• Sam besucht Oma und Omi in Großbritannien

    Sam besucht Oma und Omi in Großbritannien

    Toni Kohm

    marta press

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    KIMI-Siegel für Vielfalt 2020

    Auf dem Cover ist der kleine Sam zu sehen, der im Flugzeug alleine nach Großbritannien zu Oma und Omi fliegt. Er ist sehr stolz darauf, dass er das geschafft hat und er winkt den beiden Frauen, die an der Ankunft seinen Namen rufen, begeistert zu. 
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    Weiter geht es mit dem Zug und auf der dazugehörigen bunten Doppelseite kann man viel entdecken. Nach dem Spielen ist Sam so erschöpft, dass Oma ihn schlafend ins Bett bringt. Der Duft des typisch englischen Frühstücks weckt Sam und wir sehen, was es alles dort zu essen gibt. Nach ein paar Turnübungen geht es zum Surfen, später gibt es ein „groooßes Eis“. Zuerst begleitet Sam Oma und hilft ihr bei den Graphites, dann geht es auf Omis Baustelle. Neben der königlichen Familie (allerdings noch mit der Queen) lernen wir einiges von London kennen. Nachdem Sam mit Omi und Oma zur Pride gegangen war, heißt es Abschied nehmen.
    Sam erlebt mit den beiden Frauen wundervolle, erlebnisreiche Ferien und wir dürfen die Drei dabei begleiten. Sehen das Alltägliches und das Besondere, alles bunt bebildert und mit kurzen Texten. Ein fröhliches Buch voller schöner Erlebnisse.

    Dagmar Mägdefrau


  • Sörens siebter Song

    Sörens siebter Song

    Dave Eggers

    Mark Hoffmann

    atlantis

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Der junge Wal Sören ist singend auf dem Cover zu sehen, die anderen Meerestiere schauen nicht begeistert.
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    Sören ist ein Buckelwal und er ist nicht begeistert von den Gesängen der alten Wale. Diese Gesänge sind lang und man kann sie über weite Strecken im Meer hören. Die Männchen wollen damit, wie nicht anders zu erwarten, die Weibchen beeindrucken. Diese kurze Einführung beruht auf Fakten und dann folgt die humorvolle Geschichte von Sören, der unbedingt einen neuen Song kreieren möchte. Er findet die Gesänge der Alten monoton und zu lang. So denkt er sich einen neuen Song aus, in dem Maracas und Theremins (beide Begriffe musste ich erstmal googlen) vorkommen sollen. Als er damit fertig ist, singt er mit geschlossenen Augen das Lied seinen Freunden vor. Und Hans, sein Freund, sagt ihm „Das war mit Anstand der schlechteste Song, den ein Wal je gesungen hat.“ Aber Sören gibt nicht auf, er ändert das Lied so lange, bis er Erfolg damit hat.
    Ganz klar steht die Geschichte unter dem Motto „Nicht aufgeben, du schaffst das.“ Und solche positiv ausgehenden Erzählungen machen uns allen Mut, denn Aufgeben sollte doch keine Option sein. Hans ist ein sehr ehrlicher Freund, der mit seiner Kritik Sören anspornt, es besser zu machen und am Ende schafft er es, alle zu begeistern. Ein längerer Text und wundervolle Bilder der Meeresbewohner und ihres Lebensraums machen Sören zu einem Erlebnis.

    Dagmar Mägdefrau


  • Das riesengroße Durcheinander

    Das riesengroße Durcheinander

    Riccardo Bozzi

    Zosienka

    Von Hacht

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Der orange-schwarz gestreifte Elefant und der rosa Pinguin zeigen schon auf dem Cover, um welches Durcheinander es in diesem Buch geht.
    
    
    
    
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    Der Pfau sitzt gemütlich auf dem Schaukelstuhl. Um ihn herum sitzen viele andere Tiere, die sich in der Abendstunde eine Geschichte erzählen lassen. Das Bild strahlt so viel Ruhe aus, man möchte es sich fast aufhängen. Die Geschichte spielt schon vor sehr langer Zeit, an einem „sonnigen, windigen Morgen.“ Im Hintergrund geht die eidottergelbe Sonne auf und die Vögel fliegen über den Himmel. Und schon taucht das erste verwandelte Tier auf, aber ich bin nicht ganz sicher, ob es ein Krokodil ist, auf jeden Fall trägt es die rote Farbe und die schwarzen Punkte des Marienkäfers. Gepard und Flamingo haben die Kleider getauscht und der Löwe trägt die Streifen des Zebras. Mit dem Aussehen wurde aber auch ihr Benehmen anders, so war „der Tiger auf einmal nachdenklich und verträumt.“, denn er trug das Fell einer Kuh.

    Eine wunderbare fantastische Geschichte, die uns da erzählt wird, und es macht richtig Spaß, die Tiere im falschen Fell anzuschauen und zu sehen, wie sie sich jetzt ungewöhnlich verhalten. Ganz im Geheimen lernen wir dadurch einiges über diese Tiere. Die Bilder machen das Buch natürlich zu etwas ganz Besonderem.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wer hat Angst vor Toto Troll?

    Wer hat Angst vor Toto Troll?

    Frances Stickley

    Stefano Martinuz

    DK

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Da steht er, der kleine Troll, und hält ein Megafon in der Pfote. Auf der nächsten Seite reißt er sein Maul auf und schreit laut ins Megafon. 
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    Die Tiere sind unterwegs und wir sehen viele Warnschilder in der Landschaft stehen, „Oh, niemand ahnt, wer das wohl ist, und niemand weiß, ob er uns frisst“ gibt ganz klar die Ängste der Tiere wieder. Wenn sie sich nähern, hören sie das laute Geschrei wie „Verschwindet! Weg!“ Keiner traut sich mehr, über die Brücke zu gehen. Nur ein kleines weißes Häschen glaubt das nicht - „Zum Spaß ist keiner fürchterlich.“ Und das kleine Tier wagt sich vor zu dem gefürchteten Troll und der fühlt sich „klein, mickrig und kummervoll“, als er dem Hasen gegenübersteht. So erfährt Toto Troll, dass man sich nicht vor ihm fürchten muss, sondern, dass man die anderen als Freunde gewinnen kann.
    Ja, zu Anfang muss man sich vor der bösen Schreierei des Trolls fürchten, aber ein kleiner weißer Hase kann ihn überzeugen, dass er mit Freundlichkeit viel besser klarkommen wird. Die gereimten Texte sind schon etwas länger, lassen sich aber sehr schön lesen. Die bunten Illustrationen zeigen sehr gut die Gefühle von Toto und den anderen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das Parlament der Tiere

    Das Parlament der Tiere

    Sophie Schönberger

    Manuela Buske

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Baum mit den leckeren reifen Pfirsichen. Auf seinen Ästen sitzen die unterschiedlichsten Tiere, nur das Wildschwein steht trotzig daneben.
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    Erstaunlich schnell wächst der Baum und trägt Früchte und schon sitzt die kleine Wühlmaus Wim im Baum und lässt sich den Pfirsich schmecken. Die anderen Tiere kommen gelaufen und wollen auch sofort die saftigen Pfirsiche für sich. Doch da ruft das Eichhörnchen Emily laut „Stopp!“. Dann sie hat eine Idee und spricht vom Parlament der Tiere. Jede Tierart soll Vertreter wählen, die sich dann miteinander einigen, wie man die Früchte aufteilt. So kommt es zu einem Kompromiss, den alle Tiere, bis auf die Wildschweine, tragen. 
    Die Geschichte zeigt eindrucksvoll und leicht verständlich, wie Demokratie funktioniert. Da werden Vertreter gewählt, mit der Eule einigt man sich auf eine Vorsitzende, Vorschläge werden diskutiert, die Wildschwein pöbeln gegen die Waschbären und letztlich findet man eine Lösung, die für alle annehmbar ist. Am Ende sitzen die Tiere zusammen und essen Pfirsichkuchen, dessen Rezept man herunterladen kann. Am Ende des Buches gibt es noch einen kurzen Sachtext zu den wichtigsten Begriffen. Jetzt noch kurz ein paar Worte zu den schönen bunten Illustrationen: Sie gefallen und erklären.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mut tut gut

    Mut tut gut

    Ulrike Marten-Öchsner

    Emma Öchsner

    Nordkindverlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre und Selberleser


    Auf dem Cover sehen wir den kleinen Mäuserich Anton, der seinen Fuß auf einem Zeitungsstapel gestellt hat. Schon hier fällt auf, dass die Figur sehr starr ist, was sich im Buch leider fortsetzt.
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    Anton ist auf dem Weg zu seinen Großeltern und wir sehen ihn über kleine Hügel laufen.  Ein paar Pflanzen, eine winzige Eidechse und eine Biene sind zu sehen, dagegen ist Anton riesig.
    Das kleine Häuschen der Großeltern steht unter einem Baum, die beiden sitzen auf der Terrasse und lesen die Waldzeitung. Der Text berichtet von einer herzlichen Begrüßung, die wir uns vorstellen müssen. Oma serviert Anton „sein Lieblingsgetränk in seiner Lieblingstasse und dazu Lieblingskekse“. Auch hier ist Anton nicht zu sehen, nur Oma mit den Lieblingssachen. Als Opa die Zeitung davonfliegt, saust Anton gleich los, um sie wieder einzufangen. Das ist nicht so einfach, denn der Wind treibt die Seiten immer wieder fort. Anton tut sein Bestes und es tauchen immer mehr Zuschauer auf, die sich über ihn lustig machen. „Nachbar Langohr hält sich vor Lachen den Bauch.“ Aber Anton gelingt es, die Zeitung einzufangen und so sehen wir das Coverbild mit dem ganzen Stapel. Opa lobt Anton für seinen Mut und erklärt ihm, dass die anderen nur Angst haben, sich zu blamieren.
    Die Illustrationen sind sehr statisch und zeigen wenig Bewegung. Der Text ist lang und Anton hat Opas Lob, was der ihm allerdings noch erklären musste, sicher genossen. Ich befürchte, dass es die Kinder wenig animieren, vielleicht sogar abschrecken wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wie ein Fisch im Wasser – Eine Geschichte vom Schwimmenlernen

    Wie ein Fisch im Wasser – Eine Geschichte vom Schwimmenlernen

    Maike Harel

    Anne Grobe

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die drei Kinder und den Papa mit ihren Schwimmnudeln. Der Papa wirkt nicht so, als mache ihm das Wasser Spaß. Mia, die uns diese humorvolle Geschichte erzählt, liebt das Wasser genauso wie ihre Mama.

    
    
    
    
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    Wenn sie am See vorbei radeln, halten sie gerne an und springen ins Wasser. Mia braucht allerdings noch Schwimmflügel und deshalb geht sie ins Hallenbad zum Schwimmkurs bei Igor. Max springt einfach mutig ins Becken, Mia ist noch etwas zögernd und traut sich dann doch mit der Nudel ins Wasser. Wassim hält erstmal nur die Füße ins Wasser. Nur Mias Papa blockt immer ab, wenn er mit ins Wasser soll. Erst durch eine Bemerkung von Oma Marianne wird Mia klar, dass ihr Papa nie einen Schwimmkurs besucht hat. Da meldet sie ihn kurzerhand bei Igor an. Nachdem er sich zunächst sträubt, lernt Jan dann doch schwimmen und so sitzt am Ende die ganze Familie am Strand. 
    Die ganze Peinlichkeit des Nicht-Schwimmen-Könnens wird in dem Buch wundervoll dargestellt, die vielen entsetzten „Neins“ von Jan und dazu die lesensnahen gefühlvollen Illustrationen, für mich ist das einfach perfekt getroffen. Nebenbei gefällt es mir, dass die Mutter keine Modelfigur hat. Mias Idee, ihren Papa im Schwimmkurs anzumelden, ist einfach bombastisch. Meine Enkelin und ich haben das Buch mit viel Spaß gelesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn ich nicht so schüchtern wär, denkt der Bär

    Wenn ich nicht so schüchtern wär, denkt der Bär

    Duncan Beedie

    DK

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ich finde, der Bär schaut etwas ängstlich mit großen Augen zu uns, aber wahrscheinlich starrt er uns vom Cover aus an. 
    Denn der Bär starrt gerne andere an, so am Morgen die Marienkäferfamilie, die auf dem Blatt frühstückt.
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    Da er auf die Frage, warum er so starrt, nicht antwortet, weil er so schüchtern ist, suchen sich die Marienkäfer einen anderen Platz. Danach steigt Bär auf einen Baum und starrt die Vögel an. Da er wieder nicht reagiert, jagt ihn die Vogelmama weg. Der Dachs, den Bär sogar in seiner Höhle anstarrt, beißt ihn sogar in die Nase. Auf einem Baumstamm sitzend überlegt Bär, dass er die anderen nicht ärgern will, sondern dass er nur neugierig und schüchtern ist. Da starrt ihn ein leuchtend grüner Frosch ebenfalls an und der erklärt ihm, dass angestarrt werden den meisten nicht gefällt. Da sieht Bär sein grünes Spiegelbild im Teich, ein Tier, dass ihn auch anstarrt. Dieser Anblick lässt ihn lächeln und natürlich grinst das „Tier“ zurück. So gibt ihm Frosch den Rat „Manchmal reicht es, einfach nur zu lächeln.“ Und als Bär diesen Rat befolgt, findet er Freunde im Wald.
    Die Illustrationen beschränken sich auf einfache Formen, trotzdem drücken sie sehr genau die Gefühle des Bären aus. Besonders beeindruckend ist die Doppelseite, die nur seine Augen zeigt, die starren. Der kurze Text erklärt gut das Dilemma von Bär und was ein Lächeln alles bewirken kann.

    Dagmar Mägdefrau
  • Aquila – Weniger ist Mee(h)r

    Aquila – Weniger ist Mee(h)r

    Ulrike Marten-Öchsner

    Emma Öchsner

    Nordkindverlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem türkisen Cover sehen wir Aquila, die kleine Qualle, um die es in dieser Geschichte geht. 
    Zunächst werden wir aber in die Tiefen des Meeres geführt. In knappen Sätzen wird uns vom Überfluss, der hier herrscht, berichtet. Dann sehen wir die Quallen, die hier in sehr menschlichen Verhältnissen mit Möbeln und Einkaufswagen leben.
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    Dann endlich lernen wir Aquila kennen, die bei einer Freundin eingeladen ist und sich nicht entscheiden kann, was sie alles mitnehmen soll. Sie hat massig Spielzeug und der Beutel, den sie packt, ist schon sehr groß und schwer geworden. So hat sie bald Schwierigkeiten, damit weiterzukommen. Als sie eine Pause einlegt, flüstert ihr der Octopus zu „Weniger ist manchmal mehr.“ Er erklärt ihr, dass sie durch den langsamen Transport zu viel Spielzeit verliert. Er rät ihr, ihre Sachen dort zu parken und sich für ein Teil zu entscheiden, das sie mitnimmt. Aquila ist verwundert, dass ihre Freundin nur wenige Spielsachen hat. Die Erklärung leuchtet Aquila ein und auch sie denkt um.
    Die Lebensverhältnisse der Quallen wurden sehr vermenschlicht, so werden sich die Kinder mehr mit den Quallen identifizieren. Die Geschichte ist mir aber insgesamt zu moralisch und mit erhobenen Zeigefinger erzählt. Natürlich haben die Kinder viel zu viele Spielsachen in ihren Zimmern und die Idee, immer etwas weg zu sortieren ist sicher umsetzbar und einleuchtend.

    Dagmar Mägdefrau
  • Weil ich mutig bin

    Weil ich mutig bin

    Lars Amend

    Anahita

    Julia Francke

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir schon, dass die kleine Ratte Kwiik Freude an Musik hat. Das Mikrofon in der Hand, steht er auf einen Koffer, aus dem Noten hervorquellen.
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    „Hast du den Mut, du zu sein?“ fragen uns die Autoren gemeinsam mit Kwiik, dazu gibt es noch einen kleinen Brief der Drei. Kwiik stellt sich vor und berichtet, dass er gerne malt und singt. In seiner Sprechblase sehen wir Noten, also singt er fröhlich vor sich hin. Auf dem großformatigen Bild sind viele andere Ratten zu sehen. Sie vertreiben Kwiik mit der Aussage, dass er sie nervt. Kwiik glaubt sich allein und fängt wieder an, zu singen. Diesmal lobt ein Vogel seinen Gesang, aber auch das vertreibt die kleine Ratte. Da fällt Kwiik eine Werbung für ein Festival auf und er macht sich gleich auf. Staunend steht er vor der Bühne und wünscht sich, dass er den Mut aufbringen würde, auch auf die Bühne zu gehen. Er findet es peinlich, aber dann meldet sich sein Herz, dass er an einer Kette um den Hals trägt. 
    Kurze knackige Aussagen und große überzeugende Illustrationen machen dieses Bilderbuch zu einem richtigen Mutmachbuch. Und wir freuen uns, dass Kwiik sich am Ende ein Herz fasst und mutig auf die Bühne geht. Nehmen wir uns die kleine Ratte zum Vorbild und trauen uns, auch unsere Leidenschaft zu leben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mäc Mief und die stinkbesonderen Unterhosen

    Mäc Mief und die stinkbesonderen Unterhosen

    Carola Becker

    Ina Krabbe

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre Selbstleser / ab 5 Jahre zum Vorlesen

    Mäc Mief ist ein Schaf, das ein besonders gutes Verhältnis zu Finn hat. Finn ist der Bauernsohn, der auf dem Cover seine stinkbesondere Unterhose mit dem Superschaf trägt. Die beiden lieben die Serie im Fernsehen und schauen sie sich gerne gemeinsam an.
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    Nun wurde gerade diese schöne Unterhose mit anderen von der Leine gestohlen. Da macht sich Mäc Mief gemeinsam mit der Hündin Bonnie an die Ermittlung. Leider ist Bonnie, wenn ihre Spürnase anschlägt, sehr schnell und so ein Schaf, das meist auf der Wiese herumsteht, tut sich da schwer mitzuhalten. De beiden Tiere sprechen miteinander und können natürlich auch die Menschen verstehen, aber nicht mit ihnen sprechen. Trotzdem kann sich Mäc Mief sehr gut mitteilen. 
    Die witzige Geschichte liest sich sehr gut, die 12 Kapitel sind nicht zu lang und die bunten Bilder sind wirklich köstlich. Das Superschaf ist eine schöne Alternative zu den menschlichen Superhelden und dass es eine Unterhose ziert, macht diese zu einer Stinkbesonderen. Eine ungewöhnliche Detektivgeschichte.

    Dagmar Mägdefrau
  • wolkenschaum

    wolkenschaum

    Michael Hammerschmidt

    María José de Tallería

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Hoffnung-Buchtipp Mai 2025

    „was du mit deinem lachen kannst:
    eisen verbiegen
    steine schmelzen
    menschen erschrecken
    (die dort grantig um die ecke biegen)
    die sonne
    aufwecken…“

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    Das Gedicht mache ich einfach mal zu meinem Lieblingsgedicht. Was mein Lachen alles kann, gefällt mir einfach gut. Denn ich lache gerne und viel. Dieser Gedichtband, der schon die Kleinsten mit seinen Reimen anspricht, zaubert aber eher ein Lächeln auf eine Lippen. Auch die manchmal surrealen, manchmal kindlich anmutenden Illustrationen sind wunderschön anzuschauen und verdeutlichen den Text.
    Zunächst wird die Frage „was war bevor ich war?“ führt nicht zu Antworten, sondern zu vielen weiteren Fragen. Danach erleben wir den „schneeduft“ mit dem ganzen Körper und allen Sinnen. Ganz viele Kinder sind auf der Seite „hier bleibe ich stehen“ unterwegs. Es geht ins Schwimmbad und mit dem Rad durch die Straßen. Danach erfahren wir, dass man nicht auf einen Luftballon steigen sollte.
    Alle Gedichte bestehen aus ganz kurzen Sätzen und es gibt weder Großschreibung noch Satzzeichen (bis auf die Klammern). Beim Vorlesen freuen sich die Wort von der Zunge rollen zu dürfen, denn sie gehören einfach so zusammen, wie der Autor sie geschrieben hat.

    Dagmar Mägdefrau


  • Minas Freunde-finde-Plan – In jedem leuchtet eine Sonne

    Minas Freunde-finde-Plan – In jedem leuchtet eine Sonne

    Rebecca Mönch

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die fünfjährige Mina ist umgezogen und geht deshalb in eine neue Kita. Auf dem Cover schaut sie uns sehr fröhlich an, im Hintergrund sind die andere Kita-Kinder zu sehen. Zu Anfang des Buches stellt sich Mina vor und wir lernen auch ihren Kater Lu kennen.
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    Auf der nächsten Seite sitzt sie ganz schüchtern mit ihrem Schmusefrosch unter einem Baum und schaut den anderen Kindern zu. Aber Mina hat eine Idee, und beim Kaffee erzählt sie ihren Eltern davon. Sie wird jeden Tag ein anders Kind besuchen und dann weiß sie, wer ihr bester Freund oder ihre beste Freundin sein kann. So geht es zu Lorenz auf den Bauernhof, der ihr seine Schatzsammlung zeigt, zu Valentin, dem Weltraumexperten, zu Elif, die mit ihrer großen Familie zusammenwohnt, zu Noah, der ihr seine Patchworkfamilie vorstellt und mit Lotta malt sie tolle bunte Bilder. So geht es durch die Woche und wir lernen viele unterschiedliche Kinder kennen.
    Eine sehr realistisch gezeichnete und auch beschriebene Geschichte, natürlich ist so ein Umzug mit Kita-Wechsel immer schwierig und auch die Eltern tun sich da schwer. Da gefällt mir Minas Idee, alle Kinder mal zu besuchen, sehr gut. Die Vielfalt der Kinder ist sehr schön geschildert und Mina fällt es am Ende schwer, sich zu entscheiden, so sagt ihre Mama den Satz „In jedem leuchtet eine Sonne.“ Und diese Sonne sehen wir nicht nur auf Minas Shirt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mit Maus am Meer

    Mit Maus am Meer

    Alice Melvin

    Kunstmann

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Nach „Mit Maus am Fluss“ reist die Maus nun ans Meer und verbringt dort einige schöne Sommertage. Auf dem Cover baut sie Sandburgen, was bei einem Urlaub am Meer einfach sein muss. 
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    Auf der Karte können wir verfolgen, welche Stationen Maus bereist. Mit dem Wanderstock geht es Richtung Strand. Von Weitem schaut Maus aufs Meer, am Himmel sind einige Möwen unterwegs. Es folgt eine klassische Strandszene mit vielen Familien, die sich im Sand und im Meer tummeln. Wenn man die halbe Seite umschlägt, kommt die Flut und Maus steht allein am Strand. Dann geht es auf die belebte Promenade, hier gibt es eine Bude mit den Dingen, die immer am Strand angeboten werden, wir können eine Seite aufklappen und hineinschauen und den Eisverkäufer sehen. Im Puppentheater zeigt die Klappe den Puppenspieler unter der Bühne. Die See wird rauer und in der Teestube sitzen die Leute im Warmen. Maus legt sich in die Dünen, ich hoffe, dass das erlaubt ist. Die Landschaft lässt sich durch Klappen erweitern. Vor der Galerie malt der Fuchs auf seiner Staffelei, während Maus Muscheln sammelt. So folgen noch einige Tage mit wunderschönen Bildern, bis Maus auf die See schaut und die Sonne am Horizont verschwindet. 
    Es gibt nach der Geschichte noch ein paar Sachinfos zur Landschaft und zu den Tieren und welche Schätze man an der See finden kann.
    Kurze gereimte Texte erzählen von der Wanderung der Maus am Meer, es ist eine raue Landschaft und ein Meer mit vielen Wellen, wahrscheinlich ist es der Atlantik, der dort in wunderschön gezeichneten Bildern vorgestellt wird.

    Dagmar Mägdefrau



  • Geniale Augen

    Geniale Augen

    Lena Anlauf

    Vitali Konstantinov

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Cover zeigt einige Tiere mit ungewöhnlichen Augen und das Besondere daran ist, das sie im Dunkeln leuchten. 
    Nach Ohren und Nasen sind es jetzt die Augen, die in den Fokus gestellt werden.
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    Einen kleinen Einblick bietet die Weltkarte ganz am Anfang des Buches, dann folgen 10 Kapitel, die mit „Riesenaugen“, „Wandelbare Augen“ oder „Stielaugen“ überschrieben sind. 
    Riesenaugen haben Riesen-Kalmare, sie sind so groß wie ein Basketball. Fünf Zentimeter messen die Augen der afrikanischen Strauße. Wie die Pupillen eines Margays funktionieren, ist sehr interessant. Überhaupt sind viele Tiere mit großen Augen nachtaktiv. „Augenbotschaften“ senden z.B. die Drachenfische, sie locken mit blauem Licht ihre Beute an. Chamäleons können sogar ultraviolettes Licht sehen. Giraffen haben, wie einige andere Tiere, Wimpern und der Igelfisch hat bunt schillernde Glitzersteinchen in seinen Augen, da passt die Überschrift „Geschmückte Augen“. Manche Tiere können ihre Augenfarbe verändern, wie der Strahlenparadiesvogel bei der Balz oder die Rentiere je nach Jahreszeit. „Maskierte Augen“ bedeutet, dass es eine andere Farbe rund um die Augen gibt, wie beim Panda die Maske oder bei den Erdmännchen, die schwarzen Flecken um die Augen haben, die wie eine Sonnenbrille wirken. So gibt es einiges zu entdecken, bis wir beim letzten Kapitel „Schreckaugen“ angekommen sind. So gibt es Raupen mit Hinterteilaugen, die sie wie eine Giftschlange aussehen lassen, und die Texas-Krötenechse, die Blut aus ihren Augenhöhlen spritzen kann.
    Zu den ausführlichen Sachtexten, die in kleinen Abschnitten gedruckt sind, gibt es sehr genaue Zeichnungen der Tiere und ihrer Besonderheiten. Es folgt ein Glossar mit Erklärungen der Begriffe, ein alphabetisches Register und Quellenangaben. Wie ich finde, eine ungewöhnlich Art Tiere vorzustellen, die aber ungemein informativ ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Geräusche-Händler bekommt Post

    Der Geräusche-Händler bekommt Post

    Kathrin Rohmann

    Jule Wellendiek

    Knesebeck

    Der Geräusche-Händler

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Dieser zweite Band, der uns vom Geräuschehändler erzählt, zeigt den glatzköpfigen Mann mit Brille und Schurbart, wie er erstaunt in ein Paket schaut. Schon das Cover wirkt mit seinen Erdfarben gemütlich.
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    In der ersten Geschichte kommt ein Paket beim Geräuschehändler an, das eigentlich an ein Sportgeschäft geliefert werden sollte. Doch die Badehosen, die sich in dem Paket befinden, finden es bei dem Geräuschehändler viel spannender, als sie erfahren, worum es in diesem Laden geht. Der Geräuschehändler holt aus den unterschiedlichsten Behältnissen Geräusche hervor und die Badehosen erfreuen sich deftiger Arschbombenklatscher aber auch Kinderlachen und Jauchzen. Die zweite Geschichte hat mich sehr bezaubert, da kommt eine Super-Marion ins Geschäft und möchte Ohr-Urlaub machen, weil ihr das ewige „Dü-de-lü-de-lüt“ auf die Nerven geht. In der letzten Geschichte schickt Maria dem Geräuschehändler ihr Lieblingsgeräusch - einen zarten Babyschrei. 
    Jede dieser leisen kleinen Geschichten sind so voller Gefühl und natürlich auch voller Geräusche, so fand ich es erstaunlich, dass die vom Geräuschehändler zusammengestellten Geräusche für mich ganz klar aus New York kamen. Neben den Erzählungen, die uns durch die ganze Woche führen, gibt es sehr stimmige Illustrationen. So hat mich besonders das Bild beeindruckt, das zeigt, wie es nach dem Besuch des grauen Monsters das Grau wieder durch bunte Vögel vertrieben wird. Ein wundervolles Bilderbuch voller besonderer Geschichten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Grimm und Möhrchen und die Spielplatzpiraten   

    Grimm und Möhrchen und die Spielplatzpiraten   

    Stephanie Schneider

    Stefanie Scharnberg

    dtv

    Grimm und Möhrchen

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Dieses zweite Bilderbuch vom Zesel zeigt auf dem Cover Grimm und Möhrchen, die aus einer alten Zinnbadewanne ein Piratenschiff bauen.
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    Als Möhrchen morgens in seinem kleinen Kofferbett aufwacht, gibt es einen Brief von Grimm, der ihm eine Überraschung im Schuppen verspricht. Natürlich macht sich der kleine Zesel direkt auf dem Weg und stellt fest, dass es Frühling geworden ist. Im Schuppen sucht Grimm einige Bretter zusammen, denn er hat die Idee einen Spielplatz zu bauen. Auf der Doppelseite sehen wir die beiden, wie sie ein Schiff, eine Rollrutsche und viele andere tolle erfindungsreiche Dinge bauen. Schon bald taucht die Feuerwehrfrau Feline mit einigen Kindern auf, gemeinsam erkunden sie den Piratengarten und singen dabei ein fröhliches Piratenlied, das man beim Lesen gut mitsingen kann. Dass man nun ohne Jacken draußen spielen kann, macht den Zesel etwas traurig, weil er nichts ausziehen kann. Doch die Kinder, Feline und Grimm wissen einen Rat und bald heißt es "Piratenschiff Ahoi".
    Ein wundervoll leichtes Frühlingsbuch voller Humor und schönen Spielideen. Man spürt die Zuneigung zu dem kleinen Zesel, die wir als Leser und Leserinnen vollen Herzens teilen. So sind auch die Illustrationen wieder liebevoll bis ins kleinste Detail gezeichnet. Ein rundum schönes Bilderbuch.

    Dagmar Mägdefrau
  • Beton – Wir bauen eine Brücke

    Beton – Wir bauen eine Brücke

    Sallla Savolainen

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover bekommt am einen Eindruck, wie wuselig es in dem Buch zugeht. So sehen wir auf der ersten Seite eine Baustelle auf der Beton in Schalungen gegossen wird. Da stehen Zementsäcke, ein Betonmischer und zwei Arbeiter, die uns einiges über Beton erklären. 
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    Einer der Arbeiter ist Jarno, den wir schon aus dem Buch „Asphalt – Wir bauen eine Straße“ kennen. Zusammen mit seinem kleinen Hund Julle fährt er diesmal einen Fahrmischer. Aber zunächst geht es ins Betonwerk. Hier lagert in riesigen Silos der Zement. Hier heuert ihn der Mischmeister Kalle an, mit seinem Fahrmischer Beton zur Baustelle zu fahren. Auf der Baustelle geht es nochmals um Verschalungen und andere Hilfsmittel, mit denen der Beton verbaut wird. Danach erfahren wir einiges über die Herstellung von Zement und der Gewinnung des Kalksteines. Ein Betonpumpwagen ist schon eine faszinierende Konstruktion. 
    Die Illustrationen sind kleinformatig und es gibt Sprechblasen, Sachtexte und eine durchgehende Geschichte. Dadurch wird alles ein wenig unübersichtlich und man muss sich schon sehr für das Thema erwärmen und am Ball zu bleiben, deshalb würd ich das Lesealter etwas höher ansetzten. Baustellen finden Kinder immer sehr spannend und sie können lange zuschauen, was sich dort tut, deshalb ist dieses Buch ein schöner Begleiter für solche Ausflüge. Man erfährt ganz sicher alles über Beton, seine Herstellung, seinen Transport und seine Verarbeitung. Sehr gut gefällt mir auch, dass auf den Baustellen Frauen genau so arbeiten wie Männer, aber das liegt vielleicht daran, dass es ein finnisches Bilderbuch ist.

    Dagmar Mägdefrau