• Tiere in Eis und Schnee – Mein Pop-up-Buch zum Staunen

    Tiere in Eis und Schnee – Mein Pop-up-Buch zum Staunen

    Amy Grimes

    Maike Biederstädt

    Sandra Grimm

    DK

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Bei diesem Pappbilderbuch lässt sich auf jeder Doppelseite eine zusätzliche Seite herausklappen, dadurch entsteht ein dreidimensionales Bild. „Mitten im hellen Nordpolweiß schimmert das Meer tiefblau im Eis.“
    mehr oder weniger lesen
    Mit diesem Reim beginnt der Text. Eine Eisbärmutter mit ihren zwei Jungen ist unterwegs zu einem Wasserloch. Wenn wir die Seite aufklappen, taucht mit einem „Blubb!“ eine Robbe aus dem Loch hervor. Ein kurzer Text beschreibt die Situation. Wieder lesen wir einen vierteiligen Reim, diesmal ist eine weiße Eule in der Morgendämmerung unterwegs. Hinter einem Schneehügel sehen wir schon zwei Ohren, nach dem Aufklappen taucht der Schneehase auf, er springt schnell davon. Dann entdecken wir auf eine Elchkuh, die auf einen Elchbullen trifft. Ein Rudel weißer Wölfe ist im blauen Dämmerlicht unterwegs, hinter der Klappe verbirgt sich der Leitwolf, der laut zum Mond hinauf heult.
    Die Kleinen sind beeindruckt von diesen Tieren. Sie sind realistisch gezeichnet und es macht Spaß, die Klappen zu nutzen. Da das Buch sehr stabil ist, können auch schon die ganz Kleinen hier selbst die Seite aufklappen. Die Reime sind gut zu lesen und der restliche Text bietet noch einige Sachinformationen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Weihnachtsgeschenk

    Das Weihnachtsgeschenk

    Erwin Moser

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover saust der kleine orange Kater auf einem rosa Schneemoped durch die weiße Landschaft. Erwartungsvoll schauen die Katzeneltern zu, wie der Kleine unter dem Tannenbaum ein Paket auspackt. „Freddy erwartet von seinen Eltern ein ganz außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk.“ Und ist deshalb wütend und enttäuscht, als nur gewöhnliche, langweilige Bücher in dem Paket sind. 
    mehr oder weniger lesen
    Enttäuscht schmeißt er sich auf sein Bett, da kommt der Postbote und bringt von Onkel Julius für Freddy ein rosa Schneemoped. Mit dem saust der kleine Kater sofort los, rücksichtslos fährt er die Skipiste hinauf. Alle Tiere gehen auf Sicherheitsabstand. Doch durch seine Unachtsamkeit versinkt er in einem See und muss aus dem eiskalten Wasser geborgen werden. So kommt es, dass Freddy am Ende des Buches in seinem Bett liegt und sich freut, dass er so viele spannende Bücher geschenkt bekommen hat.
    Ein kleines Büchlein, dass zeigt, dass Bücher durchaus nicht langweilig sind und dass manche tollen Geschenke vielleicht auch gefährlich sein können. Hübsche Illustrationen und kurze Texte zeigen hier zunächst das Gefühl der Enttäuschung, dann aber auch die Rücksichtlosigkeit mit der Freddy los düst. Da gibt es schon einiges zu besprechen und zu erklären.

    Dagmar Mägdefrau

  • Es war einmal ein kleiner Baum

    Es war einmal ein kleiner Baum

    Manfred Schlüter

    Edition Buntehunde

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Dieses Bilderbuch mit seinen wunderschönen Illustrationen erzählt die Geschichte eines Baumes. Auf dem Cover sehen wir den kleinen Jungen, wie er fröhlich auf einer Schaukel sitzt, die am Baum hängt.
    Auf der ersten Doppelseite sitzt er zu Füßen des riesigen Baumes, im Hintergrund sehen wir leicht verschwommen die große Stadt. Danach beginnt die Geschichte. Ein Ritter auf einem Pferd steht vor einer Flusslandschaft, als einziges Haus ist eine Burg zu sehen.
    mehr oder weniger lesen
    Die Landschaft ist in oranges Licht getaucht, obwohl die Sonne hinter einer sehr dunklen Wolke nur ein wenig hervorschaut, strahlt dieses Bild und ein kleiner zarter Baum kommt aus der Erde. In einer Gewitternacht ist der Baum zu sehen, dunkel hebt er sich vor dem blauen Hintergrund ab und auf der Wiese sehen wir Damwild. Auf der nächsten Seite kommt ein Mensch mit einer Kutsche daher, zusammen mit ihm tauchen auch die ersten Haustiere auf. Ein Haus wird gebaut, es entsteht ein kleines Dorf und Äcker werden angelegt. Während das Dorf langsam zur Stadt heranwächst, wächst auch unser Baum. Bald schon gibt es eine moderne Stadt mit Lichtern, Geschäften und einem Park. Und in diesem Park treffen wir wieder auf den Jungen, den wir von der ersten Doppelseite kennen.
    Eine leise Geschichte wird hier mit wenigen Worten erzählt. Beeindruckend sind die Bilder, die in unterschiedlichen Wetterlagen die Veränderung der Landschaft dokumentieren. Wie oft haben wir an so einem alten Baum gestanden und uns gefragt, was dieser Baum schon alles gesehen haben mag?

    Dagmar Mägdefrau

  • Einfach Mensch

    Einfach Mensch

    Mehrnousch Zaeri-Esfahani

    Mehrdad Taeri

    Edition Buntehunde

    Verlagsempfehlung ab 4 -104 Jahre

    Auf dem weißen Grund des Covers sehen wir ein Mädchen auf einer Schaukel. Das Kind schaut ernst, vielleicht sogar ängstlich. Zunächst stellt sich dieses Mädchen uns vor. „Ich bin Ausländerin“ lautet ihr erster Satz. Sie wurde im Iran geboren, aber wenn man sie am Telefon hört, denkt man, sie sei Deutsche. 
    mehr oder weniger lesen
    Jeder Satz wird durch ein einfaches Bild dargestellt und hier geht das Mädchen telefonierend über ein Seil und die Zuschauer jubeln ihr zu, zumal sie gerade ein besonders schwieriges Wort sagt. Sie berichtet über ihre Flucht und dass sie unerwünscht war, als sie angekommen ist. So wird sie erwachsen und sie wird von anderen ganz unterschiedlich wahrgenommen. Zusammen mit dem Reichsadler isst sie Spaghetti und darunter steht „Dabei war ich schon längst eine Deutsche.“ So wird sie mehrfache Mutter und wünscht sich, „Einfach Mensch“ zu sein, findet das aber nicht so einfach.
    Die Bilder sind schlicht gehalten, als einzige Farbe wurde ein dunkles Rot benutzt, trotzdem sagen sie sehr viel aus. Neben den knappen Sätzen zeigen sie uns die Situation einer Frau, die als Flüchtling nach Deutschland kam und hier ihr Leben aufgebaut hat. Da Buch bietet viel Stoff zur Diskussion und es hält uns einen Spiegel vor, wie wichtig es ist, alle einfach als Mensch zu sehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Legende von der Christrose    

    Die Legende von der Christrose    

    Selma Lagerlöf

    Maren Briswalter

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Diese ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte berichtet von einer Räuberfamilie, deren Vater den Wald nicht mehr verlassen darf, da er für vogelfrei erklärt wurde. Die Mutter zieht mit den fünf Kinder durch die Dörfer und zwingt die Bewohner, sie zu unterstützen. Alle haben Angst, wenn die Schar auftaucht und keiner wehrt sich gegen sie. 
    mehr oder weniger lesen
    Zufällig, weil ein Kind eine geöffnete Tür entdeckt, geraten sie in den Garten eines Klosters. Hier hat der alte Abt einen wunderschön gestalteten Lustgarten (Gartenanlage, die der Erholung dient) angelegt. Doch die Räubermutter berichtet, dass in der Nacht, in der Jesus geboren wurde, ein noch viel schönerer Garten im Wald zu sehen sei. Der alte Abt will diesen Garten unbedingt sehen und macht sich mit dem Laienbruder, der die ganze Zeit beim Besuch der Räubermutter dabei war, auf den Weg in die Räuberhöhle. Doch der Laienbruder glaubt nicht, was die Räuberin berichtet hat, er erwartet, dass der Räuber sie benutzen wird, um Lösegeld zu verlangen. Selbst als er die Veränderung der Natur erlebt, ist er immer noch nicht überzeugt. 
    Eine wundervoll altmodische Geschichte mit einem ziemlich langen Text und vielen zarten Illustrationen. Die gläubigen Menschen dieser Zeit begeistern sich für mystische Erzählungen, die uns in diesem Fall auch noch eine Moral aufzeigen. Obwohl es alle für unmöglich halten, wird der Wald in der Nacht des Heiligenabends zu einem reichhaltigen blühenden Garten und gerade die Gesetzlosen dürfen ihn sehen. Am Ende halten Abt und Räuber ihre Versprechen und so kommt die Christrose, die im Winter blüht in die Welt.

    Dagmar Mägdefrau

  • 10 Katzen

    10 Katzen

    Emily Grawett

    minedition

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nach dem „10 Hunde“-Buch, das im Sauerländer-Verlag erschienen ist, geht es nun bei Emily Grawett um 10 Katzen. Auf dem Cover sieht man die weiße Katzenmama und rund herum ihre ganz unterschiedlich gefärbten Kinder.
    Farbklekse und Farbtöpfe lassen ahnen, was da passieren wird. Aber zunächst sitzen alle 10 Katzen brav nebeneinander, naja, vielleicht sind nicht alle brav.
    mehr oder weniger lesen
    Dann wird die Mama mit dem Text „1 Katze im weißen Fell“ vorgestellt, 2 Katzen sind schwarz, 3 getigert und 4 gefleckt. Bei 5 kommt Farbe ins Spiel, denn sie haben rote Farbflecken, so werden die Katzen immer bunter, bis sie am Ende in die Wanne kommen. 
    Neben den unterschiedlichen Farben geht es natürlich um das Zählen. Aber es ist auch nicht immer ganz einfach, die vielen verschiedenen Farbflecken zu entdecken. Ein Buch nicht nur für Katzenliebhaber, aber die werden ihre Freude an den schönen Tieren haben. Die Kinder zählen begeistert und freuen sich, alle Katzen zu finden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ab ins Musiktheater – Das Wimmelbuch zu Oper, Musical und Operette

    Ab ins Musiktheater – Das Wimmelbuch zu Oper, Musical und Operette

    Lisa Manneh

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Cover zeigt eine voll besetzte Oper. Die Künstler sehen wir von der Bühne aus, also von hinten, sie verbeugen sich und das Publikum klatscht begeistert. 
    Auf der ersten Doppelseite sehen wir Leute im Saal, die an Tischen sitzen und dem Rummel auf der Bühne zuschauen.
    mehr oder weniger lesen
    Da sitzen Menschen als Hühner verkleidet an Nähmaschinen, einer fällt gerade in den Orchestergraben, eine Mondsichel schwebt mit einem Mann von der Decke und sicher gibt es noch viel mehr zu entdecken, wenn man genau hinschaut. Danach sehen wir einen Querschnitt eines Theaters, eine Drehbühne mit zwei Untergeschossen, Requisiten im Keller und eine Klavierspielerin in der Dachkammer. Auch in das nächste Haus können wir hineinschauen. Draußen steht ein Laster mit der Werbung für das Musical „Elisabeth“, darunter eine gut besuchte Kantine, ein Fundus und viele andere Räume, in denen überall etwas geschieht. Während es draußen regnet, strömen die Menschen ins Foyer. Noch einmal sehen wir das Bild der ersten Doppelseite, allerdings aus einer anderen Perspektive. Diesmal schauen wir von einem der oberen Balkone aufs Publikum herab. Die letzte Seite zeigt uns die Vorstellung, auf der Bühne zwei Füchse und oben der Mond mit einem weiß gekleideten Mann. 
    Gerade wenn man mit Kindern ins Theater gehen möchte, gibt es viele Fragen, hier kann man sich vieles im Vorfeld ganz in Ruhe anschauen. Am Ende sehen wir ja nur das fertige Stück, hier gucken wir hinter die Kulissen und können in diesem Wimmelbuch so vieles entdecken. Die Bilder sind sehr schön und realistisch gezeichnet, allerdings sind viele Bilder auch sehr kleinformatig und auch das Thema wird eher etwas älter Kinder ansprechen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wo ist Popcorn? – Ein Hunde-Suchspaß-Abenteuer – Band 6

    Wo ist Popcorn? – Ein Hunde-Suchspaß-Abenteuer – Band 6

    Ralf Butschkow

    Baumhaus

    Da stimmt doch was nicht!

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Lisa, die im Supermarkt nach ihrem Hund Popcorn sucht. Er schaut nicht nur unter einer Fußbodenfliese hervor, er ist auch viele Male als Abbildung zu finden. 
    Lisa liegt faul auf der Couch und schaut fern, sie hat keine Lust mit Popcorn rauszugehen, das geht der kleine Hund einfach alleine los.
    mehr oder weniger lesen
    Die Fahrradfahrerin, die einen Topf auf dem Kopf hat, sehen wir zunächst durch das offene Fenster, jetzt ist sie auf der Straße unterwegs und Lisa schaut aus dem Fenster, so verändert sich die Perspektive. Aber auf dem Bild gibt es noch einige ungewöhnliche Dinge zu sehen, so steht auf der Straßenbahn ein Toaster und vorne ist ein Stecker zu sehen. Am lustigsten finde ich den Abfall auf Beinen, der seine Zunge herausstreckt. Auch beim Hausbau gibt es viel zu entdecken. Der First besteht aus einem Bleistift und in der Baggerschaufel liegt ein Ball. Das Rohr wurde in Schlangenlinien verlegt und im Gerüst hängt eine Lampe. Auch im Bücherladen geht es verrückt zu, da greift der `Teppich nach einer Tasse und eine Hand reicht ein Buch aus dem Regal. An der Kasse gibt es Möhren und auf dem dicken Buch liegt ein Burger. Auf zehn Seiten geht es so weiter und am Ende gibt es eine Auflösung der „Fehler“. 
    Auf jeder Seite ist ein kleiner Text vorzulesen, aber meist suchen die Kinder ohne Information einfach los, denn auf jeder Seite ist natürlich auch Popcorn zu finden. Aber der größte Spaß sind die verrückten Dinge, die auf jeder Seite zu finden sind. Die Kinder überbieten sich mit ihren Entdeckungen und amüsieren sich sehr.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ritter Rost und die drei Prinzessinnen – Band 22

    Ritter Rost und die drei Prinzessinnen – Band 22

    Jörg Hilbert

    Felix Janosa

    Annette Betz

    Ritter Rost

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die drei Prinzessinnen auf Skateboards, denn Drache Koks bringt ihnen das Fahren auf diesen Brettern bei. Ganz im Vordergrund winkt uns Ritter Rost zu.
    Wie immer werden erst die drei Protagonisten vorgestellt und die kleine Insel, auf der die Eiserne Burg steht, ist auch zu sehen.
    mehr oder weniger lesen
    Die Geschichte beginnt mit der Ankunft der drei Prinzessinnen, die aus einem Internat kommen und ein Praktikum absolvieren sollen. Da sie durch dreifaches Klopfen um Eintritt bitten, heißt auch das dazugehörige Lied, das auf der ersten Seite mit Text und Noten abgedruckt ist, „Klopf, klopf, klopf“. Vorne im Buch findest du eine CD mit den Liedern, denn das Buch ist ja ein Musical für Kinder. Du kannst die Lieder aber auch online abrufen.
    Ein Praktikum auf der Eisernen Burg bedeutet nicht, „anmutige Zierschleifen zu binden“, sondern da lernt man handfeste Dinge. „Unser Zuhause ist kein Streichelzoo, sondern eine rüstige rostige Burg!“ meint dazu der Ritter Rost. So lernen Rosa, Pink und Pank tapezieren, Pferde beschlagen, backen und skaten.
    So emanzipierten sich die drei süßen Prinzessinnen im Lauf des Buches, wissen, was sie mal werden wollen und fahren in der Skateboard-Nationalmannschaft mit. Sie haben ja in Bö ein tolles Vorbild, denn auch sie gibt in den Geschichten des Ritter Rost meist den Ton an.
    Zu der Musik kann ich nur sagen, dass sie mir gefällt, sicher werden einige Lieder die Kinderzimmer meiner Enkel erobern, das Buch war auf jeden Fall ein Vorlese-Erfolg.

    Dagmar Mägdefrau
  • Spuren im Schnee

    Spuren im Schnee

    Josefine Maier

    Maike Harel

    Annette Betz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Cover zeigt ein Mädchen, dass auf dem frisch gefallenen Schnee kniet und sich die verschiedenen Spuren, die die Tiere hinterlassen haben, anschaut.
    Nachdem der Schnee frisch gefallen ist, läuft das Mädchen aus dem Haus und findet bald einige Tierspuren im Schnee, die wild durcheinanderlaufen.
    mehr oder weniger lesen
    Zunächst begegnen ihr die Raben und so kann sie diese Spuren zuordnen. „Zwischen den Furchen mit großen Ohren, zwei braune Hasen, schon rechts durchgefroren.“ Mit diesem kleinen Reim geht die Spurensuche weiter. Es folgt der Fuchs, der eine kleine Maus fangen möchte. Wunderschön sieht es aus, wie der Fuchs dynamisch in die Höhe springt und die Maus tippelnd davonsaust.
    So können wieder zwei Spuren zugeordnet werden. Danach gibt es eine paar Samen für die Eichhörnchen, die sich zaghaft dem Mädchen nähern. Versteckt hinter einem Busch schaut das Mädchen den Dachsen zu, die Hagebutten mampfen.
    Das Buch ist mit sehr stimmungsvollen Bildern ausgestattet und die kurzen gereimten Texte sind sehr poetisch geschrieben. Hinten im Buch kann man anhand des Spurenindex noch einmal ganz genau die Spuren den Tieren zuordnen. Eine winterliche Bilderbuchgeschichte mit vielen Informationen über die heimische Tierwelt.

    Dagmar Mägdefrau


  • Stimmt das?   

    Stimmt das?   

    Anna Schindler

    Katrin Dageför

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Preis der Jugendjury des Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis

    Da sitzt ein Mädchen im Schneidersitz auf einer großen Banane mit Reißverschluss. Das Buch ist voller Behauptungen, deren Wahrheitsgehalt am Ende aufgelöst wird.
    Zunächst geht es um japanische Bücher, fangen sie von hinten an? Und sind darin wirklich keine Buchstaben zu lesen, sondern Schriftzeichen?
    mehr oder weniger lesen
    So ein Buch ist in einer typisch japanischen Umgebung abgebildet und das kleine Mädchen schaut, wie der Bücherwurm ein winziges Stück ihres Buches abgeknabbert hat. So stellt sich natürlich auch die Frage, gibt es diese Würmer in echt? Dass die Zunge des Chamäleons besonders lang ist, wissen die meisten Kinder, aber ist sie doppelt so lang wie das Tier?Lustig ist die Behauptung, dass die Giraffe mit der Zunge in der Nase bohren kann. Ein echter Brüller ist die Frage, ob Marmorkuchen in Schweden Tigerkaka heißt.
    Ja, wer darauf und auf viele andere Fragen ein Antwort haben möchte, der muss sich dieses lustige Bilderbuch vorlesen lassen. Es lohnt sich sicher und nebenbei lernt man noch eine Menge. Und bald kann man auf die Frage ganz hinten im Buch „Hast du alles gewusst?“ klar mit „JA“ antworten.
    Übrigens, meinem Enkel hat das Buch sehr gut gefallen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Weihnachtssuperhelden – Verflixt und zugeschneit!   

    Die Weihnachtssuperhelden – Verflixt und zugeschneit!   

    Lena Hach

    Maja Bohn

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir schon die Superhelden - den Weihnachtsmann, seine Enkelin Schneeflocke, deren Cousine Lucia und Rudolf, das Rentier. Zusammen fliegen sie mit dem neuen superschnellen Schlitten und wenn man genau hinschaut, sieht man hinten noch den Wichtel an der Kufe hängen. Alle tragen, wie wir es von Superhelden kennen, eine Maske und einen Umhang.
    mehr oder weniger lesen
    Von seiner Wohnung aus sieht der Weihnachtsmann mit seinem Fernrohr, wie Diebe einen geschmückten Weihnachtsbaum absägen und mit allem Drum und Dran klauen. Das bringt ihn auf eine Idee, er will den Dieben das Handwerk legen, allerdings nicht als Weihnachtsmann, sondern als Weihnachtssuperheld unter dem Motto „Lasst uns froh und mutig sein!“ Seine Enkelin kann er schnell überzeugen und die rekrutiert ihre Cousine Lucia. Natürlich darf auch Rudolf nicht fehlen und zum Schluss taucht noch ein Wichtel auf, der gerne mitmischen möchte, aber zunächst nur als Superheld auf Probe (SP) mitmachen darf.
    Jeder der Heldinnen und Helden hat eine Superkraft, die ich aber hier nicht verraten möchte. Zusammen erleben sie spannende Abenteuer und zum Ende gibt es dann noch eine echte Überraschung.
    24 Kapitel, viele witzige Bilder und eine verrückte Adventgeschichte, dieses Buch ist der Knaller für kleine und große Weihnachtsfans. Es hat viel Humor, Herz und ist dabei spannend. Der Weihnachtsmann ist einfach eine liebenswerte Figur, manchmal vergesslich, aber immer bereit zu helfen und sein Team ist eine herrliche Zusammenstellung bekannter Figuren. Ich kann es nur jedem empfehlen, der im Advent täglich eine Geschichte lesen möchte, aber vielleicht muss man auch mehr lesen, weil die Neugier, wie es weitergeht, so groß ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kuscheln

    Kuscheln

    Angelika Huber-Janisch

    Maria Over

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover geht es kuschelig zu, denn die beiden Koalas, die hier abgebildet sind, haben jeweils ein kleines Stück wunderschönes, weiches Fell. 
    Genauso realistisch wie die beiden kuschelnden Koalas sind auch alle anderen Bilder in diesem Buch gezeichnet.
    mehr oder weniger lesen
    Nach dem Inhaltsverzeichnis geht es zu den Löwen, hier sehen wir eine Mutter mit ihrem Kleinen, das sie liebevoll leckt. Die Überschrift beinhaltet einiges zu der Gattung der Löwen zu ihrer Heimat und ihrem Lebensraum. In einem kurzen Text wird die Situation, die wir sehen können, beschrieben. Auf der nächsten Seite ist die gesamte Löwenfamilie abgebildet, einschließlich des Vaters mit seiner beeindruckenden Mähne. Hier gibt es 7 Textfelder mit einer kurzen Überschrift zum Beispiel „Echt jetzt?“, „Gut gebrüllt, Löwe“ oder „Guck doch mal genau hin!“ Hier erfahren wir eine Menge über die Löwen, die, genau wie wir Menschen, gerne miteinander kuscheln. Das Bild auf der nächsten Seite, das eine Orang-Utan-Mama mit ihrem Baby zeigt, ist voller Mutterliebe. Auch hier sehen wir auf der nächsten Seite die große Familie, die sich gegenseitig laust. Weiter geht es mit den Erdmännchen, die in einem großen Verband zusammenleben und unter der Erde riesige Höhlen und Tunnelanlagen bauen. Hier führt immer ein weibliches Tier die Gruppe an und sorgt dafür, dass immer jemand darauf achtet, wenn sich Feinde nähern. Dann geht es zu den Pinguinen. Hier sorgt der Papa dafür dass die Kleinen gut versorgt sind, während die Mutter das Futter besorgt. Dann geht es zu den Koalas, die wir ja schon vom Cover kennen, es folgen noch einige andere Tiere, die sich anfreunden und miteinander Zärtlichkeiten austauschen.
    Dieses wunderschön gestaltete Sachbuch wird sicher auch schon kleine Kinder interessieren. Die Texte sind immer von einem der Tierkinder geschrieben, was sicher der Identifikation guttut. Ganz am Ende sehen wir ein Kind, das mit geschlossenen Augen ein Elternteil umarmt, hier wird die Frage erläutert „Und warum kuschelst du?“

    Dagmar Mägdefrau

  • Wie spricht man eigentlich über den Tod? 

    Wie spricht man eigentlich über den Tod? 

    Anna Fiske

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem grünen Cover sehen wir einige Icons, die zum Thema Tod passen. Das Buch beginnt mit einigen nachdenklichen Sätzen, ob und wie Menschen über den Tod nachdenken.
    „Manche Menschen haben viele Fragen zum Tod“, dieser Satz steht unter einem großen Fragezeichen.
    mehr oder weniger lesen
    Und für einige Fragen wird es auch keine Antworten geben. Anhand des Alterns einer Frau und der Entwicklung eines Schmetterlings wird gezeigt, dass der Tod zum Leben dazugehört. Nur wenn eine Pflanze verblüht, kann Samen entstehen, aus der neues Leben entsteht. Zunächst geht es um verstorbene Tiere, danach wird erklärt, dass es einfach zu viel Leben auf der Welt gäbe, wenn nichts sterben würde. Der nächste Teil befasst sich mit Stammbäumen, dann wird in kleinen Bildern in Zehnerschritten das Leben einer Hundertjährigen leuchtet. Organversagen ist oft schuld am Tod eines Menschen. Unfalltode kommen seltener vor, aber manchmal sterben auch Ungeborene und Babys. In klaren Sätzen wird gesagt, dass der Tod das Ende ist, wir aber den Verstorbenen immer in unserer Erinnerung behalten werden. Dafür steht ein rotes Herz, dass in seiner Gedankenwolke viele rosa Herzchen hat. Alle Arten von Beerdigungen werden danach in kurzen Texten und mit klaren Bildern beschrieben. Auf den nächsten Seiten geht es um die Trauer und wie wir mit unserer beziehungsweise mit der Trauer anderer umgehen. 
    Dieses Sachbuch lässt eigentlich keine Frage über den Tod offen, sachlich und klar wird alles detailliert beschrieben. Die kleinen comicartigen Bilder ergänzen den Text sehr gut. Selbst Kita-Kinder stellen Fragen über den Tod. Ich bin der Überzeugung, dass es gut ist, ihnen auch diese Fragen zu beantworten und dabei kann diese Buch eine große Hilfe sein.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gleich…

    Gleich…

    Katja Reider

    Sabine Wilharm

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt schon sehr genau worum es in diesem Buch geht.  Das Kind hält beide Eltern an den Hosenbeinen fest, der Papa kümmert sich um das Geschirr und die Mama repariert eine Steckdose. 
    mehr oder weniger lesen
    Nach dem Aufwachen hat Lenny einiges zu spielen, zusammen mit Teddy Eddy ist er im Dschungel unterwegs. Doch die Eltern rufen schon nach ihm und seine Antwort ist „gleich“. Auch im Bad gibt es viel zu tun, da müssen Entchen sortiert werden, und natürlich müssen seine Kuscheltiere beim Frühstück auch etwas abbekommen. Immer wieder antwortet Lenny auf die drängenden Elternrufe mit „gleich“. Doch statt auf den Waldspielplatz zu starten, fällt Papa ein, dass er noch eine Fuhre Wäsche in die Maschine schmeißen kann. Als Mama die Räder holen will, brennt kein Licht im Schuppen und sie macht sich an die Reparatur. So finden die Eltern immer wieder etwas, was man im Haushalt machen könnte, da wird auch noch in den Baumarkt und in den Supermarkt gefahren und immer wenn Lenny drängelt, bekommt auch er das Wort „gleich“ zu hören. Als dann endlich alle soweit sind, fängt es an zu regnen und die Eltern beginnen wieder mit ihrer Hausarbeit. Doch dann gibt es kein „gleich“, dann müssen die beiden schnell zu Lenny kommen, weil eine wunderbare Überraschung auf sie wartet. So endet alles mit einer wunderschönen Umarmung.
    Das Buch beschreibt den Alltag, den sowohl Eltern als auch Kinder kennen. Sicher wird der eine oder andere sagen, genauso geht es bei uns zu und was kann man mehr verlangen von einem Bilderbuch.
    Es ist einfach toll, wie diese dynamischen Bilder den schönen Text ergänzen. Das macht das Buch zu einem idealen Vorlesebuch.

    Dagmar Mägdefrau
  • Es wimmelt nur so beim Sport – Ganz, ganz, ganz viel zum Suchen und Entdecken – Band 4

    Es wimmelt nur so beim Sport – Ganz, ganz, ganz viel zum Suchen und Entdecken – Band 4

    Alexander Garibal

    Claudia Bielinsky

    Minedition

    Es wimmelt nur so

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover des DIN A 3 großen Pappbilderbuchs wimmelt es nur so von den verschiedensten Sportarten. Viele Tiere sind hier unterwegs. Da gibt es einen Elefanten mit Snowboard, einen Octopus mit einem Gleitschirm und einen Bären, der ein großes Gewicht hebt.
    mehr oder weniger lesen
    „In der Sporthalle schwitzen alle!“ ist das Motto der ersten Doppelseite. Trampolin, Laufband und Akrobatik sind hier u.a. zu sehen. Zu jeder kleinen Überschrift gibt es einen Reim. „Und jetzt wird entspannt! Beim Yoga den Stress und die Sorgen vergessen. Finde Ruhe, ohne dich mit anderen zu messen.“ Drei kleine Vögel mit Puscheln sind als Cheerleader unterwegs, drei gelbe Vögel benutzen einen Stock. Auf allen folgenden Seiten sind die Cheerleader-Vögel unterwegs. Und den Kindern macht es Spaß, sie zu finden. Danach geht es um Bälle. Baseball, Boule, Golf und natürlich Fußball finden wir hier. Was man alles auf und im Wasser machen kann, zeigt uns der Löwe mit Jetski, während der Elefant mit einem Entenschwimmring unterwegs ist. „Eine große Sause, der Sport in der Pause“. Hier entspannen die Tiere ein wenig auf einem Spielplatz, aber auch hier bleiben sie weiter in Bewegung. Danach geht's rund! Auf der Straße, die kreuz und quer über die Seite führt, sehen wir die verschiedensten Fortbewegungsmittel. Dann geht's auf den Berg, da ist sowohl Wandern als auch Skifahren angesagt. Aber auch im Himmel kann man Sport machen, egal ob man mit einem Luftschiff oder einem Drachen unterwegs ist. Um Kampfsport geht es auf der nächsten Doppelseite, da werden Elefanten und Hund zu Sumoringern. Trotz seines Rollstuhls zerschlägt das Zebra Steine beim Taekwondo. Zum Schluss wird es noch olympisch.
    Ich denke, man kann dieses Buch 100-mal anschauen und man wird immer noch Neues entdecken. Es wimmelt so viel und es gibt so viele Sportarten, die ich zum Teil nicht einmal kenne. Vielleicht entdecken die Kinder da etwas Interessantes für sich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wer hat von meinem Keks genascht?  

    Wer hat von meinem Keks genascht?  

    Lucy Astner

    Nadine Y. Resch

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nachdem er aus dem Winterschlaf erwacht ist, hat der Igel einen riesigen Hunger und deshalb freut er sich über den schönen runden Keks, der vor seiner Tür liegt. Doch erst will er sich noch einen Serviette umbinden, wegen der Krümmel. Als er zu seinem Keks zurückkehrt, findet er ihn angebissen vor. 
    mehr oder weniger lesen
    Es folgt eine Art Déjà-vu, denn sofort fällt uns der kleine Maulwurf ein, denn auch der Igel geht los, um den Verursacher zu finden. Nachdem er den Keks durch den Wald gerollt hat, trifft er auf das Eichhörnchen, dessen Unschuldsbeteuerungen der Igel nicht so ganz glaubt, aber das Eichhörnchen kann es durch einen beherzten Biss in den Keks beweisen. Sein Abdruck sieht ganz anders aus. Auch der Maulwurf kann durch einen Biss seine Unschuld beweisen. Haselmaus-, Frosch- und Spechtgebissabdrücke sind ebenfalls anders. Da der Igel merkt, dass sein Keks immer kleiner wird, gibt er die Suche auf. 
    Am Anfang des Buches kann man das Rezept für den leckeren Keks finden und ganz am Ende gibt es noch ein paar Tiere und ihre Bisse in den Keks, da kann man den Dieb finden.
    Ein fröhliche Suchbuch mit einen kleinen Happy-End und schönen Bildern. Erstaunlicherweise hat die umgebundenen Serviette des Igels dasselbe Muster wie die Schnuffeldecke des Siebenschläfers. Vielleicht gibt es nur einen Stoffladen im Wald?

    Dagmar Mägdefrau
  • Das Katzenhuhn – Was macht der Fisch auf dem Dach?  

    Das Katzenhuhn – Was macht der Fisch auf dem Dach?  

    Bernhard Hoëcker

    Eva von Mühlenfels

    Dominik Rupp

    esslinger

    Das Katzenhuhn

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Dieses Huhn verkleidet sich als Katze und wird damit zu einer Art Superhuhn, eine verrückte Idee. Auf dem Cover ist es zu sehen und auf dem Dach der Fisch, wo wir uns fragen lassen, was er da macht.
    mehr oder weniger lesen
    Von oben sieht alles aus wie ein normaler Bauernhof und so wird er auch im Text angekündigt. Das Huhn Timme und sein Freund Max, der Maulwurf, bauen eine Wippe und probieren sie aus. Grimm und Gram, die Gänse, kommentieren in „Waldorf und Statler-Manier“. Balduin, der Karpfen, soll die Wippenden mit Zählen unterstützen, doch da geschieht das Unglück, ein Reiher schnappt sich den Fisch und will ihn mitnehmen. Balduin kann sich befreien, landet aber auf dem Dach des Bauernhauses. Einsatz für das Katzenhuhn!!! Sofort saust Timme los und zieht sein Katzenkostüm an und eilt auf das Dach. Doch wie kann er den Fisch wieder in den Teich bekommen? Aber da hat Timme eine Idee und seine Freund*innen unterstützen ihn alle dabei.
    Fröhliche bunte Bilder und ein glupschäugiges Huhn unterstützen die Geschichte vom Katzenhuhn. Zwischendurch wird alles etwas chaotisch, doch am Ende rettet kein Superhuhn den Karpfen, sondern alle Tiere des Bauernhofes.

    Dagmar Mägdefrau