• Was machen wir bei der Feuerwehr

    Was machen wir bei der Feuerwehr

    Nico Sternbaum

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses Pappbuch ist auch ein Mitmachbuch, auf einigen Seiten wir das Kind zum Handeln aufgefordert. So gleich auf der ersten Seite, da steht ein Mann in Unterwäsche und auf der anderen Seite sehen wir seine Kleidung und einen geschlossenen roten Schrank. „Kannst du auf den Schrank klopfen, damit er aufgeht…?“ Auf der nächsten Seite sehen wir den Feuerwehrmann Jonas in seiner Feuerwehrmannunform neben dem geöffneten Schrank. Das Kind wird mit einem „Prima“ gelobt und die Einzelteile der Kleidung werden namentlich genannt. Dann kommt das Auto, auch hier „schiebt“ das Kind die Rolltür auf.

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    „Klasse“ auch hier sehen wir in den Wagen und die Utensilien darin werden benannt. Jetzt wird auf den blauen Knopf gedrückt und mit „tatütata!“ geht es los. Um das Auto zu beschleunigen, kommt die Aufforderung das Buch zu kippen. Am Einsatzort brennt eine Scheune, „niemand ist in Gefahr“. Mit „Schsch“ wird das Wasser nachgeahmt. Am Ende geht es zurück zur Feuerwache. Es wäre schön gewesen, wenn es weniger geschlossene Türen gäbe.

    Ich finde das Buch sehr gelungen. Zum einen wird der Feuerwehralltag gut beschrieben, zum anderen macht das Kind mit und außerdem gibt es ein großes Lob für die Mithilfe.

    Dagmar Mägdefrau

  • Eines Nachts

    Eines Nachts

    Ulf Stark

    Charlotte Ramet

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Alle Seiten dieses Buches haben einen blauen Hintergrund. Der Junge, sein Bär und der Papa sind einfach gezeichnet, haben auch große Köpfe, wirken aber dadurch nicht niedlich. Die Umgebung wirkt sehr realistisch. Ein klein wenig erinnert es mich an Willi Wiberg, der ja auch mit seinem Papa zusammen lebte.

    Teddy will groß sein und nicht im Bett des Jungen schlafen, aber dann hat er doch Angst auf seinem Regal. „Warum ist die Nacht so schwarz?“ und „Was sind das für Geräusche?“. Der Junge finde Erklärungen, aber dann stehen die beiden doch auf und gehen zu Papa in die Küche. Der gibt ihnen erst zu Essen und dann gehen alle drei nach draußen und bestaunen den Nachthimmel. Als Teddy müde wird, legen sich alle drei ins Bett. „Sie schlafen, bis der Wecker klingelt.“

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    Ein sehr schönes Buch, dass nicht ermahnt, sondern eine wundervolle Atmosphäre schafft. Dazu die ruhigen Bilder. Ein besonderer Buch zum Thema Schlafen.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Was war hier bloß los?-Ein geheimnisvoller Spaziergang

    Was war hier bloß los?-Ein geheimnisvoller Spaziergang

    Gerda Muller

    Moritz-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Außer dem Hinweis auf der ersten Seite, den Spuren nachzugehen, kommt das Buch ohne Worte aus. Ein Kinderzimmer am Morgen und Fußabdrücke, die erst nackte, dann beschuhte Fußabdrücke zeigen. Es geht an den Esstisch und begleitet durch Pfotenabdrücke nach draußen. Hier liegt Schnee und ein Vogel fliegt vom Futterhaus weg. Dann entfernen sich die Spuren vom Grundstück, begegnen einem Pferd, überqueren einen Bach und kehren wieder zurück. Neue größere Spuren tauchen auf und wir sehen eine Schubkarre. Wieder zurück im Haus können wir eine Kind und einen Hund sehen. 

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    Ich stelle es mir sehr spannend vor mit einem Kind diese Geschichte zu erforschen. Ich kann mir vorstelle, dass da auch ganz unterschiedliche Geschichte entstehen können. So vieles kann man aus diesen Spuren lesen.

    Die Bilder sind weich und hell gezeichnet und erzählen eine schöne Geschichte. Da wird die Fantasie sehr angeregt. Sicher ist das ein Buch, dass zum Erzählen auffordert und gut zur Sprachförderung zu nutzen ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • 10 lustige Pinguine

    10 lustige Pinguine

    Nastja Holtfreter

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Die Geschichte wurde schon zig Mal umgeschrieben, sie ist aber immer gleich. Am Anfang sind es 10 und dann werden es durch einige Missgeschicke immer weniger, bis sie am Ende wieder zu Zehnt sind. Hier sind es nun Pinguine, lustig sind wohl die Assessors, die sie unterscheiden, außerdem sind sie „gut gelaunt und heiter“. Auf jeder Doppelseite sehen wir ein Bild und ein Zweizeiler erklärt die Szene. Die Bilder sind einfach gehalten und zeigen fröhliche Tiere.

    Dagmar Mägdefrau  

  • Liebe deinen Körper

    Liebe deinen Körper

    Jessica Sanders

    Carol Rossetti

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre, jünger mit Begleitung

    Im Einband sehen wir verschiedenste Mädchen. Manche sind dünn, andere mollig, einige wirken sehr klein, eine trägt eine Beinprothese, eine andere sitzt im Rollstuhl, eine trägt einen Schal über dem Kopf. Die meisten tragen Unterwäsche, Haut und Haare sind in allen Schattierungen vertreten.
    Noch sind die Mädchen Kinder und sie spielen nicht unbedingt mit klassischen Mädchensachen. Der Text beginnt mit „Dein Körper ist einzigartig.“ Und diesen Satz werden wir noch oft lesen. Auf der nächsten Seite wird in einem kleinen Text der Begriff „Pubertät“ erklärt.

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    Dann haben sich die Körper der Mädchen verändert. Manche schauen kess, anders etwas verschämt. Es geht um die Fähigkeiten der Körper und „du bist großartig!“ ist das Resümee. Die Mädchen gehen ihren Hobbies nach und werden aufgefordert sich zu lieben „..fang sofort damit an.“  

    Eine Liste mit Beispielen, was man tolles mit dem Körper machen kann, wird angeregt und erste Beispiele werden abgebildet. Es folgen 10 Punkte zu „Self-Care“. Sich Hilfe holen wird empfohlen. Immer unterstützt durch gefühlvolle Bilder. Es folgen einige Seiten mit unterschiedlichen Situationen in denen ganz unterschiedliche Mädchen abgebildet werden. Selbstliebe wird erklärt und empfohlen. Mit sich selbst umgehen, als sei man seine beste Freundin. „Und jetzt“ ist eine der letzten Seiten überschrieben und nochmals werden Tipps gegeben, die sich teilweise auf den Inhalt des Buches beziehen. Für Hilfe können sich die Mädchen an Adressen wie „www. Nummergegenkummer.de“ wenden. Auf der Verlagsseite gibt es zusätzliches Material. Dann nochmal drei Sätze als Verstärker und dann die Vorstellung der Autoren und der Illustratorin. Jessiaca Sanders ist Australierin und ein solchen Buch hat ihr bei Erwachsenwerden gefehlt.

    Die Bilder sind durchgehen in Apricot unterlegt und stellen wirklich einen Querschnitt aller möglichen Mädchen da. Behindert, vielleicht magersüchtig, sehr männlich, mit Pigmentstörungen und natürlich dicke Mädchen. Die Texte sind für mich etwas zu sehr motivierend, die Wiederholungen finde ich übertrieben. Trotzdem glaube ich, dass ein solches Buch von vielen Mädchen gebraucht wird, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Denn die „tollen“ Frauen im Internet und in Hochglanzmagazinen haben unseren Blick für das Normale verlieren lassen. Dabei sind alle Menschen schön, man muss nur die richtigen Maßstäbe finden, um sie zu bewerten. 

    Keine Ahnung, wie das gemacht wird, aber der Einband fühlt sich irgendwie „weich“ an, Schrift und Figuren sind lackiert. So ist das geschlossene Buch schon besonders.
    Das Vorwort erklärt, warum es dieses Buch gibt und rät, es unter 8 Jahren nur mit einer Unterstützung eines Erwachsenen zu lesen.

    Dagmar Mägdefrau

    Text – Teil2

  • Sonntag, Montag, Sternentag

    Sonntag, Montag, Sternentag

    Anna Woltz

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Nora ist eine Erfinderin und sie erfindet spektakuläre Dinge. Oft geht es darum ihre drei großen Brüder zu ärgern, obwohl sie es sicher nicht so sieht. Zuletzt hat sie ihnen mit einem selbstgebastelten Drachen ordentlich Angst eingejagt. 
    Als dann ein gleichaltriger Junge ins Nebenhaus einzieht, macht Nora auch mit ihm keine gute Erfahrung.

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    Erst als die beiden eine Klappe zwischen den Zimmern finden, kommt es zu nächtlichen Begegnungen. Ben hat ein Teleskop und kennt sich mit den Himmelskörpern aus. Nora ist beeindruckt und kann Ben bei seinem Problem mit dem Referat helfen. Durch ihre tollen Ideen und ihre freundschaftliche Unterstützung bekommt Ben mehr Selbstvertrauen.

    Ein dünnes Buch mit lustigen Ideen und einer schönen Freundschaft, dass auch Leseanfänger gut selbst lesen können.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Während der Bär schlief

    Während der Bär schlief

    Ayano Imai

    minedition

    Altersempfehlung ab 3 Jahre

    Den Bildern sieht man an, dass der Illustrator und Autor in Japan studiert und sich von dem Land inspirieren hat lassen. Ganz zarte Farbe und ruhige Figuren, bebildern die etwas verrückte Geschichte.
    Der Bär ist ein Eigenbrötler und lebt gerne für sich. Da kommt ein Specht und hämmert ein Loch in den Zylinder des Bären. Der weiße Zylinder wird immer höher und immer mehr Vögel finden in ihm Platz.

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    Der Bär bezeichnet diese Vögel dann doch als seine Freunde und als sie ihn im Herbst verlassen, ist er sehr einsam und traurig. Den Hut setzt er ab und macht seinen Winterschlaf. Im Frühjahr hat der Hut Wurzeln geschlagen und ihn den Baum ziehen seine gefiederten Freunde wieder ein.

    Die Text sind nicht mehr ganz so kurz, aber auch nicht zu lang für Dreijährige. Die Bilder bieten  einiges an absurden Dingen an, so steht die Kaffetasse auf einem Ast. In der Wohnung des Bären hängt neben der Lampe ein kleiner Fisch. Ein hübsches Bilderbuch, dessen Cover mich sofort verzaubert hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die kleine Spinne Widerlich sagt Gute Nacht

    Die kleine Spinne Widerlich sagt Gute Nacht

    Diana Amft

    Martine Matos

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Widerlich ist die kleine Spinnen auf gar keinen Fall, der große Kopf mit den riesigen Augen ist einfach nur niedlich und die rot-weiß gestreiften Spinnenbeine  sind sicher nicht eklig. Bevor die kleine Spinne einschläft besucht sie noch andere Spinnenverwandte und schaut, was sie machen.

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    Tante Igitte liest ein Buch, Onkel Langbein trinkt warmen Tee, Oma Erna mit Lockenwicklern, strickt rote Socken. Am Ende bringt Mama die kleine Spinne ins Bett „Gute Nacht, mein Schatz, jetzt schlaf auch du.“

    Die großen Bilder auf blauem Hintergrund werden von einen Vierzeiler begleitet, die Texte sind kurz und einfach gehalten. Ein Buch für die ganz Kleinen. Die kleine Spinne hat ihren Hasen und eine Laterne dabei. So es gibt noch einige Kleinigkeiten zu schauen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Im Garten von Monet

    Im Garten von Monet

    Kaatje Vermeire

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ich liebe die Impressionisten und neben van Gogh besonders Monet wegen der Leichtigkeit seiner Bilder. Kaatje Vermeiere hat diesen Malstil aufgenommen, um dieses Buch zu gestalten. Schon auf dem Titel sehen wir den alten Maler auf einem rosa Seerosenblatt mit Pinsel und Palette. Dann wird uns eine kleine Biographie des Malers und der Autorin geboten und dann lernen wir den jungen Künstler kennen, mit einem Hut auf dem Kopf balanciert er in Badehose auf zwei Steinen durchs Wasser.

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    “Die Sonne strahlt. Das Meer badet im Licht“ beginnt der kurze Text. Mit anderen Malern sehen wir ihn in der Pariser Malschule, Camille, seine spätere Frau ist das Modell. Camille als Mutter im weißen Kleid inmitten eines Blumengartens, in einem Herbstbild auf einem Boot, wieder als Modell. Nach ihrem frühen Tod gehen die Farben verloren, ein ungewohnt farbloses Bild zeigt den Maler mit seinen Kindern am Rand des Bildes. Danach gibt es wieder ein „Haus voller Frohsinn“, dank „Alice und den sechs Kindern.“ Ein rosa Haus und der Maler als Anstreicher. Dann als Gärtner in einem Meer von Blumen, zuletzt kommen die Seerosen an die Reihe.

    Man kann in diesem wunderschönen Bilderbuch in Farben und Bildern schwelgen und erfährt doch einiges über den Maler Monet. So kann man Kinder gut an Kunst heranführen und im Anschluss ein entsprechendes Museum besuchen indem die Kinder sicher dies Bilder des großen Impressionisten erkenne werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gebrauchsanweisung gegen Traurigkeit

    Gebrauchsanweisung gegen Traurigkeit

    Eva Eland

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das kleine Büchlein zeigt in einfachen Zeichnungen, wie die Traurigkeit in das Leben des kleinen Kindes kommt. „Manchmal kommt die Traurigkeit unerwartet“ Das Kind macht die Türe auf und man sieht einen hellblauen Schatten im Türrahmen. Egal was das Kind macht, die dicke hellblaue Traurigkeit rückt immer näher. („dass du kaum atmen kannst“) Einsperren ist keine Lösung, da wird man selbst zur Traurigkeit.

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    Jetzt ist auch das Kind hellblau und die Kinder um das Kind rum spielen. „Versuch keine Angst vor der Traurigkeit zu haben.“ Das Kind bindet die Traurigkeit in den Alltag ein und nimmt sie mit raus. Am Ende ist sie mit dem Kind schlafen gegangen und ist am Morgen weg. 

    Schon Kinder leiden unter dieser Traurigkeit und wissen sie sich nicht  zu erklären. Hier ist ein liebevolle Ratgeber, das man, aufgrund seiner einfachen Zeichnungen und Texte, schon für die keinen Kinder nutzen kann. Aber vielleicht können auch Erwachsene daraus lernen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tupfst du noch die Tränen ab?

    Tupfst du noch die Tränen ab?

    Jörg Mühle

    Moritz

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Ein wunderschönes Mitmachbuch über den kleinen Hasen, der diesmal auf den Arm gefallen ist. Es blutet sogar ein wenig. Da muss der kleine Hase weinen und das Kind, dem vorgelesen wird hilft ein Pflaster aufzukleben und den kleinen Hasen zu trösten. Am Ende wird alles wieder gut.

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    Wie bei „Nur noch kurz die Ohren kraulen“ erleben die Kinder mit dem Hasen eine alltägliche Situation und pusten den  Schmerz weg, genau, wie die Eltern es bei ihnen machen. Die Kinder verstehen schnell, was sie machen können um den Hasen zu trösten. 

    Das kleine quadratische ist aus Pappe und hat einfach gestaltete Bilder mit wenig Text, der die Zuhörenden zum Mitmachen auffordert.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Was Wim und Wanda alles können

    Was Wim und Wanda alles können

    Heike Herold

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Wim und Wanda sind Zwillinge, sie sind immer ähnlich gekleidet und sie stellen uns erst ihre Familie vor und dann Teile ihres Körpers. Danach kommen die Dinge, die sie zusammen machen, wie Haare kämmen und superlaut schreien. Miteinander gehen z.B. Kitzeln und streiten. Dann wird erklärt, dass Eltern alles und Babies nicht können und das Großeltern früher mal Dinge besser konnten.

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    Dann kommen nochmal Beispiel von Wim und Wandas Können und Leute, die besondere Dinge beherrschen, wie Herr Arendt, der kann einen Brillenbügel in die Nase stecken. Das wurde den Kinder allerdings verboten. Opa kann besonders viel Bier trinken, das ist anstrengend, denn nach ist er wackelig auf den Beinen.
    Dann geht es noch lustig weiter mit Dingen, die man tun kann, soll oder besser lässt.

    Die Kinder sind einfach gezeichnet und wirken meist fröhlich, die Seiten sind im Hintergrund in einer kräftigen Farbe gehalten. Die Schrift besteht aus Großbuchstaben. Ich fand die Idee des Buches sehr gut und finde auch die Umsetzung  soweit gut. Lediglich biertrinkende Opas finde ich gehören hier nicht hin. Der Text ist zwar durch seine Doppeldeutigkeit für Erwachsene lustig, aber der Gag geht auf Kosten der Kinder. Auch der Brillenbügel in der Nase….

    Ich erwäge Seiten zu überkleben damit ich die schönen Ideen des Buches nutzen kann.

    Dagmar Mägdefrau

  • Lilly und die Zwölfen – Elfen verboten

    Lilly und die Zwölfen – Elfen verboten

    Sibylle Wenzel

    Kosmos

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Lilly zieht mit ihrer Mutter zunächst zur Probe zu ihrem Opa. Er hat ein Haus am See mit einem Lokal „Glückseiche“. Früher war sie berühmt für den Apfelkuchen, den die Oma gebacken hat. Das Rezept hatte sie von einer Elfe. Sie war es auch, die Lilly immer wieder die Geschichten der Elfen und ihrer Königin Lillysand erzählt hatte. Doch durch den Tod der Oma ist das Lokal jetzt in Schieflage geraten.

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    Es wird zwar noch ein leckeres Erdbeereis angeboten, aber der Zustand der Lokalität ist nicht sehr ansprechend. Ein Sommerfest soll deshalb Geld in die Kasse bringen. 
    Lilly ist ein pummeliges Mädchen und wird deshalb von der schlanken Nachbarstochter Clara Gräuerling gerne „Moppeline“ genannt und ausgelacht. In ihrer Gegenwart ist Lilly völlig hilflos. 
    Die Leidenschaft für das Erdbeereis teilt Lilly mit dem Winzling Flumm. Lilly wird zu seiner Lebensretterin und lernt dadurch die Zwölfen kennen. Sie wohnen in Wurzelwerk einer Glückeiche. Dort lebten außer Flumms Familie auch viele andere der kleinen Wesen. Sie nutzen Zauberstaub und feiern schrecklich gerne Partys. Zu der nächsten wird Lilly eingeladen. Die Zwölfen essen und trinken gerne und haben deshalb eine etwas dickere Figur. Natürlich können die Zwölfen Lilly auf ihre Größe schrumpfen und als Geschenk bekommt sie noch kleine Flügel. Flimm die Tochter der Familie Fünfvorzwölf wird Lillys Freundin und die beiden unternehmen viel gemeinsam. 

    Die Figuren dieser Geschichte sind sehr liebevoll beschrieben und die Zeichnungen ergänzen die Erzählung wunderbar. Alle Elemente sind vertreten, es gibt Spannung, Abenteuer, Fantasie und Gefühle. Aber das Ende der Geschichte gefiel mir nicht so gut. Ohne hier zu viel zu verraten, ging es mir dann doch etwas zu plötzlich mit der Lösung. Warum die Elfen und die Zwölfen Probleme miteinander haben wird wohl auch erst im nächsten Band geklärt werden. Trotz dieses kleinen Mankos lohnt sich das Buch als Vorlesebuch und zum Selberlesen für gute Leser.

    Dagmar Mägdefrau

  • AnyBody – Dick & dünn & Haut & Haar: das große Abc von unserem Körper-Zuhause

    AnyBody – Dick & dünn & Haut & Haar: das große Abc von unserem Körper-Zuhause

    Katharina von der Gathen

    Anke Kuhl

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Buch hat einen Umschlag und in der Ecke steht „Mach dieses Buch nackig“ eine witzige Aufforderung. Die Sprechblasen im Einband sind aus einer anonymen Online-Umfrage ausgewählt worden. Einige sprechen eine direkt an, anders machen nachdenklich.

    Es folgt ein ungewöhnliches Inhaltsverzeichnis, sortiert nach „So sehe ich aus“, „Körpergefühle“ oder „Was wir tun“ sind Begriffe untergeordnet. So findet man „Nackt sein“ auf Seite 55 und Gemeinheiten auf Seite 23.

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    Ein Vorwort erklärt, warum das Buch einen englischen Namen hat. Da ich kein Freund englischer Titel bin, fand ich das sehr überzeugend.
    Und dann geht es los mit „Alt sein“ das Kapitel, da ich mich da schon sehr gut auskenne, kann ich mich mit dem Text identifizieren. Am Rande gibt es noch einen Wissenshinweis „Schon gewusst?“ erfahre ich, warum ich kleiner wurde. Zu „Berührung“ gibt es eine kleine gezeichnete Aufstellung von (angenehmen) Berührungen. 

    Die nächste Doppelseite zeigt eine Großfamilie mit der Überschrift „Familientreffen 1992“. 
    Es folgen noch drei solcher Bilder aus verschiedenen Jahrgängen. Nach Überschriften wie Brüste, Divers, Eitelkeit zeigt eine Doppelseite Bilder von Schimpfwörtern, wie Elefantenarsch, Presswurst und dicke Schnecke. Das Thema Hässlich gefiel mir besonders gut. Ein längeres Kapitel befasst sich mit „Haar und Haut“. Körperflüssigkeiten war wieder sehr informativ. 40.000 Liter Spucke, da muss man ganz schön schlucken. Auch Körpersprache wird durch anschauliche Bilder ergänzt. Bei Komplimenten wurde ich sehr nachdenklich, vielleicht sollte ich öfter welche machen. Ein paar schöne Beispiel bietet der Comic der nächsten Seite. Auch zum Thema „Nackt sein“ gibt es zwei tolle Bilder, oben eine Szene vielen unterschiedlichen Menschen auf einem Bürgersteig, unten dieselben Leute ohne Kleidung. Was man nicht alles machte, um schön zu sein, Zähne feilen oder Füße abbinden, wie wird sich das wohl weiterentwickeln? Sehen wir bald alle gleich aus?

    Was würden wir uns von der Fee wünschen, wenn wir uns verändern könnten? Selbstzweifel, Trans Kinder und die Veränderungen unserer Körper sind einiger der nächsten Kapitel. 

    Dann folgt ein Fragebogen mit einigen sehr intimen Fragen. Dann kann man eine Körperkontur mit Farbe füllen, Rot bedeutet „Diese Stelle ist etwas ungewöhnlich“.

    Das Buch steckt voller Wissen und es macht richtig Spaß es anzuschauen und durchzulesen. Ein besonderes Körperlexikon, dass keinen Begriff auslässt.
    Den Autorinnen ist mit diesem Buch wieder eine herrliche Mischung aus humorvollen Bildern und einfühlsam formulierten Informationen gelungen. 

  • Fußballprofi – Fußball, Champions und Europa

    Fußballprofi – Fußball, Champions und Europa

    Andreas Schlüter

    Irene Margil

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Niklas, dessen Werdegang schon in einigen Fußballbüchern des Autorenduos beschrieben wurde, wird in das Kader der U14 berufen. Zum Probespiel fährt er mit seinem Opa, der ihn mit einem Paar neuer Fußballschuhe überrascht. In München trifft Niklas auf einiger Jungen, die er schon aus seinen Spielen mit der U12 kennt. Einiger der Jungen spielen schon in der Jugend von Bundesliga-Mannschaften. Leider ist diesmal sein Mannschaftskamerad aus Hamburg mit dabei.

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    Freddy ist ein dummdreistes Großmaul, der gerne Intrigen spinnt. Doch die anderen haben ihn durchschaut und oft genug nehmen sie ihn hoch. 
    Niklas gehört bis auf einen verletzungsbedingenden Ausfall immer zur Startelf und die Mannschaft bereist ganz Europa. Es beginnt in Rom, geht über die britischen Inseln und Bilbao bis in den Osten zuletzt sogar nach Baku. 

    Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Information über die Stadt und das Stadion. So wird in Dublin nicht nur Fußball, sondern auch Rugby gespielt und die Allianzarena verfügt über 75.021 Plätze. Überhaupt ist das Buch gepickt mit Informationen rund um den Fußball.
    Niklas ist ein liebenswerter Junge, der sich bemüht alles richtig zu machen und keinem weh zu tun. Er muss aber auch feststellen, dass er sich manchmal mehr durchsetzen muss. 
    Da seine schulischen Erfolge nicht besonders gut sind, muss er viel mit seiner Freundin Nele üben, wie schön, dass sein Englisch sich durch die vielen Gespräche mit den ausländischen Mitspielern verbessert hat. 
    Niklas ist ein ganz normaler Dreizehnjähriger, der ein besonderes Talent besitzt. Er ist flink und kann die Situation gut einschätzen, das macht ihn zu einem guten Teamplayer. Ich bin gespannt, wie seine Kariere weitergeht und ob sein Wunsch eine Profilaufbahn einzuschlagen Wirklichkeit wird. In diesem Buch sind wir bei einem Schritt dorthin dabei und erleben Spieleralltag, Freundschaft und spannende Spiele.

    Dagmar Mägdefrau

  • Elektrische Fische

    Elektrische Fische

    Susan Kreller

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Ich lese meist sehr schnell und überlese dabei einiges, aber dieses Buch hat so viel schöne Sätze und Formulierungen, dass ich es ganz genüsslich gelesen habe. Susann Kreller schreibt Sätze wie „Ich bin in einem Deutsch gelandet, in dem ich mich immer wieder verlaufe.“ „…, dass man mit Heimweh immer alleine ist, Heimweh ist ein winziger Raum,…“

    Emmas Mutter ist als junge Frau aus Mecklenburg nach Dublin gekommen, hat geheiratet und drei Kinder bekommen. Nach der Geburt jetzt siebenjährigen Aoife weiß sie, dass die Ehe mit ihrem ständig betrunkenen Mann keine Zukunft hat.

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    Jetzt wagt sie den Schritt und fährt zu ihren Eltern zurück. In dem kleinen Dorf ist alles anders, als es die Kinder gewohnt sind. Die Großeltern und die Mutter schweigen, der Raum in dem kleinen Haus ist knapp. Aoife spricht nach einem Vorfall in der Schule nicht mehr, der große Bruder versucht sich mit der Dorfjugend anzufreunden und Emma trifft auf Levin. Einen Mitschüler dessen Mutter sich mit elektrischen Fischen auskennt, die aber psychische Probleme hat. 
    Emma will hier nicht bleiben und Levin entwickelt für sie einen Plan, wie sie nach Dublin zu den Großeltern flüchten könnte.

    Im Laufe der Geschichte erfahren wir einiges über Dublin und Irland und einiges über die DDR-Vergangenheit. Aber auch viel über Emmas Gefühle und ihr Ankommen in Deutschland. Ich hätte noch einige Fragen und wüsste gerne, wie es weitergeht, aber da ist meine Fantasie gefragt. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Anna darf bei Oma schlafen

    Anna darf bei Oma schlafen

    Regina Schwarz

    Catharina Westphal

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses Pappbilderbuch hat pro Doppelseite einen Vierzeiler, die Reime sind einfach und gut verständlich. Die Bilder klar gezeichnet mit Details, die es zu suchen und zu benennen gilt. Mama bringt Anna zur Oma, die beiden spielen im Garten verstecken, dann werden Pfannekuchen gebacken und gegessen.

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    Anna geht dann in die Wanne und schläft nach der Gute-Nacht-Geschichte ein. Am nächsten Morgen wird sie vom Papa abgeholt. 

    Eine einfache Geschichte, aber sicher eine Unterstützung, wenn es heiß „… darf bei Oma schlafen“

    Dagmar Mägdefrau

  • Die kleine Hummel baut ihr Nest

    Die kleine Hummel baut ihr Nest

    Stefan Casta

    Maj Fagerberg

    Sauerländer

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem weißen Cover sind schon einige niedliche Hummeln mit menschlichen Gesichtern zu sehen. Der Einband vorne und hinten zeigt uns einige Pflanzen, die die Hummeln mögen. 
    Zu Beginn des Buches liegt die kleine schlafende Hummel in einer kleinen Höhle unter der Erde. Im Frühling wird die wach und fliegt los und steuert auf einen Löwenzahn zu.

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    Sie ist auf der Suche nach einem Sommernest für ihren Nachwuchs. Dort fertigt sie aus Wachs ihre Töpfe, für Nahrung und für ihre Eier. Bald krabbeln die Arbeitshummeln aus den Töpfen und so entsteht eine Gemeinschaft um die Königin. Am Ende des Sommers paart sich die Königin wieder und überwintert in einem Erdloch. 

    Das Buch kommt mit wenigen Worten und wunderschönen Zeichnungen aus. Ich muss gestehen, dass ich kaum Ahnung vom Leben der kleinen pummeligen Hummeln hatte und dieses Buch veranschaulicht ihr Leben sehr gut. 

    Dagmar Mägdefrau