• Zilly & Zapf   –  Pfoten weg von unserem Wald

    Zilly & Zapf   –  Pfoten weg von unserem Wald

    Karolin Küntzel

    Barbara Peters

    Carola Sieverding

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Zapp das kleine Kaninchen macht sich auf um im Mittelwald seine Freundin, das Kernbeißermädchen Zilly zu treffen. 
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    Erschreckt muss er feststellen, dass die Tanne nicht mehr steht und dadurch der Zugang zur Dachshöhle, in der sie oft gespielt haben, verschüttet wurde. Außerdem sind die Ameisen dabei umzuziehen, denn ihr Ameisenhaufen ist nicht mehr sicher. Als am nächsten Tag ein ganzes Stück ihres Waldes fehlt, sehen sie wie eine Maschine die Bäume fällt und gleich zu Brettern verarbeitet. Zapp ist fasziniert von der Technik, muss aber einsehen, dass diese Mensch mit ihren Maschinen sein Zuhause und das der ganzen anderen Waldtiere zerstören. Doch hinter dem Zaun gibt es auch Menschen, die protestieren dagegen und halten Schilder hoch. Da ist die Eule gefragt, die lesen kann und sie versammelt die Tiere, um zu beratschlagen, was man tun kann. Durch Einzelaktionen einiger Tiere, wie die des Bibers, wird mehr zerstört als gerettet. Da taucht ein bisher unbekanntes Tier auf, der seltene Baumschläfer. Das bringt Zilly auf eine Idee, aber wird es auch klappen so den Wald zu retten?
    Die Geschichte wird in 14 kurzen Kapiteln erzählt und es gibt sehr viele schön gezeichnete Bilder, die die Situation im Wald erläutern. Dadurch, dass aus der Sicht der Tiere erzählt wird, wird die Handlung noch spannender und der Wunsch zur Rettung immer wichtiger. Wenn man erfährt, was so eine Veränderung für die einzelne Tiere bedeutet und dass sogar ihr Leben davon abhängt, möchte man hoffen, dass es immer einen Baumschläfer oder ähnliches gibt, der das Abholzen des Waldes aufhalten kann.

    Dagmar Mägdefrau
  • Walzerschritt und Polkahit – Johann Strauß für Kinder

    Walzerschritt und Polkahit – Johann Strauß für Kinder

    Marko Simsa

    Silke Brix

    Jumbo

    Klassik für Kinder

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover tanzen die Erwachsenen und die Kinder zu den Klängen der Geige von Johann Strauß. Mit der mitgelieferten CD bzw. über den QR-Code kann man sich den Text des Buches vorlesen lassen, zusätzlich kann man die Musikstücke hören. 
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    Der Autor Marko Simsa, der auch den Text spricht, fordert aber auch auf mitzusingen bzw. mitzutanzen. 
    Die Geschichte beginnt vor 200 Jahren in Wien, dann holen wir noch etwas weiter aus und landen im Gasthaus von Franz Borgias, wo der kleine Johann Strauß Vater unter dem Tisch sitzt und angesichts der Musikanten im Wirtshaus den Entschluss fasst Musiker zu werden. Er wird später der erste Walzerkönig und gibt die Freude an der Musik an seine Söhne weiter. Besonders Johann der älteste Sohn übernimmt das Erbe des Vaters, aber auch der Techniker Josef und der Harfenist Eduard werden später mit ihm zusammen auf der Bühne stehen. Neben den bekannten Walzerklängen ist es die fröhliche Polka, die die Familie Strauß bis nach Amerika reisen lässt. Dort geben sie ein Konzert mit 2.000 Musizierenden und 20.000 Chorsänger*innen. Zuletzt hören wir den Radetzky-Marsch, eines der bekanntesten Musikstücke.
    Der Text erzählt sehr schön, die Entwicklung der Straußdynastie und die Bilder haben soviel Schwung, dass man fast die Musik hören kann. So fröhlich schwingen sich die Tanzenden durch die Seiten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Bär, der Wolf und das blaue Geheimnis

    Der Bär, der Wolf und das blaue Geheimnis

    Eulàlia Canal

    Toni Galmés

    Jumbo

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Bären, auf seinem Rücken sitzt der Wolf mit seinem verbundenen Fuß, vorweg geht der Dachs, auf den Geländer sehen wir das Eichhörnchen. Das sind die vier Freunde, um die sich die Geschichte dreht.
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    Die Bärin ist erstaunt, als sie sieht, dass ihr Mann, der Bär, seine Farbe verloren hat. Er ist grau gezeichnet und ohne jeder Farbe. Bär geht am Bach spazieren, aber er will nicht zur Dachshöhle, weil er sich mit seinem Freund gestritten hat. Aber er entdeckt im Wasser einen alten Autoreifen, den er an Land zieht. Da fällt ihm ein, dass er Wolf lange nicht gesehen hat und macht sich auf dem Weg zu ihm, da ist ein beschwerlicher Weg ganz oben auf den Berg muss er hinauf. Wolf hat ein ziemliches Durcheinander in seinem Haus und da sein Fuß verbunden ist, kann er auch nicht laufen. Doch Bär bringt in auf die Wiese und dort machen sie ein Picknick. Als Wolf nach Dachs fragt, erzählt Bär ihm von dem Streit. Da Bär nicht gut verlieren kann, hat er dem Dachs ungerechterweise die Schuld gegeben. Weil Eichhörnchen verreis ist, schreibt Bär ihm einen Brief und bittet ihn zurückzukommen. Bären schreibt Dachs und erzählt ihm, dass Bär sich versöhnen möchte. So kommt Dachs an die Tür des Bärenhauses und die Freunde beschließen Wolf zu sich zu holen, bis er gesund ist. 
    Eine wundervoll zarte Geschichte über eine Freundschaft, in der man sich streitet und verträgt, die aber auch die Wahrheit verträgt. Eine Freundschaft, bei der man sich um den anderen sorgt und ihm hilft, auch zueinanderstehen, wenn einer sein Geheimnis verrät. Das letzte, der schön gezeichneten Illustrationen zeigt die vier Freunde bei Tee und man spürt wie vertraut sie miteinander sind. Und natürlich hat Bär seine Farbe wieder.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ein ganz schön toller Mummelgeburtstag   

    Ein ganz schön toller Mummelgeburtstag   

    Nora Imlau

    Pe Grigo

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover ist das grün gescheckte Mummel zu sehen, das hat Geburtstag, der Piraten-Kuchen im Blaubeermeer steht auf dem Tisch und das Geschenk ist bereit ausgepackt zu werden.  Die restlichen Mummel stehen im Hintergrund und freuen sich auf die Feier. 
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    Nachdem wir die Mummel schon in dem Bilderbuch „Ein total genialer Mummeltag“ kennen gelernt haben, geht es jetzt endlich mit diesen niedlichen Puschelwesen weiter. Es beginnt mit dem Tag vor dem Geburtstag und alle sind beschäftigt mit der Feier. Das kuschelweiche Mummel, das irgendwie ein Elterntier ist, backt einen Kuchen. Eigentlich sollte es ein Rennauto-Kuchen werden, doch das Geburtstagsmummel entscheidet dann, es muss ein Piratenschiff werden. Das grün gescheckte Mummel ist der festen Überzeugung, dass man „am Geburtstag alle bekommt, was man will!“ Schon mitten in der Nacht meldet es sich uns will aufstehen, doch das kuschelweiche Mummel schafft es, dass es noch einmal, allerdings im Bett des kuschelweichen Mummel, einschläft. Das Minimummel wünscht sich, wie „Papu“, das sind Pfannkuchen, das einzige Wort, das es je spricht. Trotz Geburtstagskuchen wird der Wunsch erfüllt. Der Piratenkuchen sieht echt toll aus, aber die Gummibärchen-Piraten müssen gerecht verteilt werden. Dann ruft das silbergraue Mummel an und genauso laufen die Anrufe bei unseren Enkeln auch oft ab.
    Natürlich muss das grün gescheckte Mummel im Laufe der Geschichte lernen, dass auch Geburtstagskindern nicht alle Wünsche erfüllt werden. Das kuschelweiche Mummel hat wieder total starke Nerven und gibt gelassen Erklärungen ab. Am Ende wird wieder abgefragt, was an dem Tag gut und weniger gut war. Wie ich finde, ein schöner Tages und Buchabschluss.
    Die letzten beiden Seiten wenden wieder an die Erwachsenen, ihnen wird erklärt, dass es trotz aller Liebe und Führsorge auch Grenzen gibt es manchmal ein „Nein“ geben muss. Das Buch zeigt wieder sehr alltagstauglich, wie es immer wieder Konflikt gibt, die man als Eltern lösen muss. Meine Enkel hatten viel Spaß am Vorlesen und die niedlichen Bilder gefallen allen besonders gut.

    Dagmar Mägdefrau

  • Sooo schön ist der Frühling

    Sooo schön ist der Frühling

    Pe Grigo

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Wir haben den niedlichen Igel schon im Herbst begleitet, jetzt hat er seinen Winterschlaf hinter sich und begrüßt, nachdem wir ihn angestupst haben, den Frühling. Auf der nächsten Seite sollen wir ihm vormachen, wie man sich reckt und streckt. Dann hüpft der Igel los und wir machen es ihm nach. 
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    Der Igel beobachtet die Vögel, die ihr Nest bauen und wir piepen, wie ein Vogel. Auch die Maus macht Frühjahrsputz und wir fegen die Blätter mit der Hand weg. Auf der nächsten Seite suchen wir Eier für den Kuchen, wenn wir in die Hände klatschen, ist er schon fertig. Nachdem wir die Regenwolke weggepustet haben, winken wir Maus und Igel beim Picknick zu.
    Der Igel taucht auf jedem Bild auf, er geht aufrecht auf zwei Beinen, die Maus trägt sogar eine rote Hose. So finden wir uns gut in den bunten Bilder wieder und erleben mit den Tieren den Frühling. Dass wir auf jeder Doppelseite aufgefordert werden mitzumachen gefällt mir und den kleinen Zuhörenden sehr gut.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alle Menschen

    Alle Menschen

    Elisa Gravel

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sind bunte Gestalten zu sehen und mein Enkel (fast 7) bemängelt, dass das keine Menschen sind. Mit gefällt die Darstellung gut, gerade, weil es keine Menschen sind.
    Der Text auf jeder Seite beginnt mit „Jeder Mensch“, zunächst folgt die Aussage „…ist einzigartig und anders. Aber wir sind uns ähnlicher, als wir denken.“
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    So erfahren wir, dass jeder Ängste hat, auf dem Bild sehen wir ein verängstigtes Wesen auf dem Bett sitzen und unter dem Bett sitzt ein anders Wesen, das nicht sehr freundlich wirkt mit seinen spitzen Zähnen. Es gibt Gründe sich zu freuen oder traurig zu sein. Wir können auch Fehler machen, das Bild zeigt jemanden, der vom Rad fällt und sich den Kopf weh tut, aber es lernt und setzt einen rosa Helm auf. „Jeder Mensch wünscht sich Freunde und jeder kann ein Freund sein“ gefällt mir besonders gut. Aber auch die Seite mit der Wut kommt hervorragend rüber. Die Sache mit der Toilette sehe ich nicht ganz so klar, es gibt ja schließlich auch Windeln. Unterstützung brauchen und helfen, passt wieder bestens. 
    Es gibt noch vieles, was wir Menschen gemeinsam haben, und so endet das Buch mit der Aussage „Wir sind alle Menschen.“
    Das Buch zeigt mit einfachen Worten und einfachen und doch ausdrucksstarken Bildern, was Menschsein bedeutet. Toll gemacht!

    Dagmar Mägdefrau
  • Ein tierisch großes Frühstück      

    Ein tierisch großes Frühstück      

    Richard Jones

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir einen Jungen, der an einem Tisch sitzt und frühstückt. Um ihn herum sind eine Menge Tier zu sehen.
    Der kleine Junge traf einen winzig kleinen Vogel und gab ihm zu fressen, der Vogel setzte sich auf seine Hand und machte „pick, tipp, pick“.
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    Der Junge verabschiedete sich und sagte „Bis morgen!“ Am nächsten Morgen kam der Vogel in Begleitung von zwei spitznasigen Mäusen, am nächsten Morgen kamen noch vier Eichhörnchen dazu. Danach waren es acht sanftäugige Wölfe und am Tag darauf standen da noch 16 Elefanten. Danach müssen wir die Seite aufklappen, um die sich immer wieder verdoppelnde Anzahl der Tiere anschauen zu können. Als der Junge danach erschöpft in seinem Bett bleiben will, kommen alle Tiere und bringen ihm sein „tierisch großes Frühstück“. 
    Zum einen ist die Verdopplung bei jedem neuen Tier einfach ein echter Spaß, zum anderen machen alle Tiere andere Geräusche beim Essen und da muss man als Vorleser*in schon sehr konzentriert bleiben. Aber insgesamt ein lustiges Buch um viele Tiere und einen Jungen, der sie jeden Tag füttert, der aber auch am Ende sein tierisches Frühstück bekommt.
    Der Text ist einfach mit vielen Wiederholungen, die Bilder zeigen viele Tiere und es macht Spaß, sie anzuschauen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Mein großes Kindergarten Wimmelbuch

    Mein großes Kindergarten Wimmelbuch

    Sandra Reckers

    esslinger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Cover zeigt eine Kita-Szene, die allen Kindern vertraut sein dürfte: Am Morgen werden die Kinder in die Kita gebracht, wir sehen eine Straßenecke mit Zebrastreifen und vielen Menschen. Da ist ein Lastenrad, Räder mit Kinderanhänger, viele Kinderwagen, Kinder mit Roller und Laufrad, ein Kind wird im Rolli geschoben. 
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    Danach besuchen wir die Gruppe, hier gibt es Kinder, die auf dem Teppich mit einem Ball spielen, eine Frühstücksgruppe, ein Zelt, eine Ärztin, die einen Teddybären untersucht und Kinder, die gerade ankommen und ihre Schuhe wechseln. Auch auf dem Hof ist eine Menge zu sehen, einige schaukeln in der Nestschaukel, andere klettern und rutschen. Es gibt sogar ein kleines Gehege mit Kaninchen. Mittagszeit, da wird gegessen. Aber wir sehen auch einen Sanitärbereich, eine Küche und einige Kinder haben sich hingelegt zum Schlafen. Noch einmal geht es nach draußen, diesmal an einen Bach mit viel Natur. Wieder zurück in der Kita wird musiziert, geturnt, gebastelt, gemalt und vorgelesen. Auf der letzten Doppelseite gibt es ein großes Fest mit vielen Spielen. 
    Auf der Rückseite des Buches werden uns einige Personen und Gegenstände gezeigt, die wir auf jeder Seite finden können. Das wird keine so leichte Aufgabe werden, sie zu finden.
    Ein tolles Wimmelbuch, mit dem sich die Kita-Kinder hervorragend identifizieren können. Hier gibt es so viel zu sehen und zu entdecken. Das Buch kommt ganz ohne Text aus, die Bilder sind bunt und realistisch, die abgebildeten Menschen sehr vielfältig, es gibt auch viele männliche Erzieher.

    Dagmar Mägdefrau
  • Mein Wimmelbuch – Tiptoi

    Mein Wimmelbuch – Tiptoi

    Anja Kiel

    Stéffie Becker

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein Buch mit Hilfe des Tiptoi-Stift zu lesen ist immer etwas Besonderes. Hier sehen wir auf dem Wimmelbuch eine Szene aus einem Park.
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    Zunächst ist es aber Morgen in der Stadt, da gibt es eine kleine Baustelle, eine Bäckerei und einen Marktstand. Die Kinder sind auf dem Weg zur Kita, einige kommen mit dem Bus. Mit Hilfe des Stiftes kann man die einzelnen Personen anklicken, dann hören wir Geräusche oder erfahren etwas über sie. Es werden zudem zwei Spiele angeboten, so können Dinge auf der Seite gefunden werden. Dann landen wir schon in der Kita, hier gibt es ein Lesezelt, eine Turnecke und eine Puppenecke, in der ein kleines Monster am Tisch sitzt. Es wird gemalt und musiziert. Im Wald wird ein Kindergeburtstag gefeiert, die Ziegen gefüttert, Tiere werden beobachtet und es gibt auch ein paar Turnstangen. Im Schwimmbad gibt es sowohl Erwachsene, die im Wasser Gymnastik machen als auch eine Planschbecken und natürlich eine Wasserrutsche. Im Park gibt es einen schönen Spielplatz, einen Eiswagen und auf Decken wird Yoga gemacht. Zum Schluss sind wir auf dem Bahnhof angekommen.
    Auf jeder Seite gibt es einen kleinen Text zur Erklärung, zwei unterschiedliche Spielmöglichkeiten, Geräusche und Beschreibungen. Die abgebildeten Menschen sind sehr vielfältig, es gibt Menschen mit Handicap, Junge und Alte, einige Frauen tragen Kopftücher, einige sind schwanger, es gibt viele Paare und ganz viele Kinder, die viel erleben. Ein Wimmelbuch, in dem wir wohl noch nach häufigen Anschauen viel entdecken werden. Auch zum Spielen müssen wir genau schauen, damit wir die Aufgaben lösen können.

    Dagmar Mägdefrau
  • Dinosaurier auf Omas Geburtstag   – Band 5

    Dinosaurier auf Omas Geburtstag   – Band 5

    J. Ihle

    D. Hochwald

    V. Kashev

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die Geschichte von den beiden Geschwistern, die ihre Oma im Fachwerkbauernhaus besuchen, geht ohne Ermüdung in die Fortsetzung. 
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    Hinter der großen Geburtstagstorte sehen wir die Oma mit der schwarzen Riesenschleife im grauen Haar, die Enkel im Arm und freundliche Dinosaurier, die mitfeiern, denn Oma hat Geburtstag.
    Die Kinder reisen diesmal mit dem Bus an und laufen vergnügt auf ihre Oma zu, die gerade von einer Expedition zurückgekommen ist. Sie hat ein großes Ei mitgebracht und bittet die Kinder, sich darum zu kümmern. Und am nächsten Morgen ist der kleine Dino schon geschlüpft. Da fällt seine Geburt mit Omas Geburtstag zusammen und beide sollen gefeiert werden. Allerdings passt der kleine Neuankömmling in keine bisher bekannte Kategorie. Bald stellt sich heraus, dass er gerne buddelt, so wird er als Buddelsaurierer spezifiziert und zum Feiern wird eine Höhle ausgesucht. So endet das Buch mit einem tollen Geburtstagsfest, an dem alle Freunde und natürlich alle Saurier teilnehmen.
    Die Geschichte führt uns zurück an einige Schauplätze der letzten Bände, aber wir lernen auch die Paläontologin Mara kennen, die uns das Naturkundemuseum zeigt.
    Es ist wieder viel los bei der Dino-Oma und der Gegensatz von Oma im altmodischen Gewand und Oma, die sich in die Höhle abseilt, fasziniert mich immer sehr. Die Bilder sind wie immer bezaubernd und einen neuen Dino zu entdecken, ist besonders spannend.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wer hat sich hier denn versteckt?   

    Wer hat sich hier denn versteckt?   

    Heidemarie Brosche

    Mele Brink

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Hinter den drei weißen Blumen auf dem Cover verstecken sich Tiere, ein wenig ist schon von ihnen zu sehen. Und auf der ersten Doppelseite des Pappbilderbuches sehen wir etwas durch die Gardine scheinen. 
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    Dann werden wir aufgefordert, die Gardine zur Seite zu schieben und auf der nächsten Seite fliegt ein Schmetterling in die Höhe. Auf dem Kompost liegt eine Feder, die es wegzupusten gilt, dann taucht ein Regenwurm auf. Auch unter den Apfelstücken auf dem Teller sieht man graue Flügel, sie gehören zu einer Stubenfliege. Wenn man die Kirschen vom Baum pflückt, taucht eine Schnecke auf, die über den Ast kriecht. Und so geht es fröhlich weiter.
    Die Texte bzw. Anweisungen sind kurzgehalten und leicht zu verstehen und die Zeichnungen bilden sehr genau die Natur ab, beschränken sich aber auf einen kleinen Ausschnitt. Das lenkt die Kinder nicht ab und sie fokussieren sich auf das Wichtige.
    Ich konnte das Buch gleich mit dem Enkeln testen und alle vier waren begeistert von diesem tierreichen Mitmachbuch. Es macht allen Spaß, die Tiere zu entdecken, wobei die Kleineren noch einige Begriffe lernen, während die Großen sie direkt benennen. So bleibt das wundervolle Buch sicher lange in der Vorlesekiste.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kunterhund   

    Kunterhund   

    Maria Vohn

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 24 Monate

    Der graue Hund steht vor einer bunten Wand und schaut erwartungsvoll. Er heißt Bert und der Junge, der ihm auf allen vieren gegenübersitzt, ist Fritz. Noch ist das Bild in Grautönen gehalten. Erst die dritte Doppelseite bringt Farbe ins Spiel, hier sehen wir gelb, rot und blaue Kleckse, während Fritz an der Staffelei malt. 
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    Dann schaut er sich den grauen Hund an und überlegt, ob etwas blaue Farbe an Bauch und Po den Hund nicht froh machen würde. So taucht er den Pinsel in die blaue Farbe und malt den Hundebauch an. Die Pfoten werden gelb und der Rücken rot angemalt, danach folgen noch einige Mischfarben und am Ende ist der Hund „kunterbunt“. Was die Enkel sofort laut kundtun.
    Die Reime sind kurz und witzig geschrieben, die Zeichnungen werden durch die Farben bestimmt, die die Kinder sicher schnell lernen werden. Ein fröhliches, immer bunter werdendes Pappbilderbuch mit einer „gelogenen“ Geschichte.
    Auch dieses Buch bekommt das Prädikat „enkelgetestet“ und kann aus vollem Herzen empfohlen werden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Hör mal rein, wer kann das sein? Vögel   

    Hör mal rein, wer kann das sein? Vögel   

    arsEdition

    Hör mal rein, wer kann das sein?

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover ist das Rotkehlchen zu sehen und man kann seine rote Brust, die es ja auszeichnet, streicheln, um seinen Gesang zu hören. 
    Im Buch ist dieser kleine Vogel der Erste, der vorgestellt wird, und zwar in einigen kurzen Fragen und Sätzen und der Aufforderung „Streichle es mal, dann hörst du es!“
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    Das Klopfen des Spechtes haben die Kinder sicher auch schon einmal gehört und hier lernen sie den Vogel in einigen Bilder und kurzen Aussagen kennen. Es folgt der Spatz mit seinem unauffälligen Gefieder und seinem lustigen Tschirpen, der Storch, der Frösche, Insekten und manchmal sogar Mäuse frisst. Zum Schluss lernen wir die Amsel und ihre hungrigen Küken kennen. 
    Neben den Fotos der Vögel, auf jeder Seite gibt es sechs Abbildungen, gibt es den kurzen Sachtext und dann kann man durch das Streicheln des Fells/Gefieders, den Gesang des Vogels hören. Kleine Kinder sind begeistert von dem Buch mit den Tönen und lassen es sich immer wieder vorlesen, so lernen sie einiges über unsere gefiederten Freunde und vielleicht können sie bald auch den Gesang heraushören.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das magische Funkeln

    Das magische Funkeln

    Sandra Dieckmann

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover ist einfach traumhaft schön, der kleine niedliche Bär, dessen Fell mit goldenen Sprenkeln durchsetzt ist und oben der Kopf des Feuervogels in Orangetönen, ebenfalls golden durchwirkt. Wenn das kein magisches Funkeln ist?
    Die Bärin hat drei Kinder und der Kleinste hat noch keinen Namen, denn er hat er sich bisher noch nicht bewährt.
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    Er mag nirgendwo hochklettern wie sein Bruder Tatze, beim Fischen fürchtet er sich vor den Fluten, er fühlt sich einfach nicht wie ein Bär. Doch als er eines Nachts nicht schlafen kann, schaut er zum großen, leuchtenden Berg und von dort hört er ein ungewohntes Geräusch. „Ein traumhaft schöner Feuervogel“ kommt zu ihm und reicht ihm eine seiner leuchtenden Federn. Beseelt hält der Bär die Feder im Arm. 
    Das Bild, wie er mit geschlossenen Augen dort steht und der Feuervogel in die Lüfte steigt, während seine Mutter in der Höhle schläft, ist einfach wunderschön anzuschauen. Die Schrift ist wellenförmig angeordnet und „Funke“ und „Magie“ sind größer gedruckt. Beeindruckend!
    Der kleine Bär ist unsicher, ob er den Vorstellungen eines Bären entsprechen kann. Ängste plagen ihn und dann kommt mit dem Feuervogel die Erlösung. Mit der Feder in der Pfote traut sich alles, er wird mutig wie ein Bär.
    Die Geschichte ist sehr zart geschrieben, ich kann sehr gut mit dem Bären fühlen und freue mich mit ihm, dass er sich überwunden hat und zum mutigen Bären wird.

    Dagmar Mägdefrau
  • Papas Tattoos

    Papas Tattoos

    Nicolas Schuff

    Ana Sender

    Von Hacht

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir Papas breiten Rücken und einige seiner bunten Tattoos. Klein, aber mit großen neugierigen blauen Augen sehen wir seine kleine Tochter, die er im Arm hält.
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    Während ihr riesengroßer Papa mit Gummistiefel und in Shorts den Garten wässert, sitzt Emilie auf dem Rasen. Sie erzählt uns von seinen vielen Tattoos, die seinen ganzen Körper zieren. Wenn der Papa auf der Couch schläft, „spielt“ Emilia in ihrer Fantasie mit den Abbildungen auf Papas Körper. „Die Tattoos leisten ihr Gesellschaft.“ Da ist der Stern, der ihr Licht schenkt und den Papa sich anlässlich ihrer Geburt hat stechen lassen. Der Matrose, der ihr von seinen Abenteuern erzählt, und die Meerjungfrau, mit der sie Zöpfe flicht. Mit dem Totenkopf spricht sie über Zombies und Gespenster und mit dem Kobold spielt sie Verstecken. Am liebsten verbringt sie aber ihre Zeit mit der schwarzen Pantherin, die Papa an die Großmutter erinnert.
    Wundervolle farbenfrohe Illustrationen voller Fantasie dominieren diese Bilderbuch, die Texte sind ganz kurzgehalten und bringen die Erklärungen aus Sicht des Mädchens. Ich hoffe, dass sich nicht alle Papas nach der Lektüre tätowieren lassen müssen.

    Dagmar Mägdefrau
  • 102 Haustiere             

    102 Haustiere             

    Nicole Röndigs

    Horst Hellmeier

    WooW Books

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Wie fast alle Kinder wünscht sich Benno ein Haustier, doch seine sonst so idealen Eltern haben viele Gründe, kein Tier anzuschaffen. Auf dem Cover sehen wir dann die Haustiere, die die nette Nachbarin Frau Professor Mahmudi ihm zeigt. 
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    Mit einer Lupe taucht sie bei Benno in der Wohnung auf und es geht zunächst ins Bad, dort stoßen sie auf die kleinen Silberfische und was die Professorin darüber erzählt, ist schon sehr interessant. Es gibt im Buch auch gleich  Karteikarten der gefundenen Tiere mit den wichtigsten Daten. Der Skorpion, der in den alten Büchern sitzt, und der sich von Staubmilben und Läusen ernährt, ist schon sehr faszinierend. In der Blumenerde treffen sie auf den Springschwanz, der vergammelte Pflanzenreste mag.  Die Kellerassel ist da schon nicht so ungewöhnlich, die findet man auch ohne Lupe.
    Nach der Geschichte gibt es noch ein paar „Haustiere“ und auf den letzten freien Seiten können noch Eintragungen zu anderen Tieren gemacht werden.
    Eine hervorragende Idee, diese kleinen „Haustiere“, die wir meist Ungeziefer nennen, hier vorzustellen, denn das müssen wir feststellen, dass sie nicht nur nützlich und harmlos sind, sondern einige von ihnen verfügen sogar über Superkräfte.
    Mit dem Buch hat man Drei in Einem: Eine schöne Geschichte, viel Wissen und Illustrationen, anhand derer man mit der Lupe auf die Suche nach eigenen Haustieren gehen kann.

    Dagmar Mägdefrau

  • Was macht Krakks?

    Was macht Krakks?

    Bernhard Hoëcker

    Eva von Mühlenfels

    Nikolai Renger

    esslinger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Obwohl Krakks ein Geräusch ist, das wir im Winter hören, wenn Eis bricht, sehen wir ihn auf dem Cover als Figur auf einem Ast sitzend. 
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    Auf der ersten Seite können wir ihn in einer Winterlandschaft entdecken. Die Geräusche unterhalten sich darüber, dass der Winter bald vorbei ist. Plopp, das Geräusch für den Tropfen, der tropft, freut sich schon auf den Frühling. Da müssen eigentlich alle Wintergeräusche schlafen, doch Krakks möchte zuerst buntes Eis sehen, bevor er schläft. Doch das ist gar nicht so ungefährlich für ein Wintergeräusch, denn es wird immer wärmer. Dafür lernt Krakks viele neue Geräusche, die erst im Sommer auftauchen, kennen. Doch dann verliert Krakks immer häufiger kleine Zapfen und sein Krakks-Geräusch ist zu hören. Das ist natürlich etwas, was es im Sommer nicht geben darf, und alle sind empört.
    Ich glaube, ein vermenschlichtes Geräusch gab es bisher noch nicht, zumindest ist mir da nichts bekannt, allerdings bin ich mir auch sehr unsicher, ob es das geben soll.
    Im Buch gibt es Seiten, auf denen nur die Geräusche zu sehen und zu hören sind, das sensibilisiert natürlich, auf die Geräusche zu achten und zu beobachten, wie sie sich mit den Jahreszeiten verändern. Natürlich schafft Krakks es mit Hilfe seiner Freunde, das bunte Eis zu erleben, denn „Zu einem richtig guten Sommer gehört auch ein Krakks!“ Eine völlig sinnfreie Folgerung.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der kleine Siebenschläfer – Meine Geschichten zum Kuscheln, Trösten und Liebhaben

    Der kleine Siebenschläfer – Meine Geschichten zum Kuscheln, Trösten und Liebhaben

    Sabine Bohlmann

    Kerstin Schoene

    Thienemann

    Der kleine Siebenschläfer

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses Buch ist eine Zusammenstellung von Siebenschläfer-Büchern für die Kleinen. Dies Seiten sind aus festerem Papier und sicher etwa haltbarer. Das Cover zeigt den kleinen Siebenschläfer und seinen Freund, die Haselmaus, in liebevoller Umarmung. 
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    „Das ist noch nicht gemütlich!“ findet der Siebenschläfer im ersten Buch, denn er weiß nicht, wie er sich hinlegen soll. Blätter, Wolle, Federn und viele andere Dinge sind als Unterlage nicht das Richtige für ihn. Erst zusammen mit den anderen Siebenschläfern findet er es gemütlich. Bauchweh hat der kleine Siebenschläfer und die Haselmaus versucht, es mit einer Wärmflasche zu vertreiben. Ein Schluckauf stört den kleinen Siebenschläfer und wieder versucht sein Freund mit allen möglichen Tricks, das lästige „Hicks“ abzustellen. „Wir beide passen richtig gut zusammen“ ist einfach herrlich. Eigentlich haben die beiden Freunde eher nicht viel gemeinsam, doch so mögen sich beide und das reicht für eine feste Umarmung. In der letzten Geschichte verstecken sich die unterschiedlichsten Tiere unter der Schnuffeldecke. Da gibt es viel zu entdecken. 
    Kurze Sätze und dazu die wunderschön und liebevoll gestalteten Bilder, das bedeutet Vorlesespaß für Lesende und Zuhörende. Eine schöne Zusammenstellung von fünf Pappbilderbüchern, da kann man ganz viel Siebenschläfer vorlesen!

    Dagmar Mägdefrau