• Die größte Zahl der Welt

    Die größte Zahl der Welt

    Magnus Holm

    Rune Markhus

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ich befürchte, die Zeit, in der ich mich um Mathe gekümmert habe, liegt einfach zu weit zurück und deshalb ist mir Googolplex, die größte Zahl der Welt bisher namentlich nicht bekannt gewesen. (Allerdings kennt mein Rechtschreibprogramm diesen Begriff auch nicht.)
    Hinten im Buch kann man die genauen Zusammenhänge nachlesen und ist dann wieder ein wenig schlauer.
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    Aber fangen wir doch von vorne an: Das Cover zeigt eine lange Straße und ein kleines rotes Auto. Dann lernen wir Tale kennen, die schon zählen kann. Truls, ihr großer Bruder, ist acht und er ist drei Jahre älter als Tale. Das Bild zeigt Tale mit einem Riesenmund, aus dem Zahlen quellen. Da Papa und Mama auch zur Familie gehören, sind sie zu viert. Das rote Auto wird gepackt und Tale schaut zu und überlegt, wie Zahlen zueinanderstehen. Dann geht es los und Tale zählt die Telefonmasten. Die Straße führt in die Berge und Tale denkt über die Null nach. Beim Auspacken fragt Tale Papa, wie so oft, wie alt er ist. Papa arbeitet an der Universität mit Zahlen und er kennt auch große Zahlen. „Mehr als eine Million. – Unendlich, sagt Papa. Es gibt unendlich viele Zahlen.“ 
    Die Bilder sind teilweise realistisch gestaltet, einige haben aber auch eine eigene Dynamik, die diese großen Zahlen in sich haben, da muss man das Buch auch mal hochkant nehmen.
    Der Text besteht aus kurzen Sätzen, in denen viele Zahlen vorkommen bis zur ober erwähnten Zahl Googolplex. Mir gefällt es einfach so gut, wie hier mit einfachen Mitteln etwas erklärt wird, das man kaum verstehen kann.

    Dagmar Mägdefrau

  • Morgen bestimme ich

    Morgen bestimme ich

    Jörg Mühle

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Einer für mich, einer für dich!“ ist ein echter Renner in unserer Vorlesekiste. Die Kinder gehen voll mit bei dieser Geschichte um gerechtes Teilen. Und hier geht es wieder um die zwei Freund Bär und Wiesel. Das Wiesel kommt nach Hause und hängt seinen Rucksack an den Ast neben dem Etagenbett. Bär spielt mit Dachs und bittet Wiesel, etwas zu essen zu machen. Doch Wiesel wird laut, weil der Dachs doch sein Freund ist. 
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    Da hat der Dachs die Idee, dass sie doch auch zu Dritt spielen könnten. „Vatermutterkind“ schlägt Wiesel vor und er verteilt auch gleich die Rollen, leider ist Bär das Kind und soll ins Bett. Doch da droht Bär „er würde einen riesigen Saustall machen“ und Wiesel wirft ihm vor, sich nicht an die Spielregeln zu halten. Der Dachs will wieder schlichten und schlägt vor, etwas anders zu spielen. Die beiden machen so lange mit ihren Streitereien weiter, bis der Dachs geht. 
    Ich denke auch die Situation in dieser Geschichte wird den Kindern bekannt seine, aufgrund der Streitereien kommt man gar nicht zum Spielen und der Dritte weiß nicht, was er machen soll. Schon auf dem Cover stehen Bär und Wiesel Rücken an Rücken und man sieht ihnen an, dass sie richtig sauer sind. Auch die anderen Illustrationen zeigen genau die Gefühle der Tiere, auch die Verlorenheit des Dachses.
    Ich freue mich schon sehr auf Vorlesen und die Diskussionen, die damit verbunden sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Was fährt da übers Meer?

    Was fährt da übers Meer?

    Thomas Müller

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover des Pappbilderbuchs sehen wir zwei Hunde mit dem Motorboot Susi über das Meer brausen. Auf der ersten Doppelseite folgt eine Segelboot und ein Containerschiff, überall sind passend bekleidete Tiere zu sehen, die aber auch wie Menschen dort auf zwei Beinen stehen oder aufrecht sitzen. Weiter geht es mit einem Ruderboot. 
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    Im Hintergrund fährt die weiße Fähre, auf dem Fischkutter ist viel zu tun, aber am meisten Spaß mach meinen Zuhörern das sehr schlanke Flusspferd mit dem dicken Kopf, das in einem Fass unterwegs ist. Dschunke, Einbaum und Tretboot bietet die nächste Seite, Motorboot und Gondel folgen. Danach sehen wir einige Tiere, diesmal unbekleidet auf der Arche Noah. Nicht immer stehen sie paarweise und es macht Spaß den z.B. zweiten Affen zu suchen. Ein Seelenverkäufer ist senkrecht zur hälfte im Wasser verschwunden und das Seenotrettungsschiff und ein Schlauchboot sind zur Rettung gekommen. Nach vielen anderen Schiffstypen kommt eine Ausflugsboot ans Pier und das stehen Wir.

    Es gibt unendlich viel zu entdecken in diesem Buch, in dem bis auf den kleinen Reim am Ende, immer nur die Bezeichnungen der Schiffe stehen. Es gibt also wenig zu lesen, viel zu schauen und das eine oder anders zu erklären. Bei der nächsten Reise ans Wasser werden die Kinder genau wissen, was da schippert.

    Dagmar Mägdefrau

  • Aufgewacht! Mitgemacht!

    Aufgewacht! Mitgemacht!

    Hans-Christian Schmidt

    Andreas Német

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Wie schön, endlich mal kein Gute-Nacht-Buch, sondern eines, in dem es ums Aufstehen geht. Schon der Löwe auf dem Cover ruft „Aufgewacht!“ und dieses Wort rufen die Tiere im Zo einander zu. 
    Noch schlafen alle Tiere und es ist ruhig im Zoo. Doch der Tiger mal sich schon Streifen mit dem Malkasten ins Fell. Warum er das tut, ist mir auch ein Rätsel.
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    Ganz klein im Hintergrund ist ein rosa Schwein zu sehen. Auf der nächsten Doppelseite sehen wir dann auch gleich drei rosa Schweine, die noch in Trögen liegen, doch dann geht es eine Rutschbahn runter direkt in die Schlammlochkuhlen. Auch hier wir „Aufgewacht!“ gerufen. Ohne Ankündigung folgt das Krokodil, das sich von einem Vogel die Zähen putzen lässt. Diesmal kann man die schlafenden Hyänen schon sehen. Sie machen zunächst Sport bevor sie das Aufstehkommando weitergeben. Auch die Giraffenbein sind schon vorab zu sehen, mit Seife und Lappen wird hier der Hals gesäubert und weiter geht es mit Esel und Löwe und um 10 Uhr warten die Tiere auf uns Besucher.
    Das bei einigen Bildern schon das nächste Tier angekündigt wird, gefällt mir und den Kindern sehr gut, schade, dass das nicht immer so ist. Auf jeder Seite gibt es ein oder zwei Vierzeiler und es fiel mir nicht immer leicht nicht in den Tonfall einer Büttenrede zu verfallen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die allerkürzeste Gutenachtgeschichte der Welt

    Die allerkürzeste Gutenachtgeschichte der Welt

    Lois Fitzgerald

    Kate Hindley

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir schon die ganze Tierbande, die da schlafen soll. 
    In der Wanne blubbert noch der Schaum, während sich die Tiere brav die Zähne putzen. Der Text verspricht eine „wirklich tolle Geschichte“ in nur zehn Worten. Doch zunächst werden noch Versprechen abgenommen, die Tiere sind jetzt in ihren verschachtelten Betten und machen die unterschiedlichsten Dinge, während das Eichhörnchen schon schläft.
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    „Prima!“ heißt es dann, aber los geht es noch nicht. Der Vorlesende muss sich noch „warmsprechen“, das geht so, dass man sinnlos Silben und Sätze spricht. Mein Enkel (6) konnte damit absolut nichts anfangen. Dann wird sich gereckt und gegähnt und alle sollen es sich in „Kissenburgen“ gemütlich machen. Danach wird die Wichtigkeit des Umblätterns herausgestellt. Leider steht der Text, der dazu auffordert, auf der rechten Seite und das Lob nach dem Umblättern auf der Linken, nur hat man da ja nichts zu blättern. Die Schmusetiere werden danach geholt und sortiert, es wird noch überprüft, ob alle da sind, indem man sie unter den Achselhöhlen und in der Nase suchen soll. Endlich lesen wir die bekannten Worte „Es war einmal“ doch auch da geht es noch nicht los. Denn jetzt folgt eine musikalische Ankündigung.
    Ich muss sagen, als ich das Buch alleine gelesen habe, fand ich es ganz komisch, aber mein Enkel sah keinen Grund, feierlich zu versprechen, dass er nach dem Buch schlafen soll und auch die anderen Gags entsprachen nicht dem Humor einen Kindes, und er hat durchaus Humor.
    Schöne Bilder, auf denen viel zu sehen ist, aber die Handlung kommt schwer beim Kinderpublikum an.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Gurkentruppe

    Die Gurkentruppe

    Leslie Niemöller

    Liliane Oser

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Zu Beginn lernen wir das Schwein Hans kennen. Da Hans ganz allein in einem „hübschen Häuschen“ wohnt, freut er sich, als er auf den ängstlichen Bären Ben trifft. Ben versucht, sich hinter einem dünnen Baum zu verstecken und das dazugehörige Bild ist einfach zauberhaft. Die beiden gründen eine WG und haben ihren Spaß zusammen, als es eines Abends bei ihnen klopft und der Hase Toto bei ihnen einziehen will.
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    Toto ist ein Pedant und er übertreibt seinen Ordnungsfimmel schon sehr. So muss er mit Entsetzen feststellen, dass die beiden Bewohner keinen Fransenkamm besitzen oder gar nutzen. Auf dem Bild schauen Hans und Ben ganz betroffen und Totos Ausdruck ist voller Entsetzen, einfach herrlich. Auf einem Floß kommt ein Zebra, nein ein gestreiftes Pferd, daher, das sehr traurig ist, weil es seine Heimat vermisst. Der neue Mitbewohner Taya erklärt den anderen, wie es ist, wenn man keinen Antrieb hat und nicht aus dem Bett kommt. Als Hans dann einen Biber mitbringt und der gleich von Toto erklärt bekommt, dass er die Schuhe wieder sortiert hinstellen soll, fragt dieser „Was seid ihr denn für eine Gurkentruppe?“ 
    Da sind wirklich einige Sonderlinge zusammengekommen, aber trotzdem oder gerade deshalb, verbindet sie eine tolle Freundschaft und so endet das Buch mit dem Satz „Freund, das ist Glück.“ Gegenseitiger Respekt, Humor und sehr schöne Illustrationen machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Schaf Rosa liebt Rosa

    Schaf Rosa liebt Rosa

    Ingo M. Ebert

    Martina Wagner

    Kiwabu

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das rosa Schaf namens Rosa ist mit einem Blütenkranz auf dem Kopf auf dem Cover zu sehen. Im Hintergrund grasen weiße Schafe mit ihren Lämmern vor dem schönen alten Bauernhaus. Das Lamm Rosa stellt uns zunächst Christoph, den Schäfer, und seine Frau Silke vor. Die beiden betreiben eine Schafskäserei, doch davon erfahren wir im Laufe der Geschichte noch Genaueres. Zwei Border Collies passen auf die Herde auf. 
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    Rosa ist nicht nur rosa, sie liebt auch alles, was diese Farbe hat, so frisst sie gerne rosa Kleeblüten. 
    Aus dem Lämmchen Rosa wird übers Jahr ein Schaf und die Mama eines neuen rosa Lamms. An manchen Tagen wird Rosa von den anderen Schafen wegen ihrer Fellfarbe gemobbt, doch schnell kommt ihr die Idee, dass die anderen nur neidisch sind. So schlägt sie ihnen vor, sie sollen doch ihr Fell färben. So gibt es bald gelbe, rote, grüne und lila-blaue Schafe, was nicht nur den Schäfer zum Lachen bringt. Dann wird Rosa zum ersten Mal von Silke gemolken und als ihre Milch zu Käse verarbeitet wird, ist dieser auch rosa. Das bringt Christoph und Silke auf eine Idee.
    Obwohl Rosa aufgrund ihrer Fellfarbe eine Außenseiterin ist, kann sie dank ihres Selbstbewusstseins sehr gut damit umgehen und die Situation für sich nutzen. Sie zeigt uns, wie fröhlich eine bunte Welt sein kann.
    Zudem wird in dem Buch gezeigt, wie Käse hergestellt wird und wie man ihn durch natürliche Farben noch interessanter machen kann.
    Eine schöne Geschichte über Vielfalt, bei der man auch noch viel über Schafe und ihre Produkte lernt. Die großformatigen Bilder ergänzen den meist kurzen Text hervorragend.

    Dagmar Mägdefrau
  • Vicky möchte Hebamme werden 

    Vicky möchte Hebamme werden 

    Anna Möllers

    Mabuse-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Kinder hören gerne Geschichten über ihre Geburt und Vicky wird einiges darüber erfahren, wenn ihr Papa ihre Fragen zum Beruf der Hebamme beantwortet. 
    In der Kita hat nämlich die Erzieherin zu Vicky gesagt, sie könne Hebamme werden, weil sie Babys so mag. Ja und nun ist es an Papa die Fragen der kleinen Tochter zu beantworten. Wieso holte die Hebamme die Babys? Sie sind doch im Bauch der Mama.
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    Während die beiden im Garten sind erklärt Papa zunächst mittels einer Melone wie die Hebammen die Gebärenden während der Schwangerschaft, bei der Geburt und später im Wochenbett unterstützen. So packt er die Melone unter sein Shirt und „gebärt“ es in der Hocke, was Vicky sehr zum Lachen bringt. Die nächste Seite zeigt anhand von Bildern, in welchen Stellungen die Babys geboren werden können. Auch die Geburt durch einen Kaiserschnitt wird sehr verständlich und ohne Angst zu machen mit einem Bild erklärt. 
    Die Hilfe und Unterstützung durch die Hebamme steht sehr im Vordergrund, aber auch die Versorgung des Neugeborenen wird erklärt. Die unterschiedlichen Möglichkeiten, wo man sein Kind bekommen kann, und Vicky Geburt in einem Geburtshaus werden beschrieben. Aber auch, dass Papa die Fliegerposition von der Hebamme gezeigt bekommen hat, der Vicky so gut gefiel.
    Das Buch erklärt gut verständlich für Kinder und sehr klar alle Arbeiten einer Hebamme. Die Bilder sind sehr harmonisch und erklären den Text sehr gut. Mein Lieblingsbild ist das, wo die Mama mit ihren großen Kindern und dem Baby im Bett kuscheln.
    Ich denke auch wenn sie noch etwas jung ist um sich beruflich festzulegen, so hat Vicky sich doch den schönsten Beruf der Welt ausgesucht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Mein liebstes Kuscheltier & ich – Zoé besucht die Feuerwehr

    Mein liebstes Kuscheltier & ich – Zoé besucht die Feuerwehr

    Susanne Böse

    Marie Zippel

    DK

    Mein liebstes Kuscheltier & ich

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Zoé ,wie sie mit ihrem Kuscheltier, einen Eisbären, auf den Feuerwehrmann zugeht. Das Buch beginnt, wie alle Bücher dieser Reihe, mit einem kleinen Plan, in dem die wichtigsten Häuser eingezeichnet sind. Meine Enkelin (4) liebt es, sich dort zu orientieren. Ein kleiner Steckbrief sagt uns, wie alt Zoé ist und dass ihr Eisbär Siro ihr hilft, wenn ihr etwas Angst macht. 
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    Einige Kinder in der Gruppe der „Grünen Hüpfer“ haben wir schon in den anderen Büchern kennengelernt. Lara, die Erzieherin, führt die Polonaise, die die Kinder zu Zoés 5. Geburtstag machen, an und Olli geht mit der Gitarre hinterdrein. Ein Kind trägt eine Brille und ein Kind sitzt im Rollstuhl. Später geht es um einen Ausflug zur Feuerwehr, der am nächsten Montag stattfinden soll. Alle Kinder sind sehr aufgeregt und können etwas zu dem  Thema beisteuern. Aber bei Zoés Oma hat es gebrannt und seitdem hat das kleine Mädchen Angst, wenn sie das Martinshorn hört. 
    In der Geschichte wird sehr einfühlsam erzählt, wie es Zoé gelingt, ihre Angst in den Griff zu bekommen. Ihr Kuscheltier spricht mit ihr und kann sie immer wieder beruhigen. Zum Schluss drückt sie sogar den Knopf für das Martinshorn und wird Mitglied bei den „Feuersalamandern“ - der Kinderfeuerwehr.
    Neben den schönen Illustrationen wird hier eine Geschichte erzählt, die meine Enkelin sehr interessiert hat und die sie sich sofort einige Male vorlesen ließ.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Museum der unnützen Körperteile

    Das Museum der unnützen Körperteile

    Rachel Poliquin

    Clayton Hanmer

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt neben affenähnlichen Exponaten auch einige Körperteile in Gläsern. Das erinnert an ein Gruselkabinett. Der Plan weist Räume auf, die „Überlebende Haare“, „Gänsehaut“ oder „Schrumpelfinger“ heißen. Bei der Erklärung zu „Rudimente“ sind Worte wie "nutzlos" durch "lustig" oder "seltsam" durch "fantastisch" ersetzt. 
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    Und dann geht es los, ein Zahn mit Doktorhut weist uns den Weg. Zunächst geht es um unseren Stammbaum, vom Einzeller bis zum Hominini, der fast schon ein Mensch war. „Die dunkle Seite“ berichtet von Veränderungen während der Evolution, die nicht immer reibungslos abliefen. So taucht da eine verschwundene Niere auf. Zu Weisheitszähnen können sicher einige Leute etwas berichten, doch der erklärende Zahn „möchte nicht darüber reden.“ Wir können in Sprechblasen die Dialoge zwischen Zahn und Niere lesen. In dem Feld „Liebe deine Überbleibsel“ wird angeregt, bei sich eine Gänsehaut zu erzeugen. Im „Großen Homini-Saal“ stehen unterschiedliche Exponate hinter Glas und der haarige Hans sieht schon wie ein Mensch aus. Kleine Kästchen geben Auskunft über die gefundenen ersten Menschen. Im Kinosaal kann man sich die Entwicklung der Füße anschauen. Nach einigen Kapitel treffen wir auch auf den Blinddarm, der mir sofort bei dem Titel einfiel. Vor dem Glossar machen wir noch einen Sprung in den Museumsshop.
    Hier wird auf witzige Weise die Entwicklung des Menschen dargestellt und so kann ich endlich die Frage meine Enkelin nach der Herkunft der Menschen richtig beantworten.
    Allerdings werde ich einer Vierjährigen wohl kaum den ganzen Text dieses Buche vorlesen können. Aber Stück für Stück werde ich damit ihre Neugierde stillen können. Viele Bilder, witzige Anmerkungen, aber auch viel Wissen steckt in diesem Buch und ein Besuch in diesem Museum kann ich empfehlen.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Erstes Lernen – Zahlen

    Erstes Lernen – Zahlen

    DK

    Erstes Lernen

    Verlagsempfehlung ab 1 Jahr

    In dem großem Pappbilderbuch mit Reitern dreht sich alles um das Zählen. Zur 1 gehört eine Holzlok mit einer Maus, die eine Reise macht, das Kind wird aufgefordert, das Geräusch, dass die Lok macht, nachzumachen, und die große Eins mit dem Finger nachzuziehen. Zur 2 wird über Hände und Füße gesprochen, das Kind auf dem Foto präsentiert uns beides. Wir sollen beides bewegen und zählen. 
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    Genauso wie die Paare auf der anderen Seite. Fünf Enten und die Zahlen von 1-5 in Seifenblasen, die man wegblasen soll, präsentiert die Seite 5. Obst gibt es bei 6, der Regenbogen hat 7 Farben und unsere zehn Finger zeigen die Zahl 10 an. Danach gibt es noch Reihen der bekannten Gegenstände von 1-10 mit entsprechenden Fragen. Blumen und Bienen gibt es sogar zwanzigmal und auf der letzten Seite kann man unterschiedliche Dinge in unterschiedlicher Anzahl zählen. Auch hier gibt es Fragen wie „Sind es genauso viele Orangen wie Bananen?“ 
    Das Buch kann man sicher mit Einjährigen anschauen und sie werden die Gegenstände zeigen und später auch benennen, allerding den Spaß am Zählen wird man bei ihnen wohl noch nicht erwecken können. Die Fragen sind ebenfalls zu schwierig, zu beantworten. Ab drei, wenn Zahlen interessant werden, eignet sich das Buch sehr gut, um sie sich konkret vorstellen zu können. Mit meinem dreijährigen Enkel habe ich alles gezählt und er hatte viel Spaß dabei. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Sieben – Die Schöpfung

    Sieben – Die Schöpfung

    Linda Wolfgruber

    TYROLIA

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2024

    Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2024

    Kröte des Monats September 2023 der STUBE

    Auf dem dunklen Cover sind Blätter zu sehen und der einfache Titel „sieben die schöpfung“.  Es folgt ein Bild mit blauer See und Eisbergen, schwer zu erkennen die Eisbärfamilie davor. Auf der gelben Seite ist zu lesen „Weil sie uns anvertraut ist…“ Es folgt „Tag 1“ graue Schrift auf schwarzen Hintergrund. Braun- und Grautöne ineinander verschlungene Formen zeigen das Chaos, aus dem Gott die Erde schuf. 
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    Mit dem biblischen Text geht es, bis es Licht wird. Jetzt wird das Bild heller und klarer, das nächste Bild erinnert an eine Sternenexplosion, folgt ein dunkles Loch. Die Erde, zweigeteilt in Abend und Morgen, beendet den ersten Tag. Der zweite Tag ist grün gestaltet und beschreibt die Entstehung des Himmels. Am nächsten Tag wandelt sich das Grün zum Türkis mit kleinen Inseln. Danach geht es grün mit Blättern und Bäumen weiter. Tag vier zeigt in verschiedenen Blautönen die Entstehung der Himmelskörper. Mein liebstes Kapitel. Am fünften Tag sehen wir zunächst Fische, danach Vögel. Der siebte Tag beginnt mit einer zarten Abbildung von Tieren, die an Höhlenbilder erinnern. Der immer wiederkehrende Satz „Es wurde Abend und es wurde Morgen“ steht jetzt neben einem Bild, das ein Menschenpaar erkennen lässt. So vollendete Gott am siebten Tag sein Werk. In Gelb sehen wir Vögel und Schmetterlinge, Faultiere im Grünen, in Erdfarben Löwen auf einem Baum und zuletzt eine Frau und einen Mann, die wie Hirten eine Kuhherde bewachen. 
    Dieses Buch ist sicher künstlerisch aufwendig gestaltet, Jugendliche und Erwachsene werden an den beeindruckenden Bilder ihre Freude haben. Ich denke aber, für Kinder ist dieses vielfach ausgezeichnete Buch zu unkonkret und auch zu wenig bunt. Mir fehlt für die Jüngeren ein wenig die Freude, die die Schöpfung ja beinhalten sollte. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Carlos und die Suche nach dem Glück

    Carlos und die Suche nach dem Glück

    Kristine Ortmeier

    Sebastian Schmidt

    Alibri

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die Schildkröte Carlos lebt auf Galapagos zusammen mit anderen alten und schweren Tieren. Mit seinem großen Augen und dem Lächeln wirkt er eigentlich ganz zufrieden. Obwohl er von den Pflegern gut gefüttert wird, fühlt er sich einsam und leer. Als ein kleines Mädchen ihm ein Foto schenkt, erkennt er sein Aussehen und macht sich auf dem Weg, seine Herkunft herauszufinden. 
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    Diego, die Krabbe, hilft ihm mit Hilfe seiner Familie, den Zaun zu überwinden. Ein Vogel schickt ihn zum Meer, doch die Robben sind nicht sehr nett zum ihm. Erst Iggy, die Echse, kann auf seine sich wiederholende Frage „Weißt du, wo ich herkomme? Sag, kennst du mich?“ eine Antwort geben und ihm den Weg zu einem Artgenossen zeigen. 
    Allerdings ist das nicht das Ende der Geschichte, es gibt noch eine Wandlung.
    Der gereimte Text ist nicht zu lang und gefällt mir sehr gut. Die Bilder sind sehr niedlich und bunt, aber mir fehlt ein wenig die Mimik, auf mich wirkt Carlos nie richtig traurig. Und weshalb die Robben „hämisch lachen“ und später seine Freunde sein sollen, ist mir auch unklar. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Halt dich an mir fest

    Halt dich an mir fest

    Sophie Schoenwald

    Nadine Reitz

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Der schlafende kleine Otter treibt allein auf den Wellen, er hat die Hand seiner Mama losgelassen und muss von uns geweckt werden, dazu kitzeln wir ihn an den Füssen. Der Otter weiß nicht, wo er ist, und wir müssen ihn trösten. Jetzt müssen wir ihm zeigen, wie man taucht, also Luft anhalten und ins Wasser hüpfen. 
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    Der Otter taucht unter und wir zeigen ihm die Muschel, dazu müssen wir das Buch hochkant halten. Als der Otter mit der Muschel auftaucht, helfen wir ihm, indem wir auf die Muschel klopfen, sie zu öffnen. In der Muschel ist auch eine große Perle, die will die Möwe holen, doch wir schütteln das Buch und können sie so vertreiben. In Seegras gekuschelt ruht sich der Otter aus und wir geben ihm eine Küsschen auf die Nase. Natürlich helfen wir dem Otter auch, zurück zu seiner Mama zu finden.
    Ein Mitmachbuch, dass seinen Namen verdient hat, alle Aufgaben sind verständlich und die Kleinen können sie gut erledigen. Es macht doch immer Spaß, zu interagieren. Die kurzen Texte sind leicht zu verstehen und die niedlichen Bilder sind einfach mit so viel Liebe gezeichnet, dass ich sie mir gerne anschaue.
    
    Dagmar Mägdefrau 
    
  • Der Flunkerfunkelstein oder die Ester, die nicht stehlen wollte

    Der Flunkerfunkelstein oder die Ester, die nicht stehlen wollte

    Kai Oppermann

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover kann man ihn schon sehen, den roten Funkelstein, und auch die kleine Elster. Meisterdiebe sind sie, alle Mitglieder der Elsterfamilie, nur die kleine Elster nicht. Sie flog nie auf Raubzüge, sie besuchte ihre Freunde. Die Elster liebt ihre Familie und sie weiß „Eine Elster ohne Funkelstein kann keine wahre Elster sein!“ 
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    Während ihre Familie sich mit den gestohlenen Schmuckstücken behängt, überlegt sich die kleine Elster einen Plan. Mutig macht sie sich auf und kann am nächsten Tag einen „fabelhaft funkelnden Stein“ präsentieren. Alle, die ihr begegnen, gratulierten ihr und nennen sie „Meisterdiebin“ und sie meinen „Deine Familie muss stolz auf dich sein!“ Da wird der kleinen Elster ganz unbehaglich zu Mute, doch mehr will ich nicht verraten.
    Die Texte sind nicht all zu lang und voller Poesie. Die Bilder sind beeindruckend und voller Farbenfreude.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Lenny Lamm und die Sache mit der Wut

    Lenny Lamm und die Sache mit der Wut

    Anja Kiel

    Antja Hagemann

    Ravensburger/tiptoi

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das kleine quadratische Pappbilderbuch mit Spiralbildung zeigt das wütende Lamm Lenny auf dem Cover. Er und seine Familie wollen in den Urlaub fahren und wir sehen sie bei der Vorbereitung. Mama Schaf packt mit Hilfe einer Liste ein, während Papa zunächst die Zeitung liest. Baby Lulu versucht unterdessen, einen riesigen Bär in ihren kleinen Koffer zu packen. 
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    Da sehen wir zunächst Mama schimpfen „Muss ich denn immer an alles denken?“ Doch dann steht sie da etwas entspannter mit einer Tasse in der Hand. 
    Auf der nächsten sitzt die Familie endlich im Auto. Nachdem Mama erst ihr Sonnenbrille vergessen hat und wieder umkehren muss, bekommt Baby Lulu Hunger und schreit laut, bis sie von Papa eine Brezel bekommt. 
    In den nächsten Kapiteln geht es um das Einrichten auf dem Campingplatz, um das Essen in einem Restaurant, einen Spielplatzbesuch, einen Tag am Strand und eine Wandertour, bis alle sich am Lagerfeuer treffen und finden „Das ist der beste Urlaub aller Zeiten!“
    Jedes Kapitel handelt von einer anderen Form der Wut, alles Situationen, die wir leider zu genüge kennen und in denen wir uns wiederfinden. 
    Im Buch findet man nur kurze Textanfänge, dann kommt der tiptoi-Stift zum Einsatz. Er erzählt uns dann die ausführliche Geschichte, die dann schon etwas länger ist.
    Meine Enkel kennen die Technik und für sie ist es schön, hier mal ein Buch wie ein Hörspiel nutzen zu können. Natürlich ersetzt die Technik das Vorlesen nicht, hier gibt es aber anders als zum Beispiel beim Tonie, ein Buch, dass man während des Vorlesens anschauen kann. 
    Ein schönes bebildertes Buch und eine facettenreiche Geschichte zum Thema Wut.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Der schwarze Strand – Die Entstehung des Earth Days

    Der schwarze Strand – Die Entstehung des Earth Days

    Shaunna und John Stith

    Maribel Lechuga

    Kindermann Verlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ida, ein amerikanisches Grundschulmädchen, liebt den Strand und das Meer. Aber im Januar 1969 verursacht die Ölförderfirma Union Oil eine Ölpest vor der Küste Santa Barbaras. Und Idas geliebtes Meer ist nicht mehr wieder zu erkennen. Schwarze ölige Wellen, schwarzer Sand und Seevögel mit vom Öl verklebten Gefieder. Ida ist fassungslos. Sie schließt sich mit anderen Kindern zusammen, um Politiker auf die Umweltzerstörung aufmerksam zu machen. 
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    Und so wie Ida haben viele Menschen das Bedürfnis, zu handeln. Es entsteht in den USA eine Bewegung zum Schutz der Umwelt. Am 22. April 1970 findet der erste Earth Day in den USA statt, ein nationaler Aktionstag, um auf Umweltprobleme hinzuweisen. Auch in Idas Schule beschäftigen sich Kinder und Lehrer*innen mit Umweltproblemen und was man dagegen tun kann. Und „je mehr Ida darüber wusste, desto stärker fühlte sie sich. Es gab so viele Wege, etwas zu tun.
    
    Ein tolles Buch über die Entstehung des mittlerweile weltweit stattfindenden Earth Days! Texte und Bilder sind so gestaltet, dass sie bereits Fünfjährigen das Thema Umweltschutz kindgerecht nahebringen. Schön finde ich auch, dass am Beispiel von Ida aufgezeigt wird, dass bereits Kinder etwas unternehmen können. Und hierfür auch konkrete Beispiele genannt werden, wie sie aktiv werden können - und das nicht nur am "Tag der Erde", sondern an jedem Tag. 
    
    Abgerundet wird das Ganze noch durch weitergehende Informationen im Anhang:  Ein Zeitstrahl, eine Auflistung „So wirst Du Umweltaktivist*in“, zwei kurzen Beiträgen zu den Themen Earth Day heute und Umweltverschmutzung. 
    
    Ein rundum gelungenes Buch zu diesem wichtigen Thema. 
    
    Beate Böhm
  • Durch das Jahr mit der Natur

    Durch das Jahr mit der Natur

    Lucy Brownridge

    Margaux Samson Abadie

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover ist einfach wunderschön und dank seiner Goldprägung wirkt es sehr wertvoll. Das Inhaltverzeichnis verrät schon, dass es durch die Monate geht, zu jedem Monat gibt es vier Unterthemen, die uns in unterschiedliche Länder führen.
    Wir beginnen mit dem Januar in Peru, auf der Seite sind viel bunte Papageien, die sich am Wasser aufhalten.
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    Sie schlecken hier am Lehm und halten sich dadurch gesund. Es gibt über die Seite verteilt einige Textblöcke, die darüber genauer informieren. Der Februar führt uns nach Japan, dort sieht die Kirschblüte wie „ein Meer von Rosa“ aus. Im März taut der Frosch in Kanada auf. Im April geht es nach England in den „Hasenglöckchen-Wald“. Im Mai sehen wir in den USA einen „magischen Mondregenbogen“, wunderschön illustriert wie auch alle anderen Bilder. Der Lavendel blüht in Frankreich im Juli, Ende September herrscht in Indien der Monsun. Im November schneit es in der algerischen Wüste und im letzten Monat im Jahr kann man in Norwegen das Nordlicht bestaunen. 
    Ein wundervoll gestaltetes Buch mit stimmungsvollen, beeindruckenden Bildern und kleinen, erklärenden Texten. Einige Naturereignisse kennen wir bereits, teilweise aus eigenen Anschauung, andere werden wir uns erstaunt anschauen. Ein Buch, das man immer wieder zu Hand nehmen wird, und das uns so schön zeigt, wie die bunt unsere Welt ist.
    
    Dagmar Mägdefrau