• Majas kleiner Garten

    Majas kleiner Garten

    Lena Anderson

    Karlhans Frank

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der Originaltitel ist schon 1987 in Stockholm erschienen und für mich waren die Zeichnungen auf Anhieb vertraut. Maja ist ein kleines Mädchen mit Brille und hellblondem Haar, dass meist eine Art weißen Body trägt.
    Da der Frühling kommt, sucht sie ihre Gärtnersachen zusammen. Immer dabei ihr weißes Kaninchen. Aus dem ersten Samenkorn wird ein dicke, runde Rote Bete. Danach geht es um die Vermehrung und die Geschichte der Kartoffel. Der Rhabarber stellt sich zusätzlich mit einem Kuchenrezept vor.

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    Die reifen Radieschen werden mit einem Fest gefeiert, alle Freunde kommen in den Garten. Nach Salat, Mohrrübe und Fenchel, die als Paar auftreten, folgt die Zuckererbse. Die Bilder zeigen, wie sie aus dem Samen wächst. Dann werden Herzkirschen gepflückt, Zwiebeln zu einem Zopf geflochten, Weißkohl und Tomaten genossen. Dann folgt der Lauch und am Ende geht es um das Kräuterbeet. Zu den Kräutern gibt es ein Extraseite mit Tipps für die Verarbeitung und eine Tabelle mit Anwendungsmöglichkeiten.
    Auf der letzten Seite geht der Sommer zu Ende und Maja sitz angezogen und mit Schuhen im Haus und denkt neben einem Strauß Kresse über den Sommer nach.
    „Und damit ich`s nicht vergesse, sagst du „Bis zum nächsten Jahr“ durch die Kapuzinerkresse. Sommer, du warst wunderbar.“ Ein sehr schöner Schlussreim. Alle Pflanzen werden in Gedichtform vorgestellt, was mir sehr gut gefällt.

    Ein lehrreiches Buch für keine Gärtner*innen, mit schönen Texten und wunderschön gezeichneten Bilder. Da macht es sicher Spaß zu versuchen, ob die Zucht im eigenen Beet auch gelingt. Majas Tipp kann man dazu gut gebrauchen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Bleistiftherz

    Bleistiftherz

    Elin Hansson

    Hummelsburg

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Liv wird am Ende der Ferien 13 Jahre. Sie kleidet sich anders als die anderen Mädchen und benutzt manchmal altmodische Begriffe wie Rollbrett. Bisher hatte sie ihre Oma und ihre Freundin Ida an ihrer Seite, die sie unterstützt haben. Mit ihnen konnte sie stundenlang kniffeln. Außerdem ging sie gerne mit ihrer Oma in die Bücherei und ins Schwimmbad. Überall traf sie auf Omas Freund*innen. 
    Doch Ida ist weggezogen und Oma ist verstorben und so sitzt Liv alleine in der Wohnung und kniffelt.

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    An einem Abend geht Liv mit ihrer Mutter und einer Kollegin und ihrem Sohn essen. Da ist es um Liv geschehen, sie verliebt sich in Frans und seine wunderschönen grünen Augen. Aber Frans ist Skater und Liv ist viel zu ängstlich für so einen Sport. Was kann da alles passieren? Aber ihre Mutter meldet sie einfach in einem Kurs an und da Frans auch dort sein wird überwindet sich Liv und geht dort hin. Aber wird sie auch auf das Brett springen? Obwohl sie sich vorher informiert, vergisst sie, dass sie einen eigenen Helm braucht. So fangen die anderen ohne sie an.
    Liv die kleine Stubenhockerin, die nicht gerne mit anderen redet, erst recht nicht mit Jungs, entwickelt sich in diesen Ferien zu einem selbstbewussten Mädchen, das für ihr Anderssein beneidet wird.
    Eine schöne, zarte Liebesgeschichte.

    Dagmar Mägdefrau

  • Umarmst du mich mal?

    Umarmst du mich mal?

    Eoin McLaughlin

    Polly Dunbar

    Suhrkamp / Insel

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Dieses kleine Büchlein kann man umdrehen, nachdem man bis zur Mitte gelesen hat, und eine zweite Geschichte von hinten beginnen. Der rot geschriebene Titel handelt von dem Igel und das türkis-grüne Cover von der Schildkröte. Beide bitten andere Tiere um eine Umarmung. Doch alle finden einen Grund sich zu drücken. Erst als die beiden unabhängig voneinander die Eule fragen, erfahren sie den Grund für die Verweigerung der anderen.

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    Der Panzer ist zu hart und die Stacheln zu spitz. Aber die Eule spricht auch die weisen Worte „Aber keine Sorge. Auf jeden Topf passt ein Deckel.“ So treffen sich die beiden Igel und Schildkröte in der Buchmitte und sie umarmen sich „überglücklich“. 

    Kleine zarte Zeichnungen und kurze Texte machen das Buch zu einem Geschenk für alle. Schon ganz Kleine werden die Tiere verstehen und sich mit den beiden freuen können. Aber auch Erwachsene werden sich über das Buch als Geschenk freuen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Heute bin ich sauer

    Heute bin ich sauer

    Jaqueline und Daniel Kauer

    KaleaBook

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der Hund auf dem Cover schaut schon ziemlich schlecht gelaunt, doch den kleinen Floh auf seiner Hinterpfote scheint das nicht zu stören. 
    Das Buch beginnt mit der Vorstellung des Flohs, mit seinen weit auseinander stehenden Zähnen ist er keine echte Schönheit. Auch der Hund auf der nächsten Seite wirkt nicht sympathisch, seinen spitzen Eckzähnen wirken sehr abweisend. Und schon erfahren wir, dass der Hund heute sauer ist. Da stellt ihm der Floh die Frage „Wie sauer bist du denn?“ 

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    Der Hund findet einige Vergleiche, die den Floh beeindrucken und da es immer um Nahrungsmittel ging, „kribbelt ihm schon der Mund“. Mit seiner nächsten Frage möchte der Floh den Grund wissen, warum der Hund sauer ist. Aber da kommt der Hund ins Stottern mit seiner Antwort. So wird sein Sauersein verschoben und der Hund ist dem Floh dankbar, dass er ihn „entsäuert“ hat.Auf der letzten Seite finden wir dann einige „Tipps zum Entsäuern“ und da fällt uns sicher noch einiges mehr ein.

    Das Buch kommt mit sehr kurzen Texten und auf die beiden Protagonisten reduzierte Bilder mit wenig Farben aus und erzählt uns eine liebevolle Geschichte um Freundschaft, die auch mit schlechter Laune umgehen kann. Am meisten hat mich die Mimik des Hundes begeistert, der so wunderbar sein Gesicht verziehen kann. Jedes Kind kann damit etwas anfangen und den Ausdruck vielleicht nachahmen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Normans erster Tag im Dinokindergarten

    Normans erster Tag im Dinokindergarten

    Sean Julian

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem schönen bunten Cover sehen wir den schüchternen kleinen Dino Norman, der sich in der Stiftebox versteckt. Daneben die anderen Kindergartenkinder mit Frau Horn.
    Normen geht zu ersten Mal in den Kindergarten und er ist so schüchtern, dass man ihn zunächst nicht sieht. Er hängt hinten an Frau Horns Bein. Die anderen Kinder sind neugierig auf den Neuen. Als dann der große rosa Dino Felix ihn laut anspricht, flüchtet der zarte Norman zwischen die Stifte.

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    Auch im Außenbereich hält er sich zunächst versteckt und als er sich traut einen Ball zu kicken, landet der im Matsch. „Verlegen zieht er sich in ein neues Versteck zurück.“ Auch beim Mittagessen schlüpft er unter das Kissen. Doch dann stauen die Kinder, weil Norman ganz tolle Türme aus Steinen bauen kann. Als er dann mit Felix zusammen etwas einstudieren soll, merkt Norman, dass auch der große Felix Angst hat. Zusammen zaubern sie den anderen etwas vor und lesen wir auf der letzten Seite, dass Norman immer schüchtern sein wird, aber dass er jetzt weiß, dass auch in ihm Mut steckt. „Und dass er Freunde hat, die ihm helfen werden, diesen Mut zu finden.“

    Ein wundervoll tröstliches Bilderbuch für alle kleinen schüchternen Kinder, die sich ein wenig vor dem Kindergarten fürchten. Und ich glaube, das sind fast alle. 
    Schöne bunte Bilder von kleinen Dinosauriern, die mein Enkel alle benennen kann. Frau Horn ist das Wunschbild einer Kindergärtnerin, zurückhalten, unterstützend und dabei sieht sie völlig entspannt aus. 
    Ein Buch, dass Kindern Mut macht und zeigt, wie wichtig Freunde sind und dass mich glücklich stimmt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ab in die Wanne, Ferkel!

    Ab in die Wanne, Ferkel!

    Katja Reider

    Henrike Wilson

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    „Was Ferkel ganz besonders mag? Natürlich einen Ferkel-Tag!“ so beginnt das Pappbilderbuch, mit dem kleinen Ferkel in der Hauptrolle. Er fährt mit dem Roller und Papa läuft mit den Sandsachen hinterher. Da es, als sie am Spielplatz ankommen, anfängt zu regnen, werden alle „herrlich nass“ und spielen dann im Sand. Dann geht`s im „Schweinsgalopp“ nach Haus und Ferkel soll sofort in die Wanne.

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    Aber der versteckt sich erstmal, aber Papa sucht nicht nach ihm, sondern setzt sich selbst in das Schaumbad. Ferkel kommt dazu und die beiden haben einen tollen „Papa-Badetag!“

    Schön, dass sich hier der Papa um Ferkel kümmert, und er macht das so liebevoll. Einfach gezeichnet Bilder, die sehr ansprechend gezeichnet sind, dazu der gereimte Text, der schön zu lesen ist. Da will doch jeder sofort auch in die Wanne steigen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Für immer Sommerby

    Für immer Sommerby

    Kirsten Boie

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Es ist Winter in Sommerby, dem wunderschönen Flecken an der Ostsee und in den Weihnachtsferien fahren nicht nur die Kinder zu Oma Inge, diesmal ist auch ihre Mutter dabei. Papa hat noch beruflich im Ausland zu tun und wird später nachkommen. Alle wünschen sich, dass er es schafft, spätestens am Heiligabend dabei zu sein.
    Martha traut ihren Gefühlen nicht so ganz. Gehört ihr Herz Albert, dem Junge aus der Schule, wegen dem mit ihrer Freundin Isolde Funkstille herrscht? Oder zieht es sie mehr zu Enes hin, der hier um die Existenz seiner Mutter, die Steuermannsinsel, kämpft?

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    Mikkel bangt um das Leben der Tiere bei Oma und hofft, dass er alle Gänse lebend antreffen wird. Doch aus seiner großen Tierliebe macht er einen Fehler, der einigen seiner geliebten Hühner das Leben kostet. 
    Mats hat wie immer seinen eigenen Kopf und so macht er sich im Schneesturm auf und hofft darauf, dass sich sein Wunsch erfüllen wird. Da bangt man sehr mit und hofft, dass ihm nicht passieren wird.
    Die Gedanken der Kinder und die daraus entstehenden Situationen sind wieder meisterhaft erzählt. Oma Inge, die mit ihrer harschen Art keine Bilderbuchoma ist und die doch die Kinder, ihre Tochter und auch Krischan ihren Nachbarn sehr mag, will sich auch in diesem Band nicht bevormunden lassen. 

    Sommerby ist nicht nur Idylle, bei einem großen Schneesturm sind alle ohne Strom der Natur ausgesetzt. Aber es zeigt sich auch der Zusammenhalt in dieser kleinen dörflichen Gemeinschaft.

    Ein rundum gelungenes Buch, dass man auch schon vor Weihnachten lesen mag.

    Dagmar Mägdefrau

  • Jims kleines Buch der miesen Laune

    Jims kleines Buch der miesen Laune

    Suzanne & Max Lang

    Loewe

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Ich kenne den Schimpansen Jim schon, weil er in einem anderen Buch „mies drauf“ ist. Jetzt wird die Geschichte verkürzt in einem Pappbilderbuch veröffentlicht.
    Schon das Cover zeigt, dass Jim nicht gut drauf ist. So lautet der erste Satz „Jimi ist mies drauf.“ Vielleicht mag er eine Banane oder einen Ball? Wir sehen sein Gesicht ganz nah und er ist immer noch mies drauf. Dann versuchen wir es mit ganz vielen Dingen, unter denen der Schimpanse fast vergraben wird.

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    Dann gibt es „Brüllalarm!“ und Jim befreit sich mit einem Schrei. Vielleicht braucht er Ruhe? Sein Blick zu „Oje, traurig.“ Ist so unfassbar traurig.  Doch dann taucht sein Freund der Gorilla auf und es wird „Schon besser!“

    Von Kindern wird erwartet, dass sie den ganzen Tag gute Laune haben. Und wenn das mal nicht so ist, wollen wir sie gleich aufheitern. Aber manchmal sind sie nicht gut drauf und dann müssen wir auch dafür Verständnis haben. 
    Dagmar Mägdefrau

  • Viel zu viel Zeug!

    Viel zu viel Zeug!

    Emily Gravett

    Aus dem Englischen Uwe-Michael Gutzschhahn

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon der Titel zeigt, dass das Horten von zu vielen Sachen Probleme bereiten kann. Auf dem Cover sehen wir das Elsternpaar, das für seine bald schlüpfenden Kinder allerlei herbeischafft. Dachs, Hase und Fuchs können da nur staunen.
    Der Einband zeigt Werbebilder aus den 1960er Jahren. Die hier beworbenen Artikel tauchen dann später im Buch auf. So bauen die Elstern eine Zeitung in ihr Nest ein, die ebendiese Werbungen zeigt. Kuckucksuhren, ein Wäscheklammerbeutel, ein alter kaputter Bär, ein Kinderwagen, Putzzeug und sogar ein Fahrrad werden ins Nest eingebaut.

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    Als dann noch ein Auto dazu kommt, kracht alles ein. Ein echtes Chaos ist auf dem Bild zu sehen, wo alles abstürzt. Zum Glück findet sich für alle Teile eine bessere Verwendung. 
    So lernen die Kinder, dass man vieles noch gebrauchen kann. Im hinteren Einband werden „Die 4 internationalen R-Wörter des Recyclings“ erklärt.
    Die Übersetzung hält sich sehr an den Originaltext, leider leidet dadurch ein wenig das deutsche Satzgefüge.  (…die Kleinen sollten es haben bequem)

    Eine schöne Geschichte, die zeigt, dass vieles weiterverwendet werden kann, allerdings muss es auch Sinn machen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die kleine Prinzessin und der Zauberspiegel

    Die kleine Prinzessin und der Zauberspiegel

    Matharina Mauders (Hg.)

    Naeko Walter

    diverse Autoren

    Kaufmann

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Cover ist prinzessinnenrosa und das Gold ist richtig glimmerig. 13 kurze Geschichten von Märchen bis modern. 
    In der ersten Geschichte langweilt sich die Prinzessin und nur der Hofmarschall erkennt, dass sie wie ein normales Mädchen behandelt werden möchte. 
    Das kleine grüne Monster hat genau so viel Angst vor der Prinzessin, wie die vor ihm und beide Eltern sind davon überzeugt, dass die Angst unbegründet ist, weil es keine Monster oder Prinzessinnen gibt.
    Aus „Momo“ ist das „Märchen vom Zauberspiegel“. Auch die „Prinzessin auf der Erbse“ ist bekannt.

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    Von einer Ritterprinzessin höre ich hier zum ersten Mal. Da keiner mit ihr das langweilige Prinzessinnen-Spiel spielen will, muss sie sich umstellen und mit dem Ritter kämpfen.
    Paul Maar berichtet von einer schlaflosen Prinzessin. Sie verlangt nach einem Glas warme Milch und der König muss einige Probleme lösen, um sie zu bekommen.
    Danach folgt ein Grimmes Märchen von einer faulen Prinzessin. Cornelia Funke stellt uns den „Namenlosen Ritter“ vor, der eigentliche eine sehr emanzipierte Prinzessin ist. 
    Was macht eine Prinzessin, die sich einen Bernhardiner wünscht mit einem Dackel? Zuerst ist sie sauer, doch dann stellt sich heraus, dass dieser Dackel außer Sprechen auch Zaubern kann und so verleben die beiden einen herrlichen gemeinsamen Tag.
    Prinzessin Anna-Lena muss leider feststellen, dass regieren gar nicht so einfach ist. Chris findet Prinzessinnen blöd und das neue Nachbarmädchen will so gerne eine sein. Aber die beiden Mädchen finden doch zusammen. 
    Auch Hexen möchten manchmal lieber Prinzessinnen sein, aber auf die Dauer ist da doch auch anstrengend. 
    In er letzten Geschichte lernen wir den „Drache Otto Schamotto“ kennen, der sich auch etwas anders verhält, als man erwartet.

    Schöne kleine abwechslungsreiche Vorlesegeschichten nicht nur für Prinzessinnen geeignet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alle da! – Unser kunterbuntes Leben

    Alle da! – Unser kunterbuntes Leben

    Anja Tuckermann

    Tine Schulz

    Klett KInderbuch

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Empfehlungsliste Evangelischer Buchpreis 2015

    Leipziger Lesekompass 2015

    Kunterbunt und fröhlich ist schon das Cover mit den verschiedensten Menschen, die hier zusammen feiern. Am Beginn des Buches stehen die „Ersten Menschen“ und die stammen aus Afrika. Unter ihnen sind viele andere Gesichter zu sehen, die alle unterschiedlich aussehen.
    Anhand kleiner Bilder sehen wir, was Menschen alles tun. „Immer wieder gehen Menschen woanders hin“ zeigt viele mögliche Grunde an. Am Beispiel von Samira aus Syrien sehen wir warum und wie sie ihre Heimat verlassen hat.

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    Aber es gibt auch andere Beispiele, so gingen Natalias Vorfahren nach Russland, ihre Eltern kamen zurück nach Deutschland, wo sie geboren wurde. Eine große Palästinenser-Familie wohnt verstreut auf der ganzen Welt. Kinder in einem Stuhlkreis sagen in ihrer Sprache „Guten Morgen“, das ist nur ein kleiner Ausschnitt, denn es gibt 6.500 verschiedene Sprachen. Einige Kinder sprechen schon mehre Sprachen, aber oft können Erwachsene, die aus dem Ausland kommen noch nicht richtig deutsch. Einige Gründe werden hier genannt. 
    Aber Kinder können oft auch ohne gemeinsame Sprache miteinander spielen, auch die unterschiedlichen Feste kann man miteinander feiern. Von Vorurteilen und wie sie entstehen können, lesen wir auf der nächsten Seite. Manchmal entstehen dadurch Ängste, „Am besten verschwindet die Angst, wenn man sich kennenlernt…“ So zeigt die letzte Doppelseite einen sommerlichen Platz mit vielen verschiedenen Menschen.
    Zum Schluss kann man einen Fragebogen ausfüllen und sich der eigenen Identität bewusst werden. 

    Vielleicht sollten sich einige Erwachsene dieses einmal anschauen, sie können viel davon lernen. Dank der comicartigen Bilder macht das Lesen besonders viel Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

     

  • Krummer Hund

    Krummer Hund

    Juliane Pickel

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Peter-Härtling-Preis 2021, Monats-LUCHS (ZEIT / Radio Bremen) April 2021

    Leselotse Mai 2021 (Börsenblatt)

    Die besten 7 Bücher für junge Leser, August 2021 (Deutschlandfunk)

    Daniel ist 15 und vor einigen Jahren hat sein Vater ihm einen Hund geschenkt und hat dann seine Familie verlassen. Daniel leidet sehr unter dem Verlust und als jetzt sein Hund eingeschläfert werden muss, kann er nicht verstehen, dass seine Mutter mit dem Doc flirtet. Als dann der Tierarzt immer häufiger bei ihnen auftaucht und Daniel ihn gar nicht so schlimm findet, wie die vielen Vorgänger, keimt die Hoffnung nach einer Familie für ihn auf.
    Doch nach einem Unfall, beobachtet Daniel den Doc mit Misstrauen.

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    Mit seinem Freund Edgar teilt Daniel bisher alle Geheimnisse und die beiden beobachten Alina, die schöne, aber gemeine Mitschülerin.  Als Daniels Wutausbrüche immer gewalttätiger werden und er selbst sich sein Verhalten nicht erklären kann, schickt seine Mutter Daniel zu einer Psychologin, aber es muss noch einiges geschehen, bis der verunsicherte Junge die Hilfe nutzen kann.
    Wenn man in eine Situation gerät, die Wut in einem auslöst und für man nur durch Gewalt ein Ventil findet, dann kann man sich oft selbst nicht verstehen. Dass der Vater ein Kind einfach verlässt und sich nicht mehr meldet, ist so böse seinem Kind gegenüber, dass man es kaum glauben kann und Daniel hat seinen Vater als tollen Kerl in Erinnerung.
    Wer kann da Schuld an seinem Weggehen haben? Solch eine Situation macht Angst und die entlädt sich manchmal durch Wut. 

    Ein lesenswertes Buch nicht nur für Jugendliche, denn es veranschaulicht sehr gut die Emotionen des Jungen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Luka – Der traurige Blauwal

    Luka – Der traurige Blauwal

    Isla Wynter

    Peryton Press

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem zart gezeichneten Cover sehen wir Luka und er schaut traurig. Auf der ersten Seite sehen wir ein ähnliches Bild, doch hier ist der Blauwal „Glücklich und zufrieden.“ Der Pottwal Jenny ist Lukas beste Freundin. Die beiden spielen gerne zusammen. Aber manchmal ist Luka traurig. Er schaut wieder sehr betrübt und in einer Denkblase ist zu sehen „Ich bin traurig.“
    Er fühlt sich unverstanden und allein. „Manchmal scheint der ganze Ozean mit seinen Tränen angefüllt zu sein.“ Das kann sich jeder gut vorstellen.

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    Aber dann ist Luka auch noch grundlos wütend auf alle. So sind die nächsten Bilder nur noch grau in grau. Nichts macht dem Blauwal Freude, alles langweilt ihn. Jenny ist völlig ratlos und fragt die kleine Meerjungfrau, die immer Rat weiß. Sie gibt Jenny eine Liste mit Tipps, wie sie ihrem Freund helfen kann. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man da als Freund meist nicht helfen kann. Deshalb gefällt mir besonders der letzte Tipp „halte zu ihm und sei weiter sein Freund.“ Im Nachsatz wird geraten Hilfe für ihn zu organisieren. So nähert sich Jenny Luka und der freut sich, dass sie bei ihm bleibt, obwohl er zunächst nicht reagiert. So spielen die beiden am Ende doch ganz zufrieden miteinander. 

    Das zarte Grün des Covers ist auch auf den anderen Buchseiten, bis auf die grauen, zu sehen. Es gibt dem Buch trotz des traurigen Themas etwas Leichtigkeit. Depression ist durchaus etwas, was schon in der Kindheit auftaucht und es ist immer schön, einen verständnisvollen Freund an der Seite zu haben. Das Thema wird hier einfach und kindgerecht dargestellt. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Du, Papa… Ist zehn viel?

    Du, Papa… Ist zehn viel?

    Sabine Bohlmann

    Emilia Dziubak

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der kleine Wolf ist sehr neugierig und stellt seinem Papa viele Fragen. Die erste Frage ist die vom Cover. Papas Antwort ist immer „Kommt ganz darauf an.“ So ist eine Banane für zehn Ameisen schwierig zu tragen, wohingegen zehn Affen für eine Banane zu viel sein wird.
    „Genauso geht es zu im Leben!“ ist das Fazit, dass Papa immer aus seinen Erklärungen zieht. Weiter geht es mit der Frage, die alle Kinder immer gerne stellen „Bin ich groß?“ – auch hier kommt es auf den Vergleich an. Wie bei der Schnelligkeit, dem Dicksein, der Flauschigkeit, der Wildheit, der Lautstärke oder der Stärke.

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    Immer gibt es Tiere, die schneller, dicker, flauschiger sind, aber auch welche, die weniger wild, laut oder stark sind.
    Am Ende stellt der kleine Wolf die Frage „Hast du mich lieb?“ und diesmal kommt es nicht auf irgendetwas an, der Papawolf hat ihn „sehr, sehr lieb.“
    Das Buch ist durch seine wundervollen Wiederholungen sehr schön geschrieben. Die Kinder lernen Tiere kennen und stellen Vergleiche an. Aber am schönsten ist es, dass sie erfahren, dass das Liebhaben nicht davon abhängt, wie man ist. 

    Für Dreijährige ist der Text schon etwas länger, aber die Wiederholungen werden die Kinder mögen. Die Bilder sind in Erdfarben gehalten und die Tierabbildungen sind sehr schön gestaltet.
    Damit ist Sabine Bohlmann ein wundervolles Bilderbuch gelungen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Dein Schutzengel – Hab keine Angst, wenn’s dunkel ist

    Dein Schutzengel – Hab keine Angst, wenn’s dunkel ist

    Lucinda Riley

    Harry Whittaker

    Bilder von Marie Voigt

    Penguin Junior

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die Bestsellerautorin Lucinda Riley hat mit ihrem Co-Autor ein wundervolles Bilderbuch geschrieben und die Bilder von Marie Voigt gefallen mir sehr. 
    Das Cover zeigt den kleinen Ben, er sitzt mit seinem Schmusebär im Bett und darüber schwebt ein Schutzengel. Im Einband klebt dieser Engel auf einem Wolkenhimmel und kann herausgelöst und aufgehängt werden. Zur Vorstellung eines Schutzengels sehen wir ihn als Wolke am Himmel schweben. Für den Engel „Taluna“ ist nichts unmöglich. Eine beruhigende Vorstellung. 

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    Dann startet die eigentliche Geschichte. Ben ist mit seinen Eltern auf Land gezogen und sein neues Zimmer ist ihm sehr fremd. Das einzig tröstliche ist die Eisenbahn, die nun genug Platz hat und die Ben sofort aufbaut. In seiner ersten Nacht im neuen zu Hause, wird Ben durch ein Klopfgeräusch gestört und als er durchs Fenster schaut, sieht er „etwas ganz und gar Gruseliges.“ Für ihn ist klar, dass hier ein Monster wohnt. Als er seiner Mama davon erzählt, lacht sie und meint „So was wie Monster gibt es gar nicht.“ Als es am Abend wieder ans Fenster klopft, flüchtet sich Ben ins Bett der Eltern. 
    Doch da taucht der Schutzengel auf und erfährt von Bens Ängsten und sie findet eine schöne Lösung für Bens Problem. So bekommt Ben am Ende doch ein richtiges „Zuhause-Gefühl“ im neuen Haus. Dass es für das Monster letztlich eine ganz einfache, schöne Erklärung gibt, hat mir sehr gut gefallen.

    Der Glaube an Schutzengel ist sicher auch etwas sehr Tröstliches, man darf sich aber nicht nur darauf verlassen, manchmal muss man sein Schicksal auch selbst in die Hand nehmen. Aber zu diesem Thema gibt es ein großes Angebot an Bilderbüchern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Holly Pond Hill – Das Gartenbuch

    Holly Pond Hill – Das Gartenbuch

    Illustriert von Susan Wheeler

    Wunderbuch

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Susan Wheeler hat mit ihren Büchern über die Hasenmama Victoria Rose und ihre Kinder, die in Holly Pond Hill wohnen, eine wunderschöne Welt erschaffen. Die Bilder zeigen niedliche viktorianisch gekleidete Häschen, die in einem idyllischen Landhaus mit Nutzgarten wohnen. Nach dem Cover, dass die Teatime im Garten zeigt, geht es mit einem Bild des Wohnhauses weiter.
    Im Inhaltsverzeichnis werden die sechs Kapitel vorgestellt. Es beginnt mit dem Frühling, zunächst muss der Garten vorbereitet werden und danach gibt es Stockbrot.

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    Danach erfahren wir einiges über die Anlage eines Gartens, sehen Abbildungen der Werkzeuge und dann folgt die Anleitung zum Bau einer Sonnenuhr. Im nächsten Kapitel geht es zunächst um den Geschmack einer Kürbissuppe, mit dazugehörigem Rezept. Auf kleinen Bildern werden die anderen Gemüsesorten vorgestellt. „Knusprige Karotten-Pommes“ schmecken sich nicht nur Hasen. Natürlich gibt es auch Obst im Garten der Hasen, nach einem kleinen Unglück müssen sie dann aber doch auf den Markt neue Beeren kaufen. Die Herstellung von Muffins und Gartentee werden erklärt und dann gibt es eine Anregung für die Erdbeerzucht. Um Blumen, die man sogar essen kann, geht es dann in diesem Buch. Kräuter, die heilen können, die aber auch, falsch angewandt, Übelkeit verursachen können, werden dann vorgestellt. Besonders interessant ist die Seite der Apotheker-Heilkräuter. Wie wichtig Insekten für den Garten sind zeigt die letzte Geschichte. 

    Eine niedliche kleine Welt wird uns da vorgestellt, aber auch hier gibt es Probleme und Streitigkeiten. Victoria Rose hat ihre Kleinen gut erzogen und wirkt immer wieder positiv auf sie ein. Eine schöne Art Wissen zu vermitteln und Interesse an Gartenarbeit zu entfachen. Die Mischung aus Erzählungen und Information aufgelockert durch süße Bilder, gefällt mir sehr gut. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Zähl mal. such mal! – Tiere

    Zähl mal. such mal! – Tiere

    Christine Thau

    Esslinger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das etwas über Din-A-4 große Buch hat runde Ecken und biegbare Pappseiten.
    Auf der ersten Seite sind ganz viele Biber abgebildet. Dazwischen sind Fragen zu lesen „Wie viel Biber tragen Badehose?“ oder „Wo ist der Rettungsring?“. Weiter geht es mit den Waschbären auch sie wohnen am Fluss und es wird gefragt „Wie viele Socken entdeckst du?“ Dann wird es kalt, Eisbären und Pinguine sind in Massen auf den nächsten zwei Seiten zu sehen.

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    Giraffen und Tiger, Krokodile und Elefanten mindestens 20 sehe ich pro Seite. Bei den Katzen und Hunden gibt es zusätzlich verschiedene Rassen wie zum Beispiel den Chow-Chow „Finde den Hund mit der blauen Zunge.“ Dann geht es nach Australien Kängurus und Koalas bevölkern die nächsten Seiten. Alpakas und Kühe, auch wieder mit unterschiedlicher Fellfärbung stehen danach auf dem Programm. Dann geht’s in Wasser Wale und Fische der unterschiedlichsten Arten schwimmen im Wasser „Wo versteckt sich ein kleiner Krebs?“ Meerschweinchen und Schweine, Affen und zum guten Schluss Papageien machen die Tiershow perfekt.
    Auf der letzten Seite kann man, wenn die Fragen zu schwierig waren, die Lösungen anschauen. 

    Kinder haben an Tieren immer wieder einen Riesenspaß und hier kann man unendlich viel entdecken. Die vielen Tiere, gleicher Art machen so unterschiedliche Dinge und mit dem Beantworten der Fragen hat man zusätzliche eine Aufgabe. Wimmelbücher machen Spaß und man kann vieles lernen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Vor meinem Fenster

    Vor meinem Fenster

    Emma Robert

    Baptistine Mésange

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir das Fenster, durch das der Junge schaut. Im Hintergrund sind Berge zu sehen, Vögel fliegen am Himmel, einige Häuser stehen verstreut, ein Baum steht direkt vor dem Fenster. Zart gezeichnet sind auch einige Menschen zu sehen.
    Der Junge steht am Fenster und beobachtet verträumt die Wolken. Viele unterschiedliche Vögel fliegen am Himmel und der Junge sieht ihnen nach. Er „würde gerne mit ihnen fliegen.“ Sie kommen erst mit Ende des Winters zurück, das Bild zeigt getuschte Wolken, einige Noten und einen schwarzen Vogel.

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    Es gibt auch einen Garten, besonders schön blüht eine rote Mohnblume. Auf einer Seite sieht uns das Gesicht des Jungen mit riesigen Augen an. Seine Gedanken sind sehr philosophisch „Ich höre Träume und Erinnerungen, die sich auf dem Gehweg verstreuen.“ Über Meer kleiner farbloser Häuer, sehen wir den schwarzen Vogel und einen zarten Regenbogen. Der Vogel landet auf einem Baum in dessen Stamm eine kleine gemütliche Stube zu sehen ist. Links neben dem Fenster sind noch Sommerblumen zu sehen, während auf er anderen Seite die bunten Blätter des Herbstes davonfliegen. „Der Winter lässt Sterne regnen.“ Eine dunkelblaue Seite mit angedeuteten kleinen Häusern und vielen runden Sternen. Die Frage „Wo schläfst du Vögel?“ steht winzig auf kleinen Etiketten. Unbekannte Welte zeigen ein Schloss am Himmel, dass auf einem Baum wächst. „Während tausend Träume blühen“ sind die Augen des Jungen geschlossen und in seiner Hand sitzt der Vogel. 

    Ein fantasievolles, verträumtes Bilderbuch mit ebensolchen Texten. Auch wenn die Zuhörenden ihn nicht so ganz verstehen, werden sie Freude an den schönen Worten und der ruhigen Stimmung haben.

    Dagmar Mägdefrau