• Pinguine in der Sushi-Bar

    Pinguine in der Sushi-Bar

    Anna Schindler

    Katrin Dageför

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Cover zeigt eine klassische Sushi-Bar, nur hier steht ein Seehund hinter der Theke und Pinguine sind als Gäste und Personal zu sehen. 
    Als Geraldine bemerkt, dass sie ein Ei erwartet, sucht sie gemeinsam mit dem zukünftigen Vater Wellington einen Platz für ihr Nest. Da ihnen der Strand zu gefährlich scheint, geraten sie in die Stadt und werden vom Geruch einer Sushi-Bar angelockt. Dort kommt ihr Ei zur Welt und nachdem beide eine Zeit gebrütet haben, gehen sie zum Essen. 
    Da sie nicht zahlen können, arbeiten sie ihre Schulden ab.
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    Als der kleine Pinguin geboren wird, kümmert sich Chef Snorr liebevoll um ihn und als er sich zur Ruhe setzt übernimmt die Pinguin-Familie die Sushi-Bar. Vom anderen Ende der Welt schickt Snorr ein Paket mit einem Ei, das die Pinguine ausbrüten. Ein kleiner Kiwi wird so zum Pinguin-Bruder. So endet alles mit einer gut besuchten Sushi-Bar, denn der kleine Pinguin ist sehr geschäftstüchtig.
    
    Die Bilder sind bis ins kleineste Detail ein einziger Spaß und ich will nicht zu viel von den witzigen Ideen verraten, die das Buch so spaßig machen. Humorvoll und wunderbar schräg, macht das Lesen richtig Spaß-
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Von wegen Bienchen & Blümchen!

    Von wegen Bienchen & Blümchen!

    Carsten Müller

    Sarah Siegl

    Claire Völker

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Gerade in Zeiten des Internets, wo wir nicht verhindern können, dass Kinder Dinge sehen, die sie nicht sehen sollten und die sie verunsichern, ist es besonders wichtig schon früh aufzuklären. In dem Buch wird geraten, dass ein Kind, bevor es in die Schule kommt wissen sollte, wie ein Baby entsteht und wodurch. 
    Diese Buch beschränkt sich nicht auf den Körper, sondern bezieht die Gefühle mit ein, was mir sehr gut gefällt. Zudem gibt es auf jeder seine Informationen und Tipp, die sich an die Erwachsenen richten. 
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    Zunächst geht es um die vielen Menschen auf unserer Erde, die alle unterschiedlich sind. Einige sind auf der ersten Doppelseite abgebildet. Danach sehen wir zwei nackte Kinder, das Mädchen ist dunkelhäutig und der Junge weiß mit Sommersprossen. Daneben ist über eine ganze Seite eine Vulva zu sehen bei der die einzelnen Teile benannt sind. Auf der nächsten Seite sehen wir Penis und Hoden. Dazu einige nackte Menschen unterschiedlichen Alters, bei einer Frau wurde eine Brust amputiert, ein Mann hat einen Beinprothese. 
    Danach geht es um innere und äußere Gefühle, Bilder zeigen ganz klar, um was es geht. Ein Gefühl nennt sich Scham und steht im Zusammenhang mit Sexualität. Doktorspiele brauchen feste Regeln, die hier genannt werden, gehören aber zur Entwicklung. 
    Der Geschlechtsakt wird in unterschiedlichen Bildern dargestellt und das Rennen der Spermien auf die Eizelle, das dadurch erfolgen kann. Familien leben in den unterschiedlichsten Konstellationen zusammen „Wichtig ist nur, dass alle die schönen Momente miteinander teilen und füreinander da sind, wenn es einem nicht so gut geht.“ 
    Verliebtsein kann man schon ganz jung, wir Älteren sollten das auf jeden Fall ernst nehmen. Das letzte Kapitel bezieht sich auf die Pubertät und die Veränderungen des Körpers und des Empfindens. 
    
    Ich kann dieses Buch auf jeden Fall als Mutter empfehlen, es zeigt sehr offen, wie Körper aussehen und wie Babys entstehen. Ich habe meinen Kinder versucht früh alles zu erklären, weil ich nicht wollte, dass sie auf wichtige Fragen nur dumme Antworten bekommen.
    Ich (mit 11 Jahren) „Wie kommen die Babys in den Bauch?“ 
    Antwort: „Das wirst du noch früh genug erfahren.“
    
    Hier helfen Bilder, die unsere Gesellschaft abbilden, da gibt es Behinderte, Frauen mit Kopftuch, unterschiedliche Hautfarben, Alte und Junge. Das Thema wird feinfühlig von den kompetenten Autor*innen angegangen und gut verständlich vermittelt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Schau durchs Fenster!

    Schau durchs Fenster!

    Katerina Gorelik

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Cover zeigt ein Haus mit Fenster und man kann durch die kleinen Scheiben schauen und sieht einen Wolf, dem wohl schon das Wasser im Maul zusammenläuft. Wenn man umblättert, sitzt der Wolf gemütlich im Sessel und liest Rotkäppchen. 
    Das Buch beginnt mit einem gepflegten rosa Haus, durch die Scheibe in der Tür sehen wir eine alte Frau mit langer Nase. Der Text weist auf eine „nette ältere Damen“ hin. Nach dem Umblättern sehen wir eine schwarze Küche und eine Hexe kochte eine Suppe mit Knochen und Augen.
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    Im nächsten Fenster sieht man ein Flamme, doch hier handelt es sich nur um einen Drachen. Der Wolf hat auch nicht Rotkäppchen gefressen, sondern sitz mit ihr und der Großmutter am Tisch und sie essen leckere Plätzchen. Ein Skelett schaut aus dem nächsten Fenster, doch hier handelt es sich nur um die Praxis von Dr. Maus. Ein rosa Laden mit köstlichem Gebäck ist zu sehen und aus dem Fenster schaut Frau Schwein. In ihrer Backstube herrscht allerding der Horror. Die Frage „Möchtest du immer noch eins?“ wird man angeekelt mit „Nein!!!“ beantworten.
    
    Das Buch hat noch einige Seiten zu bieten und spielt immer mit der Erwartung, die der Blick durchs Fenster und der kurze Text in uns erweckt. Die Bilder sind detailreich und teilweise düster gezeichnet. 
    Ich kann nur sagen, dass dieses Buch der Renner in unserer Vorlesekiste ist. Die Kinder können das Buch auch ohne Text anschauen und verstehen, um was es geht. Sie zeigen sich gegenseitig wichtige Details und sind einfach begeistert. Aber auch Erwachsene sind von der Idee der Gegensätze fasziniert.
    
    Ein besonderes Buch, dass mit den ausgeschnittenen Fenstern, den spannend gezeichneten Bildern und den ganz kurzen Texten punktet. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das alleralbernste ABC-Buch

    Das alleralbernste ABC-Buch

    Daniela Kulot

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Wie alle ABC-Bücher, fängt auch dieses mit A an. Alle Worte des Satzes fangen sogar mit A an. „Alligator Ali achtet am Abend auf alle armen Angsthasen“. Der Satz ist nicht einfach zu sprechen und mit Blindfisch Bertram und dem Chamäleon Camillo geht es weiter. Dromedar, Elefant Ferkel, Gans und Hamster passieren die irrwitzigsten Dinge. „Igel Igor ist irgendwie im Irrtum“ und wie, er will die Klobürste umarmen. Die Jagdhündin heißt Jutta und die Krähe Kunigunde, der Laubfrosch und das Meerschweinchen Manfred, das einen Wal stemmt. Nacktschnecke, Oktopus, Pudel Pepe und der Quakfrosch, sie alle erleben wilde Sachen.
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    Rentier Rudi ist rastlos und die Stubenfliege Saskia sabbert. Tiger, Unke, Vogel und Wollschaf führen zum X, dort steht eine Bayrischer Satz, bei Y wird berlinert. Mit „Zimtzicke Zara zieht Zauberer Zittermann zehn zwickende Zähne.“ endet das Buch.
    
    Völlig verrückte Sätze, dessen einziger Sinn es ist, dass jedes Wort mit dem gleichen Buchstaben beginnt, werden in lustige Bilder umgesetzt, in denen die Buchstaben eine Rolle spielen. Ich finde des Buch so richtig albern, aber das steht ja schon im Titel.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Viel Spaß in der Kita, Ferkel!

    Viel Spaß in der Kita, Ferkel!

    Katja Reider

    Henrike Wilson

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Wie alle Kinder geht auch unser kleines Ferkel zum ersten Man in die Kita. Auf dem Cover sehen wir ihn mit seinen Freuden auf den Stühlchen sitzen und er scheint den anderen was zu erzählen. 
    Das Buch beginnt mit einem aufgeregten Ferkel, der mit seinem Kita-Rucksack in der Hand seine Eltern weckt. „Als Kita-Ferkel ist man Groß!“ und so macht Ferkel sich nach einem Rüsselkuss mit Papa auf den Weg. Da er schon einmal hier was, weiß er, welches sein Haken ist und die anderen Kinder schauen ihn neugierig an.
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    Mit Papa entdeckt er die Spielmöglichkeiten in der Kita. So ganz traut er sich noch nicht zu den anderen und Papa hat ihn auf dem Arm, als es Zeit fürs Frühstück wird. Die anderen (Tier)-Kinder haben viele Fragen an den Neuen und beim Zähne putzen gibt es viel zu erzählen. Dann geht es raus auf den Spielplatz „Mit Schwung hinauf aufs Kletterhaus! Auch Ferkel schaut voll Stolz heraus.“ Dann holt ihn Papa auch schon wieder ab und er eilt in Mamas Arme.
    
    Ein gelungenes Pappbilderbuch aus der Ferkel-Reihe, das wieder sehr viel Spaß macht und sicher den Kita-Beginn etwas erleichtert.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mein großes Buch vom Wasser

    Mein großes Buch vom Wasser

    Anne-Sophie Baumann

    Arnauld Lemaistre

    Vanessa Robidou

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ein beeindruckendes Buch über eines der Wichtigsten Dinge zum Leben, das Wasser. Beim Aufschlagen der ersten Seite erheben sich Lava speiende Vulkane aus Pappe aus dem Buch „Woher kommt das Wasser?“ wird in kurzen Texten erklärt.
    Die nächste Doppelseite zeigt die Erde, durch Blättern sieht man ihren Zustand vor 20 Tausend Jahren, heute und in der Zukunft. Klappen und keine Schaubilder verdeutlichen die Situation. 
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    „Der Kreislauf des Wasser“ wird wieder dreidimensional dargestellt. Durch ziehen eines Pappstreifens kann man sich das Wasser im Glas in allen drei Formen anschauen. 
    Danach geht’s ins Wasser. Ebbe und Flut werden veranschaulicht. Durch Ziehen an einen Streifen bewegen sich Tiere, eine Drehscheibe zeigt, dass Plastik oft von den Tieren gefressen wird. „Wasser ist Leben!“ diese Aussage, die für alle Lebewesen gilt. Anhand eines Jungen wird gezeigt, wie unser Körper mit dem Wasser umgeht. Wie man mit wenig Wasser umgeht, zeigen uns die Bewohner der Wüsten. Wie das Wasser in die Leitung kommt, wird wieder sehr aufwendig dargestellt, auch hier klappen wieder Pappen z.B. als Wasserturm auf. Ein riesiger Staudamm und wie aus dem gestauten Wasser Strom wird zeigt die nächste Seite. Tipps, wie wir achtsam mit unseren Wasservorräten umgehen können, finden wir auf der letzten Seite. 
    
    Alle Seiten haben kleine übersichtliche Texte zu den Abbildungen und Klappen, die mehr Informationen beinhalten. Die Bilder sind einfach gehalten und gut zu erkennen. 
    Es ist wichtig, dass wir uns und unsere Kinder sensibilisieren, besser mit unserer Umwelt umzugehen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Heute ist Oma-Tag-hurra!

    Heute ist Oma-Tag-hurra!

    Daniela Kunkel

    Kathrin Lena Orso

    Nicole Anker

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein wundervoll gereimtes Pappbilderbuch zeigt einen Tag bei Oma. Auf dem Cover sitzt das Kind in Omas Lastenrad, natürlich tragen beide einen Helm. 
    Zuerst gibt es ein gemütliches Frühstück auf dem Balkon. Im Hintergrund ist in der Küche eine Katze zu sehen. Dann geht es auf eine Wiese und dort machen die beiden ein paar Turnübungen, Oma ist noch richtig fit. 
    Dann müssen die beiden den Fahrradreifen flicken. Dann wird auf dem Markt eingekauft.
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    Auch hier sind die beiden mit dem Rad unterwegs. Danach gibt es beim Picknick am Fluss Kuchen. Natürlich darf auch eine Spielplatzbesuch nicht fehlen. Auch hier macht Oma mit und sitz auf dem Karussell. Am Abend geht es auf die Couch und Oma schläft beim Lesen eine, „…und ich flüster „Hab dich lieb, Oma, schön, dass es dich gibt.“
    Jede Seite wird mit einem Vierzeiler beschrieben und die Bilder sind bunt und dynamisch, lebensnah gezeichnet. Ein tolles Buch für den nächsten Besuch bei Oma.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Tillys Schatz

    Tillys Schatz

    Jane Godwin

    Anna Walker

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Tilly hat viele Geschwister und wenig eigenen Raum, so findet sie unter einer Stufe ein geheimes Versteck, in das sie alle ihre Schätze hineinpackt. Manchmal nimmt sie sie heraus und erfreut sich am Klang eines Glöckchens, dass sie an einer Kette trägt, oder sie zeichnet etwas in ihr Notizbuch. Keiner kennt ihr Versteck, doch dann renovieren ihre Eltern das Haus und ein schöner sandfarbener weicher Teppichboden wird auf den Boden und über die Stufe gelegt.
    So kommt sie nicht mehr an ihre Schätze.
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    Natürlich ist Tilly traurig, doch die Erinnerung an die Teile bleibt und so stellt sie sich alles genau vor. Im Laufe der Zeit findet sie neue Schätze, aber die verborgenen Schätze unter der Stufe werden nicht vergessen.
    
    Da geht etwas verloren und ist trotzdem noch da, keine einfache Situation für das Mädchen. Ich befürchte viele Kinder werden ebenfalls Probleme haben, wenn sie die Geschichte vorgelesen bekommen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Was ist ein Fluss?

    Was ist ein Fluss?

    Monika Vaicenaviciene

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Kind geht mit seiner Oma zum Fluss und stellt die Frage „Oma, was ist eine Fluss?“ Die Antwort ist sehr vielfältig, erwähnt alte Geschichten, geografische und geschichtliche Daten, beinhaltet aber auch philosophische Ideen. Die gezeichneten Bilder sind in blassen Farben gehalten und werden durch Konturen ergänzt. 
    Da die Oma stickt, meint sie „Ein Fluss ist ein Faden.“ Wir sehen den Fluss, wie einen Faden fließen und die Menschen und Tiere nutzen ihn unterschiedlich in ihrer Freizeit.
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    Viele Flüsse mit unterschiedlichen Mündungen und Informationen über Donau und Nil finden wir auf der nächsten Seite.  Ei Fluss ist auch ein Zuhause für die unterschiedlichsten Tiere. Da tauchen Worte wie Ökosysteme oder Bewässerung auf. Neben Informationen zum Okovanga-Delta können wir auch einen Satz lesen wie: „Flusswasser strömt durch unsere Gedanken – vielleicht sehen wir dann alles etwas klarer.“ Wie der Amazonas seinen Namen bekam und der Ganges als Treffpunkt folgen auf den nächsten Seiten. Geheimnisvoll ist z.B., dass sich eine Flussdelfin nachts in einen Menschen verwandeln soll. Die nächsten Seiten besprechen ganz unterschiedliche Thema, dann geht die Sonne unter und Oma und Kind gehen heim. 
    Auch der Lesende kann Geschichten zum Fluss erzählen. Die letzte Seite zeigt das Wasser eines Flusses in Blautönen, sehr beeindruckend, wie ich finde.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Meine Mama

    Meine Mama

    Annemarie van Haeringen

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover ist die Elefanten-Mama und ihr Kind zu sehen. Genauso sind auch die Illustrationen des Buches gehalten, wenig Farbe auf weißem Untergrund, ungewöhnlich für ein Kinderbuch. 
    Das Kind plappert den Text des Buches fröhlich vor sich hin. So kennt es seine Mama „eigentlich schon mein ganzes Leben.“ Die beiden spielen mit den Spielzeugautos, „Mama sieht immer schön aus.“ Aber trotzdem darf es nicht Mamas Kleid einschneiden. Die beiden gehen zusammen einkaufen und zum Spielplatz.
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    Hier wird Mama feste angeschuppst. „Ich liebe Bergsteigen.“ Da muss wohl auch Mama herhalten und oben bekommt es ein Küsschen. Mama ist aber auch ein Pferdchen und man kann sich gut hinter ihr verstecken. Beim Blumen gießen, sieht man, dass das Elefantenkind wohl ein Junge ist. „Mama ist nie böse auf mich. Na ja, fast nie…“ Da packt Mama den Kleinen mit dem Rüssel, so wie auf dem Cover und dann fliegt er ganz hoch. „Nur meiner Mama fällt es schwer mich loszulassen.“ Ein Satz, den der erwachsene Leser besser versteht als die Kinder. Zum Schluss geht es ins Bett und über dem Bett sind stehen die Sterne.
    
    Ein liebevolles Bilderbuch, deren Situationen die Kinder alle kennen und verstehen. Es zeigt die Liebe zwischen Mama und Kind auf eine sehr schöne Weise.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Sommer voller Träume

    Ein Sommer voller Träume

    Florian Pigé

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Jungen in einem Wald, eine kleine Maus ist bei ihm und er schaut einem Schmetterling nach. Die ersten Seite brauchen keine Worte, in kleinen Bilder sehen wir den Jungen, er hat die Füße im Wasser und ein Vogel nähert sich. Er setzt sich am Morgen an den Pool, der kaputt ist, deshalb wachsen dem Seerosen auf ihm, und hält Ausschau nach Tieren. Ein Maus sitz auf einem Blatt und liest eine kleine Zeitung. Nachdem der Junge sie gerettet hat, malen beide gemeinsam.
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    Da seine Eltern den ganzen Tag arbeiten, schaut der Junge Monsterfilme und so malt er Werwölfe und Vampire. Nachmittags füttert er die Katzen der Nachbarn, die auch im Urlaub sind. Bei Rad fahren begegnet er einer Riesenechse, auf deren Rücken er in den Wald fliegt. Dann träumt er von dem Mädchen Lilly, der er gerne zulächeln würde. Als ein Wecker klingelt, weil die Ferien vorbei sind, sehen wir die Maus als Stofftier mit Knopfaugen und die Echse im Terrarium. Der Junge fürchtet sich vor der Schule und ist froh, dass Lilly in seine Klasse geht.
    
    Es macht mich etwas traurig, dass der Junge so ganz alleine seine Ferien verbringen muss, dass er mit seinen Ängsten und Träume völlig allein gelassen wird. Auch wenn das Ende hoffen lässt. Ich befürchte auch die Kinder, denen die Geschichte vorgelesen wird, werden mit dem Jungen leiden und traurig sein. Da werden auch die wunderschönen warmen Bilder nicht helfen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Iiii, von wem ist das Pipi

    Iiii, von wem ist das Pipi

    Clare Helen Welsh

    V´Nicola O´Bryrne

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Nachdem der kleine Maulwurf lange gesucht hat um zu erfahren, wer ihm auf den Kopf gemacht hat, trifft es hier ein Lemurenäffchen namens Lenny. Er rutsche aus uns fiel in eine quietschgelbe Pfütze und er macht sich auf den Verursacher dieser Pfütze zu finden.
    Der Grauwolf zeigt ihm gleich, dass er nur an Bäume macht. Die Lederschildkröte macht sogar mit dem Mund und der Weißkopfadler platscht Lenny gleich auf den Kopf.
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    Der Bergziegenbock vergeudet nichts, er besprüht sich selbst mit seinem Pipi. Beim Biber kommt sein süßlich-klebriger Strahl heraus und so muss Lenny weitersuchen.
    Die Tiere sind alle als Tiere ohne Kleidung oder Verniedlichungen abgebildet. Sie leben in ihrer natürlichen Umgebung, in einer beeindruckenden Bergwelt.
    Ich muss zugeben ein bisschen eklig ist es schon in eine Pipipfütze zu fallen. Aber man erfährt einiges über die Tiere und ihre Gewohnheiten, die bei uns „Iiii!“ sind. Am Ende des Buches kann man noch ein paar Fakte nachlesen.
    
    Es ist spannend nach der Quelle dieser Pfützen zu suchen, die Texte sind schon ein wenig länger, aber gut zu verstehen und die Bilder gefallen mir sehr gut.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wie anders ist alt?

    Wie anders ist alt?

    Bettina Ohlbrecht

    Julie Völk

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt eine alte Frau mit ihren Enkel auf der Bank, eine Mann geht mit Rollator und hat einen roten Luftballon an der Schnur. Das Kind fragt seine Oma, wie es ist alt zu sein und sie findet, es sei „ein bisschen anders als jung.“ Sie gibt Beispiele, was Alte und Junge gerne tun, z.B. Tanzen. 
    Das man sich als Kind ärgert, dass man noch nicht alles kann und sich als Senior darüber ärgert, dass man einiges nicht mehr kann, gefiel mir besonders.
    Kinder finden immer wieder neue Freunde, bei alten Menschen „gehen immer mehr Freund fort.“
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    Während bei Jungen die Träume noch Zukunft sind, sind sie bei Alten schon geschehen. Am Ende sehen wir wieder die Bank und die Oma hat beide Kinder im Arm. „Alt und jung sein ist genau gleich. Nur ein bisschen anders.“
    
    Die kurzen Texte vergleichen und meist ist das Ergebnis gleich. Die Bilder zeigen die Oma und die Kinder vor unterschiedlichster Kulisse mit verschwommenen Hintergrund und einfachen Konturen, die die Bilder auf eine ungewöhnliche Art ergänzen. 
    
    Ein philosophisches Bilderbuch, dass auch alte Menschen mit seinem Text erreicht.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der Mäuseschwur

    Der Mäuseschwur

    Dorothea Flechsig

    Christian Puille

    Glückschuh

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    In der verschneiten Winterlandschaft halten sich zwei Mäuse an den Pfoten und schauen sich in ihre Knopfaugen. Da die Mondsicher hell am Himmel steht, werfen die beiden lange Schatten. Neben dem Titel sehen wir zwei goldenen Nüsse, die in der Geschichte eine Rolle spielen werden.
    Neben dem wunderschönen Cover sind im Buch noch einige schöne Bilder zu sehen. Die Schrift ist sehr groß gehalten, da sind die 8 Kapitel schnell gelesen.
    Die große Mäusefamilie wohnt auf einem großen Kompost, hier haben sich die meisten Mäuse gemütliche Höhlen eingerichtet. 
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    Matteo hatte lediglich eine Blatt in seiner Höhle und Vorräte hatte er auch noch keine. Er erwartete Abenteuer und hab mit seinen erfundenen Geschichten ordentlich an. Alle wussten, dass er eine Sprücheklopfer und Maulheld war.
    Der Mäuseälteste Mio hörte ihm schon gar nicht mehr richtig zu. Selbst den Mäusebussard sah Matteo nicht als Gefahr, deshalb stand er auch noch draußen, als dieser nach Nahrung Ausschau hielt. Aber gerade deshalb konnte er auch Miranda retten, die plötzlich auftauchte. Da sie ihm gut gefiel, lud er sie zu sich ein, was die anderen Mäuse belächelten, denn seine Höhle war nicht gerade gemütlich. Und so kommt es zum Mäuseschwur: „Ich schwöre, ich baue für Miranda ein goldenes Nest. Zum Nagen bringe ich ihr goldene Nüsse.“  
    
    Es ist spannend zu lesen, wie Matteo sich zwar mutig zeit, aber auch in Gefahr gerät, aber am Ende doch einen Schwur erfüllt.
    Viele Kinder möchten auch (Super)Helden sein und erzählen abenteuerliche Geschichte, wie der kleine Mäuserich im Buch. Hier erfahren wir aber auch, dass die anderen solche Angeber nicht gerade mögen und dass es nicht immer einfach ist seine großmäuligen Versprechungen einzulösen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Winnie will woanders schlafen

    Winnie will woanders schlafen

    Carola Roth

    Valeri Gorbachev

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Winnie, der wahrscheinlich ein kleiner Hase ist (oder ist er ein Kaninchen?) übernachtet gerne bei seiner Tante, weil er dort ganz allein ohne seine Geschwister schlafen kann. Doch diesmal gefällt es ihm nicht so allein dort im Bett und er macht sich auf, um bei seinem Freund dem Eichhörnchen zu schlafen. Doch der knackt nachts Eicheln, da bedankt sich Winnie für die Gastfreundschaft und geht zum Stinktier. Was dort passiert kann sich jeder denken, der Igel überlässt ihm sein Bett, doch leider sind dort noch ein paar Stacheln.
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    Die Eule, die einzige weibliche Freundin, liest nachts und gibt ihm den Ratschlag in seinem Bett zu schlafen.
    Schon das Cover zeigt das kleine Langohr, dass durchs Fenster auf den Mond schaut und so beginnt auch das Buch. Immer wieder sieht man Winnie mit en Freund scheinbar schlafend, doch dann gibt es jedes Mal Probleme. Auch diese Bilder sind herrlich, da hält er sich das Kissen über die Ohren, damit er das Knacken des Eichhörnchens nicht hört oder schleicht im Halbschlaf zum nächsten Freund.
    
    Das Buch zeigt, dass es nicht einfach ist bei jemand anderem zu übernachten und das fällt ja vielen Kindern schwer.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • 99 Tomaten und eine Kartoffel – Ein großer Wimmel- und Suchspielspaß

    99 Tomaten und eine Kartoffel – Ein großer Wimmel- und Suchspielspaß

    Delphine Chedru

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Buch misst in der Höhe stolze 35.4 cm, hat abgerundete Ecken und dünne Papierseiten. Auf dem Cover sind schon einige der zu suchenden Dinge zu sehen.
    Zu Beginn sehe ich viele bunte Flugzeuge. „99 Flugzeuge und eine Schwalbe“ steht auf der anderen Seite. Ich muss zugeben, ich habe einige Zeit nach der Schwalbe gesucht. Zwischen den Flugzeugen werden noch zwei zusätzliche Fragen gestellt, so „Wie viele Flugzeuge habe vier Motoren?“ Da muss ich schon genau hinschauen und suchen. 
    Zwischen den 99 Herzblättern ist ein Tannenzapfen versteckt, zusätzlich ist noch nach einem angeknabberten Blatt zu suchen.
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    Weiter geht es mit 99 Fischen und einem winzigen Seestern, den schwarz-weißen Fisch könnte ich schnell finden. Über eine Doppelseite erstreckt sich die Blumenwiese, der kleine eckige Schmetterling hatte sich gut versteckt. Die Sonnenblumen waren zu zählen und die Frage nach der Lieblingsblume (Mohn) schnell beantwortet. 99 Äpfel, angebissen halbiert geteilt, einige mit Augen und bis auf das Gehäuse abgegessen, aber wo ist die Birne? Der Bus zwischen den 99 Autos war gut auszumachen, ebenso der Lolli zwischen den Verkehrsschildern. Die Frage welche Schilder quadratisch sind ist sicher schwieriger zu beantworten. Die Paprika zwischen den unterschiedlichsten Tomaten, da musste ich lange suchen, auch die Farbe, die nur einmal vorkommt, war eine Herausforderung. Wieder eine Doppelseite, diesmal wunderschön mit einem Sternenhimmel. 99 Katzen und eine Maus, die hatte ich wieder schnell gefunden. Der Hase zwischen den Eiern, für mich, sehr schwer. Ein Pflaster lag zwischen den Werkzeugen und eine Geburtstagstorte zwischen den Kuchen. Die letzte Seite hatte zudem ein lustiges Wortspiel und 99 Bücher. 
    
    Zum Glück gab es am Ende noch die Auflösungen, natürlich nur Betätigung, weil ich habe ja alles gefunden.  :-))
    Ein tolles Buch, eine echte Herausforderung für die ganze Familie.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hilf mit auf dem Bauernhof

    Hilf mit auf dem Bauernhof

    Sylvia Tress

    Heike Vogel

    esslinger

    Verlagsempfehlung 18 Monate

    Dieses Pappbilderbuch ist ein Mitmachbuch der besonderen Sorte. Auf jeder Doppelseite befindet sich ein rundes Bild, das man mittels einer Schlaufe bewegen kann. Dadurch ändert sich die Situation auf dem Bild.
    Zunächst geht Bauer Mattis zu den Hühnern und sammelt die Eier ein. Wir sehen das rote Hühnerhaus, mit den Hühnern, auf dem kleinen Misthaufen steht der Hahn. Im Gras sehen wir Eier liegen. Nach dem Drehen des Bildes, ändern die Hühner ihre Position und die Eier liegen im Korb. Danach repariert der Bauer einen Zaun. Hier sehen wir ihn mit er Säge in der Hand am defekten Zaun stehen, nach dem Dreh ist alles wieder ganz und die Katze läuft über die Latte.
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    Weiter geht es mit den Schweinen, die ihr Futter bekommen. Danach suchen wir das schwarze Lämmchen auf der Weide. Jetzt muss noch schnell das Heu eingefahren werden. 
    Die erklärenden Texte sind kurz und gut zu verstehen, unter dem beweglichen Bild gibt es immer eine Aufforderung zur Hilfe, die mit dem Dreh erledigt wird. Neben den hauptsächlich agierenden Tieren sind noch andere zu sehen, aber auch Werkzeug, den Traktor oder Windräder. Ein schönes Buch zur Entdeckung eines Bauernhofes. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Nil, Nil, ich komme!

    Nil, Nil, ich komme!

    Jutta Richter

    Petra Rappo

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Nilpferd wohnt im Zoo in einem trostlosen Gehege und Wärter Bratbüttel, der ihm zweimal am Tag das Futter bringt ist auch nicht gerade ein Sonnenschein. Das Nilpferd träumt von seiner Heimat dem Nil. „Heimweh war das. Heimweh nach Himmel und Sonne. Heimweh nach Herde und Erde. Heimweh nach einem großen, breiten Fluss.“ Beschreibt in schönen Worten seinen Gemütszustand. Zudem nervt die Giraffe aus dem Gehege nebenan. Als das Nilpferd wütend wird, schimpft auch noch der Wärter. Da fasst das Nilpferd den Entschluss sich auf den Weg zu machen.
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    Es läuft einfach los. Und dieser Weg wird mit kurzen poetischen Sätzen und wunderschönen Bildern beschrieben. So taucht das Nilpferd durchs Meer und „die Fische glotzen vor Staunen und die Delfine pflügen durch das Wasser.“ Auf dem letzten Bild hält das Nilpferd das Maul ins türkis-grüne Wasser. Ein Bild das Frieden und Glück ausstrahlt. „Nil, Nil, ich bin da!“
    
    Eine schöne Geschichte in einer poetischen Sprache geschrieben und mit aussagekräftigen zarten Bildern. 
    
    Dagmar Mägdefrau