• Mucks Maus und Missjö Katz – Es kann nur einen geben!

    Mucks Maus und Missjö Katz – Es kann nur einen geben!

    Isabel Abedi

    Ina Hattenhauer

    Arena

    Leseempfehlung ab 8 Jahre


    Nach Öffnen des Buches sehen wir eine arabische Stadt und von dort stammen die Vorfahre von Mucks Maus, aber schon vor vielen Generationen kam ein Mäuserich nach Hamburg und verliebte sich in eine, dort in einem Vorstadtbahnhof lebende Hausmaus. Der einzige Nachfahre ist Mucks und er lebt weiterhin in dem still gelegten Bahnhofsgebäude.
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    Sein Mitbewohner Stanis Laus, der zum Glück kein Blut benötigt, ist uralt und sehr welterfahren und weise. Als eine Familie in den Bahnhof zieht, freundet sich der Mäuserich mit dem Sohn Rajo an und sie verbringen gerne die Sonntagnachmittage gemütlich zusammen. Bis zu dem Tag, an dem die Schwester einen Kater mit nach Hause bringt. 
    Papa und Baba werden die Väter der Kinder genannt und Baba ist ein Mann mit orientalischen Wurzel, genau wie die Maus und die Autorin. Mir gefällt diese Familienkonstellation sehr gut. Die Schwester, die gerne Mode entwirft und näht wirkt zu Beginn etwas abweisend, wird aber immer sympathischer. Die Geschichte um Stanis, die ich hier nicht verraten möchte, ist einfach faszinierend und sehr gut ausgedacht. So wird selbst eine Laus zum Sympathieträger.
    Natürlich geht es um Eifersucht, was der Untertitel schon ganz klar ausdrückt. Aber am Ende rettet Mucks den Kater und wird zum Helden.
    Die Illustrationen sind, wie schon auf dem Cover zu sehen, genau passend zur Geschichte. Da ist die Angst beim Kater, die Freude der Maus genau zu erkennen und die Familie ist so wie man sie sich besser nicht vorstellen kann. Perfekt!

    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin Ida – Mit Herzklopfen in die erste Klasse

    Ich bin Ida – Mit Herzklopfen in die erste Klasse

    Sabine Westermaier

    Mike Luckie

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre


    Eine fröhliche Ida kommt uns da auf dem Cover entgegen, sie freut sich, dass sie nun endlich Schulkind ist. In 20 Kapiteln werden wir sie durch das Schuljahr begleiten.
    Zunächst treffen wir sie in ihrer Klasse und hier ruft sie ein Junge „Dieckie!“, da richtet Ida die Spitze ihrer Schultüte auf den Jungen und sie sagt ihm ihre Meinung.
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    Danach ist sie zunächst über sich selbst erschrocken, doch ihre Lehrerin gibt ihr Recht und Ida setzt sich neben Esra, die dann ihre Freundin wird. Ein doppelseitiges Bild zeigt, wie Ida wütend auf den Jungen zugeht, es zeigt sehr gut ihre Wut und sein Erschrecken. Ida lebt mit ihren zwei Papas zusammen - Papa Till und Papa Tom. Ihre Mama wohnt in Kalifornien auf einem Berg und dort gibt es Pfaue, diese Vögel sind Idas Lieblingstiere und sie tauchen immer wieder auf, zum Schluss wird sogar eine Seifenkiste mit Pfauenfedern geschmückt. 
    Meine Enkelin kommt in diesem Jahr in die Schule, aber ich weiß nicht, ob ich ihr das Buch gebe, denn sie wird sicher nicht verstehen, dass ein Kind so weit von seiner Mama entfernt lebt. Sie weint sogar, wenn die Pinguine ihre Eltern verlassen. Obwohl es natürlich wichtig ist, auch andere Familienformen kennenzulernen und zu erleben, dass Ida sehr glücklich mit ihren Papas ist. In einigen Geschichten geht es um Abkürzungen wie LOL oder BFF, ich habe solche Begriffe noch nicht bei meinem Enkel gehört, aber vielleicht tauchen sie in anderen Schulen auf.
    Der Text beginnt immer mit dem Alter von Ida, leider ändert sich das von 6 auf 7, obwohl der Geburtstag erst in einem späteren Kapitel gefeiert wird. Ich mag solche unlogischen Sachen nicht so gerne.
    Ein Buch mit schönen Erlebnissen im ersten Schuljahr und vielen schönen bunten, teilweise großen Illustrationen.

    Dagmar Mägdefrau