• Herzlichen Glückwunsch! – Gedichte für schöne Tage

    Herzlichen Glückwunsch! – Gedichte für schöne Tage

    Diverse Dichter

    Sabine Wilharm Illustration

    Kindermann Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover hält der Hase einen Strauß schöner gelber Blumen in seinen Händen, zwischen den Pflanzen sind noch viele kleine Tiere mit Geschenken zu entdecken. 
    Der Elefant hat einen Blumenstrauß gepflückt.
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    Das kurze Goethe-Gedicht „Der Strauß, den ich gepflückt“ passt hier sehr gut, allerdings war der Elefant wohl nicht sehr vorsichtig und so sind die Möbel und das Geschirr zerbrochen. An einer langen Tafel sitzt ein Kind und ganz viel unterschiedliche Tiere kommen, ihm zu gratulieren. Alle feiern mit einem Gedicht Rumpumels Geburtstag. Auf einer Geige fliegen die Töne hin zum Mädchen im Heißluftballon, dazu Annette von Droste-Hülshoffs Gedicht „An meine Mutter“. Ringelnatz gratuliert dem Vater und dazu sieht man ihn am Schreibtisch sitzend, keine Reime findend, aber an Ende wortlos den Vater umarmend. Zwei Vogelfreunde fassen sich fröhlich an den Flügeln, das Gedicht ist dem Freund gewidmet. Mit Fontane geht es weiter, hier wird mit vielen Geschenken zum Namenstag gratuliert. Das Kind sitzt in einem großen roten Sessel und alles wird über eine Treppe zu ihm hinaufgetragen. 
    Ein wunderschönes Buch voller Poesie und zarter Illustrationen. Sicher ein passendes Geschenk zu einem Ehrentag, vielleicht mag der Überbringer oder die Überbringerin gleich ein Gedicht zum Besten geben.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wovon träumst du? – Der schlaflose Fuchs… und die Suche nach dem Traumstein

    Wovon träumst du? – Der schlaflose Fuchs… und die Suche nach dem Traumstein

    Julia Nüsch

    Kindermann Verlag

    Wovon träumst du?

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Dieser dritte Band über das Träumen berichtet vom Fuchs Rainer Maria. Er sortiert seine Steine und stellt mit Erschrecken fest, dass ausgerechnet sein Traumstein verschwunden ist. Deshalb macht er sich auf zu seinem Freund, dem Nashorn, das empfiehlt ihm, ruhig zu atmen und lädt ihn ein, bei ihm zu schlafen. Beide tauchen in den Traum des Nashorns ein, aber der Fuchs wird mitten im Traumflug wach.

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    Rainer Marias nächste Station ist die Giraffe Annette, die wir aus einem vorherigen Buch der Serie kennen. Sie rät ihm, Ruhe zu bewahren und lädt ihn ebenfalls ein, mit ihr zu träumen. Diesmal geht es auf eine Schiffsreise, aber wieder wird der Fuchs wach und wendet sich nun an das Schaf, das ein besonderes Kissen nutzt. Die beiden träumen von der Arktis und dann verschwindet der Fuchs wieder und geht zum Mistkäfer Johann Wolfgang, den wir auch schon kennen.
    Die wundervollen, verträumten Illustrationen laden uns alle zu träumen ein und so endet das Buch wieder mit der Frage „Und wovon träumst du?“ Daneben ist es so beruhigend, dass alle Rainer Maria durch ihre Einladung und später bei der Suche unterstützen. Freundschaft, wie man sie sich nur wünschen kann. So liegen am Ende alle Tiere zusammen und schlafen.
    Ein herrliches ruhiges Buch zum Einschlafen.
    Ich muss aber noch unbedingt auf die Innenseite des Einbandes hinweisen, denn die Bilder vom Fuchs, wie er springt, um vielleicht eine Maus zu jagen, sind einfach wunderschön und dynamisch.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wenn wir ins Gras beißen… – Das Buch vom Tod für große & kleine Menschen

    Wenn wir ins Gras beißen… – Das Buch vom Tod für große & kleine Menschen

    Eric Wrede

    Emily Claire Völker

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Bild auf dem Cover entspricht dem Titel, da liegt jemand auf einer Wiese und kaut an einem Grashalm. 
    Das Buch beginnt nach dem Inhaltsverzeichnis mit einem Vorwort an die Großen geschrieben vom Autor, der als Bestatter tätig ist.
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    Die Frage „Warum leben wir?“ wird zunächst beantwortet. Die Bilder zeigen eine weibliche Person in sechs Stationen ihres Lebens. Danach wird beschrieben, was mit dem Körper beim Sterben geschieht. Gründe für den Tod junger Menschen werden genannt und auch der Begriff Sternenkinder erklärt. Beeindruckend finde ich die Abbildung eines Mannes, der in zwei Körperhälften den Unterschied zwischen lebendig und tot zeigt. Danach werden die verschiedenen Bestattungsmethoden beschrieben und die Arbeit eines Bestatters dokumentiert. Auch die Nachhaltigkeit ist Thema in diesem Sachbilderbuch. Trauer zeigt sich unterschiedlich und kein Kind sollte sich die Schuld am Tod eines Menschen geben, sind sehr verständlich erklärt. In Laufe des Buches lernen wir einige Familien unterschiedlicher Glaubensrichtungen kennen, denen wir immer wieder begegnen. 
    Mir gefällt es sehr gut, dass einige der abgebildeten Menschen im Rollstuhl sitzen, eine Hörhilfe benutzen oder ein Messgerät für Diabetes tragen. Das Buch ist sehr umfassend und beschreibt alles um den Tod in klaren Worten, die auch für Kinder gut verständlich sind und keine Angst machen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Fritzis Welt – Gewonnen- Band 3

    Fritzis Welt – Gewonnen- Band 3

    Simone Ehmann

    Constanze Frank

    Puntito Verlag

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover ist Fritzi zu sehen, vor ihr steht ein riesiger Pokal mit einer Eins, sie trägt eine Krone und von oben baumelt eine Sieger-Medaille. Alles das passt zum Titel „Gewonnen“.
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    Doch das Gedicht am Anfang handelt davon, dass hier nicht gewonnen wurde, aber dass Freude und Spaß auch ein Gewinn sein können. Mit einem großen „Hallo“ stellt sich Fritzi, der Pokal Vicky und Winnie, die Medaille, vor. In Sprechblasen lesen wir auch noch andere Begrüßungen. Weil ihre Schwester beim Reiten einen Pokal gewonnen hat, hat sich Fritzi vorgenommen auch so einen zu gewinnen. So streckt sie auf dem Bild ihre Hände nach all den abgebildeten Pokalen aus. Rennen kann Fritzi schon ganz schnell und sie trainiert im Garten, über kleine Hürden zu springen. Dann malt sie sich aus, wie sie nach dem Sieg gefeiert wird. Dann geht es endlich mit dem Wettlauf los und leider ist, trotz der guten Vorbereitungen, ein Mädchen schneller. Fritzi ist wütend und stampft mit dem Fuß auf. Danach versucht sich Fritzi bei einem Malwettbewerb, denn siegen will sie immer noch. Da auch hier ein anderes Kind gewinnt, verzweifelt Fritzi und weint dicke Tränen.
    Danach erklärt ihre Freundin Flo, die ja auch nicht gewonnen hat, Fritzi, dass ihr das Malen einfach viel Spaß gemacht hat und so überlegt Fritzi, was ihr Spaß macht, und erkennt letztlich, dass Gewinnen nicht so wichtig ist, wenn man Spaß an einer Sache hat.
    Neben den schönen großen bunten Illustrationen gibt es auf jeder Seite kurze Texte, dazu äußert sich Pokal Vicky mit kleinen Sätzen, die in einer Sprechblas stehen. Ihre Äußerungen sind sehr vielfältig und manchmal regen sie zum Nachdenken an.
    Vielleicht haben die Autorinnen sich ein wenig in Fritzi gesehen, denn Fritzi gewinnt am Ende mit einem Bilderbuch und dieses Fritzibuch ist ganz sicher auch preiswürdig. Einen Pokal für „Gewonnen“!!!

    Dagmar Mägdefrau

  • Elefant und Hase – Mein elefantastisches Wimmelbuch

    Elefant und Hase – Mein elefantastisches Wimmelbuch

    Steffi Krohmann

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Dieses große Pappbilderbuch ist ein Wimmelbuch, in dem ganz viele blaue Elefanten und rosa Hasen zu sehen sind. Das Cover zeigt einen Park, in dem die beiden mit einem grünen Ball kicken, Blumen pflücken, ein Picknick machen und auf dem Weg spazieren gehen. 
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    Auf der ersten Doppelseite sehen wir das Cover, aber auch noch andere Freizeitaktivitäten wie Ballon fahren, zelten, klettern oder im Regen unter einem bunten Schirm zu sitzen. Sechs Gegenstände sind zu suchen, dazu gibt’s die deutsche und die englische Bezeichnung als Wort darunter gedruckt. Die nächste Doppelseite zeigt eine Kleinstadt mit Geschäften, einen beschrankten Bahnübergang und eine Baustelle mit Bagger. Zu suchen sind u.a. eine Ampel, eine Katze und ein Fahrrad. Dann gibt es ein modernes Haus, dessen Vorderwand fehlt und wir können in alle Zimmer schauen und immer sind Elefant und Hase zu sehen. Am Badesee gibt’s Eis zu kaufen und unsere beiden spritzen sich mit Wasser nass. Wieder ist ein Haus mit seinen Zimmern zu sehen, diesmal wird hat der Hase Geburtstag und es gibt Geschenke, natürlich wird auch Topfschlagen und Sackhüpfen gespielt. Auf der letzten Seite geht es in den Schnee. 
    Wie immer gibt es enorm viel zu entdecken und hier kann man den Kindern auch noch zusätzlich englische Worte beibringen. Die aus dem Fernsehen vertrauten Tiere immer wieder zu sehen, macht sicher besonders viel Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die weltbeste Umarmung

    Die weltbeste Umarmung

    Smriti Halls

    Alisaon Brown

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 24 Monate

    Auf dem Cover des Pappbilderbuches hat der große Bär das Kind im Arm, das wiederum eine Maus im Arm hält und es sind noch viel andere Tiere zu sehen, die sich an die beiden schmiegen.  
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    Auf der ersten Doppelseite ist das Kind zu sehen, wie es in ein Buch schaut und der gereimte Text fordert es auf, zu erforschen, wer es am besten umarmen kann. Bär, Koalas und das Seepferdchen sind die ersten, die es in den Arm nehmen. „Koalabärchen überall - großer Schmuseüberfall!“ welch niedlicher Reim. In der Wanne umarmt das Nilpferd. „Ein Drückerli vom Stachelschwein“ stelle ich mir schwieriger vor, als das Bild es ahnen lässt. Weiter geht´s mit vielen großen und kleinen Tieren, da gibt’s „Löwen-Kuschler!“ und „Affenknuddel“  bis zum „Schmusekuscheln“ mit allen Tieren. Aber erst bei Mama gibt’s die „weltbeste Umarmung“. 
    Niedliche Bilder, viele Tiere, die die Kleinen beim Namen nennen lernen und schön Worte für die Umarmungen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ava und der Baum des Lebens

    Ava und der Baum des Lebens

    Lu Fraser

    Paddy Donnelly

    DK

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Zwischen den Bäumen umarmen sich Opa und Enkelin, von hinten werden sie durch eine strahlende Sonne beleuchtet, die herabfallenden Blätter sind Kupfern. 
    Ein Mädchen sitzt dick bekleidet auf einem Baumstumpf und schaut einem kleinen Vogel zu. Sie wartet auf ihren Großvater, der bald darauf durch das Törchen kommt.
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    Nachdem er seine Enkelin umarmt hat, will er ihr etwas zeigen. „Ava strahlt: „Ein Abenteuer? Du weißt, das mag ich ungeheuer!“ Zusammen gehen sie zu einem großen Baum, an dem eine Schaukel hängt. Ich habe deshalb nicht verstanden, weshalb das Kind den Baum nicht bereits kannte. Es ist eine alte Eiche, die laut dem Großvater weise ist. Man hört sie „Wispern, Knistern, Singen“, zudem klingt sie nach Frühling. Das Mädchen sitzt auf der Schaukel und der Großvater gibt ihr viel Schwung. So erleben wir das Jahr mit den beiden, im Baum wohnen Tiere und der Großvater verspricht Ava, „Wenn du lachst, lacht die Welt zurück. Du findest Freunde, kein Problem. Wart´s ab, Ava, und du wirst seh´n.“ Diesen Spruch lesen wir einige Male in dem Buch. Im Herbst laufen beide durch die herabgefallen Blätter, doch dann kommt der Winter. Da wird der Opa krank und liegt im Bett. Ava fragt sich, ob der Baum den Opa auch vermisst und saust in den verschneiten Wald, um dort den Baum zu umarmen. Im Frühjahr machen sich Opa und Ava wieder auf den Weg, diesmal benötigt der alte Mann einen Stock. Als sie am Baum ankommen, ist dieser tot und liegt auf dem Boden. Doch dank einer Eichel gibt es einen Neubeginn.
    Das Buch zeichnen stimmungsvolle Bilder aus, der gereimte Text tut sich manchmal etwas schwer. Ich finde es erstaunlich, dass so ein alter Baum scheinbar grundlos umfällt, kenne mich damit aber auch nicht so aus.

    Dagmar Mägdefrau

  • Puschel packt aus   

    Puschel packt aus   

    Fee Krämer

    Sophia Stephani

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Puschel, so heißt der kleine weiße Hase, den wir mit seinem Headset auf der Titelseite des Buches sehen. Er preist uns ein weihnachtliches Enthüllungsbuch an, er will auspacken. Denn er ist es, der die ganze Organisation für Weihnachten macht.
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    Zunächst lesen wir seinen Steckbrief aus seinem Freundebuch. Danach tauchen die vertrauten Bilder vom Weihnachtsmann auf, aber immer sehen wir auch Puschel, der im Hintergrund die Fäden zieht. Nachdem er uns gezeigt hat, wo die ganzen Geschenke herkommen, erfahren wir etwas über den Weihnachtsmann und seinen Mantel. Das Erschreckendste dabei ist, dass unter dem bauschigen Mantel ein kleiner zarter Mann steckt. Der Wohnort des Weihnachtsmanns ist auch nicht, wie bisher angenommen, der Nordpol (dort ist es ja viel zu kalt) sondern die Weihnachtsmanninseln, die irgendwo im Pazifik liegen. Während der Weihnachtsmann einen chilligen Tagesablauf hat, arbeite Puschel hart und weil er zudem keinen Dank bekommt, will er den Weihnachtsmann verlassen.
    Das Buch ist durchaus sehr witzig und die Handlung ist durchdacht und am Ende wird auch alles wieder gut. Trotzdem tue ich mich schwer mit dieser Enthüllung. Weihnachtmann und Nikolaus sind schon zwei schwierige Figuren, dessen Unterscheidung den Kindern schwerfällt. Jetzt wird ausgerechnet durch einen Hasen, der ja eigentlich erst Ostern auftaucht, alles in Frage gestellt. Deshalb würde ich das Buch eher größeren Kindern, die mit Ironie etwas anfangen können und die nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben, vorlesen. Die werden ihren Spaß haben, ohne dass es zu Verwirrung kommt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tiere in Eis und Schnee – Mein Pop-up-Buch zum Staunen

    Tiere in Eis und Schnee – Mein Pop-up-Buch zum Staunen

    Amy Grimes

    Maike Biederstädt

    Sandra Grimm

    DK

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Bei diesem Pappbilderbuch lässt sich auf jeder Doppelseite eine zusätzliche Seite herausklappen, dadurch entsteht ein dreidimensionales Bild. „Mitten im hellen Nordpolweiß schimmert das Meer tiefblau im Eis.“
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    Mit diesem Reim beginnt der Text. Eine Eisbärmutter mit ihren zwei Jungen ist unterwegs zu einem Wasserloch. Wenn wir die Seite aufklappen, taucht mit einem „Blubb!“ eine Robbe aus dem Loch hervor. Ein kurzer Text beschreibt die Situation. Wieder lesen wir einen vierteiligen Reim, diesmal ist eine weiße Eule in der Morgendämmerung unterwegs. Hinter einem Schneehügel sehen wir schon zwei Ohren, nach dem Aufklappen taucht der Schneehase auf, er springt schnell davon. Dann entdecken wir auf eine Elchkuh, die auf einen Elchbullen trifft. Ein Rudel weißer Wölfe ist im blauen Dämmerlicht unterwegs, hinter der Klappe verbirgt sich der Leitwolf, der laut zum Mond hinauf heult.
    Die Kleinen sind beeindruckt von diesen Tieren. Sie sind realistisch gezeichnet und es macht Spaß, die Klappen zu nutzen. Da das Buch sehr stabil ist, können auch schon die ganz Kleinen hier selbst die Seite aufklappen. Die Reime sind gut zu lesen und der restliche Text bietet noch einige Sachinformationen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Weihnachtsgeschenk

    Das Weihnachtsgeschenk

    Erwin Moser

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover saust der kleine orange Kater auf einem rosa Schneemoped durch die weiße Landschaft. Erwartungsvoll schauen die Katzeneltern zu, wie der Kleine unter dem Tannenbaum ein Paket auspackt. „Freddy erwartet von seinen Eltern ein ganz außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk.“ Und ist deshalb wütend und enttäuscht, als nur gewöhnliche, langweilige Bücher in dem Paket sind. 
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    Enttäuscht schmeißt er sich auf sein Bett, da kommt der Postbote und bringt von Onkel Julius für Freddy ein rosa Schneemoped. Mit dem saust der kleine Kater sofort los, rücksichtslos fährt er die Skipiste hinauf. Alle Tiere gehen auf Sicherheitsabstand. Doch durch seine Unachtsamkeit versinkt er in einem See und muss aus dem eiskalten Wasser geborgen werden. So kommt es, dass Freddy am Ende des Buches in seinem Bett liegt und sich freut, dass er so viele spannende Bücher geschenkt bekommen hat.
    Ein kleines Büchlein, dass zeigt, dass Bücher durchaus nicht langweilig sind und dass manche tollen Geschenke vielleicht auch gefährlich sein können. Hübsche Illustrationen und kurze Texte zeigen hier zunächst das Gefühl der Enttäuschung, dann aber auch die Rücksichtlosigkeit mit der Freddy los düst. Da gibt es schon einiges zu besprechen und zu erklären.

    Dagmar Mägdefrau

  • Es war einmal ein kleiner Baum

    Es war einmal ein kleiner Baum

    Manfred Schlüter

    Edition Buntehunde

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Dieses Bilderbuch mit seinen wunderschönen Illustrationen erzählt die Geschichte eines Baumes. Auf dem Cover sehen wir den kleinen Jungen, wie er fröhlich auf einer Schaukel sitzt, die am Baum hängt.
    Auf der ersten Doppelseite sitzt er zu Füßen des riesigen Baumes, im Hintergrund sehen wir leicht verschwommen die große Stadt. Danach beginnt die Geschichte. Ein Ritter auf einem Pferd steht vor einer Flusslandschaft, als einziges Haus ist eine Burg zu sehen.
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    Die Landschaft ist in oranges Licht getaucht, obwohl die Sonne hinter einer sehr dunklen Wolke nur ein wenig hervorschaut, strahlt dieses Bild und ein kleiner zarter Baum kommt aus der Erde. In einer Gewitternacht ist der Baum zu sehen, dunkel hebt er sich vor dem blauen Hintergrund ab und auf der Wiese sehen wir Damwild. Auf der nächsten Seite kommt ein Mensch mit einer Kutsche daher, zusammen mit ihm tauchen auch die ersten Haustiere auf. Ein Haus wird gebaut, es entsteht ein kleines Dorf und Äcker werden angelegt. Während das Dorf langsam zur Stadt heranwächst, wächst auch unser Baum. Bald schon gibt es eine moderne Stadt mit Lichtern, Geschäften und einem Park. Und in diesem Park treffen wir wieder auf den Jungen, den wir von der ersten Doppelseite kennen.
    Eine leise Geschichte wird hier mit wenigen Worten erzählt. Beeindruckend sind die Bilder, die in unterschiedlichen Wetterlagen die Veränderung der Landschaft dokumentieren. Wie oft haben wir an so einem alten Baum gestanden und uns gefragt, was dieser Baum schon alles gesehen haben mag?

    Dagmar Mägdefrau

  • Einfach Mensch

    Einfach Mensch

    Mehrnousch Zaeri-Esfahani

    Mehrdad Taeri

    Edition Buntehunde

    Verlagsempfehlung ab 4 -104 Jahre

    Auf dem weißen Grund des Covers sehen wir ein Mädchen auf einer Schaukel. Das Kind schaut ernst, vielleicht sogar ängstlich. Zunächst stellt sich dieses Mädchen uns vor. „Ich bin Ausländerin“ lautet ihr erster Satz. Sie wurde im Iran geboren, aber wenn man sie am Telefon hört, denkt man, sie sei Deutsche. 
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    Jeder Satz wird durch ein einfaches Bild dargestellt und hier geht das Mädchen telefonierend über ein Seil und die Zuschauer jubeln ihr zu, zumal sie gerade ein besonders schwieriges Wort sagt. Sie berichtet über ihre Flucht und dass sie unerwünscht war, als sie angekommen ist. So wird sie erwachsen und sie wird von anderen ganz unterschiedlich wahrgenommen. Zusammen mit dem Reichsadler isst sie Spaghetti und darunter steht „Dabei war ich schon längst eine Deutsche.“ So wird sie mehrfache Mutter und wünscht sich, „Einfach Mensch“ zu sein, findet das aber nicht so einfach.
    Die Bilder sind schlicht gehalten, als einzige Farbe wurde ein dunkles Rot benutzt, trotzdem sagen sie sehr viel aus. Neben den knappen Sätzen zeigen sie uns die Situation einer Frau, die als Flüchtling nach Deutschland kam und hier ihr Leben aufgebaut hat. Da Buch bietet viel Stoff zur Diskussion und es hält uns einen Spiegel vor, wie wichtig es ist, alle einfach als Mensch zu sehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Legende von der Christrose    

    Die Legende von der Christrose    

    Selma Lagerlöf

    Maren Briswalter

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Diese ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte berichtet von einer Räuberfamilie, deren Vater den Wald nicht mehr verlassen darf, da er für vogelfrei erklärt wurde. Die Mutter zieht mit den fünf Kinder durch die Dörfer und zwingt die Bewohner, sie zu unterstützen. Alle haben Angst, wenn die Schar auftaucht und keiner wehrt sich gegen sie. 
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    Zufällig, weil ein Kind eine geöffnete Tür entdeckt, geraten sie in den Garten eines Klosters. Hier hat der alte Abt einen wunderschön gestalteten Lustgarten (Gartenanlage, die der Erholung dient) angelegt. Doch die Räubermutter berichtet, dass in der Nacht, in der Jesus geboren wurde, ein noch viel schönerer Garten im Wald zu sehen sei. Der alte Abt will diesen Garten unbedingt sehen und macht sich mit dem Laienbruder, der die ganze Zeit beim Besuch der Räubermutter dabei war, auf den Weg in die Räuberhöhle. Doch der Laienbruder glaubt nicht, was die Räuberin berichtet hat, er erwartet, dass der Räuber sie benutzen wird, um Lösegeld zu verlangen. Selbst als er die Veränderung der Natur erlebt, ist er immer noch nicht überzeugt. 
    Eine wundervoll altmodische Geschichte mit einem ziemlich langen Text und vielen zarten Illustrationen. Die gläubigen Menschen dieser Zeit begeistern sich für mystische Erzählungen, die uns in diesem Fall auch noch eine Moral aufzeigen. Obwohl es alle für unmöglich halten, wird der Wald in der Nacht des Heiligenabends zu einem reichhaltigen blühenden Garten und gerade die Gesetzlosen dürfen ihn sehen. Am Ende halten Abt und Räuber ihre Versprechen und so kommt die Christrose, die im Winter blüht in die Welt.

    Dagmar Mägdefrau

  • 10 Katzen

    10 Katzen

    Emily Grawett

    minedition

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nach dem „10 Hunde“-Buch, das im Sauerländer-Verlag erschienen ist, geht es nun bei Emily Grawett um 10 Katzen. Auf dem Cover sieht man die weiße Katzenmama und rund herum ihre ganz unterschiedlich gefärbten Kinder.
    Farbklekse und Farbtöpfe lassen ahnen, was da passieren wird. Aber zunächst sitzen alle 10 Katzen brav nebeneinander, naja, vielleicht sind nicht alle brav.
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    Dann wird die Mama mit dem Text „1 Katze im weißen Fell“ vorgestellt, 2 Katzen sind schwarz, 3 getigert und 4 gefleckt. Bei 5 kommt Farbe ins Spiel, denn sie haben rote Farbflecken, so werden die Katzen immer bunter, bis sie am Ende in die Wanne kommen. 
    Neben den unterschiedlichen Farben geht es natürlich um das Zählen. Aber es ist auch nicht immer ganz einfach, die vielen verschiedenen Farbflecken zu entdecken. Ein Buch nicht nur für Katzenliebhaber, aber die werden ihre Freude an den schönen Tieren haben. Die Kinder zählen begeistert und freuen sich, alle Katzen zu finden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ab ins Musiktheater – Das Wimmelbuch zu Oper, Musical und Operette

    Ab ins Musiktheater – Das Wimmelbuch zu Oper, Musical und Operette

    Lisa Manneh

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Cover zeigt eine voll besetzte Oper. Die Künstler sehen wir von der Bühne aus, also von hinten, sie verbeugen sich und das Publikum klatscht begeistert. 
    Auf der ersten Doppelseite sehen wir Leute im Saal, die an Tischen sitzen und dem Rummel auf der Bühne zuschauen.
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    Da sitzen Menschen als Hühner verkleidet an Nähmaschinen, einer fällt gerade in den Orchestergraben, eine Mondsichel schwebt mit einem Mann von der Decke und sicher gibt es noch viel mehr zu entdecken, wenn man genau hinschaut. Danach sehen wir einen Querschnitt eines Theaters, eine Drehbühne mit zwei Untergeschossen, Requisiten im Keller und eine Klavierspielerin in der Dachkammer. Auch in das nächste Haus können wir hineinschauen. Draußen steht ein Laster mit der Werbung für das Musical „Elisabeth“, darunter eine gut besuchte Kantine, ein Fundus und viele andere Räume, in denen überall etwas geschieht. Während es draußen regnet, strömen die Menschen ins Foyer. Noch einmal sehen wir das Bild der ersten Doppelseite, allerdings aus einer anderen Perspektive. Diesmal schauen wir von einem der oberen Balkone aufs Publikum herab. Die letzte Seite zeigt uns die Vorstellung, auf der Bühne zwei Füchse und oben der Mond mit einem weiß gekleideten Mann. 
    Gerade wenn man mit Kindern ins Theater gehen möchte, gibt es viele Fragen, hier kann man sich vieles im Vorfeld ganz in Ruhe anschauen. Am Ende sehen wir ja nur das fertige Stück, hier gucken wir hinter die Kulissen und können in diesem Wimmelbuch so vieles entdecken. Die Bilder sind sehr schön und realistisch gezeichnet, allerdings sind viele Bilder auch sehr kleinformatig und auch das Thema wird eher etwas älter Kinder ansprechen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wo ist Popcorn? – Ein Hunde-Suchspaß-Abenteuer – Band 6

    Wo ist Popcorn? – Ein Hunde-Suchspaß-Abenteuer – Band 6

    Ralf Butschkow

    Baumhaus

    Da stimmt doch was nicht!

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Lisa, die im Supermarkt nach ihrem Hund Popcorn sucht. Er schaut nicht nur unter einer Fußbodenfliese hervor, er ist auch viele Male als Abbildung zu finden. 
    Lisa liegt faul auf der Couch und schaut fern, sie hat keine Lust mit Popcorn rauszugehen, das geht der kleine Hund einfach alleine los.
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    Die Fahrradfahrerin, die einen Topf auf dem Kopf hat, sehen wir zunächst durch das offene Fenster, jetzt ist sie auf der Straße unterwegs und Lisa schaut aus dem Fenster, so verändert sich die Perspektive. Aber auf dem Bild gibt es noch einige ungewöhnliche Dinge zu sehen, so steht auf der Straßenbahn ein Toaster und vorne ist ein Stecker zu sehen. Am lustigsten finde ich den Abfall auf Beinen, der seine Zunge herausstreckt. Auch beim Hausbau gibt es viel zu entdecken. Der First besteht aus einem Bleistift und in der Baggerschaufel liegt ein Ball. Das Rohr wurde in Schlangenlinien verlegt und im Gerüst hängt eine Lampe. Auch im Bücherladen geht es verrückt zu, da greift der `Teppich nach einer Tasse und eine Hand reicht ein Buch aus dem Regal. An der Kasse gibt es Möhren und auf dem dicken Buch liegt ein Burger. Auf zehn Seiten geht es so weiter und am Ende gibt es eine Auflösung der „Fehler“. 
    Auf jeder Seite ist ein kleiner Text vorzulesen, aber meist suchen die Kinder ohne Information einfach los, denn auf jeder Seite ist natürlich auch Popcorn zu finden. Aber der größte Spaß sind die verrückten Dinge, die auf jeder Seite zu finden sind. Die Kinder überbieten sich mit ihren Entdeckungen und amüsieren sich sehr.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ritter Rost und die drei Prinzessinnen – Band 22

    Ritter Rost und die drei Prinzessinnen – Band 22

    Jörg Hilbert

    Felix Janosa

    Annette Betz

    Ritter Rost

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die drei Prinzessinnen auf Skateboards, denn Drache Koks bringt ihnen das Fahren auf diesen Brettern bei. Ganz im Vordergrund winkt uns Ritter Rost zu.
    Wie immer werden erst die drei Protagonisten vorgestellt und die kleine Insel, auf der die Eiserne Burg steht, ist auch zu sehen.
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    Die Geschichte beginnt mit der Ankunft der drei Prinzessinnen, die aus einem Internat kommen und ein Praktikum absolvieren sollen. Da sie durch dreifaches Klopfen um Eintritt bitten, heißt auch das dazugehörige Lied, das auf der ersten Seite mit Text und Noten abgedruckt ist, „Klopf, klopf, klopf“. Vorne im Buch findest du eine CD mit den Liedern, denn das Buch ist ja ein Musical für Kinder. Du kannst die Lieder aber auch online abrufen.
    Ein Praktikum auf der Eisernen Burg bedeutet nicht, „anmutige Zierschleifen zu binden“, sondern da lernt man handfeste Dinge. „Unser Zuhause ist kein Streichelzoo, sondern eine rüstige rostige Burg!“ meint dazu der Ritter Rost. So lernen Rosa, Pink und Pank tapezieren, Pferde beschlagen, backen und skaten.
    So emanzipierten sich die drei süßen Prinzessinnen im Lauf des Buches, wissen, was sie mal werden wollen und fahren in der Skateboard-Nationalmannschaft mit. Sie haben ja in Bö ein tolles Vorbild, denn auch sie gibt in den Geschichten des Ritter Rost meist den Ton an.
    Zu der Musik kann ich nur sagen, dass sie mir gefällt, sicher werden einige Lieder die Kinderzimmer meiner Enkel erobern, das Buch war auf jeden Fall ein Vorlese-Erfolg.

    Dagmar Mägdefrau
  • Spuren im Schnee

    Spuren im Schnee

    Josefine Maier

    Maike Harel

    Annette Betz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Cover zeigt ein Mädchen, dass auf dem frisch gefallenen Schnee kniet und sich die verschiedenen Spuren, die die Tiere hinterlassen haben, anschaut.
    Nachdem der Schnee frisch gefallen ist, läuft das Mädchen aus dem Haus und findet bald einige Tierspuren im Schnee, die wild durcheinanderlaufen.
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    Zunächst begegnen ihr die Raben und so kann sie diese Spuren zuordnen. „Zwischen den Furchen mit großen Ohren, zwei braune Hasen, schon rechts durchgefroren.“ Mit diesem kleinen Reim geht die Spurensuche weiter. Es folgt der Fuchs, der eine kleine Maus fangen möchte. Wunderschön sieht es aus, wie der Fuchs dynamisch in die Höhe springt und die Maus tippelnd davonsaust.
    So können wieder zwei Spuren zugeordnet werden. Danach gibt es eine paar Samen für die Eichhörnchen, die sich zaghaft dem Mädchen nähern. Versteckt hinter einem Busch schaut das Mädchen den Dachsen zu, die Hagebutten mampfen.
    Das Buch ist mit sehr stimmungsvollen Bildern ausgestattet und die kurzen gereimten Texte sind sehr poetisch geschrieben. Hinten im Buch kann man anhand des Spurenindex noch einmal ganz genau die Spuren den Tieren zuordnen. Eine winterliche Bilderbuchgeschichte mit vielen Informationen über die heimische Tierwelt.

    Dagmar Mägdefrau