• Hannes, Carlo und das Abenteuer vom Lesen

    Hannes, Carlo und das Abenteuer vom Lesen

    Jan Fearnley

    Brunnen

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Hannes, der mit dem Hund Carlo ein Zirkusabenteuer erlebt. 
    Die Kinder in Hannes Klasse sind sehr unterschiedlich, ein rothaariges Mädchen ist etwas pummeliger, ein Mädchen sitzt im Rollstuhl und trägt eine Krone, die Kinder haben unterschiedliche Hautfarben und eines bohrt in der Nase. Alle halten ein Buch in den Händen und Hannes ist ganz aufgeregt, weil er nicht gut lesen kann. 
    Den Nachmittag verbringt er im Tierheim, weil sein Mutter dort arbeitet. Sie bittet ihn, sich um einen alten Hund zu kümmern und so geht Hannes mit Carlo spazieren.
    mehr oder weniger lesen
    Doch der Hund besteht darauf, dass Hanne ihm vorliest und so trainiert Hannes, ohne es zu merken, das Lesen und wird immer besser. 
    
    Ein liebevolles Buch über eine ungewöhnliche Freundschaft, die dazu führt, dass Hannes ganz leicht lesen lernt. Dass es ein Happy End gibt, kann ich schon mal verraten, denn solche Bücher lieben die Kinder.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der Ort der lieben Dinge

    Der Ort der lieben Dinge

    Lorenz Pauli

    Katrin Schärer

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ich liebe einfach die wunderschönen Tierbilder von Kathrin Schärer. Die Tiere werden ganz natürlich gezeichnet und haben dennoch einen Gesichtsausdruck und eine Haltung, die ihre Gefühle sehr gut erklärt. 
    Auf dem Cover sitzt der Dachs unter dem Vogelbeerbaum, den er später mit dem Bär pflanzt. Der Einband zeigt die unterirdischen Wohnhöhlen einiger Tiere.
    Trotz des dunklen Hintergrundes wirkt der Dachs freundlich, er summt ein Lied und da fällt ihm seine Trommel ein. Bei der Suche nach dem Instrument findet er so einiges, was er nicht mehr benötigt. 
    mehr oder weniger lesen
    Er erinnert sich gerne an die Schaukel, die er heute nicht mehr nutzen kann. So beschließt er, diese Dinge zu begraben. Als der Dachs beim Bär vorbeikommt, möchte dieser gerne das Spiel, obwohl die Regeln fehlen, behalten. Der Hase erkennt seine Oma in dem verästelten Stock und die Mäuse wollen schaukeln. Stein und Bild finden Nutzen bei der Heuschrecke und dem Fucks. Nachdem die übrigen Dinge liebevoll eingegraben wurden, bringt der Bär noch den Vogelbeerbaum, der ihm im Weg ist. So sitzen am Ende die Tiere zusammen, Bär und Dachs spielen das Spiel nach neuen Regeln und lachen dabei.
    
    Fast finde ich, dass das Buch für mich geschrieben wurde. Es fällt mir nicht leicht, mich von alten Dingen zu trennen. Der Dachs hat es mir sehr gut vorgemacht. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Frau Leo legt los

    Frau Leo legt los

    Natalia Shaloshvili

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Frau Leo(pard) sitzt am Steuer des gelben Busses und chauffiert den Bären und den Hasen. Zunächst liegt Frau Leo schlafend auf ihrem Baum, um sie herum ist noch alles grau und etwas verwaschen sehen wir zwei Häuser. Dann fährt sie ihren gelben Bus durch die Landschaft und die Tiere steigen alle ein. Doch an einem Tag fährt ein „dunkler Schnups auf Rädern“ am Bus vorbei. In den nächsten Tages werden es immer mehr Autos und der Bus bleibt leer. Die ganze Seite ist voller Autos und dazwischen der leere Bus. Dann fordern die Autofahrer „Weg mit dem Schickschnack“ und meinen damit den Baum und den Bus.
    mehr oder weniger lesen
    Frau Leo kann nur einen Zweig ihres Baumes retten, den sie liebevoll einpflanzt. Sie selbst muss im Bus schlafen. Irgendwann waren die Tier vom Verkehr nur noch genervt, da tauchte Frau Leo mit dem Fahrrad auf. Auch das fanden die Tiere „sensationell“ und stiegen ebenfalls aufs Rad um. 
    
    Der Text besteht meist nur aus einem kleinen Satz und die verschwommenen Bilder zeigen die Entwicklung. Die Begeisterung, mit der die Tiere einer neuen Technik - erst dem Auto, dann dem Fahrrad - folgen, ist leider realistisch. Trotzdem ist es schön,  dass sie so schnell vom Bäumefällen und Autofahren abkamen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wie man Knurrbären besiegt und Keksräuber fängt & weitere Vorlesegeschichten von Hanna und Papa

    Wie man Knurrbären besiegt und Keksräuber fängt & weitere Vorlesegeschichten von Hanna und Papa

    Madlen Ottenschläger

    Mareikje Vogler

    esslinger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Fast ist Sommer und Hanna möchte gerne Geburtstag haben, leider ist der erst im Dezember. Aber sie möchte nicht warten und erfindet ein neues Fest, da kommt der „Zwischenlaus“ und er bringt Leihgeschenke mit. Das bedeutet Hanna und Papa packen Hannas Fernglas ein und Hanna „schenkt“ es ihrem besten Freund Benja, der ihr sein Wikinger-Kegelspiel mitbringt. Natürlich sind diese Geschenke nur Leihgaben und werden wieder zurückgegeben.
    mehr oder weniger lesen
    Wie ich finde, eine nachahmenswerte Idee. Sonst ist das Zwischenlausfest ein Fest wie andere, es gibt Limonade und Papa und Hanna backen „die leckersten Sterne der Welt.“ 
    Im nächsten Kapitel will Hanns unbedingt ein Abenteuer erleben und Papa und Hanna ermitteln verdeckt. Danach will Hanna ein Haustier haben, obwohl wie weiß, dass das nicht möglich ist. So birngt sie zusammen mit Benja einen Fisch mit nach Hause. Papa will einfach nicht aufstehen, er findet es noch zu früh, obwohl doch schon die Sonne scheint. Da beschäftigt sich Hanna alleine und hat dabei viel Fantasie.
    
    Vier lebensnahe Geschichten, die jeweils noch eine kleine weiterführende Geschichte mit sich führen.  Da es auch sehr viele schöne Bilder zu den Erzählungen gibt, eignet sich das Buch sehr gut zum Vorlesen. Papa und Hanna sind so aus dem Leben gegriffen und man spürt besonders die große Vertrautheit und Zuneigung der beiden. Ein tolles Buch. Meine Enkelin wird es sich gerne vorlesen lassen, denn auch sie ist im Dezember geboren und alle haben vor ihr Geburtstag. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wolke träumt

    Wolke träumt

    Paul de Moor

    Kaatje Vermeire

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Mädchen sitzt auf ihrem Bett und spielt mit einem kleinen weißen Haus. Weiß ist alles in diesem Buch - zumindest, was den Text angeht, denn die als weiß bezeichneten Dinge sind nicht immer so abgebildet. Die weißen Wolken führen zu dem großen weißen Land, in dem das Kind wohnt. „In dem großen weißen Land steht ein großes weißes Haus.“ Die Bilder sind ganz zart gezeichnet und leicht verwaschen. Dadurch wirken sie wie ein Traum, was sie ja auch sind, Das Mädchen trägt einmal eine Maske, die an einen Vogel erinnert, liegt auf einem Flokati und streckt die Beine in die Luft, daneben kratzt eine weiße Katze leicht an der Wand.
    mehr oder weniger lesen
    Das Mädchen schneidet etwas aus, klopft mit dem Löffel an ein Ei, während die Katze eine Bananenschale mit der Tatze antippt. Daraus entsteht ein Spiel, begleitet von dem Satz „Und die Bananen sind weiß.“ , obwohl sie auf dem Bild gewohnt gelb ist. Wieder sehen wir das Mädchen, wie sie  auf ihrem Bett konzentriert spielt. Aus dem Haus leuchtet ein Licht und das Bild wirkt auf mich sehr beruhigend. Am offenen Fenster steht das Mädchen als Vogel und schaut ins Mondlicht. Nun bekommt sie einen Namen „Wolke“ und sie träumt von dem weißen Land, dass sie zusammen mit der Katze entdeckt. Der Text wiederholt sich, die Bilder dazu sind vollkommen andere und am Ende, als Wolke wach wird, stellt sie fest „Das Mädchen bin ja ich!“
    
    Das Buch lebt von seinen wundervollen, verträumten Bildern. Kinder, die wie ich eher zur Realität neigen, werden mit dem Buch nicht viel anfangen können. Sie werden diskutieren, warum die gelbe Banane als weiß beschrieben wird. Träumer werden die Poesie lieben und begeistert die Bilder genießen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wohin du willst

    Wohin du willst

    Thomas Endl

    Mele Brink

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Einfach toll, wie die Trambahn mit den beiden Kindern an Bord über das Cover saust. Die Bahn fährt im Einband ruhig über die Schienen. Gustav und Marie entdecken auf dem Gelände des stillgelegten Güterbahnhofs eine alte Trambahn. Sie steigen ein und finden eine Fahrkarte, so kann die Fantasiefahrt losgehen. Ihr erstes Ziel ist eine Ritterburg. Hoch über den Häusern fliegend erreichen sie ihr Ziel. Nachdem sie sich das Turnier angeschaut haben, möchte Marie weiter zum Kaiser von China. Dort wird der kleine Kaiser auf einem Papierdrachen durch die Stadt getragen, am Himmel schweben Lampions.
    mehr oder weniger lesen
    Denen wollen die Kinder nachfliegen. Auf geht es zum Mond und dort lernen sie den Mann im Mond kennen, der ihnen Lichttee anbietet. Marie will jetzt wieder nach Hause, aber Gustav will noch auf eine Schatzinsel. Doch die Piraten sind nicht besonders freundlich, deshalb fahren sie schnell wieder los. Nach vielen Überlegungen, wo es noch hingehen könnte, landen sie nachts im Wald. Jetzt wollen sie „Nurnachhause“.
    
    Diese fantasiereiche Geschichte lebt besonders von ihren herrlichen Bildern. Die Bahn, die ein Gesicht hat, das Gefühle ausdrücken kann, die spannenden Ziele, die so lebhaft dargestellt werden. Da macht es einfach Spaß, mit den beiden auf Reisen zu gehen, und wenn es am Ende noch ein wenig gruselig wird… Hauptsache am Ende sind die Kinder wieder am Ausgangsort und planen für morgen neue Abenteuer. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hugo und die Legende von Burg Drachenhügel 

    Hugo und die Legende von Burg Drachenhügel 

    Max Kaplan

    Lev Kaplan

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Beeindruckend ist schon das Cover, zart gezeichnet sehen wir einen Raben, der im Helm einer Ritterrüstung sitzt und ein versiegelte Rolle Papier in den Krallen hält. Der Rabenopa mit Barett auf dem Kopf und vielen Papierrollen unter dem Flügel, fragt seinen Enkel, ob er weiß, warum die Burg, die wir im Hintergrund sehen „Drachenhügel“ heißt. Er erzählt seinem Enkel die Geschichte, die damit beginnt, dass Lucia, die Große, das Königreich regiert und alle, Mensch und Tier, sehr zufrieden sind.  Hugo, ein Junger Rabe wünscht sich nicht sehnlicher als Postrabe zu werden. Um seine Arbeit zu erleichtern, erfindet er gerne etwas zu Erleichterung. Doch im benachbarten Königreich hat Rudolf böse Pläne, er will Lucias Reich überfallen. 
    mehr oder weniger lesen
    Dazu wendet er eine List an und Lucias Truppen wollen einem andren König zur Hilfe eilen. Das nutzt Rudolf und eilt zur Burg der Königin. Da der Postrabe verletzt in den Burghof fällt, kann er seine Botschaft nicht überbringen. Alle Tiere um ihn herum sind ratlos. Da Rudolf zu seinen Generälen gesagt hat, dass ihn nur ein Drache aufhalten könne, hat der junge Rabe einen Plan. 
    
    Die Bilder mit den mittelalterlich gekleideten Menschen und Tieren ist so wundervoll gestaltet, die Bilder sind detailreich gezeichnet und geben die Atmosphäre sehr gut wieder. Die Szenen mit den Soldaten und dem angreifenden König vermitteln uns ein Gefühl von Krieg und der clevere kleine Rabe, der alle retten kann, weil er dem König und seinem Heer Angst machen kann, diese Lösung wünschen wir uns alle. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Aquarium bleibt heute geschlossen

    Das Aquarium bleibt heute geschlossen

    Michael Augustin

    Andrea Ringli

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Alle Tiere im Aquarium haben Probleme „Der Hecht fühlt sich schlecht.“ und „Der Schnapper wird immer schlapper.“
    Jede Seite bildet zwei Tiere ab, die sehr leidend aussehen, so hält die Scholle eine Wärmflasche mit der Flosse. Ein Fisch untersucht den Delfin mit dem Stethoskop und der Wal benötigt einen Schal, den die Krabbe ihm reicht. Der grippale Aal ist ganz in einen Strickschlauch gehüllt und „Der Muräne wackeln die Zähne“. Der weinende Hummer hat Kummer und „Der Stör ein Malheur“. Ja und aus all diesen Gründen ist das Aquarium geschlossen.
    mehr oder weniger lesen
    Wundervolle Reime auf die Tiernamen machen das Buch zu einem echten Vorleseknüller.
    Daneben kann man sich auch noch die Tier ansehen und ihre Namen lernen.
    Toll, dass wir uns auch in dem geschlossenen Aquarium umsehen durften.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin etwas schüchtern

    Ich bin etwas schüchtern

    Elisabeth Longbridge

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Irgendwie schaut uns der blaue Pfau schon ganz schüchtern vom Cover an. Ein Pfau streckt seinen Hals ins Bild und ruft „Hallo“ noch ist das Tier, das „Hallo“ antwortet, nicht zu sehen, dann schiebt sich ein kleiner Kopf ins Bild und erklärt, er sei zu schüchtern und er komme nur im Dunkeln raus. Grund dafür ist sein großer Schweif, traurig lässt er den Kopf hängen. Da führt ihn der andere Pfau zu seinen Freunden, den Schwan mit dem langen Hals, zu der Eule mit den großen Augen, dem Flamingo mit den langen Beinen und dem Tukan mit dem Riesenschnabel. Alle Tiere erklären, warum ihre großen Körperteile für sie wichtig sind.
    mehr oder weniger lesen
    Dann zeigt der Pfau den anderen seinen Schweif, den er zu einem wunderschönen Rad geschlagen hat. „Vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm.“ Meint er dazu. So endet das Buch mit der Erkenntnis „Wir sind alle besonders, ob groß oder klein.“ 
    
    Der Text besteht meist nur aus wenigen Sätzen und doch macht er klar, dass es keinen Grund gibt, sich zu schämen und schüchtern zu sein. Erstaunlich ist es, dass die minimalistisch gemalten Bilder so viel aussagen. Dieser schüchterne Blick ist einfach so schön eingefangen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Monstergeburtstag

    Monstergeburtstag

    Helga Bansch

    Jungbrunnen

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Liebenswerte Monsterchen sind auf dem Cover zu sehen, dazu lachen sie noch fröhlich. 
    Aribute trägt eine goldene Krone und ihr Freunde kommen zu ihrem Geburtstag und wünschen „Alles Gute, Aribute!“ Da kommt der fürchterliche Rapippe mit einer schweren Kiste und damit beginnt das Chaos. Er tritt Wurmel auf den dünnen Schwanz und in kleinen Szenenbildern sehen wir, wie das Unglück seinen Lauf nimmt. Alle und alles liegen durcheinander auf dem Boden. Da sich aber die Kiste geöffnet hat, sind die Monster zunächst neugierig und fangen gleich zu bauen an.
    mehr oder weniger lesen
    Wieder in kleinen Bilder sehen wir, wie sich die Geburtstagsgesellschaft mit den Gegebenheiten arrangiert. 
    Eine nette Monsterbande feiert fröhlich Geburtstag und trotz aller Schwierigkeiten gibt es keinen Streit, es wird ein wundervoller Tag, den sie gerne wiederholen werden. Die Monster sehen nicht zum Fürchten aus, sie wirken freundlich und lieb und das sind sie dann ja auch. Eine herrlich fröhliche Geburtstagsgeschichte mit schönen bunten Bildern und lustigen Reimen auf die ungewöhnlichen Namen. „Was für eine monstermäßig schöne Wippe, Rapippe!“
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Willkommen in Schneckenhausen

    Willkommen in Schneckenhausen

    Christiane Rittershausen

    Simone Leise-Bohm

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Lu, die kleine Nacktschnecke, mit den anderen Schnecken aus Schneckenhausen. Sie schaut fröhlich in die Welt.Im Einband erfahren wir einiges über Schnecken - weltweit gibt es 100.000 Arten. Wow! 
    Leider wurde Lus Pilz von einem Wildschwein gefressen und so muss sie sich ein neues Zuhause suchen. Von Schneckenhausen ist sie ganz begeistert und sie möchte gerne hier bleiben. Aber alle anderen Schnecken haben ein Haus und eine Aufgabe. Es gibt eine Bürgermeisterin, einen Pizzabäcker, eine Müllabfuhr, eine Reporterin und einen Postboten. Lu versucht sich in vielen Berufen, aber leider bringt sie immer nur alles durcheinander.
    mehr oder weniger lesen

    Deshalb befürchtet sie, das sie nicht bleiben kann. Doch dann regnet es ganz schrecklich und das Dorf versinkt in einer Pfütze. Durch ihren schnellen Einsatz kann Lu die anderen Schnecken retten und so freuen sich alle, dass sie die Feuerwehr übernimmt. 

    Auch wenn wir zunächst nicht wissen, was unser besonderes Talent ist, im Notfall stellt es sich dann heraus. So ist  klar, alle sind wichtig. Die schöne Geschichte hat seinen etwas längeren Text und die Bilder sind bunt und fantasievoll gemalt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Vertragt euch

    Vertragt euch

    Katja Reider

    Almud Kunert

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf beiden Seiten des Flusses wohnen Bären und sie leben lange Zeit ohne Probleme zusammen. Doch dann werden die Fische knapp und schnell verdächtigt man die Bären auf der anderen Seite, daran schuld zu sein. Plötzlich wissen sie die schrecklisten Dinge von den anderen Bären.  Dann werden Wachen aufgestellt, die den Fluss mit einem Boot abfahren.
    Jaro ist ein junger Bär, der mit all den Gerüchten groß geworden ist. Doch bei einem Sturm landet er auf der anderen Flussseite bei den anderen Bären und muss feststellen, „Die sind ja wie wir!“
    mehr oder weniger lesen
    So lernt er Juli kennen. Ihre Geschichte kann man lesen, wenn man das Buch umdreht und es von hinten liest. Die Seite in der Mitte des Buches ist geteilt und jeweils auf dem Kopf zu sehen. Hier wird sich versöhnt und der Streit beendet.
    
    Die Bilder im Buch zeigen die angekleideten Bären und ihren Alltag. Leider kann man die beiden in der Buchmitte schwer ausmachen, da sie nicht wie üblich gekleidet sind. Das bemängelt zumindest mein Enkel. Dass Feindschaft oft entsteht, weil man sich nicht kennt und Gerüchte über die anderen als Wahrheit genommen werden, wird hier sehr gut deutlich. Miteinander sprechen und sich näherkommen, dadurch werden Probleme oft beseitigt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Was passiert denn da?

    Was passiert denn da?

    Antje Damm

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die Bilder in diesem Buch sind unterschiedlich gestaltet. Einige sind wie das Cover gezeichnet, andere fotografiert oder als Collagen gestaltet. Immer zeigt das Bild auf der rechten Seite eine Situation und wenn man umblättert, hat sich etwas getan. Man kann dann überlegen, wie es zu der neuen Szene gekommen ist. Eine Hähnchenkeule liegt auf dem Teller und der Hund sitzt im Körbchen. Im nächsten Bild liegt der Hund mit dickem Bauch im Körbchen und schläft, der Junge schaut auf den abgenagten Knochen auf seinem Teller.
    mehr oder weniger lesen
    Eine Tube Senf und daraus wird ein Reptil „gezeichnet“. Das Kind schaut sich die Schuhe im Regal an und zieht vier Unterschiedliche Hände und Füße an. Eine Puppe (ein Kind?) wird an Händen und Füßen geschaukelt, dann liegt es in drei Teile zerbrochen in Schachteln. Das Mädchen in Unterhose malt sich Streifen wie das Zebra, da ihr gegenübersteht. Neben dem Aquarium steht Futter und eine Flasche Ketchup. Dann ist das Wasser rot und die Fische strecken die Zungen heraus. Das Kind sitzt auf der Toilette und über den Waschbecken stehen einige Flaschen, dann schlängelt sich eine rote Schlange durchs Bad. Zwei Kinder stecken zusammen in einem grauen Pullover, der zunächst allein im Bild zu sehen ist. Vier Kinder haben ihre Hände hinter dem Rücken und haben dann Utensilien zum Geburtstag in den Händen. 
    
    Während meine Enkelin das Buch nochmal anschauen wollte, fühlte ihr Opa sich dabei nicht richtig wohl. Er regiert oft mit Unverständnis. Die Dinge, die da passieren sind oft lustig und unerwartet, aber manchmal auch böse. Das muss man mögen, die Kinder tun es.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der Heissbär

    Der Heissbär

    Axel Fischer

    Kleine Kinderbuch Raketen

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover ist der Heissbär zu sehen, wie er gemütlich mit Sonnenbrille auf seiner Eisscholle sitzt. Im Einband begegnen uns noch andere Bären mit entsprechend lustigen Abbildungen, z. B. der Surfbär und der Faulbär. 
    Noch sind die Liegen auf dem Eis leer, doch in der großen Sprechblase steht „Bäääär“ so stellt der sich uns vor. In der Vergangenheit saß er noch frierend mit einem heißen Tee herum, jetzt schlürft er eine Kokosnuss mit dem Strohhalm leer. Mit dem Barchef Herrn Hai kommt er darauf zu sprechen, dass es immer wärmer wird. So beschließen die beiden „Wir retten die Welt, wir müssen alle warnen!“ und geben sich die Pfote drauf.
    mehr oder weniger lesen
    Der Bär trägt jetzt den Umhang und die Maske eines Superhelden. Sie geraten an einen Angler und erklären, dass es höchste Zeit ist, etwas zu tun. Die beiden Tiere haben sich schon überlegt, was die Menschen tun können, und so sehen wir die Bilder zum Fahrrad oder Bahnfahren oder zum Wasser sparen. „Wir können es schaffen, doch nicht allein!“ und der Mensch muss kapieren, dass er seine Freunde informieren muss. Das macht Bär mit einem Schild „Rettet die Eisbären!“ und einem Megafon. Nach der Rückkehr gibt es ein Fest in der Bar und das Resümee lautet „Zusammen werden Wunder wahr, besuchst du uns in der Heissbär-Bar?“
    
    Der schön gereimte Text ist in sehr dynamischer Schrift gedruckt und die Bilder sind trotz des ernsten Themas fröhlich und bunt. Am Ende des Buches finden wir eine Malvorlage und ein Poster, sowie Werbung mit Gutschein für ein T-Shirt. 
    
    Mir ist klar, dass das Thema Klimawandel und die Konsequenz für die Natur und letztlich auch für uns Menschen sehr wichtig ist und dass auch  Kinder schon früh lernen müssen, ihr Verhalten darauf einzustellen und Ressourcen einzusparen. Hier ist alles sehr vereinfacht und positiv dargestellt. Wollen wir hoffen, dass es so kommen kann. Glauben tue ich es leider nicht.
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Die Kartoffel und der Sinn des Lebens

    Die Kartoffel und der Sinn des Lebens

    Birte Müller

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch beginnt mit den Worten „Es war einmal…“, aber ein Märchen ist es eigentlich nicht. Alle Kartoffeln wissen, dass der Sinn ihres Lebens darin besteht, gegessen zu werden. Doch eine kleine Kartoffel will nicht in die Kartoffelsuppe. Sie sagt „Gar nichts muss ich“ und kullert vom Tisch. Im Garten fragt sie den Vogel nach seinem Lebenssinn und er antwortet „Ich sitze einfach im Baum und singe.“ Der Regenwurm gräbt die Erde um und dient dem Vogel als Nahrung. Die Hummeln bestäuben die Pflanzen und die Blume duftet und bietet Nektar und am Ende frisst sie der Regenwurm.
    mehr oder weniger lesen
    Dem Stein reicht es,  “einfach nur da zu sein und in der Sonne zu liegen.“ Das fand die Kartoffel alles sehr aufregend, aber für sie war es nicht sinnvoll. Müde legte sie sich hin und „kuschelte sich in die warme Erde.“ So bekam sie Wurzeln und aus ihr wurden viel andere Kartoffeln. 
    
    Die Bilder sind wohl im Kartoffeldruck entstanden und in Erdfarben gehalten, das passt gut zum Thema. Für die Kinder ist es sehr spannend, die Kartoffel zu begleiten und einiges über die Natur zu erfahren.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Herr Kleemann und sein Fisch

    Herr Kleemann und sein Fisch

    Beate Teresa Hanika

    Merle Goll

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Herrn Kleemann. Er ist unterwegs zum Teich, um zu angeln. Er sitzt lange dort, bis er einen Fisch gefangen hat. Der Fisch ist sehr groß und silbern, mit goldenen Punkten am Bauch. Herr Kleemann tut ihn zunächst in einen kleinen roten Eimer und nimmt ihn so mit nach Hause. Dort schüttet er das Wasser mit dem Fisch in die Badewanne, die er voll Wasser hat laufen lassen. Frau Kleemann ist zunächst wütend, weil sie den Fisch braten wollte, doch als sie ihn in der Wanne sieht, ist auch sie verzaubert von seiner Schönheit.
    mehr oder weniger lesen
    Die beiden essen Kartoffelbrei und rote Rüben und es gibt keinen Fisch dazu. In den nächsten Tagen verlegen sie ihren Alltag ins Bad, damit der Fisch Unterhaltung hat. Aber er wird dann doch traurig so allein in der kleinen Wanne.
    So machen sich die beiden auf und bringen den Fisch in einen schön gelegenen Teich mit klarem Wasser. Gemeinsam und ohne Angel werden sie ihren Fisch dort noch oft besuchen.
    Man sieht das Ehepaar eng zusammen auf einer Decke sitzen und den Teich anschauen, ein Bild voller Harmonie und Liebe.
    
    Die Eheleute Kleemann sind ein tolles Paar. So sind sie sich einig, dass der Fisch zu besonders ist, um gegessen zu werden. Die Bilder strahlen die gegenseitige Liebe der beiden wieder und sind  sehr gefühlvoll. Der Text ist schon ein wenig lang, aber schön zu lesen und gut zu verstehen. Ob Kinder danach noch bereit sind, Fisch zu essen, weiß ich nicht, aber Kartoffelbrei und rote Rüben sind schließlich auch lecker.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Palomino

    Palomino

    Escoffier Michaël

    Matthieu Maudet

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Was für eine spaßige Idee, da wünscht sich ein Pferd ein Mädchen. Palomino lernen wir schon auf dem rotorangen Cover kennen. Ein fröhliches gelbes Pferd, das meist auf zwei Beinen steht und läuft. Am Esstisch kommt das Gespräch wieder auf den Wünsch nach einem Mädchen. Das Argument lautet, „Arizona hat auch ein Mädchen!“ Arizona zeigt Palomino auch die Horde Mädchen, die am Fluss spielt. Gleich sucht sich Palomino ein Mädchen aus, das ihm gefällt und stellt sich vor was er alles mit ihr machen kann.
    mehr oder weniger lesen
    Dann stürzt er sich ungeachtet der Gefahr in den Fluss, um das Mädchen zu holen. Arizona erkennt die Gefahr und holt Palominos Eltern zu Hilfe. 
    
    Das Buch hat einfache klare Bilder und ist ein Comic, denn die wörtliche Rede ist immer in Sprechblasen zu lesen. Deshalb finde ich das Buch auch geeignet für Leseanfänger. Mit den kurzen Texten haben aber Kitakinder sicher ihren Spaß an der Umkehrung der Situation.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Samis Sprache

    Samis Sprache

    Arzu Gürz Abay

    Elif Cinbas Karaca

    fizzy lemon

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir schon die Worte, um die es in diesem Buch geht - das deutsche Wort „viel“ und das türkische Wort „fil“. Beide hören sich gleich an, meinen aber etwas völlig anderes. 
    Sami, der kleine Junge in der Mitte, steht früh auf, weil er heute das erste Mal in den Kindergarten darf. Er sitzt schon früh mit seiner neuen Tasche in der Küche und wartet auf Papa.
    Doch als er merkt, dass er etwas Wichtiges vergessen hat, ist er schon im Kindergarten und sein Papa ist gegangen. Leon geht freundlich auf den neuen Jungen zu und stellt ihm eine Frage, doch Sami versteht ihn nicht.
    mehr oder weniger lesen
    Lena nimmt Sami mit in den Morgenkreis, wo sie ein Lied singen. Dort sagt Sami „fil“ und die Kinder antworten ihm, weil sie „viel“ verstanden haben. So geht es in unterschiedlichen Situationen, immer sagt Sami nur das eine Wort und wird missverstanden, trotzdem sind wohl alle zufrieden mit dem Gespräch. Als Sami traurig ist, antwortet Lena verständnisvoll „Klar, am ersten Tag ist dir alles zu viel.“ Erst als Samis Papa ihn abholt und sein Schmusetier einen Elefanten, der auf Türkisch „fil“ heißt, mitbringt, klärt sich alles auf.

    Obwohl ich es mir schrecklich vorstelle, ohne die Sprache zu verstehen, allein in den Kindergarten gehen zu müssen, ist das hier wohl nicht das Problem. Sami ist zufrieden dort und ist nur traurig, weil er den Elefanten vergessen hat. In dem Buch taucht keine Erzieherin auf, die versuchen könnte, einzugreifen, nur die drei Kinder agieren miteinander und das funktioniert sehr gut. Das zeigt auch, dass die gemeinsame Sprache hier nicht so wichtig ist, die Kinder kommen gut klar, weil sie sich auf einer anderen Ebene gut verstehen.

    Dagmar Mägdefrau