• Ein Garten für uns

    Ein Garten für uns

    Julianna Swaney

    Zoë Tucker

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir das kleine Mädchen zusammen mit drei alten Damen im Garten. Der Einband zeigt viel kleine Samentütchen. Noch in Winterkleidung gehüllt werden die Samen „Jedes Pünktchen ist voller Hoffnung, jedes ein Versprechen“ in die Erde gesteckt. Dann sitzen die Vier gemütlich bei einer heißen Tasse Kakao im Garten und warten. „Wie von Zauberhand sprießen winzige Pflanzen“ Jetzt tragen das Mädchen und ihre Oma dünnere Sachen und horchen auf die Geschichten, die die Pflänzchen flüstern.
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    Im Garten „explodieren die Farben“ und am Himmel ist ein Regenbogen zu sehen. Dann wird geerntet und die Vier ruhen sich im Sonnenschein aus. Oma und die Enkelin verarbeiten die Früchte und dann kommen alle zu einem Fest zusammen. Die Oma liegt im Bett als sie zusammen mit dem Mädchen die Samen für das nächste Jahr in Tüten packt. „Blätter fallen, Farben verblassen – und du bist fort. Die Beete sind kahl und das Mädchen steht mit den beiden anderen Damen davor. Aber dann geht alles wieder von vorne los und als die ersten Pflänzchen die Köpfe aus en Beeten stecken, kann man als Scherenschnitt mit Blumen die Oma sehen… „und du bist wieder bei mir.“ 
    Das Mädchen verbindet mit ihrer Oma so viele gemeinsame Erlebnisse, dass sie sie in jeder Blume wiedererkennen wird, die sie sieht. Ein tröstlicher Gedanke finde ich.
    
    Zarte Bilder und ein poetischer Text ergänzen sich sehr schön.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Dunkelnacht

    Dunkelnacht

    Kirsten Boje

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 15 Jahre

    „Zum ersten Mal verliebt sein in dieser Zeit: Wie soll das gehen?” Schorsch und Marie, zwei Jugendliche, die in Penzberg leben, entdecken ihre Gefühle füreinander, doch viel Aufmerksamkeit können sie dieser Erfahrung nicht widmen, denn die Ereignisse überschlagen sich: Eine Botschaft aus dem Radio am Morgen des 28.April 1945 lässt vermuten, dass der Krieg vorbei sei. Die Bewohner der Stadt können es kaum glauben, schieben ihre Zweifel aber beiseite und handeln dementsprechend. 
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    Währenddessen erfahren wir noch von einem weiteren Penzberger Jugendlichen, Gustl. Dieser ist ein besonders engagiertes Mitglied der Hitlerjugend in Großhadern und glaubt noch an einen Endsieg, außerdem ist auch er in Marie verliebt. In einer friedlichen Welt wäre so ein Liebesdreieck vermutlich ihr größtes Problem, jedoch müssen alle drei in dieser Nacht Zeugen von brutalen Morden werden, die später als Penzberger Mordnacht bekannt wird.
    
    Raphaela Brosseron

    Auf nicht mal 120 Seiten wird szenenhaft von den Geschehnissen erzählt. Kurz und knapp lässt die Autorin die Handlungen für sich sprechen, ohne sie durch zu viele Worte auszuschmücken. So spitzt sich die Geschichte schnell zu, von der man sich wünscht, die Autorin hätte sich mehr ausdenken müssen: Lediglich die drei Jugendlichen gab es nicht wirklich, alle anderen, seien es Täter oder Opfer werden namentlich genannt. Die historischen Erläuterungen und die Perspektiven von Schorsch, Marie und Gustl machen den Inhalt für Jugendliche aber auch Erwachsene nahbar und zeigen erschreckend klar und ungefiltert die brutale Willkür der Kriegszeit. Dabei bleibt die Erzählung sehr respektvoll und erinnert uns daran, nicht zu vergessen.
    Das dünne Büchlein zeigt schon in seiner Aufmachung, in welcher Zeit die Geschichte spielt. 
    
    Auf der grünen Seite zwei Gestalten in der Dämmerung und rechts das Foto einer bayrischen Kleinstadt um 1945. Das C des Titels wurde durch eine Hakenkreuz-Nadel ersetzt. 
    Die Autorin hat die Geschichte Prenzbergs vom 28.4.1945 und der darauffolgenden Nacht zum Anlass genommen, diese Novelle zu schreiben. In ihrem Nachwort erklärt sie, dass es für diese Taten den Begriff „Endphasenverbrechen“ gibt. 
    
    Das Buch besteht aus zwei Teilen, die Mordtag und Mordnacht überschrieben sind. Im Gegensatz zu den Opfern sind Marie, die Metzgerstochter und Schorsch, der Polizistensohn, sowie Gustl, Sohn als Roter verschriener Eltern, keine realen Figuren. Marie wird von beiden Jungen umschwärmt, doch Gustl hat sich den Wehrwölfen angeschlossen und kehrt erst in der Mordnacht in seinen Heimatort zurück. So erleben wir den Beginn der zarten Liebe zwischen Marie und Schorsch. Viele Szene sehen wir auch durch die Augen dieser jungen Protagonisten.
    Am Morgen des 28.4. erfahren die Bewohner des Ortes, dass der Radiosender von der „Freiheitsaktion Bayern“ besetzt wurde, dass die Amerikaner nah sind und der Krieg zu Ende. So kommen die alten Honoratioren der Gemeinde zusammen und übernehmen das Rathaus ohne Gewalt. Am selben Tag marschiert ein Regiment von der französischen Front kommend in den Ort ein. Die Soldaten wollen weiter zur Alpenfestung und wundern sich über die Lage im Ort. Befehlsgewohnt und Führergläubig wollen sie den NSDAP-Bürgermeister wieder einsetzen. 
    In der Nähe befindet sich auch ein Rudel Wehrwölfe. Leitwolf Hans Löblein soll, nachdem die Soldaten abmarschiert sind, im Ort für Ordnung sorgen. Jeder weiß, dass Prenzberg rot ist, also fordert er zunächst eine Liste dieser Personen. So wird die Nacht in dem verdunkelten Ort zur Mordnacht.
    
    Eine furchtbare Geschichte, die sicher in vielen Orten Deutschlands in den letzten Kriegstagen so oder ähnlich hätte geschehen können. Was geschieht, wenn die Alliierten kommen? Aber was ist, wenn nicht und das 3. Reich weiter besteht? Wie verhält man sich, ohne, dass es zukünftig Probleme gibt?
    Ein lesenswertes Buch, dass ein Kapitel beleuchtet, das uns nicht so allgegenwärtig ist. Dass aber auch zu kontroversen Diskussionen anregen wird.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Max geht aufs Klo

    Max geht aufs Klo

    Christian Tielmann

    Sabine Kraushaar

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover hält Max eine Klorolle in der Hand und steht neben dem Klo, seine Kuschelhase sitzt bereits auf dem Töpfchen. 
    Zu Beginn des Buches werden alle Personen vorgestellt und so erfahren wir, dass der weiße Hase Kuschel heißt. Max Familie ist zusammen im Bad. Während Mama duscht und Felix auf dem Klo sitzt, hilft Papa Max beim Zähne putzen. Max möchte auch aufs Klo gehen, aber zunächst nutzt er das Töpfchen, hält aber vorsichtshalber die Windel an.
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    Da sein zweiter Versuch ohne Windel erfolglos ist, erklärt Mama, was im Körper passiert, damit Pipi und Kacka unten herauskommen. Wir können uns das im Buch anschauen. Am nächsten Morgen gibt es „Töpfchen-Alarm“ und Max macht sein großes Geschäft dort hinein. Danach wird alles im Klo entsorgt und Papa zeigt Max, was dann damit geschieht. Ein Schaubild zeigt uns den Weg in den Fluss. Dann geht es zum Unterhosenkauf, aber zunächst trägt Max noch eine Windel. Bald kann Max über Tag ohne Windeln auskommen, dann probiert er es auch nachts. Doch da muss er Papa und Mama wecken, weil es eine „Pipi-Panne“ gab. Das findet aber keiner schlimm, weil es allen Kinder so gegangen ist. Max geht vorsichtshalber mit einer Windelhose in das frisch bezogene Bett. Auch im Zoo passiert nochmal eine „Pipi-Panne“, doch auch Opa kann damit umgehen. Mama hat eine kleine Klobrille und einen Hocker für Max gekauft und nach einem „Pipitänzchen“ schafft Max es gerade noch rechtzeitig sie auszuprobieren. So endet das Buch mit einem Bild, auf dem Max auf dem Klo sitzt und Kuschel mit zwei Becken applaudiert.  
    
    Ideal für Jungen, die Unterhosen tragen wollen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Repeat! Die total verrückte Zeitschleife

    Repeat! Die total verrückte Zeitschleife

    Rüdiger Bertram

    EDEL Kids Books

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Irgendwann habe auch ich den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ gesehen. Dieses Buch ist sowas wie eine neue Version für Kinder.
    „Aufstehen!“ mit diesem Wort fängt der Tag von Samir an und in der Folge fangen viele Kapitel auch so an, denn Samir erlebt den Vormittag viele, viele Tage lang.
    Beim Frühstück verhalten sich seine Eltern total albern, sie sind immer bereit sich gegenseitig Streiche zu spielen. Beide haben kreative Berufe, sie schreibt Werbetexte und er macht als Krankenhausclown kranken Menschen Freude.
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    Samir hingegen ist ein echter Nerd und will an einem Physikwettbewerb teilnehmen. Doch als er seine Rakete als seinen Beitrag zum Wettbewerb starten möchte, geschieht das Unfassbare.
    So ist sein Tag am Mittag schon zu Ende und er beginnt dann wieder neu mit dem „Aufstehen“. So nutzt Samir die Chance diesen immer wiederkehrenden Tag zu variieren und zu optimieren. Es ist spannend, auf welche Ideen er kommt und wie sich seine Gedanken- und Gefühlswelt verändert.
    
    Die Idee ist also nicht so ganz neu, aber durchaus voller neuer Ansätze, wie man mit diesen Tagen umgehen kann. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Platz da, ihr Hirsche!

    Platz da, ihr Hirsche!

    Stefanie Schneider

    Susan Batori

    Penguin junior

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die drei Hirsche auf ihrer Decke und viele andere Tiere drängen ins Bild. Der Einband zeigt einen einsamen See, nur eine Libelle tanzt herum. 
    Flott sind die drei Hirsche mit dem tollen roten Cabrio unterwegs. Sie fahren zu einem Geheimplatz, eben jenem See. Doch schon taucht ein Schwein auf und macht sich dort mit seiner Decke breit, den Protest der Drei überhört es. Federball spielendes Federvieh stört die Drei ebenfalls. Schon ist die ganze Wiese voll mit allen möglichen Tieren.
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    Am Himmel ist eine ganz dunkle Wolke zu sehen und leider hört niemand auf den Wetterfrosch, so regnet das Cabrio, dass nicht zu schließen ist, voll. Alle Tiere unterstützen die drei unfreundlichen Hirsche in ihren Bemühungen das Auto trocken zu halten. Nachdem die Sonne wieder schein, fahren alle zusammen im Auto nach Hause und planen schon für den nächsten Tag. Dann kommen vielleicht noch andere Tiere, „Das wäre schön, denn Freunde kann man schließlich nie genug haben.“
    
    Fröhliche bunte Bilder, schöne Texte und die Bestätigung, dass Freundschaft wichtig ist, auch für arrogante Hirsche.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Himpelchen & Pimpelchen

    Himpelchen & Pimpelchen

    Mit Bildern von Lili Fromm

    Esslinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses kleine Fingerspiel gibt es seit vielen Jahren und jede neue Generation Kinder hat ihren Spaß daran. Die beiden kleinen Wichte mit ihren Zipfelmützen, steigen auf den Berg um nach Wochen in den Berg zu kriechen und dort zu schlafen. Wie schön, wenn die Kleinen ihre Händchen unter die Wange legen und ein Schnarchgeräusch machen. 
    Wer die Geschichte noch nicht kennt oder sich vielleicht nicht mehr genau erinnert, finden in diesem Buch sowohl den kurzen Text als auch eine Anleitung zum Mitmachen. 
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    Auf der linken Seite steht der kurze Satz und unten in kleiner Schrift die Anweisung, auf der rechten Seite ist ein einfaches Bild, dass den Satz darstellt. 
    Mein Enkel ist 1 ¼ Jahr und kennt dies Geschichte schon gut, aber er hat sich das Buch einige Male angesehen und vor allem an dem Vogel und der Schnecke, die neben den Zipfelmützen-Männlein zu sehen sind, Spaß gehabt. 
    
    Und da komme ich auch zu dem einzigen Manko des Buches, es ist leider nicht aus Pappe. Ich musste also immer schauen, dass die kleinen Hände, die immer blättern wollten, das Buch nicht zerstören.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Coco Stolperbein

    Coco Stolperbein

    Jörg Hilbert

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Zunächst lernen wir Herrn Wichtig mit dem Dackelhund, der sein Auto hübsch putzt und Frau Richtig, die die Ordnung liebt und deren Rasen „nicht länger als ein Streichholz“ wachsen darf, kennen. Sie wohnen ohne große Berührungspunkte in einem Haus. Doch nach einer langen Bauzeit, die Frau Richtig sehr aufregt, zieht eine junge Familie in die neue Wohnung ein. Die dunkelhäutige, schwangere Mama, der weiße Papa und die kleine Coco finden die Wohnung toll. Coco entdeckt gleich den Garten als Spielplatz und „mischt Dreck und Zweig zu einem leckren Blätterteig.“ 
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    Am Abend beschwert sich Frau Richtig „Es war so ruhig in diesem Haus!- Am besten, Sie ziehn wieder aus!“ Coco räumt also am nächsten Tag brav den Garten wieder auf und bemalt mit den Farben aus dem Keller das Haus und das Auto von Herrn Wichtig.
    Wie am Ende doch noch alles Gut wird, ist noch eine lange, witzige Geschichte. Ich kann allen nur raten, sie sich in Ruhe durchzulesen und die Fügung zum Guten, die der Autor sich hat einfallen lassen zu bewundern.
    
    Das weiße Cover mit der kleinen Coco und ihrer Katze, die sie auch im Buch begleitet, wirkt etwas unauffällig, aber sucht in der Buchhandlung danach. Denn ihr werdet schöne Bilder darin finden und wunderschöne, witzige Reime. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ach, hätte ich bloss einen Kakapo  

    Ach, hätte ich bloss einen Kakapo  

    Elena Prochnow

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ich hatte ja vermutet, dass das Wort „Kakapo“ eine Erfindung sei und war erstaunt, dass es diesen grünen Papageienvogel mit dem lustigen Namen in Neuseeland wirklich gibt. 
    Auf dem Cover ist ein Junge mit Wuschelkopf und Brille zu sehen und das Bilderbuch erzählt von seinem Wunsch nach einem Haustier.
    Zusammen mit seinen Wunschtieren springt er dynamisch auf dem Bett herum und berichtet, an wen er seinen Wunsch gerichtet hat. Im Fernsehen und in der Zeitung schaut er Tiere an und auf dem Bild schaut ein Hund aus der Zeitungsseite heraus an. Für mich das schönste Bild im Buch.
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    Leider hat seine Mutter, die auf dem nächsten Bild Augentropfen benutzt, eine Tierallergie. Dann hört er, beim Frühstück, im Radio vom Kakapo. Auch ich höre zum ersten Mal von diesem „Nachtpapagei“ und sehe zum ersten Mal ein Bild von ihm in diesem Buch. Natürlich habe ich mich sofort im Internet informiert.
    Für den Jungen wäre er ein „Traumhaustier“ und wir sehen die beiden in der Nacht durch die Bäume klettern. Er überlegt sich noch viele Situationen mit dem Kakapo und die Bilder dazu sind einfach wunderschön gezeichnet. So saugt die Mutter Staub und der junge versteckt sich unter dem Bett, während der Kakapo ruhig sitzt und aussieht wie ein Stofftier. 
    Toll ist auch das Bild, das zeigt, wie der langlebige Papagei mit dem Jungen alt wird. Am Ende schauen Mutter und Sohn in den Laptop und recherchieren über den Kakapo. Leider ist er sehr selten geworden.
    
    Auf den letzten beiden Seiten geht es in einem Text um die Umwelt. „Aus bewussten Kindern werden bewusste Erwachsene, die die Zukunft eines Tages gestalten werden“. Ich hoffe, dass so ein gut gemachtes Bilderbuch dazu beitragen wird. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Warum tragen Bienen gelbe Hosen? – Vorlesegeschichten mit Aha!-Effekt  

    Warum tragen Bienen gelbe Hosen? – Vorlesegeschichten mit Aha!-Effekt  

    Johanna Prinz

    Caroline Opheys

    ellermann

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    16 kleine Geschichten handeln von Dingen in der Natur, die wir genauer wissen möchten. 
    Ella und Lasse machen mit ihren Eltern Urlaub an der Nordsee. Da das Wetter sehr nass ist, besuchen sie ein Museum. Wer kennt sowas nicht aus eigener Erfahrung? Da sie vorher einen Seehund beobachtet haben, der im trüben Wasser einen Fisch gefangen hat, fragen sie eine Mitarbeiterin, wie er das wohl schafft und Asay kann ihnen das genau erklären. Reh? Hirsch? Gehören die zu gleichen Familie? Diese Begriffe werden immer wieder durcheinandergebracht. Hier sorgt ein Schild im Wald dafür, dass es Aufklärung gibt.
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    Und wenn man weiß, wer da so röhrt, hat man auch weniger Angst. Eine Nachbar-Oma, die viele Wellensittiche hält, kann den Kindern erklären, was Vögel so im Flug fallen lassen. „Können Vögel pinkelt“ ist die Geschichte überschrieben. Wieder wird das Nordsee-Museum besucht und diesmal möchte die dunkelhäutige Anna wissen „können Seesterne schwimmen?“
    
    Die einzelnen Kapitel umfassen nur einige Seiten und werden durch die Bilder aufgelockert. Mein Enkel hätte davon gerne noch mehr gehabt, speziell zu den beschriebenen Tieren. 
    Mir gefällt, dass man beim Lesen der Geschichten eine ganze Menge über die Natur lernt, ohne dass man es richtig merkt. Besonders geeignet für Kinder, die Geschichten mehr lieben als Sachbücher. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Buch vom Anti-Rassismus

    Das Buch vom Anti-Rassismus

    Tiffany Jewell

    Aurélia Durand

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Ein Cover so bunt wie unsere Welt. Und der Inhalt erklärt uns, was Rassismus überhaupt genau ist. Doch nicht nur das, an das theoretische Wissen werden praktische Handlungsanweisungen und Übungen zum Mitmachen geknüpft. Theoretisch weiß jeder, was Rassismus ist, aber aus dem Stehgreif kann man doch nicht viel dazu sagen. Und man weiß oft schon gar nicht, wie man damit denn jetzt genau umgeht. In dem Buch geht es um die eigene Identität, die Geschichte von Rassismus und Strategien im Umgang.
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    Kleine Lektionen laden zum Mitmachen ein, man braucht lediglich Stift und Papier. So lädt die französische Autorin jeden, ob betroffen oder nicht, zur Selbstreflexion und zum Nachdenken ein. Die liebevolle Gestaltung gelingt auch äußerlich vor allem durch die wunderschönen Illustrationen von Aurélia Durand. Ob die Idealvorstellung eintritt und junge Leser sich wirklich hinsetzen, lesen und aktiv mit den Lektionen arbeiten, ist fraglich, aber in einer gemeinsamen Leserunde könnte das Konzept gut funktionieren!

    Raphaela Brossseron

    BIPoC (Abkürzung für Black - schwarze Menschen, - Indigenous, People of Colour) ist ein wichtiger Begriff in diesem Buch. Dieser Begriff umfasst alle Menschen, die nicht weiß sind. Schon am Anfang des Buches steht ein wichtiger Satz „Antirassismus bedeutet, sich aktiv gegen Rassismus einzusetzen" und dazu ruft dieses Buch auf. Es bietet dazu im letzten Teil viele Tipps. 

    Aber zurück zum Anfang. Zunächst stellt sich die US-amerikanische Autorin vor und bittet auch die Leser*innen, eine Identitätskarte auszufüllen. Dann geht sie auf die geschichtliche Entwicklung ein und erklärt, wer zur Dominanten Kultur gehört. Der Begriff Rasse wird erläutert und die Folgen dieser Idee. Da Tiffany es wichtig findet, dass man seine Geschichte kennt, berichte sie von Ereignissen, die mir meist unbekannt waren und die mich betroffen machten. Immer wieder gibt es Seiten, die auffordern „Tu was!“, darunter finden wir Fragen und Anregungen, aktiv zu werden. Leser*innen sollen sich einen Weg überlegen, wie sie Rassismus entgegentreten. Die Autorin hat für sich das „Stören“ der Gespräche gewählt. Sobald sie eine Äußerung hört, die als rassistisch zu verstehen ist, unterbricht sie sofort und hinterfragt die Aussage. Ich denke, dass ich oft Sätze sage, die sie unterbrechen müsste, weil mir viele Zusammenhänge gar nicht klar sind. Dieses Buch hat einige Beispiel genannt, die ich mir zu Herzen nehmen muss. Ich hoffe, dass es mir gelingt.

    Schon das Cover mit der bunten Lackschrift auf dem schwarzen Hintergrund fällt auf, der Titel sagt ganz klar, was man zu erwarten hat. Die 20 Kapitel sind gut aufgebaut und die Aufforderungen, sich selbst Gedanken zu machen und etwas aufzuschreiben, bindet die Leser*innen gut ein. Allerdings sind manche Texte schlecht zu lesen, so wurde für die Vorstellung der Autorin eine Schrift (weiß auf schwarzem Hintergrund) gewählt, die für mich schwer zu entziffern war.

    Dagmar Mägdefrau
  • Rotkäppchen

    Rotkäppchen

    Attilio

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 0 bis 36 Monate

    Märchen haben uns immer wieder begleitet und im Moment werden sie in ganz neuen Formen und verändert angeboten. Dieses kleine Pappbilderbuch orientiert sich an dem Grimm’schen Märchen vom Rotkäppchen, das die Großmutter besucht. Der Text ist einfach gehalten und auch die Bilder sind klar umrandet und reduziert gezeichnet. Der Stil, der den italienischen Illustrator auszeichnet.
    Ohne Drohung sagt die Mutter einfach „Aber geh nicht in den Wald.“ doch “Rotkäppchen hörte nicht“. 
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    Ohne Text taucht der Wolf vor den Bäumen auf und rät auf der nächsten Seite Blumen zu pflücken. Als Rotkäppchen mit einem großen Blumenstrauß bei der Großmutter ankommt, liegt der Wolf im Bett. Und das Mädchen stellt die bekannten Fragen. Allerdings fragt sie nur nach dem „großen Mund“. Mir hat entsetzlich groß immer so gut gefallen.
    Der Jäger mit Gewehr und großem Messer hört das Schnarchen des satten Wolfes und befreit die beiden. 
    
    Eine schöne kurze Geschichte, richtig für kleine Kinder, die so erstmals ein Märchen vorgelesen bekommen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Komm, wir zeigen dir unseren Wald

    Komm, wir zeigen dir unseren Wald

    Constanze von Kitzing

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Nachdem es ein Wimmelbuch gibt, dass die Kita zeigt, werden wir im zweiten Teil in den Wald geführt. 
    Die Kitagruppe macht sich mit der Erzieherin Nadine, den Erziehern Isaak und Aynur, so wie Thabos Papa Tshepo und Lillis Mama Sarah, die Baby Élian dabeihat, auf den Weg. Ein kurzer Text erklärt die Situation und Sprechblasen lockern die Bilder auf. Es sind viele Tiere zu sehen und die Kinder erkunden neugierig Fußspuren und sammeln Müll. Das Baby wird gestillt und ein paar Kinder steigen auf den Hochsitz.
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    Eine Försterin pflanzt mit den Kindern kleine Bäume. Hinter den Zäunen können die Kinder Wildschweine mit ihren Jungen und Rehe anschauen. Ein älteres Paar mit Rollator kommt den Weg entlang. Am Bach wird ein Picknick gemacht, die Kinder versuchen zu angeln und erkunden die Umgebung. Dann beobachten die Kinder die Krabbeltiere auf der Wiese und legen ein Naturmandala. Zum Schluss geht es auf den Wald-Spielplatz. Besonders spannend ist der Weg über den Barfußpfad. 
    
    Die Kinder werden Neues und Vertrautes in den Wimmelbildern finden und natürlich immer wieder etwas entdecken. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Grimm und Möhrchen – Ein Zesel zieht ein

    Grimm und Möhrchen – Ein Zesel zieht ein

    Stephanie Schneider

    Illustriert von Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Grimm ist Buchhändler und er führt in einem Dorf die Bücherkiste. Eines Tages taucht ein sprechender Zesel namens Möhrchen bei ihm auf. Der Kleine ist eine Mischung aus Zebra und Esel mit gestreiften Beinen und einem ebensolchen Ohr. Er bringt Grimm eine leeres Buch mit in das er die Geschichte der beiden schreiben soll. Die Lesebändchen sind, genau wie in unserem Buch, schwarz und weiß. 
    Möhrchen entdeckt die Welt wie ein Kind und hat viele Fragen und ganz viel Fantasie. Zunächst wundert er sich, dass es ein Zuhause gibt und Grimm nicht im Buchladen wohnt.
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    Die Hausnummer 7 ist schief, aber das gefällt dem Zesel so. In einem Kapitel werden vergessene Wörter aufgeschrieben und zum Verschenken aufgehängt. Eine schöne Idee und es fallen uns sicher noch einige Worte ein. Wieviel Spaß man mit einer Pappe vom Straßenrand haben kann und was geschieht, wenn man nicht schlafen geht, sind wundervolle Kapitel. Weil so wenig Kinder in die Bücherkiste kommen, lädt Möhrchen die Kinder aus dem Dorf ein und so gibt es jetzt Dienstag immer ein Vorlesestunde. Als das Wetter kühler wird, muss der Zesel lernen, dass es bald Herbst wird und was das bedeutet. Aber schnell hat er auch an Eichel- und Kastanienbasteln seinen Spaß. Obwohl Möhrchen einen runden Kürbiskuchen essen möchte, muss er mit Nussecken vorliebnehmen. Aber die machen am Ende einen runden Bauch. Das Buch endet mit dem Warten auf Weihnachten und auch hier hat Möhren eine besondere Art Menschen einzuladen.
    
    Mit seiner offenen, unbedarften Art ist der Zesel ein echter Sonnenschein, schnell ist seine seltene schlechte Laune verflogen und schon hat er wieder tolle neue Ideen, die bei Grimm immer auf ein offenes Ohr stoßen. Ein echtes Gute-Laune-Buch mit liebenswerten Figuren und fantasievollen Geschichten.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Grimm und Möhrchen – Frühling, Sommer, Herbst … und Zesel

    Grimm und Möhrchen – Frühling, Sommer, Herbst … und Zesel

    Stephanie Schneider

    Illustriert von Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Mit dem kleinen Zesel, einer Mischung aus Zebra und Esel geht es in diesem Buch durch das ganze Jahr. Dienstag kommen die Kinder des Dorfes in den kleinen Buchladen, denn dann ist Vorlesetag. Die Kinder machen es sich zum Vorlesen so richtig gemütlich und der kleine Liem wir zukünftig immer dabei sein. Karneval ist für den Zesel eine ganz neue Erfahrung und er staunt nicht schlecht über die Verkleidungen. Doch dann bekommt Möhrchen Fieber und es sind Punkte auf den Streifen zu sehen, ein Fall von „Fellverschnupfung“.
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    Weil Möhrchen so viel liest, hat er die Bände von „Ranunkel“ schnell gelesen und Grimm stellt ihm die Autorin vor, die allerdings noch etwas Zeit für den nächsten Band braucht. Wem ähnelt die Autorin auf dem Bild wohl? Bald wird es Sommer mit viel Sonne, einem Planschbecken und einer Urlaubsreise. Im Herbst machen die ein Kartoffelfeuer und schließlich ist der Dezember mit dem Weihnachtsfest da.
    
    Staunend, wie die kleinen Zuhörer erlebt der Zesel, die für ihn neue Welt, da gibt es kleine Missverständnisse, liebevolle Szenen und viele wunderschöne Bilder. Eine wundervolle Fortsetzung des ersten Bandes, die man sich nicht entgehen lassen sollte. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Tomatentage mit Tinka

    Tomatentage mit Tinka

    Sanne Dufft

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wieder geht es bei Tinka, wie im ersten Band (Tinkas Tomaten) um dieses leckere rote Obst, das im Garten oder auf dem Balkon wächst. Da die Eltern wegfahren bleibt Opa bei Tinka und gemeinsam kochen sie Tomatensoße. Opa kennt ein erprobtes Rezept und die Tomaten hat Tinka natürlich selbst geerntete. Damit die Eltern das Rezept nachkochen können, wir es in ein Buch geschrieben. Tinka malt das Bild dazu. Beim Einkauf auf dem Markt treffen Tinka und Opa Marcello. Tinka erzählt von ihrem Tomatenwochenende, Marcello sagt ihnen gleich das Rezept „Insalata Caprese“, dass sie dann zusammen zubereiten.
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    Als Enisa zum Spielen kommt, erzählt sie von „Tomatentaboulé“ und holt gleich das Rezept bei ihrer Mutter. Dieses syrische Gericht wird auch gleich ins Buch geschrieben. Da Jasper für die Eltern am Abend Burger machen will, machen Opa und Tinka Tomatenketchup. Mit dem schönen Wort „Oberpomodorofantasticofleißg“ und einem Bild vom gemeinsamen Essen endet das Buch. 
    Schön, dass der Tomaten-Fans Tinka uns hier ihre und Opas Rezepte aufgeschrieben hat, sie sind einfach herzustellen und der Ketchup kann auch ein schönes Mitbringsel sein.
    
    Die kleine Geschichte wird wieder sehr schön durch die Bilder ergänzt und sie wird nicht nur kleinen Köchinnen und Köchen gefallen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich lese!

    Ich lese!

    Attilio

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 0-36 Monate

    Mit einfachen klar umrandeten Tierfiguren werden verschiedene Lesesituationen dargestellt.
    „Jemandem zuhören, der vorliest“ der große graue Hund liest dem kleinen Hund vor, der brav zuhört. „Am Sonntag lesen“ bedeutet wohl im Bett zu lesen, auf dem Klo lesen „lesen und dabei etwas wichtiges erledigen“. Der kleine Maulwurf, der aus seinem Loch kommt, liest „nach einem dunklen Moment“, die beiden Mäuse lesen gemeinsam.
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    Man kann auch zwei Bücher gleichzeitig lesen, Freunden vorlesen, lesen, um einzuschlafen und “lesen, um jemand anderes zu sein“. Zu Schluss „ein Buch lesen und es dann verschenken“, das lohnt sich doppelt finde ich. 
    
    Ein schönes kleines Buch über das Thema, dass mir so wichtig ist. Da die Bilder so einfach sind, kann man es sicher schon sehr früh den Kindern vorlesen. Allerdings sind die Blätter nicht verstärkt und man wird es den Kinderhänden noch nicht überlassen können.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Abenteuer mit dem Meermädchen – Mit Bildern lesen lernen

    Abenteuer mit dem Meermädchen – Mit Bildern lesen lernen

    Anja Kiel

    Fischer Sauerländer

    Duden Leseprofi

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Mit dem Beginn der Kita entdecken die Kinder die Buchstaben und „lesen“ gerne etwas vor. Mit diesem Buch, dass Worte durch kleine Bilder ersetzt, können sie zunächst einmal beim Vorlesen mithelfen. 
    Erst einmal geht es zum Strand. Die Profifrage nach Worten, die mit M anfangen, ist sich für viele noch etwas schwierig. Papa, Mama, Ela und ihr Bruder Niko verlassen den Wohnwagen und gehen hinunter zum Strand. Am Bildrand sind Begriffe aufgemalt und benannt, die es zu suchen gibt.
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    Aber einige der Dinge sehen wir auch auf den nächsten Seiten im Text. Ela möchte mit dem Schwimmreifen ins Wasser, ihr Bruder möchte lieber Angeln. Im nächsten der drei Kapitel hören die Kinder einen Hilfeschrei und finden ein Meermädchen, dass sich in einem Netz verfangen hat. Zum Dank für die Rettung, dürfen die Kinder die Unterwasserwelt kennenlernen. So sind die beiden am Ende der Meinung, dass es „doch kein blöder Urlaub“ ist. 
    
    Wer nicht alle Aufgaben lösen konnte oder wer wissen möchte, ob er richtig liegt, findet hinten im Buch die Lösungen und auch ein Wörterbuch mit den Bilder, die die Kinder „lesen“ sollten. 
    
    Ein spannende Feriengeschichte mit schönen Bildern und einem tollen Abenteuer.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Rotkäppchen rettet den Wolf – Ein Nicht-Märchen

    Rotkäppchen rettet den Wolf – Ein Nicht-Märchen

    Petra Piuk

    Gemma Palacio

    leykam:

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Schon der Begriff „Nicht-Märchen“ hat mir sehr gut gefallen. Ich habe schon einige Bücher, die aufgrund des Rotkäppchen-Märchens geschrieben wurden, aber dieses ist etwas ganz Besonderes.
    Zu Beginn gibt es einen Streckbrief von Anna, die, weil sie eine rote Kappe trägt, Rotkäppchen genannt wird. Auch die Leserin und der Leser könne ihren Streckbrief auf der nächsten Seite ausfüllen. Zur Einführung kann man eine Kurzfassung des Originalmärchens lesen und dann geht es los. Auch Anna wird zur Oma geschickt und auch sie muss dazu durch den Wald.
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    Dort findet sie Spuren eines Wolfes und auch zu ihm gibt es einen Steckbrief. Allerdings findet sie auch Müll, den sie einsammelt. Dann sucht sie den Verursacher und das ist ausgerechnet der Bürgermeister. Er erklärt ihr auch, dass der Wald einem Einkaufszentrum weichen soll. Das kann Anna natürlich nicht zulassen. In einem Aufsatz hat sie gerade etwas darüber geschrieben, wie wichtig Wölfe auch in unserer Zeit sind. 
    In ihrer Oma findet sie eine Unterstützerin und so werden Schilder gemalt und Mitstreiter gesucht. 
    Am Ende des Buches gibt es Tipps, was wir für die Rettung des Planeten tun können und ein Wolfsquiz. Das Rezept vom leckeren Kirschkuchen, den Mama für Oma gebacken hat ist auch noch zu finden. 
    
    So ein „Nicht-Märchen“ ist schon eine tolle Sache und zeigt sowohl die Wichtigkeit des Wolfes, der ja immer noch vielen Angst macht, als auch was ein „Rotkäppchen“ für den Planeten tun kann, denn ihr Berufswunsch ist schließlich „Planetenretterin“. Das könnten wir doch alle zu unserem Hobby machen.
    
    Dagmar Mägdefrau