• Schau mal, was passiert! – Dinosaurier

    Schau mal, was passiert! – Dinosaurier

    Becky Paige

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Durch das Loch im Cover sehen wir das große weiße Ei, das schon ein paar Risse hat. Mit dem Öffnen des Buches verschieben sich die Streifen und ein T-Rex schlüpft aus dem Ei. 
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    Auf der nächsten Seite ist ein rosa Triceratops zu sehen, die Mama der zwei Kleinen, die bereit ist, bei Gefahr anzugreifen. Im Wasser ist der Spinosaurus unterwegs und beim Umblättern fängt sein geöffnetes Maul einen Fisch. „Tinantosaurus` Hals ist lang, so kommt er an die Blätter dran“ lautet der Text und beim Umblättern steht er bereits als Skelett in Museum. Auf der letzten Doppelseite sind einige Saurier zu sehen und wir können schauen, ob wir sie schon kennen. 
    Bücher mit Verwandelbilder faszinieren die kleinen Leser*innen besonders. Hier bewegt sich was, es verändert sich. Das Buch werden sich kleine Dino-Fans sicher oft anschauen und die schwierigen Namen lernen. Gereimte kurze Texte und farbenfrohe Bilder ziehen immer an.

    Dagmar Mägdefrau

  • Künstliche Intelligenz für Babys

    Künstliche Intelligenz für Babys

    Chris Ferrie

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem Cover ist eine Platine und ein Schnuller zusehen, eine schönes Bild für die Erläuterung der KI. 
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    Zunächst sehen wir einen roten Ball, der als künstlich beschrieben wird. Dann taucht ein schwarzweißer Hund auf, er ist natürlich. Der Hund hat ein Gehirn und kann lernen, er kann auch Probleme lösen und sich anpassen. Deshalb „sagen wir, dass er Intelligenz besitzt!“ Danach sehen wir einen leeren Bildschirm, der als Computer bezeichnet wird. Auch er kann Dinge lernen, so wurde ihm z.B. beigebracht, einen Hund zu erkennen. Er kann auch rechnen, die Aufgaben und ihre Lösungen sehen wir auf dem Bildschirm. Da er sich nicht anpassen kann, ist er nicht intelligent. Doch wenn man ihn upgradet, ändert er seine Regeln und „kann sich an neue Umstände anpassen.“ Daraus folgert der Physiker Chris Ferrie, „Der Computer ist künstlich und besitzt Intelligenz.“
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ich das Buch einem zweijährigen Kind vorlese. Schon allein, die Befehle, die auf dem Computerbildschirm stehen, sind viel zu schwierig zu begreifen. Hier wird zwar auf einfache Art eine schwieriger Zusammenhang erklärt, aber „für Babys“ würde ich da nicht wörtlich nehmen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ohren, Nase, Bauch – das hab ich auch

    Ohren, Nase, Bauch – das hab ich auch

    Dagmar Geisler

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Der kleine Junge schaut uns schelmisch vom Cover aus an. Er steht nur mit einer Unterhose bekleidet vor einen Spiegel, den wir durch ein Loch auf dem Cover sehen.
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    „Das bin ich“ deutet auf den Jungen und über dem Spiegel ist zu lesen „und das bist du“. Daneben sind ein paar Teile des Körpers abgebildet. Was wir mit Augen, Mund, Nase und Augen machen können, erläutern uns einige Reime. Um die Haut und viele Körperteile geht es danach. Nicht nur der Junge wächst, auch seine Haare und Nägel. Auf der letzten Seite sehen wir den Jungen und seine Freundinnen und Freunde ohne Kleidung und das Kind, dem das Buch gehört, kann es durch ein eigenes Bild ergänzen. 
    Ich glaube, dass der Spiegel die Kinder sehr ansprechen wird, sie lernen mit diesem Pappbilderbuch ihren Körper kennen und die entsprechenden Bezeichnungen. Die kurzen gereimten Texte und die vielen Bilder werden sicher oft gelesen und angeschaut.

    Dagmar Mägdefrau
  • Sooo schön ist der Sommer

    Sooo schön ist der Sommer

    Pe Grigo

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Diesmal zeigt uns die kleine Maus, die uns vom Cover her zuwinkt, den Sommer. Und schon sehen wir sie in ihrer gestreiften kurzen Hose auf einem Stein sitzend, die Sonne genießen. 
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    Genau wie die Maus, sollen auch die Kinder ihre Beine baumeln lassen. Danach werden wir aufgefordert, die Maus mit Sonnencreme einzucremen, damit sie keinen Sonnenbrand bekommt. Mit einen „Tralala“ ist die Maus auf der Wiese unterwegs und wir singen mit. Danach wedeln wir ihr Luft zu, helfen wir, die Fische zu verscheuchen, klopfen beim Igel an und halten die Katze mit dem Eismobil an. Am Ende winken wir wieder Maus und Igel zu, die genüsslich ihr Eis essen. 
    Schöne bunte Bilder, die sehr schön den Sommer abbilden und kurze Texte, die immer mit der Aufforderung mitzumachen enden, machen dieses Mitmachbuch sicher wieder zu einem viel gelesenen Buch.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das Loch

    Das Loch

    Lindsay Bonilla

    Brizida Magro

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Kind mit dem roten Wuschelkopf hat ein schwarzes Loch auf seinem grünen Pullover. Schmetterlinge verbinden den Faden mit dem O des Titels.
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    Das Kind schaut vom oberen Stockbett hinunter und sieht dort auf der Decke das schwarze Loch, hier schlief Matti, der Bruder, der nicht mehr da ist. Im Bad erscheint das Loch im Hocker, wo Matti von Papa einen Rasierschaumbart bekommen hat. Auch auf dem Stuhl neben Mamas Schreibtisch taucht das Loch auf. Beim Abendessen sitzen die drei traurig und appetitlos um den Tisch, alle haben ein Loch in sich. „Ich hasse dieses Loch.“ ist da verständlich. Die Reaktion der Umwelt ist unterschiedlich, einige sehen das Loch nicht und andere berichten von eigenen Löchern. Irgendwann taucht das Kind in das Loch ein und wird von einer Freundin herausgezogen. Da kann es endlich von Matti erzählen und am Abend kann die Familie am Esstisch wieder lachen. So verschwindet der Hass auf das Loch, denn es wird von den Erinnerungen an Matti ausgefüllt.
    Ein Buch über die riesige Trauer, um einen Bruder und der Versuch diese Trauer durch ein schwarzes Loch abzubilden, in das man fällt, mit der Hilfe einer Freundin wieder herauskommt und dann erfährt, dass unserer Erinnerungen uns immer mit der Person verbindet, die ein so großes Loch hinterlassen hat.
    Wenn wir einen derartiger Verlust betrauern, fehlt es oft an Worten, mit denen wir Kindern, das Unbegreifliche erklären können. Diese Bilderbuch mit den liebevolle Illustrationen kann da sicher eine Hilfe sein.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alle spielen mit!

    Alle spielen mit!

    Jessica Slice

    Caroline Cupp

    Kayla Harren

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Inklusion gibt es inzwischen in Kitas und Schulen, mit diesem Buch, dessen Cover schon so unterschiedliche Kinder abbildet, erleben wir, wie das Miteinander aussehen kann.
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    Wie ein Wimmelbild beginnt das Buch, es sind viele Menschen abgebildet und einige benutzen Hilfsmittel. Um eine Schaukel versammelt sich eine große Familie. Ein Mädchen hat keine Haare, wir sehen sie glücklich über den Rasen tanzen. Ein kleines Kind mit Helm krabbelt über die Wiese, ein Kind schaukelt und der Rolli steht daneben. An der See sitzt eine Frau mit einem Schlauch im Mund im Rollstuhl, ein fröhliches Mädchen sitzt auf ihrem Schoss. Eine Frau schminkt ein Kind im Rolli und wir können das stählende Gesicht im Spiegel sehen. Ein Kind spielt ein fantasievolles Spiel mit Naturmaterialeien und nutzt den Gehstock des Vaters als Baum.  Lachend sitzt die Frau im Bett und spielt mit dem Jungen auf der Bettdecke Schach. Mit dem großen Teleskop erforscht das Kind zusammen mit der Frau den Himmel. Das Mädchen kuschelt sich liebevoll an die alte Frau, die ihr ein Bilderbuch vorliest. Wer wird das Rennen gewinnen, das kleine Mädchen mit gesunden Beinen oder das im Rolli, deren Beine am Oberschenkel enden? Der Junge mit der Beinprothese wirft einen Korb und alle jubeln. 
    Im Buch gibt es noch viele solcher Beispiel, die mit kurzen Sätzen beschrieben werden und deren Illustrationen uns so eindringlich klar machen, dass ein Miteinander unser Welt bereichert. Im Anhang werden einige Krankheitsbilder der hier abgebildeten Personen erklärt. Das geht von Krebs über Depressionen bis zu Parkinson oder Spinale Muskelatrophie. Nur wenn wir verstehen, dass wir als Gemeinschaft zusammenstehen müssen, werden wir „inklusiv“ vielleicht nicht mehr extra erwähnen müssen. „Mit Liebe und Fantasie, so spielen wir zusammen!“ wie es mehrfach in diesem Buch geschrieben steht, wird dann unser Motto sein.

    Dagmar Mägdefrau

  • Eine Stimme wie deine

    Eine Stimme wie deine

    Frank Murphy

    April Groman

    Kayla Harren

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir eine Gruppe Kinder mit Plakaten. Sie erheben ihre Stimme, um ihre Meinung zu vertreten. Ein Kind benutzt dazu ein Megafon. 
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    Auf der ersten Doppelseite besuchen die Kinder ein Museum, hier geht es um berühmte Menschen, wie Gandhi und Martin Luther King, der Text fordert auf, die eigene Stimme zu nutzen. Es folgen Beispiele, wie wir unsere Stimmen nutzen können. Ein tanzendes Mädchen steht für Kunst, ein anderes wirft ihren Stimmzettel in eine Urne, ein anderes Kind hält ein Referat und ein Mann hilft einem Kind im Rollstuhl, sich mit Hilfe eines Tablets mitzuteilen. Was wir alles mit unseren Stimmen ausdrücken können, zeigen die Kinder der nächsten Seite. 7.000 Sprachen gibt es und eine davon ist die Gebärdensprache. Wie die Technik uns hilft, sich auszudrücken, wird uns gezeigt und dann stellen sich drei Kinder schützend vor einen Baum, in dem eine Eulenfamilie wohnt, um sie gegen Baumaschinen zu schützen. Jungen haben sich Hütten gebaut und das Schild „Nur für Jungen“ ist durchgestrichen und wird durch „Alle willkommen“ ersetzt. Es gibt so viele Arten, seine Stimme zu entfalten, sei es durch ein Bild, einen Brief oder ein Gedicht. „Deine Stimme ist deine Superkraft“ wird viele Kinder überzeugen, denn Superkräfte haben alle gerne. Ein Protestzug ist unterwegs und ich finde, es ist so eine bunte Mischung aus kleinen und großen Menschen, die sehr lebendig dargestellt werden. 
    Es gefällt mir immer wieder, diese wundervollen Bilderbücher anzuschauen, die sowohl in Worten als auch in beeindruckenden Illustrationen eine Botschaft vermitteln. Mit den Kindern werden sich die Kinder, die sich das Buch anschauen, identifizieren und sie sollen selbstbewusst erkennen, dass ihre Stimmen wichtig sind. Eine schöne Art, Demokratie zu lernen und zu leben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das einzig wahre Benimmbuch für Kindergartenmonster

    Das einzig wahre Benimmbuch für Kindergartenmonster

    Kerstin Löwe

    Larisa Lauber

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Cover zeigt uns ein chaotisches Bild. Das kleine Monster hat Flecken auf der Kleidung und Schüsseln auf dem Kopf, aus denen eine weiße Masse tropft. 
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    „Was guckst du denn so?“ mit diesen Worten begrüßt uns das Kindergartenmonster Alfred und bezeichnet sich dann auch gleich als Kindergartenprofi. 10 Regeln erklärt er uns. So besagt Regel Nummer 1, dass man auf dem Weg zur Kita alle an die Seite schupsen soll, um dann „EEEEEERSTAAAAAAA!“ so sein. Die zweite Regel besagt, dass muffligen kleinen Monster am Schwanz gezogen wird, damit sie gute Laune bekommen. Die Anziehsachen werden einfach rumgeschmissen, wenn man in die Kita kommt und aus Lieblingsbüchern, die andere lesen, wird einfach eine Ecke herausgerissen. Und 5. wird nie auf das Erziehermonster gehört und Regel 6 beschreibt das Verhalten bei Kämpfen.
    Unser Kindergartenmonster ist schon ein echt schlimmer Finger, deshalb werden die Kinder am Ende aufgefordert, dass Buch noch einmal aufzuklappen und Alfred zu zeigen, wie man sich richtig verhält.
    Der Text ist schon etwas länger und ich hoffe, dass sich die Kinder Alfred nicht zum Vorbild nehmen, denn auch wenn die Bilder niedlich und kunterbunt sind, so verhält sich dieses kleine Monster schon sehr schlecht. Aber ich glaube, schon fast die Entrüstung der Kinder zu hören und ich kann mir gut vorstellen, dass sie Alfred zeigen, wie es richtig geht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Mister O´Lui und die große Eiersuche

    Mister O´Lui und die große Eiersuche

    Silke Siefert

    Baumhaus

    Mister O´Lui

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Inzwischen gibt es einige Pappbilderbücher von Mister O´Lui, dies ist aber das erste, das ich bespreche. So lerne ich auf dem Cover den Bären mit dem ungewöhnlichen und auch etwas komplizierten Namen kennen, das kleine Streifenschwein heißt Rupert und ist wohl immer dabei. 
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    Auf der ersten Seite erfahre ich, dass Rupert der beste Freund von Mister O´Lui ist und meine erste Aufgabe ist es, Rupert zu erkennen. 
    Diesmal geht es um Ostern und Rupert malt Eier an, wir werden aufgefordert, ebenfalls mit unsrer Lieblingsfarbe die Eier mit Punkten zu versehen. „Toll“ werden wir auf der nächsten Seite gelobt, denn nun haben alle Eier bunte Punkte. Zum Trocknen pusten wir kräftig. Dann helfen wir Rupert die Eier in sein Wägelchen zu packen. Da die Eier aus dem Wagen fallen, halten wir unsere Hand darüber. Durch Kippen des Buches wird der Wagen schneller. Doch einige Eier sind herausgefallen und wir werden aufgefordert, bei der Suche zu helfen. Am Ende sitzen alle Tiere auf der Picknickdecke und winken uns zu.
    Ich mag diese Mitmachbücher, die die Kleinen auffordern, selbst in die Geschichte einzugreifen. Alle Aufgaben sind leicht zu bewältigen und es macht den Kindern Spaß, auf diese Art ein Buch zu lesen. Besonders ungeduldige Kinder sind so eher bereit, das Buch weiterzulesen. Die Texte sind schon etwas länger und die Bilder sind klar und gut strukturiert.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wie war’s heute?

    Wie war’s heute?

    Nikola Huppertz

    Susanne Straßer

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Eike liegt träumend auf dem Ast. Über ihm springt ein Eichhörnchen und am Stamm lehnt sein kleiner Kita-Rucksack.
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    Die Szene kennen wir alle, die wir Kinder oder Enkel von der Kita abholen, sie sitzen unter ihrem Haken und warten aufs Abgeholt werden. Hier stellt Papa die Frage, die wir fast alle täglich stellen: „Na, wie war´s?“ Eike antwortet nicht und zieht seinen Vater nach Hause, dort verschwindet er in seinem Zimmer und schaut aus dem Fenster. Ein fliegendes Ahornblatt lockt ihn in den Garten und hier fallen ihm Situationen aus der Kita ein. 
    Wir sehen seine Ankunft und die Kinder, die in den Kitatag starten, als einfache Strichzeichnungen. Eine schimpfende Amsel erinnert Eike an die Vorschulkinder, die die Kleinen von der Rutsche verjagt haben. Auf der nächsten Doppelseite legt Eike seinen Kopf an den Baumstamm und das Lied der Amsel weckt Erinnerungen an den Stuhlkreis. Ganz besonders mag ich die Seite, auf der Eike genüsslich die Augen schließt und um ihn herum zartbunte Blätter, Pilze und Blüten wirbeln und die geheimnisvollen Stimmen „Na, wie war´s?“ wispern. So sitzt er am Ende mit seinem Vater am Esstisch und obwohl wir keinen Text lesen müssen, wissen wir, dass Eike lebhaft vom Vormittag erzählt, denn seine Freund turnen an dem Baum, dessen Schatten wir an der Küchenwand sehen.
    Sicher geht es den Kindern, die wir abholen und sofort mit der Frage überfallen, oft so wie Eike. Sie müssen erst alles verarbeiten, vielleicht etwas Abstand gewinnen, Ruhe finden und dann sind sie bereit, uns alles zu erzählen. Die Bilder, die so wirklichkeitsnah gezeichnet sind und die nur aus Strichen bestehenden Fantasiegestalten ergänzen sich wunderbar mit dem Text.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wer ist hier ein Frechdachs?         

    Wer ist hier ein Frechdachs?         

    Sophie Schoenwald

    Nadine Reitz

    Baumhaus

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Diesmal lernen wir den kleinen Dachs kennen, der sich als ein richtiger Frechdachs entpuppt. Schon auf dem Cover streckt er uns augenzwinkernd seine Zunge heraus. Doch zunächst schläft er unter einem Baumstamm und wir müssen ihn durch Klopfen auf den Stamm aufwecken. 
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    So ganz wach ist er immer noch nicht, deshalb kippen wir das Buch und er bekommt eine kleine Dusche ab. Doch jetzt schimpft der Dachs richtig laut los und wir müssen uns die Ohren zuhalten. Wenn wir das Pappbilderbuch hochkant halten, sehen wir das Bienennest und durch Schütteln tropft etwas Honig in den Hals, der von Brüllen weh tut. Jetzt müssen wir aber zuerst die Bienen beruhigen und danach versuchen wir, die schlechte Laune des Dachses wegzupusten. Doch damit pusten wir ihm Blütenstaub aufs Fell, was dazu führt, dass der Dachs uns böse anguckt. - Hilft da ein Lächeln?
    Dieses Pappbilderbuch bietet vieel schöne Möglichkeiten, sich in die Geschichte einzubringen. Und dass der Dachs ein Frechdachs sein kann, wird die Kinder sicher amüsieren. Die Illustrationen sind liebevoll gezeichnet und zeigen genau die Gefühle des kleinen Dachses. Kleine Sätze und die Aufforderung etwas zu tun, machen das Buch zu einem schönen Vorlesespaß.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wenn ich nicht so schüchtern wär, denkt der Bär

    Wenn ich nicht so schüchtern wär, denkt der Bär

    Duncan Beedie

    DK

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ich finde, der Bär schaut etwas ängstlich mit großen Augen zu uns, aber wahrscheinlich starrt er uns vom Cover aus an. 
    Denn der Bär starrt gerne andere an, so am Morgen die Marienkäferfamilie, die auf dem Blatt frühstückt.
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    Da er auf die Frage, warum er so starrt, nicht antwortet, weil er so schüchtern ist, suchen sich die Marienkäfer einen anderen Platz. Danach steigt Bär auf einen Baum und starrt die Vögel an. Da er wieder nicht reagiert, jagt ihn die Vogelmama weg. Der Dachs, den Bär sogar in seiner Höhle anstarrt, beißt ihn sogar in die Nase. Auf einem Baumstamm sitzend überlegt Bär, dass er die anderen nicht ärgern will, sondern dass er nur neugierig und schüchtern ist. Da starrt ihn ein leuchtend grüner Frosch ebenfalls an und der erklärt ihm, dass angestarrt werden den meisten nicht gefällt. Da sieht Bär sein grünes Spiegelbild im Teich, ein Tier, dass ihn auch anstarrt. Dieser Anblick lässt ihn lächeln und natürlich grinst das „Tier“ zurück. So gibt ihm Frosch den Rat „Manchmal reicht es, einfach nur zu lächeln.“ Und als Bär diesen Rat befolgt, findet er Freunde im Wald.
    Die Illustrationen beschränken sich auf einfache Formen, trotzdem drücken sie sehr genau die Gefühle des Bären aus. Besonders beeindruckend ist die Doppelseite, die nur seine Augen zeigt, die starren. Der kurze Text erklärt gut das Dilemma von Bär und was ein Lächeln alles bewirken kann.

    Dagmar Mägdefrau
  • Weil ich mutig bin

    Weil ich mutig bin

    Lars Amend

    Anahita

    Julia Francke

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir schon, dass die kleine Ratte Kwiik Freude an Musik hat. Das Mikrofon in der Hand, steht er auf einen Koffer, aus dem Noten hervorquellen.
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    „Hast du den Mut, du zu sein?“ fragen uns die Autoren gemeinsam mit Kwiik, dazu gibt es noch einen kleinen Brief der Drei. Kwiik stellt sich vor und berichtet, dass er gerne malt und singt. In seiner Sprechblase sehen wir Noten, also singt er fröhlich vor sich hin. Auf dem großformatigen Bild sind viele andere Ratten zu sehen. Sie vertreiben Kwiik mit der Aussage, dass er sie nervt. Kwiik glaubt sich allein und fängt wieder an, zu singen. Diesmal lobt ein Vogel seinen Gesang, aber auch das vertreibt die kleine Ratte. Da fällt Kwiik eine Werbung für ein Festival auf und er macht sich gleich auf. Staunend steht er vor der Bühne und wünscht sich, dass er den Mut aufbringen würde, auch auf die Bühne zu gehen. Er findet es peinlich, aber dann meldet sich sein Herz, dass er an einer Kette um den Hals trägt. 
    Kurze knackige Aussagen und große überzeugende Illustrationen machen dieses Bilderbuch zu einem richtigen Mutmachbuch. Und wir freuen uns, dass Kwiik sich am Ende ein Herz fasst und mutig auf die Bühne geht. Nehmen wir uns die kleine Ratte zum Vorbild und trauen uns, auch unsere Leidenschaft zu leben.

    Dagmar Mägdefrau

  • wolkenschaum

    wolkenschaum

    Michael Hammerschmidt

    María José de Tallería

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Hoffnung-Buchtipp Mai 2025

    „was du mit deinem lachen kannst:
    eisen verbiegen
    steine schmelzen
    menschen erschrecken
    (die dort grantig um die ecke biegen)
    die sonne
    aufwecken…“

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    Das Gedicht mache ich einfach mal zu meinem Lieblingsgedicht. Was mein Lachen alles kann, gefällt mir einfach gut. Denn ich lache gerne und viel. Dieser Gedichtband, der schon die Kleinsten mit seinen Reimen anspricht, zaubert aber eher ein Lächeln auf eine Lippen. Auch die manchmal surrealen, manchmal kindlich anmutenden Illustrationen sind wunderschön anzuschauen und verdeutlichen den Text.
    Zunächst wird die Frage „was war bevor ich war?“ führt nicht zu Antworten, sondern zu vielen weiteren Fragen. Danach erleben wir den „schneeduft“ mit dem ganzen Körper und allen Sinnen. Ganz viele Kinder sind auf der Seite „hier bleibe ich stehen“ unterwegs. Es geht ins Schwimmbad und mit dem Rad durch die Straßen. Danach erfahren wir, dass man nicht auf einen Luftballon steigen sollte.
    Alle Gedichte bestehen aus ganz kurzen Sätzen und es gibt weder Großschreibung noch Satzzeichen (bis auf die Klammern). Beim Vorlesen freuen sich die Wort von der Zunge rollen zu dürfen, denn sie gehören einfach so zusammen, wie der Autor sie geschrieben hat.

    Dagmar Mägdefrau


  • Minas Freunde-finde-Plan – In jedem leuchtet eine Sonne

    Minas Freunde-finde-Plan – In jedem leuchtet eine Sonne

    Rebecca Mönch

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die fünfjährige Mina ist umgezogen und geht deshalb in eine neue Kita. Auf dem Cover schaut sie uns sehr fröhlich an, im Hintergrund sind die andere Kita-Kinder zu sehen. Zu Anfang des Buches stellt sich Mina vor und wir lernen auch ihren Kater Lu kennen.
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    Auf der nächsten Seite sitzt sie ganz schüchtern mit ihrem Schmusefrosch unter einem Baum und schaut den anderen Kindern zu. Aber Mina hat eine Idee, und beim Kaffee erzählt sie ihren Eltern davon. Sie wird jeden Tag ein anders Kind besuchen und dann weiß sie, wer ihr bester Freund oder ihre beste Freundin sein kann. So geht es zu Lorenz auf den Bauernhof, der ihr seine Schatzsammlung zeigt, zu Valentin, dem Weltraumexperten, zu Elif, die mit ihrer großen Familie zusammenwohnt, zu Noah, der ihr seine Patchworkfamilie vorstellt und mit Lotta malt sie tolle bunte Bilder. So geht es durch die Woche und wir lernen viele unterschiedliche Kinder kennen.
    Eine sehr realistisch gezeichnete und auch beschriebene Geschichte, natürlich ist so ein Umzug mit Kita-Wechsel immer schwierig und auch die Eltern tun sich da schwer. Da gefällt mir Minas Idee, alle Kinder mal zu besuchen, sehr gut. Die Vielfalt der Kinder ist sehr schön geschildert und Mina fällt es am Ende schwer, sich zu entscheiden, so sagt ihre Mama den Satz „In jedem leuchtet eine Sonne.“ Und diese Sonne sehen wir nicht nur auf Minas Shirt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mit Maus am Meer

    Mit Maus am Meer

    Alice Melvin

    Kunstmann

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Nach „Mit Maus am Fluss“ reist die Maus nun ans Meer und verbringt dort einige schöne Sommertage. Auf dem Cover baut sie Sandburgen, was bei einem Urlaub am Meer einfach sein muss. 
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    Auf der Karte können wir verfolgen, welche Stationen Maus bereist. Mit dem Wanderstock geht es Richtung Strand. Von Weitem schaut Maus aufs Meer, am Himmel sind einige Möwen unterwegs. Es folgt eine klassische Strandszene mit vielen Familien, die sich im Sand und im Meer tummeln. Wenn man die halbe Seite umschlägt, kommt die Flut und Maus steht allein am Strand. Dann geht es auf die belebte Promenade, hier gibt es eine Bude mit den Dingen, die immer am Strand angeboten werden, wir können eine Seite aufklappen und hineinschauen und den Eisverkäufer sehen. Im Puppentheater zeigt die Klappe den Puppenspieler unter der Bühne. Die See wird rauer und in der Teestube sitzen die Leute im Warmen. Maus legt sich in die Dünen, ich hoffe, dass das erlaubt ist. Die Landschaft lässt sich durch Klappen erweitern. Vor der Galerie malt der Fuchs auf seiner Staffelei, während Maus Muscheln sammelt. So folgen noch einige Tage mit wunderschönen Bildern, bis Maus auf die See schaut und die Sonne am Horizont verschwindet. 
    Es gibt nach der Geschichte noch ein paar Sachinfos zur Landschaft und zu den Tieren und welche Schätze man an der See finden kann.
    Kurze gereimte Texte erzählen von der Wanderung der Maus am Meer, es ist eine raue Landschaft und ein Meer mit vielen Wellen, wahrscheinlich ist es der Atlantik, der dort in wunderschön gezeichneten Bildern vorgestellt wird.

    Dagmar Mägdefrau



  • Ein ganz schön toller Mummelgeburtstag   

    Ein ganz schön toller Mummelgeburtstag   

    Nora Imlau

    Pe Grigo

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover ist das grün gescheckte Mummel zu sehen, das hat Geburtstag, der Piraten-Kuchen im Blaubeermeer steht auf dem Tisch und das Geschenk ist bereit ausgepackt zu werden.  Die restlichen Mummel stehen im Hintergrund und freuen sich auf die Feier. 
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    Nachdem wir die Mummel schon in dem Bilderbuch „Ein total genialer Mummeltag“ kennen gelernt haben, geht es jetzt endlich mit diesen niedlichen Puschelwesen weiter. Es beginnt mit dem Tag vor dem Geburtstag und alle sind beschäftigt mit der Feier. Das kuschelweiche Mummel, das irgendwie ein Elterntier ist, backt einen Kuchen. Eigentlich sollte es ein Rennauto-Kuchen werden, doch das Geburtstagsmummel entscheidet dann, es muss ein Piratenschiff werden. Das grün gescheckte Mummel ist der festen Überzeugung, dass man „am Geburtstag alle bekommt, was man will!“ Schon mitten in der Nacht meldet es sich uns will aufstehen, doch das kuschelweiche Mummel schafft es, dass es noch einmal, allerdings im Bett des kuschelweichen Mummel, einschläft. Das Minimummel wünscht sich, wie „Papu“, das sind Pfannkuchen, das einzige Wort, das es je spricht. Trotz Geburtstagskuchen wird der Wunsch erfüllt. Der Piratenkuchen sieht echt toll aus, aber die Gummibärchen-Piraten müssen gerecht verteilt werden. Dann ruft das silbergraue Mummel an und genauso laufen die Anrufe bei unseren Enkeln auch oft ab.
    Natürlich muss das grün gescheckte Mummel im Laufe der Geschichte lernen, dass auch Geburtstagskindern nicht alle Wünsche erfüllt werden. Das kuschelweiche Mummel hat wieder total starke Nerven und gibt gelassen Erklärungen ab. Am Ende wird wieder abgefragt, was an dem Tag gut und weniger gut war. Wie ich finde, ein schöner Tages und Buchabschluss.
    Die letzten beiden Seiten wenden wieder an die Erwachsenen, ihnen wird erklärt, dass es trotz aller Liebe und Führsorge auch Grenzen gibt es manchmal ein „Nein“ geben muss. Das Buch zeigt wieder sehr alltagstauglich, wie es immer wieder Konflikt gibt, die man als Eltern lösen muss. Meine Enkel hatten viel Spaß am Vorlesen und die niedlichen Bilder gefallen allen besonders gut.

    Dagmar Mägdefrau

  • Sooo schön ist der Frühling

    Sooo schön ist der Frühling

    Pe Grigo

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Wir haben den niedlichen Igel schon im Herbst begleitet, jetzt hat er seinen Winterschlaf hinter sich und begrüßt, nachdem wir ihn angestupst haben, den Frühling. Auf der nächsten Seite sollen wir ihm vormachen, wie man sich reckt und streckt. Dann hüpft der Igel los und wir machen es ihm nach. 
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    Der Igel beobachtet die Vögel, die ihr Nest bauen und wir piepen, wie ein Vogel. Auch die Maus macht Frühjahrsputz und wir fegen die Blätter mit der Hand weg. Auf der nächsten Seite suchen wir Eier für den Kuchen, wenn wir in die Hände klatschen, ist er schon fertig. Nachdem wir die Regenwolke weggepustet haben, winken wir Maus und Igel beim Picknick zu.
    Der Igel taucht auf jedem Bild auf, er geht aufrecht auf zwei Beinen, die Maus trägt sogar eine rote Hose. So finden wir uns gut in den bunten Bilder wieder und erleben mit den Tieren den Frühling. Dass wir auf jeder Doppelseite aufgefordert werden mitzumachen gefällt mir und den kleinen Zuhörenden sehr gut.

    Dagmar Mägdefrau