwohl Ella noch ein Kind und vor allem selber Opfer ist, muss sie sich dieser Zerrissenheit stellen: Wie kann man dort überleben, ohne die eigene Menschlichkeit zu verlieren? Nicht umsonst vergleicht sie jeden, den sie sieht mit einem Tier, doch wer gehört zu den Raubtieren? Schnell findet sie in der verträumten Rose eine Freundin. Ihre naive und selbstvergessene Art ist für Ella beides: ein sicherer Anker und eine Gefahrenquelle im Kampf ums Überleben. Was beide gemeinsam haben ist die Hoffnung, welche sie mit einem roten Band symbolisch bei sich tragen und bis zum Schluss nicht aufgeben.

    Der Alltag der Näherinnen ist hart, sie haben Hunger, Angst und werden streng beobachtet, willkürliche Gewalt steht an der Tagesordnung. Doch diese wird nicht zu eingehend dargestellt, trotzdem wird die Grausamkeit dieser Lebenswelt im Detail eingefangen. Ella und Rose sind noch lange nicht erwachsen und mit den tiefsten Abgründen der Menschlichkeit konfrontiert. Die Autorin zeigt anhand der unterschiedlichen Mädchen, was diese Erfahrung für die jungen Menschen vor Ort bedeutete. Ella und Rose sind zwar ausgedachte Figuren, doch die Nähwerkstatt gab es auf dem Lagergelände tatsächlich.

    Ein schöner und berührender Jugendroman, der an die Frauen erinnert, die für ihr Leben nähten.

    Raphaela Brosseron


    Ella ist 14 als man sie auf dem Heimweg von der Schule gefasst und nach Auschwitz-Birkenau gebracht hat. Sie hat bei ihren Großeltern und gelebt und weil ihre Großmutter eine versierte Näherin war, hat sie in ihren jungen Jahren schon viel von ihr gelernt. So schafft sie es in die Näherei zu kommen und entgeht dadurch zunächst dem Tod. Sie muss nicht „durch den Kamin“ wie es die Gefangenen nennen.
    Mina, der Kapo der Nähwerkstatt, ist hart und unerbittlich gegenüber den Näherinnen, die allesamt junge Frauen mit schrecklichen Schicksalen sind. Die meisten tragen wie Ella den gelben Stern, nur die nativ anmutende Rose, die so schone Geschichten erzählen kann, ist eine „Politische“.
    Ella entwirft und schneidert elegante Kleidung für die Ausseherin Carla. Die sich mit kleinen Zuwendungen, wie Zigaretten erkenntlich zeigt. Die aber auch mit ihrem Hund beim Apell die Gefangenen schikaniert.
    Ella sieht in den Menschen um sie herum gerne Tiere, so ist Rose ein Eichhörnchen und die Gefangenen nennt sie wegen der gestreiften Kleidung Zebras. Ich fand das sehr anschaulich. 
    Für Ella ist Kleidung sehr wichtig und es entstehen immer wieder Situationen, in denen sich das bewahrheitet. 
    
    Das Cover zeigt den Stoff aus der die grobe Kleidung der Gefangenen gemacht ist, auch die im Buch sind die Seiten vor den neuen Kapiteln mit diesem Muster bedruckt. Die Figuren im Buch sind fiktiv, aber man erfährt viel aus dem Alltag der Menschen dort. Die Boshaftigkeit mit der die Menschen dort zusammengetrieben und aussortiert werden, aber auch die Wanzen am Körper und die Gemeinheiten untereinander. Der mögliche Tod lauert überall.
    
    Das Buch zeigt, dass Hoffnung wichtig ist in aussichtslosen Situationen. Oder wie die viel zitierte Großmutter sagt „Wenn die Sonne nicht scheint, dann mach was aus dem Regen.“
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Heul doch!

    Heul doch!

    Frauke Angel

    Stephanie Brittnacher

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das gesamte Cover ist ein trauriges Gesicht, die großen Augen schwimmen in Tränen. In dem Buch geht es ja um „Heulen, Plärren, Weinen und Flennen“, ein Thema, das uns alle mehr oder weniger betrifft. Weil wir es tun oder weil wir es bei anderen erleben.
    So wird im blauen Einband die Anatomie des Auges erklärt, wir sehen wo der Tränensack oder die Tränengänge zu finden sind. Im Buch dominieren blau und rot die Seiten.
    Ein Junge erzählt uns von dem jährlichen Treffen seiner Familie und dass er heult. So lernen wir die ganze Familie kennen, denn alle sollen mit aufs Foto. 
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    Die Geschichte ist in etwas größeren Buchstaben gedruckt, daneben gibt es einen Sachtext mit etwas kleiner Schrift. 
    Der rot gekleidete, im Rollstuhl sitzende Erzähler heult vor Wut und das ist in seinem Gesicht gut zu sehen. Als er Mama einen Ball vor den Kopf wirft, weint diese vor Schmerz und der Leser fühlt mit. Oma Ostsee fühlt eine „schwere Traurigkeit“, auch Papa empfindet Traurigkeit, Steffi weint beim Filme gucken. Nur Onkel Arpard ist es peinlich zu weinen. Mama und ihre Süße heulen vor Glück, da sind sie zu beneiden. Schauspieler müssen für ihre Rolle weinen und haben da so ihre Tricks. Babys können sich nicht anders äußern, nur durch Weinen. Die Uroma hat schon ihre Tränen aufgebraucht, so viel hat sie schon erlebt. 
    
    Anhand der vielen unterschiedlichen Familienmitgliedern wird sehr schön klar gemacht, welche Gefühle uns zum Weinen bringen. Die Familie ist bunt zusammengewürfelt und Mama hat eine Freundin und Onkel Klaus einen Klaus. Es gibt Alte und Babys und den Jungen im Rollstuhl. Der Sachtext ergänzt diese kleine Geschichte zum Familientreffen hervorragend. Und ich möchte immer noch das Gesicht auf dem Cover trösten.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die Freude springt aufs Trampolin

    Die Freude springt aufs Trampolin

    Tina Oziewicz

    Aleksandra Zając

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir das behaarte graue Geschöpf, das lachend, alle Viere von sich streckend aufs Trampolin springt. Und er Titel verrät uns, dass es sich um ein sehr schönes Gefühl handelt, um die Freude. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Freude sich so benimmt. 
    Das Buch beginnt mit der Neugierde, die auf den Schornstein steigt, dann sehen wir die Dankbarkeit einen wärmenden Pullover stricken. Die Fantasie ist ein menschliches Wesen, dass die Nase in den Wind streckt.
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    Der Hochmut hat eine lange Nase und sitzt auf einem Glasberg. Das Glück, deren Ohren an Flügel erinnern, sitzt in einer Seifenblase, das pummelige Heimweh sehen wir nur von hinten, es schnuppert an einem Schal. Die Freundlichkeit hält mit ihrem großen Schirm das Unwetter ab und schützt andere kleine Wesen. Die Zuversicht hält dem Reisenden eine Butterbrottüte hin. Der Hass zeigt seine Zähne und beißt damit die rote Schnur durch und kappt so alle Verbindungen. „Nicht erreichbar!“ Mit einer riesigen Glühbirne wird die Liebe dargestellt. Der Spiegel auf der letzten Seite zeigt, dass alle diese Gefühle in uns leben.
    
    Über 30 Gefühle werden in diesem Buch wunderbar abgebildet und man kann anhand der dazugehörigen Beschreibung darüber sprechen. Schöne und weniger schöne Gefühle sind dabei und ich denke zu jedem hat man eine Situation, in der man es erlebt hat.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Einfach anders – Vier Geschichten vom Mut in dir

    Einfach anders – Vier Geschichten vom Mut in dir

    Sabrina Ziegenhorn

    Wunderhaus

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Nicht immer kommt ein so schönes Buch dabei heraus, wenn Mütter ein Bilderbuch schreiben und gestalten. Sabrina Ziegenhorn ist Mutter von drei Jungen und einer der Jungen ist durch eine Krankheit „anders“. Um allen Mut zu machen hat sie dieses Bilderbuch erschaffen.
    Auf dem Cover sind die vier Tiere zu sehen, deren Geschichte das Buch erzählt. Es beginnt mit dem Löwen Lino, dessen farbenfrohe Mähne ihm den Spot der Löwin einbringt. Aber der mutige Lino kann die Löwin vor der Hyäne retten und so kann er am Ende „stolz seine bunte Mähne“ tragen.
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    Mit dem Pinguin Paul geht es weiter. Er muss weinen, weil ihn die anderen Pinguinkinder wegen seiner großen Flügel verspotten. „Sie sind zu groß! Willst du denn fliegen, den weißen Bären gar besiegen?“ Doch als er sie mit Hilfe seiner großen Flügel aus einer gefährlichen Situation befreien kann, bitten sie ihn um Verzeihung.
    Ein Kranich mit kurzen Beinen, dass ist Karl. Er hält sich von den anderen Kranichen fern. „Bestimmt mag mich keiner, ich bin winzig, bin viel kleiner.“ Doch er irrt sich und die Kraniche laden ihn ein mit ihm zu tanzen.
    Ein Schwein mit einem graden Schwanz, da lachen alle über Franz. Doch dann taucht Marielle mit dem Ringelschwanz auf, sie ist schön und mag den Streit nicht. Deshalb gehen die beiden zusammen fort. 
    Der Text des Buches in gereimt und schon etwas länger. Das letzte Gedicht hat den Titel des Buches zur Überschrift und Ende „Denn Mut und Liebe, sie sind wichtig. So wie wir sind, sind wir auch richtig.“
    
    Vier Geschichten um Tiere, deren Äußeres anders ist und die trotzdem Akzeptanz erhalten. Reime und schöne Bilder ergänzen sich hier zu einem schönen Bilderbuch mit einem wichtigen Thema.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Reden ist Verrat – Nach der wahren Geschichte des Freddie Oversteegen

    Reden ist Verrat – Nach der wahren Geschichte des Freddie Oversteegen

    Wilma Geldorf

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    „Du wolltest die Welt verändern, aber die Welt hat dich verändert”, wirft ausgerechnet Peter der 15-jährigen Freddie vor. In einem anderen Leben wären die beiden frisch verliebte  Teenager, deren größte Sorge die strengen Eltern sind. Doch in diesem Leben müssen sich die beiden über moralische Fragen in Kriegszeiten  streiten, denn während Freddie zusammen mit ihrer Schwester Truus in einer Widerstandsgruppe ist, tut Peter, laut Freddie, “nichts”.
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    Ihre besagte Veränderung dürfen wir im Roman eindringlich beobachten, denn das, was sie tut, lässt sie nicht los. Da hilft es auch nicht, töten “liquidieren” zu nennen, wie der Anführer der Widerstandsgruppe Frans es immer wieder tut. An solchen Liquidationen ist sie beteiligt, gleichzeitig steht bei ihr die Gerechtigkeit als übergreifendes Ziel immer im Vordergrund. Einerseits die Geschichte einer Heldin des Widerstands, andererseits die eines viel zu jungen Mädchen, das sich traumatischen Erfahrungen und moralischen Dilemmas stellen muss. Und das alles muss sie auch noch eigentlich mit sich selbst ausmachen, denn Reden ist Verrat.

    Ergänzend zu der fiktiven Rahmengeschichte, wird der wahre Kern in Bezug auf Freddie Oversteegen von der Autorin erklärt. Aufrüttelnd und erschütternd zugleich wird hier eine Geschichte erzählt, die leider so viel Wahrheit enthält. Eine wertvolle Ehrung und Erinnerung der Schwestern Freddie und Truus Oversteegen, besonders da Freddie lange nicht über ihre Erfahrungen sprach und erst 2014 offiziell geehrt wurde, wie man ebenfalls durch das Buch erfährt.

    Raphaela Brosseron


    Freddie Obersteegen wurde 1925 geboren und hat der Autorin vor ihrem Tod 2018 ihre Geschichte erzählt. Das Buch erzählt von ihrem Leben im Widerstand, ist aber keine Biografie.
    Die 17-jährige Freddie und ihre zwei Jahre ältere Schwester Truus leben mit ihrer Mutter, einer geschiedenen Kommunistin in niederländischen Harlem. Da auch die Mutter im Widerstand aktiv ist, werden die jungen Frauen gefragt, ob sie auch den Widerstand unterstützen wollen. Zunächst verteilen sie Zeitungen und beobachten die Mofen (abwertende Bezeichnung für Deutsche).
    Da Freddie noch gut für 12 durchgeht, besonders, wenn sie sich kindliche Zöpfe macht, ist dadurch nicht verdächtig. Bald soll Truus mit einem deutschen Offizier treffen und ihn in einen Hinterhalt locken. Doch Heinrich steht mehr auf ganz junge Mädchen und so wird Freddie der Lockvogel.

    Die spannend und einfühlsam geschriebene Geschichte wirft viele Fragen auf. Durfte man diese jungen Frauen für solche Aufgaben heranziehen und ihnen nicht nur ihre Jugend berauben, sondern sie auch für ihr Leben traumatisieren? Gegen Ende des Buches fragt man sich, war es das wert? Freddie und ihre Gruppe waren so überzeugt von ihrer Aufgabe und sie konnten nach der Befreiung hoch erhobenen Hauptes sagen, dass sie nicht nur zu- oder weggesehen haben.

    Ein lesenswertes Buch voller Spannung über eine Frau, die zu Recht für ihr Tun von den Niederlanden geehrt wurde, wenn auch erst 2014.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wo ist das Klopapier?

    Wo ist das Klopapier?

    Susan Batori

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir den Bären und er hat eine Rolle rosa Klopapier unter dem Arm, dessen Ende um einen Hasen gewickelt ist. Auch ein Hamster hat drei Blätter und ein Eichhörnchen versucht es abzuteilen. Ein gelber Schmetterling möchte auch ein Stück.
    Im Einband ist das rosa Papier in Schlangenlinien zu sehen und die abgerollten Papen. Der gerade aufgewachte Bär muss zum Klo unter dem Arm eine Rolle rosa Klopapier. Der Text ist auf den gewundenen Weg geschrieben und um ihn vollständig lesen zu können, muss man das Buch drehen.

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    Schon bleibt Papier am Igel hängen und die Hasen werden „Hasenmumien“. Der Fucks benutzt das Papier für seine Geschichte, die Hamster hamstern es, das Eichhörnchen nutzt es als Tischdecke und die Ameisen als Fallschirm. Am Ende hält der Bär nur noch die leere Papphülse in seiner Pfote. 

    Ein spaßiges Buch mit ganz einfachen Texten, die lustig angeordnet sind. Die Bilder zeigen den Humor dieser Geschichte, die natürlich schon durch seinen Titel punktet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kein Bett in der Nacht

    Kein Bett in der Nacht

    Maria Inês de Almeida

    Cátia Vidinhas

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Obdachlose sind Menschen, die aus finanziellen und / oder sozialen Gründen keinen festen Wohnsitz haben…“ mit dieser Erklärung beginnt das Buch. Erzählt wird es von einem Jungen, der dem Sohn der Autorin ähnlich ist. 
    Da sitzt ein Mann unter dem Sternenhimmel und schaut hinauf. Der Junge dachte zunächst, dass sei der Grund für Obdachlose im Freien zu schlafen. Viele unterschiedliche Menschen sind auf der nächsten Seite unterwegs und die Gedanken des Jungen kreisen um die Gesichter, die fröhlich oder traurig sind.
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    Dann folgt die Erklärung der Eltern warum Menschen obdachlos werden. „Das sind Männer und Frauen, die keinen festen Ort haben, an dem sie wohnen können.“ Das Bild zeigt eine Familie mit Schirmen und den Obdachlosen, der nur sich nur eine Pappe über den Kopf hält. „Die Regentropfen klopfen nicht gegen ihre Fensterscheiben, sondern schlagen ihnen ins Gesicht.“ Da beginnt der Junge zu handeln. 
    Kein einfaches Thema und doch alltäglich. An vielen Stellen in der Stadt begegnen und Menschen ohne Wohnsitz und ich muss zugeben, dass ich auch meist wegschaue. Darum ist dieses Bilderbuch wichtig, denn es zeigt uns, dass hinter jedem und jeder, die wir auf der Straße sehen ein Schicksal steckt und das wir helfen können.
    Das Buch endet mit der Hoffnung, dass sich die Situation bessert und dieses Buch seinen Sinn verliert. 
    Schade finde ich, dass die Bilder immer nur Männer zeigen und keine obdachlose Frau zu sehen ist. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Kugelblitz in München

    Kugelblitz in München

    Ursel Scheffler

    Schneiderbuch

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Diesmal verschlägt es Kommissar Kugelblitz nach München, sein Patenkind Bonny wird 13 Jahre und er soll der 13. Gast auf der Feier sein. In Hamburg wurde ein großer Dealer-Ring ausgehoben, leider konnte der Chef genannt Popeye sich nach Dubai absetzten. 
    In München wurden einige Lokale gewarnt, deshalb befürchtet Bonnys Vater, der ebenfalls bei der Polizei arbeitet, dass es eine undichte Stelle bei seinen Kollegen geben kann. Kommissar Kugelblitz erfährt von einem Amsterdamer Kollegen von einer neuen Lieferung Kokain, diesmal soll das Ziel München sein.
    mehr oder weniger lesen
    Zusammen planen die Polizisten die Verbrecher zu fangen. 
    Das gebundene Buch ist handlich und hat 18 kurze Kapitel, die durch Bilder aufgelockert werden. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es drei Fragen an die Leser*innen. Am Lesebändchen befindet sich eine rote durchsichtige Scheibe mit deren Hilfe man die Antworten lesen kann. Unter „Geschichte & Co“ erfahren wir noch einiges über München und mit „100 Worte Bayrisch“ endet das Buch.
    Die Detektivgeschichte um Kommissar Kugelblitz ist logisch aufgebaut und spannend geschrieben. Zur eigentlichen Geschichte gibt es noch einen Nebenstrang über Bonnys Freundin Lea, den ich auch interessant fand.
    Auch wenn Kommissar Kugelblitz etwas bieder wirkt und immer auf sein Gewicht achten soll, ist er doch ein cleverer Ermittler mit guten Kontakten ins Ausland. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Dino namens Fred – Zwei Freunde auf Zeitreise

    Ein Dino namens Fred – Zwei Freunde auf Zeitreise

    Michael Engelhardt

    Ronald Kruschak

    migo

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Buch beginnt mit einem persönlichen Brief an den, dem das Buch vorgelesen wird. Dort gibt es eine Erklärung, warum wir noch nie einen richtig lebendigen Dinosaurier gesehen haben. Aber dann wird die Geschichte vom Dino Fred erzählt. Er spielt gerade mit den kleinen Dinos, als ein kleines rotes Flugzeug mit einem kleinen Mädchen am Himmel auftaucht. Als die neunjährige Annegret landet ist sie begeistert Dinosaurier zu sehen.
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    Sie ist durch die Zeit gereist und sie zeigt keinerlei Angst vor den prähistorischen Tieren. Wir müssen dann das Buch hochkant halten, denn es taucht eine T-Rex-Dame auf. Sie meint das kugelige Flugzeug sei ein Ei und müsse ausgebrütet werden. So ergibt es sich, dass die beiden Dinos mit Annegret in die Jetztzeit reisen. Auch hier erleben Fred und Annegret einige verrückte Abenteuer, bis mit Omas Hilfe die Dinos wieder in ihre Zeit zurückkehren können. Niedliche Dinos, Menschen mit großen Augen und viel Drumherum füllen 48 bunte Seiten. 
    Auch Text gibt es reichlich zu lesen, deshalb sollte ein Kind schon Vorleseerfahrung für dieses Buch mitbringen. 
    Aber echte Dino Fans werden ganz sicher auf ihre Kosten kommen. Denn trotz aller Fantasie, die die Geschichte so schön sein lässt, halten die Autoren sich an die Tatsachen. So traut sich Annegret nicht Fred zu erzählen, warum es heute keine Dinosaurier mehr gibt. Am Ende grüßen die beiden als neue Freunde und versprechen weitere Abenteuer.
    
    Dagmar Mägdefrau