• Elfie und das magische Eichhörnchen

    Elfie und das magische Eichhörnchen

    Susanne Rauchhaus

    Orell füssli

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Elfie heißt nach ihrer griechischen Großmutter Eleftheria und hat eine große Schwester und jüngere Zwillingsbrüder. Ihre allerbeste Freundin Maya wohnt gleich nebenan und hat ein Baumhaus, in dem die beiden Mädchen ihre Geheimnisse austauschen. Da Elfie viel Fantasie hat und Maya ihr logisches Denken nutzt, kommt es schon manchmal so Unstimmigkeiten, so auch als Elfie von ihrer Begegnung mit einem weißen sprechenden Eichhörnchen erzählt.

    Dieses Eichhörnchen spricht manchmal in Reimen über zukünftige Ereignisse. Leider tut es sich sehr schwer mit diesen Reimen. Da muss auch mal, damit es sich auf spinnt und Kind reimt, aus gelingt „gelinnt“ werden. Zudem sind diese Reime nicht klar zu verstehen und es kommt dabei zu einigen Missverständnissen. 

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    Mit dem neuen Schuljahr taucht ein sympathischer neuer Lehrer auf und die unbeliebte Musiklehrerin möchte ein Musical einstudieren. Mit Zilla, Elfies beste Feindin seit der 1. Klasse, gibt es immer wieder neue Probleme und mit Noah kommt eine neue Junge in die Klasse. Eine Gruppe Raben folgt ihm und er scheint die Tiere zu beherrschen. 

    Elfies klettert gerne und gut und ihren Berufswunsch gibt sie mit Abenteurerin an. Von so einem spannenden Abenteuer handelt dieses Buch, es ist in mehrseitige, gut zu lesende Kapitel eingeteilt, die jeweils mit einer Zeichnung beginnen.

    Ein echtes Lesevergnügen, mit magischen Momenten und ganz normalen Kindern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alles Lecker!

    Alles Lecker!

    Anke Kuhl

    Monika Osberghaus

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch wurde nach einem Internetrummel bzgl. der Beschreibung der Schweinehaltung, neu aufgelegt. Das Cover zeigt drei Kinder mit unterschiedlichstem Essen Auf den Tellern. Im Einband sehen wir verwirrende Linien, die aufzeichnen, wer was isst. Vom Titel prostet uns ein fröhlich lachender Mann mit einem Weinglas zu, um dem Tisch sitzt eine Mehrgenerationen-Familie. Im Buch gibt es viel zu sehen, Tiere, die Pflanzen fressen, Tiere, die Fleisch fressen und Allesfresser, da ist auch ein Mensch dabei. Dann geht es zurück in die Steinzeit, vorbei am Kühlregal zur Tierhaltung. Was isst man wo und was dürfen einige nicht essen? Begriffe wie Vegetarier oder Pescetarier werden erläutert. Ein Frühstückstisch, an dem Kinder aus unterschiedlichen Ländern mit ihren Speisen sitzen und Informationen zum Frühstück sind das nächste Thema.

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    Dann folgt, wo und wie man isst und Essen zu bestimmten Anlässen. Mia und ihre Mutter werden beim Spagetti mit Tomatensoße essen abgebildet und das sieht schon sauig aus. So geht es über ganz viele Thema bis zur Übelkeit und dem Toilettengang. Man kann Essen riechen und hören, welche Aufgabe hat dabei die Zunge? Die These, dass der Heißhunger auf Süßes mit dem Alter abnimmt, kann ich leider nicht bestätigen. Auf den letzten Seiten geht es um Ekel- und Lieblingsessen, dann folgt noch ein kleiner Fragebogen.

    Ein Buch, dass auf amüsante Art den Umgang mit dem Essen beschreibt, die Bilder sind frech und witzig gezeichnet. Beim Vor oder Selberlesen werden sicher viele Fragen und Ideen auftauchen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Muss ich was abgeben?

    Mo Willems

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    iese schönen dünnen Bücher vom Mo Willems in denen Elefant und Schwein herrliche Texte in Sprechbasen austauschen, sind einfach ideal für Kinder, die noch nicht so gut lesen können. In diesem Buch spricht fast nur der Elefant, deshalb kann man hier nicht mit verteilten Rollen lesen.

    Freudig kauft sich der Elefant ein grünes Eis und stellt fest „Ich liebe Eis!“ Doch dann fällt ihm sein Freund Schweinchen ein. Sollte er da nicht abgeben? Dann kommt eine Sprechblase in Form eines Eis und darin sind viele schöne, zum Eis passende, Adjektive enthalten? Untermalt von einigen „mmm..“ denkt der Elefant nach. Vielleicht mag Schweinchen die Sorte nicht? Und überhaupt ist Schweinchen ja gar nicht da. Dann stellt er sich aber vor, dass Schweinchen traurig ist und er ihn mit dem Eis trösten könne und sein Freund wäre dann glücklich. So entscheidet er sich doch zum Abgeben, nur leider ist sein Eis inzwischen geschmolzen, aber da taucht Schweinchen mit einem Eis auf.

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    Es ist nicht einfach abzugeben, dieser Konflikt begleitet uns unser ganzes Leben lang und oft ist es der Gedanke an die Freude des anderen, Auslöser fürs Teilen.  Auch Vorschulkinder können das gut verstehen und da das Buch kurze Texte und einfache Bilder zur Kommunikation nutzt, kann man es sicher schon kleineren Kindern vorlesen, aber das selber lesen macht noch mehr Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Den Bauch voller Töne

    Den Bauch voller Töne

    Andrea Behnke

    Mele Brink

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahren

    Beim Lesen des Buches schäme ich mich für die quietschenden Töne, die ich meiner Blockflöte als Kind entlockte. Enie ist eine, wenn auch sehr junge, Meisterin des Flötespielens. Sie übt gerne und möchte die ganz hohen Töne spielen können und bei einem gelungenen Versuch findet sie sich im Utrecht des 17. Jahrhunderts wieder. Hier trifft sie auf den Komponisten Jacob van Eyck. Da Enies Vater aus den Niederlanden stammt, kann sie sich problemlos mit dem Komponisten ihres Lieblingsstücks „Den Nachtegael“ unterhalten. Der blinde Mann zeigt ihr das Glockenspiel im Dom und Enie staunt über dieses große Instrument. Die beiden spielen gemeinsam Flöte und bestaunen ihre unterschiedlichen Instrumente.

    Mit dem Spiel der hohen Töne kann Enie Jacob mit in ihre Gegenwart nehmen. Gemeinsam üben sie für das Schulkonzert. Alina, die im Orchester Cello spielt, findet, Flöte spielen sei etwas für kleine Kinder, doch Enie liebt ihr Instrument und ist auf eine besondere Art mit dieser Musik verbunden. Sie findet ihre Lehrerin ist im Unrecht, wenn sie meint, man solle „Noten fressen“. „Man muss Musik einfach spüren“ meint Enie und sie spürt, dass die Noten zu ihr sprechen. So wird sie eins mit der Musik. 

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    Enie ist schon ein ganz besonderes Mädchen, trotzdem ärgert sie sich über das Verhalten von Alina, die Jacob als „eine unangenehme Person“ bezeichnet. Jacob und Enie verbindet die Liebe zum Flötespielen und zu Jacobs Zeit war die Flöte ein Instrument für Jung und Alt und seine Kompositionen werden heute noch in aller Welt gespielt. 

    Mir hat es gut gefallen, Jacob van Eyck und das Mädchen Enie kennen zu lernen. Die beiden sind so überzeugte Flötenspieler, dass ich mir „Den Nachtegael“ erstmal anhören musste. Da trillert die Flöte in den höchsten Tönen. Auch als Laie kann ich mir vorstellen, dass das nicht leicht zu spielen ist.

    Das Buch ist in großer Schrift und großem Zeilenabstand gedruckt und der Text wird durch Zeichnungen unterbrochen. Damit dürften Drittklässler dieses Buch gut lesen und verstehen können. Wenn sie auch nicht Flöte spielen, so können sie sich trotzdem einiges bei Enie abgucken.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat

    Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat

    Marc-Uwe King

    Astrid Henn

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Ich habe mir für meinen neuen Herd einen Wasserkessel gewünscht, denn das Induktion Feld macht das Wasser schneller heiß als ein Wasserkocher. Leider ist in dem Buch vom Marc-Uwe Kling anders entschieden worden. Hier wurde ein Wasserkocher gekauft, der aussieht, wie ein altmodischer Wasserkessel und so kommt es, wie es kommen muss: Opa stellt den Behälter auf den Herd. Leider macht der Plastikrand des Kessels das nicht mit. So muss die Familie sich im Garten aufhalten und im Laufe der Gespräche erfahren wir, dass es in dieser Familie schon einige „Unfalle“ mit Wasserkochern gegeben hat. Da wurde Milch warm gemacht und Würstchen gekocht. Es sind auch schon Ostereier in der Mikrowelle explodiert und Puzzeln mit Sekundenkleber auf den Fußboden geklebt worden. Das Erzählen dieser Peinlichkeiten amüsiert die Familie und die Lesenden. Regt evtl. dazu an eigene Storys zum Besten zu geben. Wir erfahren aber auch, dass der Pizzabote Ambitionen zum Schweigersohn hat und dass Opa hervorragend Tischtennis spielen kann. 

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    Ein Tag in einer völlig normalen Großfamilie, die sich neckt und liebt und von der zu lesen einen Riesenspaß macht. 

    Ein Humor, den ich sehr mag und Bilder, die ein Lächeln auf meinen Mund zaubern, mehr kann ein Buch nicht erreichen. Ach ja, es wird mir auch warm ums Herz.

    Für Erstleser sind die große Schrift, die kurzen Textanteile und die vielen schönen Bilder sehr gut geeignet, aber auch erwachsenen Leser*innen werden gerne diese Familie kennenlernen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Rotzhase & Schnarchnase-Das Tal wird kahl

    Rotzhase & Schnarchnase-Das Tal wird kahl

    Julian Gough

    Jim Field

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    „Das Tal wird kahl“ ist der vierte Band der Reihe „Rotzhase und Schnarchnase“. Bär, für mich überraschend, eine weibliche Figur und Hase stellen fest, dass Bäume im Wald fehlen. Als dann der Baum von Grünspecht und damit auch ihr Zuhause in den Bach fällt, ist den Tieren klar, dass da etwas Ungewöhnliches im Wald geschieht. Als die Tiere dann noch sehen, dass der Bach sich verändert hat und die fehlenden Bäume den Bach stauen, wissen sie, dass ein Monster am Werk ist. Doch dann taucht ein Biber auf, ein Ingenieur mit einem wissenschaftlichen Plan. Schnell hat er die meisten Tiere von dem Nutzen seines Plans überzeugt, nur der Hase und einige anderen Kleintiere, wie Maulwurf und Maus, werden Nachteile durch diese Veränderung haben. Das scheint dem Biber aber unwichtig. Doch da hat er nicht mit den Freunden gerechnet. So lern der einsame, arbeitsame Biber, was Freundschaft heiß und wie schön es ist zusammen zu feiern.

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    Sicher haben einige von uns Erwachsenen schon ein menschliches Gegenstück vor Augen, wenn der Biber auftaucht. Für ihn zählt nur die Arbeit, die Freizeit kann er nicht genießen. Es ist schön zu erleben, wie die anderen Tiere zusammenhalten und ihm beibringen, dass es mehr im Leben gibt.

    Kurze Texte und schöne Bilder zeichnen dieses Buch für Leseanfänger aus, aber auch die Moral, die es vermittelt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Unsere kleine Insel

    Unsere kleine Insel

    Rüdiger Bertram

    dtv junior

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Neles Mama hat Heimweh nach ihrer alten Heimat, eine Hallig in der Nordsee. So zieht die ganze Familie aus der Großstadt Köln auf diese kleine Insel zu Mamas Eltern, die dort eine kleine Pension und ein Café haben. Zum Glück findet Nele in Lisa eine gleichalte Freundin. Lisa lebt schon immer hier und kann Nele vieles erklären. Die Mama züchtet Schafe und alle warten auf Emmas Lämmchen.

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    Der Papa ist Lehrer an der kleinen Schule und kümmert sich im Unterricht auch mal um eine verletzte Taube. Die Kinder haben ein für uns Stadtmenschen abenteuerliches Leben, sie sind mit ihren Rädern unterwegs, hängen ihre Skatboards an einen großen Wolfshund, Baden in der See und reiten die mächtigen Kutschpferde. Aber es gibt auch Stürme, Überschwemmungen, nervige Touristen und Familienmitglieder, die die Woche auf dem Festland verbringen.

    Obwohl in dem Buch immer wieder darauf hingewiesen wird, dass es sich um eine Hallig handelt, heißt das Buch „Unsere kleine Insel“. Im Einband vorne werden und die Bewohner vorgestellt und ganz hinten sehen wir eine Karte der Hallig. Auch der Text wird immer wieder von schönen, erklärenden Bildern unterbrochen. Die 25 Kapitel haben eine gute zu lesende Länge.

    Ein wunderschönes Buch über Freundschaft, Familie und Natur, das sich leicht vorlesen und auch lesen lässt. Ein fröhliches Buch in dem Rücksicht genommen wird und das mit einem schönen traditionellen Fest endet.

  • Mein großes Klappenbuch – Ozeane

    Mein großes Klappenbuch – Ozeane

    Anita Ganeri

    Illustrationen von Galia Bernstein

    Ullmann

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Ein Pappbilderbuch für dieses Lesealter ist durchaus ungewöhnlich. Aber das Buch zeichnet sich durch immerhin 70 Klappen mit Informationen zu den Tieren aus. Die Bilder sind realistisch gezeichnet und werden durch viele kleine erklärende Texte ergänzt.
    „An der Küste“ ist die erste Doppelseite überschrieben. Sie zeigt helle schroffe Felsen und viele Tiere. Steile Klippen werden erklärt und unter der Klappe finden wir Felsennadel und -tor mit steil herabstürzenden Küstenseeschwalben.

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    Die Klappe unter dem Gezeitentümpel verbirgt Garnele, Krabbe und Einsiedlerkrebs. Auf der nächsten Seite geht es um den Kraken, den weißen Hai und um Pottwale. Unter einer Klappe wird erklärt, wie Fische atmen. Die Seite, die das Riff beschreibt, lässt sich zu beiden Seiten ausklappen und zeigt eine wunderschöne bunte Unterseelandschaft. In der „Tiefsee“ gibt es ungewöhnliche Wesen, vom Pelikanaal habe ich bisher nichts gehört. Eine Grafik zeigt, dass die Dunkelzone bei 4.000 m Tiefe beginnt, hier finden wir die schwarzen Raucher, unterirdische Vulkane. Dass das Leben unter Wasser nicht ungefährlich ist, erfahren wir auf der nächsten Seite. So kann sich der Teppichhai durch sein Aussehen tarnen. Die Tiere der Arktis und Antarktis stehen sich auf zwei Seiten gegenüber. Auf der Erdkugel sehen wir die Lage und einiges über ihre Entdeckung. Es gibt erstaunlich viele Rekorde, besonders kleine Wesen kann man auf einer Hand entdecken, für den Blauwal dient der Elefant als Vergleich. „Mensch und Meer“ zeigt Schiffe, erwähnt aber auch die Umweltverschmutzung. Ein buntes Sachbuch mit viel Wissen auf den Seiten und unter den Klappen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Neues von Jule

    Neues von Jule

    Kathrin Eimler

    Bilder von Bodil Schulte

    BoD

    Autorenempfehlung ab 5 Jahre

    Jule ist fünf Jahre alt und geht in den Kindergarten. In diesem zweiten Band erzählt sie uns in 16 Kapiteln aus ihrem Alltag. Die einzelnen Kapitel haben eine gute Vorleselänge von ca. 5 Minuten. Sie beginnen immer mit den Worten „Hallo, hier ist Jule.“ dann folgt ein Satz zum Thema der Geschichte.
    Jule erzählt uns von Apfelsteusel, den sie für die Oma backt. Mit Oma erlebt Jule so einiges in diesem Buch. So pflanzen die beiden zusammen bunte Blumen im Garten oder sie gehen zusammen auf eine Kirmes.

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    Zu Beginn ist es Jule immer wichtig zu sagen, an welchem Tag sie etwas erlebt hat.
    Mit Oma pflanzt sie bunte Blumen im Garten oder sie gehen zusammen auf eine Kirmes. In „Aprilwetter“ berichtet Jule von den Wetterkapriolen, die sie an einem Morgen im April erlebt. Neben Regen und Schnee, erfreut sie sich auch an einem Regenbogen. Auch mit Mama erlebt Jule einiges, so gehen sie zusammen auf den Flohmarkt und Jule versorgt sehr umsichtig Mamas verstauchten Fuß. Mit Papa geht es zum Rodeln, er baut ihr aber auch ein ganz tolles Baumhaus. Jule darf mit ihrer Freundin Emma sogar darin übernachten. Die Familie fährt gemeinsam zum Campen und an der Nordsee retten sie eine junge Robbe. Mich hat die Geschichte, wo Jule und Mama Jules Schreibtisch aufräumen sehr fasziniert, vor allem die Einsicht, die Jule hat. 

    Die Geschichten sind weit gefächert und erzählen von ganz alltäglichen Erlebnissen und sie sind dabei doch spannend und interessant geschrieben. Jungen kommen nicht vor, deshalb werden die Geschichten und auch das Cover in erste Linie Mädchen ansprechen. 

    Im Buch gibt es einige schöne Bleistiftzeichnungen, ich hätte mir mehr und bunte Bilder gewünscht. Ich weiß aber durchaus, dass man im Selbstverlag auf die Kosten achten muss.

    Dagmar Mägdefrau

  • Letzte Runde Geisterstunde

    Letzte Runde Geisterstunde

    Nadia Budde

    Kunstmann

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Wie immer hat Nadia Budde hier tolle Reime mit fantasievollen Bilder zu einem besonderen Buch zusammengebracht. Die Geister sind sehr vielfältig erdacht. „Grün. orange, gescheckt, kariert, allein, zu zweit, zu dritt, zu viert“ beginnt das Buch und mit aufsteigenden Zahlen geht es auch weiter, die Menge der Geister auf den Bildern steht immer im Bild und es wird sicher sehr schwierig sie zu zählen. Nach einer riesigen Aufzählung der Geistersorten, sehen wir die Geistermeister. Menschenkinder mit nackten Beinen und Tüten oder Lacken über dem Kopf. Denn „Geister lassen sich vertreiben… oder… lassen wir sie bleiben?“ So endet alles mit einem lustigen Bild von der Geisterbahn.

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    Die Sprache des Buches ist so schön und es macht riesenspaß es vorzulesen. Die Bilder haben ihren eigenen Stil und sind schon kleine Kunstwerke. Trotzdem des Themas sind sie nicht wirklich gruselig.

    Dagmar Mägdefrau

  • Häschen tröstet

    Häschen tröstet

    Cori Doerrfeld

    Zuckersüß

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Schon das Cover mit dem kleinen Kind, das sich an das Häschen kuschelt, ist zum liebhaben. Das Kind heißt Charlie und es baut mit seinem Bausteinen „etwas Großartiges“. Leider stürzt dann alles zusammen und Charlies sitzt traurig vor den Steinen. Dann kommen Tiere, wie das Huhn, der Bär, der Elefant und das Känguru, die Ratschläge geben. Immer nach den Eigenschaften, die man von ihnen kennt.

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    So säuselt die Schlange „Lasss unsss wass von jemand anderem kaputt machen,“ Da Charlie nicht auf die Vorschläge eingeht, gehen die Tier wieder fort. Dann kommt das Häschen und es setzt sich ganz ruhig neben das Kind. Es bleibt bei Charlie, während er alle Ratschläge durchspielt. Dann hat Charlie einen neuen Plan und kann sich wieder freuen.

    Die Texte sind sehr kurz und gut zu verstehen, die Bilder können sehr eindrucksvoll die Gefühle des kleinen Charlie veranschaulichen. Ein tröstliches, ruhiges Buch, das mein Enkel sehr mag.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn Männer weinen

    Wenn Männer weinen

    Jonty Howley

    Zuckersüß

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Der Einband ist blau und man sieht viele Taschentuchboxen, ein schöner Einstieg. Levis erster Schultag steht bevor und er hat natürlich Angst. Papa sagt beim Abschied tröstend zu ihm „Männer weinen nicht“. Mit dem Ratschlag macht Levi sich auf den Weg. Dann kommt er an einem Fischer vorbei, der sich für eine lange Reise bei der Familie verabschiedet. Er sieht einen Harfenisten und Poeten, die ebenfalls ergriffen weinen. Levi wiederholt sein Mantra „Männer weinen nicht“. Er sieht noch viele Männer in unterschiedlichen Lebenssituationen und erkennt „Männer weinen überall!“  In der Schule verläuft alles gut und auf dem Heimweg denkt Levi nach. Zu Hause hatte Papa Tränen in den Augen und musste gestehen, dass auch er Angst hatte. So nehmen sich die beiden in die Arme und „Männer weinen doch“ ist die Erkenntnis dieses Buches.

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    Die Geschichte spielt an der See und die Bilder zeigen wunderschön die Situationen. Es gibt viel zu entdecken und die Bilder sind einfach sehr wirkungsvoll. Der Text ist sehr kurz und prägnant, die Kinder verstehen schnell um was es geht und vielleicht tragen sie auch einen dieser schnell gesagten Sätze mit sich rum und finden hier ihre Bestätigung.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Conni im Schnee

    Conni im Schnee

    Liane Schneider

    Janina Görrissen

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das kleine broschierte Heft ist handlich und gut für unterwegs zu nutzen. Der Preis ist mit 3,99 € sehr günstig, zusätzlich gibt es in der Mitte noch eine „Mitmach-Zeitschrift der Lesemaus“ mit Bastelvorschlägen.

    Die Bilder zeigen realistisch den Alltag von Conni und wie der Titel sagt, schneit es. Der Schnee muss erst mal vom Weg und Auto entfernt werden, dann geht es mit dem Schlitten in den Kindergarten. Die Kinder legen sich in den Schnee und hinterlassen einen Engel. Dann wird eine Schneemannfamilie samt Katze gebaut. Die schauen, als die Kinder sich mit Tee und Obst versorgt eine Geschichte anhören ins Fenster hinein. Zu Hause kümmert sich Conni um die Vögel im Garten. Zusammen mit Mama kocht sie Vogelfutter. Am Ende taut es wieder und der Schneemann ist schon etwas kleiner geschmolzen. 

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    Die Texte sind nicht zu lang und erzählen kindgerecht vom Schneeerlebnis. Obwohl die Bilder übersichtlich sind, gibt es viel zu sehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen

    Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen

    Kathryn Cristald

    Kristyna Litten

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein wirklich verrücktes Bilderbuch mit herrlichen Bildern. Zunächst sehen wir die Kühe noch auf der Weide, doch dann folgen Bilder mit einer Rakete zum Weg zum Mond und Kühe, die eine Raumstation bedienen. „.. auf den Mond, zu fremden Sternen und in unerreichte Fernen..“ Nach dem Titel folgt dieser gereimte Teil, dann wieder der Titel. 

    „Ich liebe dich, bis die Yaks verreisen“ geht es weiter im Buch. Sie reisen mit einem Feuerwehrauto, das ein Yak fährt und hinten hängt ein Yak waagerecht dran. Die anderen reisen mit dem Cabrio. Die Schafe segeln und wir sehen die Seekühe und den Buckelwal im Meer. Die Wölfe schweben in Ballons und die Schweine winken. Die Frösche tauchen, die Hirsche steppen und die Gänse backen. Nachdem die Ameisen mit einem Kuchen feiern, sind alle Tiere müde und auf der letzten Seite kommt noch einmal die Beteuerung „Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen“.

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    Ich bin mir nicht sicher, dass das Buch bei Kindern ankommt. Aber es ist sicher ganz toll für Verliebte. Da kann man ja seiner Liebe nicht in Worte fassen und da macht dieses Buch ganz sicher Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wie und wo geht der Floh aufs Klo?

    Wie und wo geht der Floh aufs Klo?

    Daniela Kulot

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein Pappbilderbuch mit runden Ecken und hübschen bunten Bildern. Dazu ein Thema, das seit „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ immer wieder in Bilderbücher vorkommt. 

    Die kleine Tine muss zum Klo und fragt ihre Mama „Sag mir doch mal, wie und wo geht der Floh aufs Klo?“ Diese Frage  flüstert sie ihrer Mama ins Ohr und auf der nächsten Seite sehen wir einen Floh, dem was aus dem Schlüpfer fällt. „Die Katze gräbt einen Grube und drückt kräftig auf die Tube“. Dass ein Fuß über dem Hundehaufen zu sehen ist, finden wir besonders lustig. Nach Fisch und Kuh macht ein Spatz einem Paar auf den Kopf, auch das bringt Heiterkeit und ein Iiiii mit sich. Nach Elefant und Schlage setzt sich ein Fliege auf die Klobrille und Tine aufs Töpfchen. Auf der letzten Seite geht was in die Hose, was die Tiere nicht stört.

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    Kinder lieben Wiederholungen und diesen Anspruch erfüllt die immer gleich lautende Frage von Tine. Die Antworten sind manchmal etwas konstruiert, so glaube ich nicht, dass Schlüpfer ein gängiges Wort im Sprachschatz der Zweijährigen ist. Aber das mit den Reimen ist ja auch nicht immer so einfach.

    Dagmar Mägdefrau

  • Räuberkinder

    Räuberkinder

    Anje Damm

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Deutschen Jugendliteraturpreis 2009

    In der Struwwelpeter-Ausstellung 2019 in Oberhausen wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Räuberkinder mit rausgestreckter Zunge und Grimmassen schneidend. „Das sind 2 Räuberkinder. Sie sind wirklich sehr , sehr böse!!!“ so beginnt das Buch und die beiden sind mit schielenden Auge und einem unzufriedenen Gesicht abgebildet. Der gelbe Fisch hat ein Messer im Rücken. Im Bad malt sich der Junge mit Lippenstift an, den hat er vorher an der Wand benutzt. Das Klopapier wurde abrollt und die Zahnpasta wird ausgedrückt. Chaos auch beim Frühstück, Kanne und Tasse ausgeschüttet, der Ketschup fließt rot auf den Tisch. Sie spielen eigenartige Spiele und basteln seltsame Sachen, kümmern sich nur manchmal um die Haustiere und wenn sie einkaufen ist die Straße menschenleer. Sie teilen nicht, halten aber , wenn es darauf ankommt zusammen. Das Buch endet „Nein, du bist doch nicht etwas auch ei Räuberkind?“. Was mein Enkel eindeutig mit nein beantwortet.

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    Die Bilder sind krakelig und auch die Schrift ist unordentlich auf der Seite verteilt. Mir gefallen einige Aussagen nicht so gut, weil sie für mich nicht ganz eindeutig sind. So z.B. das Gebastelte Finger-Gesicht? „Das ist ein Känguru!“ „Nee, ein Bagger!“ Da muss ich zugeben, das mir die mögliche Aussage da unklar ist. 

    Trotzdem wird Anschauen des Buches Spaß machen und hoffentlich nicht zum Nachmachen anregen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wir sind stark

    Wir sind stark

    Miriam Cordes

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Hier stellt sich uns eine kleine Kindergartengruppe vor. Lena ist die Erzieherin und fünf Kinder werden mittels Portraits gezeigt, klappt man die  kleinen Bilder auf, ist dieselbe Person nicht mehr lächelnd, sondern mit traurigem Gesicht abgebildet.

    Dann äußert einer seine Meinung beginnend mit „… Ist doof! …“ auf einer kleineren Mittelseite sieht man das entsprechende Kind mit seinem negativen Verhalten, auf der Rückseite macht es etwas positives und eine anderes Kind meint „Stimmt gar nicht! … kann..“ So geht es mit allen Kindern der Gruppe. Da macht sich einer in die Hose, kann aber toll turnen oder ein Mädchen doppelt, malt aber die schönsten Bilder. 

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    Dann kommt die Erzieherin an die Reihe, „Immer meckert sie!“ Dann folgen Beispiele und ein Bild über alle Seite, wo die fünf Kinder ihre Zungen herausstrecken. Als Lena fragt, „Fällt euch sonst gar nichts ein?“ antwortet jedes Kinder mit stufenförmig angelegten Seite, was es gut findet. Aber Lena meint, am allerbesten kann sie „alle gleichzeitig am liebsten haben.“

    Allein schon die sehr schön überlegten Spiele mit den Seiten zeichnen dieses Pappbilderbuch als besonders aus. Und sicher ist es gut sich, gerade, wenn einer uns besonders doof erscheint, darüber nachzudenken, was man an ihm mag. Deshalb ist es ein schöner Ansatz. Trotzdem befürchte ich, dass es dazu auffordern kann, viel Doofes über eine Person zu sagen. Die Kinder und die Erzieherin tragen, bis auf den dunkelhaarigen Milan, schöne deutsche Namen und haben helle Haare, es gibt auch z.B. keine Brillenträger. Ich befürchte, dass das nicht die Norm in unseren Kindergärten ist und denke damit werden nicht alle Kinder abgeholt, wie man heute so schön formuliert.

    Die Bilder sind einfach und schön gestaltet, die Texte kurz und gut verständlich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Zug hält auf der ganzen Welt

    Mein Zug hält auf der ganzen Welt

    Norman Klaar

    Karsten Teich

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Der Zug mit dem kleinen Emil fährt, wie der Titel verspricht, durch die ganze Welt. Start ist Europa, dort winken Pferde und eine Ziege. Dann geht es in den Regenwald zu den Affen, zum Büffel nach Nordamerika, zum Löwen nach Afrika, Pandas gibt es in Asien. Dann gibt es noch ein Känguru und Pinguine. Zu Schluss landet der kleine Bahnfahrer Emil im Schlaraffenland. Keine Ahnung, ob die kleinen Zuhörer sich darunter was vorstellen können und ob man es ihnen schon vermitteln kann, dass dieses Land nicht wirklich existiert?

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    Das Buch ist aus Pappe und die Bilder sind einfach und bunt gezeichnet. Emils Kopf ist quer und im Verhältnis zum Körper sehr groß. Bei den Tieren wechselt Realismus mit Comicstil.

    Was mir gut gefallen hat, sind die Reime, sie lassen sich flott vorlesen und mach Sinn.

    Dagmar Mägdefrau