• Ein eiskalter Fisch

    Ein eiskalter Fisch

    Frauke Angel

    Elisabeth Kihßl

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    2021 erhielt dieser Titel den Bilderbuchpreis HUCKEPACK

    Auf dem Cover sehen wir den kleinen Jungen auf der Schulter seines Vaters sitzen. Obwohl man die beiden von Hinten sieht, macht das Bild einen vertrauten Eindruck.
    Auch das erste Bild im Buch zeigt den Jungen zwischen seinen Eltern sitzend und alle schauen in ein Buch. Doch im Text ist zu lesen, dass der Vater es nicht so mit der „Gefühlsduselei“ hat. Deshalb ist der Junge, der uns die Geschichte erzählt, erstaunt, dass sein Vater beim Tod des Fisches Onno weint. Traurig sieht man Vater und Sohn im Kinderzimmer sitzen und der Vater wischt sich seine Tränen weg.
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    Dann nimmt der Vater den Jungen in den Arm und das ist wirklich eine Überraschung, denn im Gegensatz zum Sohn, ist der Vater kein „Kuscheltyp“.  So liegen die beiden dann in einer festen Umarmung auf der Couch. Dann muss der Junge die Beerdigung seines Fisches Onno vorbereiten und es hat viel schöne Ideen. Er schreibt auch einen Zettel, den die Mutter auf den Tisch gelegt hat, ab. In ungelenken Buchstaben können wir den Text lesen. Als Onno am Ende im Klo beerdigt wird, stehen die Eltern Hand in Hand dabei. Danach betätigen alle drei gemeinsam die Spülung. Eine (be-)rührende Szene.
    Der Titel ist wunderschön doppeldeutig, außer Ono wird auch der Vater so bezeichnet. Das Kind freut sich so sehr über die körperliche Nähe und die Liebe des Vaters, dass er den Todestag seines Haustiers als „den schönsten Tag in meinem ganzen, langen Leben.“ bezeichnet. Ein wenig denke ich, das ist nicht nur ein Buch für Kinder, sondern für die eiskalten Erwachsenen, die hier sehen, wie viel Zuneigung und Umarmen für uns alle bedeutet. 
    
    Der Text ist kurz und gut verständlich, die Bilder ergänzen hervorragend die Geschichte. Aber das Besondere sind die Gefühle, die das Buch in uns wachruft. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Amelie & die Entdecker

    Amelie & die Entdecker

    Barbara van den Speulhof

    Marjam Zels

    Mixtvision

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Amelie ist eine dünne junge Frau mit riesigen runden Brillengläsern. Auf dem Cover sehen wir sie in ihrem Flugzeug und im Gepäck sehen wir die Tiere, die sie entdecken werden, im Hintergrund die kleine Insel. Hier spielt sich die Geschichte ab. 
    Der Einband ist ein Fotoalbum mit Bildern der bisherigen Entdeckungen Amelies einschließlich der blauen Abenteuerbücher.
    Dann ist sie auch schon im Anflug auf die Insel. Als „Allesgenauwissenwollerin“ trifft die neugierige Amelie auf einen Elefanten, einen Tiger und einen Affen.
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    Diese Tiere haben sowas wie Amelie noch nie gesehen und so staunen sie über ihr Aussehen. Sie hat kein Fell, keinen Rüssel und keine Pfoten. Sie beschießen, dass sie „ein komischer Vogel“ sein muss und beschließen, dass sie ein richtiges Vogelnest braucht und kein schiefes Zelt. Während Amelie ihrer Forscherinnenarbeit nachgeht, erkunden die Tiere ihre Werkzeuge wie die „Augenfenster“. Dann machen sie Vorschläge, was noch zu erforschen sei. 
    Amelie ist zwar sehr glücklich, bekommt aber doch „Heimfernweh“ und es heiß Abschied nehmen. Sie versprechen sich wiederzusehen und auf den Bildern des hinteren Einbandes sehen wir alle zusammen vor einem Iglu mit einem Eisbären. 
    
    Die Idee, dass das zu Erforschende nicht nur zu entdecken ist, sondern, dass auch für die Tiere die Forscherin ein zu erforschendes Objekt ist, finde ich sehr gut. So wird in diesem Buch, das uns bekannte mit anderen Augen erforscht. Wer das nicht versteht, weil zu viel (er)forschen in meinen Sätzen vorkommt, muss einfach das Buch selbst lesen, aber das empfehle ich aber auch denen, die meinen Satz verstanden haben.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Unglaublich wie du!

    Unglaublich wie du!

    Rhys Brisenden

    Nathan Reed

    Dragonfly

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Farbenprächtig kommt schon das Cover daher. Lustige Zeichnungen, bunt und fröhlich. Das Buch beginnt mit der Überlegung, dass der direkt angesprochene Leser sich, wie der Autor wünschte ein Tier zu sein. So steht das Kind auf dem Rücken eines riesigen, fliegenden Vogels. Ein Hund, wäre die nächste Option, eine Katze, die sich den Rücken kraulen lässt, oder lieber ein Fisch, der Algen mag?
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    Nach der Aufzählung anderer Tiere kommt der Autor zu dem Schluss „…bestimmt wärst du am liebsten wie ein Nashorn so stark!“ Aber auch, wenn der Leser sich vielleicht wünscht, viel andere zu sein, so ist er doch unglaublich. Deshalb wird ihm vor Augen geführt, was er alles kann. Besonders gefällt mir da der Satz. „Du kannst Bücher lesen und Welten entdecken. Du kannst Hören und Sehen, Riechen und Schmecken.“ So kommt das Resümee „Du bist super und fantastisch! Es gibt niemanden wie dich. Du bist absolut unglaublich. Vergiss das nicht!“ Und so endet das Buch mit einer Doppelseite, die ähnlich, wie das Cover fröhliche und bunte Gestalten unter einem vierfarbigen Regenbogen abbildet. 
    
    Das Buch zeigt dem angesprochenen Kind in bunten Farben, mit kurzen Reimen und mit vielen Verstärkern seine Unglaublichkeit.
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Das geheime Leben der Viren

    Das geheime Leben der Viren

    Colectivo Ellas Educan

    Mariona Tolosa Sisteré

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Zurzeit ist ein Virus in aller Munde und da stellt sich natürlich auch für Kinder die Frage, was ist ein Virus überhaupt? Auf der ersten Seite, die hauptsächlich ein Badezimmer zeigt, stellt sich ein Virus vor und zeigt, wo er alles sitzen kann. Der Aufbau eines Virus zeigt, dass er eine einfache Struktur hat. Seine Vermehrung z.B. im menschlichen Körper wird durch Bilder gut dargestellt. Der „Virenkatalog“ zeigt, dass sie für viele Krankheiten verantwortlich sind. Anhand eines Rotavirus wird geschildert, wie der Körper ihn auch abtöten kann.
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    Viren können sich auf verschiedenste Arten übertragen. Natürlich durch das Niesen, aber auch Tiere, wie Zecken, verbreiten sie. Der Begriff Pandemie taucht im Bezug auf Corona häufig auf, auch er und wie wir damit umgehen müssen, wird erklärt. „Alle Viren dieser Welt wiegen so viel wie 75 Millionen Blauwale“ eine erschreckende Aussage. Viren gibt es wohl schon länger als uns Menschen und schon 300 v Chr. Sollen sie für Pocken im alten Ägypten verantwortlich gewesen sein. Es folgt ein Test, deren Antworten wir am Ende des Buches finden. Dazwischen sind Tipps für „Eine gesunde Welt“ zu finden. 
    
    Ein gut bebildertes und schon für Kita-Kinder verständliches Sachbuch, das viele wichtige Fragen beantwortet. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ohne mich!

    Ohne mich!

    Moni Port

    Philip Waechter

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Obwohl die Protagonisten des Buches mehr wie Katzen aussehen, beginnt das Buch mit den Worten „Es war einmal ein kleines Mädchen namens Helene“. 
    Die Familie wohnt idyllisch in einem einsamen kleinen Haus am Fluss. „Helene besaß Talent“ da sehen wir sie Trompete spielen und die Mutter applaudiert, währen der kleine Bruder sich die Ohren zu hält. Der Vater liegt im Fenster und schaut grimmig, ihn „stört die Idylle.“
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    Er kann auch nicht normal reden, immer schreit er laut, was man an den großen fettgedruckten Buchstaben sehen kann. Da Helene sich nicht wohl fühlt, erklärt ihr ihre Mutter, dass die ganze Familie des Vaters Krakeeler sind, auch sie könne einer werden. So fasst Helene den Entschluss zu gehen. Sie findet ein neues Zuhause, denn die Dame in dem Schloss hatte Verständnis für ihre Situation. „Der Vater wurde traurig und leise“ und will sich ändern. Die Eltern suchen nach ihrer Tochter und finden sie auf Plakaten für ein Konzert. Sie machen sich auf und erleben ihre Tochter in einem vollen Konzertsaal, diesmal freut sie sich, als der Papa laut „Bravo!“ ruft.
    
    Mir gefällt es gut, dass Helene den Mut aufbringt und aus einer Situation ausbricht, in der sie sich nicht wohl fühlt. Als Mutter bricht mir das Herz, wenn ich daran denke, dass meine Tochter einfach verschwindet. Das Buch kommt mit kurzen Sätzen aus und es wird nicht als zu viel erklärt, vieles muss man zusammenreimen, trotzdem kommt die Aussage klar rüber. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Kuscheltier-Kommando – Eine Geschichte über wahre Stärke

    Das Kuscheltier-Kommando – Eine Geschichte über wahre Stärke

    Samuel und Sarah Koch

    Bilder Nadine Y. Resch

    EDEL Kids Books

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sind die beiden Hauptfiguren zu sehen. Pollo, der Bär und Fred, der kleine Junge. Was die beiden schon zusammen erlebt haben zeigen die Braun-weiß-Fotos im Einband. Das erste Bild hat eine ungewöhnlich Perspektive, wir schauen vom Hochbett auf die beiden, die sich bemühen ohne Leiter heraufzusteigen. Im Hintergrund ein Zimmer, das mit dem eigenen viel gemein hat.
    Doch dann passiert das Unglück, Pollo verliert seinen Arm und die Wolle quillt aus seinem Körper.
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    Beide leiden in der Nacht, die sie nicht zusammen verbringen. Besonders Pollo weint dicke Tränen, die schnell zu einem See werden. Doch dann rettet ihn das Kuscheltierkommando. Andere Spielzeuge, die auch einige Macken haben. Sie haben für den kleinen Bären einen Spezialarm. Und so können Fred und Pollo am nächsten Morgen wieder zusammenspielen. Und Kuscheln ist ohne Arm noch schöner.
    Im hinteren Einband sehen wir, was die beiden noch alles erleben werden und so ein Spezialarm hat durchaus Vorteile.
    
    Ein schönes Buch, dass zeigen soll, dass man für eine richtige Freundschaft nicht perfekt sein muss. Schöne Bilder und flotte Texte, wenn der Mittelteil nur nicht so traurig wäre. Denn dass Fred seinen Freund zunächst ablehnt und nicht tröstet, finde ich sehr schade.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Entenblau

    Entenblau

    Lilia

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem passend in Blau-weiß gehaltenen Cover sieht man das kleine Krokodil ganz entspannt auf dem Bauch der Ente schlafen. 
    „Erinnerst du dich an den Ort?“ so beginnt das Buch und das große Krokodil trägt die Ente in seinen Armen. So erfahren wir die Geschichte dieser beiden ungleichen Tiere. Das kleine Krokodil weint und die Ente kümmert sich um ihn. Zunächst beruhigt sie es nur und wartet auf seine Mutter. Doch als der Kleine „Mama!“ zu ihr sagt, zieht sie es liebevoll auf.
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    Sie bringt ihm alles bei, was ein Krokodil wissen muss und so wird das kleine Tier zu einem ausgewachsenen Reptil. Die Bilder, die das darstellen sind sehr schön gezeichnet. Doch dann verblassen die Erinnerungen der blauen Ente. Sie kann sich nicht mehr an das Krokodil erinnern. Aber sie ist für ihn „das Wichtigste auf der ganzen Welt.“ So kümmert er sich liebevoll um die und führt sie immer wieder an den Ort ihres Glücks zurück, an den blauen See. Obwohl der letzte Satz des Buches „Wer bist du lautet.“ weiß das Krokodil, dass die Ente ihn liebt und er die Ente liebt.
    
    Die einfachen Zeichnungen beschränken sich auf die Farbe Blau, die Text sind kurzgehalten und doch hat das Buch viel Aussagekraft und Gefühl. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Sulwe

    Sulwe

    Lupita Nyong`o

    Illustriert von Vashti Harrison

    Übersetzt von Prof. Dr. Maisha M Auma

    Mentor

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover ist wunderschön gestaltet. Aus dem dunkelblauen Sternenhimmel schauen uns die dunklen, eindrucksvollen Augen der kleinen Sulwe an. Eine Hand streckt sie wie Hilfe suchend nach uns aus. Sie trägt ein goldenes Kettchen mit einem Sternenanhänger und kleine Ohrringe, beides kann man beim Darüberstreichen fühlen. Der Titel ist aus einem glitzernden Lack. Ein Buch, dass ins Auge fällt.
    Sulwe ist mitternachtsfarben und da alle in ihrer Familie und in ihrer Schule eine hellere Hautfarbe haben, fühlt sie sich nicht wohl und wünscht sich nicht sehnlicher, als hellere Haut zu haben.
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    Nachdem helle Sachen essen, nur Bauchweh gemacht hat und die sie die Farbe auch nicht wegradieren konnte, bitte Sulwe Gott um Hilfe. 
    Erst als sie sich ihrer Mama anvertraut, versichert die ihr, dass sie schön und liebenswert sei und erinnert sie daran, dass ihr Name „Stern“ bedeutet. 
    So erzählt ihr eine Sternschnuppe von den Schwestern, die Tag und Nacht waren. Auch hier fanden die Menschen die Nacht hässlich und schlecht. Doch als diese verschwand, merkten sie, dass sie ohne sie nicht leben konnten. So wurden die beiden Schwestern wieder unzertrennlich. „Gemeinsam machen sie die Welt aus, wie wir sie kennen. Sie verleihen ihr Schönheit und Kraft, im Licht und im Dunkel.“ Nach diesem Erlebnis fühlt auch Sulwe sich „wunderschön, von innen und auch von außen!“
    Neben dem schönen Text lebt das Buch von den wunderschönen Bildern. Von der niedlichen kleinen Sulwe, die man sofort ins Herz schließt, aber auch von dem Zusammenspiel der Tag- und Nachtschwestern.
    
    Unser Aussehen ist immer wieder ein Grund zur Unglücklich sein. Wie schön, dass Sulwe mit der Geschichte über Tag und Nacht erkannte, dass alle gleich wichtig und wertvoll sind. Ich wünsche allen Kindern und auch Erwachsenen, dass sie sich lieben und sich geliebt fühlen. Dieses Buch ist zeigt, ein kleines mitternachtfarbenes Mädchen, dem es gelungen ist.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Young Detectives – Der Fluch des schwarzen Goldes

    Young Detectives – Der Fluch des schwarzen Goldes

    Andreas Schlüter

    EDEL Kids Books

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Paul, Daniel, Seo-Yun und Isabel sind hochbegabt und besuchen gemeinsam ein kleines Internat. Sie mögen keine Ferien, weil sie gerne lernen und ihr Zeugnis ausschließlich Einsen aufweist. 
    Jeden Freitag treffen sie sich und schauen sich Krimis an oder erzählen ich spannende Geschichten. Doch dann geraten sie selbst in eine ungewöhnliche Geschichte. Zunächst beobachtet Isabel den Absturz einer Drohne, die allerdings sehr schnell verschwindet.
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    Genau wie der Hausmeister, auch er ist nicht mehr aufzufinden. Da der Direktor der Schule einige Tage nicht im Haus ist, fragt Isabel seinen Stellvertreter nach dem Verbleib der Drohne. Kann es sein, dass er sie belügt? 
    Die vier Freunde wollen wissen, was dahintersteckt, zumal ein Unbekannter nachts im Haus herumschleicht. Allerdings sollte nach neun kein Schüler mehr ohne Genehmigung im Haus unterwegs sein und keiner möchte aus dem Internat geworfen werden. Eine schwere Entscheidung für die Freunde. Aber als es in der Schule zu Diebstählen und Vandalismus kommt, sind sie bereit die Schule zu retten. 
    
    Eine spannende Geschichte in dem vier ungewöhnliche Nerds auch mal ihre Studien hintenanstellen um gemeinsam als Detektive einem Geheimnis auf die Spur zu kommen und damit ihre besondere Schule zu retten. Alles ist logisch nachvollziehbar, lediglich für die verwinkelte Schule hätte ich mir einen Plan gewünscht. Den Anhang mit zusätzlichen Informationen fand ich sehr interessant.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Duell der Großmütter

    Das Duell der Großmütter

    Hannes Wirlinger

    Volker Fredrich

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die beiden Großmütter, Huberts Oma Cäcilia und Ottos Großmutter Elfriede. Die beiden treffen bei einem Besuch im Strandbad nach vielen Jahren wieder aufeinander. Ihre Enkel wollen an der Luftmatratzen-Regatta teilnehmen und natürlich möchten beide die tolle Wasserspritzpistole gewinnen.
    Leider hat es Huberts Kater Aurelius geschafft mit ins Schwimmbad zu gelangen und er beendet das Rennen auf seine Art.

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    Aber es gibt noch einen Wettbewerb, das Turmspringen, an dem die Großmütter teilnehmen. Beide legen erstaunliche Sprünge hin, fast wie in ihrer Jugend.
    Das Bilderbuch bringt die Mimik und die Bewegungen sehr gut durch die Bilder herüber. Der witzige Text ist aber ziemlich lang für Dreijährige.
    Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und Fairness und natürlich über zwei besondere Großmütter.

    Das Lesen hat mir einen Riesenspaß gemacht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Floriane Blütenblatt und die Zeit im magischen Garten

    Floriane Blütenblatt und die Zeit im magischen Garten

    Ingrid Annel

    Silke Leffler

    Grätz

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Floriane lebt ihn einem wunderbaren Garten am Rand von Bachstädt, sie ist eine kleine Gartenelfe, denn sie wurde schon mit einem grünen Daumen geboren.
    Ihre Patinnen schenken ihr viele Sämereien und Floriane legt einen wunderschönen Garten an. Aus einem Samen sprießen besondere Blüten, die sehen aus wie kleine dunkle Buchstaben und bleiben, trotz aller Versuche der Verarbeitung, hart.
    Die Postbotin Madame Schnirkel bringt Floriane darauf Brief zu schreiben. So schreibt sie an Unbekannte, deren Namen sie erfindet.

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    Als Jonathan Käfer ihr antwortet und sie zu sich auf den Glockenturm einlädt beginnt für Floriane ein besonderes Abenteuer. Denn Jonathan beschenkt sie mit einem leeren Kästchen, deren magischer Inhalt zwar nicht sichtbar, aber wunderbar nutzbar ist. 

    Die Geschichte ist sehr poetisch geschrieben und die Bilder sind liebevoll gezeichnet und ebenfalls voller Poesie. Es gibt unzählige Kleinigkeiten zu entdecken und zu bestaunen, wie z.B. die Bildchen neben der Seitenzahl. Ein Märchen, in das man eintauchen kann und das eine zarte Elfenwelt beschreibt. Sicher auch ein schönes Geschenk für Freunde, denen man etwas von der Magie weitergeben möchte. Aufgrund der Länge des Textes würde ich die Leseempfehlung etwas höher ansetzten. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Liebe

    Liebe

    Corrinne Averiss

    Kirsti Beautyman

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Liebe“ in geschwungenen Buchstaben steht in Gold auf dem Cover. Darunter sehen wir Emma und ihre Mama mit den kleinen Häuschen, die Papa macht. Die beiden schauen sich liebevoll an, um sie herum windet sich eine goldene Schnur, die in einer Schleife endet, die beide in der Hand halten.
    Zunächst lernen wir Emmas Familie einschließlich Hund Krümel kennen. Alle lieben sich und auch bei den Großeltern gibt es Liebe. „Emma hat immer etwas Liebe bei sich.“ Doch als sie zum ersten Mal zur Schule geht, kann Mama nicht mitkommen.

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    Als sie sich verabschieden, weist Mama auf die Schur der Liebe hin, die sie beide verbindet.  Als Emma die Verbindung nicht mehr so stark spürt, taucht ihre Lehrerin auf und tröstet sie. Auch die anderen Kinder haben diese Schnüre und zwischen ihnen und Emma entwickeln sich Neue. Als alle Kinder abgeholt werden, kommt Emma Mama nicht pünktlich und auch die Lehrerin kann Emma nicht mehr trösten. Emma verzweifelt und befürchtet, „ES IST NIEMAND AM ANDEREN ENDE!“ Doch dann taucht Mama auf und nimmt Emma fest in den Arm. Sie ist nicht böse, weil Emma die Schnur gelöst hat, knotet alles wieder zusammen, bis sie ein riesiges Knäul umgibt und sie nach Hause rollen. 

    Manchmal kommt es so unglücklich aus, dass wir an der Liebe der anderen zweifeln, dann ist es schön, wenn der andere nicht enttäuscht zurückweicht, sondern auf den Zweifler zugeht und seine Liebe weiter anbietet. Die Schnur als Verbindung Liebender ist eine einfache und gut zu verstehende Metapher, die hier sehr schön ins Bild gezeichnet wurde.

    Dagmar Mägdefrau

  • Und dann kam Juli

    Und dann kam Juli

    Petra Eimer

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Der Gedanke, dass einem ein Pferd zulaufen könnte, ist mir noch nicht gekommen. Kann aber daran liegen, dass ich erste Etage wohne. Im Juli tauchte also ein Pferd bei Pauls Familie auf und man nannte es „Juli“. Paul findet es hässlich und dick, aber seine Eltern sind begeistert. Ihnen macht es auch nichts, dass Juli den Garten verwüstet und die Bio-Möhren frisst.

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    Juli übernimmt auch die Banden-Hütte von Paul und seinem Freund Max. Darüber ist Paul total sauer und dann noch die Mädchen, die Juli einfach nur süß finden, allen voran Anna, die nebenan wohnt. Paul ist genervt und möchte die neue Mitbewohnerin schnellstens loswerden. 
    Petra Eimer ist nicht nur eine Pferdekennerin, sie hat auch einen Sohn, der Pferde nicht so möchte, aber sie kann auch wunderschön zeichnen. So gibt es in diesem Buch viele Bilder von Juli, den Freunden und der Familie. Besonders die Bilder, die Juli in besonderen Situationen zeigen, in der Hängematte, sich am Boden wälzend oder auf den Hinterhufen laut protestierend gegen den Wasserangriff, finde ich hervorragend. Dadurch werden die rund 170 Seiten nie langweilig. Durch gezeichnete und farbig gedruckte Worte wird der Text zusätzlich aufgelockert und ist gut zu lesen.

    Ein lustiges Buch, mit Informationen über Pferde und Jungen, die sie noch nicht mögen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tief im Ozean

    Tief im Ozean

    John Hare

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wie bei dem Vorgänger Buch „Ausflug zum Mond“, das mit einigen Preisen bedacht wurde, kommt dieses Buch ohne Worte aus.Auf dem Cover sehen wir die weißgekleideten Kinder in ein gelbes Unterseeboot steigen. Von einer sehr futuristischen Basis geht es hinab in die Tiefe. Korallen, Quallen und andere Meeresbewohner sind zu sehen. Ähnlich wie bei einem Comic wird die Handlung durch fortlaufende Bilder beschreiben.

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    In Taucheranzügen steigt die Gruppe aus und fotografiert. Blaue Leuchtkalmare schwimmen über sie hinweg. An einem Wrack findet ein Kind eine Schatztruhe, aus ihr krabbeln Riesenasseln. Durch einen Sturz landet das Kind in einer antiken Stadt. Dort taucht ein oranger Pliosaurier auf mit dem das Kind sich die Zeit vertreibt. Wieder zurück im U-Boot schauen sich die Kinder die Bilder an und aufgrund der Beschriftung können wir auch die gesehenen Tiere zuordnen.

    Die Bilder sprechen mich sehr an und ich glaube, die Geschichte, die sie erzählen, werden die Kinder gut verstehen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Sachen suchen – Im Sommer

    Sachen suchen – Im Sommer

    Barbara Jelekovich

    Susanne Gernhäuser

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Zehn Doppelseiten bietet das Pappbilderbuch. Ein großes Bild, eine kurze Geschichte/Erklärung dazu und einige abgebildete Gegenstände, die man im Bild finden kann. Es beginnt mit einem vegetarischen Grillabend. Dann folgt ein Bild, wo die ganze Familie Obstspieß für die Kita machen. Der Kitaraum mit vielen spielenden Kinder bei Regenwetter ist das nächste Thema. Es folgt ein fröhliches Gartenfest mit viel Wasser im Außengelände der Kita.

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    Dann geht’s auf den Markt, hier gibt es auch einen Eiswagen. Im Stadtpark ist auch viel los. Bei den Großeltern wird gebastelt und die Fahrradtour führt zu einem Bauernhof. Im Kinderzimmer wird für das Freibad, dass zwei Seiten weiter zu sehen ist, gepackt. Dazwischen wird eine Imkerin besucht, dort gibt es aber auch Ziegen.

    Es gibt viel zu sehen und zu finden. Vieles kennen die Kinder schon, einiges werden sie noch erleben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hühner, Hühner, Hühner

    Hühner, Hühner, Hühner

    Michaela Ziegler

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Michsela Ziegler kennt sich seit ihrer Kindheit mit Hühnern aus und ist zudem eine sehr gute Illustratorin. Die Hühnerbilder in diesem Buch sind naturgetreu und wunderschön.
    Zunächst sehen wir Hühner bei ihren täglichen Verrichtungen zudem Sonnenbaden, aber auch die Paarung gehören. Dann erfahren wir von den festen Regeln im Hühnerstall und der Hackordnung, aus der sich die Stellung in der Gruppe ergeben.

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    Sehr interessant ist auch das Kapitel „Weshalb Hühner vieles sehen und ruckartig gehen“. Anhand des schwedischen Blumenhahn wird der Körperbau erklärt und dann sehen wir wie aus dem Korn ein Ei wird. Die Aufzucht der Küken dauert bis zu 8 Wochen, dann müssen sie allein klarkommen. Die nahe Verwandtschaft zum Dinosaurier fasziniert auf jeden Fall. Bunte Hühner legen bunte Eier, je nach Körpergröße der Tiere auch in unterschiedlichen Größen Eier legen und welche zum Verzehr gezüchtet werden zeigen ganz klar die unterschiedlichen Körper der Tiere. Wer selbst Hühner im Garten halten möchte bekommt gute Anregungen dazu.

    Dieses bildreiche Sachbuch enthält eine Menge Wissen über Hühner, das einfach und in kurzen Texten vermittelt wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Wette

    Die Wette

    Antje Damm

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Anje Damm hat dieses Buch mit ihrer bewerten Technik erstellt. Sie baut dazu eine Art Kulisse und lässt die ausgeschnittenen Figuren darin spielen. Lilo besucht Hein in seiner Gärtnerei und die beiden wetten, wer wohl einen Ableger in vier Wochen schneller groß bekommen kann. „Abgemacht“ geben sich die beiden die Hand drauf. 
    Lili bringt das Pflänzchen liebevoll in ihrem Puppenwagen nach Hause und „beschließt zu gewinnen.“

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    Sie versorgt die Pflanze, wie eine Freundin. Erzählt ihr sogar eine Gutenachtgeschichte. Im Park sieht sie Pflanze, wie groß sie mal wird und zu Hause spielt Lilo ihr auf der Flöte vor. Auch in das Spiel mit der Freundin wird die Pflanze eingebunden.
    Währenddessen gießt Hein seine Pflanze, schimpft mit ihr und zieht ihr am Ende noch ein Blatt ab. Das Bild, als die beiden sich wieder treffen zeigt, wie viel größer Lilos Pflanze ist und natürlich hat sie die Wette gewonnen.

    Vielleicht sollten wir uns ein Beispiel an Lilo nehmen und unserer kleinen Pflänzchen, für die wir sorgen, auch so liebevoll großziehen. Sicher auch ein Tipp für werdende Eltern und natürlich für kleine und große Gärtner*innen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Wal, der immer mehr wollte

    Der Wal, der immer mehr wollte

    Rachel Bright

    Jim Field

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir den Wal mit einem Gürtel aus unterschiedlichen Gegenständen. Wendelin ist ständig auf der Suche und weiß nicht nach was. Beeindruckend das Bild, wie seinriesiges Auge in ein Wrack schaut. Das glitzernde Meer mit dem Vollmond, wunderschön. Doch der Wal ist nie zufrieden. „Ziel- und rastlos“ irrt er durch den Ozean. Dann erreicht er ein Riff mit bunten Fischen „eine Traumwelt im Meer“. Aber dort gibt es viel Streit und Zankereien.

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    Nur die kleine mutige Krabbe Krissy hindert den Wal, in diese Welt einzudringen. Für sie formuliert er unter Tränen seinen Wunsch „glücklich und … hmm… erfüllt zu sein.“ Da hat die Krabbe einen Rat, er soll der Welt etwas geben. Da fällt ihm der Gesang seiner Kindheit ein und beendet damit den Streit der Tiere. „Besitz macht nicht glücklich, bringt uns nicht ans Ziel…“ 

    Die ersten Bücher dieser Autoren gefielen mir besser. Trotz der wunderschön gestaltetet Bilder überzeugt mich die Geschichte nicht. Die Moral ist mir zu platt. Auch die Reime sind manchmal etwas holperig. 

    Dagmar Mägdefrau