• Lina im Streichelzoo – Sach-Geschichten für Erstleser

    Lina im Streichelzoo – Sach-Geschichten für Erstleser

    DK Superleser!

    Verlagsempfehlung ab der 1. Klasse

    Mit dieser Reihe dünner Bücher spricht der Verlag ganz frische Leseanfänger an. Aufgrund der vielen Bilder eignet es sich aber auch für kleinere Kinder zum Vorlesen. Auf dem Cover sehen wir Lina, die ein Schaf umarmt. Im Buch begrüßt uns unter dem Titel ein Lamm. Bei dem Satz „Lina und ihre Freunde gehen in den Streichelzoo.“ Sind die Silben durch unterschiedliche Farben gekennzeichnet. Das erleichtert das Lesen. Auf jeder Seite gibt es unten eine Leiste auf der einige der besprochenen Tiere als kleine Abbildung zu sehen sind.
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    Hier gibt es die Aufforderung die Tiere zu benennen. Dann wird er müde Esel gestreichelt und neben dem Bild, das diesen Satz abbildet, sehen wir einen Esel, dessen Körperteile „Huf“ und „Ohr“ benannt werden. In der Leiste sehen wir unterschiedliche Esel und nochmals das Wort „Esel“. Bis es „Tschüss, Tiere!“ heiß, werden noch elf andere Tiere Z.B. Lama, Frosch, Ferkel und Kaninchen) besucht. Ich bin sicher, dass Leseanfänger mit diesem Buch einen echten Erfolg feiern können, das erste selbst gelesene Buch! Für die Bezeichnung Sachbuch finde ich die Informationen etwas einfach gehalten. Da bieten manche Pappbilderbücher mehr.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Floriane Blütenblatt und die kleinste Hexe der Welt

    Floriane Blütenblatt und die kleinste Hexe der Welt

    Ingrid Annel

    Silke Leffler

    Grätz

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Schon der erste Band von Floriane Blütenblatt in der sie Buchstaben in ihrem Garten gezüchtet hat, hat mir sehr gut gefallen. Auch dieser Band hat wundervolle, poetische Bilder, die bis ins Kleinste anzuschauen lohnt. 
    Floriane hat viele Gläser voller „wundersame Wundersamen“, wenn sie sie sät, weiß sie nicht, was daraus wächst. Es sind oft ganz neue Pflanzen, denen sie schön klingende Namen gibt, „Libellenwurz oder Knopfmütterchen.“ Ein Samenkorn ist allein in der Tüte mit dem Regenbogen und es schimmert in allen Farben.
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    Floriane muss viel Geduld haben, bis die Pflanze ihre Spitze aus der Erde streckt, bis sich Blätter und schließlich Schoten bilden. Floriane meint zuerst es handele sich um eine Erbse. Doch in der Schote befinden sich jeweils sieben Kugeln in unterschiedlichen Farben. Diesmal möchte Floriane auch gar nichts aus den Kugeln kochen, nein, sie packt sie in ein Glas und erfreut sich der schönen Farben, die wunderschön im Sonnenlicht funkeln. 
    Den ganzen Sommer über hat Floriane viel Arbeit in ihrem Garten, erst als es eine lange Zeit regnet, wird es ihr allein zu Hause langweilig. Wie schön, dass eine nasse kleine Gestalt an ihre Türe klopft. Catalina ist eine junge Hexe, die zum Erreichen eines eigenen Besens eine Prüfung bestehen muss. Die beiden kleinen Wesen werden schnell Freundinnen und natürlich kann Floriane helfen.
    
    Neben den schon erwähnten wunderschönen Bildern, ist diese Geschichte so liebevoll geschrieben, die Worte sind voller Poesie und man spürt beim Lesen die besondere Liebe mit der Floriane gestaltet wurde. Deshalb wird macht das Lesen dieses hübschen Buches glücklich. Diese heile blumenreiche Welt, in der Freundschaft mit einem Regenbogen „belohnt“ wird, ist einfach schön anzuschauen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Du & ich

    Du & ich

    Marta Abad Blay

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 0 Jahre

    Dieses kleine Pappbilderbuch kommt völlig ohne Worte aus. Das Cover zeigt grüne Berge und zwei Vögel, über denen ein Herz webt, umrahmt wird das Bild von zwei Bäumen.
    Hinter der weißen Wolke sieht man die Sonne und im Baum ist ein Nest zu erkennen. Im Nest liegt eine Ei, das, und dieser Vorgang wird zusätzlich vergrößert gezeigt, einen Riss bekommt „Knack!“ Schon sind die kleinen bunter Vögel unterwegs Zwei verbindet ein Herz, wie auf dem Cover und die schlafen, als der Mond über den Bäumen steht, im Nest.
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    Umrahmt von zwei Wolken steht der Mond am Himmel und wir sehen wieder ein Nest im Baum und darin ein Ei. Auf der Rückseite des Buches steht „Bei Tag und Nacht. Vom Anfang zum Neuanfang.“ Und genau das erzählt die Bildergeschichte.
    
    Ein ruhiges Buch mit wenig Farben, sehr schlicht gezeichnet und ohne Worte.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • L wie Liebe – Ein starkes Bilderbuch über Toleranz und Diversität

    L wie Liebe – Ein starkes Bilderbuch über Toleranz und Diversität

    Martin Baltscheit

    Sandra Brandstätter

    Kindermann Verlag

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    „Was ist eigentlich Liebe?“ diese Frage beantwortet dieses pinke Wort ziemlich ausführlich.
    „Anfangsliebe“ ist die Liebe der Eltern, aus der die kleine Protagonistin des Buches entstand. Sie saust auf einem Skatboard bis hoch in die Wolken. In „Erste große Liebe“ stellt sie sich vor, wie sie sich als Jugendliche in einen Jungen verliebt. Beide hüpfen Händchen haltend auf einem Trampolin. An der See geht es um „Familienliebe“ und in „Filmliebe“ geht es um den Onkel, der im Kino seine „Männerliebe“ kennengelernt hat.
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    Der Kiosk wird von zwei Frauen betrieben, die sich schon ewig kennen „Lebensliebe“. Nachdem Opa nicht mehr lebt, liebt Oma Merle das Kaninchen, also nach „Opaliebe“ folgt „Kaninchenliebe“. Beim Kreuzworträtsel wird das Motto des Buches gesucht. Auch wenn man Zitroneneis liebt, sollte man auch andere Sorten probieren. So will das Mädchen sich nicht auf ein Geschlecht festlegen und alles mal ausprobieren. Ein Prinz, der den Narr liebt, und die Prinzessin heiratet, bedeutet „heimliche Liebe“.  Aber vielleicht lieben sich auch alle drei? „Dreifachliebe“ gibt es auch, kann aber zu Eifersucht führen. Über „Unverliebt“, „Eigenliebe“ und „Ewige Liebe“ kommen wir zu einer Liebe, die uns alle vereint - „Bücherliebe“ - und besonders liebt das Mädchen dieses Buch, wo man sie auf dem Cover sehen kann.
    
    Witzige Texte, lustige Bilder und viel Liebe stecken in diesem Buch.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Dragobert von Bröckelstein

    Dragobert von Bröckelstein
    In der Burg Bröckelstein haben alle verrückte Kopfbedeckungen auf, weil ständig Steine von der Decke fallen, es bröckelt. Der Besitzer Ritter Georg sollte mal eine Jungfrau vor einem Drachen retten und hat dabei eine Drachenei gefunden und seine Köchin Minna hat es unter ihrer Bettdecke ausgebrütet. So lebt außer dem Ritter, der Köchin und einem missmutigen Diener noch der kleine Drache Dragobert in der Burg. 
    Inzwischen ist er groß genug um Feuer zu speien und wendet diese Kunst zu Wohl der Hausgemeinschaft an, so brennt er die Kamine an. 
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    Die geizige Erbtante Tusnelda kommt zu seiner Geburtstagsfeier und als Dragobert nach dem Genuss etlicher Stücke Käsekuchen zum Spielen vor die Burg geht, rollt ihm sein Ball weg. Als er nach ihm sucht, gerät er in den Wald und der Räuber Raffzamm kann ihn fangen und mit nach Hause nehmen. Dort lernt der kleine Drache seine Tochter Petronella kennen. Eine echte Räubertochter, die ihn Dracheling nennt.
    
    Eine fröhliche Geschichte in denen Worte wie „Tatzelwurm“, „Grützkopf“ oder „Sapperlot“ vorkommen. Die durch einige glückliche Fügungen gut ausgeht und trotzdem voller Spannung ist. Schaut euch das Cover mit dem gelben Dragobert an, dann wisst ihr, wie humor- und liebevoll die Bilder in dem Buch aussehen und erfreut euch wie ich daran. Zudem sind die Seiten in Pastelltönen eingefärbt und ein Lesebändchen hilft beim Wiederfinden der zuletzt gelesenen Seite.
    
    Ein Ritter- und Drachenbuch der besonderen Sorte, echt lesenswert.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Schieb den Wal zurück ins Meer!

    Schieb den Wal zurück ins Meer!

    Sophie Schoenwald

    Lea Johanna Becker

    Boje

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem Cover des Pappbilderbuches sehen wir den Kopf des Wales und eine kleine Maus. Fast sieht es aus, als lächeln die beiden sich an.
    Da das Meer im Winter friert und Grippe bekommt, passiert folgenschweres „So hat es dann auch wild genossen und einen Wal an Land geschossen.“ Das Bild zeigt uns, wie der Wal, herausfliegt. Wahrscheinlich passte der ganze Wal nicht ins Bild und wir sehen nur Maul und Auge am oberen Bildrand. Er bittet eine Maus um Hilfe.
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    Doch die kann nicht helfen, den Wal zurück ins Meer zu schieben, sie wendet sich an den Schwan, der gleich seine Freunde um Hilfe bittet, dann versucht es die Hyäne, die aber auch scheitert und die Giraffen bittet. Drei Giraffenköpfe schieben, aber auch ohne Erfolg. Bär, Stachelschwein und Elefanten versuchen ihr Glück. Wie so oft kann die schlaue Eule helfen. So packen alle Tiere mit an und tragen den Wal zurück ins Wasser. Wir sehen nur Körperteile unter dem großen Walgesicht und es macht sicher Spaß zu sehen, ob die Kinder die Tier so erkennen. Fröhlich macht der Wal eine Fontäne und die Tiere winken zurück. 
    
    „Zusammen sind wir stark und können viel schaffen“ wird hier in schönen Bildern und tollen Reimen ausgedrückt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Meine kleine Meditatiosreise – 12 einfache Übungen für jeden Tag

    Meine kleine Meditatiosreise – 12 einfache Übungen für jeden Tag

    Clément Cornet

    Illustrationen von Kabuki

    Ullmann

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Das Vorwort von Fabrive Midal (Die innere Ruhe Kann mich mal – Meditation radikal anders) beinhaltet einige Sätze, die ich wichtig finde: „Freu dich einfach, dass du bist.", „Es gibt eine Recht auf seine, denn sie gehören zum Wachstum dazu.“ und „...einen Zustand zu erleben, der uns mit uns selbst versöhnt“. Der Autor des Buches arbeitet seit vielen Jahren mit Kindern und gibt ihnen in den Übungen die Möglichkeit, durch das Einnehmen einer Körperhaltung ruhiger zu werden - „...durch eine ganz einfache Körperübung…zu erfahren, was gerade passiert.“
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    Wichtig ist ihm der Spaß, den die Kinder dabei haben sollten. 
    Die Freunde Max und Luna, die wir schon auf dem Cover gesehen haben, laden uns zu einer Meditationsreise ein. 
    Der sonst aktive Max mag es manchmal, einfach gar nichts zu tun. Er sitzt mit gekreuzten Beinen auf einem kleine Kissen und hält den Rücken gerade. „Du atmest und kannst in Gedanken bis fünf zählen.“ In einer Seitenecke steht der wichtige Satz, dass es kein Wettbewerb ist und man hierbei nichts falsch machen kann. Luna sitzt auf einem Königsthron. Gerade wenn mal was schiefläuft, kann man eine Prinzessin mit einer Krone auf dem Kopf sein. Auch hier wird die genaue Stellung gezeigt, aber auch die beiden Kinder auf einem Thron. Diesmal sollen die Kinder versuchen, still zu sitzen und auf Geräusche zu achten.
    Die Überschrift „Ich stehe unter meiner Freudendusche“ spricht schon für sich, ähnlich wie „Ich umarme das Leben wie eine Sonnenblume“ - bei dieser Übung lernt man eine Sonnenblume zu sein. Danach ist Max eine Baum und bekommt so neue Kraft. Luna lernt die Angst zu überwinden, ein Handzeichen soll sie in unterstützen, wenn sie Angst hat, „denn auch die allergrößten Helden haben manchmal Angst.“
    Dann bewegt Max sich in ganz kleinen Schritten und hält seine Hände auf eine genau beschriebene Weise, so entdeckt er seine Zauberkraft. So geht es weiter bis zum letzen Kapitel, wo es um das Schlafen geht.
    
    Zu dem Buch gibt es eine CD mit den Textes des Buches als Anleitung.  Sie ist eine schöne Ergänzung zum Buch und angenehm zu hören.
    Dass dieses Buch und seine Übungen in erster Linie Spaß machen sollen und der Text entsprechend formuliert ist, gefällt mir sehr gut, ebenso wie die fröhlich gestalteten Bilder.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Monsteroma

    Monsteroma

    Lena Steffinger

    Kunstanstifter

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Monsteroma ist ein ungewöhnlicher Titel für ein Bilderbuch. Aber es kommt sicher in vielen Familie vor, dass die Oma nicht gerne besucht wird. Der immer fröhliche Papa, auf dessen Schultern das Mädchen auf dem Cover reitet, wird, wenn es auf den Geburtstag seiner Mutter zugeht, immer gereizter. Er singt und spielt nicht mehr wie sonst das ganze Jahr. 
    Im Einband können wir sehen, wie sich das Kind die Monsteroma vorstellt. Im Buch sitzt das winzige Mädchen auf der Klaue eines gehörnten Felltieres, das Pantoffeln und eine Perlenkette trägt.
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    Papa backt einen Kuchen und er fährt mit seiner Tochter seine Heimatstadt. Auch hier drückt er sich weiter vor der Begegnung. Wieder sind mögliche Monsteromas abgebildet. Als sich die Tür öffnet, zieht der Vater den Kopf zwischen seine Schultern, doch dann öffnet eine ganz normal aussehende ältere Frau.  
    Auf dem Rückweg meint Papa „Vielleicht sind Monstermütter nicht unbedingt auch Monsteromas“ und er kann wieder lachen und singen.
    
    Obwohl wir in unserer Familie Omas hatten, die keine beliebten Omas waren, weiß ich nicht, ob dieses Buch nicht eher Kinder verunsichert wird. 
    Eine ungewöhnliche Geschichte mit fantasie- und gefühlvollen Bildern.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Blindfisch

    Blindfisch

    Susann Fessel

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Lon, am seltenen Usher-Syndrom erkrankt, hat sich bereits an ein Leben mit Hörgerät gewöhnt und ist sportlich, beliebt und sympathisch. Als sich nun auch das Sehvermögen anfängt zu verschlechtern, versucht Lon sich noch mehr Zeit im “normalen” Leben zu geben und weiht niemanden ein. 
    Das macht den Alltag nicht gerade einfacher, vor allem wenn man sich als Jugendlicher sowieso noch mit anderen Dingen auseinandersetzen muss: Liebe, Freundschaft, Familie und Sexualität. 
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     Die Kapitel sind kurz, häufig einfache Sätze wie Gedankenfetzen, ein sparsamer, aber gewählter Umgang mit den Worten, die Lons Gefühlslage aus der Ich-Perspektive auf den Punkt bringen. Gedanken, die sich ein gesunder Mensch nicht machen muss. Wie wird es sein, wenn alle einen sehen aber man selbst nicht mehr, wenn man altert, das eigene Umfeld im Kopf aber immer jung aussehen wird? Wie viel Selbstständigkeit wird noch bleiben, genau das, wonach sich doch alle Jugendlichen sowieso sehnen?

    Queerness durchzieht den Roman ganz nebenbei, sie wird nicht großartig thematisiert, sie ist einfach da und bereitet niemandem ein Problem, das ist eine erfrischende Herangehensweise. Tatsächlich könnte Lon sowohl weiblich als auch männlich sein, es gibt wenige bis gar keine Stellen, die eindeutige Aussagen treffen. Die Geschichte hätte auch kaum Raum gegeben, dies noch weiter zu thematisieren, das eigentliche Thema kam schon etwas zu kurz. Man würde gerne mehr über die Krankheit, die Ursachen und den Verlauf erfahren, auch das Ende war sehr abrupt. Aber gerade wegen dieser Kürze ist Lons seltenes Schicksal ein umso intensiveres Leseerlebnis ,welches man gar nicht aus der Hand legen möchte.

    Raphaela Brosseron
  • Das fabelhafte Leben des Äsop

    Das fabelhafte Leben des Äsop

    Ian Lenderler

    Pamela Zagarenski

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wir kennen alle diese Tiergleichnisse mit Moral. Hier erfahren wir auch einiges aus dem Leben des Jungen und späteren Mannes, der diese schönen Geschichten ersonnen hat.
    Äsop hat als Junge schnell erkannt, dass er als Sklave mit Strafen rechnen muss, wenn er etwas über seinen Herren sagt, was dem nicht gefällt. Also wurde der Herr zum Löwen und er selbst sah sich als Maus und diese Geschichte, wo die kleine Maus den mächtigen Löwen rettet, indem sie das Netz, in dem er gefangen sitzt, durchnagt, wird zu seiner Rettung.
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    Er darf jetzt im Haus seinem Herrn durch seine Geschichten bei der Lösung seiner Probleme helfen. Als er einen Streit zweier Herren schlichten kann, kauft der andere Mann ihn. Äsop wird bekannt durch seine Geschichten und später gibt sein Herr ihm die Freiheit. 
    Danach folgen einige bekannte kleine Fabeln, die man meist kennt, auch wenn mir bei einigen nicht klar war, dass sie von Äsop erdacht wurden, wie z.B. „Der Junge, der immer um Hilfe rief“ oder „Die Stadtmaus und die Landmaus“.
    
    Das Buch ist gut verständlich geschrieben, als Rahmen dient das Leben von Äsop und die wirklich kurzen Fabeln runden die Erzählung ab. Unter jeder Fabel können wir die damit verbundene Moral nachlesen und sicher kann man danach noch ein wenig philosophieren.
    Die Bilder sind unwirklich, durch Ornamente verziert und schön anzuschauen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Monsieur Steinlen und die Katzen

    Monsieur Steinlen und die Katzen

    Susan S. Bernardo

    Courtenay Fletcher

    Morsken

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Gold Award Winner beim renommierten Parents’ Choice Award (USA)

    Natürlich kenne ich die Bilder von Monsieur Steinlen, wer hätte nicht eines davon als Poster in den 1970ern an der wand gehabt, aber der Name sagte mir nichts. Mit diesem Bilderbuch wird sehr liebevoll an ihn erinnert.
    Die kleine Antoinette geht in Paris durch die Straßen und schaut sich die Auslage eines Antiquitätenladens an. Sie kennt alle Exponate, aber heute sitz dort eine Katze, die sie noch nie gesehen hat. Also geht sie hinein und fragt danach, so erfährt sie von Steinlen.
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    Er malte schon als Kind gerne, wurde aber dann Textildesigner. Da er aber lieber malen wollte, zieht er mit seiner Frau nach Paris. Hier leben sie mit vielen Katzen (hier wird aufgefordert die Katzen im Bild zu zählen) und hin und wieder wird ein Bild verkauft. Im Lokal „Chat Noir“  trifft er auf andere inzwischen berühmte Künstler und er darf für die Zeitung des Lokals zeichnen. Seine Katzenzeichnungen wurden ein großer Erfolg. Aber er hat auch sozialkritische Bilder angefertigt. Da Katzen sein häufigstes Motiv waren, hat er auch einige Skulpturen von ihnen erstellt. Nach dieser interessanten Erzählung macht sich Antoinette auf den Weg nach Hause. Nach dieser Lebensgeschichte, die sehr schön bebildert wurde, erfahren wird noch einiges über Steinlen und seine Zeit. 
    
    Eine gelungene Idee mit einem Bilderbuch die Geschichte eines Künstlers zu erzählen. Eine Biografie der besonderen Art. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Holgers Haus

    Holgers Haus

    Jule Wellerdiek

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die Bilder dieses Buches sind in erdfarben zart gestaltet. Lediglich, dass der Fuchs Holger keinen Schwanz hat, irritiert mich. Die Texte sind kurzgehalten und gut verständlich.
    Holger und Stein, hier handelt sich um einen grauen Stein, der etwas halb so groß ist wie Holger, leben zusammen in einem Haus.
    Holger macht es sich gerne gemütlich und liest seine sieben Bücher bei einer Tasse Tee. Stein ist sehr rührig und ungeschickt. Das ärgert Holger sehr und so beschließt er, nachdem Holger wieder eine riesige Unordnung gemacht hat, das Haus auf den Fahrradanhänger zu packen und es an einem anderen Ort alleine zu bewohnen.
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    Holger stellt sich das sehr schön vor, endlich Ruhe. Doch schnell stellt er fest, dass allein leben nicht nur Vorteile hat und er sehnt sich nach Stein. So kehrt er wieder zurück. Diesmal steht im Text „er packt das Haus auf den Gepäckträger“ und da bin ich pingelig, das Bild zeigt, dass es wieder auf dem Anhänger transportiert wird. Ich finde es immer schade, wenn Bild und Text nicht übereinstimmen und das sehen die Kinder, denen ich vorlese, oft auch so.

    Ein Buch über das „sich über den anderen ärgern“ und dem Sieg der Freundschaft. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein großes Herz

    Ein großes Herz

    Jan Kaiser

    Kai Würbs

    Urachhaus

    Lesesempfehlung ab 4 Jahre

    Das große rosa Wolkenherz auf dem Cover ist wie der Titel und die kleine Maus gelackt, dadurch wirkt sie besonders schön. Auf dem Einband ist eine Landkarte zu sehen, die den Weg der Maus abbildet, hinten im Buch gibt es einige Veränderungen.
    Die Doppelseite zeigt eine grüne Landschaft, winkende Eltern und einen Mäuserich, der in die Welt zieht. Mullemaus soll sich eine Frau mit einem „großen Herzen“ suchen. Auf einem Stein im Bach stehend überlegt er, ob er diese Aufgabe erfüllen kann.
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    Als er dann ein Mäusemädchen trifft, hat er Zweifel, dass so eine kleine Maus ein großes Herz haben kann und er sucht weiter. Die Katze ist zwar groß, aber nicht sehr freundlich, die Ziege frisst die Blume, die er ihr bringt und die Frau auf dem Rad wird ganz panisch wegen der Maus. Besonders unhöflich benimmt sich die Kuh und die Walfrau beachtet ihn nicht. Ratlos schaut Mulle in den Abendhimmel am abgeernteten Kornfeld. Dann kehrt er zu den Mäusen zurück und das Mäusemädchen lädt ihn zu sich ein. Er schläft gut zugedeckt vom Mäuschen auf dem Sofa friedlich ein.
    
    Besonders die wundervollen warmen Bilder angesprochen.  Der Text ist nicht zu lang und hat einig Wiederholungen zu bieten, die Kinder besonders erfreut, und Witz.  Man kann danach überlegen, wer wohl ein großes Herz hat und was das bedeutet.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der kleine Herr Heimlich bastelt am Glück

    Der kleine Herr Heimlich bastelt am Glück

    Anke Loose

    Ariane Camus

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der kleine Herr Heimlich ist ein Wichtel, seine Lieblingsspeise sind Gurken mit Senf und er lebt bei einer Familie mit drei Kindern und dem Kater Robinson. Lotte, die jüngste Tochter ist die Einzige, die den kleinen Mann sehen kann und das ist für sie besonders schön. Denn Herr Heimlich besitz ein rotes Notizbuch, indem viele wichtige Dinge stehen, z.B. Bastelvorschläge, von denen einige hier im Buch zu finden sind. So kann Herr Heimlich später im Buch mit seiner Freundin Wuchtel mittels Dosentelefon Kontakt halten. 
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    So einen Wichtel würden wir uns alle für unseren Haushalt wünschen, er räumt auf und unterstützt im Haushalt. Selbst den Kater hält er mit keinen Leckerchen bei Laune. Im Nebenhaus wohnt Oma Marthe, sie wird als ein wenig vergesslich dargestellt, weil sie die Blumen nicht immer gießt. Allerdings hat sie sonst keine weiteren Defizite, ganz im Gegenteil, sie kann am Wochenende die Kinder ganz alleine versorgen und hat dabei sehr kreative Ideen. 
    Doch dann stellt sich heraus, dass es auch in Omas Haushalt eine Wichtelfrau gibt, die Wuchtel. Sie ist sehr laut und kann hervorragend reparieren. Warum sich die beiden vorher nie begegnet sind und auch Lotte, die ja Wichtel sehen kann, sie nie bemerkt hat, ist mir ein Rätsel. Aber jetzt kennen sich die beiden und man merkt gleich, dass es zwischen ihnen knistert. 
    
    Eine vergnügliche Geschichte ohne große Spannung, die reichlich mit vielen putzigen Bildern ausgestattet ist. 
    Nachdem in der Weihnachtszeit Wichteltüren angeboten werden, die sicher bei manchen stehen bleiben (denn wo soll der Wichtel sonst hin?), ist ein Wichtelbuch, dass sich mit dem Wichtelleben außerhalb Weihnachten befasst, sicher von Nöten. Diese hta 14 Kapitel und fast 160 Seiten zu bieten.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Winke, winke, mach mal mit

    Winke, winke, mach mal mit

    Carla Häfner

    Katharine Bußhoff

    Duden Fischerverlag

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Mitmachbücher sind einfach toll. Die ganz kleinen Vorlesewilligen agieren gerne beim Bilderbuch anschauen. 
    Auf dem Cover sehen wir das kleine Kind, dass uns eine Geschichte in schönen Reimen erzählt. Immer dabei der Bär. So winken uns die beiden auf der ersten Doppelseite des Pappbilderbuches fröhlich zu. „Komm mach mit, wink auch du.“ werden die Kinder aufgefordert und schnell heben sich die Händchen zum Winken. Neben dem Kind sehen wir eine Spielzeugkiste und ein rotes Tretauto.
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    Zuerst zeigen die Kinder die Sachen, die wir ihnen vorsprechen, später zeigen wir und die Kinder nennen die Begriffe. Dann sitzt das Kind auf dem Auto und wir machen alle „Brumm. Brumm!“ Der Bär im Anhänger macht Seifenblasen und auf der nächsten Seite helfen wir dem Kind pusten. „Seifenblasen, schaut mal her, kann ich machen, gar nicht schwer.“ „Tick, tack“ diesmal machen wir das Ticken einer Uhr nach. Leider hören die Kinder heute kaum noch dieses Geräusch. Das Kind hat sich in der Kiste versteckt, der Bär muss suchen. „Pssst!“ nichts verraten. Dann applaudieren wir, denn der Bär hat das Kind gefunden. Zum Abschied wird noch mal gewunken. „Der Tag war schön, so sagen wir „Tschüss und bis Bald“ zum Abschied dir.“
    
    Das Buch hat klare Bilder, die wenigen Figuren und Dinge wiederholen sich und sind den Kindern bekannt. Die Reime sind kurz und schön zu lesen. Die Aufforderungen zum Mitmachen einfach und gut verständlich darin untergebracht.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Meine Gartenfreunde – Die kleine Biene

    Meine Gartenfreunde – Die kleine Biene

    Sandy Lohß

    Carla Häfner

    Oetinger Natur

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Das Buch ist auf 100 % Recyclingpapier gedruckt und deshalb strahlen die Farben nicht. 
    Die kleine Biene sehen wir schon auf dem Cover, danach sehen wir die Waben und Bienen, die die Larven füttern. „Und hast du die kleine Biene entdeckt, die ihren Kopf aus der Wabe streckt?“ Der Bienenstock steht auf einer bunten Blumenwiese und unsere Biene fliegt los. Schon sitzt sie auf einer Blüte und sammelt „Nektar und Pollen“. „So viel Nektar, Wer hätte das gedacht?
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    Daraus wird nun leckerer Honig gemacht.“ Dann kommt der Herbst und die Futtersuch wird schwerer, da saugt unsere Biene auch mal an einer Birne. Gefahr! Beinahe wäre die Biene in einem Spinnennetz gefangen worden. Im Winter ruht sich die Biene aus “und erst im Frühling kommt sie wieder raus!“
    
    Das Buch zeigt sehr schön für unsere ganz kleinen Leser*innen das Leben der Biene durch das Jahr. Der gereimte Text ist schön zu lesen und entspricht dem Lesealter hervorragend. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Sherlock Holmes – Das letzte Problem

    Sherlock Holmes – Das letzte Problem

    Hannes Binder

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Die Geschichte von Sherlock Holmes wird in diesem Buch wie ein Bilderbuch gestaltet. Die Bilder, die der Schweizer Künstler Hannes Binder in der für ihn charakteristischen Schabkarton-Technik mit schwarzer Tinte gestaltet hat, haben mich sehr beeindruckt. Sie zeigen die beschriebenen Szenen mit einer großen Intensität.
    Zunächst sehen wir Dr. Watson, der nach seiner Heirat seinen Freund Holmes aus den Augen verloren hat. Blass und mager taucht Holmes dann bei ihm auf und berichtet ihm von seinem Widersacher Professor Moriarty, der ihm auf den Fersen ist.
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    Immer wieder geschehen für Holmes gefährliche Dinge. Noch ist er immer heil aus diesen Situationen entkommen.
    Da mit der Festnahme Moriartys zu rechnen ist, will Holmes einige Tage verreisen. 
    Zusammen fahren die Männer los und gelangen nach einigen Stationen in die Schweiz und machen eine Wanderung zum Reichbachfall. Hier kommt es zu dramatischen Ende des Buches.
    
    Der Text ist in großer Schrift fett gedruckt und gut zu lesen, aber die Bilder mit ihrer Düsterkeit, ihrer Dynamik und Eindringlichkeit machen das Buch aus. Grundschulkinder können so den großen Detektiv kennenlernen und Erwachsene werde, wie ich, ihre Freude an dem besonderen Buch haben.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Paulotta Plastikball

    Paulotta Plastikball

    Andi Rensen Aguión

    Morsken

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Paulotta Pampelmus ist eine begnadete Bastlerin, besonders gelungen ist ihr der „Grabbo-Fix 600“, der einer Armverlängerung entspricht. Auch ein Helm hat verrückte Eigenschaften. Als sie zum Geburtstag einen Superhelden-Umhang von den Eltern bekommt, macht sie sich zur Rettung. Aber zuerst isst sie die Süßigkeiten von Oma und den Abfall packt sie in eine Folie, die sie zu einem Ball formen kann. Weil das so gut klappt, macht sie das zunächst mit dem Hausabfall, dann mit dem Abfall im Park, mit dem Müll im Meer und dann geht es von Kontinent zu Kontinent.
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    Zuletzt hat die Kugel eine riesige Dimension angenommen, dass er anfängt zu schweben. Die Erklärung ist zwar etwas unglaubwürdig, aber es wäre eine wünschenswerte Methode für unsere Welt. 
    Das Cover zeigt Paulotta mit ihren großen Knubbelzöpfen und der Himmelfahrtsnase, sie trägt ihren Helm und den Superhelden-Umhang, die Hände hat sie voller Müll. Auf der ersten Seite tüftelt sie mit der Zunge zwischen den Lippen an einer Lösung, der Hintergrund ist aus Millimeterpapier, sehr passend. Wenn sie mit ihrem Bonanza-Rad los saust, macht sie eine richtig gute Figur. Die Bilder sind wie Comics gezeichnet und passen hervorragend zur Geschichte. 
    
    Hier klappt die Rettung der Umwelt und vielleicht kann man ja auch ein wenig dazu beitragen, wenn es wahrscheinlich nicht gelingt alles in eine riesige Kugel zu packen.
    
    Dagmar Mägdefrau