• Frida und der NeinJa-Ritter

    Frida und der NeinJa-Ritter

    Philipp Löhle

    Gloria Jasionowski

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Frida ist der erste Zahn ausgefallen und nun hat sie Schwierigkeiten das „F“ auszusprechen. Es gibt immer ein Zischen und es hört sich wie „Phhh“ an. Da taucht aus ihrem Kleiderschrank ein Ritter auf einem schwarzen Zebra auf. Es ist ein NeinJa-Ritter, der diese beiden Antworten immer vertauscht und er hat die weißen Streifen seines Zebras verloren.

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    Sein Ziel ist das Land der verlorenen Dinge, allerdings ist ein Zebra ohne Streifen nicht in der Lage sich zu orientieren, deshalb sind die bei Frida gelandet.
    Sie machen sich zusammen auf in das Land der verlorenen Dinge, denn auch Frida hofft dort eine Lösung für ihr Problem zu finden. Die Drei gelangen an das Ende der Welt, auf dem Weg zu Weisheit gelangen sie zur Blauheit, treffen auf ein Geburtstagskind, das unentwegt einen Geburtstag feiern muss und in eine verkehrte Welt, wo ich einiges nicht so ganz logisch fand. Am Ende erreichen sie ihr Ziel ein riesiges Warenlager, geleitet von Zwillingen. 

    Die Kapitel sind nicht ganz so kurz, manche Seiten sind voll beschrieben, aber es gibt auch viele bunte Bilder, die ich sehr schön finde. Die Zuhörenden müssen also schon etwas mehr Konzentration für das Buch aufbringen, die wechselnden Szenen müssen ja auch begriffen werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein total verrückter Schultag

    Mein total verrückter Schultag

    Barbara van den Speulhof

    Martina Hoffmann

    kizz.

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch beginnt mit einer Gebrauchsanweisung, denn die Texte und Bilder im Buch sind nicht vollständig und müssen vom Leser ergänzt werden. Es gibt grüne Felder in die der Name des Eigentümers eingetragen wird. Die Namen Freund, des Hausmeistes und der Lehrkräfte haben andersfarbige Felder. Unvollständige Bilder (Gesichter ohne Frisur) haben ein kleines Bleistiftzeichen , das bedeutet, dass hier individuell ergänzt werden kann.

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    Das Icon Fotoapparat besagt, hier kann auch ein Foto eingeklebt werden. Bis das Buch „fertig“ ist, ist also einiges zu tun.  

    Der Text beginnt mit der Schule, hier muss der Name und ein Bild ergänzt werden. Der Beginn der Geschichte kann mit Tag und Uhrzeit festgelegt werden. Das Kind ist zu früh und deshalb allein in der Klasse. Gleich fällt ein ekliger Geruch auf. Wieder im Gang kommt das Kind am Musikraum vorbei und kann auch hier entscheiden, welche Musik es hört, das selbe passiert an der Turnhalle. Auf dem Schulhof begegnet das Kind einem Freund, zusammen erleben sie merkwürdige Dinge bis sie einem kleinen Hund im Klo finden. 

    Die kleine Geschichte wird mit viel Spannung erzählt und das Ergänzen der Worte machen Leseanfängern sicher viel Spaß. Später wird das Buch sicher immer als schöne Erinnerung im Regal bleiben. Sicher ein besonderes Geschenk zur Einschulung.

    Dagmar Mägdefrau

  • Paul Bims – Ein Detektiv auf Spurensuche

    Paul Bims – Ein Detektiv auf Spurensuche

    Barbara von den Speulhof

    Katharina Vöhringer

    kizz.

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Große Schrift, viele tolle Bilder und kurze Kapitel – ein gelungenes Buch für Leseanfänger.
    Der siebenjährige Paul lebt mit seiner Assistentin, die er Mama nennt, zusammen. Vormittags hat er Verpflichtungen, da bildet er sich weiter, das ist wichtig für das Verfassen von Rechnungen und Dankesbriefen.  In seinem ersten Fall rettet er Frau Sackenpummsel vor einer Spinne.

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    Im nächsten Fall lernen wir den „Kinderaufzug“ oder besser „Runterzug“ kennen. – Erwachsene nennen es das Treppengeländer hinunterrutschen. Und den Opa von Timur, der die Legosteine säubert. Viel Spaß hatte ich bei der Geschichte, in der der Hamster im gelben Gummihandschuh herumläuft. Schon das Bild dazu ist herrlich.

    Wir erleben spannende Tage mit Paul, beim Theater spielen in der Schule oder im Urlaub mit Papa und seiner neuen Freundin. Immer kombiniert der Detektiv und kann einige Fälle klären. Dabei ist er immer freundlich und hilfsbereit.  Ich hoffe, dass Paul noch viele Fälle lösen wird, denn mir hat das Buch viel Freude gemacht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Pit & Pelle gehen einkaufen

    Pit & Pelle gehen einkaufen

    Stefanie Schütz

    Susanne Göhlich

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ein wenig erinnert diese Bilderbuchgeschichte an den Michel von Lönneberga. Pit und Pelle sollen den Eltern ein wenig helfen. Doch Wäsche aufhängen und den Küchenfußboden putzen war schon nicht so richtig gelaufen. Deshalb sollen sie jetzt einkaufen. Papa hat den beiden einen Zettel geschrieben und für Pelle, der noch nicht lesen kann, hat er sogar Bilder gemalt.

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    Aber im Supermarkt viel den beiden noch so viel anders ein, was der Haushalt noch ringend braucht, wie z.B. Glühbirnen, wenn mal welche kaputt gehen. Natürlich schaffen die beiden Brüder es nicht die Sachen zu tragen. Deshalb essen sie die Sachen für das Abendessen gleich im Supermarkt. Dann pflanzen sie die Kartoffeln auf dem Parkplatz und als noch Freunde dazu kommen, helfe diese auch mit, den Einkauf zu verkleinern. Nach einigen Abenteuern kommen sie spät nach Hause. Die Eltern sind nicht ganz so erfreut über die ausgefallenen Ideen, aber Pit und Pelle schlafen müde vom Einkaufen zufrieden ein.

    Lustige Bilder erzählen die Einkaufstour der Jungen, der Text ist schon etwas länger und auch die Wendungen verlangen schon gute Zuhörende. Aber Vorschulkinder werden sich sicher schon gut amüsieren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Reise

    Die Reise

    Aaron Becker

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Die Häuser, in die man zum Teil hineinsehen kann sind in braun-beige-Tönen gehalten, ein Mädchen sitzt auf der Treppe und nur ihr kleiner Tretroller ist leuchtend rot. Das Mädchen langweilt sich und sitzt traurig in ihrem Zimmer. Da fällt ihr Blick auf einen roten Stift, mit dem malt sie eine Tür auf die Wand durch die sie dann geht. Die rote Tür führt in einen Garten mit chinesischen Lampions. Sie findet einen Steg und mit dem Stift malt sie sich ein Boot mit dem sie in eine Stadt mit goldenen Kuppeln fährt.

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    Als sie Wasserstraße endet, malt sie sich einen Ballon mit dem es weitergeht. Am Himmel fliegen fantastische altmodische Flugmaschinen. Unter einem Pagodendach sitzt im goldenen Käfig ein Vogel. Das Mädchen kann ihn befreien und er lila Vogel fliegt weg. Leider wird das Mädchen gefangen und auch in einen Käfig gesperrt. Der Vogel bringt ihr den roten Stift und mit dem gemalten roten fliegenden Teppich fliegt das Mädchen dem Vogel nach. Ein gemalte Tür in einem Baum führt das Mädchen zurück auf das Anfangsbild, hier trifft sie auf einen Jungen mit einem lila Stift. Beide malen sich ein Fahrrad und sausen los, der Vogel fliegt über ihnen.

    Die Geschichte kommt ganz ohne Worte aus und die wunderschönen Bilder können so viel fantastisches erzählen. Das Buch will erzählt werde, das sieht man an meinem Text und es gibt so viel zu sehen und es wird sicher ganz viele verschiedene Geschichten geben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wem gehört der Schnee

    Wem gehört der Schnee

    Antonie Schneider

    Pei-Yu Chang

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Es schneit in Jerusalem, das passiert nicht oft. Und die drei Kinder unterschiedlicher Religionszugehörigkeit freuen sich zunächst. Dann kommt aber eine Streit auf, der sehr schön bildlich dargestellt wird. Schnell kommt die Frage auf, welcher Schnee der richtige sei und welcher Gott ihn wohl erschaffen hat.
    Jedes Kind nimmt etwas Schnee zu seinem Rabi, Iman und Priester mit. Leider ist der Schnee schon Wasser, als sie dort ankommen.

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    „Der Schnee hat ein Geheimnis“ und das ist nicht zu beweisen. Erklären die Religionsführer gemeinsam den Kindern. Die Kinder ärgern sich, dass sie den Schnee nicht mehr genossen haben, doch am Abend schneit es wieder in Jerusalem. 

    Die Bilder sind wundervoll gestaltet und zeigen die besondere Situation in Jerusalem, der Stadt, die allen drei Religionen  wichtig ist. Eine Ringparabel zum Nachdenken und ich dran erfreuen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Bilderbuch-Brunnen

    Bilderbuch-Brunnen

    Binette Schroeder

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Mit diesem wunderschönen Buch ehrt der Verlag Binette Schroeder. Geschichten aus fünf Jahrzehnten sind hier zu finden. „Lelebum“ die Geschichte über einen Elefanten, der nicht blau sein möchte. Ist mit einfarbigem Hintergrund und klaren Formen eines der ersten Werke. Danach ändert sich der Stil. In „Archibald und sein kleines Rot“  wechseln bunte Bilder mit schwarz-weiß Zeichnungen. „Lupinchen“ ist weicher gemalt, in hellen Farben, sie begegnet Mister Humty Dumpty, der wie ein Ei aussieht.

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    An seiner Seite ist der Schachtelmann, sie vertreiben Lupinchen die Zeit. In der nächsten Geschichte wird das Pferd Florian durch einen Traktor ersetzt. In den  Bildern dominieren Erdtöne an der Seite von Grün. In „Ra ta ta tam“ der Geschichte einer kleinen Lok, wechseln klare bunte Bilder mit träumerischen, weichen Bildern ab. Das „Krokodil“ ist verspielt gezeichnet mit Rahmen.  Kurze gereimte Texte ergänzen die schöne Geschichte. „Der Zauberlehrling“ ist eine zauberhafte Geschichte mit einem niedlichen Drachen, Rotkäppchen und einem verzauberten Wolf. Die Bilder dazu sind einfach wunderschön anzusehen. 

    Zwölf Geschichten auf 319 Seiten, eine lohnende Anschaffung.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hui und Pfui

    Hui und Pfui

    Helme Heine

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ein neues Buch von Helme Heine, da war ich natürlich gespannt. Das Buch ist ca. Din A 4 hochkant, aber die meisten Seiten sind quer gedruckt, deshalb muss man das Buch fast immer quer halten, was ich umständlich finde. Die Bilder sind Aquarelle  und zeigen zunächst die Familie Engel. Frau Engel im grünen Kleid mit Perlenkette, der dicke, große Herr Engel mit Rauschebart und Krummstab. Dazwischen ihre Tochter Hui. Darunter die Familie Teufel, Frau Teufel in BH und Rock, sie hat Haare unter den Armen holt mit dem Hexenbesen aus um ihren Mann zu schlagen.

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    Herr Teufel dunkel mit Hörnern und Klumpfuß beim Zeitung lesen. An der Wand steht die Mistgabel und der Sohn Hui hält eine Maus am Schwanz hoch. 

    Wir erfahren auf den nächsten Seiten von der Tätigkeit der Familien und das beide Elternpaare auf eine Beerdigung gehen. Da die Kinder unbeaufsichtigt sind, kommt es zu einem Treffen. Da die beiden dem Anderen ein Geschenk da lassen, erfahren die Eltern schnell, dass die beiden zusammen gespielt haben. Natürlich sind beide Elternpaare dagegen. Um die Unvereinbarkeit der unterschiedlichen Familien zu beweisen, werden die Kinder ausgetauscht. Doch beide werden vor Sehnsucht nach dem anderen krank. So kommt es, dass die Familien zusammen finden und am Ende gemeinsam mit Sekt und Bier anstoßen. 

    Ich muss sagen, dass mich das Buch als Kinderbuch nicht sehr überzeugt, für Erwachsene finde ich es durchaus lesenswert. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Jahr mit den Kranichen

    Ein Jahr mit den Kranichen

    Thomas Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schon auf dem Cover ist ein Kranichpaar zu sehen. Die Vögel wirken, dank der Lackfarbe, besonders dynamisch. Die Figuren des typischen Paarungstanzes sind so gut erkennbar, dass man die Trompetentöne zu hören glaubt. Das erste Bild zeigt die Vögel im Frühjahr, wenn sie im Morgennebel ihre Flügel schlagen. Der kurze Text erklärt ihre Bewegung mit Tanzen.

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    Danach steht das Paar auf einer grünen Wiese und das Männchen wirbt um sein Weibchen. Das Bild der Paarung zeigt einen Ausschnitt, der auch nur mit knappen Worten erklärt wird. Ich denke, hier steht es jedem Vorleser frei, mehr zu erklären, wenn ein Bedarf besteht. Nestbau, Eier legen und das Schlüpfen sind Thema der nächsten Seiten. Wir sehen das Küken und die vergleichsweise großen Füße der Eltern. Dann wachsen die Kleinen heran, die Eltern vertreiben mit den spitzen Schnäbeln selbst den Fuchs und schon trifft man sich zum großen Essen vor dem Flug in den Süden. Flug und Ankunft in Spanien und die Rückkehr, die zum ewigen Kreislauf gehört, zeigen das Leben der Kraniche. Auf den letzten Seiten geht es noch im „Wissenswertes“ über die Kraniche, Fischreiher und Weißstorch. 

    Das Buch zeigt wieder, dass ein Sachbuch auch schon für Vorschulkinder interessant ist und besonders die Bilder sprechen mich sehr an. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Armstrong – Sonderausgabe „50 Jahre Mondlandung“

    Armstrong – Sonderausgabe „50 Jahre Mondlandung“

    Torben Kuhlmann

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Es ist einfach immer wieder eine große Freude sich die wundervollen Zeichnungen anzuschauen. Torben Kuhlmann stellt uns diesmal die Maus vor, die lange vor den Menschen den Mond betreten hat. Sie wurde von den wenigen Menschen, die davon wussten Armstrong genannt und so heiß auch das Bilderbuch. Aufgrund langer Beobachtungen hat die kleine Maus festgestellt, dass der Mond nicht, wie es bislang alle Mäuse glaubten, aus Käse besteht, sondern, dass dieser sich ständig veränderte Himmelskörper eine steinerne Oberfläche hat.

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    Mit Hilfe, der inzwischen gealterten Maus Lindbergh und nach einem Besuch im Washingtoner  Smithonian hat die Maus neue Ideen, wie es ihr gelingen kann zum Mond zu fliegen.  Und nach einigen misslungenen Versuchen schafft sie es auch ihr Ziel zu erreichen und kann auf dem Mond ihre Mäuseflagge hissen.

    Alle Bilder in dem Buch sind beeindruckend und ich kann sie immer wieder anschauen, weil es so viel zu sehen gibt. Besonders gut gefällt mir das Bild, auf dem die Maus mit dem Time Square im Hintergrund zurück auf die Erde trudelt.
    Natürlich gibt es am Ende der Geschichte eine Erklärung zur Mondlandung vor 50 Jahren, als der Mensch Armstrong den Mond betrat und aus diesem Anlass wurde dieses schöne Bilderbuch als Sonderausgabe neu aufgelegt. Ein schönes Buch, nicht nur für kleine Leser, Erwachsene haben sicher genau so viel Freude an der Geschichte und an den Bildern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Stadt am Meer

    Stadt am Meer

    Joanne Schwartz

    Sydney Smith

    Aladin

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Deutscher Jugendliteraturpreis 2018

    Die Geschichte spielt in den 1950er Jahren und der Junge in dem Buch ist der Sohn eines Bergmanns. Die Familie lebt am Meer und der Junge zeigt uns einen ganz normalen Sommertag. Er geht mit seinem Freund auf den Spielplatz, er ist ein Brot zu Mittag, er geht einkaufen und immer wieder denkt er daran, dass sein Vater tief unter dem Meer die Kohle abbaut.

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    Er besucht das Grab seines Großvater, der auch Bergmann war und der Junge wird bald auch Bergmann werden. So wie jeder Tag gleich ist, so wird auch jeder Sohn Bergmann werden. Am Abend kommt der Vater von der Zeche nach Hause und alle essen zusammen und machen es sich auf der Veranda am Meer gemütlich.

    Ich bin selbst die Tochter eines Bergmann, der der Sohn eines Bergmanns war. Allerdings verbinde ich Bergbau mit schmutzigen engen Städten. Hier ist der Gegensatz zum dunklen Stollen das glitzernde Meer.
    Der Text ist sehr poetisch geschrieben und die Bilder sind sehr stimmungsvoll, das glitzernde Meer  ist wunderschön gemalt. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Oskar und die Entführer

    Oskar und die Entführer

    Frauke Nahrgang

    Maja Bohn

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Oskar ist ein kleiner Mischlingshund, der seine Familie liebt und der auch ohne Leine seiner Klara nie weglaufen würde.

    Beim Warten vor dem Metzgerladen trifft der Arko, einen Schäferhund, der im Polizeidienst steht. Dann ist er leider so hungrig, dass er, angelockt durch ein Würstchen in den Kofferraum eines fremden Autos springt.  Nach einer langen Fahrt wir er mit einer räudigen Katze ohne Namen und einem hochnäsigen, adeligen Pudel eingesperrt.

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    Die beiden Entführer sind in ein Gartenhaus eingebrochen und verstecken dort die Tiere, für die sie ein Lösegeld fordern wollen. Leider will der Baron, der Besitzer des Pudels nicht zahlen. Mit List wollen sich die drei befreien, aber nur Oskar gelingt es zu entkommen. er bittet den Polizeihund um Hilfe und gemeinsam schaffen sie es die zurückgebliebenen Tiere zu befreien. 

    Das Buch wird aus der Sicht des Hundes erzählt und es gibt einige Missverständnisse, aber am Ende zählt Vertrauen und Freundschaft. 

    Dagmar Mägdefrau 

  • Die Naturdetektive-Geheimnisvolle Spuren im Wald

    Die Naturdetektive-Geheimnisvolle Spuren im Wald

    Fabian Lenk

    Sabine Sauter

    essinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Die Pfifferlinge sind vier Kinder und sie haben eine Hütte im Wald. Dort verbringen sie ihre Freizeit. Tim und Fenjas Vater ist Förster. Er kennt den Wald und seine Tiere sehr gut. Als die Kinder die Spur eines Wolfes finden und sogar noch ein Bild von dem Tier machen können, wird der Wald zum Sperrgebiet, die drei Kindergartenkinder können nicht mehr in ihren geliebten Waldkindergarten gehen. Dustin und Rollo, zwei Jungen, die immer ihr Handy zum datteln nutzen, versuchen die Pfifferlinge zu ärgern indem sie sie Stinkmorchel nennen. Tim, der schon zur Schule geht, versucht immer wieder zu schlichten, doch das klappt nicht immer. So kommt es soweit, dass die beiden drohen, dass ihr Vater den Wolf abschießen werde. Die Bande macht sich natürlich große Sorgen und trotz des Verbotes, den Wald nicht zu betreten folgen sie den Wolfspuren bis zu ihrer Hütte. Dort können sie den Wolf fangen und da er verletzt ist, wird er in einer Station gesund gepflegt und kann später wieder frei gelassen werden.

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    Auf den letzten Seiten des Buches erfahren wir noch einiges über die Bäume und Tiere des Waldes. Es gibt es ein paar Rezepte. Da sind leider beim Holundersirup Holunderbeeren abgebildet und ich hoffe dann immer, dass alles andere fehlerfrei ist, auch wenn ich mich da nicht so auskenne. 

    Da man in der letzten Zeit immer häufiger von Wolfen hört, die in unsere Wälder zurückkehren, ist es wichtig, dass wir viel über diese schönen Tiere erfahren, die es in der Literatur nicht immer leicht hatten. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Wolf, die Ente und die Maus

    Der Wolf, die Ente und die Maus

    Mac Barnett

    Jon Klassen

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019

    Gemalt sind die Bilder in Erdtönen, die Figuren sind reduziert und kantig. Die Texte kurz und mit viel „O weh!“ durchsetzt.
    Die Geschichte erzählt von einer Maus, die vom Wolf gefressen wird und im Wolfsbauch auf eine sehr zufriedene Ente trifft. Die hat es sich häuslich eingerichtet und lässt es sich gut gehen.

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    Als der Jäger auf den Wolf stößt, vertreiben die beiden den Jäger und ihr einziger Wunsch ist es, weiter im Wolfsbauch wohnen zu dürfen. „Deshalb heult der Wolf den Mond an „O weh!“.“

    Trotz des vielen Lobs für dieses Buch, kann ich leider nicht viel damit anfangen. Mir sind die Bilder zu düster und warum es sich in einem Wolfsbauch gut leben soll, ist mir unklar.

    Dagmar Mägdefrau

  • Sieben Ziegen fliegen durch die Nacht-Hundert neue Kindergedichte

    Sieben Ziegen fliegen durch die Nacht-Hundert neue Kindergedichte

    Herausgeber Uwe-Michael Gutzschhan

    Illustratorin Sabine Kranz Illus

    dtv junior

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    100 neue Kindergedichte, das ist schon eine große Aufgabe. Die Liste der Autoren ist lang 

    hier einige Namen Franz Hohler, Hanna Johansen, Heinz Janisch, Gerald Jatzek, Susan Kreller, Yaak Karsunke, Anton G. Leitner, Paul Maar, Peter Maiwald, Jutta Richter, Michael Roher, Gerhard Rühm, Jürgen Spohn und Frantz Wittkamp.

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    Es ging mir bei dem Buch, wie früher beim Kauf einer Langspielplatte. Viele Gedichte sind schön zu lesen, da wird mit der Sprache, mit den Worten gespielt. Da staunt man, was sich alles sinnvoll reimen kann. Bei einigen Gedichten mussten schon Sätze umgestellt und Worte verändert werden, wurde schon manchmal die Brechstange genommen.

    Trotzdem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Gedichte sind ja schon etwas besonderes in unserer Lesekiste. Kleine kurze Geschichten, die vom Reim leben und die uns immer wieder erfreuen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Entstehung der Arten

    Entstehung der Arten

    Sabina Radeva

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Nominiert für den Jugendliteraturpreis 2020

    Das Buch erklärt die Evolution an Hand der Thesen Darwins. Zunächst werden Leclerc des Buffon und Lamarck vorgestellt, die auch schon feststellten, dass sich die Tiere verändern. Hier wird zu ersten Mal auf den Anhang hingewiesen, dort wird Epigenetik erklärt. Dann lernen wir Darwin kennen, erfahren von seinen Reisen und seiner Familie. Auf den folgenden Seiten lesen wir jeweils ein Zitat von Darwin und dann unterstützt durch die Bilder eine Erklärung.

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    So wird erklärt, wie der Wolf zum Mops wird und dass alle Tauben von der Felsentaube abstammen. Es wird nur der überleben, der sich anpasst, so werden Eigenschaften auf die Jungen vererbt. Natürliche Selektion kann bedeuten, dass ein Käfer glatte gelbe Pfirsiche bevorzugt und deshalb die Pfirsiche mit rosa Flaum überleben. 
    Der Ursprung des Lebens wird durch einen Baum erklärt und zeigt, dass wir nicht vom Affen abstammen, wir aber alle einen Ursprung haben. Die Skelette der Hände/Pfoten/Flossen zeigen, dass da fünf „Finger“ angelegt sind. 

    Im Anhang gibt es noch viele wissenschaftliche Erklärungen zum Beispiel zur Vererbung. Sehr gut haben mit die „Missverständnisse“ und ihre Erklärungen gefallen. Es gibt dann noch ein kleines Glossar mit Begriffen wie DNA oder Sediment.
    Es ist ein sehr umfangreiches Buch, das zwar durch die Bilder aufgelockert wird, aber doch noch sehr wissenschaftlich aufgebaut ist. Die Anschaffung lohnt sich nur für Kinder, die sehr an diesem Thema interessiert sind, sie müssen schon konzentriert das Thema verfolgen können. Für diese Leser*innen bietet das Buch viel Wissen um Darwin und seine Theorie.

    Dagmar Mägdefrau

  • Im Moor – Kiebitz, Frosch und Sonnentau

    Im Moor – Kiebitz, Frosch und Sonnentau

    Eva Sixt

    Atlantis thema

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Im vorderen Einband wird an Hand eines Querschnitts die Entstehung eines Moors beschrieben. Es folgen wunderschön gestaltete Bilder, die oft wie Kreidezeichnungen wirken. Zunächst geht es um den Kiebitz und die blauen Frösche, die Hochzeit halten wollen. Pflanzen und Tiere werden mit zusätzlichen kursiv gedruckten Texten beschrieben, so z.B. der Sonnentau, der im Untertitel vorkommt.

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    Dann folgt eine durchgehende Hochkantseite, die die Dicke und Zusammensetzung des Moors veranschaulicht. Ganz unten finden wir eine Münze aus dem Jahre 1682, die das Alter des Moors veranschaulicht. Danach lernen wir die Kiebitzfamilie kennen. Es folgt ein Tümpel mit Iltis und einige Kleinstlebewesen. Dann wird es Abend und nach dem großen Brachvogel folgt der Abbau des Torfs im Laufe der Zeit. Nach der Pflege folgt noch ein stimmungsvolles Herbstbild und dann wird es Winter. Im hinteren Einband finden wir Informationen zu Internetseiten.

    Ein sehr umfassendes Buch über eine alte, immer mehr verschwindende Landschaft, das mit kurzen Texten und schönen Bild anregt sich das ganz in der Natur anzusehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Krake beim Schneider – Tierische Zweiteiler

    Krake beim Schneider – Tierische Zweiteiler

    Nadia Budde

    Peter Hammer-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Vorne auf dem Cover steht der Titel und man sieht wie der Schneider Maß nimmt. Hinten auf dem Buch sieht man die Krake mit dem fertigen Produkt „Zwei lange Kleider.“ Und so ist das ganze Buch aufgebaut. Links ein „Faultier am Brett“ und rechts ein „Faultier im Bett“. Links ein Waschbär am Bügelbrett „Wäsche glatt“, rechts ein völlig erschöpfter Waschbär „Waschbär platt“.

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    Ich werde mich jetzt beim Bügeln immer an den Waschbär erinnern. Die Bilder, wie gewohnt farbenfroh und wie eine Karikatur. Man findet immer wieder Details, die einen amüsieren. Ein Buch, dass sicher wieder oft in unserer Bücherkiste zu finden sein wird, weil es, wie nur wenige Kinderbücher so toll mit der Sprache umgeht.

    Dagmar Mägdefrau