• Eléctrico 28 oder wie Amando die Liebe fand

    Eléctrico 28 oder wie Amando die Liebe fand

    Davide Cali

    Magali de Huche

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Amadeo fährt die bekannte Straßenbahn in Lissabon. Von der selbst wir, die wir nie da waren, wissen, dass sie durch die Kurven und Hügel der portugiesischen Hauptstadt fährt. Amadeo liebt es Paare zusammen zubringen. Dafür nutzt er drei Manöver. Er bremst am Hügel und schießt dann plötzlich nach vorn,  er beschleunigt in der Kurve oder er bremst, wenn eine junge Frau aussteigen möchte.

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    Immer endet sein Trick mit dem Kuss eines Paares. Nachdem Amadeo in Rente ist, fährt auch er mit der Straßenbahn und stellt fest, auch sein Nachfolger beherrscht die Tricks und so kommt es, dass auch Amadeo am Ende eine schüchterne  Frau küsst. 

    Für mich ist das Bilderbuch nicht unbedingt für Kinder gemacht. Schon der Gedanke, dass fremde Männer mich, wenn die Bahn in die Kurve fährt küssen würden…. Sicher werden Lissabon Reisende Spaß an schönen Bildern haben und sich an ihren Urlaub erinnern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Almas geheimer Garten – Mit dem Schinkenwurz zu Goethe

    Almas geheimer Garten – Mit dem Schinkenwurz zu Goethe

    Birgit Hedemann

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre zum Vorlesen ab 7 zum selber lesen

    Ein gebundenes Buch mit ansprechendem Cover zu einem günstigen Preis. Reichlich Bleistiftzeichnungen zur Erläuterung und eine große Schrift für die Leseanfänger.

    Auf den erste Seiten werden uns die Darsteller vorgestellt, Alma, deren Garten mit den alten Gemüsesorte zerstört wurde, Mette und Theo, die schon in den zwei Vorgängerbänden Samen aus der Vergangenheit geholt haben und Goethe und sein Sohn Gustel zu denen de beiden Kinder in diesem Band reisen.

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    Wobei Reisen nicht ganz der richtige Begriff ist. Die müssen etwa von der gesuchten Pflanze kauen, eine Amulett umgewickelt haben und den Tulpenbaum umarmen. Mit diesem Baum geht es dann in die Zeit zurück in der die Pflanze genutzt wurde. Hier ist es die Nachtkerze, die ich irgendwie im Zusammenhang mit Wechseljahren kenne. Aber zu Goethes Zeiten wurde die Blüte als Frucht gebraten verzerrt. Hier kennt man sie unter dem Namen Rapunzel oder Schinkenwurz. 

    Die ganze Geschichte ist total spannend aufgebaut, schaffen es die beiden wieder zurück? Schließlich gelingt das nur mit dem Samen der Nachtkerze und dann besteht noch die Gefahr, dass der Tulpenbaum gefällt wird, er steht dummerweise auf der verbotenen Straße.

    Obwohl man wegen der Spannung ganz schnell lesen muss, kann man in dem Buch viel über Weimar und Erfurt und die Zeit Goethes lernen. Eigentlich so nebenbei, ohne dass man es merkt.

    Ich bin gespannt, wo es die beiden noch hin verschlägt?

    Dagmar Mägdefrau

  • Edison-Das Rätsel des verschollenen  Mauseschatzes

    Edison-Das Rätsel des verschollenen  Mauseschatzes

    Torben Kuhlmann

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch lebt von seinen wunderschön gezeichneten Bilder. Liebevoll ist jedes Detail gestaltet und das Anschauen zaubert ein Lächeln auf unsere Lippen. Ich war sofort verliebt in diese kleine Mäuseschar. 

    Eine junge Maus bittet den Mäuseprofessor um Hilfe. Einer seiner Vorfahren ist mit einem Schiff im Atlantik versunken und dort soll noch der Schatz dieses Vorfahren liegen. Da wird zunächst in Zeitungen recherchiert, die schwimmenden Tiere beobachtet und bald sind die beiden dabei ein Unterseeboot zu bauen.

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    Schließlich war der Professor in jungen Jahren schon auf dem Mond (Band 2 „Armstrong“).  Natürlich finden sie auf dem Meeresgrund keinen Schatz aus Gold und Diamanten. Sie finden das Notizbuch der Erfindermaus, allerdings fehlen dort noch Seiten. Schnell kommen die beiden den fehlenden Seiten auf die Spur und erfahren, dass der Vorfahr die Glühbirne erfunden hat… oder hat er Edison auf die Idee gebracht? 

    Am Ende des Buches wird uns der menschliche Erfinder Edison vorgestellt. Aber es ist viel schöner zu glauben, dass eine kleine Maus unsere Welt erhellt hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der kleine Warumwolf macht Ferien

    Der kleine Warumwolf macht Ferien

    Sylvia Engiert

    Sabine Dully

    Knesebeck-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schon im ersten Band hat  Finn die Fragen des Warumwolfs mit ganz viel Fantasie beantwortet. Jetzt darf der Wolf bei ihm einziehen und sogar mit in den Winterurlaub fahren.  Da ihn alle für einen Hund halten und der kleine Warumwolf auch gute Manieren hat, ist es auch alles gar kein Problem.

    Finn erzählt dem Warumwolf vom Zoo und dass die kleinen Rüsselmäuse den Elefanten den Rüssel frei halten und von Schlaumäusen, die sich mit einem Brennnesselspray die Katzen vom Leibe halten. Der Warumwolf bekommt einen Namen und ein Halsband und erfährt, dass Hausmeister die LEDs in den Sternen austauschen. Dann geht es zum Schlitten fahren in die Berge und im Frühling der Warumwolf erzählt von seiner Mama, die in Weilheim wohnt.

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    Wieder ein fantastisches Buch mit ideenreichen Antworten auf die Warums des kleinen Wolfes. Da kann man sicher noch viele andere Geschichten zusammenspinnen. Für mich wäre nur wichtig, dass klar ist, dass man seine Fantasie spielen lässt ohne im Alltag zu lügen.

    Die Bilder unterstützen schwungvoll die Geschichten. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Panther

    Der Panther

    Rainer Maria Rilke

    Julia Nusch

    Kindermann Verlag

    Posie für Kinder

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Rainer Maria Rilke ist auf der ersten Doppelseite zu sehen und ein Vogel lädt ihn am 6. November 1902 in die Menagerie, den Zoo von Paris, ein. Auf dem nächsten Bild sehen wir ihn von hinten, wie er durch den Eingang geht. Diese Bilder sind in sepia gezeichnet, wie alte Fotografien. Auf den nächsten Bildern gibt es zwar Farbe, aber es überwiegt schwarz und grau, manchmal ein verwaschenes Blau-Grau. 

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    Im Jardin des Plantes sieht er einen kleinen Käfig und darin eine schwarze Katze, die von hinten zu sehen ist. Auf der nächsten Seite ist der schwarze Panter von vorne zu sehen und seine Augen blicken derart traurig, dass man mit ihm leidet. „Sein Blick ist vom Vorübergehen der Stäbe so müde geworden…“

    Das kurze, aber sehr eindringliche Gedicht findet in den Bildern eine Ergänzung und Verstärkung, wie sie besser nicht sein könnte.

    Ein Buch, das die Diskussion über Tierhaltung in Zoos aufleben lässt. Mir gefiel aber auch die Argumentation in dem Buch „Schiffbruch mit Tiger“ zu Gunsten der Zoos sehr gut.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Ballade vom Seiltänzer Felix Fliegenbeil – Poesie für Kinder

    Die Ballade vom Seiltänzer Felix Fliegenbeil – Poesie für Kinder

    Michael Ende

    Henrike Robert

    Kindermann Verlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der wundervolle Text von Michael Ende wird hier durch die einfach gehaltenen Bilder von Henrike Robert ergänzt.
    Felix, der im gelben Dress mit ebensolchen Ballettschuhen abgebildet wird, lebt nur für seine Kunst. Er ist in der Schule schnell der Beste und geht als Wunderkind in die Welt hinaus. Ohne Netz tanzt er die tollsten Sprünge. Seine Herausforderung findet er in immer dünneren Seilen. Am Ende will er über dem Abgrund ohne Seil tanzen.

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    Die Bilder zeigen in erster Linie den Seiltänzer. Einfach gezeichnet mit Mund, zwei Augen und einer Augenbraue, dazu eine eigenartige Kopfform, die die Haare beinhaltet. Mit der Darstellung seiner Körperhaltung unterstützt das Bild hervorragend den Text.

    Poesie, die schon junge Zuhörer lieben werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wie man ein Buch liest

    Wie man ein Buch liest

    Daniel Fehr

    Maurizio A.C. Quarello

    Jacoby / Stuart

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Selten habe ich ein solch verrücktes, aberwitziges Buch gelesen. Auf dem Cover das riesige Fragezeichen und dazu eine Junge und ein Mädchen in altertümlicher Kleidung. Aber schon auf der erste Doppelseite steht alle auf dem Kopf. Der Text weist uns an das Buch zu drehen. Leider ist das nicht die erwartete Lösung. Und nach dem nächsten Umblättern steht das Haus auf der Seite und eine Hexe beschwert sich.

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    Also blättern wir weiter und diesmal  drehen wir das Buch hochkant. Aber jetzt ist das Meer oben. Irgendwann weiß man nicht mehr in welche Richtung man blättern muss und das Chaos wird immer größer, aber am Ende schaffen wir es doch. Die beiden Kinder, die Hänsel und Gretel sind, verabschieden sich mit den Worten „Jetzt weißt du, wie man ein Buch liest. Jetzt kannst du jedes Buch lesen.“

    Das Vorlesen dieses Buches macht Riesenspaß und die zweijährige bucherfahrene Ida, hat sich sehr amüsiert.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kommst du raus zum Spielen

    Kommst du raus zum Spielen

    Mo Willems

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Nachdem der erste Band „Das Buch über uns“ zu meinen absoluten Favoriten beim Vor- bzw. Selberlesen gehört, war ich sehr gespannt, ob ein Folgeband genauso ansprechend ist.

    Diesmal wollen Schweinchen und der Elefant Gerald zusammen draußen spielen. Leider fängt es an zu regnen und Schweinchen findet das zum Schreien, es mag keinen Regen und findet es ist „ein armes Schwein“. Aber dann tauchen zwei Würmer auf und die haben Spaß, trotz des Regens und da versuchen es Gerald und Schweinchen auch. Sie spielen einfach ihre Spiele im Regen. Und es macht genau so viel Spaß! Als der Regen aufhört und die Sonne rauskommt, ist Schweinchen wieder „ein armes Schwein“, aber Gerald hat eine Idee.

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    Auf den Seiten sieht man nur die beiden Figuren mit ihren entsprechend farbigen Sprechblasen. Ganz kurze Sätze, manchmal nur Satzzeichen führen durch die Geschichte. Das ist ein echtes Erstleserbuch. Schon mit wenigen Worten hat das Kind sein Erfolgserlebnis. Es kann ein ganzes Buch lesen. Und das ist so wichtig für die Anfänger, die sich noch etwas schwer tun. Lesehelfer sollten dieses Buch auf jeden Fall anbieten.

    Sie sehen, ich bin auch vom Folgebuch wieder total begeistert und freue mich, den Kindern mit dem Buch Freude machen zu können.

    Dagmar Mägdefrau

  • Stummel – Ein Hasenkind wird groß

    Stummel – Ein Hasenkind wird groß

    Max Bollinger

    Kathrin Schärer

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    41 Geschichten von Max Bollinger über das Erwachsenwerden des Feldhasen Stummel sind in  diesem Buch vereint. Dazu die wunderschönen Bilder von Kathrin Schärer.

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    Stummel wohnt zuerst noch bei seiner Mama, aber als sie einen neuen Hasenmann findet, muss Stummel ausziehen. Er freundet sich mit dem alten Igel an und hat ein gutes Verhältnis zu den anderen Tieren. Die Straße ist die Grenze, nach deren Überqueren auch der Vater von Stummel nicht wieder zurück kam. Aber Stummel nimmt sich vor einmal darüber zu wechseln. Im Herbst kommen die „weißen Hasen“, die Schneehasen aus den Bergen. Sie suchen ein neues Zuhause, weil die Jäger sei aus den Bergen vertrieben haben. Natürlich will man mit den „anderen Hasen“ nichts zu tun haben. Aber Stummel nimmt einen jungen Schneehasen bei sich auf. Die beiden verbringen den Winter zusammen, aber im Frühjahr ziehen die Schneehasen wieder in die Berge zurück. Wir begleiten Stummel noch bis in den Herbst und er erlebt noch viele spannende Geschichten.

    Die Geschichten sind kurz und immer mit einem Bild versehen. Da sieht man allerdings auch ein geschossenes Reh. Überhaupt haben es die Hasen nicht immer einfach mit ihren Feinden. Man muss ein Kind schon gut kennen, um ihn alle Geschichten vorzulesen. Auf jeden Fall muss man einiges erklären und darf das Kind nicht mit dem Gehörten alleine lassen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Rigo und Rosa

    Rigo und Rosa

    Lorenz Pauli

    Kathrin Schärer

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schweizer Kinder- und Jugendmedienpreis 2017

    28 Geschichten aus dem Zoo und dem Leben, heißt es im Untertitel. Aus dem Zoo erfährt man wenig, dafür umso mehr aus dem Leben.  Die Geschichten sind sehr kurz und groß geschrieben, aber das Schönste sind die naturgetreuen Bilder, einfach wunderschön anzuschauen.

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    Rigo ist ein alter Leopard, der sein ganzes Leben im Zoo verbracht hat. Rosa ist ein Maus, die alle Tiere im Zoo kennt und die Sicherheit bei Rigo sucht und auch findet. Die beiden durchleben viel Gemütslagen miteinander. Da geht es um Vertrauen, die Wahrheit und Freundschaft. Rosa hat viele Fragen und Rigo kann ihr die Welt erklären und wenn er nicht mehr weiter weiß, hilft er sich mit erfunden Wortschöpfungen.

    Wir erleben eine Freundschaft, in der man dem anderen ein Geschenk machen möchte, der andere einem fehlt, beide zusammen spielen können, Geschichten ausdenken, viel reden und manchmal auch zusammen schweigen können. Jeder fühlt sich wohl in der Nähe des anderen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Unser Baum

    Unser Baum

    Gerda Müller

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Leo und Caroline machen Ferien bei ihrem Cousin Timm. Der zeigt ihnen sein Geheimnis, eine 300 jährige Eiche. Die Kinder beobachten Tier und suchen Pilze. Als sie im Winter wiederkommen sind Waldarbeiter unterwegs und die Kinder lernen etwas über sauren Regen. Im Frühjahr erfahren sie, wie eine neue Eiche entsteht und sie beobachten wieder viele Tiere des Waldes.

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    Als Leo sich abends von der Eiche verabschieden will gerät er noch in eine gefährliche Situation. Wildschweine kommen aus dem Wald auf die Lichtung. Viele kleine Bilder erzählen die Lebensgeschichte eines Baumes und dann wird der 300. Geburtstag der Eiche gefeiert. Die letzten Seiten des Buches bieten Sachbuchwissen über Vögel, Insekten, Pflanzen und Säugetiere, die wir im Wald finden.

    Die Bilder sind schön und realistisch gezeichnet. Der Text ist recht kompakt und die Kinder sollten schon länger zu hören können.

    Dagmar Mägdefrau

  • Am liebsten aß der Hamster Hugo Spaghetti mit Tomatensugo

    Am liebsten aß der Hamster Hugo Spaghetti mit Tomatensugo

    Franz Hohler

    Illustrationen Kathrin Schärer

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    In dem Buch wimmel es von Tieren aller Art und zu jedem gibt es ein kurzes Gedicht. „Ein Elefant im Zoo von Brüssel hat einen furchtbar langen Rüssel. Er holt in Rom Kastanien und Nüsse aus Albanien.“ oder „Ich kannte eine Gämse, die hatte keine Bremse.

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    Sie lief am Morgen los, durchquerte rasch Davos und kam der Abendstern, da war sie schon in Bern“ Zum einen sind die Gedichte sehr spaßig, zum anderen quält man sie ein bisschen, damit sie sich reimen. Ich glaube, dass Kinder sich über die verrückten Reime amüsieren werden, hätte mir aber doch etwas mehr Qualität gewünscht. 

    Die Bilder zu den Gedichten sind wieder wunderschön gezeichnet und das Anschauen ist schon der halbe Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • In der Nacht, wenn der Hamster erwacht

    In der Nacht, wenn der Hamster erwacht

    Iris Schürmann-Mock

    Mareike Engelke

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    „Hamster haben keine Taschen. Was sie sammeln, was sie naschen, stecken sie in ihre Backe. Picke packe, picke packe.“ Das ist die erste Strophe des Hamstergedichts. Da geht’s um jede Menge Tiere und die Gedichte sind nicht nur wunderschön gereimt, sie verraten uns auch ganz viel über diese Tiere. 
    Der Dachs ist auf Wohnungssuche, für die Jungen, braucht er fünf, sechs Kammern. Aber er muss da schon selbst graben.

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    Bei den F-Fragen geht es um die Fledermaus, „Falsch herum wie angebunden, Kopf nach unten?“
    Vor dem Feuersalamander wird gewarnt. „Und auch du, präg dir gut ein: staunen gerne, streicheln nein!“
    Jedem Gedicht ist eine Doppelseite gewidmet und die Bilder dazu sind wie mit Stiften gemalt und passen hervorragend zur den Texten.

    Ein rundum gelungenes Bilderbuch mit Reimen, die man sicher früher auswendig gelernt hätte, verdient hätten sie es allemal. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Opa Rainer weiß nicht mehr

    Opa Rainer weiß nicht mehr

    Kirsten John

    Illustrationen von Katja Gehrmann

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ein Buch mit Gänsehauteffekt für mich, als Erwachsene. Am Anfang läuft Opa Rainer noch mit Mia zur Schule, die beiden haben Spaß miteinander. Dann weiß Opa Rainer nicht mehr wo seine Schuhe sind, er fragt sich, wozu der Stecker da ist, er isst die Erbsen einzeln, weiß den Tag nicht, kennt die Putzfrau nicht mehr und weiß am Ende nicht mehr wer Mia ist. 

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    Zu Letzt hat Opa Rainer einen Schokokeks und bittet Mia ihn aufzumachen. Der letzte Satz lautet „Früher waren Schokoladenkekse noch Schokoladenkekse, einfach so, sie waren völlig unkompliziert. Ich nehme noch einen und mache ihn für Opa auf.“

    Schöne realistische Bilder mit einem modernen, recht rüstig wirkenden Opa mit Dreitagebart und Mütze. Kurze Texte, die durch die Bilder gut erklärt werden.
    Ein Thema, was uns immer mehr beschäftigt und damit auch für die Enkel wichtig ist. Warum benimmt sich Opa plötzlich so eigenartig? Hier wird es sehr einfühlsam beschrieben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Villa Wunderbar – Ein Waschbär zieht ein

    Villa Wunderbar – Ein Waschbär zieht ein

    Linnes Svensson

    Nikolai Renger

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    „In der Villa Wunderbar ist überhaupt kein Tag wie der andere“ so beginnt jedes der 20 Kapitel. Denn der sprechende Waschbär Henri lebt in der alten Miele Waschmaschine im Café Waschnuss. Hier kann man seine Wäsche waschen und leckeren, von Oma Hilde gebackenen, Kuchen essen.

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    Matilda und ihr Cousin Joschi freuen sich über den neue Gast und erleben viele Abenteuer mit dem Waschbär. Leider sind die moralischen Ansprüche des Tieres etwas anders, so nimmt er es mit dem Eigentum nicht ganz so genau. Trotz seiner verrückten Ideen nehmen die Geschichten immer eine Wendung zum Guten.

    Auf 125 Seiten (das Papier ist etwas dicker) wird, unterstützt durch viele Bilder, eine Menge erzählt. Es tauchen durchweg nette Personen auf, die sehr lieb miteinander umgehen. Ein fröhliches Buch…… und wer hätte nicht gerne ein sprechendes Tier?

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Welt bei uns zu Hause

    Die Welt bei uns zu Hause

    Susanne Orosz

    Ellermann Der Vorleseverlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    In den kurzen Geschichten treffen wir Kindergartenkinder, die aus ganz unterschiedlichen Gründen mit anderen Nationen und Kulturen zusammen treffen. Da ist das Nachbarkind aus Polen, dass am Ostermontag alle mit Wasser bespritzt, die Oma, die ihre Enkelin ins italienische Restaurant einlädt oder eine andere Oma, die aus Russland stammt und mit der Enkelin in Schwanensee geht.

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    Da werden Kuchen gemacht, in denen eine Bohne versteckt ist oder echtes griechisches Brot gebacken. Wir lernen die schwedische Lucia und den holländischen Sinterklaas kennen. Es ist für alle was dabei und vielleicht gibt es ja auch Kinder, die noch andere Geschichten aus ihrer bzw. der Heimat ihrer Vorfahren erzählen können. Solche Geschichten, die von unserer schönen bunten Welt erzählen, erfreuen die kleinen Zuhörern und sie geben Anstoß zum Miteinander.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Geschichte vom Löwen, der nicht kochen konnte

    Die Geschichte vom Löwen, der nicht kochen konnte

    Martin Baltscheit

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Diesmal möchte der Löwe, den wir aus vielen anderen Büchern kennen, seiner Löwin etwas zum Geburtstag kochen. Natürlich kann er nicht kochen und fragt, wie immer seine Freunde um Rat. Jeder empfiehlt sein Leibgericht, von Wurmfliegenmus über Mückenkroketten bis Froschburger mit Dip.

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    Da erstellt der Löwe ein ganzes Menü, leider weiß er immer noch nicht, wie er es kochen soll. Sein Versuch endet dann mit „Kawumm! Explosion!“ Um dem Zorn des Löwen zu entgehen, raten die Tiere zu Blumensalat und die Löwin ist begeistert.

    Dieses Buch begeistert mich nicht so sehr wie seine Vorgänger. Vielleicht ist langsam die Luft aus dem Thema. Irgendwie stoße ich mich auch daran, dass er die Tiere um Hilfe bittet und sie nachher auf die Speisekarte setzt. Und dann gibt es am Ende ein vegetarisches Essen…..

    Dagmar Mägdefrau

  • Für dich flieg ich bis ans Ende der Welt, sagt Anton

    Für dich flieg ich bis ans Ende der Welt, sagt Anton

    Marliese Arold

    Lisa Althaus

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Bei einem Schulausflug in den Zoo, darf Leo, Anton den kleinen Brillenpinguin füttern. Er bemerkt nicht, dass der Pinguin in seinen Rucksack steigt und mit ihm nach Hause fährt. Seine Freundin Emma, weiht ihre Tante Lotta Rosenblatt ein, weil die beiden Kinder nicht wissen, wie sie Anton helfen können. Denn der Pinguin hat eine Freundin, ein kleines Drachenmädchen Namens Zora.

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    Der Mann, der die Eier der beiden ausgebrütet hatte, hat Anton an den Zoo verkauft und jetzt bleibt die Frage, wo ist Zora gelandet?
    Lotta Rosenblatt hat viele tausend Bücher und in einem findet sie die Lage des Drachenlandes. In den Ferien macht sie sich mit einem Freund und den Kindern auf. Ein spannendes Abenteuer beginnt.

    Der Text des Buches ist schon ganz schön kompakt, wird aber von realistischen Bildern in schönen Farben unterstützt. 144 Seiten werden sicher erst einmal vorgelesen. Für geübte Leser macht das selber lesen sicher Spaß.  

    Dagmar Mägdefrau