• Bleib noch eine Weile – 77 Geschichten vom großen und kleinen Riesen

    Bleib noch eine Weile – 77 Geschichten vom großen und kleinen Riesen

    Heinz Janisch

    Stefanie Pichler

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der Autor Heinz Janisch hat sich die Aufgabe gestellt an 77 aufeinanderfolgenden Tagen jeweils eine Geschichte zu schreiben. So entstand dieses Buch vom kleinen und großen Riesen. Auf dem Cover drehen uns die beiden den Rücken zu und schauen aufs Wasser.
    Dako, der kleine Riese hat ein „Lese-Sonntag-Gefühl“ und da kommt es ihm gerade recht, dass ein Buch aus dem Regal in seinen Schoß fällt. 
    Der große Riese Jonathan befürchtet, dass er kleiner wird, wenn er durch den Regen läuft, aber das Gegenteil ist der Fall. Als der Busfahrer mit dem leeren Bus bei Dako hält, bittet er ihn um Ruhe, da er die Stille fährt.
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    So berichten die Geschichten von den unterschiedlichsten Dingen und Situationen, da malt die Elfe Colfoy ein Herz auf den zugefrorenen See, weil sie in Jonathan verliebt ist, der Schmetterling Lia möchte ins Kino und die Katze Rem beobachtet, wie eine Wolke sich wie ein Spiegelbild verhält. 
    
    Die Geschichten sind oft nur ein paar Sätze lang, einige gehen über drei kurze Seiten, alle sind leicht zu lesen und tragen viel Poesie in sich. Jede Geschichte wird durch schöne Bilder vervollständigt, die die Erzählungen sehr gut ergänzen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Tierfreundschaften – Ein Buch voller überraschender Duos

    Tierfreundschaften – Ein Buch voller überraschender Duos

    Coco & June

    Verlag Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Am Anfang des Buches gibt es eine farbliche Aufteilung: So helfen die Tiere auf den grau unterlegten Seiten anderen Futter zu finden, rot bedeutet „Ich beschütze oder schlage Alarm“, grün „Ich hinterlasse Reste“, die Tiere der ockerfarbenen Seiten putzen und räumen auf und blau bedeutet „Ich bin voller schmackhafter Krabbeltiere“.
    Als erstes stellt sich der Büffel vor, seine Seite ist blau und die Frage ist „Weißt du, wer mich von den kleinen Quälgeistern befreit?“ 
    So lernen wir auf der nächsten Seite den Kuhreiher kennen, er putzt, in diesem Fall das Fell des Büffels.
    Zu beiden Tieren kann man kurze Texte lesen und einiges über das Duo erfahren.
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    Die jeweils dritte Seite zeigt uns die beiden Tiere, wie sie gemeinsam agieren. Auf einer grünen Seite finden wir den Wolf, bei der Suche nach Futter unterstützt ihn der Rabe, er zeigt dem Wolf, wo ein verletztes Tier gut zu jagen ist, und darf dafür die Reste essen, denn der Rabe ist ein Aasfresser. Die Seeanemone tarnt den Einsiedlerkrebs und die Zebramanguste reinigt dem Warzenschein das Fell. Silberdachs und Kojote jagen zusammen und die Ameise beschützt die Blattlaus vor den Marienkäfern und bekommt dafür Honigtau. Der Mistkäfer reinigt die Höhle der Erdmännchen vom Kot. 
    
    Auch die nicht genannten Tiere leben in Freundschaft zusammen und es lohnt sich, das Buch zu lesen und sich die tollen Bilder anzuschauen, denn es gibt so viel Interessantes dabei zu entdecken. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hippe Hexen und ihre zauberhaften Tiere

    Hippe Hexen und ihre zauberhaften Tiere

    April Suddendorf

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein kunterbuntes Cover mit einer Hexe vor einem großen Kessel mit vielen Tieren an ihrer Seite macht neugierig auf den Inhalt des Bilderbuches.
    Das erste lange Gedicht erklärt, dass Hexen meist ein Tier an ihrer Seite haben. So sitzt zunächst ein dickes rosa Schwein in der Wanne und wird von Helene gewaschen. Aber sonst sitzt das Schwein in Büro und macht die Steuererklärung. 
    Priya hält eine Schlange, weil sie das Gift zum Brauen ihres Hexentranks benötigt. Ein Makake ist vielseitig zu verwenden. 
    Auf der nächsten Seite heißt es „Das Hexenzeug in Sack und Pack trägt für Wu deshalb der YAK.“ Mäuschen, ein Schuppentier, ein Bär und eine Schar Gänse sind die nächsten Mitbewohner der Hexen.
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    Ein Papagei als Sekretär kann ich mir gut vorstellen. Nachdem Morganas Hand von einem Hai erwischt wurde, trägt sie einen Harken, wie ein Pirat und bekommt Hilfe von einem Krebs. Würmer helfen im Garten und Daisy hat ein Schaf. Die Waschbären halten alles sauber und die tätowierte Joana nutzt den Eichhörnchenschwanz zum Staub entfernen. Nach Schildkröte und Giraffe, stellt uns die letzte Hexe in der Ich-Form ihren Hund vor.
    
    Auf den Bildern ist viel zu entdecken und die gereimten Texte sind meist sehr kurz und witzig. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Pony zuviel?

    Ein Pony zuviel?

    Barbara Peters

    Heike Wiechmann

    Monika Fuchs

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Malte kommt mit seinem Traktor angefahren und der verträumte Brillenträger Luis muss erst von der sportlichen Flipp auf ihn aufmerksam gemacht werden. Als letztes der Viererbande kommt Greta, ihre Mutter hat einen Ponyhof und zurzeit einige Sorgen. 
    Sie Freund*innen überlegen, was sie in den Ferien machen könnten, doch alle Vorschläge finden keinen Anklang. Bei Fußballspielen ist Flipp einfach zu sehr im Vorteil und mit dem Trecker sind sie schon im letzten Jahr täglich gefahren. Am Ende kann Luis mit einem Pool und viel Eis im Kühlschrank die anderen Drei überzeugen zu ihm zu kommen. 
    Flipp wundert sich, dass das schwarze Pony namens Rabe so struppig geworden ist, aber Greta meint, dass Rabe völlig gesund sei und auch sein Fell glänzen würde.
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    Aber welches kleine Pony hat Flipp da wohl gesehen?
    Vier sehr unterschiedliche Kinder sind da gemeinsam unterwegs. Flipp, die hervorragend Fußball spielt und auch sonst sehr sportlich ist, der zu lang geratene Luis, dessen Eltern ihn mit der englischen Haushälterin allein lassen, der wortkarge Bauernsohn Malte und Greta, die sich Sorgen macht, ob ihre Mutter den Ponyhof halten kann. Die Kinder ergänzen sich hervorragend und so machen sie sich auf, um den Dieb zu finden, der beim cholerischen Nachbarn Futter gestohlen hat.
    
    Ein sehr realistischer kleiner Kinderkrimi, mit Spannung und einer schönen Lösung. Gut zu lesen und zu verstehen, mit schönen Bildern illustriert. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Meine Hose ist weg

    Meine Hose ist weg

    Christine Neumann-Villemin

    Quentin Gréban

    Insel

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Da steht er unser kleiner Koala mit seiner Herzchen-Unterhose zwischen den Schreibpulten und schaut uns verzweifelt an. 
    Nach der Schwimmstunde kann Nikoala seine Hose nicht wiederfinden. Also nutzt er einen Regenschirm als Sichtschutz und macht sich auf den weg zur Schule. 
    Als seine Freunde ihn im Bus einladen mit ihnen den Autos zu winken, muss er ablehnen, weil er seine Hände nicht frei hat. Auf dem Schulhof setzt er sich schnell auf eine Bank und nimmt seinen Ranzen auf den Schoss, deshalb kann er auch nicht Fußball spielen. Obwohl er die Aufgabe lösen kann, traut er sich nicht an die Tafel, dann sähen ja alle seine Unterhose.
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    Aber ganz besonders schlimm ist es, dass er seinem Schwarm, der Pandanna nicht helfen kann und mit ansehen muss, wie sie sich bei Nashorst einharkt. Aber leider muss unser kleiner Koala zwei Bücher vor seine Unterhose halten. Doch dann geschieht ein Unglück und Nikoala wird zum Helden. 
    
    Mich begeistern besonders die wunderschönen Bilder, alle Personen werden durch die unterschiedlichsten Tiere dargestellt. Sie sind alle bekleidet und zeigen eine sehr einfühlsame Mimik. Besonders die Scham des Koalas ist sehr gut nach zu empfinden. 
    Ein liebevolles Bilderbuch mit einem nicht zu langen Text, der sich sehr gut zum Vorlesen eignet.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Eichhörnchen und der verlorene Schatz

    Das Eichhörnchen und der verlorene Schatz

    Coralie Bickford-Smith

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch hat einen Leineneinband und wirkt dadurch sehr edel. 
    Alle Bilder sind in einer besonderen Technik erstellt, es handelt sich wohl bei einigen um Drucke, die Farben beschränken sich auf schwarz, grün und verschiedene orange und rote Töne.  So sehen wir auf rotem Untergrund stilisierte Eichenbäume darauf ein einzelner Satz. Man muss schon genau hinsehen, um das kleine Eichhörnchen zu finden. Schwarz-weiß sehen wir viele Eichhörnchen „Ein Rascheln, Schnüffeln, Knabbern.“ Dann lernen wir unser Eichhörnchen genauer kenne, orange hebt es sich vom Hintergrund ab. Dann auf einer Doppelseite eine orangene riesige Eichel. Sofort sichert sich das Eichhörnchen „den glänzenden Schatz“ und sucht ein gutes Versteck.
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    Zwischen den herbstlichen Bäumen muss man den Worten folgen, um einen Satz zu bilden. Dann ist der perfekte Platz gefunden „Hier würde seine Eichel sicher sein.“
    Wir können uns schon vorstellen, was mit der Eichel geschieht, denn im nächsten Jahr findet das Eichhörnchen sie nicht wieder, dafür sehen wir auf der Lichtung einen kleinen Spross.
    
    Der Text besteht aus kurzen einfachen, aber doch poetischen Sätzen, die man oft in den Bildern suchen muss. Die Geschichte ist nicht neu, aber auf eine besonders Weise erzählt, dazu kommt die künstlerische Gestaltung, die mich sehr beeindruckt hat. 
    Ein wunderschön gestaltetes Buch, dass sich sicher auch als Geschenk für Erwachsenen eignet. Denn es vermittelt auch die Hoffnung, dass es immer neues Wachstum gibt. Danke kleines Eichhörnchen!
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Schiffe – Vom Ruderboot bis zur Autofähre

    Schiffe – Vom Ruderboot bis zur Autofähre

    Maria Brzozowska

    DK

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Mit „Setze die Segel!“ beginnt dieses Bildersachbuch über Schiffe. Ich wusste nicht, dass es moderne Kreuzfahrschiffe gibt, die auch mit Segeln ausgestattet sind. Man muss das Buch hochkant nehmen, um die „Bestandteile eines Schiffes“ gut sehen zu können. Danach geht es um die Rettung auf See. 
    Fischerboote sehen sehr verschieden aus. Nach dem idyllischen Fischereihafen geht es um „harte Arbeit.“ 
    Danach wird gerudert und weiter geht es auf einem Kanal und auf einer Fähre. Spaß macht das aufblasbare Schwimmtier in Form eines Flamingos oder auch das Stand-up-Paddling oder viele andere Sachen.
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    Unsichtbar sind die U-Boote, aber hier im Buch kann man sie sich anschauen, genauso wie die Kriegsschiffe. Danach gibt es „Schwimmende Tatsachen“ und ein Suchspiel.
    
    Kurzweilige, kleine Texte und viele schöne Bilder zeichnen dieses Sachbuch für Kinder aus. Sicher kann man sich danach einige Schiffe in natura ansehen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der stibitzte Schlaf

    Der stibitzte Schlaf

    Anete Melece

    Kunstmann

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Obwohl es schon dunkel ist, liegt das kleine Mädchen immer noch wach im Bett. Die Beine hoch und auf den Füßen balanciert sie einen Regenbogen. 
    Zu Beginn der Geschichte gibt Mama Stelle einen Kuss, sie ist eilig, weil sie noch arbeiten muss. Papa liest Stella in ihrem Rosa/pinken Zimmer vor. Die Zahl der Bücher wird immer größer. Doch auch nach dem neunten Buch ist Stella nicht müde. Da ruft Papa beim „Schlaflieferservice“ an und erfährt, dass der Schlaf bereits geliefert wurde. 
    Stella ruft die Detektive, nämlich drei ihrer Schmusetiere. Sie befragen sofort alle Bewohner des Kinderzimmers, doch keiner von ihnen schläft. 
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    Da der Täter in der Wohnung sein muss, werden auch alle anderen Räume durchsucht, kurzfristig wird der Staubsauger verdächtigt und dann bleibt nur noch Mama im Büro zu stören.
    
    Eine fröhliche Gute-Nacht-Geschichte bei der der Schlaf geliefert wird. Der Vorgang des Lieferns ist den Kindern sicher vertraut, denn was wird zurzeit nicht alles geliefert. Diese Geschichte wird humorvoll erzählt und kommt gut bei den kleinen Zuhörerinnen und Zuhörern an.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • The Stars we reach – Emerald Bay Teil 1

    The Stars we reach – Emerald Bay Teil 1

    Lorena Schäfer

    One

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Im ersten Teil der Emerald-Bay-Triologie bringt uns die 19-Jährige Ivy an die atemberaubende australische Küste von Emerald Bay. Nach ihrer Trennung von ihrem Ex-Freund, wegen dem sie sich in Deutschland ein Jahr durch einen  BWL-Studiengang quälte, will sie endlich ihren Leben leben und möchte sich nie wieder von einem Mann aufhalten lassen - auch wenn ihr neuer Mitbewohner Taylor sich als attraktiver und sympathischer Surfer-Boy entpuppt. Obwohl die beiden sich auf Anhieb bestens verstehen, halten sie an ihrer Vereinbarung fest: Freundschaft ja, aber alles andere ist ausgeschlossen. Doch wie sollen sie ihre aufkeimenden Gefühle unterdrücken, wenn Taylor Ivy in ihren Träumen unterstützt und Ivy Taylor in einer schweren Zeit beisteht?
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    In der Beschreibung wird von einer From-Strangers-to-Lovers-Geschichte gesprochen, die der Entwicklung ihrer Beziehung nicht gerecht wird. Ihre Verbindung beginnt mit einer tiefen Freundschaft, was ihre Gefühle authentisch und glaubwürdig macht. Hier verliebt sich niemand über Nacht, alles entwickelt sich langsam. Erst kommen die Gefühle, dann die bedeutungsvollen Worte und schließlich die wohlüberlegten Entscheidungen - ein Ansatz, den ich äußerst gelungen finde. Die Geschichte dreht sich nicht nur um ihre Beziehung, nebenbei knüpft Ivy auch andere Freundschaften und entdeckt, wie sie sich ihre Zukunft vorstellt und lebt ihre Liebe zum Kochen aus.
     All das spielt sich vor dem bezaubernden Hintergrund der sommerlichen Umgebung Australiens ab, die immenses Fernweh hervorruft.
    
    Dass Ivy tatsächlich „schon immer” nach Australien wollte, kaufe ich ihr nicht unbedingt ab, dazu war sie mir zu verwundert über den australischen Sport, das Fahren auf der anderen Straßenseite und auch die Möglichkeit, Schlangen und Spinnen zu sehen. Allerdings wird so vermutlich jede*r abgeholt, auch jene, die keine Kenntnisse über Australien haben.
    Eine süße Geschichte, die einem zumindest zeitweise den Aufenthalt in Australien inklusive jugendlicher Romanze ermöglicht, auch ganz ohne echtes Flugticket.
    
    Raphaela Brosseron
  • Grimm und Möhrchen – Ein Möhrchen im Gemüsebett

    Grimm und Möhrchen – Ein Möhrchen im Gemüsebett

    Stephanie Schneider

    Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nach drei wundervollen immer wieder gerne gelesenen Kinderbüchern mit einem längeren Text, kommt der kleine Zesel jetzt als Bilderbuch daher.
    Schon das Cover sieht so gemütlich aus, dieses Bett mit den vielen Unterlagen und dem Baldachin einfach traumschön.
    Den Text des Liedes „ich bin heut ein Kuscheltier“ finden wir hinten und vorne im Buch, mit dem QR-Code kann man sich das Lied auch gleich anhören. Ich finde es etwas lahm, aber es soll ja auch ein Schlaflied sein. 
    Auf der ersten Seite können wir noch einige Informationen zu Möhrchen nachlesen und wir erfahren, dass der kleine Zesel Gemüse liebt. Deshalb geht es auf der nächsten Seite in den Garten.
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    Jedes kleine Detail erzählt uns was und der Strandkorb mit Tee und Kuchen, wer möchte da nicht gerne drin sitzen? Dann geht’s ins Bett, d.h. Möhrchen legt sich in seinen praktischen Koffer. Doch trotz der Abendroutine können die beiden nicht schlafen. Sie müssen noch ein Buch holen, weil sie eine Gutenachgeschichte lesen wollen. Ihre Wahl fällt auf „Die Prinzessin auf der Erbse“. Da ist es kein Wunder, dass Möhrchen sich auch so ein Bett wünscht. Also werden alle weichen Unterlagen geholt und im Bett aufgestapelt. Auf der Seite können wir das Holen der einzelnen Teile genau nachvollziehen. Um dann das Ergebnis zu bewundern, müssen wir das Buch hochkant halten. Grimm ist schon eingeschlafen, da fällt dem Zesel ein, dass sie noch etwas vergessen haben.
    
    Ich muss zugeben, dass ich nicht objektiv sein kann, weil ich den kleinen grauen Kerl einfach so gerne mag und ich mich freue, dass mit diesem Buch auch etwas kleinere Kinder angesprochen werden, die sich freuen werden, so ungewöhnliches Tier kennenzulernen. 
    
    Neben den wunderschönen Bildern, die den Zesel so lebendig darstellen, ist das Lesen des Textes ein echter Genuss. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin (d)ein Buch, wickle mich aus!

    Ich bin (d)ein Buch, wickle mich aus!

    Katja Frixe

    Tessa Rath

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Das ist ja mal wirklich ein spaßiges Buch. Mit 7 kann man es sicher schon sehr gut allein lesen, zumal sich der Schwierigkeitsgrad steigert und das lesende Kind immer wieder sehr schön gelobt wird. Zudem gibt es ganz viele lustige Bilder und manchmal muss das Kind helfend einschreiten.
    Zuerst muss man das Buch von den Spinnweben befreien, warum das so ist, erklärt sich am Ende des Buches. Das Buch lebt mit einer kleinen Spinne namens Isi zusammen und die beiden ergänzen sich wirklich sehr gut.
    Da liegen die beiden zusammen mit einer Gummispinne in einem Geschenkekarton, wo man Dinge für einen Kindergeburtstag aussuchen und kaufen kann.
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    Obwohl Flo, das Geburtstagskind nicht gerne liest, entscheidet Lillis Mutter sich für das Buch. So kommt es, dass Flo sehr enttäuscht über das Geschenk ist. Doch da schreitet das Buch ein und gemeinsam mit Isi schafft es die Kinder vom Fernseher wegzulocken. Mit Isi Hilfe kann es mit dem Buchstaben A Luftballons zum Platzen bringen. Darum geht die Bitte den das lesende Kind neue As ins Buch zu schreiben.
    
    Das Buch und es ist diesmal wirklich das Buch (hihi) hat tolle Ideen und wenn auch manchmal etwas schief geht, so zählt das Ergebnis und das lautet „Flo liest!!!“
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der Junge im Rock

    Der Junge im Rock

    Kerstin Brichzin

    Igor Kuprin

    minedition

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Kimi Siegel

    Auf dem Cover sitz der Junge mit seinem grünen weiten geblümten Rock auf seinem Rad.
    Seine dünnen nackten Beine treten feste in die Pedale. 
    Der Junge heißt Felix und er mag Röcke. „Er mag die weiten, die sich wie ein Teller drehen.“ Da bekommen seine Beine Luft. So steht er im Kleid zwischen anderen Rockträgerinnen. Bevor er in den Kindergarten geht, borgt er sich ein Kleid bei seiner Schwester, die meint, er brauche eigene Röcke. So geht Mama mit ihm in ein Geschäft und trifft dort auf das Unverständnis der Verkäuferin, als ihr klar wird, dass Felix kein Mädchen ist.
    Dann zieht die Familie in eine kleine Stadt und Felix geht in einen neuen Kindergarten.
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    Als Felix dort mit seinem roten Rock auftaucht, meinen die Kinder „Echte Jungs ziehen Hosen an.“ Und spielen nicht mehr mit ihm. Auch die Eltern tuscheln und finden das unanständig. Felix fühlt sich toll in seinem Rock und kann das alles nicht verstehen, er bittet seinen Vater um Hilfe. Der kauft sich dann auch einen Rock und es kommt zu einer lustigen Begegnung mit einer Frau, die sich ganz besonders darüber aufregt. An Papas Hand geht es dann wieder in den Kindergarten und Felix kann die Kinder überzeugen, dass alle alles tragen können. 
    
    Felix hat kein Problem mit seinem Geschlecht, der ist gerne ein Junge, aber er trägt einfach gerne Röcke und warum erklärt ganz genau. Leider ist die Lösung mit dem Papa nicht ganz neu, denn in dem Bilderbuch „Mein Schatten ist pink“ hat der Vater dieselbe Lösung parat.
    
    Ob die Reaktion der anderen in der Stadt anders ausfallen würde, möchte ich dahingestellt lassen. Ich befürchte nur, dass die Lösung nicht ganz so einfach sein wird, auch wenn in andere Kulturkreisen Männer durchaus sowas wie einen Rock tragen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Flora und der Bär im Zauberwald

    Flora und der Bär im Zauberwald

    Olga Strobel

    Karibu

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt den Bären mit der kleinen Flora auf seinem Rücken. Die beiden sind in der Dämmerung unterwegs und wir sehen die Laterne des Bären und Floras Zauberstab leuchten.
    Bei Vollmond sitzt der Bär einsam am Lagerfeuer und brät einen Fisch. Als er „an einem sonnigen Herbsttag durch den Wald streift“, findet er Flora in ihrem Zelt. Sie ist, seit ihre Eltern fort sind, allein. (Meine Enkelin würde an dieser Stelle in Tränen ausbrechen und wäre nicht zu trösten.) Die Beiden freunden sich an und unternehmen viel zusammen. Auch als es Zeit für den Winterschlaf wird, bleibt der Bär bei Flora und die beiden sitzen am alten Ofen und trinken Schokolade.
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    Doch eines Tages ist Flora verschwunden, der Bär sucht sie überall. Die Eule Agata vermutet, dass sie im Zauberwald von der bösen Hexe gefangen wird. 
    Trotz ihrer Angst machen sich die Tiere auf Flora zu suchen. Zum Glück begegnet ihnen ein kleiner Wichtel, der ihnen seine Hilfe anbietet.
    
    Eine spannende Geschichte wird da in diesem Bilderbuch erzählt und die zuhörenden Kinder müssen schon ein wenig tapfer sein, wenn sie bis zum Ende durchhalten wollen. Denn natürlich geht die Geschichte gut aus, weil Flora eine tapfere kleine Hexe oder Fee ist.
    Mir haben die Bilder sehr gut gefallen, sie sind schön gezeichnet und wirken fast dreidimensional. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wie ist das mit dem Krebs?

    Wie ist das mit dem Krebs?

    Dr. Sarah Herlofsen

    Dagmar Geisler

    Gabriel

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Im Vorwort beschreibt Cornelia Scheel, wie schwer es für sie war, ihre Mutter durch Krebs zu verlieren.  Besonders belastend fand sie es, dass darüber nicht gesprochen wurde, dass sie sich niemandem anvertrauen konnte. 
    Dr. Sarah Herlofsen, die in Norwegen in der klinischen Stammzellforschung arbeitet und selbst vier Kinder hat, hat durch eigene Erfahrungen in der Familie ebenfalls dieses Schweigen besonders gegenüber Kindern erlebt. Das hat zu diesem wichtigen Buch geführt. Krankheit und Tod sind Themen, die man lieber nicht so nah an Kinder herankommen lassen möchte, aber sie gehören nun mal, so traurig es ist,  zu unserem Leben.
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    Wenn immer nur hinter dem Rücken der Kinder getuschelt wird, machen sie sich noch mehr Sorgen und Gedanken, deshalb muss man den Kindern altersgerecht die Situation erklären.
    Wichtig ist vor allem, dass keiner Schuld am Krebs hat und die Krankheit auch nicht ansteckend ist.
    Wie man Krebs erkennen kann und wie versucht wird, ihn zu bekämpfen, wird sehr einfach beschrieben. Dass es sich bei Krebszellen um eigene Zellen handelt, die sich anders benehmen und uns schaden, ist hier leicht verständlich. Krebszellen müssen entfern werden wie das Unkraut im Garten, das das Wachstum der anderen Pflanzen hemmt.
    Neben diesen sachlichen Erklärungen gibt es Kapitel, die kursiv gedruckt wurden,  und die sich mit den Gefühlen der Erkrankten oder der Angehörigen/Freund*innen befassen. Da wird auch das Thema Tod nicht ausgespart.
    
    Ein wichtiges Buch, das uns Anregungen und Tipps gibt, wie wir Kindern Krebs erklären können. Es wäre schön, wenn es in Arztpraxen und Krankenhäuser ausläge.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Klassenfahrt außer Kontrolle

    Klassenfahrt außer Kontrolle

    Anja Janotta

    Gulliver

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Vor mir liegt ein dünnes Buch, auf dem Cover klebt ein Sticker „Super lesbar“ und das ist das Buch auch mit seinen 16 Kapiteln auf 80 Seiten in großer Schrift.
    Darum ist es um so erstaunlicher, dass in dem Buch so viel Spannendes und Aufreibendes geschieht. 
    Die Klasse 6 G (G wie gemein) macht einen Ausflug mit ihrem Lehrer und einer jungen Referendarin. Rubio hat im Vorfeld einige Memes (das sind kleine humorvolle Beiträge im Internet, ich musste auch erst nachsehen) erstellt. So lautet der Spruch für den Lehrer „Schlecht -Schlechter-Wächter“. 
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    Selma, die uns diese Geschichte erzählt, stellt uns zunächst Erwin vor, Erwin so hat sie ihre Angst genannt, die sie sprachlos sein lässt. Sie berichtet von ihren Mitschüler*innen, die sich meist wie Gegner benehmen. Viele sind falsch gekleidet und niemand hat Lust auf diese Wanderung. Nach einiger Zeit tritt der Lehrer falsch auf und er macht sich auf den Rückweg und übergibt der unerfahrenen Frau Evers die Leitung der Klasse. 
    Als dann, wie in den Bergen oft geschieht das Wetter schlechter wird, stellen sich die Stärken und Schwächen der Kids heraus.
    
    Dasa Buch ist nicht nur super lesbar, es ist auch super zu lesen. Eine gut erzählte Geschichte, die zeigt, wenn es darauf ankommt können auch Schwache Stärke zeigen.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    Selma ist aufgrund ihrer Panikattacken eher ruhig und vermeidet es aufzufallen. Als ihre Klasse bei einem Wanderausflug in den Bergen in Gefahr gerät, muss sie sich ihrer Panik stellen. Eigentlich ist die 6g, von der Selma sich sicher ist, dass das “g” für grässlich steht, mit zwei Lehrer*innen unterwegs.
    Der unsympathische Herr Wächter überlässt die Klasse frühzeitig der jungen Lehrerin, nachdem er allen Schülerinnen und Schülern die Handys abgenommen hat. Alle Umstände scheinen darauf hinzudeuten, dass die Situation gefährlicher wird, und tatsächlich gerät die Klasse in ein heftiges Unwetter. Nun sind sie gezwungen, zusammenzuhalten und sich gemeinsam durch die Schwierigkeiten zu kämpfen. Besonders diejenigen, die normalerweise nicht zu den "Coolen" gehören, können hier ihre Stärken beweisen. Der Wanderausflug, der eigentlich als Teambuilding gedacht war, erfüllt seinen Zweck auf unerwartete Weise.
    Diese charmante und zugleich abenteuerliche Geschichte, die keineswegs unrealistisch ist, bietet Lösungen für viele Probleme, auch solche, die nichts mit dem Unwetter zu tun haben. 
    Die klare Gliederung in Absätze und die flüssige Erzählweise machen das Buch leicht lesbar und könnten es zu einer idealen Lektüre für den Unterricht machen.
    
    Raphaela Brosseron
  • Mein großes Müllauto-Spielebuch

    Mein großes Müllauto-Spielebuch

    Franziska Jaekel

    Niklas Bower

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Die Müllabfuhr begeistert die meisten Kinder, egal ob Junge oder Mädchen. Dieses große Pappbilderbuch mit Klappen und Schiebern zeigt die Arbeit der Müllabfuhrsehr genau.
    Auf dem Cover sind die David und Jana zu sehen, die die Tonnen auf den Wagen leeren. 
    Es folgt einen Straßenszene, da steht außer dem Müllwagen noch der Wagen, der die Glascontainer leert. Der Bürgersteig wird gefegt und die Straßenkehrmaschine säubert die Straße. Durch Klappen wird die Mülltonne in den Lastergekippt und das Glas entleert. Die Straßenkehrmaschine kann hin und her fahren. 
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    Dann sehen wir, was mit dem Restmüll geschieht. Der Müllwagen bringt den Müll in die Müllverbrennungsanlage und ein großer Kran wirft den Müll ins Feuer. Den Ablauf kann man mittels Klappen nachvollziehen und am Ende bleibt Schlacke für den Straßenbau. 
    „Wie wird der Müll sortiert“ zeigt die unterschiedlichen Tonnen und ihren Inhalt, aber auch das Häufchen von Bello muss entsorgt werden. Auf dem Werkstoffhof kann man den Müll wegwerfen, der bislang nicht erwähnt wurde. Ein Schieber leert den Grünschnitt aus dem Kofferraum. Dann ist „Tag der offenen Tür“ und den Kindern wird vieles zum Müll erklärt. An der Tafel kann man durch Drehen nochmal etwas zum Thema anschauen. 
    
    Jede Seite hat einen kurzen Text und kleine erklärende Sätze an den Gegenständen und Personen. 
    Wenn wir beim nächsten Mal mit den Kindern beim Müllwagen stehen und beobachten, was da geschieht, wissen wir, was dann mit dem Müll gemacht wird.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Willy Werkels Werkzeug

    Willy Werkels Werkzeug

    George Johansson

    Jens Ahlborn

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt Willy Werkel und seinen Hund Buffa, die beiden waren eine ganze Zeit lang unterwegs und freuen sich auf ihr zu Hause. Doch leider hat der Sturm schon einiges am Haus beschädigt, das muss Willy reparieren. Aber leider hat er seine Werkstatt verlassen, ohne vorher aufzuräumen. Deshalb muss er das jetzt machen, denn alle seine Werkzeuge liegen wild durcheinander. 
    Zunächst stellt Willy uns den Hammer vor, „er muss eine gute Balance haben, wie ein Balletttänzer.“ Es folgen die Zangen und der Schraubenzieher. „Nageln ist gut. Schrauben ist oft besser.“
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    Der Universalschlüssel, auch Engländer genannt, nutzt das Drehmoment aus. Wie wird genau erklärt. Der Kuhfuß dagegen wird als Hebel benutzt, so kann man auch schweres anheben. Die Axt ist ei Keil am Stil und für vieles nützlich. Zollstock und Bleistift gehören auch in Willys Werkstatt, ebenso wie Säge und Messer. Schraubzwinge und Hobel arbeiten oft zusammen und meist darf dann auch Sandpapier nicht fehlen. Aber Willy hat auch Maschinen, seine elektrische Bohrmaschine, den Akkuschrauber und die Kettensäge. Dann können wir sehen, wie aufgeräumt es in Willys Werkstatt aussieht und Willy kann endlich sein Haus für den Winter klar machen.
    
    Die einzelnen Werkzeuge werden von Willy sehr gut erklärt, dabei wendet er sich mit seinen Erklärungen an seinen Hund. Die Bilder zeigen realistisch die einzelnen Gegenstände und ihre Funktion. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der Wolfspelz

    Der Wolfspelz

    Sid Sharp

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Buch des Montas Oktober 23

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2024

    Der Titel ist einfach wunderschön gestaltet und zeigt das Schaf Bellwidder Rückwelzer mit seiner Wolfmaske. Er erwacht und möchte nach seinem Morgenritual in den Wald, doch hinter dem gelben Vorhang, der das Fenster verdeckt zeigt sich der Wald mit einem beängstigenden Schatten. „Bellwidder hatte große Angst vorm Wald“, doch er versucht sich selbst zu beruhigen und geht los um Beeren zu pflücken. Da hört er ein Geräusch und stellt sich vor, dass da Wölfe lauern. Schnell saust er ins Haus zurück. Doch dann hat er einen Plan, er näht sich ein Wolfskostüm und traut sich so unter die Wölfe.
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    Ich möchte das wunderschöne Ende nicht vorwegnehmen, deshalb verrate ich nicht mehr. 
    Außer vielleicht, dass es sich lohnt es selbst herauszufinden. 
    
    Das Buch erinnert an eine Graphic Novel, viele kleine Bilder haben auch keinen Text, was nicht das Verständnis schmälert. Die Bilder sind einfach gehalten und leicht stilisiert, sie zeigen aber alles ganz genau. Besonders die Angst des Schafes ist klar nachzuempfinden. Für mich hat dieses schöne Bilderbuch mit Lesebändchen das Potential zum Klassiker.
    
    Dagmar Mägdefrau