• Trotzdem habe ich dich immer lieb

    Trotzdem habe ich dich immer lieb

    Heidemarie Brosche

    Jana Moskito

    mgv Verlag

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Eltern schimpfen manchmal, Eltern schreien ab und an. Eltern sorgen sich und sie sind auch mal genervt. – Haben die mich überhaupt noch lieb? Das fragt sich auch der kleine Biber, der beim Spielen die Zeit vergisst und viel zu spät nach Hause kommt, wo ihn die schimpfende Biber-Mama erwartet. Gemeinsam lösen sie die Situation. Sie sprechen über alle möglichen Situationen, die dicke Luft zwischen den beiden verursachen, über die Ängste des Biber-Kindes und (kindgerecht) auch über die Sorgen und Reaktionen der Biber-Mama.

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    So verstehen die beiden einander ein bisschen besser, kommen sich noch näher und der kleine Biber lernt, dass er trotzdem immer liebgehabt wird. Ein tolles Bilderbuch für Kinder ab 3, das zur gemeinsamen Reflexion anregt und für Verständnis auf beiden Seiten wirbt. Die sanften und detailreichen Illustrationen von Jana Moskito fangen die besondere Stimmung zwischen Biber-Kind und Biber-Mama toll ein.

    Katja Simon

  • Insel der Waisen

    Insel der Waisen

    Laurel Snyder

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Das Cover ist sehr schön gemacht und gibt schon ein Gefühl von tropischer Insel. Auf so einer Insel, ohne Wetterveränderung und gefährliche Tiere, leben 9 Kinder. Altersmäßig sind sie immer ein Jahr voneinander entfernt, immer abwechselnd ein Junge und ein Mädchen. Wie aus dem Nichts kommt jedes Jahr ein grünes Boot an, in dem Boot sitzt ein Kleinkind. Das älteste Kind, in diesem Jahr Denn, setzt sich dafür in das Boot und verschwindet. Damit ist Jinny nun die Älteste. Das angekommene Mädchen Ess ist ihr Mündel. Das bedeutet, dass Jinny für sie zuständig ist.

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    Denn die Kleine muss innerhalb eines Jahres z.B. schwimmen und lesen lernen. Keine einfache Aufgabe, wenn man wie Jinny nicht immer bereit ist die Regeln der Insel einzuhalten. So gibt es einen Spruch „Neun Waisen auf einer Insel, allein auf der Welt, einer mehr und der Himmel fällt.“ Was wird geschehen, wenn sie nicht in das Boot steigt, wenn es nach einem Jahr kommt? 
    Der erste Teil der Geschichte erzählt vom Leben auf der Insel, alles wirkt wie im Paradies. Die neun Kinder lesen ohne Sorgen und Probleme. Aber Jinny hat manchmal Zweifel, ob die Kinder wirklich Waisen sind. Wer ist die geheimnisvolle Abigail, der die Bücher gehörten, die die Kinder lesen? Im zweiten Teil wird es spannend und wir erleben den Konflikt Jinnys, die ihre Probleme mit niemanden teilen kann. 

    Ich finde manche Dinge in diesem Buch nicht logisch, die kleinen Neuankömmlinge benutzen schon die Toilette, die gehen „Plätschern“, können aber sehr schlecht sprechen. Dagegen lernen sie schon in dem Jahr lesen und schwimmen. Da die Kinder wohl bei Geschlechtsreife gehen müssen, müssten die Kleinen ca. 3 Jahre alt sein. Kinder können aber wohl erst mit 5 Jahren lesen lernen. Zudem leben die Kinder in schrecklichen hygienischen Verhältnissen. Wenn sie sich riechen können, gehen sie mit Kleidung, die nachher am Körper trocknet, ins Wasser zum Säubern. Für mich sind viele Fragen unbeantwortet, aber wahrscheinlich ist das so gedacht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Butterbrot

    Mein Butterbrot

    Isabel Pin

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein Pappbilderbuch, dass zeigt, wie ein vegetarisches Butterbrot zusammengestellt wird. Auf der rechten Seite ist das Brot zu sehen. Also zunächst die Schnitte Brot. Linkes sehen wir Anna, die das Brot beim Bäcker Ferdinand gekauft hat. Da ist Anna, der Laden, der Bäcker und einige Zutaten zu sehen. Auf der nächsten Seite kommt Butter aufs Brot, die ist von Bauer Henri, den sehen wir wieder rechts. Senf kommt als nächstes auf die Butter. Bauer Henry baut auch die Senfkörner an.

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    Der Salat kommt aus Omas Garten, wir sehen sie und ihr Gewächsgaus auf der nächsten Seite. Die Gurke wird in Scheiben auf den Salat gelegt. Tomaten, die Mama auf dem Markt kauft, geben dem Butterbrot etwas Farbe. Bauer Henry hat auch eine Kuh, die die Milch für den Käse bereitstellt. Die Kräuter, die obendrauf kommen, werden auf dem eigenen Balkon geschnitten. 
    Am Ende wird eine Schnitte auf das Butterbrot gegeben und es wird eingepackt in den Kindergarten mitgenommen.

    Die Idee des Buches gefällt mir sehr gut, mir kommen die kleinen Bilder, die die Herkunft der Zutaten zeigen etwas klein und unstrukturiert vor. Ich denke Zweijährige kommen sich das sich verändernde Butterbrot ansehen und zeigen und benennen. Das Interesse an der Herkunft wird sicher erst später ein Thema sein.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der unsichtbare Junge

    Der unsichtbare Junge

    Trudy Ludwig

    Patrice Barton

    Mentor Verlag

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Wer mich heute kennt, wird es nicht glauben, aber auch ich war in den ersten Schuljahren unsichtbar. Ich war sehr ruhig und unsicher und so geht es Ben aus der Geschichte auch. In seiner Klasse beachtet ihn niemand und er wird auch nicht für das Völkerballteam ausgewählt. Auch bei Geburtstagsfeiern lädt ihn niemand ein. Am schlimmsten sind die Mittagspausen in denen sich alle fröhlich unterhalten, nur der mit Bleistift ohne Farbe gezeichnete Ben sitz allein. Das ändert sich, als der Yoshi in die Klasse kommt.

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    Sein koreanisches Essen wird von allen belacht. Doch Ben schreibt dem Neuen in der Klasse einen kleinen Brief mit einem Bild, denn Ben kann wunderschöne Bilder malen. Danach ist Ben für Yoshi sichtbar und auch im Buch bekommt er immer mehr Farbe. 
    Durch die einfache Bleistiftzeichnung, die sich im Laufe der Geschichte einfärbt, kann man genau beobachten, dass Ben sichtbarer wird. Zunächst nur für Yoshi, später für alle. Seine Zeichnungen werden bewundert und er wird zum integrierten Mitschüler.
    Im Anschluss an die Geschichte gibt es noch einige Fragen, die als Einstieg für eine Diskussion zu nutzen sind. Das Buch benutzt des Gender* und beim Vorlesen finde ich die Aussprache noch etwas schwierig und ich überlege, ob ich nicht besser Freund und Freundinnen statt Freund*innen lesen soll?

    Ein liebevoll gemachtes Buch, dass nicht die (Vor-) Lauten, sondern die ganz Ruhigen in den Vordergrund stellt. Auch um die, die man nicht immer beachtet und die auch Talente haben und dabei sein wollen, müssen wir uns kümmern. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Gans Ernst

    Gans Ernst

    Jimmy Kimmel

    Übersetzt von Ronja von Rönne

    Mentor Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover guckt die Gans gans Ernst oder ist es Ernst, die Gans, die da die Augenbrauen hochzieht? Ich bin begeistert, mir welchem Wortwitz der Text übersetzt wurde, wie mit Worten spielt gespielt wird. 
    Das ernste Gesicht dieser Gans schaut uns auch auf den nächsten Seiten an und der Lesende wird direkt angesprochen. Ihm wir geraten nur nichts zu machen, was die Gans zum Lachen bringen könnte, die Beispiele werden gleich mitgeliefert. Die großformatigen Seiten sind mit einer riesigen Schrift bedruckt, die Sätze sind kurz und Ernst Gans wird oft nur knapp skizziert.

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    Nur seine Augenbrauen bleiben steil und unlustig. Aber dann kommt eine längere Anweisung, wie man mit dem eingeklebten Spiegel verfahren soll. Sie endet mit „Es wird dieser Gans kein Lächeln entweichen.“ Da ist ein ganz besonderer Gag dieses Buches: man kann seine Albernheiten im Spiegel bewundern. 
    Wird es uns gelingen die ernste Gans zum Lächeln zu bewegen? Sicher müssen wir alles geben, was wir an verrückten, lustigen Dingen machen können.

    Ein Buch, dass die Kreativität und das Selbstbewusstsein anspricht, denn schon am Anfang ist es klar, dass diese mürrische Gans nicht so schnell lachen wird. Man muss sich schon ordentlich was einfallen lassen.
    Sicher werden Sie mit diesem Buch auch Erwachsenen eine große Freude machen, vielleicht den gans Ernsten?

    Dagmar Mägdefrau

  • Bleib gesund!

    Bleib gesund!

    Sandra Grimm

    Tessa Rath

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses Pappbilderbuch informiert sehr kindgerecht über unser zur Zeit wichtigstes Thema, die Viren. Sie sitzen einfach überall, auch wenn wir sie nicht sehen können. Und da haben die Macher dieses Buches eine sehr schöne Idee gehabt. Die unsichtbaren Viren sind als eine Art kleine Sternchen auf den Seiten zu fühlen. 
    Schon auf dem Cover sehen wir den Jungen nießen und mit der Wolke, die aus seinem Mund kommt, fliegen die Viren durch die Luft. Ein Mädchen hält sich ein Tuch vor Mund und Nase, das andere spannt einen roten Schirm auf.

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    In der typischen Kindergartensituation wird eine Nase geputzt und andere Kinder nießen oder husten. Auch hier sind wieder die Viren zu fühlen. Sie sitzen auch auf dem Spielzeug. Unter dem Mikroskop sind sie bunte Gebilde. Im Bus tragen alle Alltagsmasken und so können die Viren ihnen nichts anhaben. 
    Trotzdem wird der Junge krank und muss ins Bett, er kann nur mit seinen Freunden telefonieren. Es werden die Nies-Etikette mit Bildern erläutert und zum Schluss geht es um das Händewaschen.  Auf der allerletzten Seite spielen die Kinder gesund und Vieren frei.
    Die Lösung Viren auf diese Art „begreiflich“ zu machen gefällt mir sehr gut, denn dieses böse Virus begleitet ja schon den Alltag der Allerkleinsten. Auch der Text gibt kindgerechte Erklärungen, allerdings hätte man sich die Reimform sparen können. Manche Reime gehen nicht so ganz flott über die Zunge wie der letzte Satz „Ich lache, tobe, tanze und wünsche allen BLEIBT GESUND!“ Aber den Wünschen schließe ich mich doch gerne an.

    Dagmar Mägdefrau

  • Forschungsgruppe Erbsensuppe – oder wie wir ein Haus kaperten und Linas Geheimnis auf die Spur kamen

    Forschungsgruppe Erbsensuppe – oder wie wir ein Haus kaperten und Linas Geheimnis auf die Spur kamen

    Rieke Patwardhan

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Nachdem der erste Band um die drei Mitglieder der „Forschungsgruppe Erbsensuppe“ mit dem Jungendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, gibt es in diesem Buch Probleme zwischen den Mitgliedern. 
    Der besonne Nils, der uns die Geschichte aus seiner Sicht erzählt, wird immer wieder von der hyperaktiven Eva vorangetrieben. Lina, als erfahrend Detektivin fällt immer mehr durch ihr eigenartiges Verhalten auf. Die, die immer brav ist und nicht auffallen will, kommt zu spät und schwänzt dann sogar die Schule.

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    Einen Grund dafür will sie nicht nennen. Als dann noch ein Bild eines Jungen aus ihrer Schultasche fällt, nagt ein wenig Eifersucht an Nils und die Zwei Fragezeichen fangen auch an zu ermitteln.
    Eva findet, dass ihnen gar nicht anderes übrig bleibt, als Lina auszuspionieren. Sie gehen zu ihr ins Wohnheim und sehen dort Flyer mit einem Kreuz. Was kann das bedeuten? Lina und ihr Vater sind doch Moslems. 
    Nils Oma geht es wieder besser und der Opa entsorgt die Dosen mit Erbsensuppe bei einem Freund, auf dessen leerstehendes Haus er aufpasst. Es ist wohl besser, dass Oma die Dosen nicht sieht. 
    Es gibt einiges Verwicklungen und Missverständnisse bis die Kinder, die alle Geheimnisse aufgedeckt haben und erkennen, dass sie nicht nur Bandenmitglieder, sondern auch Freunde sind. 

    Wieder hat die Autorin die Sorgen der syrischen Flüchtlinge mit denen der Deutschen Flüchtlinge zu Ende des 2. Weltkrieges verwoben. Eine aktuelle Geschichte, in der die Freundschaft im Mittelpunkt steht. Gegenseitige Hilfe und Verständnis für die schwierigen Situationen der anderen und mittendrin Opa, als ruhender Pol und Retter in der Not.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wo ihr mich findet

    Wo ihr mich findet

    Taltal Levi

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    ch kann mich sehr in die Situation des Mädchens hineinversetzten, denn auch ich fühle mich manchmal unsichtbar. Die Eltern arbeiten und kümmern sich nicht um die Tochter. Da erzählt sie uns, dass sie an ihren Lieblingsort geht. Sie ist gut vorbereitet und hat einen Schlafsack dabei. Obwohl ihr die Nacht im dunklen Wald Angst macht, schläft sie ein und beim Erwachen sieht sie, dass sich ein Fuchs an ihre Decke gekuschelt hat. Vielleicht ist sie doch nicht unsichtbar?

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    Zusammen mit dem Fuchs geht sie ans Meer und zeigt ihm ein Bild ihrer Liebslingsmenschen, nämlich ein Bild der Familie. Da tauchen ihre Eltern auch schon auf uns umarmen sie. Zurück bleibt der Fuchs am Lieblingsort des Mädchens.

    Das Buch ist einfühlsam erzählt und die Bilder sind wunderschön gestaltet. Trotzdem tue ich mich etwas schwer, weil das Mädchen weggelaufen ist und über Nacht weg war. Dieses Bilderbuch soll sicher nicht dazu führen, dass ein Kind verloren geht. Die Eltern wussten wohl, wo sie das Mädchen finden, aber wartet man da die Nacht ab? Aber vielleicht bin ich zu sehr Realist und müsste mehr Fantasie zulassen?

    Dagmar Mägdefrau

  • Du da drinnen & ich hier draußen – Schwangerschaft spielend begleiten

    Du da drinnen & ich hier draußen – Schwangerschaft spielend begleiten

    Kristina Scharmacher-Schreiber

    Thekia Ehling

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Pappbilderbuch mit echten Fotos, hat schon eine Menge Text. Angesprochen wird das große Geschwisterkind und es gibt eine viele Experimente, mit denen es sich das neue Geschwisterkind und seine Situation vorstellen kann.
    So werden Gegenstände zusammengetragen, beginnend mit einem Kekskrümmel, geht es über eine Kastanie bis zum Kürbis. Kann das Baby schon hören? Was wird es wohl in Mamas Bauch hören? Wasserblasen, die man mit einem Strohhalm im Wasserglas erzeigen kann.

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    Mittels einer Schnur wird das Geschwisterkind mit der Mama verbunden und so kommt das Gefühl der Nabelschnur gut rüber. Schweben kann man in der Fruchtblase oder in der Wanne. Ein mit Wasser gefüllter Ballon kann die Fruchtblase vorstellbar machen. 

    Mir gefällt es auf diese Art das Ungeborene und seine Situation greifbar zu machen. Ich bin gespannt, ob und wie die Vorschläge aus diesem Buch ankommen werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Zeit zum Vorlesen, Zeit zum Kuscheln – Die schönsten Vorlesegeschichten für die ganze Familie

    Zeit zum Vorlesen, Zeit zum Kuscheln – Die schönsten Vorlesegeschichten für die ganze Familie

    Diverse Autoren

    Loewe

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Das Buch hat eine Leseempfehlung der Stiftung Lesen und das sagt schon eine ganze Menge über das Buch aus. Der Einband ist wattiert und abwaschbar und das Buch hat ein Lesebändchen, was ich sehr vorteilhaft empfinde. Die 48 sehr kurze Geschichten sind hübsch mit meist kleinen Bildern ergänzt.
    Da freut sich der Zappel-Philip, dass er seine kleine Schwester halten darf und dabei kann er ganz ruhig sitzen. Lilo erlebt einen „Tantentag“, das auf die Wand gemalte Bild von Oma bekommt einen Rahmen.

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    Lukas füttert Eichhörnchen, der kleine Elefant lernt, dass das Wichtigste im Leben Freunde sind und es gibt noch viele andere Tiergeschichten.
    Braun- und Schwarzbär streiten sich, wir besuchen den kleinen Maulwurf und wir lernen das faulste Faultier aller Zeiten kennen. Es wird von Prinzessinnen, Gespenstern, Hexen und vielen anderen Themen erzählt. 

    Die Texte und Bilder stammen u.a. von Ingrid Uebe, Ingrid Kellner, Julia Grinsbach und Maja von Vogel. Obwohl sie zum Teil älteren Datums sind, sind sie immer noch aktuell. Mit dem Titel des Buches ist eigentlich schon alles gesagt, die Anschaffung lohnt sich sicher.
    Obwohl das Buch kein Bilderbuch ist, passt es vom Lesealter in diese Rubrik!

    Dagmar Mägdefrau

  • Fußballsommer

    Fußballsommer

    Veronika Wiggert

    Marie Geissler

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Ein Könner ist Tobi beim Fußball leider nicht. Seine Pässe kommen nicht an und auch im Tor versagt er und lässt den Elfmeter durch. Trotzdem müssten Lukas und Samuel sich nicht über ihn lustig machen. Kein Wunder, dass Tobi froh ist, dass Ferien sind. Da er nicht, wie seine Freunde in Urlaub fährt und seine Eltern arbeiten müssen, verbringt er seine Tage im Skaterpark. Doch in der zweiten Woche holt er seinen Fußball wieder heraus.

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    Im Park taucht Lexy auf. Das Mädchen hat das Sagen auf dem Bolzplatz und sie bietet Tobi an ihn zu trainieren. So wird der Sommer doch noch zu einem tollen Fußballsommer.
    Sicher können viele mit Tobi fühlen, denn nicht alle sind Naturtalente im Sport. Aber manches kann man lernen und üben. Tobi zeigt uns, dass mit etwas Hilfe vieles machbar ist und so hat das Buch ein sehr erfolgreiches Ende für ihn.

    Das Buch hat 48 Seiten, die mit großer Schrift und vielen Bildern bedruckt sind. Für Leseanfänger ist mit seinen kurzen Kapiteln es gut zu bewältigen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wim Wiesel und der große Sturm

    Wim Wiesel und der große Sturm

    Ciara Gavin

    Tim Warnes

    Brunnen

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Wim Wiesel trägt eine rote Krawatte mit weißen Punkten und er ist im herbstlichen Wald unterwegs und sammelt Blätter. Doch dann kommt ein richtiges Unwetter auf und „er hat sich noch nie so klein und hilflos gefühlt.“ Schnell baut er sich ein stabiles Haus und macht es sich dort gemütlich. Viele Monate traut er sich nicht raus, doch dann taucht ein Maulwurf bei ihm auf. Obwohl Wim ziemlich unfreundlich zu ihm ist, lässt der sich die gute Laune nicht nehmen.

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    Es dauert einige Zeit, bis Wim ihm von seinen Ängsten erzählt und warum er sich nicht raus traut. Der Maulwurf hat ein ganz anders Verhältnis zum Wetter, er genießt den Wind, hat aber durchaus Verständnis für das Wiesel. So nimmt er seinen neuen Freund an die Hand und die beiden gehen hinaus in einen wunderschönen Frühlingstag. 

    Ein schönes Buch über Ängste, die man haben darf und Freunde, die helfen sie zu überwinden. Der Text ist kurz und gut verständlich, die Bilder bringen die Gefühle gut zum Ausdruck.

    Dagmar Mägdefrau

  • Peter Hase – Großer Bruder – Ein Geschwisterbuch

    Peter Hase – Großer Bruder – Ein Geschwisterbuch

    Beatrix Potter

    Sauerländer

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    An Mamas Hand soll Peter die drei kleinen Schwestern begrüßen. Peter freut sich und will der kleinen Flopsi etwas auf seiner Trommel vorspielen, aber sie mag das nicht und Peter wiegt sie kleine Schwester wieder in den Schlaf. Da überlegt Peter und zeigt Mopsi sein „schönes, ruhiges Boot“. Aber die kleine Schwester schläft einfach ein. Peter ist enttäuscht und meint, dass seine Schwestern nicht so viel Spaß machen. Mama meint, er müsse noch etwas warten. Da wacht die Dritte, bisher namenlose Schwester auf und Peter macht verrückte Sachen, an der sie Spaß hat. 

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    So geht es großen Brüdern oft, die Erwartung an das Neugeborene ist einfach zu groß. Ein Kleinkind muss erst lernen, dass das Baby noch nicht wirklich mitspielen kann. Dieses Buch versucht die Situation zu schildern und ich glaube, es ist eine kleine Hilfe für große Brüder.

    Die Bilder sind liebevoll gezeichnet und die Text sind kurz und verständlich. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein außerirdischer Freund

    Mein außerirdischer Freund

    Rocio Bonilla

    Jumbo

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Im Einband sehen wir den kleinen Außerirdischen am dunklen Sternenhimmel auf die Erde zufliegen. Danach landet er mit seiner fliegenden Untertasse auf einem Flughafen und wird von einem Jungen abgeholt. Der Austauschschüler wird einige Tage bei ihm wohnen. Entgegen der Erwartung ist er „ziemlich nett.“ Er versteht nur nicht, „wie die Dinge hier laufen.“ So wundert er sich, dass die kleine Schwester, die so schön mit ihren Puppen spielt, keinen Zutritt zum Zimmer des Bruders bekommt. Deshalb fragt er immer wieder „WARUM?“

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    Warum ärgert man den Jungen im Park? Warum hilft er dem kleinen Mädchen nicht, dass ihren Keks abgeben muss? Warum darf das Mädchen auf der Parkbank nicht mitspielen? Warum lachen alle, wenn dem Mädchen das Eis herunterfällt? Und warum muss man mit dem Rad diesen Weg fahren? Der Junge ist zunächst froh, dass der Außerirdische bald abreist. Doch dann macht er sich doch Gedanken um das „Weil“. Vielleicht sollte er das Schild „Zutritt verboten“ abnehmen oder das kleine Mädchen beschützen?

    Nach der Geschichte lesen wir noch eine Erklärung mit der Überschrift „Kleiner Beitrag“. Das Buch soll dazu beitrage, dass sich die Kinder „eine eigene Meinung bilden und Dinge kritisch hinterfragen.“
    Mir gefallen die Beispiele in dem Buch sehr gut, denn der Junge gibt zur Antwort, dass er das tut, weil ein andere es sagt oder das Mädchen darf nicht mitspielen, weil sie kein Junge ist. Vielleicht sollte der kleine Außerirdische hin und wieder mal WARUM fragen, wenn wir einfach handeln, ohne nachzudenken, denn „jeder kleine Beitrag zählt.“

    Ich denke, dass das Buch viele Denkanstöße geben kann und die Kinder dazu bewegt, hinzuschauen, wenn etwas ungerecht ist und einzugreifen.
    Die Bilder gefallen mir wieder sehr gut und sie zeigen genau die Gefühle der Kinder. Die Texte sind kurz, sagen aber viel aus.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wir entdecken Autos

    Wir entdecken Autos

    Andrea Erne

    Illustration von Markus Humbach

    Ravensburger

    Wieso weshalb warum

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein ca. Din-A-4 großes Pappbilderbuch mit Spiralbindung und Klappen erklärt eine Menge zum Thema Autos. Auf dem Cover sehen wir die Familie vor dem kleinen SUV, im Hintergrund wird ein Elektroauto geladen. 
    „Warum fahren wir Auto“ ist die erste Überschrift und wir sehen Autos, die beruflich genutzt werden, aber auch Kinder, die zur Musikschule gebracht werden. Der Text weißt aber auch auf die schädlichen Gase hin, die Autos ausstoßen. 

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    Auf der nächsten Seite werden unterschiedliche Motoren und ihre Funktionsweise beschrieben und gezeigt. Um den Bau eines Autos am Fließband geht es auf den nächsten Seiten. Da sehen wir Roboterarme und ein Tauchbad für die Karosserie. „Wann feiern Autos Hochzeit?“ wird am Ende gefragt und erklärt. Weiter geht es mit der Sicherheit und dann folgt die Entwicklung vom Dampfkraftwagen bis zum Elektroauto. Wo man langsam fahren muss und wo man schnell fährt ist das nächste Thema. Gefolgt von Carsharing und was sie Werkstatt macht. Wer beruflich ein Auto benötigt zeigen die nächsten Abbildungen und zu Ende geht es um die Zukunft.

    Das Buch hat viele erklärende Bilder mit Klappen hinter denen sich zum Beispiel das Innere des Autos verbirgt oder Arbeitsvorgänge verändert werden. Der Text ist nicht ganz so kurz und schon etwas schwieriger zu verstehen, dadurch bleibt das Buch auch für Grundschüler interessant. Ich könnte vieles, was hier zum Thema Auto beschrieben wird nicht beantworten und freue mich über die Hilfe dieses Buches.

    Dagmar Mägdefrau

  • Später, sagt Peter

    Später, sagt Peter

    Yvonne Hergane

    Christiane Pieper

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Wer kennt das nicht, man ist eilig und das Kind muss noch unbedingt etwas für uns völlig sinnloses machen? Jetzt als Oma bin ich da geduldiger. Dieses Pappbilderbuch, macht nicht nur den Kindern Freude, es bringt auch die ungeduldigen Erwachsenen zum Nachdenken.
    Peter schaut sich die Marienkäfer an und staunt, doch Mama hat es eilig. Wir können unter der Erde den Maulwurf und die Würmer beobachten, Peter hört, auf der Wiese liegend, dem „Sumseln“ zu.

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    Da ist ihm egal, dass Mama ruft „Na, kommst du?“ Alle flüchten vor dem Regen nur Peter hat seinen Mund geöffnet und schmeckt die Tropfen. Verträumt schnuppert Peter an den bunten Blumen. Ganz klar muss Peter den Nachbarhund streicheln, obwohl sie spät dran sind. Und die kleinen „Löwen“ vom Löwenzahn muss Peter unbedingt fangen. „Du trödelst“, sagt Mama, aber Peter hat gerade eine tolle Sandburg entdeckt. Peter macht Seifenblasen und wir können in den Blasen blasse Uhren entdecken, so schenkt Peter seiner Mama Zeit. Da kommt die Mama ins Grübeln und macht sich mit Peter „auf in den Garten, alles andere kann warten.“ Auf der letzten Doppelseite liegen beide im Gras und haben „viel Zeit und viel Spaß.“

    Yvonne Hergane und Christiane Pieper sind ein tolles Gespann und hier haben die beiden wieder ein wundervolles Bilderbuch erschaffen. Den netten Figuren kann man ihre Gefühle gut ansehen, die Bilder sind klar und fröhlich gezeichnet. Die Vierzeiler auf jeder Doppelseite sind kurz und klar. Jeder Reim sitz und das Vorlesen macht einfach Spaß, weil es sich so gut anfühlt die Worte über die Lippen zu bringen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Nein heißt Nein, sagt die Maus

    Nein heißt Nein, sagt die Maus

    Martin Fuchs

    Hildegard Müller

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Niedlich, wie die Maus im blauen Einband durch ein kleines Loch schaut. Es ist auch schön zu sehen, wie fröhlich sie sich auf den Weg macht. Dann steht er vor ihr, der große Fuchs, wir sehen nur seinen Unterkörper und das Maul. Die Maus weiß, „so wie er lächelt, das bedeutet bestimmt nichts Gutes.“ Ganz freundlich spricht der Fuchs die Maus an „…fürchtest du dich denn gar nicht?“ Die Maus sagt „Nein“ und denkt über ihre eigentlichen Gefühle nach.

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    Der Fuchs findet den Tag wunderschön, das sieht die Maus anders und wieder kommt ihr „Nein“. Sie möchte auf keinen Fall mit dem Fuchs spielen, da fragt der Fuchs „Ist „Nein“ etwa dein Lieblingswort?“ Nach diesem Nein fasst die Maus einen Entschluss und danach ist sie „selbst erstaunt, wie stark und tapfer sie sich fühlt.“ Auch ihre Körperhaltung ändert sich, sie stütz die Hände in die Hüfte und guckt böse. Am Ende schmettert sie dem Fuchs ein „Nein heißt Nein!“ entgegen, dass selbst den Fuchs erschrecken lässt. Als der Bär auftaucht und dem Fuchs die Anfangsfrage stellt, rennt die Maus schnell weg und ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. 

    Nein-Sagen ist nicht einfach, vor allem, wenn man Angst hat. Trotzdem ist es wichtig zu lernen sich mit einer Nein-Antwort durchzusetzen. Die kleine Maus wird immer durchsetzungsstärker und mit jedem Nein überzeugender. Die Bilder zeigen klar die Veränderung der beiden Tiere. Die Bilder sind sehr eindringlich und ohne störende Details.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Was steckt dahinter?

    Was steckt dahinter?

    Kathrin Schäer

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 1 Jahr

    Ein wunderschönes Pappbilderbuch mit einfachen, aber realistischen Zeichnungen der Tiere. Am Anfang wird die Frage „Was steckt dahinter?“ gestellt und schon kann man raten, was sich hinter dem Bären verbirgt. Man sieht zwei Ohren, zwei Füße und einen recht robusten Schwanz. Auf der nächsten Seite ist die Hinterseite des Bären zu sehen, er hält einen Schmusebären in den Händen. Hinter dem Känguru, das sich hinter dem Bären versteckt hatte, ist nur ein Ohr zu sehen.

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    Es gehört dem Schwein, dass wir auf der übernächsten Seite entdecken. Hat es vier Ohren? Oder steckt wieder ein Tier hinter ihm? Natürlich ein Schaf. So werden die Tiere immer kleiner bis zur Maus. „Und hinter der Maus? Nanu… steckst DU!“
    Und mit diesem Schlusssatz endet das Buch und alle Tiere sind noch einmal auf dem letzten Bild. Auf der Rückseite hat der Bär das eben gelesene Buch hinter seinem Rücken.

    Außen den Tieren gibt es in diesem Buch nichts was ablenkt. Sicher können erst ältere Kinder die Tiere erkennen und benennen, aber das Anschauen und Erklären der Tiere macht sich auch den ganz Kleinen schon Spaß. 

    Dagmar Mägdefrau