• Die Tempelbande – Die Götter stehen Kopf – Band 1  

    Die Tempelbande – Die Götter stehen Kopf – Band 1  

    Rüdiger Bertram

    Wenke Kramp

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Die Serie „Meine Comic Lese-Abenteuer“ wendet sich an Erstleser und ist eine Mischung aus Erzählung, Comic und Rätsel. Diesmal führt uns die Geschichte ins antike Griechenland, dort lernen wir die Götterkinder Nika und Leon kennen. Die beiden haben viel Unsinn im Sinn und weil sie Zaubern können, lassen sie Brei auf die Stadt regnen. Sie finden das lustig und auch den Einwohnern scheint es zu gefallen. 
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    Nur Alex, der ebenfalls ein Göttersohn ist, ärgert sich darüber, dass er überall mit klebrigem Brei vollgeschmiert ist und petzt alles dem Vater der beiden. Da dem Vater ein Missgeschick mit dem Öl geschieht und er entsprechend wütend ist, gibt er seinen Kindern eine schlimme Strafe auf. Sie sollen den stinkenden Stierstall ausmisten.

    Unten auf jeder Seite ist ein keiner Balken zu sehen, der den Lesefortschritt abbildet und die kleinen Rätsel sind leicht zu lösen. Hinten im Buch gibt es noch schöne Anleitungen, mit denen wir selbst ein Tier zeichnen lernen und zum Schluss meldet sich der Autor Rüdiger Bertram selbst zu Wort und er erzählt uns in einem Comic etwas über Götter. Wie ich finde, eine witzige Idee.

    Das Buch liest sich sehr gut, denn sie Geschichte von Nika und Leon wird humorvoll, aber mit literarischem Hintergrund erzählt. Die vielen bunten Bilder haben eine passende Dynamik und die kleinen Comics lockern alles noch zusätzlich auf. Eine tolle Reihe und ein hervorragender erster Band.

    Dagmar Mägdefrau

  • Eine Schachtel voll Geheimnis   

    Eine Schachtel voll Geheimnis   

    Dita Zipfel

    Bea Davies

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die beiden Geschwister sitzen, der größere hält die rote Schachtel mit dem Geheimnis in der Hand. Mir gefallen die Farben sehr gut und wie der Kleine seine Hand vertrauensvoll auf den Arm des Bruders legt.

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    Im Vorwort, das sich an die Vorlesenden wendet, wird darauf hingewiesen, dass es eine bewegliche Sprache vorzulesen gilt, denn in den Sprechblasen sind Sätze wie „Sollich ma mein größtes Geheimnis der Welt zeigen?“ zu lesen.Ich fand das Vorlesen schön, denn meiste sprechen wir so.

    Während die Kinder ihr Müsli essen, schmiert Mama Brote und Papa hat den Espressokocher in der Hand. Wir sehen die Kinder tuscheln ohne, dass wir was hören und die Eltern Frühstücken etwas bedrückt. Dann dürfen wir zusammen mit dem kleinen Bruder in die Streichholzschachtel schauen. Unter einer Decke wird versprochen das Geheimnis nicht zu verraten und während der Vater abwäscht, packt die Mutter das Essen ein. Schon sausen die Kinder die Treppe hinunter und es geht ab ins Auto. Die Eltern packen viele leeres Kartons in den Kombi. Hinten sitzen die beiden in ihren Kindersitzen und sprechen über geheimes. Ankunft in einem alten Haus, der Vater nimmt die Mutter liebevoll in den Arm, neben der Tür steht ein Rollator. Währen die Eltern aussortieren durchsuchen die Kinder die aussortierten Sachen.

    Zunächst muss ich meine Begeisterung über die stimmungsvollen Zeichnungen mitteilen. Sie wirken ein wenig skandinavisch und gehen direkt zu Herzen. Die Kinder führen ein Gespräch über den Tod, der sich augenscheinlich auf die tote Biene, die sie begraben bezieht. Aber beim Betrachten der Bilder wird klar, dass es um den Tod des Oma geht. Am Ende sitzen alle vier zusammen auf der Couch und die Wärme, die dieses Bild ausstrahlt, tröstet mich sehr.

    Wenig Text in Sprechblasen, Bilder, die viel sagen, hier ist ein wunderbares Buch entstanden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Urlaub bei Opa oder die spannendsten Ferien überhaupt

    Urlaub bei Opa oder die spannendsten Ferien überhaupt

    Ella Kaspar

    Judith Vrba

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Die Illustrationen auf dem Cover und in dem Buch sind auf eine besondere Art entstanden, die hinten im Buch genau beschrieben wird und sie geben dem Buch eine ganz besondere künstlerische Note, die mir sehr gut gefällt.
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    Die Geschwister Helena, die der griechische Opa Eléni nennt, und Nikos fahren jedes Jahr mit den Eltern nach Griechenland in ein kleines Fischerdorf zu ihrem Opa Pappoús. Doch in diesem Jahr sollen die Kinder allein beim Opa bleiben während die Eltern auf eine Hochzeit eingeladen sind. So ganz geheuer ist den Kindern das zunächst nicht, aber dann freuen sie auf das gemütliche Spiegelzimmer und die Bootsfahrten aufs Meer. Doch der Opa ist zunächst übervorsichtig und die Kinder sollen im Meer Schwimmwesten tragen, damit ihnen nichts passiert. Da aber beide Kinder gut schwimmen können, dürfen sie nach einer Prüfung durch den Opa doch ins Meer. Besonderen Spaß macht es ihnen, das alte Boot neu zu streichen und da macht es Opa gar nicht saus, dass auch die Kinder eine Menge Farbe abbekommen. Am Abend liest Opa den Kindern aus einem alten Buch die Geschichten der griechischen Götter vor, das stelle ich mir sehr gemütlich vor.
    Die Ferien, die zunächst wegen Opas Vorsicht etwa langweilig beginnen, entwickeln sich dann doch noch abenteuerlich und am Ende feiert das ganze Dorf gemeinsam ein großes Fest. Es gibt immer wieder griechische Begriffe, die hinten in einem kleinen Wörterbuch übersetzt werden. Das Leben in dem kleinen griechischen Dorf, in dem noch jeder jeden zu kennen scheint und in dem es noch sehr ruhig und gemütlich zugeht, wird sehr lebendig aus Sicht von Eléni beschrieben. Auch die Gefühle der Kinder, die manchmal, trotz Opas Aktionen, Sehnsucht nach den Eltern verspüren, werden sehr gut geschildert. Ein Ferienbuch, besonders für Griechenlandreisende.

    Dagmar Mägdefrau
  • Carlo von Catwig – Mopping

    Carlo von Catwig – Mopping

    Cora Gofferijé

    Christina Groth

    fe-Medienverlag

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Carlo kam als Niemandskatze in die Tierpension von Ida und lebt dort nun zusammen mit Fiesemöpp, dem Mops und Amboss, der ängstlichen Dogge. Fiesemöpp nutzt Amboss Ängste aus und versucht den Kater nach wie vor loszuwerden. 
    Es regnet und Ida wartet auf ein Paket, außerdem backt sie massenhaft Leberwurstmuffins und verspricht den Tieren eine Überraschung für den Nachmittag.
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    Als der Paketbote endlich kommt, ergibt sich eine günstige Situation für Fiesemöpp und er beißt den armen Mann, der sowieso schon in Angst wegen des Mops lebt, ins Hinterteil. Deshalb soll sich ein Hundetrainer um den Übertäter kümmern. Der macht zunächst Yoga mit Fiesemöpp, dann bekommt er einen Maulkorb. Als sich herausstellt, dass Fiesemöpps Zwillingsschwester, die inzwischen ein gefeierter Filmstar ist, als Überraschung anreist, ist Fiesemöpp entsetzt. Denn diese kapriziöse Hundediva moppt noch schlimmer als er und oft ist er das Opfer. Doch als diese Schwester entführt wird, machen sich unsere drei Helden auf, sie zu retten. Mitten in der Nacht geht es auf dem Rasenmäher der Nachbarn nach Pusemuckel. 
    Es gibt eine ganze Menge Abenteuer und Spannung in dieser Geschichte, aber wir sehen auch wie bösartig die beiden Möpse, die anderen und sich gegenseitig mobben. Im Nachwort gibt es deshalb viele Ratschläge wie man sich verhalten sollte, wenn Kinder sich überwinden und uns von ihrem Gemoppt werden erzählen. Manche Situationen mögen uns witzig erscheinen, aber wenn Fiesemöpp mit Amboss Angst spielt, dann ist das eine schlimme Sache. Deshalb freuen sich Amboss und Carlo zunächst, dass Fiesemöpp jetzt von seiner Schwester gemoppt wird und sie finden, jetzt weiß er mal, wie sie sich fühlen. Aber das Gefühl kennt er schon seit seiner Kindheit und er will wohl nicht wieder zum Opfer werden und ist lieber der Täter.
    Das Buch liest sich wie ein Krimi und wir erfahren einiges über Mobbing, lernen die Gefühle der Mobber und Gemobbten kennen und sehen, wie mutig Amoss auf das Wort „Box“ reagiert. Schaut aufs Cover, da seht ihr die drei Hunde beim Yoga und es ist einfach herrlich, wie die Bilder im Buch die Situationen so real und liebevoll darstellen. Ein besonderes Lob an Christina. Ich kann das Buch von ganzem Herzen empfehlen!

    Dagmar Mägdefrau

  • Trau dich, kleiner Otter!        

    Trau dich, kleiner Otter!        

    Julia Leuze

    Nadine Reitz

    Loewe – Bildermaus

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Während seine zwei Geschwister hinten ganz klein im Wasser zu sehen sind, sitzt der Otter Oskar noch auf einem Baumstamm, denn er mag nicht ins Wasser gehen. Es ist ihm zu kalt und zu tief und er kann auch noch gar nicht schwimmen. 
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    Da muss ich kurz eine kleine Episode einfügen, denn in meinem ersten Aufklärungsbuch erfuhr ich, dass Fischotter von Natur aus schwimmen können. Sie sehen, ich habe es bis heute behalten, wenn ich auch nicht weiß, was es zu meiner Aufklärung beitrug. 
    Aber zurück zum Buch! Als Mama am nächsten Tag zum Jagen aufbricht, warten die Kinder nicht zu Hause, sondern machen sich auf zum See. Nur Oskar möchte lieber nicht mit. Obwohl er sehr gerne Fische mag, reichen ihm doch die Kafer an Land. Weil die Geschwister ihm versprechen, dass er am Ufer bleiben darf, trottet er dann doch mit und sucht nach einer fetten Schnecke. Leider wird dann ein Seeadler auf ihn aufmerksam und so kommt Oskar in Gefahr.
    Das Buch wendet sich an Vorschulkinder, denn im Text werden immer wieder Worte durch kleine Bildchen ersetzt, die die Kinder dann „lesen“ können. Ein Wörterbuch am Ende des Buches erklärt, für welche Begriffe die Bilder stehen. Diese Art des Mitlesenss verlangt von den Kindern schon eine gute Konzentration, er es gibt ihnen auch Selbstvertrauen und zeigt, das Lesen Spaß macht.
    Durch die Großbuchstaben und die sehr schönen naturgetreuen Illustrationen, liest sich das Buch mit den drei Kapiteln sehr gut und die Kinder werden sich freuen, dass Oskar sich am Ende im Wasser sehr wohlfühlt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Vampire und Monster

    Vampire und Monster

    Stephanie Runge

    Jutta Wetzel

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Wir sehen den bleichen Viktor in seiner Tarnung über das Cover huschen, er hat es eilig, denn er möchte die „Königin der Nacht“ blühen sehen.
    Aber zurück zum Anfang, Viktor, der Vampir, schaut mit seiner Schwester einen Gruselfilm, da werden Vampire von Menschen gejagt und gegessen.
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    Doch dann wird in den Nachrichten von der seltenen Blüte berichtet und Viktor beschließt, sich auf den Weg in den Botanischen Garten zu machen. Bald muss er feststellen, dass es sehr viele Menschen unterwegs gibt und er befürchtet, erkannt und gefressen zu werden. So gelangt er auf den Markt und erwartet, dass der Metzger dort Vampirfleisch anbietet und ist überrascht, als er erfährt, dass Menschen nur Tiere essen. So werden noch einige Missverständnisse geklärt.
    Die witzige Geschichte, die aus Sicht des Vampirs Viktor erzählt wird, zeigt, was Vorurteile oder falsche Vorstellungen bewirken. Ich habe nur einzige Frage: „Woher hat der Vampir Geld, um zu bezahlen?“ Das Buch ist sehr schön zu lesen, denn es hat neben der großen Schrift noch viele schöne bunte, teilweise große Bilder.

    Dagmar Mägdefrau
  • Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen – Band 2   

    Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen – Band 2   

    Marc-Uwe Kling

    Astrid Henn

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Es schneit und Hund Klaus-Kathrin bellt den ganzen Tag den Schnee an, ansonsten ist alles wie immer, die Familie sitzt am Frühstückstisch und bei ihnen sitzt das Klugscheißerchen. Doch diesmal passiert doch etwas Ungewöhnliches, die Kinder verbessern das Klugscheißerchen und das ist am Boden zerstört. 
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    Um vielleicht doch noch etwas zu lernen, geht es dann am nächsten Tag mit zur Schule. Zunächst nimmt es am Unterricht von Tina teil, die auch gleich einen Text schreiben muss. Da ist es praktisch, dass das kleine türkise Ding, das andere nicht sehen können, ihr ein wenig hilft. Aber dann krabbelt aus der Schublade des Lehrerinnenschreibtischs ein anderes Wesen heraus. Wie sich herausstellt, handelt es sich da um das Vehlerteufelchen. Ein rotes Wesen mit Hörnern, das nur einen Gummistiefel am falschen Fuß trägt. Es flüstert den Kindern falsche Sachen zu und hat einen Riesenspaß an deren Fehlern. 
    Auch dieser zweite Band ist sehr witzig und die neue Figur des Vehlerteufelchens hat durchaus ihren Charme, auf den unser Klugscheißerchen dann ja auch voll abfährt. Aber weshalb die Familie Theufel im Gegensatz zu den anderen Menschen es sehen kann, erschließt sich mir nicht. Denn eine ähnliche Logik, Klugscheißer sehen das Klugscheißerchen, gibt es hier nicht. Trotzdem hat es mir viel Spaß gemacht zu sehen, wie der kleine türkise Kerl schockverliebt in ein kleines rotes Teufelchen ist.
    Der Text ist diesmal sehr schwierig zu lesen, da das Vehlerteufelchen die Worte verdreht (liebe Grüße von der alten RTL-Sendung „Samstag Nacht“). Die Illustrationen sind wieder voller Humor.

    Dagmar Mägdefrau