• Die Weihnachtssuperhelden – Verflixt und zugeschneit!   

    Die Weihnachtssuperhelden – Verflixt und zugeschneit!   

    Lena Hach

    Maja Bohn

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir schon die Superhelden - den Weihnachtsmann, seine Enkelin Schneeflocke, deren Cousine Lucia und Rudolf, das Rentier. Zusammen fliegen sie mit dem neuen superschnellen Schlitten und wenn man genau hinschaut, sieht man hinten noch den Wichtel an der Kufe hängen. Alle tragen, wie wir es von Superhelden kennen, eine Maske und einen Umhang.
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    Von seiner Wohnung aus sieht der Weihnachtsmann mit seinem Fernrohr, wie Diebe einen geschmückten Weihnachtsbaum absägen und mit allem Drum und Dran klauen. Das bringt ihn auf eine Idee, er will den Dieben das Handwerk legen, allerdings nicht als Weihnachtsmann, sondern als Weihnachtssuperheld unter dem Motto „Lasst uns froh und mutig sein!“ Seine Enkelin kann er schnell überzeugen und die rekrutiert ihre Cousine Lucia. Natürlich darf auch Rudolf nicht fehlen und zum Schluss taucht noch ein Wichtel auf, der gerne mitmischen möchte, aber zunächst nur als Superheld auf Probe (SP) mitmachen darf.
    Jeder der Heldinnen und Helden hat eine Superkraft, die ich aber hier nicht verraten möchte. Zusammen erleben sie spannende Abenteuer und zum Ende gibt es dann noch eine echte Überraschung.
    24 Kapitel, viele witzige Bilder und eine verrückte Adventgeschichte, dieses Buch ist der Knaller für kleine und große Weihnachtsfans. Es hat viel Humor, Herz und ist dabei spannend. Der Weihnachtsmann ist einfach eine liebenswerte Figur, manchmal vergesslich, aber immer bereit zu helfen und sein Team ist eine herrliche Zusammenstellung bekannter Figuren. Ich kann es nur jedem empfehlen, der im Advent täglich eine Geschichte lesen möchte, aber vielleicht muss man auch mehr lesen, weil die Neugier, wie es weitergeht, so groß ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • As Good als Dead – Band 3

    As Good als Dead – Band 3

    Holly Jackson

    one

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Puh, was ein Ende der Trilogie! 
    Es fällt schwer, darüber zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Die Wendungen, die die Geschichte im letzten Teil nimmt, sind unerwartet und packend. Man hat sich so sehr mit den Charakteren verbunden, dass man sich einen bestimmten Ausgang für sie wünscht.
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    Doch die Ereignisse im finalen Band fühlen sich vollkommen stimmig an und es scheint, als hätte alles unweigerlich auf diesen Punkt hingeführt.
    In einer Welt, in der Pip immer wieder das Rechtssystem hinterfragt und mit den Grauzonen zwischen Gut und Böse konfrontiert wurde, laufen nun alle Fäden zusammen. Manche mögen es unrealistisch finden, dass in diesem kleinen Ort so viele Verbrechen geschehen, doch vielleicht ist es nicht mehr als anderswo – nur gibt es hier eine mutige junge Frau, die entschlossen ist, sie aufzudecken. Gleichzeitig bleibt sie ein Teenager, der bereits Schreckliches erlebt hat, was vieles erklärt – vor allem, dass sie sich selbst nicht mehr vertraut. Wird sie wirklich bedroht? Hat die Polizei recht, wenn sie sie nicht ernst nimmt? Welches Blut klebt an ihren Händen? Und ist sie eine Gefahr für die Menschen, die sie liebt?
    Für mich ist das Ende stark und mutig, weil es nicht nur Fragen aufwirft, sondern auch unerwartete Verbindungen herstellt, die man zuvor nicht gesehen hat – insbesondere in Bezug auf den Fall aus dem ersten Teil. Die Spannung bleibt bis zum Schluss greifbar, doch diesmal ist es besonders aufwühlend.
    Kritisch wird für diesen Teil immer wieder das Thema Selbstjustiz genannt - das lässt sich tatsächlich nicht leugnen, ich würde der Geschichte da jedoch den Vertrauensvorschuss aus den anderen beiden Teilen geben, in denen das aufgebaut wird, wenn auch nicht real legitimiert.

    Raphaela Brosseron

  • Good Girl, Bad Blood – Band 2

    Good Girl, Bad Blood – Band 2

    Holly Jackson

    one

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Sie hat sich geschworen, nie wieder zu ermitteln, nachdem sie sich bei ihrem ersten Fall um Andie Bell beinahe selbst verloren hätte. Doch als Jamie Reynolds, der ältere Bruder ihres guten Freundes Zac, spurlos verschwindet, wird Pip erneut in die Welt des Verbrechens hineingezogen. Die Polizei nimmt das Verschwinden nicht ernst, wie so oft, und Pip beschließt, die zweite Staffel ihres True-Crime-Podcasts zu starten. 
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    Da sie sich bereits mit den Gefahren solcher Ermittlungen auskennt, warnt sie Zac und dessen verzweifelte Mutter: Bei ihrer Nachforschung könnten unangenehme Wahrheiten ans Licht kommen. Zeitgleich läuft der Prozess gegen Max Hastings, der mehrere junge Frauen vergewaltigt hat und durch seine Verbrechen eine Kette von Ereignissen ausgelöst hat, die Pips letzten Fall mit beeinflussten.
    Doch wird Jamies Verschwinden weniger tragisch enden oder Pips Glauben an das Gute endgültig zerstören? Ausgerechnet ein Tinder-Profil könnte die entscheidenden Antworten liefern.
    Als Leserin, die den ersten Band begeistert verfolgt hat, bin ich heimlich froh, dass Pips Karriere als Ermittlerin nicht vorbei ist. Dennoch löst Jamies Verschwinden und die Hilflosigkeit seiner Familie ein beklemmendes Gefühl aus. Die Polizei ermittelt nicht weiter, da es zu Jamie passe, einfach zu verschwinden. Pip, inzwischen bestens vertraut mit der Welt des True Crime, geht die Sache gewohnt strukturiert an – unterstützt von Ravi. Die Autorin schafft es dabei, realistisch darzustellen, dass Pip nicht nur Bewunderer hat. Selbst Menschen aus ihrem engeren Umfeld begegnen ihrem selbsternannten Ermittlerdasein skeptisch oder belächeln es. Trotzdem bilden Pip und Ravi erneut ein starkes Team. Überraschenderweise gelingt es der Autorin, mit denselben Figuren nach dem ersten Teil erneut eine fesselnde und logisch aufgebaute Fortsetzung zu kreieren, die zeigt, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse oft verschwimmen und dass die Justiz nicht immer für Gerechtigkeit sorgt.
    Eine beeindruckende Fortsetzung, von deren Handlung ich nicht zu viel verraten möchte!

    Raphaela Brosseron
  • A Good Girl’s Guide to Murder – Band 1

    A Good Girl’s Guide to Murder – Band 1

    Holly Jackson

    one

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Immer wieder bin ich auf den Titel dieses Bestsellers gestoßen und habe mich nun endlich selbst davon überzeugt, was dahintersteckt. Aufgrund des Titels hatte ich zunächst vermutet, dass die Protagonistin selbst eine Mörderin ist und ihren "Guide" darüber schreibt. Doch zu meiner Überraschung entpuppt sich Pippa als eine ganz normale Schülerin, die ein ungutes Gefühl bei einem bereits geschlossenen Fall hat und daher ihr Schulprojekt als Vorwand nimmt, um diesen erneut zu untersuchen.
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    Vor fünf Jahren verschwand die 17-jährige Andie Bell. Ihr Freund Sal Singh gilt als der Schuldige; er hat sich kurz darauf das Leben genommen und eine Nachricht hinterlassen, in der er alles gestand. Pippa kannte Sal – zwar nicht besonders gut, aber die ältere Schwester ihrer besten Freundin war mit ihm befreundet. Ihr Bauchgefühl sagt ihr, dass Sal nicht das Monster ist, als das ihn die Medien darstellen. Sie beginnt ihr Schulprojekt, das sich schnell zu etwas weit Größerem entwickelt, als sie je erwartet hätte. An ihrer Seite steht Ravi Singh, Sals jüngerer Bruder, den Pippa als einen der ersten interviewt hat und der ebenfalls nicht glauben kann, dass sein Bruder Andie ermordet haben soll.
    Akribisch dokumentiert Pippa ihre Recherchen, führt Interviews mit Zeugen, durchleuchtet Zusammenhänge und verfolgt jede Spur. Diese Dokumentation wird uns neben der Erzählperspektive aus ihrer Sicht zugänglich gemacht. Ich bin beeindruckt, wie neutral und sachlich sie bei ihren Ermittlungen vorgeht. Sie schließt niemanden als Verdächtigen aus – selbst ihr engstes Umfeld nicht. Gerade deshalb glaube ich ihr, wenn sie sagt, dass sie einfach nur die Wahrheit herausfinden und mit der Welt teilen möchte. Kein Wunder, dass auch Ravi von ihr beeindruckt ist...
    Einerseits zeigt Pippa damit, dass sich nicht alles in ein einfaches Narrativ pressen lässt, wie es die Medien oft versuchen. Die Welt ist nicht schwarz und weiß: Vielleicht war Andie nicht das liebe, nette Mädchen, das dem "bösen" Sal mit Migrationshintergrund zum Opfer fiel. Vielleicht war Sal nicht das Monster, und vielleicht handelte es sich nicht um eine einfache böse Tat, sondern um eine Verkettung von Umständen, die das Schicksal der Teenager besiegelten. Dabei macht sie auf Missstände in der Gesellschaft sowie auf Fehler in der Polizeiarbeit und Berichterstattung aufmerksam. Andererseits zeigt sie, dass manche Fakten, die sie selbst recherchiert hat, unumstößlich sind: Wenn ein Beweis eindeutig ist, spielt es keine Rolle, wie wichtig die Person, zu der er führt, für sie ist – die Wahrheit duldet keine Kompromisse.
    Ich bewundere Pippa als Protagonistin für ihren Mut, ihre Intelligenz und ihren Gerechtigkeitssinn, aber auch für ihre Menschlichkeit, die sie in dem Fall fast zu verlieren droht. Ich liebe das Team, das sie mit Ravi bildet, und wie die Lösung des Falls nicht erst kurz vor dem Ende präsentiert wird, sondern genauso sorgfältig erarbeitet wird wie die gesamte vorhergehende Handlung.
    Ich verstehe nun, warum so ein Hype um dieses Buch besteht, und bin schon gespannt auf die weiteren Teile!

    Raphaela Brosseron

  • KoboldKroniken – Drachenjagd im Dunkel – Band 4 

    KoboldKroniken – Drachenjagd im Dunkel – Band 4 

    Daniel Bleckmann

    Thomas Hussung

    Oetinger

    KoboldKroniken

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Ich muss gestehen, dass ich bisher nur den ersten Band kenne und deshalb kann ich versichern, das Buch verliert dadurch nicht an Spannung. Das Cover begeistert mich ganz besonders. Da schaut uns ein freundlicher Kobold an und im Hintergrund sehen wir einen Porling, ein Wesen, das in den Buch eine wichtige Rolle spielt. 
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    Die ersten Seiten sind schwarz.  Mit Kreide gezeichnet sehen wir Dario mit einem Schwert in der Hand und den Drachen, der auf dem Schatz sitzt. 
    Dario ist zur Zeit der Schatzhüter, aber er sollte auch in der Schule für VERENA lernen und sich auf den Dauerlauf vorbereiten.
    Leider sind seine Freunde mit anderen Sachen beschäftigt und der Zugang zur Koboldwelt ist leider auch nicht geöffnet. Aber Dario lässt nicht locker und so schafft er es doch, nach Kwertz zu gelangen. Und dort ist es wieder sehr gefährlich und es warten ungewöhnliche Gestalten und Abenteuer auf Dario.
    Was mich am meisten erstaunt ist, dass immer wieder neue Kobolde oder andere Fabelwesen auftauchen. Sie sind mit ungewöhnlichen Eigenschaften ausgestattet, die man anhand ihrer Steckbriefe mit Beschreibung der Hirnfunktionen kennenlernen kann.
    Natürlich wirkt das alles nicht ohne die Zeichnungen, die uns die Wesen der Koboldwelt nahebringen. Von gruselig bis niedlich ist alles vorhanden und gerade diese Mischung aus dem Text und den Zeichnungen, die Dario uns als Leser seiner Chronik überlässt, machen den Reiz und die Spannung dieser Bücher aus.

    Dagmar Mägdefrau

  • Scandor 

    Scandor 

    Ursula Poznanski

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Wer "Erebos" von Ursula Poznanski gelesen hat und den berechtigten Hype miterlebte, wird sicher neugierig auf "Scandor" sein. Wieder geht es um eine moderne Challenge mit strengen Regeln und einem System, das die Psyche der Teilnehmer auf die Probe stellt. 100 Menschen testen den Lügendetektor "Scandor", doch nur eine kann gewinnen. Eine einzige Lüge, und man ist raus. Zu gewinnen gibt es 5 Millionen Euro – ein verlockender Anreiz für alle, die teilnehmen. 
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    Unter ihnen sind Philipp und Tessa, die während der Challenge zu einem Team zusammenwachsen. Doch nicht nur die 5 Millionen Euro sind ein Grund, durchzuhalten: Alle Teilnehmer:innen mussten zuvor den für sie schlimmsten Einsatz festlegen, den sie sich vorstellen konnten. Dieser wird zum Einsatz der Challenge, und wer lügt, verliert alles. Die Rahmenbedingungen machen die Challenge alles andere als harmlos. 
    Doch als in Tessas und Philipps privatem Umfeld zunehmend seltsame Dinge passieren, wird klar: Hinter der Challenge steckt mehr als bloß die Suche nach der Wahrheit – es lauert auch Gefahr.
    Das Thema Wahrheit ist allein schon hochinteressant, und es wird sehr realistisch dargestellt, wie die Protagonist:innen jedes ihrer Worte abwägen, bevor sie es aussprechen. Selbst harmlose Floskeln wie „Kein Problem" können sich als ungenaue Darstellung der Wahrheit entpuppen. Ein solcher Lügendetektor erscheint nach heutigem Wissensstand eher unrealistisch und wenig vorteilhaft, wodurch der Thriller eine gewisse dystopische Note erhält.
    Immer wieder wechselt die Perspektive von Philipp und Tessa zu anderen Teilnehmer:innen der Challenge, um zu zeigen, welche Herausforderungen auch sie meistern müssen. Bei Thrillern, bei denen man so gespannt auf die Auflösung wartet, dass man jedes Puzzleteil sehnlichst erwartet, besteht die Gefahr, dass man nur noch die Geschichte überfliegen möchte, um das Ende zu erfahren. Das ist schade, weil das komplexe Geflecht aus Lügen und die Schwierigkeiten, sie im Alltag zu vermeiden, dadurch etwas an Wirkung verlieren. Doch das zeigt auch, wie fesselnd der Thriller ist. Für alle, die "Erebos" geliebt haben und psychologische Thriller mit High-Tech-Elementen mögen, ist "Scandor" ein absolutes Muss.

    Raphaela Brosseron


  • Der Rückwärtsdieb – Mehr als nur ein Trick

    Der Rückwärtsdieb – Mehr als nur ein Trick

    Ulrich Fasshauer

    Ulla Mersmeyer

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Nominiert für den Jugendliteraturpreis 2024

    Der elfjährige Lenny bietet seinem Publikum in der Garage eine tolle Zaubervorstellung, doch als er gerade dabei ist, seine Schwester zu zersägen, stört Tristan, der gerne als Rapper Fuß fassen möchte, mit seinem lauten Gesang. So lernen Lenny und Pia Maria Tristan und seine kleine Schwester Lolli kennen. 
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    Die Eltern von Lenny betreiben ein Antiquariat und da sie nicht so sehr erfolgreich sind, will der Platzhirsch Haase ihren Laden übernehmen. Besonderes Interesse hat er aber an einem alten Zauberbuch, dem Grimoire. Aber auch Lenny liebt dieses Buch, denn er hofft, damit richtig zaubern zu können, denn bisher ist er ja nur ein Illusionist, der den anderen vorgaukelt, dass er zaubern kann. Mit einem Trick bringt er das Buch unerlaubterweise an sich, aber leider ist es bei ihm nicht sicher und es wird ihm gestohlen. Neben seiner Schwester und den neuen Freunden, wird auch der große Zauberer Magic Mirandole zum Verbündeten beim Rückwärtsdiebstahl.
    Auf dem Titel sehen wir Lenny, wie er aus dem Antiquariat seiner Eltern kommend ein Buch in der Tasche versteckt. Im Buch finden wir ebenfalls einige schöne Illustrationen in Schwarz-Weiß. Die Geschichte ist in zwölf Kapitel gegliedert und dank der steigenden Spannung möchte man gerne weiterlesen und erfahren, wie Lenny es schafft, seinen Diebstahl wieder rückgängig zu machen. Tristan, der erfolglose tollpatschige Rapper, den Pia Maria so sehr anhimmelt, und seine taffe kleine Schwester Lolli sind neben Lenny sehr gut angelegte Figuren. Besonders die Dialoge zwischen dem genervten Lenny und der quirligen Lolli haben mir viel Spaß gemacht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Behalte das für dich!

    Behalte das für dich!

    Tom Ryan

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    In dem kleinen Ort Camera Cove öffnet sich nach dem Schulabschluss endlich die Welt für die Jugendlichen, die es kaum erwarten können, der verschlafenen Kleinstadt zu entfliehen. Doch für Mac ist das nicht so einfach. Erst ein Jahr ist vergangen, seit die Stadt vom sogenannten 'Katalog-Killer' heimgesucht wurde. 
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    Eines der vier Opfer war Macs bester Freund Connor. Seit ihrer Kindheit waren Mac, Connor, Ben, Doris und Carrie unzertrennlich, doch nach Connors Tod zerbrach die Freundschaft. Nur Mac scheint nicht loslassen zu können.  
    Ein sehr spannender Thriller, der in der Mitte ein ziemliches Plateau hat, das im Nachhinein aber Sinn ergibt. Das Ende hat mich so beeindruckt, dass ich es zweimal lesen musste – es war unglaublich und gleichzeitig vollkommen logisch. Es bleiben keine Fragen offen, und alle Handlungsstränge werden zufriedenstellend zusammengeführt. Ich fand es sehr gut, dass Macs Perspektive fortlaufend zeigt, was dieser Verlust des besten Freundes mit ihm gemacht hat und wie sehr er diesen Freund dadurch idealisiert hat. Besonders gelungen fand ich, wie die Erzählung aus Macs Perspektive fortlaufend zeigt, wie sehr ihn der Verlust seines besten Freundes geprägt hat und wie er diesen Freund idealisiert. Das eröffnet neue Fragen, nicht nur nach der Identität des Täters, sondern auch nach Freundschaft und dem eigenen Platz in der Gesellschaft. Von Anfang an wird großer Wert auf Details gelegt, die sich am Ende perfekt in das Gesamtbild fügen, ohne dabei offensichtliche Hinweise zu sein. Dieser spannende Jugendthriller beleuchtet nicht nur das Böse im Menschen, sondern auch Themen wie Liebe, Freundschaft und die Zukunft.
    Auch wenn der Mittelteil etwas stagnieren mag – dranbleiben lohnt sich!

    Raphaela Brosseron

    Camera Cove ist ein kleiner Ort an der Ostküste und die meisten jungen Menschen wollen schnellstens dort weg. Vor Jahren bauten einige junge Familien auf dem Gelände eines alten Bauernhofes, so kommt es, dass Mac Bell, der Erzähler dieser Geschichte, mit Connor, Ben, Doris und Carrie seine Kindheit und Jugend dort verbringt.Nun sind alle achtzehn und haben ihren Abschluss. Doch einer aus der Freundesgruppe wurde im letzten Jahr ermordet. Connor ist das letzte Opfer eines Serienmörders und da seither keine weiteren Morde geschahen, geht man davon aus, dass der Mörder von Außerhalb kam und weitergezogen ist. Aber Mac lässt der der Verlust seines besten Freundes keine Ruhe und als er dann noch einen Zettel findet, indem der Freund ihn um Hilfe bittet, ist für ihn klar, dass er weiter ermitteln muss.
    Das Mac homosexuell ist, wird im Ort offen kommuniziert und ist auch kein Problem, weder bei der Familie noch bei den Freunden. Schön, wenn alles so vorurteilsfrei verläuft, wie hier. Mac verfolgt im Laufe der Geschichte immer andere Theorien und so kommt es für mich am Ende zu einer überraschenden Wendung. Allerdings wird durch dieses ständige Wiederaufnehmen neuer Spuren die Erzählung im mittleren Teil etwas zäh. Ich hätte mir da etwas mehr Spannung und Dynamik gewünscht. Zum Schluss kommt dann nochmal mehr Spannung auf und, wie bereits erwähnt, ergibt das ein unerwartetes Ende.

    Dagmar Mägdefrau

  • Baskerville Hall – Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talent

    Baskerville Hall – Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talent

    Ali Standish

    übersetzt von Jessika Komina und Sandra Knuffike

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    „Baskerville Hall ist schon zu normalen Zeiten kein ungefährlicher Ort [...] Ein Ort mit vielen Geheimnissen. Und es wäre klüger, wenn Sie ein bisschen achtgäben, um nicht über allzu viele davon zu stolpern.”
    Der junge Arthur Doyle wächst im Edinburgh des 19. Jahrhunderts unter schwierigen Familienverhältnissen auf.
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    Sein Vater ist alkoholkrank, und er, seine Mutter und seine zwei Schwestern kämpfen oft darum, genug zu essen zu haben. Seine Mutter ist überzeugt: Arthur ist zu Größerem bestimmt. Tatsächlich besitzt er eine außergewöhnliche Auffassungsgabe und hat sogar zwei Menschenleben gerettet. Umso überraschender ist die mysteriöse Einladung, die ihn zu Beginn des neuen Schuljahres nach Baskerville Hall führt. Die Schule verspricht viel, und Arthur findet schnell neue Freunde. Doch schon bald begegnet er auch seltsamen Ereignissen: einem ungewöhnlichen Direktor, einem frei umherstreifenden Wolf und eigenartigen "Schulritualen".
    Ich könnte noch viele Details aufzählen, aber möchte nicht zu viel verraten. Für alle, die gerade wegen der Internats- und Schulatmosphäre die ersten beiden Harry Potter-Bände geliebt haben, ist diese Geschichte ein absolutes Highlight. Besonders faszinierend sind die spannenden Studienschwerpunkte, die hier als Zirkel bezeichnet werden. Ebenfalls grandios sind die zahlreichen intertextuellen Verweise, die wie ein kleiner Liebesbrief an die britische Kultur wirken – von den Artusromanen bis hin zu klassischen Detektivgeschichten. Am Ende wurde mir auch klar, warum mir der Name des Protagonisten so vertraut vorkam. Diese Geschichte ist eine wunderschöne, kindgerechte und fantasievolle Hommage an den Schöpfer von Sherlock Holmes.
    Wer sich auf zahlreiche kleine und große Abenteuer in der schaurigen Umgebung Englands einlassen möchte und im Lösen von Rätseln eine besondere Art von Magie erkennt, wird großen Spaß an diesem Roman haben. Und wie die Überschrift des letzten Kapitels andeutet, ist dies sogar „Erst der Anfang“.

    Raphaela Brosseron
  • Wir sind (die) Weltklasse – Die verschwundene Matilda – Band 2 

    Wir sind (die) Weltklasse – Die verschwundene Matilda – Band 2 

    Tanya Lieske

    Sybille Hein

    Hanser

    Wir sind (die) Weltklasse

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Die Igelklasse, die wir schon aus dem ersten Band kennen, ist jetzt in der dritten Klasse und bald kommt noch eine neuer Junge hinzu. Ibrahim, der im Rollstuhl sitzt und mit Hilfe eines Pads spricht. 
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    Die gesamte Igelklasse kann man am Beginn des Buches sehen, einschließlich der Maus Karol, die aber in diesem Band keine große Rolle spielt. Irina, die mit ihrer Mama aus Russland gekommen ist, erzählt uns dieses neue Abenteuer. Denn der selbstgebastelte Dinosaurier Matilda ist aus dem Schulflur gestohlen worden und die Igeldetektive unter der Leitung der vorlauten Kürbra ermitteln. Frau Meister, ihre liebevolle Klassenlehrerin, hat ihnen ein Buch gegeben, in das sie ihre Gedanken zum Fall eintragen können. Dann gibt es noch einen neuen Lehrer, bei dem Irina auch Russisch hat, Herr Ozols, der einen blauen Pullover hat und sich damit verdächtig macht. Zudem sagt er selbst, dass er mal Einbrecher war. Auch zu Herrn Schrecklich, dem netten Hausmeister, führt eine Spur.
    Diese Weltklasse ist einfach toll, es gibt Regeln, an die sie sich selbstverständlich halten und die mich auch sehr überzeugen. Irina ist so ein liebenswertes kleines Mädchen und auch die anderen sind jede*r auf seine Art wunderbare Kinder. Wie im wirklichen Leben, nur da sehen wir es manchmal nicht.
    Eine Klasse, wie unsere Kinder sie erleben, mit einer so tollen Lehrerin, wie man sie den Kindern nur wünschen kann. Igelschulkind möchte man dann gerne sein.
    Man erfährt einiges über andere Kulturen und dass das Leben für Irinas Mama nicht einfach ist. Die Illustrationen sind wieder so passend und ergänzen den Text wunderbar.

    Dagmar Mägdefrau
  • Sherlock Schultz und der unsichtbare Diamant

    Sherlock Schultz und der unsichtbare Diamant

    Fabian Lenk

    Antje Hagemann

    Loewe

    Sherlock Schultz

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Sherlock Schultz, Tina und Hauptkommissar Egon Drommel werden zu Beginn des Buches vorgestellt. Sherlock Schultz hält sich für einen Meisterdetektiv und versucht seinem Vorbild auch äußerlich zu ähneln. Aber eigentlich findet die neunjährige Tina die Lösung des Falles.
    Diesmal geht es um einen Diamanten, der aus einem Museum gestohlen wird.
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    Die Polizei ist schon vor Ort und Sherlock Schultz erfährt von dem Raub durch den Polizeifunk. Sofort macht er sich mit Tina auf den Weg zum Tatort. Der besonders wertvolle Kalimahari-Stein wurde entwendet. 
    Diesmal hilft uns die Mathematik und bei der Lösung des Falles. Nach jedem der kurzen Kapitel, die in Großbuchstaben gedruckt sind, finden wir eine Aufgabe. Da müssen Fenster gezählt werden, auf einem Stadtplan ein Weg gefunden werden und die Abbiegungen ergeben die Lösung, Preise durch die verschiedensten Angaben errechnet werden, auf einem modernen Bild farbige Quadrate gezählt werden, Zahlenfolgen ergänzt werden, eine Bestellung zusammengerechnet werden und vieles mehr. Spannende Aufgaben sind hier zu lösen und es ist nicht immer so einfach. Aber wenn man es geschafft hat, kann man am Ende des Buches (hier findet man auch die Lösungen) eine Brille abharken oder wenn es nicht geklappt hat eine Seifenbase aussuchen.
    Viele bunte Bilder untermalen die Geschichte sehr schön und erleichtern damit das Lesen. Mir gefällt es sehr gut, dass hier auch das Rechnen für Schulanfänger*innen mit viel Spaß und Spannung geübt werden kann.

    Dagmar Mägdefrau

  • Sherlock Schultz auf Verbrecherjagd im Wald

    Sherlock Schultz auf Verbrecherjagd im Wald

    Fabian Lenk

    Antje Hagemann

    Loewe

    Sherlock Schultz

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Sherlock Schultz, der auch in seinem Äußeren dem Meisterdetektiv nacheifert hat zum Glück Unterstützung durch die neunjährige Tina, um genau zu sein, löst sie die Fälle. Hauptkommissar Egon Drommel ist auch nicht böse, wenn die Fälle durch Tinas Hilfe erledigt werden. Diese drei werden zu Beginn des Buches vorgestellt. 
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    Giftiger Müll wurde im Wald abgeladen und Sherlock Schultz und Tina finden die wilde Müllkippe mit Farben beim Pilze suchen. Doch auch die Polizei ist schon vor Ort. Natürlich beginnt Sherlock sofort mit seinen Ermittlungen und hat gleich eine verrückte Theorie, aber Tina hat ein gutes Auge und findet eine verwertbare Spur.
    Die Kapitel sind sehr kurzgehalten und in großen Buchstaben gedruckt. Zu Ende eines jeden Kapitels gibt es eine Aufgabe. So müssen Tunwörter angekreuzt werden, Sätze aus dem Text wiedergefunden werden, Worte aus vielen Buchstaben gefunden werden, halbe Buchstaben ergänzt werden, nach Silben getrennt werden, andere Begriffe für ein vorgegebenes Wort gesucht werden, Reimwörter gefunden werden und vieles mehr. Die Aufgaben sind wirklich sehr vielfältig und unterschiedlich schwer zu lösen. Die richtige Lösung finden wir hinten im Buch, hier darf man auch für die richtigen Lösungen ein Brille abgeharkt werden, wenn es nicht geklappt hat, gibt es eine Seifenblase.
    In dem Buch gibt es viele bunte Bilder, die die Geschichte sehr schön ergänzen. Für Leseanfänger eine schöne Art sich mit der Sprache zu beschäftigen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Schnüffelnasen an Bord

    Schnüffelnasen an Bord

    Daniel Napp

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Die Schnüffelnasen sind der Hund Hubertus und sein Floh, der Pock gerufen wird. Hubertus war ein Polizeihund, der alle Prüfungen mit Bravour bestanden hat und der seinen Dienst sehr gut bewältigt hat, doch dann hat ihn der Familienfluch erwischt. Er hat Fleischwurst gerochen und dann konnte er sich nicht mehr beherrschen, er musste  sie einfach fressen. Egal, wie wichtig ihm seine Dienst ist. 
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    So kam es, dass Hubertus im Tierheim landete. Dort findet ihn Pock und der will Hubertus helfen und mit ihm gemeinsam die Juwelendiebe fangen. Da Hubertus Nase sehr gut funktioniert und er die Gerüche der Diebe genau kennt, finden die beiden schnell die Täter, es handelt sich um eine Frau und einen Mann. Die beiden sind schon auf dem Weg zur „Queen Britannia“, einem großen Kreuzfahrtschiff, das bald auslaufen wird. Diesmal ist das schwedische Königspaar mit ihrer Tochter an Bord und das Ziel heißt New York.
    Obwohl das Lesen der Geschichte mir durchaus Spaß gemacht hat, habe ich Probleme mit einem Floh als Schnüffler. Er wird schon auf dem Cover mit Rucksack und Mütze abgebildet, während Hubertus nur ein Halsband trägt, was ich für Hunde als normal empfinde. Überhaupt benimmt sich Hubertus meist wie ein normaler Hund, nur Pock kann Dinge machen, die ein Floh wohl kaum schaffen kann. So saugt er auch kein Blut oder belästigt seinen Hund in anderer Weise. Die Bilder gefallen mir sehr gut, sie passen auch sehr gut zur Geschichte.

    Dagmar Mägdefrau
  • Suddenly a Murder – Mord auf Ashwood Manor

    Suddenly a Murder – Mord auf Ashwood Manor

    Lauren Munoz

    one

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    „5 von euch sind unschuldig. ‟

    Sieben junge Menschen feiern ihren Abschluss auf eine ausgefallene Weise: Auf einer abgelegenen Insel, ganz im Stil der 1920er Jahre, ohne Handys, in dem alten Anwesen Ashwood Manor mit seinen Geheimgängen und Bediensteten. Es sollte die schönste Zeit ihres Lebens werden – doch es wird auch die schlimmste. Einer von ihnen stirbt, und der Mörder muss unter ihnen sein.
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    Als klassischer Locked-Room-Krimi inszeniert, erinnert die Handlung an eine packende Version von Cluedo. Für Kassidy, Izzy, Chloe, Ellison, Fergus und Malowe wird diese Nacht zur Realität des Schreckens, als Blaine, der Anführer ihrer Gruppe, erstochen aufgefunden wird. Jeder von ihnen hat ein Motiv, denn Blaine war nicht immer ein guter Freund. Das dichte Netz aus Dramen und Geheimnissen zu entwirren, war ein großes Lesevergnügen, da man als Leser*in bis zum Schluss alles und nichts für möglich hält.
    Die Rückblenden gewähren uns einen tiefen Einblick in das Leben der Schüler*innen der Marian Academy. Geschickt werden die Figuren intensiv vorgestellt, bevor die ersten Hinweise auf die Tat enthüllt werden. Einerseits traute ich es jedem der sechs zu, andererseits hoffte ich, dass keiner der Täter war – so sehr war ich in die Dynamik der Gruppe involviert.
    Manches bleibt unausgesprochen und dadurch tatsächlich bis zum Schluss unklar, wie zum Beispiel Izzys Geheimnis. Der geschickte Wechsel zwischen ihrer Ich-Perspektive und einem personalen Erzähler verstärkt dieses Gefühl: Immer, wenn man denkt, man sei dem Geheimnis auf der Spur, wird man wieder zurückgeworfen.
    Besonders gelungen fand ich die Gestaltung der beiden Ermittler, deren Persönlichkeiten den Kriminalfall zusätzlich bereichern.
    Wer diesen Jugendkrimi beginnt, sollte Zeit einplanen, denn die Detektivarbeit lässt sich auch für die Leser*innen nur schwer pausieren.

    Raphaela Brosseron

  • Geheimauftrag für Ninja Komo

    Geheimauftrag für Ninja Komo

    THiLO

    Alexandra Langenbeck

    Ravensburger – Leserabe

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Ninjas, die sagenumwobenen japanischen Kämpfer, sind für unsere Kinder ein sehr interessantes Thema. Komo und sein Hund Inu stürmen auf dem Cover kämpferisch auf uns zu. 
    Die durchgehende Geschichte ist in vier Kapitel eingeteilt, der Text ist kurz und einfach gehalten, die vielen Bilder, die mich sehr an Japan erinnern, sind sehr schön gestaltet.
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    Zunächst führt uns die Erzählung in die Schule für junge Ninjas, hier lernt Komo von Meister Sinobi, was Ninjas so können müssen. Dort erfährt Komo auch vom Schwert Rebi, mit dem man jedes Schloss öffnen kann. Das Bild am Ende des ersten Kapitels fängt wunderbar einen Abend vor einer japanischen Burg ein. Im nächsten Kapitel bringt Sinobis Rabe eine Nachricht und das Abenteuer beginnt.
    Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder kleine Aufgaben, die zu lösen sind und mit dem Kleben der Rabensticker kann man sich für den Lesefortschritt belohnen.
    Wenn ein solch spannendes Buch kein Grund ist, um Lesen zu lernen?!

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Fall für die Forscherkids – Achtung Pflanzendiebe – Band 8

    Ein Fall für die Forscherkids – Achtung Pflanzendiebe – Band 8

    S. J. King

    DK

    Ein Fall für die Forscherkids

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Zum 8. Mal treffen sich die Forscherkids, Kinder aus allen Teilen der Welt, die ungewöhnliches Wissen haben. Diesmal werden Gustavo aus Brasilien, ein Experte für Geschichte, und Lea, die Biologin aus Deutschland, zusammen nach North Carolina geschickt, dort gilt es Wilderer zu finden, die Venus-Fliegenfallen ausgraben und dann verkaufen. 
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    Die beiden sind zwar gut für die Übernachtung in der Natur ausgerüstet, aber die Geräusche, die sie im Wald hören, machen ihnen doch ein wenig Angst, obwohl Lea sich mit den Tieren hier sehr gut auskennt und viele Stimmen zuordnen kann. Um die Wilderer zu stellen, benötigen die beiden zunächst die Hilfe der anderen Forscherkids und später die der Polizei. Aber durch ihr gutes Wissen in ihren Fachgebieten und ihre Cleverness können sie den Fall lösen.
    Mir gefällt es sehr gut, dass die Geschichte für die unmöglichen Dinge, die passieren, eine Lösung anbietet. So bleibt die Zeit zu Hause stehen und die Kinder kommen wieder da an, wo sie los sind, so wird sie keiner vermissen.
    Wieder ein spannendes Abenteuer, bei dem ich eine Menge über fleischfressende Pflanzen gelernt habe. Eine tolle Serie, die sicher lange weiter gehen wird.

    Dagmar Mägdefrau


  • Die Cobra Bande und der miese Müllmafioso – Band 3

    Die Cobra Bande und der miese Müllmafioso – Band 3

    Folko Streese

    EMF

    Die Cobra Bande

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Diesmal spielt die Geschichte in Hamburg, denn Cem, der Freund aus Berlin, fährt mit Bea und Ottos Opa dort hin. Der Opa soll Kühlschränke an die Firma Green-Clean liefern, die sich auf die saubere Entsorgung von Müll spezialisiert hat. Bei der Übergabe soll es auch noch eine Spende für ein Jugendzentrum geben
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    Leider stellt sich der Firmen-Chef als ein sehr unangenehmer Mensch heraus und als dann noch mit dem Sand eines Beachvolleyballfeldes etwas nicht stimmt, wittern unsere Detektive wieder einen Grund zu ermitteln. Hilfe bekommen sie von Freya, die ebenfalls den Besitzer von Green-Clean dunkler Geschäfte verdächtigt. Zunächst beobachten die Kinder Frank Klienmann, doch dazu müssen sie einige Tricks anwenden und da sind sie sehr einfallsreich. Eine große Hilfe ist ihnen, wie schon den in letzten Fällen, der zahme Rabe Rabbit. Am Ende kommt es noch zu einer wilden Verfolgungsjagd, die nicht ganz ungefährlich für die Cobra-Band ist.
    Die zwölf spannende Kapitel sind sehr gut zu lesen, zumal sie durch viele Bilder ergänzt werden. Besonders gut gefällt mir eine Art Borde unten auf den Seiten, die Gebäude abbilden. Und dann sind da noch die Aufgaben, mit denen wir Lesenden die Band unterstützen. Vielfältige Rätsel mit unterschiedlichem Schweregrad (die Lösungen findet man hinten im Buch) machen das Buch zu einer ganz besonderen Lektüre. Ich kann deshalb auch Band 3 empfehlen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Nordseedetektive – Brandgefährlich (Band 12)

    Die Nordseedetektive – Brandgefährlich (Band 12)

    Bettina Göschl

    Klaus-Peter Wolf

    Franziska Harvey

    Jumbo Neue Medien & Verlags GmbH

    Die Nordseedetektive

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Die Nordseedetektive ermitteln nun schon zum 12. Mal in Norddeich und auf dem Cover sehen wir, dass es diesmal um einen Feuerteufel geht. Es hat schon einige Male in der Umgebung an unterschiedlichen Stellen gebrannt, aber zum Glück ist weder Mensch noch Tier etwas geschehen.
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    Die uns schon bekannten etwas dümmlichen Gauner Lang und Finger geraten, weil sie Käse stehlen wollten, in Verdacht, das Feuer gelegt zu haben. Deshalb werden sie von Kommissar Stone festgenommen und statt an einen Anwalt wenden sie sich an die Zwillinge, damit sie ihre Unschuld beweisen können. Obwohl ihre Eltern nicht möchten, dass sie ermitteln, machen sich die Nordseedetektive sofort daran zu ermitteln.
    Ihr erster Weg führt zur Feuerwehr, doch dort hat der eigentliche Täter Spuren gelegt, die dazu führen, dass auch der Feuerwehrmann in Verdacht gerät.
    Neben den Ermittlungen der Kinder, die immer wieder Tipps ihres verstorbenen Großonkels nutzen, der ein Handbuch für Detektive geschrieben hat, lernen wir auch den Täter und seine Motivation, Feuer zu legen, kennen. Durchdurch erhöht sich noch einmal zusätzlich die Spannung und die bleibt bis auf die letzten Seiten erhalten.
    Neben der gut erzählten Geschichte, natürlich typischerweise immer mit den aus den Ostfrieslandkrimis bekannten Größen aus Norden, ist das Buch sehr ansprechend illustriert.
    Beginnend mit dem schon erwähnten Cover geht es weiter mit einer schönen Strandszene und der Vorstellung der Familie Janssen. Da darf auch die Ostfrieslandkarte am Ende des Buches nicht unerwähnt bleiben. Aber auch im Buch gibt es sehr genau gezeichnete Bilder, die das Geschehen zusätzlich veranschaulichen. Da kann ich mich doch auf Band 13 freuen.

    Dagmar Mägdefrau