• Baby Mia – Ich habe Angst

    Baby Mia – Ich habe Angst

    Rocio Bonilla

    Jumbo

    Baby Mia

    Verlagsempfehlung ab 1 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die kleine Mia in ihrem grau-weißgestreiften Strampelanzug mit bibbernden Zähnen. Vielleicht sind das für so ein kleines Kind ein paar zu viel.
    Schon auf dem Cover war die Spinne zu sehen und auf der ersten Seite fürchtet sich Mia sehr vor dem Tier mit den leider nur sechs Beinen. Obwohl es sich hier nicht um ein Sachbuch handelt, sollte man eine Spinne immer mit acht Beinen zeichnen. 
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    Ob die Aussage „Spinnen tun dir nichts“ wirklich zur Beruhigung beiträgt? Natürlich hat Mia auch Angst im Dunkel, da kann eine Lampe schon helfen. Auch die Angst vor der Höhe des Hockers, auf dem Mia steht, wird mittels einer helfenden Hand vertrieben. Neben Papa auf der Couch ist auch das Gewitter nicht mehr so unheimlich. Da taucht eine Maus auf und Mia füttert sie liebevoll mit Käse, während Papa sich auf den Stuhl flüchtet.
    Die Bilder sind wieder (bis auf die Spinne) ganz toll gezeichnet. Ob das Lesen des Buches Angst nimmt, wage ich zu bezweifeln, aber Papas Angst vor der Maus bringt auf jeden Fall einen Lacher. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Suche und finde! – In der Stadt

    Suche und finde! – In der Stadt

    Joachim Krause

    Lila L. Leiber

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 24 Monate

    Wimmelbücher, in denen man was suchen kann, sind eine schöne Übung zur Konzentration und zum Lernen neuer Begriffe. Hier sind wir in der Stadt unterwegs, das heißt, es geht um Szenen, die die Kinder aus dem Alltag kennen. So sehen wir Bahngleise, Züge und viele Menschen in den unterschiedlichsten Situationen. Ein kurzer Text erklärt das Bild und einige Personen oder Dinge aus dem Bild sind abgebildet und sie sollen gesucht werden. Es folgt eine Straßenszene mit Geschäften, in deren Schaufenstern viel zu entdecken ist. 
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    Auf dem Spielplatz inmitten der Siedlung spielen viele Kinder und Bauarbeiter laden ab. Das Angebot auf dem Markt ist vielfältig. Auch im Park ist viel Betrieb und in der hübschen Altstadt wird geheiratet. Mit der Rolltreppe geht es ins Kaufhaus und mitten im Kreisverkehr ist ein Spielplatz mit Rutsche. An der Tankstelle gibt es ein besonderes Angebot, denn da muss ein Polizist den Verkehr regeln. Bei Regen gibt es einen Unfall auf der Autobahn und zuletzt liegt ein Kutter in einem kleinen Hafen. 
    Das Buch ist sehr vielseitig und die Bilder sind schon kleinformatiger gezeichnet. Da gibt es also ganz viel zu entdecken und die Kinder haben sicher lange Zeit Spaß daran, sich die Bilder anzuschauen und ein Pappbilderbuch kann man schon früh selbst in die kleine Kinderhand nehmen.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Der kleine Buddha und das gemeinsame Glück

    Der kleine Buddha und das gemeinsame Glück

    Claus Mikosch

    Cornelia Pompsch

    Herder

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den kleinen Buddha im Schneidersitz im Park sitzen und meditieren. Es wohnt in einem Baumhaus im Park und ist meist glücklich, denn „Er liebt das Leben, das Hier und Jetzt!“ Am liebsten sitzt er, wie auf dem Cover, und hört mit geschlossenen Augen auf die Geräusche um ihn herum. Seine Freunde Carla und Ben spielen im Bach und bauen Türme aus Steinen. Der kleine Buddha baut auch einen Turm und als die Kaninchen ihn umstoßen, bleibt er ganz ruhig.
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    Doch seine Freunde streiten um die Größe der Türme und werfen diese dabei um. Sofort gibt es neuen Streit. Da hört unser Buddha in sich hinein und ihm fällt eine sehr schöne Lösung ein. Sie bauen zusammen einen noch viel größeren Turm. Als die Kaninchen den wieder umwerfen, ist das nicht so schlimm, denn nun wissen die Drei „Zusammen sind sie stärker als alleine und das ist, was zählt.“
    Das Buch richtet sich an kleine Kinder und ich finde, es ist dem Autor gelungen, die Ruhe und Gelassenheit, die der kleine Buddha hat, zu vermitteln. Ebenso schön ist das gemeinsame Bauen des Turms und die Erkenntnis daraus kindgerecht vermittelt worden. Die schönen Bilder, insbesondere der Turm, für den man das Buch hochkant halten muss, ergänzen die Geschichte bestens.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Mein riesengroßes WimmelSuchBuch Dinosaurier & Co.

    Mein riesengroßes WimmelSuchBuch Dinosaurier & Co.

    Antje Flad

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    In diesem großformatigen Pappbilderbuch kann man 25 Arten suchen und entdecken. Auf dem Cover jagt ein T-Rex einige Exemplare aus der Gattung Ornithomimus. 
    Die Doppelseite bildet viele Dinos ab, es beginnt mit der späten Trias-Zeit in einem Sumpfgebiet. Zum kurzen erklärenden Text gibt es einfache Bleistiftzeichnungen der Dinos auf dem Bild mit der jeweiligen Anzahl, in der sie dort vorkommen. So lernt man die schwierigen Bezeichnungen und kann die Tiere auf den Bild wiederfinden. Auf dem nächste Bild kann man 2 Mal einen Stegosaurus finden, danach geht es ins Wasser, hier schweben fünf Ammoniten herum, die es auch heute noch gibt. 
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    Pterosaurier sind in den Lüften unterwegs, einige Exemplare, wie der Pteranodon sind hier abgebildet. Am Ende gibt es noch ein Saurier-ABC, in dem alle vorgekommenen Saurier mit einem kleinen Steckbrief abgebildet sind.
    Mein ältester Enkel hat sich schon früh für Saurier interessiert und ihm hätte so ein robustes Buch sicher gut gefallen. Die meisten Kinder werden sicher etwas älter als zwei sein, wenn sie sich für dieses Thema erwärmen. Aber die spannenden Bilder anschauen, macht sicher einigen Spaß, kann  aber auch anderen Angst machen. Da sollte man schon gemeinsam ins Buch schauen und die Reaktion der Kinder abwarten.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Balduin bleibt grün

    Balduin bleibt grün

    Fritzi Bender

    Charlotte Hofmann

    Henfri Books

    Balduin

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Balduin ist ein kleines Chamäleon, das in den Chamäleonkindergarten geht. Dort sieht es ein wenig so aus wie in den Kindergärten, in den Menschenkinder gehen. Dort gibt es einen Raum zum Turnen mit Bällebad, Sprossenleiter und Hängebrücke. All diese Sachen sind farbig und die Erzieherin Frau Sogehtdas erwartet, dass die Chamäleonkinder ihre Farbe dem Untergrund anpassen. Doch Balduin sieht das nicht ein und weigert sich, er verlangt, dass ihn ein Grund dafür genannt wird und nicht immer nur gesagt wird, dass Chamäleons das eben so machen. Die Erzieherin verspricht, am nächsten Tag eine Erklärung anzubieten, doch dann erlebt Balduin etwas, dass ihm zeigt, dass es in gefährlichen Situationen durchaus gut ist, wenn man seine Farbe zur Tarnung verändern kann. 
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    Der Text ist schon ganz schön lang, allerdings ist die Geschichte so spannend, dass man gerne wissen möchte, wie es weitergeht. Dazu kommt, dass die Kitakinder sich gut in die Situation von Balduin hineinversetzten können, denn das „Warum“ ist in diesem Alter eine wichtige Frage. Besonders schön sind die Illustrationen, die kleinen Chamäleonkinder sind so liebenswert dargestellt und in den Kindergarten würden sicher auch alle gerne gehen wollen.
    Frau Sogehtdas ist eine liebevolle, aber auch strenge Erzieherin. Es passt einfach alles.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Wer steigt ein?

    Wer steigt ein?

    Vera Eggermann

    Atlantis

    Verlagsempfehlung ab 1 Jahre

    Auf dem Cover sind alle zu sehen, die in dem Buch vorkommen und die einsteigen.
    Vorne steht ein Kettcar, an dem ist ein Korb auf Rädern angebunden, an zwei blauen Schüren folgt ein weißer Plastikstuhl, danach ein lila Plastikwäschekorb und zuletzt eine Bananenkiste. Auf den Reitern sind die Zusteigenden zusehen. Als erstes steigt die Katze Miki in den Korb. Glub ist ein grünes Etwas mit Glubschaugen, da es oben sitzen will, setzt es sich auf die Stuhllehne. 
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    Der Yeti nimmt den Wäschekorb und Gansa setzt sich auf den Stuhl. Nach dem Hundertfüßer folgt Mann Max. Auf der letzten Seite steht die Frage „Alle sind da. Aber wer steuert?“
    Ein kleines Pappbilderbuch mit weißem Hintergrund und jeweils einem Satz auf jeder Seite. (bis auf die letzte) Aber die Kinder haben viel zu sehen, vor allem Dinge, die sie kennen und eine Komposition, die sie nachbauen könnten. Dazu dieses Ende, dass die Fantasie anregt.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Jeder hat mal einen schlechten Tag

    Jeder hat mal einen schlechten Tag

    Kaye Umsnsky

    Ben Mantle

    Brunnen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Eine Ente mit Schleife schmückt das Cover, es handelt sich um Enno, den immer freundlichen Erpel. Er ist einfach höflich und freundlich zu allen anderen. Alle finden „Diese Ente Enno ist so nett.“ Wenn einer krank ist, wünscht er ihm mit Kuchen und Ballon eine gute Besserung und er kann stundenlang zuhören. - Ein Freund, wie ihn sich jeder wünscht
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    Doch dann steht Enno mit den falschen Bein auf und ist „gar nicht nett“. Er quakt die Katze an, ignoriert seine Freunde und macht keinen Platz im Bus frei. Die Freuden machen sich Gedanken „Was ist nur mit Enno los?“  Aber sie bleiben nett zu ihm und kaufen ihm sogar ein Eis. Sie tun all das für ihn, was er sonst für sie getan hat… bis Enno wieder der Alte ist. 
    Jeder hat ja mal einen schlechten Tag und dann ist es toll, wenn die Freunde trotzdem zu einem halten und sich nicht abwenden. Enno hat zum Glück solche Freunde. 
    Mit einem Lächeln habe ich das Buch zur Seite gelegt und ich freue mich schon darauf, es vorzulesen, denn Enno ist wirklich ein toller Typ und er hat wundervolle Freunde. Die Bilder sind dynamisch und bunt, der Text ist nicht sehr lang und gut zu lesen.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Auch du bist ein kleines Wunder

    Auch du bist ein kleines Wunder

    Jana Chapman

    Brunnen

    Jana Chapman

    Wundervoll, wie die kleine Maus inmitten der Löwenzahnwiese nach der Biene schaut. Ein Cover, das mich mit seiner Zartheit sehr anspricht. 
    Aber die Geschichte beginnt mit einem unzufriedenen Frosch in seinem Teich. „Mir reicht`s!“ beschließt er und will die Welt entdecken. Und schon taucht die Löwenzahnwiese mit der Maus auf. Die beiden machen sich in den Wald auf und der Frosch staunt über die großen Bäume (dazu muss man das Buch hochkant halten).
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    Die Maus weiß zu berichten, dass alles mit einem Samen anfängt und die Eichhörnchen schütteln die Zapfen, damit die beiden die Samen herabfliegen sehen können. Doch bald sind die beiden Tiere wieder am Teich und die Maus springt hinein, weil es ihr so warm ist. Da entdeckt sie die Unterwasserwelt des Frosches und als er ihr noch erzählt, wie er zum Frosch wurde, sagt die Maus begeistert zu ihm „Frosch, du bist ein Wunder.“ 
    Schöne poetisch anmutende Bilder und eine Geschichte, die zeigt, wie Leben entsteht und dass Freundschaft etwas Wunderbares ist.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Ein Tag im Schloss

    Ein Tag im Schloss

    Miriam Koch

    Susanne Lütje

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Nach „Ein Tag im Leuchtturm“ lernen wir nun den Tagesablauf im Schloss kennen. Die Form des Buches entspricht den Umrissen eines Schlosses und ist schon deshalb ein besonderes Pappbilderbuch. Das Cover zeigt das Schloss von außen und Prinzessin Pina winkt uns fröhlich zu. Die erste Doppelseite zeigt sie in ihrem Bett beim Frühstück. Hier sehen wir auch den kleinen grünen Drachen und die schöne gestreifte orange Katze. Danach werden uns die andren Zimmer gezeigt, im Keller schläft ein Geist. Pina kommt vom Ausritt zurück und muss ihr Pony striegeln. Dann saust sie auf dem Treppengeländer nach unten, um im Thronsaal eine Vorstellung zu geben. Am Abend liegt unsere kleine Prinzessin schon schlafend in ihrem Bett. 
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    Ich frage mich, ist das jetzt wegen der weiblichen Protagonistin und der vielen rosa Farbe ein typisches Mädchenbuch? Allerdings ist Pina schon eine sehr aktive Prinzessin, die Hand anlegt und sich nicht sehr prinzessinnenhaft benimmt. In jedem Fall macht das Anschauen Spaß und die kleinen Vierzeiler sind gut zu lesen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Baby Mia – Es ist Zeit zu baden!

    Baby Mia – Es ist Zeit zu baden!

    Rocio Bonilla

    Jumbo

    Baby Mia

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Diese kleinen Pappbilderbücher um Babymia sind immer Anschauens wert. Diesmal geht Mia baden. Deshalb war ich erstaunt, dass der Hund Luke zunächst Gassi geht. Babymia, wie immer im gestreiften Ganzteiler, schaut hinter Papas Bein hervor dem Hund hinterher. Dann geht sie mit viel Spielzeug im Arm Richtung Bad. Ausgezogen steht sie vor der vollen Wanne, die „so viele schöne Blasen“ hat. 
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    Wir sehen nur Mamas Hand und etwas Arm, sie sagt Mia, was sie waschen soll. Danach wird gespielt und dann wird Mia in ein großes grünes Handtuch gepackt und wir „hören“ ein Wuff. Luke macht Mia mit seinen dreckigen Pfoten am ganzen Körper wieder schmutzig und Mia wird wohl noch einmal baden müssen. Auf der letzten Doppelseite sind wieder Begriffe zu sehen, die wir im Buch finden können. 
    Eine fröhliche kleine Geschichte mit wundervollen Bildern. Und kurzen Texten.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Irgendwie Anders

    Irgendwie Anders

    Kathryn Cave

    Chris Ridell

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahr

    Das sitzt der kleine blaue Anders auf seinem gemütlichen Sessel und schaut etwas verloren aus dem Cover. „Er wusste, dass er irgendwie anders war, denn alle fanden das.“ Ein sehr trauriger Anfangssatz. So steht er ganz allein mit dem Rücken zu uns und alle anderen Tiere lehnen ihn ab. Egal, wie Anders auch versucht, mit den anderen zu spielen, sie weigern sich, denn er isst komische Sachen. So geht Anders zu sich nach Hause und die Tiere schauen ihm hinterher, besonders die Giraffen schauen sehr böse. 
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    Als er zu Hause ist, klopft es an seine Tür und ein Etwas möchte zu ihm hinein. Anders gefällt das nicht und auch als Etwas ihm erklärt, dass sie sich ähneln, kann er den Neuen nicht akzeptieren. Erst als Etwas traurig losgeht, holt ihn Anders wieder zurück. Sie machen nun alles zusammen, auch die Spiele an denen Anders nicht teilhaben durfte. Und am allerbesten gefällt mir die letzte Seite. Denn wenn noch jemand käme, der „nicht ist wie wir“ und der nicht „dazu gehört“, dann „rücken sie einfach ein bisschen zusammen.“ Und auf dem Bild sitzen die beiden auf dem gelben Sessel und in der Mitte sitzt ein Mädchen.
    Dieses Pappbilderbuch zeigt sehr genau auf, wie es sich anfühlt, abgelehnt und ausgegrenzt zu werden. Sensible Kinder werden sich da schwer tun, das auszuhalten. Die Lösung besteht darin, einen neuen Freund zu finden, dem es genauso geht, der auch anders ist. Das ist schön für Anders, trotzdem hätte es mir besser gefalle, wenn die anderen Tiere eingesehen hätten, dass ihr Verhalten falsch ist.
    Die Texte sind recht kurz und werden durch die Bilder sehr schön verstärkt, einige Seiten sind wie ein Comic mit kleinen Bilder gestaltet.
    
    Dagmar Mägdefrau 
    
  • Nicht die Haare waschen

    Nicht die Haare waschen

    Jutta Wetzel

    Nanna Neßhöver

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem Cover ist das verhasste Shampoo schon zu sehen und der Löwe wirkt panisch, während alle anderen Tiere davonlaufen. Auf der ersten Seite lernen wir die Tiere genauer kennen. Affe, Lama, Löwe, Zebra und der kleine Elefant haben eine Schlamm-Party gefeiert und nun geht es in die Wanne. „Klatsche in die Hände!“ ist die Aufforderung auf dieser Seite.
    Das werden die Kinder gerne machen, aber was hat es mit der Geschichte zu tun? „Heute müssen wir aber auch…“ Das Kind soll raten, was das sein könnte, und soll deshalb die Augen schließen.
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    Auf der grellroten Seite sehen wir den Tieren die Panik an, sie sollen die Haare waschen. Jedes Kind kennt das, denn das macht einfach keinen Spaß. Alle Tiere haben sich versteckt und das Kind soll sie herauslocken. Einfach herrlich, wie sich das Zebra an den Baum klammert. Da fasst sich das Zebra ein Herz und das Kind wird aufgefordert, „Blinzle einmal kräftig“ - auch hier kein Bezug zur Handlung. Dann muss das Kind auf die Shampoo-Flasche drücken und dem Zebra die Haare waschen, das macht total Sinn! Um das Flüstern des Lamas zu verstehen, muss man nahe an sein Ohr. So landen am Ende fast alle in der Wanne, doch ein Tier fehlt und deshalb muss das Buch noch mal von vorne angeschaut werden. 
    Die Bilder dieses Pappbilderbuches sind einfach so spaßig anzuschauen, aber die Mitmachaufforderungen hätten besser durchdacht sein können und sich mehr auf die Handlung beziehen sollen. So streicht man auf einer der letzten Seiten über die abgebildeten Bäume, aber warum??? 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Papa ist überall – Wenn ein Elternteil geht und die Trauer bleibt

    Papa ist überall – Wenn ein Elternteil geht und die Trauer bleibt

    Émilie Chazerand

    Sébastien Pelon

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    „Seit Papa nicht mehr bei uns ist, ist er einfach überall.“ So beginnt das Buch, in dem uns der kleine Junge von seinem Verlust erzählt. Er sitzt ganz klein auf einem kleinen Hügel und fast wie ein Wolke ist der Kopf seines Vater sehr groß am Himmel zu sehen. Auf einer dunkelblauen Seite sehen wir den Jungen als Dino verkleidet, das Blau symbolisiert die Tintenpfütze, die ohne Vater alles ausfüllt und Papa ist verschwunden, wie die Dinosaurier. 
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    Er findet, er hat das nicht verdient und ist wütend und möchte sich am liebsten schlagen. Im Schlaf verspricht Papa „Ich bin immer in deiner Nähe.“, doch nach dem Aufwachen ist er einfach nur unglücklich, und erzählt auf, was er alles mit Papa gemacht hat. Doch dann erkennt er seinen Vater in ganz vielen alltäglichen Dingen und „im Sommer begleitet mich Papa in meinem Schatten, wohin ich gehe.“ 
    Die Erkenntnis, dass Papa überall ist, ist ein großer Trost für den Jungen und dieser Trost kann uns alle die Trauer besser ertragen lassen. Der Verlust des geliebten Menschen macht uns immer noch traurig, aber wenn wir ihn bei uns wissen, erleichtert es uns die Trauer ein wenig.
    Ein wundervolles Buch für Kinder (aber auch für Erwachsene), die verstehen lernen, dass der Tod nicht bedeutet, dass dieser Mensch nicht in unseren Herzen bleibt. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
    
  • Die Märchenbahn

    Die Märchenbahn

    Rolf Krenzer

    Sita Jucker

    Bohem

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Leinen gezogenen Cover sieht am die rote Märchenbahn mit den Engelbildern und viele kleine Nikoläuse und einige Engel. Vorne im Fahrerstand ist ein Nikolaus zu sehen, der die Bahn fährt. 
    Wie wir bald erfahren, ist dieser Nikolaus der Vater von Beat, der das ganze Jahr Straßenbahnfahrer ist. Aber in der Vorweihnachtszeit verkleidet er sich als Nikolaus und fährt die Kinder durch die Stadt.
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    Natürlich wollen alle Kinder mit der Bahn fahren und weil Beat der Sohn ist, darf er öfter mal mitfahren. Aber nicht zu oft, sonst sind die anderen Kinder neidisch, sagt der Vater. Aber die Mutter hat eine Idee und so fährt am nächsten Tag ein kleiner Nikolaus mit. Allerdings wollen auch die Schwester und Freunde mitfahren und so werden es bald fünf kleine Nikoläuse. 
    Aber der Vater beendet die weitere Vermehrung der kleinen roten Nikoläuse, dafür wird die Bahn einmalig am Montagabend für Beats Schulfreunde fahren und so endet das Buch mit einem wunderschönen Winter-/Weihnachtsbild, die beleuchtete Bahn fährt über eine Brücke und die Schneeflocken fallen auf die Stadt. Durch die hellen Fenster der Bahn sieht man viele kleine Zipfelmützen. 
    Ich denke, alle werden fragen, wo denn diese schöne Bahn fährt, und alle wollen mitfahren und die wundervolle Weihnachtsstimmung genießen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Nordlichtwunder

    Das Nordlichtwunder

    Yuval Zommer

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Samen in ihrer klassischen Kleidung, die zum Himmel schauen. Neben ihnen stehen Rentiere und aus dem Wasser schauen Wale, daneben sind Papageientaucher zu sehen. Hinter dem Titel erstrahlt das Nordlicht. 
    „Wir sind die Lichter, die im Dunkeln wie Feuerwerke am Himmel funkeln.“ Dieser Satz erklärt einfach und doch genau dieses Phänomen. Die ganze Bandbreite der nordischen Tierwelt wird auf den Seiten diese Buches wunderschön abgebildet
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    Vor ihrer Jurte schauen die Menschen zum Himmel. „Jung und Alt, Groß und Klein sind vereint im Glitzerschein.“ 
    Über beide Seiten geht das Bild, neben den fröhlichen Tieren singen die Menschen vor Freude und Begeisterung. Man möchte mitsingen und freut sich über diese wundervollen Bilder, die die Atmosphäre so schön darstellen.
    Ein Naturphänomen, das wir nur ganz weit im Norden bestaunen können, wird hier in kurzen Reimen beschrieben und beeindruckend illustriert. 
    
    Dagmar Mägdefrau 
    
  • Mein kunterbuntes Soundbuch – Weihnachtsgeschichten

    Mein kunterbuntes Soundbuch – Weihnachtsgeschichten

    Anna Taube

    Joanne Partis

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 24 Monate

    In der Kita wird gebacken und der kleine Text ersetzt einige Worte durch kleine Bilder. Diese Gegenstände sind auch auf dem großen Bild auf der anderen Seite zu sehen. Auf jede dieser Bilderseiten muss man den Sound durch Drücken eines Rotkehlchen aktivieren, dann kann man auf die orangen Punkte drücken, um den Sound hören zu können.
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    Leider ist der Ton sehr leise, auch meine Enkelkinder haben Probleme, alles zu hören. Die Gegenstände werden zuerst benannt und ein entsprechendes Geräusch ist zu hören. Aber leider sind auch hier die Kontakte sehr schwer, für Kinderhände zu bedienen. 
    Auf den nächsten Seiten geht es auf den Weihnachtsmarkt, hier erbeutet ein Hund eine Wurst. Danach besuchen wir den Nikolaus, der die Tieren im Wald beschenkt. Eine Schlittenfahrt wird dann unternommen und Weihnachten im Stall gefeiert. Auf der Rumpelburg bekommt der kleine Ritter einen Rasenmäher und die Maus pflegt den kranken Hurtig.
    Kleine Geschichten zu netten Bilder, aber leider keine kinderfreundliche Technik.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Frohe Weihnachten! – Mein liebstes Pustebuch

    Frohe Weihnachten! – Mein liebstes Pustebuch

    Maria Höck

    Aleksandra Szmidt

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Dieses Pappbilderbuch hat vier gestanzte Löcher, in denen ein Licht leuchtet, und zwar indem man in ein kleines Loch „Puste mal!“ pustet. Beim nächsten Pusten gehen die Lichter wieder aus.
    Auf dem Cover ist der Weihnachtsmann in seinem Schlitten zu sehen. Die erste Doppelseite zeigt die Mäusefamilie beim Plätzchenbacken, die Wildschweine basteln allerlei und die Biber packen die Geschenke ein. 
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    Alle schauen zum Himmel, dort ist der Weihnachtsmann mit dem Schlitten unterwegs. Die letzte Seite zeigt den Weihnachtsbaum mit den Geschenken und alle danken dem Weihnachtsmann und „pusten mal den Christbaum an.“
    Jede Seite wird mit einem Vierzeiler erklärt und zweimal werden die Kleinen aufgefordert, die Lichter anzupusten. Diese Lichter faszinieren die Kinder sehr. Wenn wir fremden Kindern vorlesen, macht es Spaß, mit so einem Buch zu locken. Mein zweieinhalbjähriger Enkel schafft es problemlos, durch Pusten die Lichter zu bedienen. Kleinere Kinder tun sich da noch etwas schwer, aber die kleinen Finger können den Kontakt auch auslösen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der kleine Kopfweh

    Der kleine Kopfweh

    Corinna Leibig

    Charly Gaul

    Mabuse-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir ihn, den kleinen Kopfweh und wie sein Kopf schmerzt können wir auch erkennen.
    Er hält seinen Kopf und wimmert, weil er „schlimme Kopfschmerzen“ hat. Er überlegt, ob seine Lebensweise schuld sein kann. Zu viel Fernsehen, der laute Zirkus, kein Essen oder Trinken, zu wenig Ruhe - könnte das der Grund sein?
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    Aber er weiß, daran liegt es nicht. Es liegt am Stress, um ihn herum ist zu viel davon, „keiner hat richtig Zeit und ich habe so viel zu tun!“ Das große Kopfweh kann ihn trösten, „Du bist nicht schuld.“ 
    Neben den kurzen einfachen Texten gefallen mir die eindrucksvollen Bilder, die den Schmerz hervorragend darstellen. Es wäre schön, wenn das große und der kleine Kopfweh eine Lösung fänden, aber zusammen kuscheln tut immer gut. 
    Migräne wird bei Kinder oft nicht ernst genommen oder vielleicht auch nicht erkannt. Dieses Buch hilft sicher, dass Kinder ihren Schmerzen einen Namen geben können.
    
    Dagmar Mägdefrau