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Apfelsaftgedanken

Andrea Lienesch
Mele Brink
Edition Pastorplatz
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Jule sitzt auf dem Cover auf der Erde und ihre krausen Haare werden zu ganz vielen mehr oder weniger krausen Gedanken. Jule wirft den Becher Apfelsaft um und ihr kommt die Frage in den Sinn, warum er auf den Boden fällt. Mama begründet das mit der Schwerkraft. Was bei Jule die Frage aufwirft, ob es auch Leichtkraft gäbe? Danach stellt sie sich vor, wie es wäre, denn alles nach oben fiel. Spinnen können über die Decke laufen und sie sollen mit den Beinen hören können.
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Jule überlegt also, wie es wäre, wenn wir Ohren an den Beinen hätten und wie dann die Brillen halten würden. Sie überlegt diese festzuschrauben und in der Folge wird sie gedanklich zum Roboter. Da der Batterien benötigt, wäre es gut, die aus Solarstrom zu speisen und der braucht viel Sonne. Doch zu viel Sonne würde bedeuten, dass die Pflanzen oft gegossen werden müssen und deshalb die Schwimmbecken nicht mehr gefüllt werden können. Jules restliche Gedanken möchte ich nicht auch noch verraten, sie sind ähnlich verrückt und lustig, wie die beschriebenen. Ich kenne das, dass man irgendwo anfängt zu denken und kommt dann „von Hölzchen auf Stöckchen“. Am Ende fragt man sich wie man überhaupt auf diese Ideen kam. Die Autorin Andrea Lienesch hat da ganz toll einen Faden gesponnen, bei dem richtig lustige Ideen herauskamen und Mele Brink hat diese krausen Gedanken in wundervolle Bilder umgewandelt, die nur so von schrägen Ideen sprühen. Eine gelungene Kombination, die dazu auffordert, seinen Gedanken freien Lauf und die Fantasie hochleben zu lassen. Dagmar Mägdefrau
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Pinguine in der Sushi-Bar

Anna Schindler
Katrin Dageför
Edition Pastorplatz
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Das Cover zeigt eine klassische Sushi-Bar, nur hier steht ein Seehund hinter der Theke und Pinguine sind als Gäste und Personal zu sehen. Als Geraldine bemerkt, dass sie ein Ei erwartet, sucht sie gemeinsam mit dem zukünftigen Vater Wellington einen Platz für ihr Nest. Da ihnen der Strand zu gefährlich scheint, geraten sie in die Stadt und werden vom Geruch einer Sushi-Bar angelockt. Dort kommt ihr Ei zur Welt und nachdem beide eine Zeit gebrütet haben, gehen sie zum Essen. Da sie nicht zahlen können, arbeiten sie ihre Schulden ab.
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Als der kleine Pinguin geboren wird, kümmert sich Chef Snorr liebevoll um ihn und als er sich zur Ruhe setzt übernimmt die Pinguin-Familie die Sushi-Bar. Vom anderen Ende der Welt schickt Snorr ein Paket mit einem Ei, das die Pinguine ausbrüten. Ein kleiner Kiwi wird so zum Pinguin-Bruder. So endet alles mit einer gut besuchten Sushi-Bar, denn der kleine Pinguin ist sehr geschäftstüchtig. Die Bilder sind bis ins kleineste Detail ein einziger Spaß und ich will nicht zu viel von den witzigen Ideen verraten, die das Buch so spaßig machen. Humorvoll und wunderbar schräg, macht das Lesen richtig Spaß- Dagmar Mägdefrau
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Das alleralbernste ABC-Buch

Daniela Kulot
Gerstenberg
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Wie alle ABC-Bücher, fängt auch dieses mit A an. Alle Worte des Satzes fangen sogar mit A an. „Alligator Ali achtet am Abend auf alle armen Angsthasen“. Der Satz ist nicht einfach zu sprechen und mit Blindfisch Bertram und dem Chamäleon Camillo geht es weiter. Dromedar, Elefant Ferkel, Gans und Hamster passieren die irrwitzigsten Dinge. „Igel Igor ist irgendwie im Irrtum“ und wie, er will die Klobürste umarmen. Die Jagdhündin heißt Jutta und die Krähe Kunigunde, der Laubfrosch und das Meerschweinchen Manfred, das einen Wal stemmt. Nacktschnecke, Oktopus, Pudel Pepe und der Quakfrosch, sie alle erleben wilde Sachen.
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Rentier Rudi ist rastlos und die Stubenfliege Saskia sabbert. Tiger, Unke, Vogel und Wollschaf führen zum X, dort steht eine Bayrischer Satz, bei Y wird berlinert. Mit „Zimtzicke Zara zieht Zauberer Zittermann zehn zwickende Zähne.“ endet das Buch. Völlig verrückte Sätze, dessen einziger Sinn es ist, dass jedes Wort mit dem gleichen Buchstaben beginnt, werden in lustige Bilder umgesetzt, in denen die Buchstaben eine Rolle spielen. Ich finde des Buch so richtig albern, aber das steht ja schon im Titel. Dagmar Mägdefrau
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Tillys Schatz

Jane Godwin
Anna Walker
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Tilly hat viele Geschwister und wenig eigenen Raum, so findet sie unter einer Stufe ein geheimes Versteck, in das sie alle ihre Schätze hineinpackt. Manchmal nimmt sie sie heraus und erfreut sich am Klang eines Glöckchens, dass sie an einer Kette trägt, oder sie zeichnet etwas in ihr Notizbuch. Keiner kennt ihr Versteck, doch dann renovieren ihre Eltern das Haus und ein schöner sandfarbener weicher Teppichboden wird auf den Boden und über die Stufe gelegt. So kommt sie nicht mehr an ihre Schätze.
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Natürlich ist Tilly traurig, doch die Erinnerung an die Teile bleibt und so stellt sie sich alles genau vor. Im Laufe der Zeit findet sie neue Schätze, aber die verborgenen Schätze unter der Stufe werden nicht vergessen. Da geht etwas verloren und ist trotzdem noch da, keine einfache Situation für das Mädchen. Ich befürchte viele Kinder werden ebenfalls Probleme haben, wenn sie die Geschichte vorgelesen bekommen. Dagmar Mägdefrau
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Was ist ein Fluss?

Monika Vaicenaviciene
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Das Kind geht mit seiner Oma zum Fluss und stellt die Frage „Oma, was ist eine Fluss?“ Die Antwort ist sehr vielfältig, erwähnt alte Geschichten, geografische und geschichtliche Daten, beinhaltet aber auch philosophische Ideen. Die gezeichneten Bilder sind in blassen Farben gehalten und werden durch Konturen ergänzt. Da die Oma stickt, meint sie „Ein Fluss ist ein Faden.“ Wir sehen den Fluss, wie einen Faden fließen und die Menschen und Tiere nutzen ihn unterschiedlich in ihrer Freizeit.
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Viele Flüsse mit unterschiedlichen Mündungen und Informationen über Donau und Nil finden wir auf der nächsten Seite. Ei Fluss ist auch ein Zuhause für die unterschiedlichsten Tiere. Da tauchen Worte wie Ökosysteme oder Bewässerung auf. Neben Informationen zum Okovanga-Delta können wir auch einen Satz lesen wie: „Flusswasser strömt durch unsere Gedanken – vielleicht sehen wir dann alles etwas klarer.“ Wie der Amazonas seinen Namen bekam und der Ganges als Treffpunkt folgen auf den nächsten Seiten. Geheimnisvoll ist z.B., dass sich eine Flussdelfin nachts in einen Menschen verwandeln soll. Die nächsten Seiten besprechen ganz unterschiedliche Thema, dann geht die Sonne unter und Oma und Kind gehen heim. Auch der Lesende kann Geschichten zum Fluss erzählen. Die letzte Seite zeigt das Wasser eines Flusses in Blautönen, sehr beeindruckend, wie ich finde. Dagmar Mägdefrau
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Ein Sommer voller Träume

Florian Pigé
Jumbo
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Auf dem Cover sehen wir den Jungen in einem Wald, eine kleine Maus ist bei ihm und er schaut einem Schmetterling nach. Die ersten Seite brauchen keine Worte, in kleinen Bilder sehen wir den Jungen, er hat die Füße im Wasser und ein Vogel nähert sich. Er setzt sich am Morgen an den Pool, der kaputt ist, deshalb wachsen dem Seerosen auf ihm, und hält Ausschau nach Tieren. Ein Maus sitz auf einem Blatt und liest eine kleine Zeitung. Nachdem der Junge sie gerettet hat, malen beide gemeinsam.
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Da seine Eltern den ganzen Tag arbeiten, schaut der Junge Monsterfilme und so malt er Werwölfe und Vampire. Nachmittags füttert er die Katzen der Nachbarn, die auch im Urlaub sind. Bei Rad fahren begegnet er einer Riesenechse, auf deren Rücken er in den Wald fliegt. Dann träumt er von dem Mädchen Lilly, der er gerne zulächeln würde. Als ein Wecker klingelt, weil die Ferien vorbei sind, sehen wir die Maus als Stofftier mit Knopfaugen und die Echse im Terrarium. Der Junge fürchtet sich vor der Schule und ist froh, dass Lilly in seine Klasse geht. Es macht mich etwas traurig, dass der Junge so ganz alleine seine Ferien verbringen muss, dass er mit seinen Ängsten und Träume völlig allein gelassen wird. Auch wenn das Ende hoffen lässt. Ich befürchte auch die Kinder, denen die Geschichte vorgelesen wird, werden mit dem Jungen leiden und traurig sein. Da werden auch die wunderschönen warmen Bilder nicht helfen. Dagmar Mägdefrau
Themen: Sommer -
Wie anders ist alt?

Bettina Ohlbrecht
Julie Völk
Tulipan
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das Cover zeigt eine alte Frau mit ihren Enkel auf der Bank, eine Mann geht mit Rollator und hat einen roten Luftballon an der Schnur. Das Kind fragt seine Oma, wie es ist alt zu sein und sie findet, es sei „ein bisschen anders als jung.“ Sie gibt Beispiele, was Alte und Junge gerne tun, z.B. Tanzen. Das man sich als Kind ärgert, dass man noch nicht alles kann und sich als Senior darüber ärgert, dass man einiges nicht mehr kann, gefiel mir besonders. Kinder finden immer wieder neue Freunde, bei alten Menschen „gehen immer mehr Freund fort.“
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Während bei Jungen die Träume noch Zukunft sind, sind sie bei Alten schon geschehen. Am Ende sehen wir wieder die Bank und die Oma hat beide Kinder im Arm. „Alt und jung sein ist genau gleich. Nur ein bisschen anders.“ Die kurzen Texte vergleichen und meist ist das Ergebnis gleich. Die Bilder zeigen die Oma und die Kinder vor unterschiedlichster Kulisse mit verschwommenen Hintergrund und einfachen Konturen, die die Bilder auf eine ungewöhnliche Art ergänzen. Ein philosophisches Bilderbuch, dass auch alte Menschen mit seinem Text erreicht. Dagmar Mägdefrau
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99 Tomaten und eine Kartoffel – Ein großer Wimmel- und Suchspielspaß

Delphine Chedru
Insel
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das Buch misst in der Höhe stolze 35.4 cm, hat abgerundete Ecken und dünne Papierseiten. Auf dem Cover sind schon einige der zu suchenden Dinge zu sehen. Zu Beginn sehe ich viele bunte Flugzeuge. „99 Flugzeuge und eine Schwalbe“ steht auf der anderen Seite. Ich muss zugeben, ich habe einige Zeit nach der Schwalbe gesucht. Zwischen den Flugzeugen werden noch zwei zusätzliche Fragen gestellt, so „Wie viele Flugzeuge habe vier Motoren?“ Da muss ich schon genau hinschauen und suchen. Zwischen den 99 Herzblättern ist ein Tannenzapfen versteckt, zusätzlich ist noch nach einem angeknabberten Blatt zu suchen.
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Weiter geht es mit 99 Fischen und einem winzigen Seestern, den schwarz-weißen Fisch könnte ich schnell finden. Über eine Doppelseite erstreckt sich die Blumenwiese, der kleine eckige Schmetterling hatte sich gut versteckt. Die Sonnenblumen waren zu zählen und die Frage nach der Lieblingsblume (Mohn) schnell beantwortet. 99 Äpfel, angebissen halbiert geteilt, einige mit Augen und bis auf das Gehäuse abgegessen, aber wo ist die Birne? Der Bus zwischen den 99 Autos war gut auszumachen, ebenso der Lolli zwischen den Verkehrsschildern. Die Frage welche Schilder quadratisch sind ist sicher schwieriger zu beantworten. Die Paprika zwischen den unterschiedlichsten Tomaten, da musste ich lange suchen, auch die Farbe, die nur einmal vorkommt, war eine Herausforderung. Wieder eine Doppelseite, diesmal wunderschön mit einem Sternenhimmel. 99 Katzen und eine Maus, die hatte ich wieder schnell gefunden. Der Hase zwischen den Eiern, für mich, sehr schwer. Ein Pflaster lag zwischen den Werkzeugen und eine Geburtstagstorte zwischen den Kuchen. Die letzte Seite hatte zudem ein lustiges Wortspiel und 99 Bücher. Zum Glück gab es am Ende noch die Auflösungen, natürlich nur Betätigung, weil ich habe ja alles gefunden. :-)) Ein tolles Buch, eine echte Herausforderung für die ganze Familie. Dagmar Mägdefrau
Themen: Wimmelbuch -
Nil, Nil, ich komme!

Jutta Richter
Petra Rappo
Hanser
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das Nilpferd wohnt im Zoo in einem trostlosen Gehege und Wärter Bratbüttel, der ihm zweimal am Tag das Futter bringt ist auch nicht gerade ein Sonnenschein. Das Nilpferd träumt von seiner Heimat dem Nil. „Heimweh war das. Heimweh nach Himmel und Sonne. Heimweh nach Herde und Erde. Heimweh nach einem großen, breiten Fluss.“ Beschreibt in schönen Worten seinen Gemütszustand. Zudem nervt die Giraffe aus dem Gehege nebenan. Als das Nilpferd wütend wird, schimpft auch noch der Wärter. Da fasst das Nilpferd den Entschluss sich auf den Weg zu machen.mehr oder weniger lesen
Es läuft einfach los. Und dieser Weg wird mit kurzen poetischen Sätzen und wunderschönen Bildern beschrieben. So taucht das Nilpferd durchs Meer und „die Fische glotzen vor Staunen und die Delfine pflügen durch das Wasser.“ Auf dem letzten Bild hält das Nilpferd das Maul ins türkis-grüne Wasser. Ein Bild das Frieden und Glück ausstrahlt. „Nil, Nil, ich bin da!“ Eine schöne Geschichte in einer poetischen Sprache geschrieben und mit aussagekräftigen zarten Bildern. Dagmar Mägdefrau
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Körper sind toll

Tyler Feder
Zuckersüß
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Schon auf dem Titel sehen wir Menschen, die wir zumeist nicht an dieser Stelle sehen würden. Dick, bebrillt, mit Pigmentflecken und einer Beinprothese sind sie dort abgebildet. Im Einband machen Smileys und bunte Herzchen gut Laune. Ein Vierzeiler beschreibt jede Doppelseite und endet immer mit „Körper sind toll“. Eine Gruppe Menschen fährt Bahn und viele, die dort zu sehen sind sehen wir alltäglich. Eine dünne Frau hat sehr behaarte Beine, eine dicke Frau sitz hinter einen Mann im Rollstuhl. Auffällig auch ein sehr kleiner Mann mit Bart. Die nächste Seite zeigt eine Tanzgruppe, auch hier sind die Menschen sehr unterschiedlich. Ein Kind hat keine Haare, ein anders keine Pigmente.
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Eine alte Dame hat eine Beinprothese. Generell sehe ich eine Frauengruppe, aber eine Person würde ich nicht einordnen können. Eine Wand wird angemalt und es geht im Text um „Braune Haut und rosa-bleiche, dunkle, helle, nie die gleiche.“ Die Szene im Park bezieht sich auf die Haare. Auf dem Bild sind Hunde verschiedener Rassen zu sehen, einer ist ein Servicehund, die Dame am anderen Ende der Leine ist blind. Weiter geht es mit den Haaren, die nicht auf dem Kopf wachsen. Im Feuer werden Marshmallows gegrillt, die Frau in der Hängematte stillt ihr Baby. Am Wasser liegt ein Mann mit vielen Tatoos auf der dunklen Haut. Aber auch unsere Augen sind unterschiedlich. Die Menschen sitzen im dunklen Kino, tragen Brillen, ein Augenpflaster und aus einem Augen fließt eine Träne. „Bucklige Nasenrücken, … Schlapp und Segelohr’n“ Auf diesem Herbstmarkt sind alle zu sehen. Dann geht es um fleckige Haut. In der Eisdiele gibt es dunkle Haus mit hellen Flecken, helle Haut mit Sommersprossen und ein Feuermal im Gesicht. Auch unsere Hände unterscheiden uns. Auf der nächsten Doppelseite sehen wir nackte Menschen unter der Dusche. Sie sind von unterschiedlichem Körperbau und Geschlecht. Eine Peron mit langen dunklen Haaren hat einen kleinen Busen und einen Penis. Auch im Schwimmbad sehen wir viele Körper, danach sehen wir Beine unter dem Tisch. Eine Strandszene folgt und am Ende wird zunächst gegrillt und dann gefeiert. Mir scheint jeder kann sich in diesem Buch wiederfinden und sagen „Körper sind toll!“ Dagmar Mägdefrau
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Ich werde mal… Lauter tolle Berufe

Alla Hutnichenko
Julia Kolomoets
Gerstenberg
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
In diesem ukrainischen Bilderbuch lernen wir zunächst Juri kennen und dann stellt er uns seine große Familie vor und wir erfahren, welche Berufe sie ausüben. Er beginnt mit seinem Vater, der ist Paläontologe und legt mit einem Pinsel ein Dinosaurierskelett frei. Auf der nächsten Doppelseite sind Werkzeuge und Ausrüstung abgebildet, dass ist bei allen folgenden Berufen ähnlich. Danach sehen wir Dinos mit den entsprechenden Namen. Juris Mutter ist Floristin und kann tolle Sträuße binden. Opa ist Imker und auf der dritten Doppelseite kann man den Bienen helfen einen Weg durch ein Labyrinth nach Draußen zu finden.mehr oder weniger lesen
Der andere Opa ist Teetester, hier lernen wir etwas über die Teesorten und die Zubereitung. Juris Schwester betreut als Tierärztin Pandas, auch hier gibt es ein Suchspiel. Lilli ist Hundetrainerin und Onkel Oleh Ballonfahrer. Ein anderer Onkel Pizzabäcker, der uns die Pizzasorten erklärt und fragt „Welche Pizza magst du?“ Oma Sofija ist Gebärdendolmetscherin, ein besonders wichtiger und ungewöhnlicher Beruf, hier wird er genau erklärt und man kann das Fingeralphabet lernen. Architektin ist eine Tante und die Schwester Soja Glasbläserin, ein Cousin ist Astronom. Hier sehen wir Sternenbilder, die wir ja vielleicht am Himmel finden. Juris gesamte Familie sitzt um den Kaffeetisch und der Leser wird gefragt, was er später werden möchte. Bei der letzten Busfahrt wollte mein Enkel Busfahrer werden und seine Mama mit dem Bus abholen. Das Buch erklärt die Berufe sehr genau und mit vielen Bildern, so kann sich ein Kind durchaus etwas darunter vorstellen. Dagmar Mägdefrau
Themen: Berufe -
Florian

J.R. und Vanessa Ford
Übersetzung von Linus Giese
Illustration von Kayla Harren
Zuckersüß
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Wunderschön ist das Kindergesicht auf dem Cover gezeichnet. Trotz des leichten Lächelns sehen die Augen etwas traurig aus.
Auf dem Spielplatz steht ein Mädchen mit dunkler Haut, ihre krausen Haare sind mit bunten Spangen gebändigt. Doch der Text erzählt etwas anderes „Seit ich denken kann, weiß ich, dass ich ein Junge bin.“ So zeichnet sich das Kind auch auf Bildern - kurze Haare und eine Jungenbadehose. Vor dem Sommerurlaub bei den Großeltern überwindet es sich und erzählt seinen Eltern sein Empfinden.mehr oder weniger lesen
„Ich bin ein Junge – ein Junge in meinem Herzen und in meinem Kopf.“ Traurig presst das Kind seinen Schmuselöwen an sich. Doch sowohl die Eltern als auch die Großeltern verhalten sich sehr verständnisvoll. Es wird neue Kleidung gekauft und ins Schwimmbad geht Florian, so sein ausgewählter neuer Name, in Badehose. Zuletzt werden die Haare geschnitten. In der Nacht vor dem Schulbeginn macht sich Florian große Sorgen, eine wunderbare Zeichnung machen seine Ängste sichtbar. Aber in der Schule steht schon überall sein neuer Name und alle nehmen ihn so wir er ist.
Außer dieser glücklichen Geschichte, kann man in dem Buch noch viele andere Situationen sehen, die leider noch nicht alltäglich sind. So sind die Eltern und Großeltern von Florian von unterschiedlicher Hautfarbe, der Lehrer gehört zu PoC, ebenso seine Freundin. In der Klasse sitzt ein Kind im Rollstuhl und eines hat ein implantiertes Hör-System.
Ein Bilderbuch, das sich einfühlsam und mit wundervollen Bildern dem Thema der Transkinder annimmt. Wollen wir hoffen, dass alle so glücklich werden.
Dagmar MägdefrauThemen: Sommer -
Petterson und Findus – Mein Abenteuerbuch

Steffi Korda
EDEL Kids Books
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf ins Abenteuer! Zunächst gibt es Tipps für die richtige Ausrüstung von der Kleidung bis zum Schlafsack. Dann wird der Rucksack gepackt und es gibt eine lange Liste mit sinnvollem Inhalt. Es gibt so viel Möglichkeiten ein Abenteuer zu erleben. Vielleicht fängt man mit einem Zelt im Garten an? Wie finden wir den richtigen Weg? Die Tipps gehen von der Nutzung eines Kompass bis zum Eigenbau. Natürlich spielt auch das Wetter eine Rolle.
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Petterson kennt sich auch mit dem Sternenhimmel aus. Dann geht es los mit dem Zelten. Da bin ich ganz unerfahren und hier gibt es viele praktische Ratschläge zum Lager. Da Hygiene immer wichtig ist, gibt es ein Rezept für Findus‘ Lieblingsduschgel. Das kann man sicher auch zu Hause ausprobieren. Auf einer Doppelseite gibt es Bilder zu Wildfrüchten, denn nicht alles sind essbar. Feuer machen sollte man sich nur mit Erwachsenen, aber auch die können Tipps brauchen. Über das Rezept für Stockbrot freut sich sicher jeder. Eine Nachtwanderung ist sicher ein besonders spannendes Abenteuer. Auf den letzten Seiten wird es noch einmal richtig spannend, da wird geforscht, Tierspuren bestimmt und eine Schatzkiste gebastelt. Ich befürchte, wenn die Kinder dieses Buch in Händen halten, gibt es kein Halten mehr. Dann geht es in die Natur den Abenteuern entgegen. Dagmar Mägdefrau
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Das Vorlesebuch für starke Kinder

Kirsten Boie
Mirjam Pressler
Michael Ende u.a.
Illustration von Stefanie Klaßen
Gabriel
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
18 kurze Geschichten über Kinder, die sich was trauen. In „Der mittelgroße Superhase“ meldet sich das Sandwich-Kind zu Wort, immer wir der Große und der Kleine angesprochen, nie der Mittlere. Juli braucht keine Windel mehr, doch wegen eines Monsters traut er sich nicht aufs Klo. „Mama, was soll ich spielen?“ ist eine Frage, die wir Mutter alle kennen. Lena lernt Anna kennen und die hat so viel Fantasie, da kann man toll spielen.
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„Toll gemacht!“ sagt Mama, weil die Kinder zum ersten Mal alleine einkaufen gehen. In der nächsten Geschichte heißt „Der Wutanfall“ Timmi ist bekannt für seine Wutanfälle, aber seine Freunde können ihn kurieren. Was macht man gegen Schluckauf, in „Holperdingerschluckauf“ gibt es einige Tipps. Kann man seine Familie mit einem „Wobber“ locken? Charlotta macht den Versuch. Felix macht mit seinem Papa einen Abenteuer-Urlaub. „Das Traumfresserchen“ ist ein Märchen von Michael Ende. Das „Osterpicknick“ findet im Wohnzimmer statt. In „Das ist so ungerecht“ geht es um einen Sommertag am Meer. Die letzte Geschichte erzählt von „Fridolin und der Zauberspiegel“ Viele bekannte Autoren sind in diesem Buch vertreten und die Geschichten eignen sich aufgrund ihrer Kürze gut als Gute-Nacht-Geschichten. Starke Kinder haben sicher ihre Freude daran und andere werden vielleicht ein wenig stärker. Dagmar Mägdefrau
Themen: Sommer -
Ganz schön traurig – Mit Herkules und Yoda im Herzen

Ayse Bosse
Andreas Klammt
Carlsen
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das Buch ist so wie der Titel „Ganz schön traurig“. Das Cover zeigt die beiden Tiere um deren Tod es in dem Buch geht, türkise Tränen fallen auf sie. Der vordere Einband zeigt rote Tropfen und im hinteren wird es heller mit gelben Tropfen und es sind auch Blumen zu sehen. Der 9-jährige Björn erzählt von seinem Wunsch Klassensprecher zu werden und von seinem 4-jährigen Bruder Maik, dessen „Leben geht langsamer als das von Mama, Papa und mir.“ Die Bilder zeigen die beiden Brüder zusammen in unterschiedlichen Situationen.
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Als Björn vom Schwimmbad nach Hause kommt zeigt Maik auf einen Karton und sagt „tot“. Björns Kaninchen Yoda liegt darin und Björn möchte es sehen. Mama ist zunächst dagegen, aber Björn setzt sich durch. Das kleine graue Kaninchen liegt auf einen gelb-karierten Kissen im Karton. Das Kaninchen wird im Garten beerdigt. Erst im Bett weint Björn um seinen kleinen Freund. Vom Bauernhof wollen sie ein neues Kaninchen holen, aber Björn „will nur Yoda.“ Aber Maik hat sich ein kleines Meerschweinchen ausgesucht, sie nennen es Herkules. Es ist sehr schwach und krank. Maike trägt es nah Hause und streichelt es immer wieder. Leider kann auch der Tierarzt nicht helfen und so können Mama und die Jungen nur für das kleine Tier da sein. Sie singen und erzählen ihm Geschichten, sie zünden eine Kerze für ihn an. Doch bald atmet er nicht mehr und die drei weinen um ihn. Am nächsten Tag wird auch der kleine Herkules beerdigt. Papa hält eine bewegende Rede, bei der ich sehr schlucken musste. Dann trösten sich alle gegenseitig. „Obwohl wir traurig sind, ist irgendwie auch alles gut.“ Bilder zeigen die Familie und die Tiere, dann spielen die Brüder Fußball. „Mein Recht auf Trauer“ besteht aus 19 Sätzen, was alles möglich ist, wenn man trauert. Alle sind sehr passend ausgesucht, denn jeder trauert anders. Eine sehr schöne, traurige, hoffnungsvolle Geschichte. Dagmar Mägdefrau
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Hotel Summ Summ

Danilea Kunkel
Anna Liesa Kiesel
Baumhaus
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Fast sieht es aus wie an der Riviera, dass Insektenhotel auf dem Cover. Stolz steht der Hirschhornkäfer als Direktor Kneifzange davor. Im Einband werden uns die Tiere, die im Buch vorkommen vorgestellt und wir erfahren einiges über sie. Das Marienkäfermädchen Pünktchen muss sich schnell das neue Hotel ansehen, dazu fordert sie ihr Freund der Tausendfüßler auf. Zunächst muss noch einiges getan werden, damit die Gäste einziehen können. Doch bald wollen Polly Biene und Meli Hummel ein Zimmer.
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Pünktchen bringt sie zuerst versehentlich in die Besenkammer, doch dann bekommen sie ein schönes Zimmer mit Balkon. Lotte, die Motte wird liebevoll ins Bettchen gebracht und das Zimmer wird nach Wunsch verdunkelt. Für die Schnecke sind zwar die Zimmer zu klein, aber da sie ein Haus hat, reicht der“ schattigkühle Schneckenparkplatz.“ Nur kommen auch Familien mit Kindern und Kneifzange verspricht „Bei uns gehen alle Wünsche in Erfüllung!“ Dann muss man das Buch wenden, denn das ganze Hotel mit seinen Zimmern passt nur hochkant auf eine Doppelseite. Alle fluchten sich vor dem Regen ins Hotel, doch leider ist das Dach nicht dicht. Aber alle helfen mit und als die Sonne wieder scheint, bleibt eine riesige Pfütze, die Pünktchen zum Pool erklärt. Ein QR-Code führt zur Bastelanleitung für ein Insektenhotel. Niedliche Tiere besonders Pünktchen ist richtig putzig. Trotz des neuartigen Insektenhotels wirkt das Buch eine wenig altmodisch auf mich und erinnert an Biene Maja. Dagmar Mägdefrau
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Ein Sommer voller Brombeeren

Olivier de Solminihac
Stéphane Poulin
Atlantis
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Die zarten weichen Bilder haben mich schon auf dem Cover begeistert. Der große Bär Mischa, das Ziegenmädchen Mara und der kleine Fuchs, der uns die Geschichte aus seiner Sicht erzählt, haben zusammen Urlaub gemacht und wollen das Auto für die Rückreise packen. Aber leider passt nicht alles in den Kofferraum. Doch dann machen sich die Drei zu einem Abenteuer auf. Mischa führt sie durch einen Stacheldrahtzaun zu einer Wiese, auf der viele Brombeersträucher wachsen.
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Alle Beeren werden in der Schale auf der, der Name des Fuchsjungen steht gesammelt. Als sie mehr haben, als sie essen können, beschließen sie die Restlichen unterwegs zu essen. Auf dem Weg zurück trägt Mischa den Fuchs und die „Finger sind rot und klebrig vom Saft.“ Sie erinnern sich an die Dinge, die sie unternommen haben und finden „Die Brombeeren sind wie Erinnerungen an unseren Sommer.“ Dann geht es mit dem Auto zurück nach Hause, es dämmert bereits und die Sachen haben Platz gemacht für „die Schale mit Brombeeren“. Wie schon erwähnt, haben es mir die Bilder angetan, aber auch die Geschichte, die das wehmütige Ende eines Urlaubs etwas versüßt, weil die Erinnerung und der Geschmack von Brombeeren bleiben. Dagmar Mägdefrau
Themen: Sommer -
Sechs Männer

David McKee
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Die Erstauflage dieses Buches ist schon aus dem Jahr 1971. Auf dem Cover sehen wir die sechs Männer gebeugt durchs Bild laufen. Diese Männer suchen einen Ort, „wo sie in Frieden leben und arbeiten können.“ Das einfache Bild aus schwarzen Linien zeigt sie mit Baumaterial auf Brettern. Sie bauten sich Häuser und wurden reich. Jetzt mussten ihren Reichtum halten und machten sich Sorgen wegen der Diebe. Sie bauten einen Turm und hielten nach Fremden Ausschau. Sie stellten Soldaten ein, die sie verteidigen sollten.
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Da nichts passierte, wurden die Soldaten dick und die Männer überlegten, was sie tun könnten. So überfielen sie den Bauernhof der Nachbarn, die daraufhin flohen. Jetzt fühlten sich die Männer „stark und mächtig.“ So überfielen sie auch andere Bauernhöfe und Bauern, die aufbegehrten wurden getötet. Die sechs Männer befehligten eine große Armee und eroberten das ganze Land. Doch auf der anderen Seite des Flusses organisierten sich die geflohenen Bauern, auch sie hatten jetzt Soldaten. Auf beiden Seiten des Flusses saßen jetzt Wächter und als die aus Langeweile mit dem Pfeil auf eine Ente schossen, landeten die Pfeile am anderen Ufer und beide fühlten sich angegriffen und es kam zu einer großen Schlacht. So starben alle, nur jeweils sechs Männer zogen wieder los um „in Frieden leben und arbeiten können.“ Das Buch erzählt die realistische Geschichte eines Krieges, ohne zu verhehlen, dass Tote geben wird. Am Ende hat keiner gewonnen, wie immer in Kriegen. Einfache Bilder mit einem schwarzen Stift gezeichnet und kurze klare Texte machen das Buch zu einem guten Beispiel, wie ein Krieg entstehen kann und wie sinnlos er ist. Obwohl das Buch schon über 50 Jahre alt ist, ist es immer noch und gerade jetzt aktuell. Dagmar Mägdefrau
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Die Flucht

Francesca Sanna
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Wir sehen eine orientalisch anmutende Stadt und den Strand mit dem schwarzen Meer. Hier ist die Familie immer gerne gewesen, aber „Im letzten Jahr hat sich unser Leben für immer verändert.“ „Der Krieg brach aus“ ein schwarzer Schatten greift nach den Menschen und die Häuser sind zerstört. Auf schwarzen Seiten sehen wir u.a. eine Brille „Eines Tages nahm uns der Krieg Papa weg.“ Mama tröstet die Kinder, auf einem Bild sieht man die glückliche Famili, überall greifen schwarze Arme nach den Menschen.
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Eine Frau erzählt von dem Land hinter den Bergen, wo die Menschen hin flüchten. Mama zeigt den Kinder Bilder von dem fremden Land und eint, dort seien sie in Sicherheit. Die Koffer sind gepackt und die kleine Familie nimmt Abschied. Sie sind lange mit unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln unterwegs und lassen immer mehr zurück. An der Grenze schicken sie die Wächter zurück, sie müssen sich verstecken und Geld für einen Führer zahlen, der sie über die Grenze bringt. Jetzt kommt noch das Meer und sie fahren in einem Boot los und schaffen die Überfahrt ohne Verluste. Doch noch sind sie nicht am Ziel. Die Reise geht mit dem Zug über viele Grenzen, begleitet werden sie von einer Gruppe Vögel. Der Text des Buches ist einfach und gut zu verstehen, die Bilder machen sicher manchmal Angst, aber das tut ein Krieg nun mal. Aber das Buch wird dazu beitragen zu verstehen, warum Menschen ihre Heimat verlassen und zu uns kommen. Dagmar Mägdefrau
Themen: Krieg/Flucht/Frieden -
Frieden

Estelí Meza
Baptiste Paul
Miranda Paul
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Kinder spielen mit Elefanten „Frieden ist ein Hallo, ein lächeln, ein Herzen.“ Fröhliche Kinder spielen mit Hasen und einem Fuchs. Nach stolzen Vögeln folgen Koalas, weiter geht es in einer Schneelandschaft mit Pinguinen. „Frieden heiß winken, Frieden heiß ruhen, aber gemeinsam etwas Mutiges zu tun.“ Diesmal füttern die Kinder die Tiere, sie geben etwas. Schmetterlinge umschwärmen eine Gruppe Kinder. Pandas gibt es dann zu sehen. „Sag: es tut mir leid, dann gibt es Frieden.“
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„Frieden ist weich und lässt uns gut schlafen“ da sehen wir ein schlafendes Mädchen mit schlafenden Tieren drumherum. Ein Kind küsst das Geschwisterchen in Mamas Bauch, Die Kinder sitzen am Feuer und ein Mädchen liest vor. Im Nachwort weisen die Autorin und der Autor auf den Zusammenhang zwischen Krieg und dem Aussterben der Tiere am Beispiel Mozambique. Der gereimte Text ist mir zu unscharf, zu schwammig. Die Bilder zeigen ein friedliches Miteinander der Kinder mit den Tieren, aber auch untereinander. So wie wir uns den Frieden vorstellen und wünschen. Dagmar Mägdefrau
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Nobbi der Mutmachhase – Mach mit, hab Mut und alles wird gut!

Maike Bollow
Stefanie Reich
EDEL Kids Books
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover schaut uns Nobbi schon ganz vergnügt lächelnd an. Sein kleiner Freund Flatterpiep liegt entspannt in seinem Arm. Zunächst wird uns Nobbi vorgestellt und seine Besonderheiten angezeigt. So hat er „extra lange Lauscher (Nobbi hört genau hin)“. Flatterpiep versucht Nobbi zu wecken und es erfolgt die Aufforderung an die kleinen Zuhörenden ihn an den Ohren zu kitzeln. Dann machen sich die beiden auf den Weg und treffen auf den Uhu, der seine Brille vermisst. Wir schütteln gemeinsam den Baum und die Brille landet auf Nobbis Nase.
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Jetzt auf zum Freundschaftsfest. Lilly bringt eine riesige Torte mit und Nobbi hat Kerzen in seinem Beutel. Jeder denkt beim Auspusten an seinen geheimen Wunsch. Alle Tiere schließen dazu die Augen und Nobbi schließt mit dem Zeigefinger den Mund. Lilly hat Schokoflecken an den großen Biberzähnen und wir zeigen ihr, wie man die Zähne putzt. Sie Frosch-band macht Musik, aber der Siebenschläfer traut sich nicht zu tanzen. „Eine Prise Mut und Lachen hilft dir prima mitzumachen!“ ermutigt ihn Nobbi. Wir zeigen dem Siebenschläfer wie man tanzt und wackeln mit dem Po. „Ob groß, ob klein, jeder kann ein Tänzer sein.“ Es wird spät und die Freunde, die noch gemütlich bei einem Glas Himbeersaft zusammensitzen, müssen Abschied nehmen. Alle bekommen noch eine Flugküsschen, was sicher besser ist, als auf der Seite die Tiere zu küssen. Wie schon im ersten Band kann Nobbi seinen Freund ermutigen, das macht er liebevoll und mit einem kleinen Reim. Letztlich kann man sich im Kreis der Freunde alles trauen. Dagmar Mägdefrau
Themen: Angst/Mut/Selbstvertrauen -
Imagine

John Lennon
Jean Jullien
Freies Geistesleben
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Natürlich kennen wir alle dieses hoffnungsvolle Lied von John Lennon und sicher haben wir es voll Inbrunst und in der Hoffnung auf ein friedliches Miteinander mitgesungen. Dieser einfache Text sagt so viel aus und in diesem Buch hat Jean Jullien eine graue Taube losfliegen lassen. Sie hat einem Zweig im Schnabel und eine Umhängetasche, auf der das Peace-Zeichen zu sehen ist, dabei. Sie startet in der Metro und wie im Lied, gibt es dort keinen Himmel.
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Unter dem bekannten Liedtext lesen wir eine deutsche Übersetzung „Wie wär' es ohne Himmel“ die man auf die Melodie singen kann. Für mich müsste der Text immer mit „Stell dir vor…“ beginnen. Die Taube fliegt dann über das Meer und landet auf einem Schiff, wo sich zwei Möwen um einen Fisch streiten. Doch dann haben die lächelnd einen Zweig im Schnabel und die Taube fliegt weiter. Sie landet auf einer Leine und nimmt dort mehrere bunten Vögel in den Arm bzw. ihre Flügel. Irgendwann landet sie sichtlich erschöpft auf einem Ast, sie scheint dort zu schlafen, immer noch den Zweig im Schnabel. Die anderen Vögel fliegen dann auf sie zu, sie selbst öffnet die Augen und ich finde es sieht aus, als habe sie etwas getrunken. Das bunte Abschlussbild zeigt wieder alle Vögel in der Umarmung. „And the Wold will live as one.“ oder zu Deutsch „und die Welt wird eine sein.“ Die Bilder haben keine Details und reduzierte Umrisse, für mich hätten sie, genau wie die Übersetzung, mehr Poesie gebraucht. Aber im Vorwort teilt uns Yoko Ono ihre Begeisterung für dieses Buch mit und zudem geht eine Spende und die Honorare der Autoren an Amnesty International. Dagmar Mägdefrau
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Die Geschichte vom Löwen, der nicht malen konnte

Martin Baltscheit
BELTZ & Gelberg
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Wie schön, der Löwe und die Löwen sind seit 20 Jahren ein Paar und der Löwe schreibt ihr, dass er sie liebhat. „Da geht doch noch mehr! Ein Buch wäre besser – ein Kunstwerk muss her!“ So stellt sich der Löwe an die Staffelei und malt eine hübsche Landschaft mit Berg, Baum und Sonne. Doch da mischt sich die Echse ein und malt einen lodernden Vulkan, darauf folgt ein hübsches Stillleben mit Blumen, dann wird die Löwin schlafend im Sessel mit Buch dargestellt und poppig mit lila Sonnenbrille.
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Im nächsten Bild hatten wir Schwierigkeiten sie als Löwen zu erkennen, ihre Formen waren sehr kräftig verfremdet. Die Schlange griff zur schwarzen Farbe und der Mistkäfer malt ganz abstrakt. Der Löwe meint dazu „Das ist doch Kacke!“ Das letzte Bild ist eine Zeichnung und der Löwinnenkopf ist grün. Das gefällt dem Löwen gar nicht und er malt mit Begeisterung ein eigenes Porträt der geliebten Löwin. Aber die Löwin konnte sich darin genauso wenig erkennen wie wir. Im hinteren Einband finden wir Karten des Löwen an die Löwin und anhand der Marken werden die Künstler benannt nach dessen Stil die Bilder gemalt wurden. Namen wie Munch, Kusama oder Pollok tauchen hier auf. Das Buch ist in Reimen geschrieben, die manchmal nicht ganz so einfach zu verstehen sind, über die Bilder kann man, wie immer in der Kunst, streiten. Aber das Buch macht Neugierig auf die verschiedensten Kunstrichtungen und sicher kann man einen Museumsbesuch evtl. auch online anschießen. Dagmar Mägdefrau
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Floriane Blütenblatt und die kleinste Hexe der Welt

Ingrid Annel
Silke Leffler
Grätz
Leseempfehlung ab 5 Jahre
Schon der erste Band von Floriane Blütenblatt in der sie Buchstaben in ihrem Garten gezüchtet hat, hat mir sehr gut gefallen. Auch dieser Band hat wundervolle, poetische Bilder, die bis ins Kleinste anzuschauen lohnt. Floriane hat viele Gläser voller „wundersame Wundersamen“, wenn sie sie sät, weiß sie nicht, was daraus wächst. Es sind oft ganz neue Pflanzen, denen sie schön klingende Namen gibt, „Libellenwurz oder Knopfmütterchen.“ Ein Samenkorn ist allein in der Tüte mit dem Regenbogen und es schimmert in allen Farben.
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Floriane muss viel Geduld haben, bis die Pflanze ihre Spitze aus der Erde streckt, bis sich Blätter und schließlich Schoten bilden. Floriane meint zuerst es handele sich um eine Erbse. Doch in der Schote befinden sich jeweils sieben Kugeln in unterschiedlichen Farben. Diesmal möchte Floriane auch gar nichts aus den Kugeln kochen, nein, sie packt sie in ein Glas und erfreut sich der schönen Farben, die wunderschön im Sonnenlicht funkeln. Den ganzen Sommer über hat Floriane viel Arbeit in ihrem Garten, erst als es eine lange Zeit regnet, wird es ihr allein zu Hause langweilig. Wie schön, dass eine nasse kleine Gestalt an ihre Türe klopft. Catalina ist eine junge Hexe, die zum Erreichen eines eigenen Besens eine Prüfung bestehen muss. Die beiden kleinen Wesen werden schnell Freundinnen und natürlich kann Floriane helfen. Neben den schon erwähnten wunderschönen Bildern, ist diese Geschichte so liebevoll geschrieben, die Worte sind voller Poesie und man spürt beim Lesen die besondere Liebe mit der Floriane gestaltet wurde. Deshalb wird macht das Lesen dieses hübschen Buches glücklich. Diese heile blumenreiche Welt, in der Freundschaft mit einem Regenbogen „belohnt“ wird, ist einfach schön anzuschauen. Dagmar Mägdefrau
Themen: Sommer

