• Otto ist noch gar nicht müde

    Otto ist noch gar nicht müde

    Friederike Dammermann

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Auf dem Cover sehen wir den pfiffigen Hund Otto, der so aussieht, als wenn er uns anlacht. Obwohl er aus voller Seele gähnen muss, behauptet Otto, er sei „noch gar nicht müde.“ Klingt dieser Satz nicht vertraut in unseren Ohren? Und schon sehen wir nur noch sein struppiges Hinterteil, weil Otto noch „kurz etwas erledigen muss“. 
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    Auf den ersten Blick ist Otto dann auch im Zimmer nicht mehr zu finden. Nur das geschulte Kinderauge sieht seinen Schwanz aus der Schublage luchsen. Hier ist also das Kind, das sich das Buch anschaut, gefragt. So geht es auch auf den nächsten Seiten weiter. Da wird die Kuscheldecke „schön hingelegt“ und geschüttelt, da wird sich wie Otto gestreckt, am Ende wird Otto noch mit Streicheleinheiten von uns verwöhnt. Und ganz zum Schluss liegt Otto mit geschlossenen Augen unter dem Bett das Kindes und sie wünschen „Schlaf auch du gut.“
    Gerade weil die Illustrationen sich fast sparsam auf den Hund konzentrieren, sind sie so wirkungsvoll. Dann werden die Kinder auch noch aufgefordert zu agieren, dass mögen sie besonders gerne und gerade Kinder, die nicht so gerne „nur“ zuhören, finden das ganz toll. Der Text ist kurz und sehr gut verständlich. Ein Pappbilderbuch, das sicher immer wieder mit Freude gelesen wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kleiner Löwe, erzähl mir von dir

    Kleiner Löwe, erzähl mir von dir

    Joëlle Tourlonias

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Der niedliche kleine Löwe vom Titelbild ist ein Kuschellöwe, der mit dem kleinen Jungen im Bett liegt, als der ihn bittet „erzählst du mir bitte noch was, damit ich gut einschlafen kann?“
    Und weil er ihn so gernhat, möchte er etwas von seinem kleinen Löwen erfahren. So legt sich der kleine Löwe auf den Rücken und erklärt einige Körperteile und bitten dann seine Füßchen zu kitzeln.
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    Das macht das zuhörende Kind zu gerne. Auf der nächsten Seite gibt es einen Schieber, so kann der Löwe sich „leise anpirschen und das Mäuschen erschrecken.“ 
    Wir erfahren noch so einiges vom Leben des kleinen Löwens und am Ende schlafen das Kind und der Kuschellöwe aneinander gekuschelt ein.
    Ein liebevoll gestaltetes kleine Pappbilderbuch mit einer informativen Gute-Nacht-Geschichte. Da kann das Kind agieren, zählen und suchen, so macht das Vorlesen besonders bei kleinen Kindern viel Spaß. Und mir machen die zauberhaften zarten Zeichnungen in warmen Farben besondere Freude.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gute Nacht, kleine Kehrmaschine                 

    Gute Nacht, kleine Kehrmaschine                 

    Lena Walde

    Joachim Krause

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Die kleine Kehrmaschine auf dem Cover hat Augen statt Scheinwerfer und so wird sie zu einer Person, die handelt. Im Herbst fährt sie bei Dämmerung vom Hof, dort stehen noch andere Fahrzeuge der Staßenreinigung. Eine Fahrerin fegt mit de Fahrzeug die Blätter zusammen. 
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    Dann kommt der Laubsaugwagen und sammelt die Blätter ein. Am Abend flüstert die Kehrmaschine dem Laubsaugwagen zu „Träume schön und gute Nacht!“ Als nächstes tritt der Glascontainerwagen auf und leert den grünen Container. Auch ihm flüstert die kleine Kehrmaschine am Abend ihren Spruch zu und natürlich auch dem Streufahrzeug, dass auf der nächsten Seite unterwegs ist. 
    Die kleinen Reime mit den sich wiederholenden Gute-Nacht-Wünschen lesen sich sehr gut und aus Erfahrung weiß ich, dass solche Fahrzeuge die Kinder einfach faszinieren und sie genaues über sie wissen wollen. Hier steht aber mehr die Gute-Nacht-Geschichte im Vordergrund als der Einsatz der Fahrzeuge.

    Dagmar Mägdefrau
  • Eine Kuh in meinem Bett

    Eine Kuh in meinem Bett

    DanIiel Fehr

    Jorge Martin

    Aus dem Englischen von Stefanie Malleier

    Katapult Kinderbuch

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die Kuh über eine gelbe Wand schauen. Papa steht in der Küche und spült Teller. Die kleine Tochter kann nicht schlafen, weil eine Kuh in ihrem Bett liegt. Papa geht gleich mit ihr, doch das Bett ist leer. Doch sie hat sich das nicht ausgedacht, die Kuh war wirklich da. 
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    Und nun ist sie auch wieder da und diesmal spielt sie mit der Ente Karten. Das Mädchen befürchtet, dass die Kuh, weil sie verliert, schlecht gelaunt sein wird.  Aber der Vater findet wieder nur ein leeres Bett vor. Als das Mädchen wieder in die Küche kommt, sehen wir Papa von oben, wie er ein Glas spült. Diesmal soll sogar ein Elefant im Bett sein. Natürlich ist auch der weg, als Papa kommt. 
    Große, klar strukturierte Bilder in kräftigen Farben zeigen uns die wechselnden Zimmer aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Text ist sehr kurzgehalten und ich meine ein leichtes Augenzwinkern darin zu spüren. Das Ende ist dann besonders witzig, aber ich will es hier nicht verraten. Ich weiß genau, dass dieses Buch genau den Humor meiner Enkel trifft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Herr Hütchen sagt Gute Nacht- Band 2

    Herr Hütchen sagt Gute Nacht- Band 2

    Katrin Pokahr

    Barbara Scholz

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Mit seinem Leuchtpilz, eine Art biologischer Taschenlampe, leuchtet Herr Hütchen, eine Eichel, der Beine gewachsen sind, auf die schlafenden Tiere. Denn Her Hütchen ist dafür zuständig, dass die Tiere brav einschlafen.
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    Seine Stationen im Wald sind mit Zahlen gekennzeichnet und hinten im Buch sind runde Zeichnungen, die ausgeschnitten in die Felder geklebt werden können. Im ersten Teil wird uns das Eichelmännchen vorgestellt und im nächsten Abschnitt treffen wir auf seinen Freund, den Klickklack, einen Käfer mit Uhr auf dem Bauch, der Herrn Hütchen am Abend weckt, damit der seiner Arbeit nachgehen kann. 
    Im ersten Kapitel treffen die beiden im Wedelwald auf den Wolf, der einen Alptraum hatte, und Herr Hütchen kann ihn davon überzeugen, mutig zu sein und dann wandelt sich der Traum völlig und unser Wolf muss keine Angst mehr haben.
    So lernen wir eine Menge Tiere kennen, die nicht einschlafen können oder wollen und unser kleines Eichelmännchen weiß immer Rat und hat eine Lösung parat. Neben dem vielen schönen Illustrationen, die so gemütlich aussehen, ist jedes Kapitel sehr tröstlich und liebevoll geschrieben. Jeder wird sich wünschen, dass Herr Hütchen am Abend vorbeikäme und immer eine hilfreiche Idee mitbringt oder uns einfach in den Arm nimmt. Da macht es nichts, dass auch nachtaktive Tiere schlafen und die Größenverhältnisse nicht immer stimmen. Im Wedelwald ist das nicht so wichtig, Hauptsache am Ende sind auch die Kinder müde und die Vorlesenden können das Lesebändchen weiter hinten im Buch einklemmen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gäähn! – Ket &Keks

    Gäähn! – Ket &Keks

    Robert Scheffner

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 24 Monate

    Dieses Pappbilderbuch zeigt schon auf dem Cover ein riesiges Gesicht, das mit offenem Mund gähnt. Dieses runde Gesicht gehört zu Keks, daneben sehen wir eine Katze.
    Das Zu-Bett-Geh-Ritual wird beschreiben und Keks streckt sich, er ist müde.
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    Keks schafft es nicht, über den hohen Rand der Keksdose zu klettern. Doch Ket, die Katze hilft ihm, obwohl sie selbst sehr müde ist. Sie basteln eine Leiter und so landet Keks in der Dose, doch dort findet er es nicht gemütlich und die müde Ket hilft ihm wieder. Dann entdeckt Keks das Nachtlicht über dem Katzenkorb und er will auch so ein Licht. 
    Und nach einigen anderen Problemen, die alle kennen, die ein Kind ins Bett bringen, schlafen beide zusammen im Katzenkorb.
    Ich habe nur die Befürchtung, dass unsere Kleinen hier noch neue Ideen entdecken, wie sie das Schlafen verzögern können. Aber das Buch zeigt auf humorvolle Weise, wie es in vielen Schlafzimmer zugeht. Einfache Bilder, kurze Texte.

    Dagmar Mägdefrau


  • Wenn es Licht wird im Wald – Vorlesegeschichten von Bär Brumm und seinen Freunden

    Wenn es Licht wird im Wald – Vorlesegeschichten von Bär Brumm und seinen Freunden

    Kaisa Happonen

    Anni Vasko

    Aus dem Finnischen von Anu Stohner

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sind alle Tiere abgebildet, auf die wir im Laufe der Geschichten treffen werden. Ganz unten der kleine Bär Brumm und sein Freund.
    In der ganz kurzen Auftaktgeschichte fragt der Feuerfalter Brumm, was man „Im Licht des Waldes sehen kann“.
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    Und natürlich kann man den Feuerfalter sehen, der ist ganz groß und rot auf der nächsten Doppelseite zu bewundern. Brumm kann nicht mit seinem Freund toben und den Baum hinaufklettern, weil er überlegt, wie die Nacht anfängt. Sein Freund zeigt es ihm und so gibt es drei Doppelseiten ohne Text, auf denen sich der Wald immer dunkler färbt. Dazu passt, dass der Schildrohrsänger ständig singt und nur eine Pause macht, „wenn der Abend zur Nacht wird.“
    Die poetischen Geschichten sind zart und mit wenigen Worten erzählt, dennoch beinhalten sie wichtige Aussagen. Aber ganz besonders schön sind die Illustrationen, die großformatig und trotz der deckenden Farben durchscheinend wirken. Sie erinnern mich an japanische Kunst, aber ich bin da keine Expertin.
    Ich kann nur bestätigen, dass ich nach der Lektüre sanft eingeschlafen bin.

    Dagmar Mägdefrau

  • Grimm und Möhrchen – In die Betten, fertig, los! – Band 1

    Grimm und Möhrchen – In die Betten, fertig, los! – Band 1

    Stephanie Schneider

    Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Nun hat der kleine niedliche Zesel auch den Weg ins Pappbilderbuch geschafft, die beiden erfolgreichen Ste(ph)fanies haben auch hier wieder ein wunderschönes Buch erschaffen.
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    Auf dem Cover hüpft Möhren fröhlich durchs Bett. Zunächst liegt er auf dem Bauch und schaut verträumt in die Dämmerung, in Grimms Arm gekuschelt zeigt er ihm die Sterne. „Und weil ich noch nicht schlafen will, hol ich mir sieben Sachen.“ So liegt er mit all diesen Dingen im Bett. Dann wird zusammen getanzt: „Ringelsockensamba!“ Es folgt das Matratzentrampolin, das die meisten Kinder auch lieben. 
    In zarten, poetischen Reimen wird eine schöne Gute-Nacht-Geschichte erzählt und mit den liebenswerten Zeichnungen ist hier wieder ein bezauberndes Buch entstanden. Die Enkel und ich haben sich über das Wiedersehen mit dem beliebten Zesel gefreut.

    Dagmar Mägdefrau