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Furzipups der Knatterdrache – Pappe

Kai Lüftner
Wiebke Rauen
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Niedlich schaut der kleine bunte Drache uns vom Cover aus an. Oben auf der Seite ist eine Vertiefung und dort versteckt sich das Pupsgeräusch, das wir durch einfaches Drücken auslösen.
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Die anderen, ebenso bunten Drachen sehen sehr ungewöhnlich aus. Sie haben z.B. drei oder fünf Augen, aber auch nur eines. Aber sie können alle Feuer speien.
„Alle Drachen dieser Erde, spucken Feuer bei Gefahr, nur Furzipups nicht, leider wahr.“ Wenn Furzipups es probiert, entweicht ihm nur ein Pups. So viel der kleine Drache auch übt, es gelingt ihm immer nur ein Pups. Scharfes Essen und baden in Lava, alles hat keinen Erfolg. So kommt er zu dem Schluss „Feuerspuken ist nur Stress, dachte sich, dann lässt du es.“ So erfreut er die anderen mit seinen rhythmischen Pupsgeräuschen. Und die Moral von der Geschicht: „Fühlst du dich unverstanden? Dann sing dein eignes Lied, und pupse, wenn es sein muss, in deinem eigenen Beat.“
Eine lustige Geschichte mit fröhlichen, bunten Bildern, aber mir ein bisschen flach. Die Kinder werden, dass ist zu erwarten, das Pupsen und das darüber sprechen mögen. Meine ersten Zuhörer sind auf jeden Fall sehr begeistert, wenn die Furzipupsbücher auftauchen.
Dieses Buch ist nun ein Pappbilderbuch und damit sehr gut geeignet für kleine Hände.
Dagmar Mägdefrau -
Komm, entdecke die Tiere

Masha Shu
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 18 Monaten
Schon das Cover fällt auf durch das blauglänzende Wasser und die Löwenmähne, die aus weicher Wolle besteht und die man gerne streicheln möchte. Auf der ersten Doppelseite sehen wir den kleinen Tiger, der sich verlaufen hat, zum Glück wirft ihm ein Mädchen eine Strickleiter zu und so kann er zu ihr in den Korb eines Heißluftballons klettern.
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Hier im Wald gibt es eine Menge Tiere und einige finden wir unter Klappen. Die Krähe wird durch eine Wolke aus Filz verdeckt, die wir herabklappen können und der Fuchs hat eine weiße Schwanzspitze, die sich wie Watte anfühlt. Auf der nächsten Seite sind wir in der Arktis und hier hat der Eisbär ein schönes kuschelig weiches weiße Fell.
Nach dem Meer und der Savanne kehrt der Tiger dann in den Dschungel heim zu seiner Mama.
Ein fröhlich buntes, großformatiges Pappbilderbuch mit vielen überraschenden Extras. Da kann ein kleines Kind viel entdecken und die kleinen Texte sind spannend zu lesen. Ein wirklich tolles Buch für unsere Lesekiste. Meine Enkel hatten schon viele Spaß damit, obwohl sie nicht mehr ins Lesealter passen.
Dagmar Mägdefrau -
Zippi – Die Ziege

Michaela Freund
Paracelsus Verlag
Autorenempfehlung ab 2 Jahre
Die kleine weiße Ziege Zippi hüpft über die Wiese, im Hintergrund sind hohe Berge zu sehen.
Wir werden aufgefordert, Zippi zu helfen und sie zurück zu ihrer Herde zu bringen, dazu müssen wir zunächst den Spuren folgen.mehr oder weniger lesen
Damit es losgeht, müssen wir zunächst zweimal auf die Seite klopfen, und schon wird Zippi erste beim Rennen. Mit mir an ihrer Seite, ist sie mutiger geworden. Damit werde ich irgendwie Teil der Geschichte. Als dann ein Gewitter aufzieht, halte ich das Buch als Schirm über die kleine Ziege. Danach pusten wir gemeinsam die Wolken weg. Wieder gibt es einen Dank für meine Hilfe. Doch dann verirrt sich die kleine Ziege und mein „Hallo“-Ruf hört eine Bäuerin, die die Ziege mitnimmt auf ihren Bauernhof.
Hier ist es zwar sehr schön, aber Zippi sehnt sich nach ihrer Herde und als die Tür offensteht, macht sie sich auf den Weg. Selbstverständlich begleite ich sie und unterstütze sie immer wieder.
Es gibt eine Szene, als Zippi sich am Abend in eine Höhle rettet und dort ein Feuer anzündet, das sie am nächsten Tag auspustet. Darauf hätte ich gerne verzichtet, weil die sonst sehr realistische Geschichte dadurch ins Fantastische abweicht.
Insgesamt gefällt mir das Abenteuer von Zippi sehr gut und die Aufforderungen zum Mitmachen lassen die Leser an allem teilnehmen. Meine Enkelin, die schon 6 Jahre alt ist, hat Zippi gerne begleitet und sie sehr schön unterstützt bei ihrer Rückkehr zur Herde.
Die Illustrationen sind einfach gehalten und ergänzen die kurzen Texte ganzseitig.
Ein vielseitiges Mitmachbuch über das Abenteuer einer kleinen Ziege, die allein zurück zu ihrer Herde läuft.
Dagmar MägdefrauThemen: Mitmachbilderbuch -
Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte – Band 2

Gareth Ryans
magellan
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
In der Dämmerung schwebt das kleine Gespenst etwas zaghaft über eine Wiese, im Hintergrund sehen wir ein düsteres Schloss. Anstatt zu spuken, gruselte sich das Gespenst selbst am meisten.
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So allein fühlte es sich nicht wohl und es überlegt, eine Übernachtungsparty zu feiern. Ihr erster Gast sollte die Schnecke sein, doch die war viel zu langsam und würde bis zum Abend die Strecke nicht schaffen. Auch das Eichhörnchen hatte noch mit der Suche nach seinem Futterversteck zu tun. Die Henne musste noch brüten und der Frosch konnte nicht so lange ohne Wasser auskommen. So kommt es, dass das Gespenst traurig dem Mond sein Leid klagt. Als dann ein zweites Gespenst auftaucht, das tolle Ideen hat, wird alles gut und es kommt zu einer Überraschungsparty mit vielen Gästen.
Der Text des Buches ist schon sehr lang, da muss ein dreijähriges Kind schon Erfahrung mit Büchern haben. Die Bilder sind sehr stimmungsvoll und bilden sehr schön die Nacht ab, ohne Angst zu machen.
Wie schön, dass auch ein Gespenst nicht gerne allein sein möchte und dass es dank der Freundschaft zum Nachbargespenst so viele Freunde findet. Das Buch hat sich schon bei meinem jüngsten Enkel zum Lieblingsbuch gemausert.
Dagmar Mägdefrau -
Auf dem Bauernhof…ist so viel los!

Susanne Böse
Natalie Merheb
magellan
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Ein großes Pappbilderbuch mit Schiebern, das kommt immer gut an bei den Kleinen. Mama Kuh sucht ihr Kälbchen und wir suchen mit und schieben die Tür der Scheune zur Seite und entdecken das Kälbchen, die rote Katze gibt uns einen Tipp.
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Wegen dieser Katze flüchten die Küken in den Hühnerstall, hier zählen wir sie durch. Auch das Lämmchen wird gesucht, wir finden es auf der Weide.
Es werden Tiere gesucht und nachdem wir den Schieber herausziehen, finden wir die Gesuchten. Dadurch lernen wir die Tierkinder und ihre Eltern kennen. Die Bilder sind bunt und zeigen die Bauernhoftiere in ihrem Lebensraum. Wegen der dicken Pappseiten können die Kinder das auch mal ganz alleine entdecken, es wird ihnen Freude machen.
Dagmar Mägdefrau -
Elefant versteckt sich

Miriam Zedelius
magellan
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Auf dem fröhlich bunten Cover sehen wir das kleine Faultier, das sich die Augen zuhält. Hinter dem Sessel schaut der Elefant hervor. Als der Fuchs fragt, was sie spielen sollen, schlägt das Mäuschen Verstecken spielen vor. Das Faultier muss suchen und schon hat sich das Mäuschen versteckt.
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Es ist nicht ganz einfach, das kleine Schwänzchen hinter dem Obstkorb zu finden. Jetzt ist der Fuchs dran, er legt sich unter die Bettdecke, die Giraffe hat es nicht ganz so leicht, aber auch der Elefant, der sich als letztes Tier versteckt, muss sich etwas überlegen.
Verstecken spielen mögen alle Kinder und in diesem Pappbilderbuch verstecken sich die Tiere sehr fantasievoll und ich musste schon genau hinschauen, um sie zu finden. Das Buch werden wir sicher noch oft vorlesen, es macht richtig Spaß zu suchen und zu finden.
Dagmar Mägdefrau -
Die kleine Kackwurstfabrik

Maja Baseler
Annamarie van den Brink
Klett Kinderbuchverlag
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Dieses kleine Pappbilderbuch zeigt schon den ganz kleinen Leser*innen, was in unserem Körper passiert, wenn wir etwas essen. Schon auf dem Cover sehen wir die Banane, die in unserem Körper verarbeitet wird und am anderen Ende als braune Wurst herausfällt.
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Pim und Polly sind zwei kleine menschliche Wesen, die die Banane begleiten. Der Magen knurrt und sie entscheiden sich für die Banane, die zusammen mit anderen Nahrungsmittel auf dem Teller liegt. Dann geht es in den Mund, die Zähne kauen, es kommt Spuke hinzu und die Zunge sorgt dafür, dass alles in die Speiseröhre gelangt.
Die eckigen Formen erinnern an eine Maschine, im Dickdarm ist ein Zug unterwegs und ein Fließband transportiert den entstandenen Haufen in Richtung Ausgang.
Es werden einige Worte benutzt, die ich hier nicht erwähnen möchte, die aber zum Thema passen.
Das Buch ist sehr gut verständlich und erklärt in wenig Worten und passenden Illustrationen sehr genau, wie die Verdauung funktioniert.
Dagmar Mägdefrau -
Grimm und Möhrchen – bauen sich eine Höhle -Band 2

Stephanie Schneider
Stefanie Scharnberg
dtv
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Kaum hatte ich angefangen zu lesen, ergänzen die Enkel den Text, denn beide kannten das Lied aus dem Adventsbuch vom letzten Jahr. Hinten auf dem Buch ist der QR-Code für das Lied.
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Der kleine Zesel Möhrchen und sein Freund, der Buchhändler Grimm, haben nie Langeweile, immer fällt ihnen etwas ein. „Heut hab ich geträumt, wir hätten, schwuppdiwupp – das ganze Zimmer umgeräumt!“ und schon ziehen die beiden in den Schrank oder hinter das Sofa. Die witzigen Bilder zeigen uns, wie die beiden das machen. Dann wird gemeinsam eine Höhle gebaut, eine beliebte Tätigkeit meiner Enkel.
Was die beiden da machen, ist allen Kindern vertraut, aber vielleicht gibt`s ja noch ein paar Anregungen. Ein tolles Pappbilderbuch, ein fröhlicher gereimter Text und schöne Bilder. Gelungen!
Dagmar MägdefrauThemen: Pappbilderbuch -
Grimm und Möhrchen – In die Betten, fertig, los! – Band 1

Stephanie Schneider
Stefanie Scharnberg
dtv
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Nun hat der kleine niedliche Zesel auch den Weg ins Pappbilderbuch geschafft, die beiden erfolgreichen Ste(ph)fanies haben auch hier wieder ein wunderschönes Buch erschaffen.
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Auf dem Cover hüpft Möhren fröhlich durchs Bett. Zunächst liegt er auf dem Bauch und schaut verträumt in die Dämmerung, in Grimms Arm gekuschelt zeigt er ihm die Sterne. „Und weil ich noch nicht schlafen will, hol ich mir sieben Sachen.“ So liegt er mit all diesen Dingen im Bett. Dann wird zusammen getanzt: „Ringelsockensamba!“ Es folgt das Matratzentrampolin, das die meisten Kinder auch lieben.
In zarten, poetischen Reimen wird eine schöne Gute-Nacht-Geschichte erzählt und mit den liebenswerten Zeichnungen ist hier wieder ein bezauberndes Buch entstanden. Die Enkel und ich haben sich über das Wiedersehen mit dem beliebten Zesel gefreut.
Dagmar Mägdefrau -
Wichtel Theo zieht ein – Adventskalender

Katia Simon
Nadja Schwendemann
kaufmann
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Vor mir liegt eine Kassette mit 24 Pappkarten, auf denen wir den Wichtel Theo durch die Adventszeit begleiten dürfen. Unter den Karten befinden sich 24 farbige, durchnummerierte kleine Briefe, deren Empfänger noch eingetragen werden kann.
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Am 1. Dezember zieht Theo bei der Familie ein. Nachdem er sich eingerichtet hat, befestigt er die Tür und den kleinen Briefkasten. Als Flori und Olivia, die Kinder der Familie, sich über den Einzug des Wichtels freuen, kribbelt es in Theos Körper, denn das ist ein magischer Moment für den Wichtel. Nach kleinen anfänglichen Schwierigkeiten findet Theo in der Katze Mirella eine gute Freundin, die ihn oft bei seinen Vorhaben unterstützt und die sich gut im Haushalt auskennt. Theo liebt Schokoladenpudding und den kocht er immer wieder gerne. Aber er bastelt auch gerne und kann mit Magie eine ganze Menge schaffen.
Die Briefe sind mit „Hallo“ überschrieben und sind damit neutral gehalten. Sie beziehen sich auf die Geschichte und ergänzen diese wundervoll. Auf jeder Karte finden wir ein schönes Bild, so können wir Theo durch die Adventszeit begleiten.
Eine zauberhafte Idee für alle, die sich nicht die Arbeit machen wollen, selbst einen Wichtel zu erfinden und Briefe zu schreiben. Natürlich kann man noch das eine oder andere selbst beisteuern und alles glaubwürdiger zu gestalten. Aber ich denke, diese kleine Box beinhaltet alles, um einen Wichtel ins Haus zu holen.
Dagmar Mägdefrau -
Und dann?

Heinz Janisch
Helga Bansch
Jungbrunnen
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien 2025
ORF KIDS-Bestenliste (März 2025)
Auf dem Cover sehen wir die beiden Kinder am Wasser sitzen und angeln. Bei diesem Buch ist es ganz wichtig, die allerersten Seiten anzuschauen, denn dort erfahren wir, dass das Mädchen viele Dinge aus dem Wasser angelt, während der Junge erfolglos bleibt und schließlich aufsteht und geht.
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Auf der nächsten Seite sehen wir sehr groß seinen Kopf und sein Gesicht spiegelt seine Wut und deshalb macht er einen Knoten in den Leuchtturm. Und dann kommt die Titelfrage, die sich auf jeder Seite wiederholt. „Was dann?“ Dann trinkt er das Meer leer, setzt sich eine furchtbare Maske auf und alle fürchten sich vor ihm. Als alle weg sind, wird es still, er nimmt die Maske ab und ist am Ende froh, dass er wieder neben seiner Freundin sitzen und angeln kann.
Die Wut, die sich immer weiter durch diese „Und dann?“ steigert, kennen wohl die meisten Kinder, wie schön, wenn danach alles wieder gut wird. Das gibt uns die Sicherheit, dass wir auch mal ausflippen dürfen. Der Text ist sehr reduziert, dafür zeigen uns die eindrucksvollen Illustrationen die Gefühle des Jungen sehr intensiv.
Dagmar MägdefrauThemen: Wut -
Na und? Wir lassen uns nicht ärgern!

Sonia Coudert
Grégoire Mabire
esslinger
Verlagsempfehlung ab 3 Jahren
Auf dem Cover sehen wir die ganze Gruppe der Kitakinder, von der und hier berichtet wird, ganz vorne das Krokodil Bosse, das die Kinder immer wieder ärgert.
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Über eine ganze Doppelseite sehen wir den Kindergarten, allerdings fällt uns gleich auf, dass es keine Spielgeräte dort gibt. Für die ganze Gruppe ist wohl auch nur die Füchsin als Erzieherin zuständig zu sein. „Bosse verbreitet Angst und Schrecken“ erfahren wir auf der ersten Seite und dann ruft er Timo zu „Hey, du hast Mundgeruch.“ Woraufhin der sich so schämt, dass er seinen Mund nicht mehr öffnet. Am nächsten Tag macht sich Bosse über die Zöpfe von Maria, dem kleinen Elefantenmädchen, lustig. Sie erfindet eine Ausrede, damit sie Papa nicht sagen muss, warum sie die Haare offen trägt. Gabriel kann seine Schuhe nicht richtig zu machen und Julia trägt eine lächerliche Brille. Da taucht ein neues Mädchen auf, eine Gepardin, und Bosse findet ihre Flecken komisch. Doch Pauline antwortet nur „Na und?“ und damit kann Bosse gar nicht umgehen.
Niedlich sind die vielen Tiere dargestellt und dieses „Na und?“ des Titels ist vielleicht wirklich ein guter Rat für Kinder, die auf solche Art gemobbt werden. Cool bleiben und kontern, ohne Streit anzufangen, das könnte klappen.
Bis darauf, dass die Erzieherin ihren Beruf verfehlt hat und die Kita eine traurige beige Fläche ist, gefällt mir das Buch sehr gut.
Dagmar Mägdefrau

