• Traumopa

    Traumopa

    Dolf Verroen

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Thomas, der auf dem Cover zum Sternenhimmel hinaufschaut, ist bei Oma und Oma zu Besuch. Auf der ersten Seite sitzt Opa am Küchentisch und der Enkel seht ihm gegenüber und schaut ihm zu. Das nächste Bild ist farblos, Oma spricht mit dem Bestatter, denn Opa ist gestorben. Obwohl Oma das nicht möchte, geht Thomas zum Opa und schaut ihn sich an. Er findet, dass er lächelt, der Tod ist für ihn nicht mit Angst besetzt. Das Bild zeigt den Opa im Bett von der Zimmerdecke gesehen.

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    Auf der nächsten Doppelseite geht es um einen Traum, der Opa Thomas mal erzählt hat. Die Zeichnung bildet die Situation des Träumens gut ab. Leider kann man auf diesen Traumseiten den Text wegen des unruhigen Untergrundes schlecht lesen. 
    Diese Seiten wechseln mit der Realität ab und Thomas erfährt einiges über die Beerdigung. Durch seinen Freund Omar kommen auch muslimische Gedanken dazu.
    Nachdem Thomas sich nicht mehr an den Opa erinnern kann, träumt er am Ende einen tröstlichen Traum und alles Erinnerungen sind wieder da.

    Mir fehlt bei dem Buch ein wenig der rote Faden. Da geht es zunächst um den verstorben Opa und keiner kümmert sich um den Jungen. Die Oma bietet den Himmel als Trost an, die Eltern glauben nicht an den Himmel, dann kommt die Frage auf, ob die Himmel der verschiedenen Glaubensrichtungen unterschiedlicher sind. Danach geht es wieder um die Einäscherung der Leiche. Dazwischen erinnert sich Thomas an die Träume, die Opa ihm erzählt hat. Mir fehlt da der tröstende Bezug zum Tod.

    Sicher ein Buch, dass man beim Tod eines Angehörigen zur Unterstützung nutzen kann, es gibt aber Bücher, die für mich tröstlicher wären.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tinkas Tomaten

    Tinkas Tomaten

    Sanne Dufft

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Tinka bekommt Besuch von ihrem Opa und er hat in einem Korb kleine Tomatenpflänzchen mitgebracht. Die beiden pflanzen die Setzlinge in Tontöpfe und stellen sie auf den Balkon. Wir sehen den Balkon von außen und in vier Szenen sehen wir die drei Töpfe mit wachsenden Pflanzen am Abend, bei Regen und Sonnenschein. Ein neugieriger Beobachter ist auch die gestreifte Katze.

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    Tinka kümmert sich sehr um ihre Tomaten, doch einmal vergisst sie sie am Morgen und muss sich den ganzen Tag im Kindergarten Sorgen machen. Hoffentlich vertrocknen die Pflanzen nicht. Aber Tinka hat Glück und ihre Tomaten werden immer großer, ranken sich an „Schlingelstangen“ hoch und bekommen kleine gelbe Blüten. Für die Urlaubszeit organisiert Tinka Vertreter, die ihre Tomaten versorgen und als zurückkommt kann sie die ersten Tomaten ernten. Die Ernte ist so groß, dass sie in kleinen Kisten Tomaten an die Helfer verschenken kann. Als es Herbst wird, werden die Blätter gelb und die letzten Tomaten müssen in der Küche reifen. Doch im nächsten Jahr geht es weiter, da plant Tinka auch Gurken zu züchten.

    Die Bilder von Tinka und ihren Pflanzen sind naturgetreu gezeichnet und untermalen die Geschichte wundervoll. Tinka ist ein lebendiges kleines Mädchen, dass schon sehr gut nachdenken kann und verantwortlich handelt. Das Buch kann ganz hervorragend eine Tomatenzucht begleiten. Ob zu Hause oder in der Kita, mit Tinka, weiß man, wie schön es ist eigene Tomaten zu ernten. Dann gibt es eigene Tomaten auf dem Brot und Tomatensoße zu den Spaghetti. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Der kleine Siebenschläfer – Wie geht der Schluckauf wieder weg?

    Der kleine Siebenschläfer – Wie geht der Schluckauf wieder weg?

    Sabine Bohlmann

    Kerstin Schoene

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Den kleinen Siebenschläger mit seiner türkis gepunkteten Schmusedecke kennen wir aus vielen anderen Büchern. Diesmal ist es ein kleines Pappbilderbuch mit gerundeten Ecken. Der kleine Siebenschläfer hat diesmal einen Schluckauf und kann vor lauter Hicks nicht mehr richtig sprechen. Seine Freundin die Maus hat sofort einige Ratschläge, wie Luft anhalten, auf dem Kopf stehen und an „sieben geschorene Schäfchen zählen“.

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    Leider bringt das alles keinen Erfolg. Erst mit Erschrecken kann dem Siebenschläfer geholfen werden. Doch der Schluckauf ist damit leider nicht weg, er hat nur auf die Maus gewechselt. Eine lustige Pointe.

    Mit Schluckauf kennt sich jedes Kind aus und mit dem Älterwerden wird es immer lästiger, wenn man Hicksen muss. Mit kurzen, kindgerechten Sätzen und den wunderschönen Bildern ist diesem Buch wieder gelungen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Schau genau! – Wenn Gegensätze dir den Kopf verdrehen

    Schau genau! – Wenn Gegensätze dir den Kopf verdrehen

    Susan Hood

    Jay Fleck

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Zunächst die Frage „Weißt du, was Gegensätze sind?“ Dann kommen die ersten Beispiele mit Ja oder nein, links oder rechts! Zusehen ist ein Junge und ein auf den Hinterbeinen stehender türkiser Elefant. Wenn sie sich gegenüberstehen ist natürlich für den einen links, was für den anderen rechts ist. Weiter geht es mit rein und raus, der Elefant sitzt in dem Bollerwagen des Jungen bzw. er fällt heraus. Schlafen und aufwachen kennt sicher jeder.

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    Ebenso Tag und Nacht, dann wird es komplizierter. Kann man groß oder lang nur im Vergleich definieren? Wie geht das mit langsam und schnell, sicher ist der Hase schneller als die Schildkröte, aber wie sieht der Vergleich Schildkröte Schnecke aus? Der Junge und er Elefant laufen über ein Hochseil, am Himmel steht sie Sonne. Was fällt uns da zu nah und fern ein? Es ist halt nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick scheint und so kommt die Autorin zu dem Schluss „Ein vorschnelles Urteil hat oft keinen Sinn…“

    Ich bin ja kein Freund von Büchern, deren Moral ausgeschrieben werden muss. Mir scheint dieses Buch für die Altersgruppe zu zweideutig, ich hatte aufgrund des Titels andere Gegensätze erwartet. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Penelope und ihr Hühnchen

    Penelope und ihr Hühnchen

    Daniela Drescher

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Wie eine zarte Elfe mit Krönchen steht Penelope auf der Wiese und schaut auf ein Huhn, dass auf einem dicken gestreiften Kissen sitzt und einen roten Socken strickt. So heißt es in dem Vierzeiler „..statt Würmchen aufzupicken, lernt es lieber Sockenstricken. Auf der nächsten Seite sehen wir Hühnchen mit einem Stück Erdbeertorte, das sie Körnchen vorzieht.

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    Beinahe wäre Hühnchen mit dem roten Luftballon davongeflogen, wenn nicht die Katze die Schnur festgehalten hätte. Auf der nächsten Seite hat Penelope den roten Schirm auf, weil es regnet. Das Mädchen und das Huhn lieben dieses Wetter sehr. Rote Mohnblumen stehen auf der Wiese und Penelope hat eine davon in der Hand, was mich eine wenig an die Blumenkinder aus dem Buch „Die Wurzelkinder“ erinnert. Diesmal mag Hühnchen nicht brüten, sondern erfreut „sich am Duft der Blüten“. 

    Das ist ein handliches Pappbilderbuch mit poetisch verträumten Bildern in zarten Farben und einem kurzen Vierzeiler auf jeder Doppelseite.

    Dagmar Mägdefrau

  • Luna und das fliegende Pferd

    Luna und das fliegende Pferd

    Anja Kiel

    Florentine Prechtel

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 1. Klasse

    Auf dem Cover sitzen die fröhlich winkenden Kinder auf einem rosa Pferd mit Sternchen. Das Mädchen heiß Luna. Hinter ihr sitzt ihr kleiner Bruder Leon. 
    Im ersten Kapitel liegt Luna im Bett und sie ist sehr böse auf Leon, denn er hat ihr fliegendes Pferd mit einem blauen Stift angemalt. Als Leon sich in ihr Zimmer schleicht, tut sie so, als ob sie schliefe. Aber in dieser Vollmondnacht passiert etwas Besonderes.

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    Stella, das rosa Spielzeugpferd wird lebendig. Im zweiten Kapitel hören wir von Stellas Trauer, sie wäre gerne zum Treffen der magischen Wesen geflogen, doch so angemalt schämt sie sich. Da kommt Leon ins Zimmer und hat eine Idee. So werden im nächsten Kapitel goldene Sterne auf Stella Körper gemalt. Das letzte Kapital erzählt dann vom Fest im Märchenwald.

    Die vier kurzen Kapitel sind in großer Schrift gedruckt und mit vielen Bildern ausgeschmückt. Die Farben sind in verschieden Rosatönen gehalten. Besonders das Bild, auf dem der Vollmond auf das Pferd scheint, kann den Zauber dieser Nacht gut weitergeben. Hinten im Buch finden wir die Leserabensticker, die immer mit Beenden des Kapitels ins Buch geklebt werden. Zu jedem Kapitel gibt es im Anhang kleine Rätsel zum Ablauf der Geschichte. So kann abgefragt werden, ob das Lesen auch sinnerfassend war. Mit dem Lösungswort kann man an einem Preisausschreiben teilnehmen. 

    Eine märchenhafte Geschichte um ein fliegendes Spielzeugpferd, aber es geht auch um Geschwisterliebe und verzeihen können.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die kleine Raupe Nimmersatt – Wer versteckt sich in der Natur?

    Die kleine Raupe Nimmersatt – Wer versteckt sich in der Natur?

    Eric Carle

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Wer kennt sie nicht die „Kleine Raupe Nimmersatt“? Hier ist besonders der Stil des Buches hervorzuheben. Auf dem Cover kann sind die Blätter und die Schlangenlinie unter der Raupe ausgestanzt und deshalb zu fühlen. Auf jeder Seite kann man mit dem Finger der Linie folgen und das zu ratende Tier hinter der Klappe entdecken.
    Der Text besteht aus einer Frage „Wer wohnt am Waldrand, wo es hell ist und sonnig?“

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    Dann gibt es die Antwort „Die Bienen!“, gefolgt von einer Erklärung „Sie summen und brummen und…“ der restliche Satz steht unter der Klappe „…machen leckeren Honig.“ Frösche, Vögel und Mäuse findet man auf den nächsten Seiten. Natürlich ist auch auf jeder Seite die Raupe zu finden, das ist nicht immer leicht. Auf der letzten Doppelseite gibt es vier Klappen hinter denen Fuchskinder und die schlafende Raupe zu sehen sind.

    Man kann darüber streiten, ob die Raupe Nimmersatt in vielen neuen Büchern zu finden sein muss, aber die Kinder freuen sich immer alte Bekannte wiederzusehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Omas Abschied

    Omas Abschied

    Klaus Engbring

    Yvonne Hoppe-Engbring

    Herder

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Oma mit Brille und dunklen Haaren mit einem Heißluftballon davonfliegen. Im wolkenblauen Einband steht der leere Sessel mit einem Fotokarton. Das Mädchen erzählt von ihrer Oma, die im Sommer noch fit auf dem Rad unterwegs war, „sie ist sicher nicht an Altersschwäche gestorben.“ Oma hatte einen scharfen Verstand, konnte Geschichten erzählen und Rätsel lösen.

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    Manchmal hat sie „von ihrem so sehr geliebten Theo“ geträumt. Wir sehen den Opa auf einem gerahmten Bild. Auf der nächsten Seite sehen wir ihn im Heißluftballon, denn er ist vor „zwei Jahren in den Himmel gekommen.“ Dort arbeitet er in seinem Beruft weiter und organisiert die Busse. Da Gott mit Theos Arbeit sehr zufrieden ist, möchte er ihm einen Wunsch erfüllen. So kam es, dass Gott Oma „ein kleines Türchen aufgemacht“ hat. Noch sitzt Oma bei Kaffee und Kuchen im Café und das Mädchen hüpft fröhlich herum. Da es zu Hause zog, suchte Oma nach der Quelle und sah die Tür, „die der liebe Gott wohl nur so einen ganz kleinen Spalt aufgemacht hatte.“  Oma ging neugierig hindurch, rief nach Theo und machte die Tür von der anderen Seite zu. Auf dem letzten Bild sitzt das Mädchen auf dem Sessel und schaut ein Fotoalbum, neben dem Blau strahlt ein sonniges Gelb Hoffnung aus.

    Mir gefallen die Bilder des Buches sehr gut, aber die Handlung könnte mich nicht trösten. Schon der Gedanke, dass man im Himmel weiter in seinem Beruf arbeitet und noch schwierigere Aufgaben bewältigen muss, macht mir Angst. Auch dass diese gesunde und agile Frau nur deshalb in den Himmel kommt, weil ihr toter Mann es sich wünscht und Gott ihm diesen Wunsch wegen guter Arbeitsleistung erfüllt, löst bei mit eher Panik aus. Wenn man an Gott und ein Leben nach dem Tode glaubt, sollte der Gedanke, dass man dort seine Verstorbenen wiedersieht, trösten. Nicht nur die Sterbenden, auch die Hinterbliebenen sollten daraus Trost schöpfen und die Erinnerung lebendig erhalten. Dazu passt das letzte Bild ganz genau. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Märchen im Schnee

    Ein Märchen im Schnee

    Loek Koopmans

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein Buch, das für ganz kleine Zuhörer gedacht ist und das mit ganz wenig Text auskommt. Die Bilder erzählen um so mehr. Da verliert ein alter Mann im Wald seinen Handschuh. Schon entdeckt ihn eine Maus und die findet „Das ist genau das richtige Haus für mich!“ Doch nach dem Mäuschen „Eil-dich-flink“ kommt schon der Frosch „Hinkebein“, dann das Häschen „Schnell-zu-Fuß“ und der Fuchs „Güldenfell“.

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    Alle finden in dem Handschuh Platz. Auch das Wildschwein und der Bär liegen am Ende zusammen in dem Handschuh. Da bemerkt der Mann Verlust und geht wieder zurück. Zunächst sieht sein Hund den verlorenen Handschuh mit den Tieren, aber als er bellt laufen alle weg und der Mann hat seinen Handschuh wieder.

    Eine ruhige Geschichte in der die Tiere nicht Konkurrenten, sondern hilfsbereite Freunde sind. Natürlich passen die großen Tiere nicht in den Handschuh, aber es ist ja auch ein Märchen und zudem eine schönes, verträumtes. Die Kinder lernen an Hand der wunderschönen Bilder die Tiere kennen und vielleicht auch den Schnee.

    Dagmar Mägdefrau

  • Dinosaurier in Omas Garten – Band 1

    Dinosaurier in Omas Garten – Band 1

    J. Ihle

    D. Hochwald

    P. Fritz

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein irre witziges Buch mit schönen Bildern, schon das Cover zeigt einen freundlichen Dino mit rot weißem Schal um den Hals. Dass Teile des Covers in Lackfarbe gedruckt wurde macht es noch eindrucksvoller. Mama bringt Leon und Sophie mit dem Auto zur Großmutter, sie sollen dort die Ferien verbringen. Die Oma trägt eine Art Tracht, die mich an Witwe Bolte erinnert und wohnt einem Fachwerkhaus, das jedes japanische Herz höher schlagen lässt.

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    Oma hat einen Laden mit altem Zeug und die Kinder finden dort ein Ei, über das Oma sagt „Das ist ein echtes T-Rex-Ei“. Und am nächsten Morgen treffen die Kinder schon auf das erste Exemplar, als sie dem kleinen Dino, der in einer Socke steckt in das Gewächshaus folgen treffen die auf einige ausgewachsene stubenreine Dinosaurier.  Sie haben gute Manieren, essen Törtchen und helfen bei der Arbeit. Am Abend sitze alle gemütlich in der guten Stube und Oma strickt den Schal für das Cover. Doch schnell merken die Kinder, dass die Unterkunft für die riesigen Tiere viel zu klein geworden ist. Wird der grimmige Schlossherr ihnen helfen? Leon und Sophie haben einen Plan, wie sie den alten Mann überzeugen.

    Mir hat es viel Spaß gemacht die Geschichte von der Oma, die in ihrem Heim Dinosaurier großzieht, zu lesen. Die beiden Kinder überlegen, wie sie der Oma helfen können und haben eine gute Idee, die zeigt, dass sie viel Gefühl haben. Ein toller Ferienspaß, den man gerne selbst erleben möchte.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wer versteckt sich hier?

    Wer versteckt sich hier?

    Giuliano Ferri

    minedition

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Am Cover gibt es einen Einschlag, den man nach oben klappen kann. Darunter verbirgt sich das ganze Tier und der Name „Tim, der Tintenfisch“.  Auf der ersten Seite, des Pappbilderbuches sehen wir die Spuren eines Vogels und die Frage heißt „Wer ruft Uuuuuuhuuuu, Uuuuuuhuuuu?“  Die Antwort lautet „Eulalia, die Eule“. Tiger, Panda, Giraffe, Bienen, Krokodil, Fisch und Schlange gilt es zu erraten, bevor es zur letzten Frage geht. „Wer hat alle diese Tiere gemalt?“

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    Zu sehen ist ein mit Farben bekleckertes Baby mit Farbe und Pinsel zu sehen und die Antwort ist „Du?“
    Die Frage bei Krokodil lautet „Wer schnappt zu und weg bist du?“, da kann man möglicherweise sensible Kinder erschrecken. Andererseits entspricht es den Tatsachen.

    Was mich ein wenig stört ist, dass bei jedem Tier zunächst ein Name genannt wird. Das finde ich unnötig und manche Kinder könnte es verwirrt, da der Name für sie schon zu einem anderen gehört.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Fabel von Fausto

    Die Fabel von Fausto

    Oliver Jeffers

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst

    Mit kurzen Texten und einfachen, doch erklärenden Bildern wird in diesem Buch die Geschichte von dem Mann Fausto erzählt. Er ist gekleidet wie ein Manager mit Anzug, Weste und Krawatte. „Er ging hinaus in die Welt, um sich anzusehen, was seins war.“ 
    Da sah er zunächst eine kleine Blume und er sagte zu ihr „Du gehörst mir.“ Die Blume stimmte genau wie das Schaf und der Baum zu. Der See war nicht so schnell zu überzeugen, aber Fausto zeigte ihm „wer das Sagen hat“.

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    Der Berg werte sich zunächst, doch Fausto wurde wütend und tobte, da lenkte der Berg ein. Dann ging es auf Meer und hier fand Fausto seinen Meister. Als er mit dem Fuß aufstampfen wollte, ging er letztlich unter. Doch das machte keinem etwas aus, „es hatte für sie keine Bedeutung“.

    Das Ende von Fausto ist schon sehr hart, aber ich glaube, dass die Kinder, ähnlich wie bei Märchen damit umgehen können. Dieser arrogante, selbstherrliche Mann war ja selbst schuld. Für ihn waren die Dinge, die er besitzen wollte auch ohne Bedeutung, er wollte nur alles sein eigen nennen.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Wer steckt dahinter? 

    Wer steckt dahinter? 

    Giuliano Ferri

    minedition

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Das Cover zeigt Rotkäppchen mit roter Augenmaske und unter der Klappe steckt ein Wolf. Weiter geht es mit der Frage „Ein Feuerwehrmann? Wer steckt dahinter?“ Unter der Klappe lesen wir es ist „Mischa, der Bär“. Der Pirat ist ein Schwein, der Cowboy ein Kaninchen, der Sultan ein Fuchs, Zorro ein Hund, hinter der Fee verbirgt sich die Katze, ein Panda ist hinter der Ritterrüstung versteckt. Als besonderer Gag ist hinter dem Wolf das Rotkäppchen zu sehen. 

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    Ich finde die „Verkleidungen“ noch etwas schwierig für ganz Kleine, ich weiß nicht, wie bekannt Zorro unter Zweijährigen ist, ich denke selbst Rotkäppchen ist da noch kein Begriff. Zudem gefällt es mir nicht, dass die Tiere immer Namen haben, die Tierbezeichnung würde mir genügen. 

    Natürlich haben die Kinder immer Spaß versteckten Sachen oder Tiere zu finden und sie spielen gerne mit den Büchern. Ich bin mir sehr sicher, dass wir beim Vorlesen mit diesem Buch Kinder locken können.

    Dagmar Mägdefrau

  • Was uns schmeckt – Ein Atlas der Köstlichkeiten

    Was uns schmeckt – Ein Atlas der Köstlichkeiten

    Laure Gladwin

    Zoé Barker

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    „Über 1.000 leckere Sachen“ steht auf dem Cover, einige davon sind hier schon abgebildet. Unter dem Titel „Ein Fest für alle Sinne“ erfahren wir, dass Essen mehr ist als Nahrungsaufnahme. Zunächst hören wir von der Einteilung der Lebensmittel nach Kohlehydraten, Fetten usw. Von den unterschiedlichen Nahrungsmitteln in den Regionen der Welt. 
    Dann geht es los mit „Obst“ und schon erfahre ich Neues. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht wusste, dass Bergamotte eine Zitrusfrucht ist.

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    Einige Äpfel und Birnen-Sorten werden abgebildet, benannt und anhand der Nummern kann man eine kurze Erklärung unten auf der Seite finden. Weiter geht es mit Gemüse, 19 Kürbisse sind zu sehen. Knollen, von der Kartoffeln über Topinambur bis zur Yamswurzel. 
    Salate, Gemüse und Pilze werden auf den nächsten Seiten vorgestellt. Erst Allgemeines, dann ein kleiner Text zu den jeweiligen Bildern. Nach Eiern folgten vegetarische Nahrungsmittel. Käse, Geflügel und Fleisch folgen. Mit Mehl, Reis und Hülsenfrüchte geht es weiter. Über Brot und Kuchen geht es zu den Nachspeisen. Mochi und Muhallabia sind mir hier völlig neu. Bei Keksen heißt der gemeine Butterkeks „Petit-Beurre“, weil er aus Nantes kommt. Aber die Ähnlichkeit zum Leibnizkeks wird erwähnt. Dann gibt`s Saures, Essig und Öl und Gewürze. Nach den Nüssen kommen wir zu Backzutaten und zum Schluss kann man unter 30 Rubriken wie Beeren, Sprossen oder Pilzen jeweils 10 Rezeptvorschläge lesen.

    Ein kompaktes Sachbuch, das ich mir als Kind gewünscht hätte. Ich liebtes es in Lexika zu lesen und dieses Buch besticht mit seinen anschaulichen Bildern und den kurzen Erklärungen. Da kann man einiges Neues finden und sich zu Bekanntem informieren.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Der verlorene Comic – Abenteuer mit Edgar

    Der verlorene Comic – Abenteuer mit Edgar

    Annette Haupt

    Selbstverlag

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Der Titel ist sehr schön gestaltet und auch im Buch sind hübsche Comic-Zeichnungen, die den Text auflockern. Der Opa erinnert mich ein wenig an Jean Pütz. 
    Die Hauptfigur ist Edgar, Opas Graupapagei. Da alle in einem Haus wohnen, kann der zehnjährige Tom, während Opas Urlaub in Italien, Edgar versorgen. Nachdem Opa ein ernstes Wort mit dem Papagei gesprochen hat, will dieser sich gut benehmen. 
    Nachdem die ersten schwierigen Tage um sind, machen es sich Tom und Edgar bei einem Frühstück gemütlich. Da taucht Edgars Freundin, die Taube Guuhdruuhn, auf und sie bringt eine beängstigende Nachricht mit. Opa wurde entführt und in einer Gartenlaube gefangen gehalten.

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    Wie ist das möglich, er ist doch bei Roberto in Verona? Tom und die beiden Vögel machen sich auf den Weg. Schon fast am Ziel begegnet ihnen Elli, die das Quartett vervollständigt.
    Man liest oft in der Zeitung, dass alte Comics bei Versteigerungen hohe Summen einbringen. Ist Opas altes Heft wirklich etwas wert? 

    Ein flott geschriebenes Buch für gute Leser in der Grundschule oder zum Vorlesen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Nanu! Welches Muster hat die Kuh?

    Nanu! Welches Muster hat die Kuh?

    Nadja Holtfreter

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf der ersten Seite sehen wir eine weiße Kuh und unter ihr vier mögliche Muster. Dann folgt die Biene, auch hier kann man zwischen gelb mit Punkten, Karos, Streifen oder Rauten wählen. Der Dalmatiner hat eine ähnliche Auswahl wie die Kuh. Für den Tiger kann man ein Gittermuster, kleine Flecken, wellige Streifen und Schlangenlinien wählen. Die Schuppenhaut des Fisches ist leicht zu finden, das bunte Muster des Chamäleons ist nicht so leicht zu finden.

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    Bei Schlange und Streifenmaus sind uns die Muster vertraut, ebenso beim Zebra, beim Leoparden ist ein wieder etwas schwieriger. Der rote Käfer bekommt seine Punkte und die Giraffe Ihr geflecktes Fell. Zum Glück sind auf der letzten Seite alle Tiere im Original zu sehen, aber nicht fuschen und sofort dort gucken.

    Ein fröhliches Pappbilderbuch, dass sowohl die Tiere zum Kennenlernen anbietet als auch zum Denken und umsetzten der Aufgabe anregt. Dann kann man natürlich auch noch über Muster und ihre Namen sprechen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich war’s nicht!, sagt Robinhund

    Ich war’s nicht!, sagt Robinhund

    Alice Lima de Faria

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Huckepack – Bilderbuchpreis

    Robinhund hat einen großen Bruder, dem er alles erzählen kann. Jeden Morgen bringt der Robenhund in den Kindergarten. Doch der kleine Hund will dort nicht hin. „Die sind alle doof.“ Aber Robinhund muss in den Kindergarten gehen. Schon beim Frühstück gießt Robinhund Milch ein, obwohl die Kinder das nicht dürfen und seine Freunde ihn daran erinnern. Natürlich läuft das Glas über und da der Karton umkippt, wird Onno auch noch nass.

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    Hedda, die giftgrüne Erzieherin schickt Robinhund, der versichert, dass er es nicht war, nach draußen. Fritzi sitzt auf der Schaukel und Robinhund soll feste anschubsen. In der Sprechblase des kleinen hellblauen Kerlchens steht „Es ist nicht erlaubt so hoch zu schaukeln.“ Der Kleine ist ständig bei der Erzieherin und verpetzt Robenhund. Als Hedda nachfragt, sagt Robinhund wieder „Aber das war ich nicht!“ Beim Fußballspiel achtet Robinhund nicht auf Onno und er bekommt den Ball voll ab. Als Robinhund, der wieder sagt, dass er es nicht war, sich entschuldigen soll, schreit er das Wort ganz laut. Diesmal muss er in Sonjas Büro. Sonja ist magentarot gezeichnet und wird riesengroß. Das Bild wirkt sehr beängstigend. Deshalb rennt Robinhund schnell weg. Danach versteckt er sich und will dort sitzen bleiben, obwohl ihn alle suchen und ihm versichern, nicht mehr böse mit ihm zu sein. Erst sein Bruder findet ihn. Auf der vorletzten Seite tröstet er den weinenden Robinhund, der es nicht war und der meint „Denn das war alles keine Absicht.“ Der Bruder hat das auch nicht gedacht, „Er glaubt Robinhund.“

    Ich bin kein Psychologe nur Mutter zweier Töchter und bei denen hätte ich das Verhalten eines Robinhund nicht durchgehen lassen. Sicher hat er nicht absichtlich alles Unerlaubte getan, aber für mich muss ein Kind Regeln einhalten lernen. Auch Respekt finde ich wichtig für das Leben in der Gesellschaft. Robinhund tut anderen weh und hat kein Mitleid, er will sich nicht entschuldigen. Für mich ist der letzte Satz unbegreiflich, der Bruder glaubt ihm. Er hat ja alles getan und geleugnet. Das ist genau das Verhalten, was für mich nicht begreiflich ist. Wenn ich etwas falsch mache, muss ich zu meinen Fehlern stehen und mein Gewissen zeigt mir Reue an.  

    Dagmar Mägdefrau

  • Licht aus, Leon!

    Licht aus, Leon!

    Josh Pyke

    Chris Nixon

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Leon geht es wie vielen kleinen Kindern. Wenn das Licht ausgeht, hört er Geräusche und sieht hinter allen Dingen gruselige Monster. Zuerst bringt Mama ihn ins Bett und als Leon auffordert das Licht auszumachen, schreit er „Nein!“ und so bleibt das Licht noch fünf Minuten an. Als nächstes kommt der Papa und auch er erlaubt noch fünf Minuten Licht. Aber, obwohl Leon zu schlafen scheint, schreit er sofort wieder „Nein“ und das Licht bleibt in den nächsten Nächten an, weil die Eltern zu müde sind, um immer wieder Leon aufzufordern das Licht zu löschen.

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    Doch dann liegt ein Buch auf Leons Bett, in dem stehen praktische Ratschläge „Wie man Monster erschreckt“. Guter Atem, saubere Zimmer, Teddybären, sanfte Musik und Elternspucke, die durch Gutenachtküssen Monster auf Nimmerwiedersehen verschwinden lassen. So bleibt dann das Licht in Leons Zimmer aus.

    Die Bilder sind in hellen Farben, sehr fantasievoll, aber nicht beängstigend, gestaltet. Die Texte sind kurz, in einer einfallsreichen Sprache geschrieben. „Da in der Ecke sitzt ein fünfnasiges, siebenschwänziges, elfhändiges, schuppig-schleimiges Monster.“ 

    Ich mag Bücher, die nicht nur die Probleme schildern, sondern auch Lösungen anbieten und da hat dieses Buch einfache eine wunderschöne Lösung. Der Text ist herrlich vorzulesen, es macht Spaß die Worte zu formen.

    Dagmar Mägdefrau