• Mama Muh feiert Weihnachten

    Mama Muh feiert Weihnachten

    Julia Wieslander

    Sven Nordqvist

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ich muss zugeben, dass ich "Mama Muh" erst mit diesem Buch kennenlerne. Es ist ein Klassiker aus den 1990er Jahren, zu dem immer wieder neue Folgen erscheinen. Der Illustrator ist bekannt durch seine Geschichten vom "Findus". 
    Mama Muh lebt auf einem Bauernhof und es geht auf Weihnachten zu, der Bauer hat schone einen Tannenbaum mit nach Hause gebracht. Die Krähe beneidet die Kühe weil sie es warm und hell haben. Aber was macht Mama Muh da, sie springt im Stall hin und her? Sie will dem Bauer zu Weihnachten eine Freude machen und Sahne in ihrem Bauch schlagen. 
    mehr oder weniger lesen
    
    
    
    
    

    Als die Krähe hört, dass Weihnachten schon morgen ist, fliegt sie nach Hause und packt Geschenke für sich ein. „Das ist die einzige Möglichkeit, sonst bekomme ich gar keine Geschenke.“ Leider kann sie dann vor Aufregung nicht schlafen und packt alle Geschenke wieder aus. Als sie fertig ist, dämmert schon der Morgen und so fliegt sie zum Kuhstall. Mama Muh ist festlich geschmückt und im  Stall steht ein Weihnachtsbaum. Die Krähe klagt „Niemand kümmert sich um die Krähen..“ Dann kommen die Hühner durch Fenster hinein und Mama Muh hat eine Überraschung für die Krähe. Alle zusammen radeln auf Mama Muhs Fahrrad in den Wald. Dort seht sie, die helle erleuchtete Tanne, das Geschenk für die Krähe. Da fliegt sie schnell nach Hause und bringt für Mama Muh ein Geschenk. Sie bekommt eine schöne Glocke über die sie sich sehr freut.

    Eine schöne Geschichte zu Weihnachten, die eigensüchtige Krähe bekommt eine Geschenk und kann sogar abgeben. Der Text ist schon etwas länger, die Bilder dazu machen besonderen Spaß. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Hirsch Heinrich

    Hirsch Heinrich

    Fred Rodrian

    Werner Klemke

    Beltz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der Zehnender Heinrich kommt aus China in den heimischen Tierpark. Hier fühlt er sich sehr wohl und am meisten freut er sich über den Besuch der Kinder. Sie dürfen ihn, wenn der Wärter Erich das erlaubt, sogar mit Möhren füttern. So lernen wir einige Besucher kennen, wie z.B. die recht kleinen Kinder mit ihrem langen Lehrer. Oder Paul, der Heinrich im Sommer mit Kienäpfeln beworfen hat, ihm aber jetzt eine Möhre mitbringt und sich entschuldigt. 
    mehr oder weniger lesen
    Aber am 24. Dezember kommt keiner Heinrich besuchen. So macht er sich auf und geht in den Wald, er möchte zurück nach China. Einsam und hungrig sieht er ein Dorf, trifft auf Jäger und flieht weiter. Dann kommen die Kinder mit ihrem Lehrer in den Wald, sie singen eine Lied und bringen eine Baum mit Futter für die Tiere mit. Da bekommt Heinrich Sehnsucht zum Tierpark und läuft wieder zurück. Hier sind schon alle versammelt und freuen sich, dass Heinrich wieder da ist.
    
    Das Buch ist ein DDR-Klassiker aus dem Jahr 1960. Ein wenig sieht man das den Bildern an. Die Geschichte ist aber durchaus gut vorzulesen und in ihrer Aussage zeigemäß.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die kleine Glocke die nicht läuten wollte

    Die kleine Glocke die nicht läuten wollte

    Heike Conradi

    Maja Dusíková

    NordSüd

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Die Bilder in diesem Weihnachtsbuch zaubern eine wundervolle Weihnachtsatmosphäre und auf dem Cover funkelt der Schnee. Der Kirchturm der kleinen Stadt hat vier Glocken und die drei großen Glocken sind unterschiedlich dick und aus verschiedenen Metallen, auch ihr Klang ist unterschiedlich. Nur die neue kleine Glocke schwingt zwar, aber es kommt kein Ton. Sie läutet nicht. Die Taube Felidia fragt die kluge Krähe Carol um ihren Rat. "Da helfen gute Worte" da sucht die Taube nach guten Worten und für die verschiedenen Tier sind das ganz unterschiedliche Begriffe.

    mehr oder weniger lesen
    Es beginnt mit Morgensonne, dann kommen Lebkuchenkrümel, Glitzerschnee, Merry Christmas und Stinkekäse. Auch "Hab dich lieb" führt nicht zum Läuten der kleinen Glocke. Erst das Wort "Frieden" kann die Glocke überzeugen in das Läuten der großen Glocken einzustimmen. "Friede auf Erden" der Weihnachtswunsch, den wir alle haben.
    
    Das Buch ist ein leise Buch, dass uns ein wenig inne halten lässt.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
    
  • Unsere eigene Weihnachtsgeschichte

    Unsere eigene Weihnachtsgeschichte

    Annette Langen

    Marije Tolman

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Mia und ihr kleiner Bruder Jona spielen gemeinsam die Weihnachtsgeschichte nach. Mia muss dem kleinen Bruder immer wieder weiterhelfen, wenn er nicht mehr weiß, was als nächstes geschieht. In dem "Oje, oje" der kleinen Mia, liegt dies ganze Verzweiflung Marias, als sie kein Zimmer finden. Nach der Geburt Jesus, dem Besuch der Heiligen drei Könige und dem Erscheinen der Engel ist das Spiel zu Ende. Aber morgen gehen sie wieder nach Bethlehem.
    mehr oder weniger lesen
    Die Zeichnungen sind wie mit Bleistift von einem Kind gemalt und bunt gemacht. Viel Landschaft und winzige Figuren. Aber man kann die Geschichte sehr gut nachvollziehen und es ist einfach schön, wie die Kinder sich in die Situation von Maria und Josef hineinversetzten. Sicher auch ein Anreiz selbst mal nach "Bethlehem zu gehen."
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Stille Nacht – Ein Lied geht um die Welt

    Stille Nacht – Ein Lied geht um die Welt

    Brigitte Weninger

    Julie Wintz-Litty

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahren

    Weiche, ich denke mit Wasserfarben gemalte Bilder, die die Zeit gut abbilden. Der Text ist schon etwas länger, geht aber sehr schön auf die Zeit und die arme Region ein.
    
    Natürlich kennen wir alle dieses schöne Weihnachtslied und entgegen der meisten anderen Lieder sind uns hier Komponist und Textdichter ein Begriff.
    mehr oder weniger lesen
    Lukas und seine behinderte Schwester kommen zum Pfarrer Joseph Mohr um ihm am Heilig Abend zu helfen. Lukas erzählt, dass der Vater zwar wieder Arbeit habe, sie aber trotzdem nicht genug zu essen haben. An Hand der Karte zeigt Pfarrer Mohr ihnen, dass ein Vulkanausbruch auf einer Pazifikinsel Schuld am kalten Wetter ist und deshalb die Pflanzen nicht wachsen. Die Kirche ist zwar festlich geschmückt aber kalt und der Organist und Lehrer Gruber muss feststellen, dass die Orgel defekt ist. 
    
    Weihnachten ganz ohne Musik ist nicht vorstellbar und Mohr hat noch einen Text, den der Lehrer mit seiner Gitarre vertont. Als am Ende der Weihnachtsmesse das neue Lied gesungen wird hören die Menschen ergriffen zu. Sie haben etwas besonderes erlebt "und eine kleiner Funke Hoffnung wärmt ihre Herzen."
    
    Als die Orgel ein Jahr später repariert wird, schreibt der Orgelbauer sich das Lied ab und durch eine Sängerfamilie wird das schöne Weihnachtslied weitergetragen, heute singt es die ganze christliche Welt in 300 Sprachen. Am Ende des Buches wird der Leser aufgefordert das Lied zu singen. Die letzten Seiten zeigen die Biografie der Beteiligten und ganz am Ende steht der Text und die Noten.
    
    Ein wunderschönes Weihnachtsbuch mit viel Information und Gänsehaut.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die wunderbare Weihnachtsreise

    Die wunderbare Weihnachtsreise

    Lori Evert

    Per Breiehagen

    Fischerverlage

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahren

    Ein Buch, dass einfach ganz toll zu unserem Lapplandzelt passt. Die Bilder sind so wunderschön fotografiert da können sich die ganz Kleinen schon nach Lappland denken. Ich habe das Buch gerne zur Einstimmung gezeigt. Für Kleine, bzw. für eine größere Gruppe Kindergartenkinder ist der Text zu lang, aber allein aus den Bildern ergibt sich die Geschichte.
    
    Ich bin verzaubert von diesem schönen Bilderbuch und finde, es als Vorlesebuch in der Weihnachtszeit wirklich unverzichtbar. Zumindest, wenn man in einem Lapplandzelt vorliest.
    mehr oder weniger lesen
    Das kleine Samenmädchen Anja möchte zum Weihnachtsmann und muss natürlich durch die verschneite Landschaft. Sie ist mit ihren Skiern unterwegs und findet Tiere, die ihr weiterhelfen. Zum Schluss fliegt es mit dem Rentier über den Himmel. Am Ende liegt sie in ihrem Bett und sieht keine Spuren und keine Tier, hat aber das Glöckchen in der Hand. Und wenn sie sich dann fragt, ob alles ein Traum war? Sehe ich in große Kinderaugen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wer hat Weihnachten gelaut?

    Wer hat Weihnachten gelaut?

    Fabiola Nonn

    Amélie Jackowski

    Thienamann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Am Anfang sind sie noch da, die Kerzen am weißen Tannenbaum. Aber das Eichhörnchen vermisst schon sein Plätzchen, der Igel sucht seine Lichterkette und beim Hasen fehlen die Christbaumkugeln. So geht es jedem Freund und in der Mitte des Buches steht die Tanne ohne Kerzen da. Wer ist wohl für all diese Diebstähle verantwortlich?
    
    Der Bär hat eine besondere Überraschung für alle, in seiner Höhle soll Weihnachten gefeiert werden, ja und dazu hat er all diese Dinge genommen.
    mehr oder weniger lesen
    Man kann die Moral hinter der Geschichte in Frage stellen, trotzdem ist es spaßig sie zu lesen. Die Bilder sind einfach gehalten, sie zeigen eine besondere Handschrift. Mir gefallen sie deshalb sehr gut.
    
    Inzwischen habe ich das Buch Kindergartenkindern vorgelesen und es hat allen viel Spaß gemacht. Sie fiebern mit, wo all die Weihnachtssachen bleiben.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Anton und der Gargoyle

    Anton und der Gargoyle

    Jo Ellen Bogart

    Maja Kastelic

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein Gargoyle ist ein Wasserspeier, ein architektonisches Element zur Wasserableitung an den Traufrinnen der Dächer. Meist finden wir so eine Figur auf den Dächern alter Kirchen. 
    Auf dem Cover dieses Bilderbuches, das ganz ohne Text auskommt, sehen wir ein Fabelwesen mit Flügeln, das ziemlich böse ausschaut. Daneben einen Jungen mit einem kleineren niedlichen Modell.
    Das Buch beginnt damit, dass wir ein Haus zunächst von außen anschauen, durch das Fenster sind Fotos zu sehen, denen wir uns mit den nächsten Bildern immer mehr nähern. So kennen wir Anton schon von diesen Bildern, als er dann selbst auftaucht. Als Anton zu Bett geht, findet er in seinem Schrank ein graues Wesen mit großen Augen.
    mehr oder weniger lesen
    Er spielt mit ihm und versteckt es vor seinen Eltern. Dann gibt die Mutter ihm ein Buch von Notre-Dame in Paris und dort entdeckt der Junge einen Gargoyle, denn das ist sein kleiner Freund. Einige Zeit später kommt ein Brief von der Großmutter, auf dem beiliegenden Foto kann man im Hintergrund den Eifelturm sehen. So reist die Familie nach Paris, Anton und sein Fabeltier besuchen die Kathedrale wo dieser seine Mutter? trifft.
    
    Vielleicht kann man die Geschichte auch etwas anders erzählen, es gibt ja keinen vorgegebenen Text, aber viele einfühlsam gestaltete Bilder. Ich bin gespannt, welche Geschichten mir von den Kindern erzählt werden, aber man kann das Buch auch einfach anschauen und sich an den Bildern erfreuen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hippe Hexen und ihre zauberhaften Tiere

    Hippe Hexen und ihre zauberhaften Tiere

    April Suddendorf

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein kunterbuntes Cover mit einer Hexe vor einem großen Kessel mit vielen Tieren an ihrer Seite macht neugierig auf den Inhalt des Bilderbuches.
    Das erste lange Gedicht erklärt, dass Hexen meist ein Tier an ihrer Seite haben. So sitzt zunächst ein dickes rosa Schwein in der Wanne und wird von Helene gewaschen. Aber sonst sitzt das Schwein in Büro und macht die Steuererklärung. 
    Priya hält eine Schlange, weil sie das Gift zum Brauen ihres Hexentranks benötigt. Ein Makake ist vielseitig zu verwenden. 
    Auf der nächsten Seite heißt es „Das Hexenzeug in Sack und Pack trägt für Wu deshalb der YAK.“ Mäuschen, ein Schuppentier, ein Bär und eine Schar Gänse sind die nächsten Mitbewohner der Hexen.
    mehr oder weniger lesen
    Ein Papagei als Sekretär kann ich mir gut vorstellen. Nachdem Morganas Hand von einem Hai erwischt wurde, trägt sie einen Harken, wie ein Pirat und bekommt Hilfe von einem Krebs. Würmer helfen im Garten und Daisy hat ein Schaf. Die Waschbären halten alles sauber und die tätowierte Joana nutzt den Eichhörnchenschwanz zum Staub entfernen. Nach Schildkröte und Giraffe, stellt uns die letzte Hexe in der Ich-Form ihren Hund vor.
    
    Auf den Bildern ist viel zu entdecken und die gereimten Texte sind meist sehr kurz und witzig. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Eichhörnchen und der verlorene Schatz

    Das Eichhörnchen und der verlorene Schatz

    Coralie Bickford-Smith

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch hat einen Leineneinband und wirkt dadurch sehr edel. 
    Alle Bilder sind in einer besonderen Technik erstellt, es handelt sich wohl bei einigen um Drucke, die Farben beschränken sich auf schwarz, grün und verschiedene orange und rote Töne.  So sehen wir auf rotem Untergrund stilisierte Eichenbäume darauf ein einzelner Satz. Man muss schon genau hinsehen, um das kleine Eichhörnchen zu finden. Schwarz-weiß sehen wir viele Eichhörnchen „Ein Rascheln, Schnüffeln, Knabbern.“ Dann lernen wir unser Eichhörnchen genauer kenne, orange hebt es sich vom Hintergrund ab. Dann auf einer Doppelseite eine orangene riesige Eichel. Sofort sichert sich das Eichhörnchen „den glänzenden Schatz“ und sucht ein gutes Versteck.
    mehr oder weniger lesen
    Zwischen den herbstlichen Bäumen muss man den Worten folgen, um einen Satz zu bilden. Dann ist der perfekte Platz gefunden „Hier würde seine Eichel sicher sein.“
    Wir können uns schon vorstellen, was mit der Eichel geschieht, denn im nächsten Jahr findet das Eichhörnchen sie nicht wieder, dafür sehen wir auf der Lichtung einen kleinen Spross.
    
    Der Text besteht aus kurzen einfachen, aber doch poetischen Sätzen, die man oft in den Bildern suchen muss. Die Geschichte ist nicht neu, aber auf eine besonders Weise erzählt, dazu kommt die künstlerische Gestaltung, die mich sehr beeindruckt hat. 
    Ein wunderschön gestaltetes Buch, dass sich sicher auch als Geschenk für Erwachsenen eignet. Denn es vermittelt auch die Hoffnung, dass es immer neues Wachstum gibt. Danke kleines Eichhörnchen!
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Grimm und Möhrchen – Ein Möhrchen im Gemüsebett

    Grimm und Möhrchen – Ein Möhrchen im Gemüsebett

    Stephanie Schneider

    Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nach drei wundervollen immer wieder gerne gelesenen Kinderbüchern mit einem längeren Text, kommt der kleine Zesel jetzt als Bilderbuch daher.
    Schon das Cover sieht so gemütlich aus, dieses Bett mit den vielen Unterlagen und dem Baldachin einfach traumschön.
    Den Text des Liedes „ich bin heut ein Kuscheltier“ finden wir hinten und vorne im Buch, mit dem QR-Code kann man sich das Lied auch gleich anhören. Ich finde es etwas lahm, aber es soll ja auch ein Schlaflied sein. 
    Auf der ersten Seite können wir noch einige Informationen zu Möhrchen nachlesen und wir erfahren, dass der kleine Zesel Gemüse liebt. Deshalb geht es auf der nächsten Seite in den Garten.
    mehr oder weniger lesen
    Jedes kleine Detail erzählt uns was und der Strandkorb mit Tee und Kuchen, wer möchte da nicht gerne drin sitzen? Dann geht’s ins Bett, d.h. Möhrchen legt sich in seinen praktischen Koffer. Doch trotz der Abendroutine können die beiden nicht schlafen. Sie müssen noch ein Buch holen, weil sie eine Gutenachgeschichte lesen wollen. Ihre Wahl fällt auf „Die Prinzessin auf der Erbse“. Da ist es kein Wunder, dass Möhrchen sich auch so ein Bett wünscht. Also werden alle weichen Unterlagen geholt und im Bett aufgestapelt. Auf der Seite können wir das Holen der einzelnen Teile genau nachvollziehen. Um dann das Ergebnis zu bewundern, müssen wir das Buch hochkant halten. Grimm ist schon eingeschlafen, da fällt dem Zesel ein, dass sie noch etwas vergessen haben.
    
    Ich muss zugeben, dass ich nicht objektiv sein kann, weil ich den kleinen grauen Kerl einfach so gerne mag und ich mich freue, dass mit diesem Buch auch etwas kleinere Kinder angesprochen werden, die sich freuen werden, so ungewöhnliches Tier kennenzulernen. 
    
    Neben den wunderschönen Bildern, die den Zesel so lebendig darstellen, ist das Lesen des Textes ein echter Genuss. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Flora und der Bär im Zauberwald

    Flora und der Bär im Zauberwald

    Olga Strobel

    Karibu

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt den Bären mit der kleinen Flora auf seinem Rücken. Die beiden sind in der Dämmerung unterwegs und wir sehen die Laterne des Bären und Floras Zauberstab leuchten.
    Bei Vollmond sitzt der Bär einsam am Lagerfeuer und brät einen Fisch. Als er „an einem sonnigen Herbsttag durch den Wald streift“, findet er Flora in ihrem Zelt. Sie ist, seit ihre Eltern fort sind, allein. (Meine Enkelin würde an dieser Stelle in Tränen ausbrechen und wäre nicht zu trösten.) Die Beiden freunden sich an und unternehmen viel zusammen. Auch als es Zeit für den Winterschlaf wird, bleibt der Bär bei Flora und die beiden sitzen am alten Ofen und trinken Schokolade.
    mehr oder weniger lesen
    Doch eines Tages ist Flora verschwunden, der Bär sucht sie überall. Die Eule Agata vermutet, dass sie im Zauberwald von der bösen Hexe gefangen wird. 
    Trotz ihrer Angst machen sich die Tiere auf Flora zu suchen. Zum Glück begegnet ihnen ein kleiner Wichtel, der ihnen seine Hilfe anbietet.
    
    Eine spannende Geschichte wird da in diesem Bilderbuch erzählt und die zuhörenden Kinder müssen schon ein wenig tapfer sein, wenn sie bis zum Ende durchhalten wollen. Denn natürlich geht die Geschichte gut aus, weil Flora eine tapfere kleine Hexe oder Fee ist.
    Mir haben die Bilder sehr gut gefallen, sie sind schön gezeichnet und wirken fast dreidimensional. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Willy Werkels Werkzeug

    Willy Werkels Werkzeug

    George Johansson

    Jens Ahlborn

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt Willy Werkel und seinen Hund Buffa, die beiden waren eine ganze Zeit lang unterwegs und freuen sich auf ihr zu Hause. Doch leider hat der Sturm schon einiges am Haus beschädigt, das muss Willy reparieren. Aber leider hat er seine Werkstatt verlassen, ohne vorher aufzuräumen. Deshalb muss er das jetzt machen, denn alle seine Werkzeuge liegen wild durcheinander. 
    Zunächst stellt Willy uns den Hammer vor, „er muss eine gute Balance haben, wie ein Balletttänzer.“ Es folgen die Zangen und der Schraubenzieher. „Nageln ist gut. Schrauben ist oft besser.“
    mehr oder weniger lesen
    Der Universalschlüssel, auch Engländer genannt, nutzt das Drehmoment aus. Wie wird genau erklärt. Der Kuhfuß dagegen wird als Hebel benutzt, so kann man auch schweres anheben. Die Axt ist ei Keil am Stil und für vieles nützlich. Zollstock und Bleistift gehören auch in Willys Werkstatt, ebenso wie Säge und Messer. Schraubzwinge und Hobel arbeiten oft zusammen und meist darf dann auch Sandpapier nicht fehlen. Aber Willy hat auch Maschinen, seine elektrische Bohrmaschine, den Akkuschrauber und die Kettensäge. Dann können wir sehen, wie aufgeräumt es in Willys Werkstatt aussieht und Willy kann endlich sein Haus für den Winter klar machen.
    
    Die einzelnen Werkzeuge werden von Willy sehr gut erklärt, dabei wendet er sich mit seinen Erklärungen an seinen Hund. Die Bilder zeigen realistisch die einzelnen Gegenstände und ihre Funktion. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mein verrücktes Pop-up-Klappenbuch – Achtung, Flusspferd im Klo!

    Mein verrücktes Pop-up-Klappenbuch – Achtung, Flusspferd im Klo!

    Sam Taplin

    Susan Batori

    Usborne

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt das Flusspferd, wie es im Klo steckt, ein fröhliches Bild, überall schauen noch andere Tiere heraus. 
    Und so witzig geht es in dem Buch auch weiter. Zunächst erfahren wir, dass das Buch nicht lustig ist, sondern ernsthaft von einem Luxushotel handelt. Doch wenn wir die grüne Türe öffnen, taucht ein Bär auf. „Ein Bär! Hier doch nicht!“ behauptet der Text, aber hinter der Aufzugstür, vor deren Öffnen gewarnt wird, sitzt ein Tiger. Aber auch das wird geleugnet, stattdessen soll man im Restaurant Platz nehmen, allerdings sitzen unter der Tischdecke zwei Giraffen.
    mehr oder weniger lesen
    Bevor wir es uns im Zimmer gemütlich machen, sollen wir die Vorhänge öffnen und hinter dem roten Vorhang steht eine Elefantendame mit ihrem Gepäck. Aber der Knaller ist das Bad, hier sitzen im Schaum viele Tiere und, wie angekündigt, das Flusspferd im Klo.
    
    Die Tiere kommen immer als Pop-up-Figur daher und der Text ist einfach zu witzig, weil er das Gesehene abstreitet. Das macht den Kindern so richtig Spaß.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wenn Schweine fliegen

    Wenn Schweine fliegen

    Ulla Mersmeyer

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein toller Titel und auf dem Cover schaut der Bär verwundert in die Luft. Im Wald spielen die Tiere Verstecken und das Schwein hat ein besonders gutes Versteck entdeckt. In einem hohlen Baumstamm war es nicht zu sehen, konnte aber die Lichtung beobachten. 
    Nachdem die Tiere das Schwein nicht gefunden haben, macht es sich mit einem „Piiieep“ bemerkbar. Als die anderen es endlich gefunden haben, durfte es aus seinem Versteck kommen, doch leider steckte das Schwein fest. 
    Alle Tiere versuchen es zu befreien, doch leider erfolglos. Als auch er Bär nichts erreicht, hat das Schwein eine Idee.
    mehr oder weniger lesen
    Es verlangt, dass man die Erbsensuppe, die es für die Freunde vorgekocht hat, holt. Das Schwein isst den ganzen Suppentopf leer und ihr könnt euch denken, was in ihren Gedärmen los war. „Ratter-Knatter-Pöfff!“ sauste es aus der Baumröhre und folg hoch in die Luft. 
    
    Ein richtig witziges Bilderbuch mit vielen Tieren und guten Freuden. Auch wenn mir das Pupsen in Bilderbüchern manchmal zu viel wird, gefällt es mir, wie die Geschichte sich hier entwickelt. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Es gibt keine Drachen in diesem Buch

    Es gibt keine Drachen in diesem Buch

    Donna Lambo-Weidner

    Carla Haslbauer

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Serafina Nachwuchspreis für Illustration 2023

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2024

    Das Cover zeigt ein Haus und aus dem Dachfirst kommt ein längliches orangenes Gebilde, das lässt darauf schließen, dass der Titel wohl nicht ganz dem Inhalt des Buches entspricht. Zunächst sehen wir nach dem Aufschlagen des Buches viele Schellen mit unterschiedlichen Namen. Unter dem Titel gibt es noch die Aufforderung, umzuschlagen und sich selbst zu überzeugen. 
    Viele Kinder eilen zum Haus und auf der nächsten Seite sind sie im Haus, es gibt wohl eine Feier. „Zehennägel? Du siehst Zehennägel? Kann nicht sein.“ So beginnt der Text und wir sehen einige Hände und eine orange „Klaue“, aber die kann nicht von einem Drachen stammen. 
    mehr oder weniger lesen
    Im Kamin ist ein großes Maul zu sehen, dass Feuer speit. Aber auch hier wird abgewiegelt. Auch aus dem Toilettentopf schaut uns ein Gesicht entgegen und ein orangener Schwanz kommt aus dem Wasserbehälter. „Vor allem, weil es in diesem Buch keine Drachen gibt.“ Für das Chaos können nur Kinder verantwortlich sein, dabei geht der Schwanz quer durchs Bild. Auch in der Küche und unter dem Esstisch ist etwas zu entdecken, was einem Drachen ähnelt. Die Kinder klettern eine Leiter hoch und dazu muss das Buch hochkant gehalten werden. Auf dem Dachboden ist dann der gesamte Drache zu sehen, er bedankt sich bei den Lesern, dass sie so mutig sind und das Buch noch lesen. Es gibt sogar noch mehr Drachen und wir müssen das Buch fest schütteln, damit sie herausfallen. „Wie war das, du willst den Titel ändern?“  So lautet der letzte Satz des Buches und auf den Schellen kleben Schilder mit neuen Namen.
    
    Ich tue mich sehr schwer mit diesem Buch, weil es mich sehr an andere Bücher erinnert. „Dieses Buch ist leer“ und „Wie man ein Buch liest“ beide von Daniel Fehr, aber auch „Das schrecklichste Monster der Welt“, das leider nicht mehr verlegt wird. In allen Büchern werden die Kinder direkt angesprochen und nichts ist so, wie es scheint.
    
    Da ich aber davon ausgehe, dass die Kinder die genannten Bücher nicht kennen, werden sie sicher viel Spaß an den widersprüchlichen Aussagen haben und dieses Buch mögen. Die Texte sprechen, wie gesagt, die Leser direkt an, die Bilder sehen aus, als wären sie von Kindern mit Buntstiften gezeichnet. 
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Ein klein wenig Mut

    Ein klein wenig Mut

    Claire Alexander

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der erste Teil „Ein klein wenig anders“ hat uns mit den Plufer bekannt gemacht. Sie sehen aus wie graue Luftballons mit Ohren und kleinen Beinchen. Diese haben zarte bunte Flecken und sie können alle beim „Schluufen!“ bunte Wolken ausstoßen. Allerdings stellen sie sich dabei auf den Kopf und so können sie mit diesen bunten Wolken aufsteigen und fliegen. Doch einer traut sich nicht. Obwohl die anderen ihm versichern „Fliegen ist fantastisch!“ bleibt er lieber auf der Erde. Da kommt die anders geformte Figur, die wir auch aus dem ersten Band kennen und sie staunt, dass die Plufer jetzt fliegen können. Trotz dieser Unterstützung, meint der kleine Plufer, dass er es nicht schaffen wird.
    mehr oder weniger lesen
    Doch „Schritt für Schritt“ schaffen es die beiden mit Unterstützung der ganzen Bande, dass auch der letzte Plufer fliegt. „Ich fühle mich mutig!“ sagt er dann stolz. „Mit ein klein wenig Mut können wir alles tun und überallhin.“ Ist das Resümee dieses bezaubernden Buches.
    
    Es ist sicher schön, wenn einer jemand an die Hand nimmt und uns Mut zuspricht und sicher kann uns so vieles gelingen. „Alles und überallhin“ hört sich für mich allerdings etwas gefährlich an. Unsere Angst hat durchaus auch seine Berechtigung. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • So oder so – Einfach Pinguin sein

    So oder so – Einfach Pinguin sein

    Marcus Pfister

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nominiert für den Serafina Nachwuchspreis für Illustration 2023

    Auf dem Cover winkt uns ein Pinguin fröhlich zu und im Einband sehen wir viele Pinguine. Oben links auf der Seite steht „Jeder Pinguin ist anders“ und unten rechts „Aber jeder ist ein Pinguin.“ 
    Von diesen Aussagen erzählt das Buch. Zunächst sehen wir viele Pinguine in der typischen Landschaft und dann lernen wir einige von ihnen kennen. Luca, der anders aussieht als die anderen Pinguine, den aber „Die meisten mögen.“ Die besten Freundinnen Mila, Hanna und Emilie, Ida, die zwar dazu gehört, die aber auf der Suche nach sich selbst ist.
    mehr oder weniger lesen
    Der Spaßmacher Timo, der hinter der Maske traurig ist und der Lustige Felix mit den kurzen Stummelflügeln. Lena, die sich in Ida verliebt hat und Sarah, die nicht viel spricht, aber toll zeichnen kann. Leon, der schwerfällig wirkt, der aber auch sehr flink sein kann, wenn er will. Der kluge Theo, der lein Streber sein will und Sofia, die in einer besonderen Sinneswelt lebt.
    Obwohl sich die Pinguine für uns sehr ähnlich sehen, sind sie doch Individuen, genau wie wir. Auch bei uns gibt es so unterschiedliche Kinder, wie hier in der Antarktis. Viele Kinder werden sich in den Beschreibungen wiederfinden oder jemanden kennen, der so ist. Die Vorstellung der einzelnen Tiere ist so zart und liebevoll, da kann man sich angenommen und wohl fühlen. Die Bilder, die leicht verwaschen wirken und dadurch besonders weich sind, gehen immer über eine Doppelseite und sind einfach wunderschön anzuschauen.
    
    Ein rundum gelungenes Buch, dass uns die Vielfalt unserer Gesellschaft beschreibt und zeigt, dass wir stolz auf diese Vielfalt seien sollten.
    
    Dagmar Mägdefrau