• Freddy und Flo – Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix! –  Band 1

    Freddy und Flo – Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix! –  Band 1

    Maria Kling

    Astrid Henn

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Freddy und Flo ziehen mit ihrem Vater und dessen neuer Freundin in eine Wohnung direkt am Friedhof. Schnell merken die beiden, dass die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses alles andere als „normal“ sind.  Flo muss der Familie beweisen, dass sie mit einem Werwolf, einem Vampir und einer Hexe unter einem Dach wohnen. 
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    Ich habe das Buch erst jetzt entdeckt, obwohl es schon 4,5 Jahre alt ist. Ich habe das Buch zusammen mit meinem Sohn gelesen und wir hatten viel Spaß, da es immer wieder lustige Szenen gibt. Es ist so geschrieben, dass man es gut mit einem fortgeschrittenen Erstleser lesen kann (erst ich ein Stück, dann du). Wir werden uns sicherlich bald die nächsten Bände besorgen und mit Freude lesen.

    Katrin Hemmerich
  • Sepia und der Fluch des Tintendrachen – Band 3

    Sepia und der Fluch des Tintendrachen – Band 3

    Theresa Bell

    Eva Schöffmann-Davidov

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Ein dichter, dunkler Nebel legt sich über die Stadt Flohall. Er scheint alles aufzufressen und verhindert, dass selbst Kerzen oder Feuer richtig brennen können. Sepia, Niki und Sanzio begeben sich in dieses Abenteuer und versuchen, den alles verschlingenden Nebel zu bekämpfen. 
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    Der letzte Teil der Trilogie ist ein würdiger Abschluss. Ich habe mich lange darauf gefreut, diesen Teil endlich lesen zu können. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch wenn sich die Geschichte zwischendurch etwas zieht, ist sie wundervoll und sehr fantasievoll und zieht einen weiter in die Welt von Flo und Flohall hinein. Seit ich als Jugendliche/junge Erwachsene die Harry-Potter-Bände gelesen habe, habe ich keine Geschichte mehr so verschlungen wie diese. 
    Theresa Bell hat eine Welt geschaffen, in die man durch ihren bildhaften Schreibstil abtauchen kann. Das ist eine Reihe, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

    Katrin Hemmerich

  • Sepia und die Verschwörung von Flohall – Band 2

    Sepia und die Verschwörung von Flohall – Band 2

    Theresa Bell

    Eva Schöffmann-Davidov

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Die Geschichte von Sepia, Niki und Sanzio wird im zweiten Band auf wunderbare Weise weitererzählt und knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten Teils an. Sanzio und Sepia stehen vor ihrer ersten Lehrlingsprüfung, was bereits für viel Spannung sorgt. Im Theaterstück wird dann die Geschichte von Flohall aufgerollt, und nach der Aufführung bricht im Theater ein Feuer aus. 
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    Die Handlung nimmt schnell Fahrt auf und endet in einem Cliffhanger, der die Spannung auf den dritten Band noch einmal deutlich steigert.
    Besonders begeistert hat mich, dass Theresa Bell den Zauber und die Faszination des ersten Bandes auch in der Fortsetzung beibehalten konnte. Die bildhafte und detailreiche Sprache zieht einen sofort wieder in diese magische Welt hinein, sodass man sich alles lebhaft vorstellen kann. Genau das macht das Lesen so besonders und sorgt dafür, dass man vollkommen in die Geschichte eintaucht.
    Auch die Handlung ist sehr stimmig aufgebaut. Alles entwickelt sich logisch weiter, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
    Insgesamt ist diese Fortsetzung meiner Meinung nach mehr als gelungen. Sie schafft es, die Geschichte spannend weiterzuführen und gleichzeitig die Vorfreude auf den dritten Teil der Trilogie noch weiter zu steigern. Ich bin jetzt schon sehr gespannt, wie es mit Sepia, Niki und Sanzio weitergehen wird.

    Katrin Hemmerich

  • Sepia und das Erwachen der Tintenmagie – Band 1

    Sepia und das Erwachen der Tintenmagie – Band 1

    Theresa Bell

    Eva Schöffmann-Davidov

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Sepia erzählt die Geschichte eines zwölfjährigen Waisenmädchens, das von Silbersilbe in die geheimnisvolle Stadt Flohall geholt wird, um dort die Kunst des Buchdrucks zu erlernen. Schon bei ihrer Ankunft spürt Sepia, dass Bücher in dieser Stadt eine ganz besondere Bedeutung haben. 
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    Schnell lernt sie Niki und Sanzio kennen, und zwischen den drei Kindern entsteht eine tiefe, ehrliche Freundschaft. Doch während sich mysteriöse Ereignisse in Flohall häufen, deutet alles auf die Rückkehr des großen Alchimisten hin. Gemeinsam stellen sich die Kinder der Gefahr und versuchen, ihre Stadt zu retten.
    Ich habe dieses Buch nach einer langen Leseflaute eher zufällig entdeckt – und war sofort begeistert. Bereits ab der ersten Seite wird man mitten in die Geschichte hineingezogen. Die bildhafte Sprache lässt die magische Welt von Flohall lebendig werden, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Besonders berührend ist die Entwicklung der Freundschaft zwischen Sepia, Niki und Sanzio, die genauso viel Raum einnimmt wie die spannend erzählte Handlung.
    Dieses Buch ist nicht nur wunderschön geschrieben, sondern auch voller Magie, Spannung und Herz. Man taucht vollkommen in die Geschichte ein – und ist am Ende ein wenig traurig, wenn sie vorbei ist. Eine klare Leseempfehlung für alle, die fantasievolle und liebevoll erzählte Geschichten mögen.

    Katrin Hemmerich



  • Das große Buch von den sieben kleinen Hasen

    Das große Buch von den sieben kleinen Hasen

    Sabine Praml

    Christiane Hansen

    Oetinger

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Ich kenne bereits einige dieser niedlichen Hasenbüchern, weil mein Enkel sie liebt, deshalb fand ich diesen Sammelband mit sieben Bänden sehr schön. Beim ersten Band geht es um die Geburt des siebten kleinen Hasen Matti „Wenn die kleinen Hasen um Häschen Nummer sieben rasen“. 
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    Die sechs großen Geschwister freuen sich über den Zuwachs und helfen bei seiner Versorgung. Dann geht es ums Verstecken, Papa muss seine kleinen überall suchen. „Wenn sieben kleine Hasen quietschfidel ans Wasser rasen“ heißt der nächste Band. Erst wird gepackt und dann geht es mit den Rädern an den See. Grummelig sind die Hasen wegen des Regens, aber dann rasen sie durch die Pfützen. Von Schnupfennasen und anderen Krankheiten handelt der nächste Band. Danach wird es weihnachtlich, hier feiert die große Familie Weihnachten mit Oma und Opa. Am Ende geht es dann müde ins Bettchen. 
    Eine Großfamilie, die viel zusammen unternimmt und bei denen wir die große Zuneigung und Liebe zueinander spüren können. Jedes Kind ist aber auch ein Individuum und meine Enkel können die Kleinen gut unterscheiden.
    Die gereimten Texte sind sehr schön zu lesen und die Bilder strahlen eine Heiterkeit aus, dass es eine Freude ist sie anzuschauen. Wundervolle kleine Geschichten, rund um den Alltag einer Hasenfamilie in der wir uns gut wiedererkennen können.

    Dagmar Mägdefrau
  • Willkommen beim Kinderarzt                                       

    Willkommen beim Kinderarzt                                       

    Sandra Grimm

    Iris Hardt

    Tipps und Nachwort Dr. Vitor Gatinho

    Ravensburger

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Das Cover zeigt einen Arzt, der ein Kind, das seinen Bären im Arm hält, untersucht. Er lächelt freundlich und auch das Kind wirkt entspannt. 
    Das Buch beginnt mit einem Vorwort des als „Kid.Doc“ bekannten Dr. Vitor Gatinho. Dann sind wir direkt in der Praxis, in der uns Pauline an der Rezeption nett begrüßt.
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    Dann geht es in ein gut gefülltes Wartezimmer. Hier warten Kinder mit unterschiedlichen Anliegen mit ihren Eltern. Kein Kind ist in Begleitung seiner Oma. In einer Sprechblase gibt der Doktor Tipps für die Eltern. Theo wird aufgerufen und zunächst gewogen und gemessen, dazu muss er seine Kleidung bis auf die Unterwäsche ausziehen. Der „Kid.Doc untersucht den Jungen dann, hört ihn ab, schaut in die Ohren und danach werden die Augen untersucht. Winkend verabschiedet sich Theo vom Kid.Doc. Danach beobachten wird was der Kid.Doc mit Nahla macht, die erkältet ist. Pablo kommt mit einer Schürfwunde und bekommt einen Verband. Danach wird geimpft und bei den Zwillingen Scharlach diagnostiziert. 
    Da der Text schon sehr lang ist, würde ich das Lesealter etwas höher ansetzen, wobei man mit jüngeren Kinder über die Bilder sprechen kann und so die Angst vor einem Besuch beim Kinderarzt verringern kann.
    Dass immer wieder vom Kid.Doc die rede ist, statt von einem Kinderarzt gefällt mir nicht so gut. Evtl. hätte man ihm auch einen Namen geben können, was ich persönlicher gefunden hätte. Es ist wichtig, die Kinder auf beängstigende Situationen vorzubereiten und dazu kann dieses Pappbilderbuch beitragen.

    Dagmar Mägdefrau
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  • Der Kopfübär streitet nie!

    Der Kopfübär streitet nie!

    Judith Weber

    Fabian & Christian Jeremies

    Loewe

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Niedlich sieht er aus, der blaue Bär auf dem Cover, aber erschaut auch etwas streitbar in die Welt mit seinem übereinandergeschlagenen Armen. 
    Vor dem hübschen Haus stapeln sich viele Möbel und mittendrin ist eine Waschmaschine zu sehen. Diesen Möbelberg bestaunen Kobi und seine Freundin Kairi vom Küchenfenster aus und sie möchten gerne dort Abenteuer erleben.
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    Papa ist aber dagegen und Mama verlangt, dass erst das Kinderzimmer aufgeräumt wird. Doch dann kann das Abenteuer beginnen. Doch während die beiden Freunde auf der einen Seite auf den Möbelberg steigen, scheint auch von der anderen Seite eine Aktivität loszugehen. Kann das ein Monster sein? Doch dann taucht Emilio auf, der behauptet, dass der Berg ihm gehöre. So baut Kobi ein Urwaldhaus, während Emilio ein Schiff baut. Beide nutzen dazu buntes Klebeband und bald gibt es Streit um die Waschmaschine.
    Kobi wäre kein Kopfübär, wenn er nicht am Ende durch einen Perspektivwechsel erkennen würde, wie der Streit aufgelöst werden kann. Wie gut, dass Kairi ihn erinnert, sich mit dem Kopf nach unten zu hängen. Auch die Eltern helfen den Kinder beim Bau ihres Hausbootes und so entsteht am Ende ein tolles Boot aus den alten Möbeln.
    Es ist immer wichtig, einen Kompromiss zu schließen und unser blauer Kopfübär ist ein Garant dafür. Die Illustrationen sind sehr liebevoll gezeichnet und so ist wieder ein wundervolles Buch entstanden, das so viel Spaß beim Lesen macht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Sprung   

    Der Sprung   

    Joaquin Camp

    Aus dem Italienischen von Stefanie Malleier

    Katapult Kinderbuch

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Schon auf dem Cover ist das kleine Sprungbecken zu sehen, rundherum sehen wir Menschen und Tiere in Badekleidung. Eine Leiter geht am Rand so hoch, dass das Bild nicht reicht, das Ende abzubilden.
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    „Ein mutiger Held“ steht auf dem Sprungbrett, wir sehen ihn zuerst nur auf dem Brett stehend, dann das Schwimmbad und den Mann ganz klein auf dem Brett. Dann wechselt die Perspektive wieder und wir sehen aus der Sicht des Mannes seine Füße auf dem Brett. Jetzt tauchen hinter ihm andere auf, die ihn drängeln, zu springen. Er läuft an und bleibt wieder am Ende stehen, denn er macht sich Gedanken, was wohl im Wasser sein könnte. Das Bild zeigt uns Haie im Becken. „Die Zeit vergeht, doch unser tapferer Freund bewegt sich nicht.“ Inzwischen sehen wir schon Pflanzen zwischen seinen Füßen wachsen. Es wird dunkel und die Menschen hinter ihm verharren immer noch auf der Treppe, die anderen liegen schlafend um das Becken. 
    Die Bilder sehen sehr kindlich aus, wirken aber lebendig durch die wechselnden Perspektiven. Die Angst, die so ein Sprung in die Tiefe bei uns allen auslöst, wird hier sehr eindringlich und humorvoll beschrieben. Der Gag am Ende hat mir besonders gut gefallen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin der Stärkste im ganzen Land!

    Ich bin der Stärkste im ganzen Land!

    Mario Ramos

    Aus dem Französischen Markus Weber

    Moritz

    Verlagsempfehlung 2 Jahre

    Schon auf dem Cover hat der Wolf eine Haltung, die ihn als Sieger als etwas Besonderes darstellt. Nachdem er sich satt gegessen hat, macht er sich auf den Weg in den Wald, er möchte gerne die Bestätigung dafür haben, dass er der Stärkste ist. 
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    Zunächst trifft er auf einen kleinen Hasen, er spricht ihn freundlich an und der Hase bestätigt ihm, dass er der Stärkste im ganzen Land sei. Rotkäppchen begegnet ihm als nächstes und auch sie bestätigt ihm, dass er der Stärkste sei. Auch die drei kleinen Schweinchen widersprechen ihm nicht, ebenso wenig wie die sieben Zwerge. Erst ein „komischer kleiner Kröterich“ meint, seine Mama sei die Stärkste im ganzen Land.
    Da beweihräuchert sich der Wolf und sucht bei bekannten Märchenfiguren eine Bestätigung seiner Stärke. Wie schön ist es zu beobachten, wie er immer mehr angibt und erst das kleine grüne Tier widerspricht ihm (zu Recht!) In den Illustrationen erleben wir den Wolf, der mit seiner Körperhaltung ausdrückt, wie er sich fühlt.
    Ein Pappbilderbuch über einen Angeber, der erkennen muss, dass es immer auch eine Stärkere gibt. Zudem treffen wir auf Bekannte aus anderen Büchern, was ich sehr witzig finde.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin feeertig!

    Ich bin feeertig!

    Arnold Hovart

    Deutsch von Tobias Scheffel

    Kunstmann

    Leseempfehlung 3 Jahre

    Diesen Ruf aus dem Bad kennen wir alle, die wir mit Kindern zu tun haben, die endlich alleine aufs Klo gehen. Und so sehen wir den Kleinen mit weit geöffnetem Mund auf dem Klo sitzen, die Rolle rosa Toilettenpapier hängt in der Halterung.
    Das erste Bild ist mit dem Cover identisch und Lewis schreit „Bin feeertig!“, aber es bleibt still.
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    Deshalb macht er sich mit der rosa Rolle auf den Weg ins Zimmer von Gretel. Wir sehen ein Gesicht mit großen Augen unter einer Decke hervorgucken, doch Lewis ist schon in der Küche, aber Großmutter sitzt im Hängeschrank und ist für den Kleinen nicht zusehen. Im Keller nimmt eine Mumie reißaus, auch sie mag den Popo nicht abputzen. Im unheimlichen Keller versteckt sich Batman, auch er will nicht helfen. 
    So fragt Lewis immer wieder, wer ihm den Popo abputzen kann, doch alle verstecken sich und so schläft er am Ende wie Dornröschen ein, um dann wieder auf der Toilette zu sitzen, als seine Mutter hereinkommt.
    Alle Bilder sind mit einem schwarzen Stift teilweise sehr düster gezeichnet, nur Lewis wird zusammen mit dem rosa Klopapier farbig dargestellt. Seine Fantasie malt ihm unheimliche Szenen aus, denn seine Mama ist wohl nicht schnell genug in der Toilette, als sein Schrei durch die Wohnung hallt.
    So wird aus einer alltäglichen Szene eine fantasiereiche und spannende Geschichte, die in ungewöhnlichen Illustrationen dargestellt wird. Mit hat das Lesen und Anschauen viel Freude gemacht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Otto fährt los – Eine Reise nach England

    Otto fährt los – Eine Reise nach England

    Stefanie Reich

    Madlen Ottenschläger

    arsEdition

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Otto, so heißt der hell türkise Camper Van, der diesmal nach England reisen wird. Arthur, Freda und ihr Papa Martin tauchen bei Otto auf und er freut sich, dass ein neues Reise-Abenteuer beginnt.
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    Obwohl Otto etwas Angst hat, durch den Eurotunnel nach England zu fahren, landen sie bald in London. Hier begegnet ihnen Sherlock Holmes, der einen Plätzchendieb sucht. Nachdem Tante Lissy und ihr Hund Daisy zugestiegen sind, sitzen am Abend alle zusammen am Feuer und singen „We all live in a super-otto-van“. Am nächsten Morgen geht es früh nach Stonehenge, hier können sie beobachten, wie die Sonne mystisch durch die Steinsäulen scheint. Weiter geht es nach Cornwall ans Meer, dort essen sie Fish and Chips und wir werden gefragt, welche englischen Worte wir kennen. Hinten im Buch gibt es dazu eine kleine Auswahl an Worten. Nach einem Regentag führt der Weg von Otto und seinen Menschen nach Tintagel Castle, hier erfahren wir einiges über König Arthus. Vor einem netten Cottage nehmen dann alle den 5 o'clock tea und erfahren einiges über Scones. 
    Eine tolle Reise, die Otto da macht, ich bin ganz neidisch und würde auch gerne diese Tour machen. Dieses Buch verbindet das Abenteuer, mit einem Camper Van unterwegs zu sein, mit einem kindgerechten Reiseführer. Hinzu kommt noch die Fantasie, die benötigt wird, Otto sprechend und reagierend in die Reise einzubinden. So wird er zu einem fühlenden Wesen, das immer wieder spannende Ideen einbringt.
    Die schönen Illustrationen tragen dazu bei, uns die Sehenswürdigkeiten zu zeigen und an den Unternehmungen auf diese Weise teilnehmen zu können.
    Ich kann Ottos Reisen nur empfehlen, sie machen so viel Spaß und wir lernen so viel dabei.

    Dagmar Mägdefrau
  • Emil und die Bärin

    Emil und die Bärin

    Leonard Erlbruch

    Kunstmann

    Leseempfehlung 3 Jahre

    Das Cover zeigt Emil, den niedlichen Hund, der ganz fröhlich auf die Bärin zugeht. 
    Zusammen mit seiner Familie fährt Emil im Kombi in den Wald. Da er sehr ängstlich ist, beschließt er, nicht auszusteigen, sondern es sich unter der Decke bequem zu machen. Doch ein interessanter Geruch lockt ihn dann doch aus dem Wagen.
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    Leider fährt seine Familie weg, ohne zu überprüfen, ob Emil im Auto ist. Emil folgt verzweifelt der Spur und muss sogar allein im Wald übernachten. Doch dann trifft er auf die Bärin Gisela, die sich schon auf ihren Winterschlaf eingestellt hat. Trotzdem verbringt sie einige Zeit mit Emil und nimmt ihn dann mit in ihre Höhle. Im Laufe des Winters bekommt sie zwei Bärenkinder, denen sie gemeinsam mit Emil alles beibringt, was sie zum Überleben brauchen. So wird aus dem kleinen ängstlichen Emil ein selbstbewusster mutiger Hund, der sich dann auf den Weg zu seiner Familie macht. 
    Die wundervollen Naturbilder von den Tieren begeistern mich und sicher auch die Kinder. Dass dieser niedliche Hund sich dann so viel traut, macht uns selbst auch etwas mutiger, selbst wenn wir keine erfahrene Bärin an unserer Seite haben.
    Da Emil am Ende wieder zwischen seinen schlafenden Menschenkindern liegt, ist das Buch auch als Gute-Nacht-Geschichte zu lesen, aber das Wichtigste ist die Freundschaft sowohl zur Bärin und ihren Kinder als auch zu Emils menschlicher Familie. Ein zauberhaftes Buch voller Wärme.

    Dagmar Mägdefrau
  • Amokalarm

    Amokalarm

    Uli Black

    BoD

    Autorenempfehlung ab 15 Jahre

    H.C., dessen Vorname nur aus diesen beiden Buchstaben besteht, wird von seinen Lehrern nie so angesprochen, sondern immer mit seinem Nachnamen „Nachtnebel“. H.C. wird bald 16 und er ist ein durchschnittlicher Schüler, nur in Mathe ist er ein Genie, so bezeichnet ihn auch sein Mathelehrer. 
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    Am liebsten spielt er Basketball mit einen Freunden Mateo, Julian und Linus, auch hier ist er ein echter Meister im Körbewerfen. Er hat keine Geschwister und seine Eltern kümmern sich vielleicht etwas zu sehr um ihn, denn H.C. hat vor einiger Zeit einen Zusammenbruch erlitten, als sein großes Idol, der Basketballer Kobe Bryant ,bei einem Helikopterunfall ums Leben kam. Inzwischen findet er beim Tragen des Trikots von Kobe Trost und er zieht sich dann damit in sein Zimmer zurück. 

    Die Geschichte wird aus der Sicht von H.C. erzählt. Er lässt uns an seinen Ängsten und Hoffnungen teilhaben und so erfahren wir in kleinen Dosen, wie es dazu kommt, dass er die Lehrer in Raum 24 der Schule mit einer Bombe bedroht. Zunächst geht es um den normalen Schulalltag, um Basketball und die Mathestunde. Später um seine Gefühle für Keira und die neue Hoffnung, die er aus dieser Liebe schöpft.

    Besonders der Zusammenbruch aufgrund des plötzlichen Todes seinen Idols wurde sehr eindringlich beschrieben. Erst im letzten Teil erfuhren wir von der Intrige, die H.C. zu seiner Tat veranlasst hat, bis dahin berichtet er auf unterschiedlichen zeitlichen Ebenen vom Geschehen. Das ist am Anfang etwas verwirrend, aber im Laufe der Geschichte entwirrt sich dann alles. Auch an die Jugendsprache musste ich mich erst gewöhnen und ich kann nicht beurteilen, wie identisch sie ist. .Ein spannendes Buch über einen Jungen, der einen Verlust verarbeiten muss, seine erste Liebe erlebt und der aus seinem Erleben heraus eine schlimme Entscheidung trifft. Ungewöhnlich sensibel erzählt - mit Einblicken in eine verletzte junge Seele.
    Dagmar Mägdefrau
  • Nächste Woche, gleiche Zeit?    

    Nächste Woche, gleiche Zeit?    

    Marlene Droop

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Im Dunkeln fährt der mit Tieren voll besetzte Bus durch die Dunkelheit, am Steuer sitzt die Giraffe, ihr langer Hals schaut oben heraus.
    Aus einer ungewöhnlichen Perspektive schauen wir in den Bus, denn der Kopf der Giraffe ist von Innen gar nicht zu sehen, die Schildkröte isst etwas mit Kirschen mit einem Löffel - und ich kann euch verraten, sie isst die ganze Zeit.
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    Im Hintergrund sind Hochhäuser zu sehen und dann geht es auf die Schnellstraße. Hier steigt das Krokodil ein, das wir erstmal finden müssen. Mitten in der Stadt steigt das Schaf noch zu und dann „fahren sie hinein in die Dunkelheit.“ Beeindruckend, wie der Bus ganz klein am Rande des Blattes davonfährt und die große helle Stadt hinter sich lässt. Diesmal schauen wir aus Sicht der Giraffe aus dem Bus auf einen Bahnübergang. Und dann fallen die ersten Tropfen und der Regen nimmt den Freunden die Sicht. 
    Das Buch macht auf die Lichtverschmutzung in unseren Städten aufmerksam. Denn in den hellen Städten sind die Sterne nicht mehr gut zu erkennen. Deshalb fahren die Tiere aus der Stadt heraus, doch leider geht schon die Sonne auf, als sie wieder freie Sicht haben, deshalb verabreden sie sich am Ende für die nächste Woche.
    Ich bin beeindruckt, wie schön Marlene Droop bei ihren Illustrationen die Sichtweise ändert und wie lebendig dadurch die Zeichnungen trotz der Dunkelheit wirken. Eine Geschichte, die in kurzen Sätzen viel aussagt und die neugierig auf den Nachthimmel macht.

    Dagmar Mägdefrau


  • Der Regenbogenfisch – Zahlen    

    Der Regenbogenfisch – Zahlen    

    Marcus Pfillster

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Klein und quadratisch ist das Pappbilderbuch mit dem Regenbogenfisch, seine Schuppen glitzern so schön auf dem Cover.
    Grün ist die erste Doppelseite und sie zeigt eine Krabbe und die steht für die Nummer 1.
    Blau ist die nächste Seite, auf der sich zwei Wale begegnen. Drei orange Seepferdchen schweben durch das blaue Wasser und vier zart türkise Muscheln liegen auf dem Meeresgrund.
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    Fröhlich schwimmen fünf Delfine durchs grünliche Wasser. Die sechs Schnecken haben sehr schön gedrehte Häuser und so geht es weiter bis zu den zehn Fischen. Aber die letzte Seite bietet noch eine kleine Überraschung.
    Hier hilft uns der Regenbogenfisch, den wir bereits aus vielen anderen Büchern kennen ,die Zahlen bis zehn kennen zu lernen. Nebenbei treffen wir auf viele Wassertiere, deren Namen und Aussehen wir ebenfalls kennenlernen. Der Text ist minimal und die Illustrationen sind einfach gehalten und zeigen doch die Tiere ganz genau in ihrem Lebensraum.

    Dagmar Mägdefrau

  • Knallharte Steinzeit – Kleines Mammut, große Gefahr – Band 1

    Knallharte Steinzeit – Kleines Mammut, große Gefahr – Band 1

    Rüdiger Bertram

    Saskia Gaymann

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Neben dem kleinen Zwergwollmammut-Baby sehen wir Krähe und Wolf. Die beiden dürften eigentlich nicht zusammen unterwegs sein, denn Krähes Mutter ist die Erfinderin des Rades und damit die Chefin des Herstellungsbetriebes, wohingegen Wolfs Vater nur die Räder herstellt. Deshalb wollen beide nicht zusammenspielen. 
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    Aber wie wir sehen, sind sie wieder zusammen unterwegs. Auch Krähe ist eine kleine Erfinderin und gleich zu Beginn der Geschichte erfindet sie einen Fußball aus Blättern, denn der Steinfußball bewährt sich nicht. Doch als sie dann einen kleinen Mammut finden, müssen sie überlegen, wie sie ihn vor den Jägern schützen können. Gut wäre es den Kleinen mit Milch zu füttern, doch er mag gerne Blätter essen, was dazu führt, dass er pupsen muss, was sehr stinkt. 
    Ich bin ja keine Freundin dieser ständigen Pupserei in Kinderbüchern, hier ist aber die Dramatik der Handlung davon abhängig. Trotzdem würde es mich freuen, wenn sich die Autor*innen mal was anderes einfallen ließen. Aber auch Wolf, der sehr schön zeichnen kann, bringt sein Talent neben Krähes Erfindungsgeist in die Geschichte ein.
    Ein ganz wichtiges Thema ist die Freundschaft zwischen den beiden Kindern und ihr gemeinsames Kümmern zur Rettung des Mammuts. Sehr gut gefällt mir, dass später alle Steinzeitmenschen zusammenhalten und den dummen Jäger davon abhalten, das kleine Mammut zu töten.
    Im Nachwort erklärt Rüdiger Bertram, dass diese Geschichte nicht authentisch die Steinzeit widerspiegelt, aber mir gefällt diese kleine Geschichte, die voller witziger Ideen und Anspielungen ist, sehr gut. Dazu beigetragen haben aber auch die cartoonartigen Illustrationen der Figuren und die kleinen Bilder, die die Geschichte auflockern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mira #sommerhaus #geister #livasgeheimnis

    Mira #sommerhaus #geister #livasgeheimnis

    Sabine Lemire

    Rasmus Bregnhøi

    Aus dem Dänischen von Franziska Gehm

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Comicartig wird der Sommer von Mira erzählt, sie berichtet uns ganz genau, was geschah. Aber vielleicht erzählt sie das auch nur ihrem Tagebuch?
    Noch vor den Ferien erfährt Mira zufällig, dass ihre beste Freundin Liva, mit der sie auch auf dem Cover zu sehen ist und die gleich nebenan auf dem Hausboot wohnt, gemobbt wird.
    mehr oder weniger lesen
    Da Liva auf eine andere Schule geht, kann Mira ihr dort nicht beistehen und ihre Mutter bemüht sich, dass Liva in Miras Klasse kommt, was ihr im nächsten Schuljahr auch gelingt. Zu Anfang des Buches werden einige Protagonisten vorgestellt und so erfahren wir, dass Miras Eltern getrennt sind und ihr Vater eine neue Frau hat. Deshalb hat Mira zwei Halbgeschwister. Mit dieser Familie reist sie in der zweiten Ferienhälfte nach Salinen. Aber zunächst geht es mit Mama und ihrem sehr sympathischen Freund in dessen Ferienhaus. Hier darf Mira sogar eine Übernachtungsparty feiern. 
    Mira hat schon ein ungewöhnliches Leben, sie lebt auf einen Hausboot und hat zwei nette Elternteile und viele Freund*innen. Besonders gut versteht sie sich mit Liva, die sie nach Kräften unterstützt. Insofern ist Mira eine tolle Freundin. Viele Themen werden in diesem Buch angeschnitten, so gibt es eine Geisterbeschwörung, die nur dem Gruseln dient. Mira findet, dass die Menschen am Strand sich nicht nackt zeigen sollten. Ein wichtiges Thema ist natürlich, dass ihre Freundin wegen ihrer Hautfarbe und ihres Aussehens gemobbt wird. Hier ist die Lösung ein Schulwechsel mit der Bemerkung, dass die Lehrer in der alten Schule das nicht so ernst nahmen. Ich hätte mir eine andere Lösung gewünscht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Alle rennen, rasen, sausen!

    Alle rennen, rasen, sausen!

    Gundi Hergert

    Heike Herold

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ich liebe gereimte Pappbilderbücher und das tun die meisten Kinder auch. Hier gibt es ein Wettrennen der Tiere, auf dem Cover stehen alle an der Startlinie.
    „Wer am schnellsten ist, gewinnt!“
    „Alle starten, rennen, rasen. Alle Tiere? Nein! Eins…“ Diesen Text lesen wir auf jeder zweiten Seite, allerdings mit kleine Veränderungen, damit sich der Text auf der nächsten Seite reimt, wie hier am Anfang, wo der Text weitergeht mit „…fängt lieber Seifenblasen.“
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    Und wir sehen ein Nashorn, das nach den Seifenblasen greift. Von den anderen Tieren sehen wir nur einzelne Körperteile in einer Riesenwolke. Am Hot Dog Stand sehen wir den Hund, der lieber heiße Würstchen kauft. Und so verabschieden sich nach und nach die Tiere, nur die Hasen halten bis zum Schluss durch und erleben eine Überraschung.
    Wunderschöne kurze Reime mit vielen Wiederholungen, das lieben alle Kinder und ich genieße es vorzulesen. Ein Buch, das sicher ein Renner in unserer Bücherkiste wird.

    Dagmar Mägdefrau