• Das Tröstetier

    Das Tröstetier

    Mareike Postel

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Der kleine Bär tröstet viele Tiere, da weint ein Küken, da hat es ein Häschen auf dem Arm. Der Elefant ist traurig, weil seinem Auto ein Rad fehlt und der Marienkäfer wurde wohl ausgelacht. Immer ist das Tröstetier zur Stelle. Die Ziege liegt auf dem Rücken und hat sich wehgetan und das Tröstetier kommt gelaufen. „Es pustet, tröstet und macht Mut und schön ist alles wieder gut.“ Ein Reim, der sicher viel Anwendung findet. Auch wenn ein Tierchen allein Angst hat, nimmt das Tröstetier es schnell in den Arm.
    mehr oder weniger lesen
    Aber es hilft auch, wenn die Bausteine umgeworfen wurden beim Aufbau. Und wenn es selbst einmal Trost braucht? Dann sind alle seine Freunde an seiner Seite.
    
    Ein wundervolles Trostbuch, mit schönen kurzen Reimen und einfachen Bildern, da können schon die Kleinen erkennen, um was es geht und sie verstehen sicher, wie schön es ist Trost zu finden. 
  • Bitte, danke, tut mir leid – Diese Worte können zaubern

    Bitte, danke, tut mir leid – Diese Worte können zaubern

    Sandra Grimm

    Sabine Kraushaar

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses Papp-Bilderbuch möchte kleinen Kindern „gutes Benehmen“ vermitteln. 
    Weil der kleine Fuchs heute zum ersten Mal aus seinem Bau gekrabbelt kommt, machen seine Freunde für ihn ein Fest. Dazu wird für Fussel ein Kuchen gebacken. Er nimmt sich ein Stück und isst gierig. Wenn man die Klappe öffnet, sagt er „Ich kann sehr fein essen. Schaut!“ Sein Geschenk packt Fussel schnell aus, weil er es sofort sehen will. „Die anderen Tiere sehen dem Fuchskind empört zu.“
    mehr oder weniger lesen
    Unter der Klappe finden wir Fussel, der sich entschuldigt. Beim Nagel einschlagen haut das Eichhörnchen auf Fussels Pfote. Als er schimpf und sie „Tollpatsch“ nennt, findet der Hase Fussel sagt „gemeine Sachen.“ Er findet dann, dass es Pach war. Ohne Rücksicht zu nehmen, will Fussel erster sein. Doch dann hilft er dem Igel wieder auf die Pfoten. Natürlich will Fussel auch den Schatz ganz für sich allein haben, teilt dann aber doch und am Abend muss er Zuhören lernen.
    
    Die abgebildeten Tiere sind sehr niedlich gestaltet und Klappen gefallen den Kindern immer. Mich kann aber der recht lange Text und die Aussprüche der Tiere nicht wirklich überzeugen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Bitte, danke – was ist richtig? Darum sind Manieren wichtig

    Bitte, danke – was ist richtig? Darum sind Manieren wichtig

    Norbert Pautner

    Bassermann

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Oft höre ich Beschwerden, dass es keine Respekt und keine Manieren mehr gäbe. Schon der Titel des Buches zeigt, worum es hier geht. Das Vorwort ist ein längeres Gedicht, dass nochmals erklärt, um was es geht.
    „Wenn es heißt: „Nun sei doch brav!“
    Meint das nicht, dass man nichts darf.“
    Unter der Überschrift „Umgangsformen“ wird beschrieben, dass man freundlich fragt „Wie geht´s?“ und andere Höflichkeitsformen nutzt. 
    mehr oder weniger lesen
    Da wird im Bild einem Waschbär ein Stuhl angeboten und ein Frosch schenkt einem Krokodil Blumen. Vier kleine Bilder zeigen, dass man nicht einfach etwas nimmt (ein Hase nimmt dem Frosch die Vase für seine Blumen weg), sondern höflich fragt. So geht es auch mit dem Eis des Bären, wenn das Eichhörnchen fragt, darf es auch mal lecken. Kein „Hä?“, kein „Was?“, ein „Wie bitte?“ ist die Frage, wenn man etwas nicht versteht. Wenn mal was schiefläuft, sollte man sich entschuldigen. Beim Thema „Respektvolles Anreden“ geht es um das „Sie“ und man soll sich vorstellen, wenn man zu Fremden in einen Raum geht, höflich unterbrechen und nicht dazwischenreden und Rücksicht auf andere nehmen, (hier macht der Frosch sich auf dem Sitz im Bus breit und er Elefant setzt sich auf ihn). Der Bär ist gemein zum Hasen, aber er muss erfahren, dass das Nashorn auf ihn „herabschaut“ und am Ende essen alle zusammen Eis. Im letzten geht es um Tischmanieren. „Wenn man ihn dann rülpsen hört, fühlt man sich extrem gestört!“ 
    
    Die ganze Aufmachung des Buches ist etwas altbacken und hätte durchaus etwas Witz gebraucht. Einem dreijähriges Kind wird man das „Du“ sicher verzeihen. Das Siezen kommt sowieso immer mehr aus der Mode. Das Wegnehmen einer Vase ist bei Kindern auch eher unüblich. Die gereimten Texte sind sehr lang und umständlich
    
    „…erntet so nur Nörgelei, Unmut oder gar Geschrei. Lieber wartet wohlgemut man, bis jeder sitzen tut.“
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin so froh über meinen Po!

    Ich bin so froh über meinen Po!

    Maki Saito

    DK

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ich fang diesmal mit der letzten Seite an, dort findet man außer den Informationen zur japanischen Autorin, die Namen der Tiere, dessen Pos wir im Buch finden. Ich muss zugeben einige Tiere konnte ich nicht direkt zuordnen und sicher fragen die Kinder, was für Tiere da zu sehen sind. 
    Aber zurück auf Anfang! Das Cover zeigt schon einige Pos und weil sie etwas erhöht geprägt wurden, kann man die abgebildeten Tiere auch „fühlen“. Als erstes fordert uns das Kaninchen auf „Schau dir meinen Po an!“
    mehr oder weniger lesen
    Es findet ihn „super niedlich!“  Auch das Nilpferd hat einen runden Po, den wir uns auch anschauen sollen. Der Elefant punktet mit noch mehr Größe, dann zeigen drei ganz unterschiedliche Tiere ihre Streifen. Die Giraffe zeigt ihr Muster und einige Tiere haben weiß, schwarze und schwarzweiße Pos. Bei den abgebildeten Affen sind Gesicht und Po gleich gefärbt und die Rehherde zeigt ihre Herzförmigen Pos. Schafe haben flauschige Pos und anders Tiere haben Stacheln. Die ganze Tiergemeinde meint „Jeder hier ist froh über seinen Po!“
    
    Wunderschöne Tierzeichnungen und humorvolle Texte zeichnen dieses Buch aus, dass sicher auch Leser lockt, die nicht so gerne Bucher anschauen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ahhh!

    Ahhh!

    Antje Damm

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem Pappbilderbuch sehen wir eine Frau mit Handtasche und einer Leine in der Hand. Was mag da wohl dranhängen? 
    Auf der ersten Doppelseite sehen wir den weißen Hund an der Leine, der so feste zieht, dass die Frau ihre Tasche verliert, aus der ein Knochen fällt. Der gelbe Stiefel, dem der Hund nachjagt, gehört dem Fischer auf der nächsten Seite. Er hat ebenfalls eine Leine, die gehört zu einer Robbe, wie wir auf der nächsten Seite sehen.
    mehr oder weniger lesen
    Die Robbe geäugt ein Goldfischglas. Dessen Besitzer ein Junge ruft einem Mädchen „Hu“ zu. Die wiederrum hat einen gelben Vogel an der Leine, die schicke Dame führt ein Lama. Das findet unter einem Hut eine Schildkröte. Die plötzlich schneller ist als der alte Herr, der sie führt. Über einen Esel geht es zu einem Krokodil. Das hat ein Junge auf dem Arm und am Bildrand taucht die Tasche der Frau vom Anfang auf. So kommt der weiße Hund am Ende an seinen Knochen.
    
    Die Texte in den Sprechblasen sind so einsilbig wie der Titel. Aber die Bilder sprechen für sich und haben viel zu erzählen und dass die Geschichte quasi „rund“ ist, macht sie so besonders.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ricki zieht um

    Ricki zieht um

    Hanna Müllet

    Hannah Stollmayer

    Carin Swiderski

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der Tintenfisch Ricki ist klein und rosa, er wohnt in einem Schiffswrack und ist gerne mit seinen Freunden unterwegs. Zusammen suchen sie nach Sachen, doch dann bekommt Ricki einen Schreck und stößt eine Tintenwolke aus. Seine Wohnung, sein Schiff ist verschwunden. Die Freunde raten ihm in eine Höhle zu ziehen, das möchte Ricki eigentlich nicht und er ist froh, dass dort schon eine Muräne wohnt.
    mehr oder weniger lesen
    Der Tipp mit der Seepferdchenwiese ist auch nicht so das Richtige. Die Schildkröte trägt ihr Haus mit sich und der Einsiedlerkrebs hat auch etwas Passendes gefunden. Da machen ihn die Riffbarsche auf eine Kokosnuss aufmerksam. Mit Hilfe der Fische kann Ricki die Kokosnussschale zum Korallenriff bringen. 
    
    In diesem Buch ist die Freundschaft und die Hilfsbereitschaft der anderen das große Thema. Nur zusammen schaffen sie es für Ricki ein neues Zuhause zu finden.
    Die Texte sind schon etwas länger und die Bilder zeigen viele bunte Meeresbewohner, die die Kinder kennen lernen können. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die magische Mondreise

    Die magische Mondreise

    Teresa Heapy

    David Litchfield

    EDEL Kids Books

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Bär und Maus wohnen zusammen im Wald und Maus möchte alleine zum Mond aufbrechen. Zunächst fertig sie einen riesigen Plan, nachdem sie zum Mond gelangen möchte. Er liegt auf dem Teppich und wir können ihn über die Schulter der kleinen Maus sehen. Trotz der Bedenken von Bär startet sie alleine. Als sie dann aber im Wald unheimliche Geräusche hört bekommt sie doch Angst und ist froh, als Bär auftaucht. „Aber du kannst dich auf mich verlassen und ich mich auf dich, und zusammen kriegen wir das hin.“
    mehr oder weniger lesen
    Sind seine Worte. So kommen sie an einen See, in dem sich der Mond silbern spiegelt. Das Bild hat eine zauberhafte Atmosphäre. Da sie den See überqueren wollen, bastelt Bär eine Boot aus dem Plan und die beiden steigen ein. Leider kommt ein Sturm auf und danach ist kein Mond zu sehen. Doch da schauen sie in einen pinken Sonnenaufgang „…und (haben) etwas Besseres gefunden!“ 
    
    Die Bilder sind sehr schön gemalt und zeigen die Gefühle der Tiere anschaulich. Der Text ist kurz und gut zu verstehen. Am Ende kann man die Anleitung zum Bau eines Bootes nutzen und an den Ecken ziehen, wie Maus und Bär es gemacht haben. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hanni hat Tomaten in den Ohren

    Hanni hat Tomaten in den Ohren

    Judith Merchant

    Illustriert von Trixy Royeck

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das fröhliche Cover zeigt Hannis Kopf zur Hälfte und aus ihrem Ohr wächst eine Tomatenpflanze. 
    Hanni malt und Mama möchte, dass sie ihren Teller in die Spülmaschine packt. Hanni behauptet, dass sie keinen Pieps hören kann. So geht es zum Ohrenarzt. Der begrüßt sie mit Trompetenmusik und nutzt sein Instrument dann für die Untersuchung. Dr. Mertens holt wirklich eine Tomatenpflanze aus Hannis Ohr.
    mehr oder weniger lesen
    Doch danach findet er noch das Nachtlicht aus Hannis Zimmer und einen lebendigen Hahn. Nach einigen Gurkenscheiben tauchen noch Mamas Löffel auf. Danach hört Hanni wie ein Luchs und kann mit Mama heim gehen. 
    
    Eine richtig verrückte Geschichte wird in diesem Bilderbuch erzählt, dazu gibt es auf den Bildern viel zu sehen. Ich hoffe nur, dass kein Kind sich nach dem Vorlesen etwas in die Ohren steckt und hoffe für uns alle, dass wir auch so einen lustigen Ohrenarzt finden.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wo ist bloß…? – Mein Baustellen-Buch zum Sachen suchen

    Wo ist bloß…? – Mein Baustellen-Buch zum Sachen suchen

    Kathrin Lena Orso

    Jutte Wetzel

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Dieses Pappbilderbuch hat auf jeder Doppelseite ein rundes Fenster, dort werden durch Drehen eines Rädchens sechs Dinge angezeigt, die man auf der Seite suchen kann. Die Gegenstände werden benannt und dadurch kann das Kind neue Worte lernen und visualisieren. 
    Leon muss mit Beginn des Arbeitstages erst Ordnung schaffen und z.B. seinen Becher oder den Besen suchen. Ein Vierzeiler beschreibt seinen Situation. Auf dem Bild gibt es aber auch noch viele andere Sachen zu sehen, da stehen zwei Kinder am Zaun und im Wasser des umgekippten Eimers schwimmt eine Ente.
    mehr oder weniger lesen
    Danach darf Leon die Straße aufreißen. Auf der Straße ist aber auch zusätzlich noch einen Menge los. Kinder gehen über den Zebrastreifen und eine Kind fährt im Lastenrad vorbei und winkt Leon zu. Dann hat Leon erstmal Pause und trifft die Kolleg*innen im Bauwagen. Danach pflastert Leon den Weg im Kindergarten. Natürlich schauen ihm die Kinder zu, einige sind aber auch auf der Rutsche oder im Haus. Endlich hat Leon Feierabend und den verbringt er mit seinen Kindern. Sein Sohn bringt den Kakao in seinem großen Laster ins Zimmer und seine Tochter trägt einen Bauhelm. In der typischen Kinderzimmerszene gibt es leider nichts mehr zu suchen.
    
    Den Kindern wird das Anschauen des Buches viel Spaß machen, auch wenn die Reime etwas holprig sind. Es gibt so vieles zu sehen und zu finden, neu zu entdecken und zu lernen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Du & ich

    Du & ich

    Marta Abad Blay

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 0 Jahre

    Dieses kleine Pappbilderbuch kommt völlig ohne Worte aus. Das Cover zeigt grüne Berge und zwei Vögel, über denen ein Herz webt, umrahmt wird das Bild von zwei Bäumen.
    Hinter der weißen Wolke sieht man die Sonne und im Baum ist ein Nest zu erkennen. Im Nest liegt eine Ei, das, und dieser Vorgang wird zusätzlich vergrößert gezeigt, einen Riss bekommt „Knack!“ Schon sind die kleinen bunter Vögel unterwegs Zwei verbindet ein Herz, wie auf dem Cover und die schlafen, als der Mond über den Bäumen steht, im Nest.
    mehr oder weniger lesen
    Umrahmt von zwei Wolken steht der Mond am Himmel und wir sehen wieder ein Nest im Baum und darin ein Ei. Auf der Rückseite des Buches steht „Bei Tag und Nacht. Vom Anfang zum Neuanfang.“ Und genau das erzählt die Bildergeschichte.
    
    Ein ruhiges Buch mit wenig Farben, sehr schlicht gezeichnet und ohne Worte.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Schieb den Wal zurück ins Meer!

    Schieb den Wal zurück ins Meer!

    Sophie Schoenwald

    Lea Johanna Becker

    Boje

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem Cover des Pappbilderbuches sehen wir den Kopf des Wales und eine kleine Maus. Fast sieht es aus, als lächeln die beiden sich an.
    Da das Meer im Winter friert und Grippe bekommt, passiert folgenschweres „So hat es dann auch wild genossen und einen Wal an Land geschossen.“ Das Bild zeigt uns, wie der Wal, herausfliegt. Wahrscheinlich passte der ganze Wal nicht ins Bild und wir sehen nur Maul und Auge am oberen Bildrand. Er bittet eine Maus um Hilfe.
    mehr oder weniger lesen
    Doch die kann nicht helfen, den Wal zurück ins Meer zu schieben, sie wendet sich an den Schwan, der gleich seine Freunde um Hilfe bittet, dann versucht es die Hyäne, die aber auch scheitert und die Giraffen bittet. Drei Giraffenköpfe schieben, aber auch ohne Erfolg. Bär, Stachelschwein und Elefanten versuchen ihr Glück. Wie so oft kann die schlaue Eule helfen. So packen alle Tiere mit an und tragen den Wal zurück ins Wasser. Wir sehen nur Körperteile unter dem großen Walgesicht und es macht sicher Spaß zu sehen, ob die Kinder die Tier so erkennen. Fröhlich macht der Wal eine Fontäne und die Tiere winken zurück. 
    
    „Zusammen sind wir stark und können viel schaffen“ wird hier in schönen Bildern und tollen Reimen ausgedrückt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Monsteroma

    Monsteroma

    Lena Steffinger

    Kunstanstifter

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Monsteroma ist ein ungewöhnlicher Titel für ein Bilderbuch. Aber es kommt sicher in vielen Familie vor, dass die Oma nicht gerne besucht wird. Der immer fröhliche Papa, auf dessen Schultern das Mädchen auf dem Cover reitet, wird, wenn es auf den Geburtstag seiner Mutter zugeht, immer gereizter. Er singt und spielt nicht mehr wie sonst das ganze Jahr. 
    Im Einband können wir sehen, wie sich das Kind die Monsteroma vorstellt. Im Buch sitzt das winzige Mädchen auf der Klaue eines gehörnten Felltieres, das Pantoffeln und eine Perlenkette trägt.
    mehr oder weniger lesen
    Papa backt einen Kuchen und er fährt mit seiner Tochter seine Heimatstadt. Auch hier drückt er sich weiter vor der Begegnung. Wieder sind mögliche Monsteromas abgebildet. Als sich die Tür öffnet, zieht der Vater den Kopf zwischen seine Schultern, doch dann öffnet eine ganz normal aussehende ältere Frau.  
    Auf dem Rückweg meint Papa „Vielleicht sind Monstermütter nicht unbedingt auch Monsteromas“ und er kann wieder lachen und singen.
    
    Obwohl wir in unserer Familie Omas hatten, die keine beliebten Omas waren, weiß ich nicht, ob dieses Buch nicht eher Kinder verunsichert wird. 
    Eine ungewöhnliche Geschichte mit fantasie- und gefühlvollen Bildern.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Holgers Haus

    Holgers Haus

    Jule Wellerdiek

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die Bilder dieses Buches sind in erdfarben zart gestaltet. Lediglich, dass der Fuchs Holger keinen Schwanz hat, irritiert mich. Die Texte sind kurzgehalten und gut verständlich.
    Holger und Stein, hier handelt sich um einen grauen Stein, der etwas halb so groß ist wie Holger, leben zusammen in einem Haus.
    Holger macht es sich gerne gemütlich und liest seine sieben Bücher bei einer Tasse Tee. Stein ist sehr rührig und ungeschickt. Das ärgert Holger sehr und so beschließt er, nachdem Holger wieder eine riesige Unordnung gemacht hat, das Haus auf den Fahrradanhänger zu packen und es an einem anderen Ort alleine zu bewohnen.
    mehr oder weniger lesen

    Holger stellt sich das sehr schön vor, endlich Ruhe. Doch schnell stellt er fest, dass allein leben nicht nur Vorteile hat und er sehnt sich nach Stein. So kehrt er wieder zurück. Diesmal steht im Text „er packt das Haus auf den Gepäckträger“ und da bin ich pingelig, das Bild zeigt, dass es wieder auf dem Anhänger transportiert wird. Ich finde es immer schade, wenn Bild und Text nicht übereinstimmen und das sehen die Kinder, denen ich vorlese, oft auch so.

    Ein Buch über das „sich über den anderen ärgern“ und dem Sieg der Freundschaft. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Winke, winke, mach mal mit

    Winke, winke, mach mal mit

    Carla Häfner

    Katharine Bußhoff

    Duden Fischerverlag

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Mitmachbücher sind einfach toll. Die ganz kleinen Vorlesewilligen agieren gerne beim Bilderbuch anschauen. 
    Auf dem Cover sehen wir das kleine Kind, dass uns eine Geschichte in schönen Reimen erzählt. Immer dabei der Bär. So winken uns die beiden auf der ersten Doppelseite des Pappbilderbuches fröhlich zu. „Komm mach mit, wink auch du.“ werden die Kinder aufgefordert und schnell heben sich die Händchen zum Winken. Neben dem Kind sehen wir eine Spielzeugkiste und ein rotes Tretauto.
    mehr oder weniger lesen
    Zuerst zeigen die Kinder die Sachen, die wir ihnen vorsprechen, später zeigen wir und die Kinder nennen die Begriffe. Dann sitzt das Kind auf dem Auto und wir machen alle „Brumm. Brumm!“ Der Bär im Anhänger macht Seifenblasen und auf der nächsten Seite helfen wir dem Kind pusten. „Seifenblasen, schaut mal her, kann ich machen, gar nicht schwer.“ „Tick, tack“ diesmal machen wir das Ticken einer Uhr nach. Leider hören die Kinder heute kaum noch dieses Geräusch. Das Kind hat sich in der Kiste versteckt, der Bär muss suchen. „Pssst!“ nichts verraten. Dann applaudieren wir, denn der Bär hat das Kind gefunden. Zum Abschied wird noch mal gewunken. „Der Tag war schön, so sagen wir „Tschüss und bis Bald“ zum Abschied dir.“
    
    Das Buch hat klare Bilder, die wenigen Figuren und Dinge wiederholen sich und sind den Kindern bekannt. Die Reime sind kurz und schön zu lesen. Die Aufforderungen zum Mitmachen einfach und gut verständlich darin untergebracht.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Meine Gartenfreunde – Die kleine Biene

    Meine Gartenfreunde – Die kleine Biene

    Sandy Lohß

    Carla Häfner

    Oetinger Natur

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Das Buch ist auf 100 % Recyclingpapier gedruckt und deshalb strahlen die Farben nicht. 
    Die kleine Biene sehen wir schon auf dem Cover, danach sehen wir die Waben und Bienen, die die Larven füttern. „Und hast du die kleine Biene entdeckt, die ihren Kopf aus der Wabe streckt?“ Der Bienenstock steht auf einer bunten Blumenwiese und unsere Biene fliegt los. Schon sitzt sie auf einer Blüte und sammelt „Nektar und Pollen“. „So viel Nektar, Wer hätte das gedacht?
    mehr oder weniger lesen
    Daraus wird nun leckerer Honig gemacht.“ Dann kommt der Herbst und die Futtersuch wird schwerer, da saugt unsere Biene auch mal an einer Birne. Gefahr! Beinahe wäre die Biene in einem Spinnennetz gefangen worden. Im Winter ruht sich die Biene aus “und erst im Frühling kommt sie wieder raus!“
    
    Das Buch zeigt sehr schön für unsere ganz kleinen Leser*innen das Leben der Biene durch das Jahr. Der gereimte Text ist schön zu lesen und entspricht dem Lesealter hervorragend. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Max geht aufs Klo

    Max geht aufs Klo

    Christian Tielmann

    Sabine Kraushaar

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover hält Max eine Klorolle in der Hand und steht neben dem Klo, seine Kuschelhase sitzt bereits auf dem Töpfchen. 
    Zu Beginn des Buches werden alle Personen vorgestellt und so erfahren wir, dass der weiße Hase Kuschel heißt. Max Familie ist zusammen im Bad. Während Mama duscht und Felix auf dem Klo sitzt, hilft Papa Max beim Zähne putzen. Max möchte auch aufs Klo gehen, aber zunächst nutzt er das Töpfchen, hält aber vorsichtshalber die Windel an.
    mehr oder weniger lesen
    Da sein zweiter Versuch ohne Windel erfolglos ist, erklärt Mama, was im Körper passiert, damit Pipi und Kacka unten herauskommen. Wir können uns das im Buch anschauen. Am nächsten Morgen gibt es „Töpfchen-Alarm“ und Max macht sein großes Geschäft dort hinein. Danach wird alles im Klo entsorgt und Papa zeigt Max, was dann damit geschieht. Ein Schaubild zeigt uns den Weg in den Fluss. Dann geht es zum Unterhosenkauf, aber zunächst trägt Max noch eine Windel. Bald kann Max über Tag ohne Windeln auskommen, dann probiert er es auch nachts. Doch da muss er Papa und Mama wecken, weil es eine „Pipi-Panne“ gab. Das findet aber keiner schlimm, weil es allen Kinder so gegangen ist. Max geht vorsichtshalber mit einer Windelhose in das frisch bezogene Bett. Auch im Zoo passiert nochmal eine „Pipi-Panne“, doch auch Opa kann damit umgehen. Mama hat eine kleine Klobrille und einen Hocker für Max gekauft und nach einem „Pipitänzchen“ schafft Max es gerade noch rechtzeitig sie auszuprobieren. So endet das Buch mit einem Bild, auf dem Max auf dem Klo sitzt und Kuschel mit zwei Becken applaudiert.  
    
    Ideal für Jungen, die Unterhosen tragen wollen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Himpelchen & Pimpelchen

    Himpelchen & Pimpelchen

    Mit Bildern von Lili Fromm

    Esslinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses kleine Fingerspiel gibt es seit vielen Jahren und jede neue Generation Kinder hat ihren Spaß daran. Die beiden kleinen Wichte mit ihren Zipfelmützen, steigen auf den Berg um nach Wochen in den Berg zu kriechen und dort zu schlafen. Wie schön, wenn die Kleinen ihre Händchen unter die Wange legen und ein Schnarchgeräusch machen. 
    Wer die Geschichte noch nicht kennt oder sich vielleicht nicht mehr genau erinnert, finden in diesem Buch sowohl den kurzen Text als auch eine Anleitung zum Mitmachen. 
    mehr oder weniger lesen
    Auf der linken Seite steht der kurze Satz und unten in kleiner Schrift die Anweisung, auf der rechten Seite ist ein einfaches Bild, dass den Satz darstellt. 
    Mein Enkel ist 1 ¼ Jahr und kennt dies Geschichte schon gut, aber er hat sich das Buch einige Male angesehen und vor allem an dem Vogel und der Schnecke, die neben den Zipfelmützen-Männlein zu sehen sind, Spaß gehabt. 
    
    Und da komme ich auch zu dem einzigen Manko des Buches, es ist leider nicht aus Pappe. Ich musste also immer schauen, dass die kleinen Hände, die immer blättern wollten, das Buch nicht zerstören.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Coco Stolperbein

    Coco Stolperbein

    Jörg Hilbert

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Zunächst lernen wir Herrn Wichtig mit dem Dackelhund, der sein Auto hübsch putzt und Frau Richtig, die die Ordnung liebt und deren Rasen „nicht länger als ein Streichholz“ wachsen darf, kennen. Sie wohnen ohne große Berührungspunkte in einem Haus. Doch nach einer langen Bauzeit, die Frau Richtig sehr aufregt, zieht eine junge Familie in die neue Wohnung ein. Die dunkelhäutige, schwangere Mama, der weiße Papa und die kleine Coco finden die Wohnung toll. Coco entdeckt gleich den Garten als Spielplatz und „mischt Dreck und Zweig zu einem leckren Blätterteig.“ 
    mehr oder weniger lesen
    Am Abend beschwert sich Frau Richtig „Es war so ruhig in diesem Haus!- Am besten, Sie ziehn wieder aus!“ Coco räumt also am nächsten Tag brav den Garten wieder auf und bemalt mit den Farben aus dem Keller das Haus und das Auto von Herrn Wichtig.
    Wie am Ende doch noch alles Gut wird, ist noch eine lange, witzige Geschichte. Ich kann allen nur raten, sie sich in Ruhe durchzulesen und die Fügung zum Guten, die der Autor sich hat einfallen lassen zu bewundern.
    
    Das weiße Cover mit der kleinen Coco und ihrer Katze, die sie auch im Buch begleitet, wirkt etwas unauffällig, aber sucht in der Buchhandlung danach. Denn ihr werdet schöne Bilder darin finden und wunderschöne, witzige Reime. 
    
    Dagmar Mägdefrau