• Aliya und der Silberexpress – Die Schule der Zeitreisenden 2

    Aliya und der Silberexpress – Die Schule der Zeitreisenden 2

    Laila Rifaat

    Bente Schlick

    Übersetzerin Claudia Feldmann

    Insel

    Leseempfehlung ab 10 Jahre

    Aliya lebt zurzeit bei ihrem Großvater in Zitadelle, der berühmten Zeitreisestadt, doch sie muss ihre Zeit beim Spiel mit den Sphinxen verbringen, statt ihre Ausbildung weiterzuführen.

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    Sie ist Schlosserin und möchte als solche das Recht erwirken, Zeitreisen zu machen. Doch leider hat sie sich den finsteren Magier Dorian Darke zum Feind gemacht und der wird immer wieder versuchen, Macht über Aliya zu bekommen.
    Deshalb soll sie zusammen mit ihren Freunden eine Fahrt im Silberexpress machen, weil sie bei der Reise durch die Jahrhunderte sicher sei. Die Sicherheitsvorkehrungen in diesem legendären Zug sind so gut, dass ihr Großvater und seine Freunde davon überzeugt sind, dass Aliya auf der Fahrt nichts geschehen kann. Doch es gibt eigenartige Mitreisende und bald kommt es zu ungewöhnlichen Zwischenfällen, die Aliya Angst machen. Ihre beste Freundin wendet sich einer charismatischen Schlosserin zu und so fühlt sich Aliya sehr einsam und unverstanden. Trotzdem bringt sie immer wieder den Mut auf und versucht, den ungewöhnlichen Ereignisse auf den Grund zu gehen.
    Mir fiel es zunächst etwas schwer, die Zusammenhänge zu verstehen, da ich den ersten Band nicht gelesen habe. Aber im Laufe der Geschichte kam immer mehr Spannung auf und Aliyas Abenteuer wurden immer fantastischer. Ich gebe zu, dass Fantasy nicht unbedingt mein Fall ist, aber diese Geschichte hat mich dann doch irgendwie gepackt und ich war gespannt, wie sich am Ende alles verhält.
    Das Buch ist grafisch sehr schön ausgestattet, auf jeder Seite gibt es orientalische Ornamente, die sicher auch zur Lesefreude beitragen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Zeit-Agenten – Die Mission des Samurai     

    Die Zeit-Agenten – Die Mission des Samurai     

    S. J. King

    Esther Hernando

    DK

    Die Zeit-Agenten

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Acht Kinder aus aller Welt verbergen sich unter dem Begriff „Zeit-Agenten“, sie werden eingesetzt, wenn der Zeitdieb Mora versucht, in der Vergangenheit Einfluss zu nehmen. Diesmal werden Sarah aus Jordanien, die gerne schreibt und Notizbücher sammelt, und Alex nach Edo, das ehemalige Tokio, geschickt.

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    Unterstützt werden sie von dem magischen Vogel Tempo, der immer wieder „Kuckuck“ ruft.
    Natürlich tragen die beiden die passende Kleidung, die uns zum Ende des Buches beschrieben und erklärt wird. Bald treffen die beiden auf einen Samurai, der eine Botschaft überbringen soll. Wenn der Shogun diese Nachricht nicht erhält, könnte es in Japan zu Kampfhandlungen kommen. Die beiden Zeit-Agenten tun alles, um den jungen Krieger zu unterstützen, denn Mora versucht mit allen Mitteln, die Übergabe der Nachricht zu verhindern.
    Das Buch ist reich mit schwarz-weiß-Zeichnungen bebildert und der Text ist leicht zu lesen. Allerdings habe ich Zweifel, dass es 1750 schon Nudeln-to-go gab. An einer Stelle leiht sich Sarah Strohhüte, die auf den Bildern nicht getragen werden. Kleinigkeiten sicher, aber da bin ich etwas pingelig.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Insel der Schlasocks

    Die Insel der Schlasocks

    Nils Mohl

    Michael Roher

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Buch des Monats Dezenmber 2025

    Das Cover kommt sehr fröhlich daher, in der Mitte ist Jasper, der Held der Geschichte, zu sehen und um ihn herum die Schlasocks und andere Gestalten, die die Insel bewohnen.
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    Jetzt muss ich euch natürlich erstmal von Jasper erzählen und wie er auf diese Insel gekommen ist. Jasper wohnt mit seiner Schwester zusammen, die sich ständig Sorgen um das Geld machen muss. Da sie die Wohnung sowieso bald verlieren, soll Jasper vielleicht in ein Internat. Eiche ist ein alter Nachbar, dessen fauler Enkel Honz die Ferien bei ihm verbringen soll. Und dann gibt es diese Drohne, mit der Honz wegfliegen soll, die beiden Jungen haben aber andere Pläne und so steigt Jasper auf die Drohne und landet auf dieser ungewöhnlichen Insel, auf der Schlasocks hausen. Zottelige Gestalten, die alle unterschiedlich aussehen, leider wollen sie keine Fremden auf der Insel und ein Kind schon gar nicht. Doch Jasper ist eine pfiffiger Junge und er versucht, mit den Inselbewohnern Freundschaft zu schließen.
    Wir erleben zusammen mit Jasper eine fantastische Reise und ungewöhnliche Abenteuer. Die Bewohner der Insel sind so fantasievoll erdacht und die Illustrationen sind einfach so erstklassig gezeichnet, dass sie unsere Fantasie enorm unterstützen. Wir bangen mit Jasper und freuen uns mit ihm, wenn seine manchmal doch sehr wagemutigen Pläne gelingen. Fantastisch, abenteuerlich und voller verrückter Ideen, ein Buch, das man einfach lesen muss.

    Dagmar Mägdefrau

  • Koboldkroniken – Der Klassenkobold – Band 1

    Koboldkroniken – Der Klassenkobold – Band 1

    Daniel Bleckmann

    Thomas Hussung

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die Erstklässlerin Emilia mit dem Ümpf und dem Kobold Rumpel. Ein Foto der Drei wurde auf ein verschließbares Tagebuch geklebt. 
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    „Schule ist sehr aufregend“ - ein Satz, der ganz vorne im Buch steht, wird sich in dieser Geschichte bewahrheiten, denn dieser erste Schultag ist total aufregend für Emilia.
    Das Buch beginnt mit einfachen kurzen Sätzen, die in großer Schrift gedruckt sind. Die Bilder könnte Emilia selbst gemalt haben, wie auf der ersten Seite Mama und Papa Hand in Hand, die ihr „Viel Spaß am Abenteuer“ wünschen. Emilias To-Do-Liste besteht aus Worten und Zeichnungen, so kann sie Emilia auch selbst „lesen“. Zunächst begegnet ihr der nette Hausmeister, von dem wir ein Foto und ein gemaltes Bild sehen. Er zeigt Emilia den Weg zur Klasse, gibt ihr aber auch eine wichtige Information. Emilia hat Papas Kamera dabei, weil sie Fotos machen möchte und auch die wird ihr später nutzen. Die streng guckende Lehrerin möchte, dass die Klasse ein Klassentier wählt, doch da stellt Emilia fest, dass Schnuffmuff fehlt. Zum Ende eines Kapitels können wir einen Ümpf bunt anmalen. Außerdem werden Fragen zum Gelesenen gestellt.
    Die sieben Kapitel sind schnell gelesen und durch die vielen Bilder, Sticker und Fotos, ist es einfach, sich alles vorzustellen. Die Fabelwesen kennen viele Kinder schon aus den Koboldkroniken, die ab 10 Jahren empfohlen werden. Es gefällt mir sehr gut, dass hier auch Erstleser die Kobolde und ihre Methoden kennenlernen. Hier können schon junge Leser*innen in eine fantastische Welt eintauchen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der Wortschatz – A Chest Full Of Words

    Der Wortschatz – A Chest Full Of Words

    Rebecca Gugger

    Simone Röthlisberger

    NordSüd/bi libri

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Book Cover Award

    Das prämierte Bilderbuch gibt es jetzt auch zweisprachig, der deutsche und der englische Text stehen gleichwertig auf den Seiten. So kann das Buch in beiden Sprachen vorgelesen werden. Die Worte in den Illustrationen bleiben allerdings und so sehen wir dort „Quietschgelb“, während im englische Text „Shrill-yellow“ steht. So wird aus „pompös“ „Grandios“ und aus „monströs“ im Englischen „Enormous“.
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    Oskar wühlt in seiner Schatztruhe und wirft jede Menge Wörter hinter sich. Auf dem rosa Einbandpapier stehen schon viele, nicht alltägliche Wörter. Und dann marschiert Oskar mit seinem Spaten pfeifend los.
    Beim Buddeln findet er eine prächtige Holztruhe und er überlegt sich, was da alles drin sein könnte, aber erst benötigt er Werkzeug, um sie zu öffnen. Er ist dann wohl auch ein wenig enttäuscht, als er die vielen Buchstaben in der Truhe entdeckt. Da nimmt er einfach ein Bündel und wirft es hinter sich. „Quietschgelb“ hieß das Wort und der Igel, dem es auf den Kopf gefallen ist, nimmt diese Farbe an. Oskar macht einige Experimente mit anderen Worten und die Ergebnisse sind schon erstaunlich. Doch irgendwann ist die Kiste leer und Oskar steht wortlos davor. Jetzt ist es an Oskar, sie wieder zu füllen.
    Die Geschichte ist voller Fantasie und wunderschöner Worte, die man kennt oder die man hier zum ersten Mal hört. Die Bilder sind sanft in Erdfarben gehalten und punkten ganz besonders in der Verwandlung durch Worte.
    Man bekommt Lust, selbst Worte zu finden, die man Oskar in die Kiste packen würde, und sich dann zu überlegen, wer sich durch die Worte wie verändern würde. Das weckt das Spiel mit der Sprache und die Fantasie.
    Der Verlag bi libri bietet das Buch auch in anderen Sprachen an.

    Dagmar Mägdefrau
  • Rene & Grimfuß in: Das Café am Ende des Waldes

    Rene & Grimfuß in: Das Café am Ende des Waldes

    Mikey Please

    Übersetzung: Kai Lüftner

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Titelbild zeigt uns Rene, die in einem Topf rührt, denn Kochen ist ihre Leidenschaft. Neben ihr das grüne Wesen ist Grimfuß, der als Servicekraft in ihrem Café arbeitet. Aber wer ist der Schatten hinter den beiden?

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    Eine Doppelseite zeigt uns sehr schön angerichtete Speisen und dann geht´s los. Rene träumt von einem eigenen Café und so baut sie am Ende des Waldes eine Hütte. Zusammen mit Grimfuß, den sie als Kellner einstellt, wartet sie darauf, dass ein Kunde kommt. Doch als dann endlich einer kommt, ist es ein riesiger, furchteinflößender Oger. Rene zeigt ihm die Speisekarte, doch „Der Oger brummte: „Nee, dass lass ich aus. Ich will eingelegte Fledermaus.“ Zusätzlich verlangt er noch Schnecken und Mäuse. Doch das ist nicht im Angebot. Doch Grimfuß rettet mit viel Fantasie die Situation. So kamen bald viele fremdartige Wesen ins Café, denn „Rene kochte wunderbar und Grimfuß´ Menü hieß sie schaudern- hurra!“
    Über diesen britischer Humor, denke ich, werden sich auch deutsche Kinder amüsieren. Die Bilder sind schon sehr bizarr und der Oger erinnert entfernt an den Grüffelo, der Text ist kurz und sehr schön gereimt. Das Buch wird sicher einen Platz in den Kinderzimmerregalen finden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Geheim – Rette die magische Eis-Akademie

    Geheim – Rette die magische Eis-Akademie

    Heike Eva Schmidt

    Daniela Kunkel

    Baumhaus

    Geheim

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Wie alle Bücher der Geheim-Serie hat auch dieses hinter dem Cover einen Brief versteckt, den die Leser*innen öffnen dürfen. In dem Brief findet ihr Tipps, die für die Lösung der Rätsel hilfreich sind. 
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    Vorne auf dem Cover sehen wir Elli, die mit ihrem schlauen Huhn Ente und ihrer Familie nach Venedig fährt, um ihren Nonno zu unterstützen. 
    An eben diesen Opa/Nonno ist auch der Brief gerichtet. Denn ihr Opa ist ein magischer Eismacher, der an der Akademie in Venedig sein Handwerk erlernt hat. Auch Elli war im letzten Jahr zur Ausbildung und hat dort Fabio kennengelernt. Die beiden Kinder machen sich zusammen mit Ente, dem Huhn, auf und wollen Nonno unterstützen. So schleichen sie sich in die Akademie ein, um zu sehen, wieso die Akademie in Schwierigkeiten ist.
    Am Ende eines jeden Kapitels gibt es ein Rätsel. Die Rätsel sind unterschiedlich schwer und die mit einem Eishörnchen gekennzeichneten sind wirklich leicht zu lösen. Solltet ihr trotzdem Schwierigkeiten haben, gibt es im Anhang zwei Tipps und wenn man einfach weiterliest, erfährt man ebenfalls die Lösung. Aber so einfach wollen wir es uns doch nicht machen. Bei einigen Aufgaben muss man sich schon ein wenig anstrengen.
    Eine magische und spannende Geschichte bei der ihr noch ein wenig von Venedig erfahrt. Mir gefiel besonders Ente, die immer wieder clever Hilfe leisten konnte.
    Neben der Geschichte und den Rätseln gibt es auch viele gezeichnete Illustrationen, die das Lesen noch ein wenig erleichtern.

    Dagmar Mägdefrau


  • Holly Holmes und das magische Detektivbüro – Zweiter Fall: Das Geisterschiff

    Holly Holmes und das magische Detektivbüro – Zweiter Fall: Das Geisterschiff

    Michael Peinkofer

    Helge Vogt

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Holly, die nicht nur Holmes heißt, sondern auch eine Nachfahrin des großen Detektiv sein will, ist in ihrer üblichen Montur und Lupe auf dem Cover zu sehen. Auf ihrem Rücken sitzt ihr Plüschtier Dr. Watson, ein lebendiges, kurzsichtiges Schwein, das sie mit seinen tollen Ideen sehr unterstützt. 
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    Jenny und Percy, die Hand in Hand vor dem Geisterschiff stehen, sind die Kinder des Polizisten und alle zusammen sind „Das magische Detektivbüro“.
    Dazu muss man wissen, dass Marville eine magische Stadt ist, in der ständig Ungewöhnliches geschieht. Diesmal hat der Leuchtturmwärter eine Geisterschiff gesichtet und Käpt´n Kalfater, der alte Pirat, soll an Land gegangen sein. Doch seiner Anzeige wird wenig Beachtung geschenkt, nur die Detektive interessieren sich dafür und machen sich auf den Weg ins Museum, um zu recherchieren. Dort erfahren sie aber, dass das Logbuch des Piratenschiffes gestohlen wurde. Da bleibt den drei Kindern und dem Plüschschwein nichts anderes übrig, sie müssen in der Nacht zum Strand.
    Magisch sind die Vorgänge und voller Spannung. Die Karte von Marville sehen wir vorne und hinten im Buch und so konnte ich mich ganz gut orientieren, die Protagonisten werden am Anfang kurz vorgestellt und am Ende gibt es noch Rätsel, Tipps und eine Anleitung für den magischen Alleskleber, der im Buch eine wichtige Rolle spielt.
    Und ehe ich es vergesse, es gibt ein Lesebändchen und die liebe ich sehr.

    Dagmar Mägdefrau
  • Schloss der Lügen

    Schloss der Lügen

    Mara Rutherford

    Arctis W1

    Leseempfehlung ab 14 Jahre

    „Eldridge Hall war auf Lügen gebaut“ – so beginnt der Roman und sofort wird klar, wie brüchig und vielschichtig dieses Lügengebäude ist. Allein deshalb finde ich den deutschen Titel viel treffender als den englischen A Multitude of Dreams, denn er bringt das zentrale Thema auf den Punkt: Schein und Wahrheit.
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    Die Geschichte spielt in einer düsteren, abgeschotteten Welt: Das Königreich Goslind wurde vor Jahren von der Mori Roja, der tödlichen Pest, heimgesucht. Seitdem herrscht auf Eldridge Hall ein bizarrer Alltag: streng geregelt, vollkommen abgeschirmt von der Außenwelt. Niemand verlässt das Schloss, niemand schaut nach draußen. Was passiert, wenn die Vorräte zur Neige gehen, bleibt ungewiss.
    Im Mittelpunkt stehen zwei Figuren, deren Fokus kapitelweise wechselt: Prinzessin Imogene, die im goldenen Käfig lebt, und Nico, der draußen überlebt hat, immun gegen die Pest. Als er beginnt, seine Vergangenheit und die offizielle Version der Geschichte zu hinterfragen, stößt er auf eine verstörende Wahrheit: Neben Toten und Überlebenden gibt es auch Wiedergeborene: Mittlerweile blutsaugende Kreaturen.
    Eine große Lüge, die mit einer geheimen Identität verknüpft ist, wird recht früh enthüllt, aber ihr voller Umfang entfaltet sich erst nach und nach, was den Spannungsbogen abrundet. Ich habe einige Kritiken gelesen, die den Plot als unlogisch oder unausgewogen bezeichnen, das konnte ich persönlich nicht so nachvollziehen. Klar, manches hätte etwas ausführlicher erklärt werden können, etwa die Herkunft und Natur der Wiedergeborenen, aber insgesamt fand ich die Spannung gut gehalten.
    Besonders positiv fand ich, dass das Buch auch gesellschaftlich relevante Themen anspricht, etwa soziale Ungleichheit und Antisemitismus. Das verleiht der Geschichte Tiefe, ohne aufgesetzt zu wirken. Auch der Umgang mit Liebesbeziehungen war für mich erfrischend anders: Es läuft nicht sofort auf die eine große, vorhersehbare Liebe hinaus. Die Figuren begegnen mehreren Menschen, mit denen etwas möglich wäre. Logisch, denn in einer Welt, die von Angst und Isolation geprägt ist, steht Romantik nicht an erster Stelle.
    Zugegeben: Ohne den Fantasy-Aspekt hätte mir das Buch vielleicht noch besser gefallen, gleichzeitig wären dann aber auch die Monster, und damit die große, spannende Bedrohung, weggefallen.
    Fazit: Wer Geschichten mag, die in einer mittelalterlich angehauchten, düsteren Welt spielen, gerne mit Fantasy-Elementen, aber auch ernsten Themen und glaubwürdigen Figuren, dem*der kann ich Eldridge Hall wirklich empfehlen. Ein Buch, das mehr ist als eine typische Liebesgeschichte und dabei nicht nur an der Oberfläche bleibt. Außerdem ist es ein recht geschlossenes Ende, weil nicht, wie sonst auch gerne üblich, auf eine Trilogie hingearbeitet wird.

    Raphaela Brosseron

  • Petronella Apfelmus – Spargelzahn zieht um – Band 4

    Petronella Apfelmus – Spargelzahn zieht um – Band 4

    Sabine Städting

    SaBine Büchner

    Baumhaus

    Petronella Apfelmus

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die nette, immer hilfsbereite Apfelhexe Petronella Apfelmus inmitten von Umzugskartons, denn der Apfelmann Spargelzahn muss umziehen.
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    Wie es üblich ist, wohnt der Apfelmann unter einem Apfelbaum, doch leider ist in seiner Wohnung Feuchtigkeit aufgetaucht. Obwohl Spargelzahn alles abgedichtet hat, bleibt es feucht. Da er befürchtet, krank zu werden, wendet er sich an seine Freunde, die ihn unterstützen sollen bei der Suche nach einer neuen Wohnung. So fertigen die Menschenkinder Luis und Lea Handzettel an, die Petronella mittels Hexerei schnell verteilt. Bald melden sich die ersten Tiere mit Angeboten, doch erst die dritte Wohnung unter einem Birnbaum entspricht den Wünschen von Spargelzahn und so kann der Umzug starten.
    Die großen Buchstaben und die vielen großformatigen, bunten Illustrationen laden zum Lesen ein, aber auch Vorlesen lässt sich die Geschichte sehr gut. Petronella, die alles groß und klein hexen kann, die manche Probleme mittels Zaubersprüchen löst und immer einen Rat weiß, ist so liebenswert, dass ich gerne mal ihren Apfelbaum besuchen möchte.
    Ein tolles Erstleserbuch über gute Freunde, die sich unterstützen und die gerne gemütlich zusammensitzen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Hunting Souls – Unsere verräterischen Seelen – Band 1   

    Hunting Souls – Unsere verräterischen Seelen – Band 1   

    Tina Köpke

    Coppenrath

    Hunting Souls

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Das eindrucksvolle Cover und der stimmige Titel bereiten perfekt auf den Inhalt vor. Die Geschichte dreht sich um Katrina, deren untote Existenz viel besser zu ihr passt als ein menschliches Leben. Gefühle zeigt sie nur gegenüber ihren Vampir-Eltern und ihrer Hexenschwester. 
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    Denn entgegen allen Erwartungen können Wesen unterschiedlicher Art eine Familie bilden und unauffällig unter Menschen leben. Die größte Bedrohung für sie sind jedoch die Jäger – weshalb es für Katrina eine bittere Ironie ist, dass sie ausgerechnet durch einen Fluch an den 18-jährigen Tate gebunden wird, der aus einer Jägerfamilie stammt. Widerwillig müssen sie zusammenarbeiten, doch mit der Zeit gewöhnen sie sich aneinander. Ist es das magische Band zwischen ihnen – oder beginnt Katrina wider Erwarten, echte menschliche Gefühle zu entwickeln?
    Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass hier typische Klischees bedient werden: Die unnahbare, "besondere" Protagonistin, die dadurch für den männlichen Gegenpart besonders reizvoll wird, oder eine klassische Enemies-to-Lovers-Geschichte, wie man sie schon oft gelesen hat – diesmal eben mit übernatürlichem Touch. Doch glücklicherweise geht die Erzählung einen anderen Weg. Katrina und Tate lernen sich auf eine authentische Weise kennen, und es ist nicht ihre Gegensätzlichkeit, die sie anzieht, sondern die Gemeinsamkeiten, die sich im Laufe ihrer unfreiwilligen Partnerschaft zeigen. Besonders gelungen ist, dass beide ihre eigene Perspektive erzählen dürfen, was ihre Charaktere noch greifbarer macht.
    Auch die Fantasywelt rund um die beiden ist stimmig und gut durchdacht. Zwar gibt es einige Passagen, die sich etwas ziehen und manche Entwicklungen sind vorhersehbar, doch die starke Dynamik zwischen Katrina und Tate gleicht das aus. Da die Geschichte in einem zweiten Teil fortgesetzt wird, hoffe ich auf einige unerwartete Wendungen – denn am Ende dieses Bandes blieb ich etwas ratlos zurück, wie es weitergehen könnte. Allerdings würde ich das Buch eher ab 16 Jahren empfehlen, immerhin wird von der sexuellen Anziehung Volljähriger erzählt.

    Raphaela Brosseron

  • Die Bibliothek der wahren Lügen

    Die Bibliothek der wahren Lügen

    Jesús Cañadas

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Oskar liest im Deutschunterricht seine eigene Geschichte vor – doch statt Applaus erntet er Spott. Selbst die Lehrerin findet kein gutes Wort für seinen Text. Als wäre das nicht genug, wird er an seinem 14. Geburtstag, dem letzten Schultag vor den Ferien, wie jedes Jahr Opfer eines gemeinen Streichs: Seine Mitschüler bewerfen ihn mit Wasserbomben, diesmal gefüllt mit Wein.
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    Was Oskar zu diesem Zeitpunkt nicht ahnt: Genau dieses belächelte Schreibtalent wird ihm den aufregendsten Sommer seines Lebens bescheren. Der renommierte Autor Simon Bruma lädt ihn zu einem Schreibwettbewerb ein und nimmt ihn unter seine Fittiche. Oskar nutzt die Gelegenheit, um seinem schwierigen Zuhause zu entfliehen, wo ihn sein Stiefvater schikaniert.
    Brumas Anwesen ist wie geschaffen für angehende Schriftsteller: imposant, ein wenig verlassen, mit einer großen Bibliothek und altmodischem Charme. Doch neben Bruma selbst gibt es dort noch eine weitere Herausforderung – seine scharfzüngige Tochter November, die sich ständig in Oskars Schreibprozess einmischt. Erst nach und nach begreift er den wahren Grund: Seine Geschichte soll November retten, denn sie ist krank.
    Während er schreibt, gelangen die beiden in eine Fantasiewelt, in der sie sich dem Bösen stellen müssen. Nur wenn sie diese überstehen, gibt es vielleicht auch Hoffnung für die reale Welt …
    Dieser Roman ist eine Liebeserklärung an das Lesen, Schreiben und die Kraft von Geschichten. Durch unterschiedliche Schriftarten wird deutlich, in welcher Welt man sich gerade befindet – ein Konzept, das an Die unendliche Geschichte von Michael Ende erinnert. Wie Bastian Balthasar Bux findet auch Oskar Trost in Büchern, bis er schließlich selbst Teil einer Geschichte wird.
    Mich persönlich hat vor allem der reale Erzählstrang fasziniert – die Fantasiewelt wirkte auf mich stellenweise unübersichtlich. Besonders spannend fand ich hingegen die Reflexion über den Schreibprozess und die Macht guter Geschichten. Novembers bissige Kritik, wenn Oskar sich mit plötzlichen magischen Wendungen aus der Affäre ziehen will, sorgt für herrlich amüsante Momente.
    Das Ende wird sicher nicht jedem und jeder gefallen, aber für mich war es ein stimmiger, bittersüßer Abschluss dieser Verschmelzung zweier Welten.
    Ein tolles Buch für alle, die Die unendliche Geschichte lieben und sich von der Magie des Erzählens verzaubern lassen möchten.

    Raphaela Brosseron

  • Die Fliege-Ziege

    Die Fliege-Ziege

    Heidemarie Brosche

    Kathrin Schärer

    atlantis

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover sieht wunderbar zart aus und vor dem weißen Mond fliegt eine kleine Ziege durch das Bild. 
    Alles beginnt alltäglich, die kleinen Zicklein springen auf der Wiese und rempeln miteinander.
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    Ihre Mütter rufen ihnen Verhaltensregeln zu, wie „tobt nicht so wild“, doch die kleinen Ziegen toben weiter. Nur Ziegenjunges sucht immer wieder die Nähe der Mutter, so wird sie von der „Schmiege-Ziege“ genannt. Die Ziege, die immer den Sieg davonträgt, wird zur „Siege-Ziege“ und man kann sich schon denken, warum eine zur „Liege-Ziege“ wird. Eine zarte Ziege macht ganz verdrehte Sprunge und wird so zur „Biege-Ziege“, aber als sie mal wieder trotz Ermahnung zu hochspringt, schwebte sie für kurze Zeit in der Luft. Sie probiert dieses Schweben immer wieder und wird so zur titelgebenden „Fliege-Ziege“. 
    Wir erleben mit dem fliegenden Zicklein noch so einiges. Zuerst versucht sie auf das Fliegen, das ihr so viel Spaß macht, zu verzichten, doch dann wird sie sogar noch zur Rettung für die Herde.
    Die Texte sind sehr kurz und zeichnen sich durch die zauberhaften Ziegen-Reime aus, die beim Lesen einfach leicht von der Zunge gehen. Solche Wortschöpfungen mögen die Kinder immer sehr gerne. Die Illustrationen sind einfach himmlisch, diese niedlichen kleinen Ziegen, die Ziegenmütter und die alte Oberziege, alle sind so naturgetreu abgebildet, dass man fast erwartet, sie springen aus dem Buch. Ein Buch voller Lebensfreude, die ansteckend wirkt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Schiffsgeister – Die geheimnisvolle Flasche – Band 1

    Die Schiffsgeister – Die geheimnisvolle Flasche – Band 1

    Bettine Göschl

    Franziska Harvey

    Jumbo

    Die Schiffsgeister

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Cover zeigt Luna und Jonte zusammen mit den beiden frechen Geistern, alle schauen uns fröhlich an. Alle werden uns zu Beginn des Buches vorgestellt. 
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    So heißt der Geisterpirat Faugaz, eine Abkürzung für faulster Geist aller Zeiten, das grünhaarige Klabautermädchen nennt sich Fregaz, für frechster Geist aller Zeiten. 
    Die beiden Geister sitzen seit Jahrhunderten eingesperrt in einer Flasche zusammen, das führt schon zu einigen Streitereien. Als die Geschwister eine Flasche am Strand finden, nehmen sie sie mit in Omas Haus. Bald sehen sie ein Licht in der Flasche und versuchen, sie zu öffnen. Das ist allerdings nicht so einfach. Als es endlich gelingt, entweichen der Flasche die beiden Geister. Doch leider sind sie damit nicht frei, sondern ihre Freiheit ist an einen Zeitwürfel gebunden. Doch Faugaz macht sich auf die Suche nach seiner Cousine und damit beginnt das Abenteuer.
    Die 22 kurzen Kapitel in großer Schrift lassen sich leicht lesen und die zauberhaften bunten Bilder machen das Buch zu einer besonderen Geistergeschichte. Als Leserin der Ostfriesenkrimis trifft man hier auf alte Bekannte, auch Ostfrieslandurlauber werden einiges wiedererkennen. Ich bin gespannt, welche Abenteuer die vier noch erleben werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Fall für die Forscherkids  – Spuk auf der Ritterburg – Band 10

    Ein Fall für die Forscherkids  – Spuk auf der Ritterburg – Band 10

    S.J. King

    DK

    Ein Fall für die Forscherkids

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf der Rückseite des Buches sehen wir die ganze Gruppe der Forscherkids. Kinder aus aller Welt, die besondere Begabungen und Vorlieben haben. Auf dem Cover sehen wir Gustavo aus Brasilien, den Geschichtsexperten, und Kiki aus Ghana, die sich gut mit Technik auskennt.

    
    
    
    
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    Diese beiden sind in dieser Geschichte die Protagonisten, die mit dem Kolumbus, dem wandelbaren Mobil, das sie durch Zeit und Raum reisen lässt, unterwegs sind.Diesmal geht es nach Europa, allerdings ins Mittelalter. Die Kleidung der beiden passt sich an und so werden sie zu Knappen für einen Ritter. Die Burg, in der das Turnier stattfindet, möchte sich der fiese Bruder des Kaisers aneignen. Doch das nette Ehepaar, dem die Burg gehört, hat tolle Einfälle, wie sie mit Hilfe eines Geistes, den Ritter verschrecken können. Die Kinder unterstützen die beiden dabei mit ihrem Wissen.
    Bisher ging es für die Forscherkids immer in ferne Länder oder sogar auf den Mond, diesmal geht es in die Vergangenheit und das Abenteuer, das die beiden erleben, ist auch mit vielen interessanten Informationen gespickt. Dass beide Kinder eine dunkle Hautfarbe haben verwundert niemanden, allerdings muss Kiki zu Walther werden, damit sie als Knappe auftreten kann. Die Schrift ist gut zu lesen und die vielen Bilder lockern das Lesen zusätzlich auf. Am Ende gibt’s noch Informationen und ein Quiz für aufmerksame Leser*innen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Piraten von Darksea

    Die Piraten von Darksea

    Catherine Doyle

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Christopher Reed glaubt fest an das Schiff Die Sonnendiebin und schleicht sich gemeinsam mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder hinaus, um am Strand auf sie zu warten – vielleicht wird er ja sogar angeheuert. 
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    Doch es dauert zwei Jahre, bis ein sprechender Papagei an das Fenster eines der Reed-Brüder klopft – allerdings nicht an Christophers, denn dieser liegt im Krankenhaus. Max wittert seine Chance: Auf einem magischen Piratenschiff muss es doch etwas geben, das seinen Bruder heilen kann!
    Als Landratte heuert er auf der Sonnendiebin an und begegnet dort nicht dem Kapitän Thorne O’Malley, sondern dessen Schwester Eliza O’Malley. Doch auch auf der Sonnendiebin sind die Zeiten nicht einfach: Darksea wird von einem mächtigen Feind bedroht, und die Magie schwindet. Max macht sich einen Namen in der Crew und stürzt sich voller Leidenschaft in das Abenteuer. Aber reicht das, um Darksea zu retten?
    Neben einer spannenden, mit liebevollen Details gestalteten Fantasy-Abenteuerwelt erleben wir auch eine Geschichte voller Emotionen. Geschwisterliebe ist ein zentrales Thema, ebenso wie die damit verbundene Angst vor Verlust. So wird die Frage nach Mut und Angst nicht nur durch die Gefahren in Darksea definiert, sondern auch durch die Furcht um einen geliebten Menschen. Und genau das macht diese Geschichte so besonders: Sie zeigt, dass die großen Ungeheuer manchmal leichter zu bekämpfen sind als die Angst um jemanden, den man liebt.
    Ein wundervolles, abenteuerliches und durchdachtes Buch – perfekt für alle, die ein wenig Magie, Mut und Abenteuer in ihrem Alltag brauchen!

    Raphaela Brosseron
  • Aliya und die Unendliche Stadt

    Aliya und die Unendliche Stadt

    Laila Rifaat

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Aliyas Großvater verhält sich merkwürdig – gar nicht mehr wie ein echter Großvater. An ihrem Geburtstag ist er einfach nicht da, und auch den Todestag ihrer Eltern vergisst er. Für Aliya Grund genug, sich in seinem verbotenen Arbeitszimmer umzusehen. Dort entdeckt sie ein geheimnisvolles Amulett, das ihr die Welt der Magie offenbart – und den Butler Kamal, einen Dschinn, dazu bringt, ihr noch entschlossener im Weg zu stehen als sonst.
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    Nach und nach enthüllt Aliya die Geheimnisse, die ihr Großvater Geddo all die Jahre vor ihr verborgen hat – und dabei wird auch er entdeckt. Sie gelangt in die Unendliche Stadt, an eine Schule für Zeitreisende, findet neue Freunde (und Feinde), begegnet magischen Wesen und muss sich einer entscheidenden Prüfung stellen. Denn obwohl ihre Eltern als talentierte Schlosser:innen galten, hat sie vieles in dieser Welt verpasst. Doch wem kann sie wirklich vertrauen? Wer ist der wahre Bösewicht, der das Zeitkontinuum durch Verstöße gegen den Zeitreisekodex in Gefahr bringt? Und wer steckt hinter den mysteriösen Vergiftungen der Mitarbeitenden am Internat?
    Die Geschichte entführt in eine magische, farbenprächtige Welt, die so lebendig wirkt wie das Cover selbst. Wer Internatsgeschichten mit Zauberei und Fantasy liebt, wird hier auf seine Kosten kommen. Mir persönlich war die Mischung aus Fantasy und Zeitreise manchmal fast zu viel – beides sind ohnehin schon komplexe Themen, und Zeitreisen allein hätten als übernatürliches Element völlig ausgereicht. Zudem hätte ich gerne noch mehr über den Zeitreisekodex erfahren.
    Aliya ist eine besonders spannende Heldin. Ich schätze es sehr, dass sie nicht idealisiert wird – sie macht Fehler, schummelt bei Prüfungen, zweifelt, trifft falsche Entscheidungen. Wie sollte sie sich auch in einer Welt zurechtfinden, die ihr so lange verborgen blieb? Vergleicht man sie mit Harry Potter, fällt auf: Sie inszeniert sich weit weniger als „die Auserwählte“, als es ein Harry Potter tut.
    Die kurzen Kapitel, die schöne Sprache und die ansprechende Gestaltung lassen einen durch die Seiten fliegen – ganz ohne fliegenden Teppich. Eine Buchreihe, die sicher viele Fans finden wird!

    Raphaela Brosseron
  • Der wilde Räuber Donnerpups – Die vergessene Goldmine- Band 1    

    Der wilde Räuber Donnerpups – Die vergessene Goldmine- Band 1    

    Walko

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Nach den Bilderbüchern über den Räuber Donnerpups, der mit seinem Pupsen die Feinde abschreckt, gibt es jetzt dieses Buch für Erstleser. Auf dem Cover sehen wir die ganze Truppe, vorneweg Donnerpups und hinter ihm seine Bande. Anhand der Steckbriefe kann man sehen, wer alles dazugehört. 
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    Opa Rappelbeck hat ein Tagebuch geschrieben und Donnerpups hat das zerfledderte Buch in einer Kiste entdeckt. Robin muss ihm das Gekritzel vorlesen und es geht da um eine Goldmine. Der Opa hat den Weg dorthin genau beschrieben und natürlich macht sich die Räuberbande auf den Weg, um den Schatz zu finden. Obwohl der Eingang der Mine inzwischen verschüttet ist, steht in dem Buch, wo sich ein anderer Eingang befindet. Es ist auch die Rede von einer alten Lore, die der Räuberhauptmann gerne kennenlernen möchte. Fröhlich machen sich alle auf den Weg, zur Gruppe gehört auch das Hexlein Simsibim, eine clevere und tapfere kleine Kräuterhexe, die weiß, wie sie Donnerpups behandeln muss. Zuerst geht der Weg hinter einem Wasserfall entlang, dann zum Drachenkopf und hier treffen sie auf das erste Problem. Wie der Opa das Gold versteckt hat, hat mir sehr gut gefallen und dass wenig gepups wurde auch.
    In acht Kapiteln wird die spannende Räubergeschichte erzählt, es gibt reichlich bunte Bilder und die Schrift ist etwas größer gedruckt. So ist das Buch gut lesbar und sicher lädt es zum selbst lesen ein, etwas Erfahrung im Lesen würde ich aber doch voraussetzten.

    Dagmar Mägdefrau