• Bäume

    Bäume

    Piotr Socha

    Wojciech Grajkowski

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch trägt den schlichten Titel „Bäume“ und sein Inhalt verrät ganz viel über diese Pflanzen. Es beginnt mit einem tolle bunten Bild „Lebensbäume“ genannt, ein typisches Bild aus Mexiko. Dann wird die Frag „Wann ist ein Baum ein Baum?“ beantwortet und die Blättervielfalt erklärt. Die vier Jahreszeiten werden an Hand eine Kreises mit unterschiedlichem Blätterwerk erklärt.

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    Kenne Sie das Wort „Endemiten“ oder „Baobab“? Hier finden Sie die Erklärungen dazu. Der höchste Baum ist der Küstenmamutbaum mit bis zu 115 m. Es gibt Bäume, die sind tausende von Jahren alt. Wunderschöne Bauwerke wurden aus Holz gebaut  und natürlich Schiffe. Viele Völker haben Masken aus Holz geschnitzt und natürlich Instrumente hergestellt. Es gibt aus die kleinen Bonsai. 

    Der Darwinsche Lebensbaum und ein Stammbaum werden erklärt. Und auch in den unterschiedlichen Religionen haben Bäume ihren Platz. 

    Da ich mich mit Bäumen nicht so gut auskenne, habe ich viel in diesem Buch entdeckt und dank der vielseitigen Bilder, die ganze Seiten einnehmen, macht es auch Spaß in den großen Buch zu blättern. Und wissbegierigen Kindern kann man an Hand des Buches viele Fragen beantworten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Fell und Feder

    Fell und Feder

    Lorenz Pauli

    Kathrin Schärer

    Atlantis

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schon die erste Seite ist besonders, denn das Buch geht sofort los. Huhn und Hund sind aufgeregt, wegen ihrer Theatervorführung. Dann, mit dem Heben des Vorhangs, fängt das Buch und die Geschichte an. Die Geschichte einer besonderen Freundschaft. Das Huhn ist aus dem Käfig ausgebrochen und der Hund ist weggelaufen.

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    Das Huhn sucht das Abenteuer und einen Piratenschatz, der Hund sucht einen Freund. Einen Freund der groß und stark und gescheit ist und der ihm Geschichten erzählt. Er weiß auch wie der Freund vielleicht heißt: Marulan oder Taluros. Das Huhn will bei der Suche nach dem Freund helfen.

    Nach der Theaterpause weiß das Huhn nicht mehr ganz genau ob es den Schatz noch finden will und der Hund meint jemand mit dem erfundenen Namen sei ein böser Pirat. So stellen die beiden fest. „Einen Freund zu haben, der anders ist, ist das beste Abenteuer.“
    Dann fällt der Vorhang und das Publikum, das wir nur als Schatten sehen, klatscht begeistert. Und auf den letzten beiden Seiten gehen die beiden Darsteller nach Hause. „Das Publikum hat gespürt, dass es im Theater um das richtige Leben geht.“

    Ein ansprechend gemaltes Bilderbuch mit einer etwas anspruchsvolleren Freundschaft, die uns als Theaterstück dargeboten wird. Die beiden Tiere realistisch und zottelig gezeichnet sind richtig liebeswerte Geschöpfe.

    Dagmar Mägdefrau

  • Robby aus der Räuberhöhle

    Robby aus der Räuberhöhle

    Barbara Landbeck

    Jumbo

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Am Ende ist Robby so glücklich, wie ein Räuber nur sein kann. Und ich bin als Leserin auch so glücklich, wie ein Leser nur sein kann. Ein rundum bezauberndes Buch.
    Bilder mit strahlenden Gesichtern, knuddelige Tiere und kleine Bildchen zu den Seitenzahlen, zu jedem Kapitel passend.

    Robby wohnt im Paradies. So nennt er das Grundstück hinter der Mauer, wo er mit seiner Großmutter in der Räuberhöhle wohnt.

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    Zur Zeit ist die Großmutter untergetaucht und Robby wohnt dort ganz allein. Aber er hat Freunde in der Stadt. Den Briefträger, die Friseurin und ihren Hund und den Bäcker, der Plätzchen in Form von Büchern backt.
    Jetzt in den Ferien kommt noch seine Freundin Thea zu ihrer Tante Dora, einer Malerin, zu Besuch und die beiden erleben spannende Sachen miteinander.
    Denn Robbys Räuberhöhe ist in Gefahr, dort soll eine großes Bürohaus gebaut werden. Außerdem hat Robby im Park eine altes Buch gefunden, das in Spiegelschrift geschrieben wurde. Wie am Ende alles gut ausgeht und die wilde Hilde, Robbys Großmutter, mit allen feiern kann, will ich hier nicht verraten. Denn es macht ungeheuren Spaß es selber zu lesen und das kann ich nur empfehlen. Wegen des Glücklich-seins, siehe oben.

    Dagmar Mädegfrau

  • Die Geschichte vom Löwen, der nicht schwimmen konnte

    Die Geschichte vom Löwen, der nicht schwimmen konnte

    Martin Baltscheit

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Wir wissen ja inzwischen, dass der Löwe einige Defizite hat. Er kann nicht scheiben, nicht zählen und nicht weinen.
    Aber schwimmen kann er auch nicht. „Das ist was für Schwäne“. Und wieder unterstützen ihn die anderen Tiere mit Ratschlägen. Aber letztendlich fehlt ihm der MUT!!!

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    Aber feige will der Löwe nicht genannt werden und springt letztlich doch ins Wasser.

    Über die Verlagsseite kann  man sich einen Schwimmpass ausdrucken, in den die Schwimmerfolge eingetragen werden können.

    https://www.beltz.de/fileadmin/beltz/kostenlose-downloads/978-3-407-82118-8.pdf

    Man muss den Löwen einfach lieben und der Löwe liebt seine Frau, dadurch wird er immer wieder gefordert. Aber wir freuen uns auch mit ihm über seine Erfolge. Und vielleicht machen wir es ihm ja nach….

    Dagmar Mägdefrau

    P.S.: „Löwenherzen weinen nicht“ findet Ihr unter Kinderbücher, weil es ab 6 ist und mehr Text hat.

  • Das Buch über uns

    Das Buch über uns

    Mo Willems

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Gewinner – Leipziger Lesekompass 2016

    Ab der ersten Klasse wird das Buch empfohlen und natürlich macht es Sinn, wenn ein Kind dieses Buch liest. Denn das Schweinchen und Elefant können das Kind lesen hören. So muss das Kind „Banane“ lesen und der Elefant lacht sich kringelig, weil das Kind das Wort „Banane“ liest.

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    Beim Vorlesen macht das natürlich nicht so viel Spaß, aber eventuell kann der Vorleser ja vorsagen. :-))

    Auf jeder Seite sehen wir die Zeichnungen von den beiden Tieren mit Sprechblasen und das Buch und natürlich der Leser spielen mit. Die Texte sind ganz kurz und wiederholen sich häufig. Wie ich finde ein gelungenes Buch, das man wirklich, wie versprochen, lieben kann. Es macht einfach Spaß es zu lesen, weil man die beiden nicht alleine in dem Buch lassen will.

    Zusatz nach Erfahrung:

    Wie liebe ich dieses Buch und was hatten wir schon für einen Spaß beim Vorlesen und ganz besonders beim selberlesen. Besonders Kinder, die nicht so gut lesen können haben einen Riesenspaß an den kurzen, sich wiederholenenden Sätzen in den Sprechblasen.
    Eine ganze Förderschulklasse hat mir das Buch vorgelesen und, wie der Elefant, bald auf den Boden gelegen vor Lachen.

    „Das ist ja cool“ wird da mit Betonung und Überzeugung gelesen und oft kommen die Kinder der Aufforderung nach, noch einmal von vorne anzufangen. Hihi!

    Dagmar Mägdefrau

  • Da ist eine wunderschöne Wiese

    Da ist eine wunderschöne Wiese

    Wolf Harranth

    Bilder von Winfried Opgenrooth

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    „Am Sonntag fahren die Stadtleute aufs Land…“ so beginnt das Buch. Dort zeigt ihnen Herr Timtim, ein rothaariger, kugelrunder Mann mit einer gepunkteten Hose, eine wunderschöne Wiese mit allem, was dazu gehört.

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    Den Stadtleuten gefällt die Wiese „hier ist nichts als Wiese“.  Sie spielen dort und genießen die Natur. Aber bald werden Zäune gebaut und Straßen, später Häuser und Fabriken. Immer mit der Bestätigung, dass das jeweiligs praktisch sei, dort hin zu bauen. „Schließlich ist die Wiese groß genug“ . Als die Kinder fragen, wo sie jetzt spielen sollen, kommen leichte Zweifel bei Herrn Timtim, aber man soll nicht undankbar sein. Erst als die Stadtleute nach der Wiese fragen und feststellen, dass jetzt alles so aussieht, wie in der Stadt, fahren alle wieder los und suchen eine neue Wiese.

    Detailreiche Zeichnungen mit Personen mit Wiedererkennungswert und eine Geschichte, die leider sehr in unsere Zeit passt, gefallen mir gut an diesem Buch. Sicher kann man gut über die Situation der Personen in dem Buch diskutieren, trotzdem ist das Buch kindgerecht aufgebaut. Selbst die geliebten Wiederholungen fehlen nicht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wanda Walfisch – dick und rund

    Wanda Walfisch – dick und rund

    Davida Cali

    Sonja Bougaeva

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Da steht die kleine, dicke Wanda in ihrem Badeanzug an Bahn 7 und springt ins Wasser und alle rufen „Wanda Walfisch dick und rund, Wanda Walfisch 100 Pfund“. Wir können uns vorstellen, wie Wanda sich da fühlt. Doch der Schwimmlehrer hat eine tolle Idee.

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    Er rät: „Also, wenn du leicht sein willst, denk Feder“.  Schon unter der verhassten kalten Dusche, denkt Wanda an warmes Wasser und denkt sie sei im Dschungel. Als sie dem Mann begegnet, der ihr Angst macht, denkt Wanda sie sei ein Riese und es klappt. So wird Wanda immer mutiger und am Ende traut sie sich sogar vom Sprungbrett zu springen. Sie denkt einfach „Walfisch“.

    Ein Buch, dass den kleinen Dicken unter uns, zu denen ich mich auch zähle, Mut macht. Mit Selbstvertrauen und einem entsprechenden Auftreten, tritt das Äußere oft in den Hintergrund.

    Dagmar Mägdefrau

  • Irgendwohin oder der Tag, an dem George das Fliegen lernte

    Irgendwohin oder der Tag, an dem George das Fliegen lernte

    Gus Gorden

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Wir lernen Georg Laurent kennen, eine weiße Gans, die die leckersten Kuchen backt und auch sonst im Haushalt alles wunderbar regelt. Alle ihre Freunde, die ihre Speisen probieren, vergleichen sie mit Orten. So erinnert er Apfelstrudel an eine Nacht in Paris. Georg wird immer wieder von den anderen Vögeln aufgefordert mit ihnen dorthin zu reisen.

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    Leider muss Georg dem Bären gestehen, dass er gar nicht fliegen kann und deshalb bisher nicht von der Welt gesehen hat. Denn an dem Tag, als alle fliegen lernte hatte Georg anderes zu tun.
    Pascal ist sofort bereit seinem Freund zu helfen, doch alle Mühe bringt nicht, bis sie einen Heißluftballon bauen und damit um die Welt reisen. Zu letzte finden sie es aber schön wieder zu Hause zu sein.

    Obwohl der Autor Australier ist, wirkt das Buch sehr französisch. Im Einband findet man alte Reisetaschen als Werbung in Englisch und Französisch. Die Bilder sind Collagen aus Zeitschriften und Zeichnungen. Es gibt also viel zu sehen. Die Texte sind kurz und gut verständlich.

    Dagmar Mägefrau  

  • Nickel und Horn

    Nickel und Horn

    Florian Beckerhoff

    Bilder von Barbara Scholt

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Da der Detektiv Locke schon über 90 Jahre ist, hat er sich zur Ruhe gesetzt. Doch seine beiden Hilfen, Nickel, ein weitsichtiges Meerschweinchen und  Horn, ein kurzsichtiger Papagei möchten noch weiter als Detektive arbeiten. Schlappi, der alte Hund von Herrn Locke soll auf die beiden aufpassen, damit sie Herrn Locke nicht aufregen.
    Die beiden Brillenträger haben eine Beobachtung gemacht und als Paul, der Junge von Gegenüber sie bittet nach seinem seltenen Pupsetier zu suchen, gibt es für die beiden kein Halten mehr.

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    Sie recherchieren und kombinieren und bald sind sie auf dem Weg zur See, weil das Pupsetier dort auf einer Insel sein soll. Natürlich komme hier Horn seine Erahrungen als Piratenvogel zu Gute. Aber endlich muss doch Herr Locke die Aktion retten.

    Ein spannendes Buch mit vielen lustigen Wendungen. Nicht nur das Format ist groß, auch die Schrift, zudem gibt es viele bunte Bilder, die die Geschichte untermalen.
    Ich persönlich finde die Häufung der pupsenden Protagonisten in Kinderbücher inflationär. Vielleicht sollte den Autoren mal was anderes einfallen um die Kinder zu erfreuen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Schornsteiner

    Schornsteiner

    Marianne Dubuc

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ja da gibt es einen Talisman, der vom Himmel auf  den Belgischen Strand fällt. Er hat Ähnlichkeit mit einem Kaminbesen und kann sich bewegen, also laufen und klettern und sich selbst an seiner Öse irgendwo befestigen. Er hat ein Ziel. Wie sich herausstellt, muss er in 40 Wochen in Köln sein, um seinen neuen Chef zu treffen.

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    Über viele Umwege auf dem ihm immer wieder Mädchen begegnen mit denen er unterschiedliche Abenteuer erlebt, landet er in einem Kölner Blumenladen. Dort hängt er zwischen anderen „unechten“ Talismanen und schafft es in einem Rosenstrauß zur Geburt verschenkt zu werden. So gelangt er an Leander, dem Neugeborenen und wird sein Glücksbringer.

    Das Buch hat schon sehr viel Text, man liest gut 20 Minuten vor, die Bilder sind sehr schön, filigran gezeichnet.
    Ich finde dieses Buch ist ein tolles Geschenk für werdende und frische Mütter, vielleicht auch für große Geschwister.

    Ein wundervolles Buch, das sicher sein Publikum findet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die schönsten Prinzessinnengeschichten zum Lesenlernen

    Die schönsten Prinzessinnengeschichten zum Lesenlernen

    verschiedene Autoren und Illustratoren

    Leselöwe

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ganz kurze Geschichten mit Bildern zum „Mitlesen“. Riesige Buchstaben und viele Bilder ergänzen die Geschichten und am Ende jeder Geschichte ist ein „Wörterbuch“ mit den Übersetzungen der Bilder.

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    Wir begegnen vielen Bekannten aus anderen Märchen, aber auch Neues, so ist das Gespenst Schoko braun, weil es so gerne Kakao trinkt.

    Einfache Geschichten, die durch die Bilder Freude am Mitlesen wecken und sicher auch erste Leseversuche unterstützen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Andersens Wintermärchen

    Andersens Wintermärchen

    Hans Christian Andersen

    Mit Bildern von Anastassija Archipowa

    esslinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“, „Der Tannenbaum“, „Der Engel“ und „Die Schneekönigin“ sind in diesem Buch mit glitzerndem Cover enthalten.

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    Alte Märchen und Bilder, die in diese Zeit gehören. Einfach stimmig. Die Märchen kennen wir sicher alle und haben uns an ihnen erfreut und mit ihnen geweint. Eine kleine Wintermärchensammlung, die sicher viel Freude bereitet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der kleine Warumwolf

    Der kleine Warumwolf

    Sylvia Englert

    Illustrationen von Sabine Dully

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Total verrückte Geschichten hat sich die Autorin da ausgedacht. Fin langweilt sich auf dem Schulweg und darf noch nicht mit dem Roller fahren. Da begegnet ihm der Warumwolf. Ein kleiner Wolf, der meist für einen Hund gehalten wird, der ihn auf dem Weg begleitet und auch nach der Schule wieder auf ihn wartet.

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    Der Warumwolf hat viele Fragen an Finn und der hat eine blühende Fantasie. Er erzählt die absurdesten Geschichten und weil sie so irrwitzig sind, machen sie Spaß. Am Ende nennt die Autorin uns eine Seite im Internet, auf der man die „richtigen“ Antworten findet. Ich weiß nicht, ob ich das möchte??

    Die einzelnen Kapitel sind schon 6 Seiten lang , mit kleineren Bildern gespickt. Für Kinder, die Vorlesen gewöhnt sind, sicher ein toller Lesespaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kotzmotz der Zauberer

    Kotzmotz der Zauberer

    Brigitte Werner

    Illustrationen von Birte Müller

    Verlag Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ich hatte das besondere Glück, dass mir der fluchende Zauberer und der zerzauste Hase von Brigitte Werner persönlich vorgestellt wurden. Es war eine zauberhafte Lesung, die Drittklässler waren sofort begeistert von den Worten, die der wütende Zauberer schrie: „Verstinkter Affenhintern in Puppssuppe“, war sein liebstes Schimpfwort.

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    Doch da taucht der kleine Hase auf und der liebt Worte wie „Samtkätzchenduftgestreichel“ oder ganz leise geflüstert „Monarosadella“.
    Der Hase begreift bald, dass der dunkel gekleidete Zauberer in seinem dunklen Haus sitzt und traurig ist, weil er keinen Freund hat. Mit so einem Meckerfritzen will ja keiner befreundet sein, nein, alle Tiere fürchten sich vor seinen Wutausbrüchen.
    Nur der kleine Hase ist entschlossen, dem Zauberer ein guter Freund zu sein und da muss er einiges ertragen, aber er macht den Zauberer immer wieder darauf aufmerksam, dass sie beide etwas gelernt haben. So zum Beispiel, dass Wut sich gerne durch böse Worte äußert und dass an Tagen, die „Hasen-Knutsch-Kuss-Freunde-Klopfherz-Lieblingstag“ heißen, wunderbare Dinge passieren.

    Am Ende feiern alle Tiere, und Zauberer und Hase bekommen einen Namen.

    Ich habe, wie Sie sehen, sofort das ganze Buch gelesen und ein wenig habe ich das Streicheln des Hasen gespürt. Ja, Freundschaft und Nähe ist mit das Wichtigste im Leben. Ein Buch zum (ver)lieben, es zaubert ein Lächeln ins Gesicht des Lesers. Und ich finde, es gibt so viele Probleme auf der Welt, wenn wir ein wenig von den beiden lernen könnten, würde vieles schöner werden. Dazu kommt die wunderschöne Sprache und tolle Wortkreationen. Besonders das Streichelwort „Monarosadella“ sollten wir öfter flüstern.

    Frau Werner hat mir ins Buch geschrieben, dass sie mir so gute Freunde wünscht, wie der Zauberer und der Hase welche sind. Ich denke, die habe ich auf jeden Fall und ich bin sehr froh darüber.

    Dagmar Mägdefrau

  • Bienen

    Bienen

    Piotr Socha

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Deutscher Jungendliteraturpreis 2017

    Ein beeindruckendes großes Bilderbuch in dem wohl wirklich ALLES über Bienen steht. Ganzseitige Bilder mit einem erklärenden Text quer durch alle Zeiten und Kontinente. Wussten Sie,  dass Napoleon die  Bourbonische Lilie durch Bienen in seinem Wappen ersetzten lies?

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    Oder dass es Wanderimker gibt, die der Blüte mit den Bienen nachreisen.

    Ich muss allerdings zugeben, dass Bienen nie mein Hauptwissensgebiet war, aber durch dieses Buch habe selbst ich einiges gelernt. Und wir wissen ja Sachbücher begeistern Jungen ganz besonders.

    Dagmar Mägdefrau

  • Chen Jianghong

    Chen Jianghong

    Chen Jianghong

    Übersetzung: Erika und Karl A. Klewer

    Moritz-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Die dramatische Geschichte mit eindrucksvollen, magischen Bilder hat ein traumhaft schönes Ende. Mit diesem Buch gelingt es dem chinesischen Autor wunderbar, eine Brücke von Europa nach China zu bauen.

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    Vorgelesen wurde das Buch im Lesezelt, in Kinder- und Jugend-Einrichtungen, im Förderkreis Grugapark und auf Spielplatzfesten. Begeistert zugehört haben Kinder von 3-12 Jahren, Jugendliche und Erwachsene.

    Einmal wurde das Buch auch von 6 türkischen Müttern in Begleitung von 12 Kindern im Alter von 3-12 Jahren präsentiert. Dabei wurde die Geschichte mit eigenen schlichten Worten erzählt und von einer türkische Mutter übersetzt. Alle haben hingerissen zugehört.

    Gisela Kühn

  • Roberta – Die Prinzessin in der Krone

    Roberta – Die Prinzessin in der Krone

    Verena Pavoni

    dtv atlantis

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Die Prinzessin Roberta trägt ihre Krone nicht, sondern sie wohnt darin. Ihre Zeit vertreibt sie damit die Zacken zu zählen, es sind mindestens hundert, wenn nicht gar tausend.
    Bis Mister Bo, ein Hund, ihr erklärt, dass sie sich im Kreis dreht und die Krone nur 12  Zacken hat. Zuerst ist Roberta wütend und dann wird ihr langweilig.

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    So kommt es, dass sie über den Zackenrand steigt und in die Welt geht. Mr. Bo zeigt ihr bei einem Spaziergang, was es zu entdecken gibt. Und der Leser sieht die Bilder ohne Text und kann selbst eine Geschichte dazu erfinden. Leider regnet es und die Abenddämmerung kommt. Robert gefällt das alles gar nicht. Sie will nach Hause. Schließlich schläft sie unter einem Baum ein. Am Morgen trifft sie auf den keinen König Klee, der wie sie die Zacken seiner Krone zählt. Auch er wird wütend, als sie ihm erklärt seine Krone habe nur 9 Zacken. Beide gehen zurück zu Robertas Krone, die wurde zwischenzeitlich gedreht und hat jetzt Eingänge zwischen den Zacken und am Ende feiern alle ein großes Fest und haben Spaß.

    Die Zeichnungen sind sehr realistisch, Roberta trägt Biedermeier, obwohl die Umwelt modern ist. Ein Buch in dem es einiges zu entdecken gibt, das man dann interpretieren kann.

    Dagmar Mägdefrau

  • Nusret und die Kuh

    Nusret und die Kuh

    Anja Tuckermann

    Illustratoren: Mehrdad Zaeri & Uli Krapen

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Nusret wohnt mit Opi und Omi im Kosovo. Seine Eltern und Geschwister sind im Krieg nach Deutschland gegangen und als später Nusret geboren wird, bleibt er bei den Großeltern auf dem Bauernhof. Er wächst mit der Natur auf und hat eine besondere Freundschaft mit der Kuh. Wenn ein Brief der Eltern aus Deutschland kommt, muss der Briefträger ihn vorlesen, da weder die Großeltern noch Nusret lesen können.

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    Deshalb soll Nusret zu den Eltern nach  Deutschland. Er macht sich also mit der Kuh auf und geht in Deutschland zur Schule und findet dort Freunde.

    Im Urlaub geht es zurück zu den Großeltern und die Kuh, die auch lesen gelernt hat, bleibt jetzt dort und liest die alten und neuen Briefe vor.

    Die Bilder im Buch sind etwas verwaschen, nicht sehr realistisch. Trotzdem ist es schön sie anzuschauen. Hinten im Buch erklären die beiden Illustratoren, wie sie die Bilder zu diesem Buch gemalt haben. Für mich ist es sehr interessant zu erfahren, dass man zu zweit Bilder malen kann.

    Mit der Geschichte tue ich mich etwas schwer. Zunächst verläuft alles sehr realistisch und dann zieht der kleine Nusret aus dem behüteten Bauernhof mit der Kuh alleine ins Ausland. Auch die brieflesene Kuh passt für mich nicht ins Bild. Die Gefühle der Beteiligte sind hingegen gut getroffen.

    Dagmar Mägdefrau