• Für Opa scheint jetzt immer die Sonne

    Für Opa scheint jetzt immer die Sonne

    Katja Reider

    Malin Hörl

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Mia hat ihren Opa lieb, das hat sie ihm in dem kleinen Büchlein, dass auf der Seite im großen Buch festgeklebt ist, geschrieben. Sie hat auch Bilder ihrer gemeinsamen Unternehmungen eingeklebt. Denn Opa und sie gehen gerne schwimmen und spielen gerne Spiel, aber am liebsten gärtnern sie gemeinsam im Garten.
    Opas Lieblingsblumen sind die Sonnenblumen, die kann man sogar im Brautstrauß seiner Frau sehen. Aber zum Ende eines schöne gemeinsam verbrachten Sommers muss Opa sich immer häufiger ausruhen und er erzählt seiner Enkelin, dass er in ein Seniorenheim ziehen wird.
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    Ein sehr gemütlich stimmendes Bild zeigt die beiden beim „Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel“ in der Weihnachtszeit. Manchmal gehen die beiden auch spazieren, aber weit kommt Opa nicht mehr. Bei der Rückkehr erklärt die Heimleiterin Mia was es mit dem Buch in der Eingangshalle auf sich hat, neben dem immer eine Kerze brennt.
    Opas Gedächtnis wird immer schlechter und bald muss Mia ihn mit ihren Eltern im Krankenhaus besuchen. In einer Nacht stirbt der Opa und „kommt nie mehr wieder.“ Mia und ihre Eltern sitzen mit traurigen Minen zusammen und halten sich ganz fest. Nach der Beerdigung trifft man sich im Garten und erinnert sich an den Verstorbenen. Mias Mama sagt ihr, dass manche Leute an den Himmel glauben, der Opa aber immer bei ihnen sein wird. Als Mia weint, weiß sie „Traurigsein gehört dazu, wenn man Abschied nehmen muss.“
    Auf der letzten Seite sitzt die kleine Familie auf einer Bank inmitten der Sonnenblumen und schaut in das Erinnerungsbuch.
    
    Das Buch hat mich tief berührt, es ist so liebevoll geschrieben und die Bilder sind voller Wärme. Traurig und tröstlich zugleich. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Kleiner Drache, nicht streiten!

    Kleiner Drache, nicht streiten!

    Katja Richert

    Iris Blanck

    Penguin Junior

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein kleines Pappbilderbuch mit zwei kleinen niedlichen Drachen auf dem Cover, beide wollen den Teller mit den Plätzchen haben. Der Titel und die Schuppen des grünen Drachens glitzern metallisch.
    Oma Drache, sehr schön mit Lesebrille abgebildet, hat Dino-Plätzchen gebacken. Während Zacki der Oma hilft, ist Babydrache Zisch schon alle Kekse auf. Als er sieht, dass seine Schwester noch Kekse hat, isst er die auch auf. „Du bist gemein!“ schimpft Zacki zu Recht, doch Zisch kontert, er habe Hunger gehabt.
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    Daraufhin beschimpfen sich die zwei und speien Feuer. Als Zacki weint, entschuldigt sich der Babydrache und Oma schlägt vor, neue Plätzchen zu backen. So sitzen alle am Ende um den Tisch und finden „Ohne Streit ist es wirklich viel schöner.“
    
    Eine einfache kleine Geschichte mit schönen Bilder und kurzen Sätzen, die eine tägliche Situation widerspiegelt. Entschuldigen und Vertragen ist der Rat an alle Streitenden.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das geheime Leben der Pupse und Rülpser

    Das geheime Leben der Pupse und Rülpser

    Marionna Tolosa Sisteré

    Raymond McGrath

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ich gebe zu, dass dieses Thema in Bilderbüchern etwas überrepräsentiert ist. Aber hier erklärt ein Sachbuch Kindern, wie es zu diesen unbeliebten Gasabsonderungen kommt.
    Pups und der Cousin Rülps stellen sich vor und wir sehen, durch welche Verhaltensweisen sie besonders häufig entstehen. So wird das Gas aus dem Sprudelwasser zum Rülpser, dass kennt jeder. Der Pups besteht aus anderen Gasen, die sogar brennen können. Anhand eines aufgeklappten Menschen sehen wir, was beim Verdauen geschieht. 
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    Ungewöhnliches zeigen die nächsten Seiten, Wettpupsen oder Rülpsen oder gar eine Furzofonie werden beschrieben. „Bis zu 25 Pupse pro Tag sind normal“ und auch Tiere können das. Bekannte Männer habe sich zum Thema geäußert, eine sind pro, anders contra. Einige Pupse haben es sogar zu einiger Popularität gebracht. Der längste Rülpser (1 Min. 14 Sek.) steht sogar im Guinness-Buch. Ein kleines Quiz fragt das Wissen ab und ganz besonders gut gefällt mir die Seite, auf der die Begriffe in andere Sprachen übersetzt wurden. So heißt der Rülpser auf Tschechisch „krk“ und der Pups wird auf Japanisch „geppu“ ausgesprochen. 
    
    Kleine kurze Textfelder und viele Bilder machen dieses Thema zum Wissensgebiet, wer weiß, wo man damit punkten kann.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein total genialer Mummeltag – Oder: Was uns hilft, wenn nichts nach Plan läuft

    Ein total genialer Mummeltag – Oder: Was uns hilft, wenn nichts nach Plan läuft

    Nora Imlau

    Pe Grigo

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die Mummel sind sehr niedliche Monster, sie haben unterschiedliche Farben und Behaarungen. Auf dem schönen bunten Cover sind alle zu sehen. Sonntagmorgen liegt das kuschligweiche Mummel noch ruhig im Bett und hofft noch auf etwas Ruhe, als das Geschrei nach Frühstück los geht. Es gibt Pfannkuchen mit Marmelade und dabei wird überlegt, was man heute machen könne. Doch dann wird erstmal das Wetter angeschaut „Keine Sonne, kein Schnee, nicht mal Regen“ das bedeutet Hallenbad. Das kuschligweiche Mummel packt Taschen und Rücksäcke.
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    Nur das coole Mummel, das lieber auf's Smartphon schaut und Musik über Kopfhörer hört, will einfach nur im Liegestuhl chillen. Fast geht es los, als das gelb getupfte Mummel eine Pfütze ins Bad macht und dann braucht Minimummel noch etwas Milch. Doch als die Truppe am Monsterbad ankommt, ist es geschlossen. „Das grün gescheckte Mummel packt die Wut“ wegen des Geschreis bekommt das orange Mummel Angst und muss getröstet werden. Doch dann hat das kuschelweiche Mummel eine tolle Idee und nach einer Suche im Internet gehen alle zu einer schönen Wiese mit Bach. Hier wird gepicknickt und gespielt und am Abend zu Hause haben alle auf die Frage „Was war heute nicht so schön, was mittelschön und was war gut?“ eine Antwort. 
    
    Am Ende wendet sich die Autorin und Familienexpertin an die Erwachsenen. „…wenn wir uns selbst angewöhnen, verpatzte Situationen so oft es geht als Chance für andere Abenteuer zu betrachten, gucken sich unsere Kinder diese Strategie von uns ab.“ Eine sehr gute Anregung, die wir uns zu eigen machen sollten.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mein Ball da oben, ich hier unten

    Mein Ball da oben, ich hier unten

    Elisenda Roca

    Rocio Bonilla

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Diese Figuren mit den großen Köpfen, die Rocio Bonilla zeichnet, gefallen mir einfach zu gut. Der kleine Junge auf dem Cover spielt mit dem Ball und schießt ihn in einen Baum. „Oh, oh, der Ball!“ ist ein Ausspruch, der sich immer wiederholen wird. Das sagt auch die alte Frau, die helfen möchte, leider ist schon zu alt. Als nächstes kommt ein starker Mann, der dann doch nicht stark genug ist. Es folgt eine sportliches Mädchen, dass dann doch den Stamm nicht erklimmen kann. Auch die Basketballspielerin ist nicht groß genug, um an den Ball zu gelangen.
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    Nach mehreren Fehlversuchen kommt ein Mädchen, das die richtige Lösung weiß.
    Natürlich geht es nur gemeinsam und um das zu sehen, muss man das Buch hochkant halten. 
    
    Immer, wenn ein neuer vermeintlicher Helfer ins Bild kommt, wird der Text um die letzte Figur ergänzt, so kommt am Ende eine ganze Reihe Leute zusammen und diese Wiederholung finden die Kinder einfach toll. Aber das Strahlen meiner keinen Enkelin, als alle übereinander an den Ball kommen, machen das Buch zu einem besonderen Bilderbuch.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die Mauskowskis – Abenteuer in der Großstadt

    Die Mauskowskis – Abenteuer in der Großstadt

    Michael Engler

    Martine Matos

    Boje

    Verlagsempfehlung 4 Jahre

    Nachdem durch Zufall Felices Pfeifstimme entdeckt wird und ihr Vater ihr keine Stunden bezahlen möchte, macht sie sich zusammen mit ihrem Bruder Kaspar auf den Weg nach Berlin. Dort singt ihre Tante Josefine in der Scala der Mäuse. 
    Kaspar kauft von seinen Ersparnissen die 4. Klasse-Bahnkarten und dann geht es los. Er hat Opas Taschenuhr eingesteckt und sie trägt eine Brosche von Tante Josefine. So kommen die beiden kleinen Mäuse in der großen Stadt an und sind völlig überfordert. Da bietet Gustav Ratte seine Hilfe an und die beiden sind froh, dass sie jemanden gefunden haben, der sie auf dem Weg begleitet.
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    Doch bei einer Straßenbahnfahrt stiehlt Gustav ihnen ihren Schmuck und verschwindet. Als der Schutzmann nach ihren Eltern fragt, setzten sich die beiden schnell ab und geraten dabei zur Scala. Da Tante Josefine nicht aufgetaucht ist, singt Felice vor dem Publikum und wird begeistert gefeiert. Auf der letzten Seite sehen wir einen Packen Zeitungen „Sensation in der Scala“ heißt die Überschrift. 
    Das Berlin der 1920er Jahre wird hier mit Mäusen wieder lebendig und der Diebstahl lässt mich an Emil denken. Die Bilder sind wunderschön anzusehen und bis ins Detail liebevoll gestaltet.
    
    Soweit das Positive, aber dieses Buch ist KEIN Bilderbuch für Kinder. Eine vierjähriges Kind lernt seine Eltern und alle anderen zu belügen, fremdes Eigentum ungefragt mitzunehmen, sieht den Schutzmann (ein heute völlig ungebräuchliches Wort) als Feind und hat damit einen großen gefeierten Erfolg.
    Keine Empfehlung als Kinderbuch, ein schönes Geschenk für Erwachsene, die gerne Bilder aus dieser Zeit aus Berlin anschauen mögen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wo unsere Tiere wohnen – Mein erstes Wimmelbuch

    Wo unsere Tiere wohnen – Mein erstes Wimmelbuch

    Christine Henkel

    esslinger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Dieses Wimmelbuch zeichnet sich durch naturgetreue Bilder der Tiere aus. Das Cover zeigt einen Biberbau, aber auch einige Vogelnester. Die erste Doppelseite führt uns an einen Bach. Eine Bache schaut ihren Frischlingen beim Spielen zu, auch die Füchse und Eichhörnchen haben Junge. 
    Unter der Rubrik „Im Wald“ werden die Tiere mittels ihrer Bilder benannt und man kann sie im großen Wimmelbild suchen. Dann geht es auf die Wiese, hier gibt es auch einige Tiere, die in der Erde leben, aber auch Hamster in ihren Nestern.
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    „Im Wasser“ taucht nochmal das Bild vom Cover auf, aber zusätzlich sehen wir noch Schwäne und Enten. Wenn es Nacht wird, tauchen noch andere Tiere auf, wie die Waldohreule und die Fledermaus. Viele Tiere, wie der Dachs oder der Maulwurf leben in Höhlen unter der Erde. Der Bach vom Anfang sieht im Winter ganz anders aus.
    
    Ein Buch mit schönen Naturbildern und vielen Tieren, das die Kinder gerne anschauen, denn hier lernen die Kleinen wild lebende Tiere kennen. Da es bis auf die Tiernamen keine Texte gibt, können die Kinder mit dem Pappbilderbuch auch alleine „lesen“.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der Glückshornwunsch

    Der Glückshornwunsch

    Nikola Huppertz

    Andrea Stegmaier

    Tulipan

    Verlagsempfehlung 4 Jahre

    Luzie ist fasziniert von der Schneekugel mit den tausend Pünktchen, die sich glitzernd auf das Einhorn legen. Als dann Leonora erzählt, dass das Einhorn Wünsche erfüllen kann, möchte Luzie es auch gerne versuchen. Doch dann ruft die Erzieherin die Kinder herein und Leonora muss ihre Kugel in ihr Fach packen.
    Dort nimmt Luzie die Kugel heraus und legt sich in das Zelt, in dem sich die Kinder zurückziehen können. Da sie einen ganz besonderen Wunsch aussprechen möchte, schafft sie es nicht bis der Abschlusskreis beginnt. So steckt sie die Schneekugel in ihren Rucksack.
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    Obwohl sie sieht, dass Leonora weint, weil ihre Kugel nicht gefunden wird, geht sie mit Mama nach Hause. 
    In ihrem Zimmer holt sie wieder die Kugel hervor. Aber so ganz wohl ist ihr dabei nicht. Als Mama sie ruft, merkt man ihr das schlechte Gewissen an.
    Jedes Kita-Kind wird die Umgebung und den Alltag von Luzie kennen und wahrscheinlich auch den Wunsch etwas zu besitzen, was einem oder einer anderen gehört. Luzie weiß selbst, dass sie Unrechtes tut und spürt das körperlich. Die Geschichte kommt ohne erhobenen Zeigefinder ohne Anschuldigung und Entschuldigung aus und gerade deshalb ist sie so schön und durchaus lehrreich. 
    
    Worte wie „Glückshorn-Wunscherfüllung“ oder der Einhornblick „wese und bestimmt und geheimnisvoll“ machen diese Geschichte so lesenswert, dazu kommen die schönen Bilder, die den Kita-Alltag, aber auch den Einhornzauber abbilden. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Endlich wieder Oma-Tag!

    Endlich wieder Oma-Tag!

    Alison Ritchie

    Alison Edgson

    Brunnen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Zwei Bären in seliger Umarmung zeigt das Cover. Oma und Enkel-Bär haben Oma-Tag und wollen zuerst auf ihren Lieblingsbaum klettern. Der Kleine staunt über die Vogelküken im Nest. Linus und Oma kugeln dann die Wiese runter, werfen Steine in den Fluss, bis sich Linus weh tut. Sofort bekommt der eine dicke Bärenumarmung von Oma, die hilft gegen Schmerzen sehr gut. Beide schauen in die Wolken und erkennen einige Tiere dort am Himmel.
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    Dann geht’s zum Schwimmen und später wird geangelt. Huckepack geht es zurück. Erst werden Geschichten erzählt und dann geht mit einem „Hab dich lieb!“ ins Bett. 
    
    Die kurzen Texte beschreiben einen perfekten Oma-Tag und die weichen zarten Bilder zeigen sehr schön die Liebe der beiden.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Treppe rauf, Treppe runter – Folge der Spur

    Treppe rauf, Treppe runter – Folge der Spur

    Pina Gertenbach

    esslinger

    Verlagsempfehlung 4 Jahre

    Das große Format des Buches lässt es zu, dass die Bilder trotz der Details gut zu sehen sind. Die Seiten sind fester und weniger anfällig als Papierseiten. Neben dem Wohnmobil steht ein Eisstand und Minna, deren Spur Max immer folgen soll steht rechts unten in der Ecke mit blauem Eis und blauer Schnauze, denn Minna ist wohl ein kleines Bärenmädchen. Vom Eisstand ausgehend sehen wir blaue Pfotenabdrücke, die ihren Weg, die Leitern hoch und runter über den vertikal aufgebauten Zeltplatz führen. Sie gilt es zu finden. Das Bild wird durch Krokodile und Mäuse belebt. Im nächsten Bild tauchen noch Vögel und Eichhörnchen auf.
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    Alle Tiere sind bekleidet und werkeln irgendwie herum. Minna hat diesmal Kekskrümel verstreut, die schwieriger zu sehen sind. Unterirdisch mit Maulwurf und Kaninchen suchen wir blaue Blumen. Danach tauchen Gespenster auf, die in einem alten Haus spuken. Minna hat den Wachs einer Kerze tropfen lassen. Ein gelbes Unterseeboot beherbergt Frösche und wir suchen Muscheln. Gämsen und Ziegen sind in den Bergen unterwegs und Minna hat Honig verkleckert. Es geht ins All, auf eine Kirmes, auf ein Schiff, in den Dschungel und in Wohnhäuser.
    Zum Glück gibt es auf der letzten Seite die Lösungen aber auch ein paar Fragen, da muss man nochmal genau hinsehen.
    
    Ich fand die Suche etwas unübersichtlich, so riss das Band immer wieder ab und fing dann wieder an. Ich habe das Buch inzwischen mit meinem Enkel (4) angeschaut, der es sich ausgesucht hatte und der mit Eifer begann. Dann hat es ihm nicht so richtig Spaß gemacht, ähnlich wie mir. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der kleine Tiger fährt Laufrad

    Der kleine Tiger fährt Laufrad

    Mia Kesting

    Sandy Thißen

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Kunterbunt ist schon das Cover mit dem kleinen Tiger, der auf seinem neuen Laufrad sitzt. Auf der ersten Seite präsentiert er uns sein Rad und wir werden aufgefordert die Teile zu benennen. Dann lernen wir seinen Opa kennen und helfen ihm eine Fahne für das Rad zu suchen. Durch drehen des Buches bringen wir die Fahne an. Es fehlt noch ein Helm und wir dürfen uns auch einen aussuchen. De Tiger fährt los und wir können mit dem Finger dem Weg folgen. Auf der Strecke sind auch zwei Schlangen unterwegs, was meinen Enkeln Freude macht. Jetzt kippen wir das Buch, dann kann der Tiger losfahren.
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    Leider purzelt er und verletzt sich das Knie, aber wir pusten schnell und es wird besser. Beim Aufsteigen halten wir das Rad fest. Da sind Schnecken quer über den Weg unterwegs und wir müssen den Tiger stoppen. Es gibt aber auch noch andere Hindernisse, auf die wir aufmerksam machen müssen. Zuletzt trifft der Tiger auf seine Freunde, die auch mit Fahrzeugen unterwegs sind. Wir verabschieden uns winkend.
    
    Ein farbenfrohes Pappbilderbuch mit einem netten Tiger und seinem Laufrad. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der kleine Geist, der sein Buh verlor

    Der kleine Geist, der sein Buh verlor

    Elaine Bickell

    Raymond McGrath

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der niedliche weiße kleine Geist hat zeltende Menschen am Lagerfeuer ins Auge gefasst, als er feststellen muss, dass sein „Buh“, das einen Geist irgendwie ausmacht, nicht mehr aus seinem Mund kommt. Sein Gesicht erinnert etwas an Edvard Munch, nur in niedlich. 
    Seine Mama tröstet ihn, er wird es schon wiederfinden. Da hört er ein „Hu-Hu!“ das zur Eule gehört. Sie versichert ihm, dass sie das „Buh“ nicht gesehen hat, bietet ihm aber ihr Heulen an. „Nein, danke, zu Eulen passt prima Hu-Hu, doch Geister, die brauchen ihr grusliges Buh!“ ist die Antwort des Geistes.
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    Dieselbe Geschichte wiederholt sich mit der Taube, dem Hahn und der Kuh. Am Ende wird der Lesende aufgefordert „Buh“ zu rufen und damit ist der Fall gelöst. 
    
    Der Geist macht sicher keine Angst, wir sehen sein Problem und helfen bei der Lösung. Die kurzen, sich wiederholenden Reime machen Vorleser*innen und den Kindern Spaß.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Blick durchs Schlüsselloch – Was die Nachbarn so alles verheimlichen

    Ein Blick durchs Schlüsselloch – Was die Nachbarn so alles verheimlichen

    Lisa Aisato

    WOOWBooks

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die ganze Truppe, die im Aufzug zusammenkommt. Die Gesichter sind meist nicht besonders vertrauenserweckend. In den sich schließenden Aufzug schleicht sich heimlich eine Fliege ein, beim ersten Lesen habe ich sie auch nicht bemerkt. Da steht sie wieder die ganze Truppe der Nachbarn. Heute ist wegen Corona von dieser Enge abzuraten. Carl, ein älterer Herr mit Anzug und Schlips, so erfahren wir auf dem nächsten Bild, lutsch am Daumen und hat im Bett einen Teddy im Arm.
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    Kurt, der mit Bomberjacke im Aufzug steht, tanz im Tütü zu spanischer Musik. Helges Tochter, die im Vordergrund mit ihren krausen roten Haaren zusehen ist, fragt sich „Ist das wirklich mein Papa?“ denn der farblose schmale Typ mit den dunklen glatten Haaren sieht ihr kaum ähnlich. Johnny, der seien Haare wie Elvis trägt, kümmert sich in dieser Wohnung liebevoll um die Perücke, er selbst trägt eigentlich Glatze. Zum Schluss stehen alle in ihren Outfits, die sie zu Hause tragen im Aufzug. Welch eine bunte Schar. Zuletzt besucht die Fliege noch die Autorin und auch bei der liegt so einiges im Argen. 
    
    Ich werde bei meiner nächsten Auszugfahrt oder im Wartezimmer überlegen, was wie Menschen um mich rum wohl verbergen. Ein lustiger Zeitvertreib. Der gereimte Text ist kurz und die Bilder haben richtig Biss. Ob allerdings Kinder diesen Humor verstehen, möchte ich bezweifeln. Erwachsene werden aber sicher ihre Freude daran haben.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin da und hab dich lieb

    Ich bin da und hab dich lieb

    Karl Newson

    Rosalind Beardshaw

    Brunnen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein Cover mit Glanz und Silber zeigt den kleinen Elefanten mit einem Elternteil. So beginnt auch das Buch. Dann geht es zum Baden an den Fluss. Auf er nächsten Seite geht es um einen kleinen Eisbären der kleine Angst haben soll auf die Eisscholle seinem Elternteil zu springen. Danach steigt der Kleine auf einen Berg und wieder redet der erwachsene Eisbär ihm gut zu. Die Wale im Meer schwimmen zusammen und dann übt das Junge Freudensprünge. Mäuse lassen sich auf Halmen schaukeln, einem Tigerkind wird die Welt erklärt, dann folgen wir noch den Eulen.
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    Die finden wir als Wandbild im Kinderzimmer wieder, wo ein Mann sein Baby auf den Armen hält.
    Das Buch will Kinder stärken und ihnen Mut geben. Nur leider ist die Übersetzung aus dem englischen wenig ansprechend. Ich denke, dass sie das Original im Gegensatz zu diesem Buch reimt, das führt zu Texten ohne Rhythmus. „Die Welt ist groß und wunderbar. Du kannst so viel entdecken. Probier es aus und schau gut hin und lass dich überraschen.“ Oder „Bis zu den Sternen und zurück hab ich dich lieb, mein Kind. Die schönsten Träume wünsch ich dir und dass sie sich erfüllen.“
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Apfelsaftgedanken

    Apfelsaftgedanken

    Andrea Lienesch

    Mele Brink

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Jule sitzt auf dem Cover auf der Erde und ihre krausen Haare werden zu ganz vielen mehr oder weniger krausen Gedanken. Jule wirft den Becher Apfelsaft um und ihr kommt die Frage in den Sinn, warum er auf den Boden fällt. Mama begründet das mit der Schwerkraft. 
    Was bei Jule die Frage aufwirft, ob es auch Leichtkraft gäbe? Danach stellt sie sich vor, wie es wäre, denn alles nach oben fiel. Spinnen können über die Decke laufen und sie sollen mit den Beinen hören können.
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    Jule überlegt also, wie es wäre, wenn wir Ohren an den Beinen hätten und wie dann die Brillen halten würden. Sie überlegt diese festzuschrauben und in der Folge wird sie gedanklich zum Roboter. Da der Batterien benötigt, wäre es gut, die aus Solarstrom zu speisen und der braucht viel Sonne. Doch zu viel Sonne würde bedeuten, dass die Pflanzen oft gegossen werden müssen und deshalb die Schwimmbecken nicht mehr gefüllt werden können. Jules restliche Gedanken möchte ich nicht auch noch verraten, sie sind ähnlich verrückt und lustig, wie die beschriebenen. 
    Ich kenne das, dass man irgendwo anfängt zu denken und kommt dann „von Hölzchen auf Stöckchen“. Am Ende fragt man sich wie man überhaupt auf diese Ideen kam.
    
    Die Autorin Andrea Lienesch hat da ganz toll einen Faden gesponnen, bei dem richtig lustige Ideen herauskamen und Mele Brink hat diese krausen Gedanken in wundervolle Bilder umgewandelt, die nur so von schrägen Ideen sprühen.
    Eine gelungene Kombination, die dazu auffordert, seinen Gedanken freien Lauf und die Fantasie hochleben zu lassen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Du, Mama… Wie weit ist die Welt?

    Du, Mama… Wie weit ist die Welt?

    Sabine Bohlmann

    Emilia Dziubak

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Nach „Du, Papa… Ist zehn viel?“ wird nun eine Katzenmama von ihrem kleinen Katerkind zur Größe der Erde befragt. Das Cover zeigt die beiden auf einer abendlichen Wiese. Der Einband zeigt den Sternehimmel mit Sternschnuppen. 
    Mama und Sohn schauen aus dem Fenster und Die Welt des Katers geht zunächst bis an den Gartenzaun, aber sie ist „weiter als du denkst.“ Ein Sprung oder viele Tiere aufeinander können keine Antwort sein. Aber die Fragen gehen weiter „Und wo ist die Welt?“ Mamas Antwort, dass sich die Welt dreht, befriedigt den Kleinen nicht.
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    Dann schauen die beiden der untergehenden Sonne, „die immer am selben Fleck bleibt,“ zu. Dann tauchen die Sterne auf und Mama zeigt ihrem Sohn den Löwen am Himmel. Daraus, dass uns keine Tiere von den Sternen zuwinken, schließ die kluge Mama, dass keine Tier hoch genug hüpfen kann, um auf einen Stern zu gelangen. Die Weite des Himmels und die Dicke der Erde beeindrucken ebenfalls den Kater. „Jeder trägt einen Teil der Welt in sich“ das gefällt ihm. 
    
    Aus dem Text spricht die große Liebe zwischen Mutter und Sohn, das gegenseitige Vertrauen und die Vertrautheit der beiden. Hier gibt es keine naturwissenschaftlichen Antworten auf die Fragen, hier ist alles Poesie. Natürlich tragen auch die liebevollen Bilder zur Atmosphäre des Buches bei.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hirnsalat

    Hirnsalat

    Véronique Hübner

    Uli Erbes

    Audacia Verlag

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    „Neurodivergente Kinder ticken anders“ gefällt mir als Erklärung besser als z.B. Autismus oder ADHS. In diesem Buch lernen wir Kinder kennen, auf die diese Bezeichnung irgendwie passt.
    Oskar möchte sein Pausenbrot immer an derselben Stelle auf einer Mauer sitzend essen. Doch heute sitzt da Max und der will nicht weggehen. Obwohl er es als falsch empfindet setzt Oskar sich an einen anderen Platz, aber als dann die falsche Marmelade auf dem Brot ist, „ist viel zu viel falsch“ und es kommt in seinem Kopf zu Hirnsalat. Er schreit, alle starren ihn an und am Ende schämt er sich für sein Verhalten. Aber er traut sich nicht, sich bei Max zu entschuldigen.
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    Lea ist so vertieft in ihr Spiel, dass sie nicht begreift, dass sie jetzt aufräumen soll. Hirnsalat! Erst als die Erzieherin ihr mit einer Hand auf der Schulter und Augenkontakt genau sagt, was sie tun muss, macht sie mit. Aber sie kann nicht verstehen, warum die Lehrerin böse auf sie ist und meint „sie will nicht hören.“
    Noah mag Lutz, einen größeren Jungen und spricht ihn mit „Lutzi-Frutzi“ an. Weil er nicht versteht, was Lutz verärgert, lacht er und will damit zeigen, dass er es lustig gemeint hat. Als Lutz noch grimmiger schaut, „bekommt Noah ein ganz komisches Gefühl.“ Und sein Hirnsalat führt sogar zu Gewalt. 
    
    Hirnsalat ein tolles Wort, um zu beschreiben, wie durcheinander es in den Gedanken aussieht. Irgendwo tief in sich, weiß man, es ist falsch jetzt so zu handeln, aber man macht es doch. Trotz meines Alter steigt in mir immer noch ein unbezähmbare Wut auf, die ich nachher oft selbst nicht erklären kann. Jetzt weiß ich, dass ist wohl auch Hirnsalat.
    In dem Buch helfen sich diese und noch einige andere Kinder gegenseitig mit dem Codewort Hirnsalat und da so auch viele tolle Eigenschaften haben, ergänzen sie sich hervorragend als Hirnsalatclub.
    
    Ein wunderbares Buch, das zunächst die chaotischen Situationen beschreibt, dann aber auch eine hervorragende Lösung anbietet. Gegenseitige Hilfe bei Hirnsalat und dann die Stärken stärken. Ein guter Schritt aus der Einsamkeit diese Kinder. Sehr empfehlenswert, damit man sich gegenseitig besser verstehen kann.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Auch Krokodile wollen Zähneputzen

    Auch Krokodile wollen Zähneputzen

    Carla Häfner

    Eva Spanjardt

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 12 Monate

    Das Zähneputzens ist oft ein schwieriges Thema, besonders am Abend. Dieses Pappbilderbuch berichtet von einem Krokodil, dass wegen seiner gelben Zähne dringend zur Zahnbürste greifen sollte. Zum Glück hat er auch noch Hilfe vom Elefanten und vom Papageien. Mit Hilfe eines Schiebers an der Buchseite öffnet und schließt das Krokodil seine Maul. Warum zwischen den Zähnen ein Frosch sitzt, erschließt sich mir nicht. Da der aber nett guckt, nehme ich am er ist keine Nahrung.
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    Dann greift der Papagei zur Bürste „Das Zähneputzen ist nicht schwer, vor zurück und hin und Her:“ Diesmal sehen wir die Bürste und den Schaum zwischen den zu öffnenden Zähnen. Der Elefant spült mit dem Wasser aus seinem Rüssel nach. „Die Zähne blitzblank und sauber, welch wunderbarer Zahnputzzauber!“ Da können wir sehen, dass sie gelben Zähne wunderbar weiß geworden sind.
    
    Schöne einfach gehaltene bunte Bilder, der gereimte Text und die Schieber kommen bei den Kleinen gut an. 
    
    Dagmar Mägdefrau