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Mein Elefant ist traurig

Melinda Szymnik
Vasanti Unke
cbj
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
In dem Kinderbuch „Der Elefant“ sieht das Mädchen die Depression des Vater als „Grauen Elefanten“. Hier setzt sich eine großer blauer Elefant auf die Brust des erzählenden Mädchens. Als sie aufwachte, war er da und „Ich konnte nicht aufstehen, nicht sprechen und bekam keine Luft.“ Der Elefant stellt sich als „Blau, der traurige Elefant“ vor und er sitz ständig auf der Brust des Mädchens, keiner kann ihn dort herunterholen. Bücher, die die Mutter liest und Experten, die der Vater fragt, bewirken nichts. Das Kind hat keine Lust und keinen Appetit, nicht mal auf Schokolade.
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Doch dann kommt der Vorschlag spazieren zu gehen. Da stellt der Elefant sich endlich auf zwei Beine, im Laufe der nächsten Tage löst er sich immer mehr von dem Mädchen und die beiden benehmen sich fast wie Freunde. Da geschieht es, die Rüsselspitze wird rosa, ein Zeichen dafür, dass das Tier fröhlich ist. Diese schreckliche Traurigkeit, die auch Kinder befällt, als Tier zu sehen ist nichts Neues. Das Buch erklärt in kurzen Sätzen und mit einfachen Bildern die Situation des Kindes und gibt Hoffnung auf Besserung. Dagmar Mägdefrau
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Pauli – Der große Schnee

Brigitte Weninger
Eve Thariet
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover sind Pauli und seine keine Schwester zu sehen, die zusammen auf dem Schlitten sitzen. Mia guckt vielleicht etwas ängstlich, doch Pauli passt gut auf sie auf. Mama hat eine köstliche Rüblitorte nach Omas Rezept gebacken und die Kinder wollen den Großeltern etwas davon bringen. Pauli und Mai nach sich mit dem Schlitten auf, sie müssen sich Bergauf schon sehr anstrengen. Die Großeltern freuen sich über ihren Besuch und so gehen die Kinder mit Plätzchen und Sirup wieder heim. Leider fallen sie vom Schlitten und weil es so geschneit hat, finden sie den Weg nicht mehr.
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Wie gut, dass Opa Pauli von einem Abenteuer erzählt hat, das ihm und seinem Bruder im Schnee passiert ist. So weiß Pauli sich und seiner Schwester zu helfen bis die Eltern sie finden. Eine spannende Wintergeschichte, die zeigt, dass auch keine Hasen sich zu helfen wissen. Dagmar Mägdefrau
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Marvel – Superhelden-Wimmelbuch

Illustration von Art Mawhinney
cbj
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Superhelden sind zurzeit bei den Kindern sehr hoch angesagt, dieses Wimmelbuch zeigt auf acht Doppelseiten die meisten von ihnen. Am Times Square herrscht Chaos. Doch Spiderman und seine Freunde sind schon zur Rettung unterwegs. In zwei Sätzen wird die Situation beschrieben und danach folgt die Aufforderung einige abgebildete Menschen im Bild zu suchen. Eine recht einfache Aufgabe. Doc Ock hat es auf den Strom abgesehen. Im Werk ist einiges zu sehen, schwieriger ist es, die gewünschten Werkzeuge zu finden.
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In einem wilden Kampfgetümmel suchen wir nach Waffen und dem Schild von Captain America. Die Avengers kämpfen im Hafen gegen Halunken. Hier wird nach einigen Figuren gesucht. Für mich als unerfahrenes Leserin fand es sehr schön hier einige Namen zu erfahren. „The Leader“ und „The Abomination“ verderben einen schönen Tag am Meer, aber auch hier greifen die Superhelden ein. Auf dem Friedhof geht es für sie gegen Geister und Dämonen. Thanos greift das Museum an und die „Guardians of the Galaxy“ sind hier im Einsatz. Auf der letzten Seite müssen Star Lord und seine Freunde sich gegen Alien-Angriffe vierteiligen. Zum Schluss kann man nochmal einige Sachen auf den zurückliegenden Seiten suchen. Ich habe das Buch mit einem Enkel angeschaut und auf den letzten Seiten fehlte uns beiden das Wissen um die Protagonisten. Die Seiten sind voll mit Figuren und Kampfhandlungen, es gibt viel zu sehen und manche Suche ist nicht ganz einfach. Dagmar Mägdefrau
Themen: Wimmelbuch -
Anton will Prinzessin sein

Kerstin Löwe
Katja Schmiedeskamp
Boje
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das Cover zeigt Anton in seinem schönen rosa Kleid und mit der Krone auf den kurzen Haaren. Daneben Ella, die als Piratin neben ihm steht. Da die Kinder morgen verkleidet in den Kindergarten kommen dürfen, stürzen sich Anton und Ella auf die Verkleidekiste. Anton ist sicher „Ich will eine Prinzessin sein!“. Ella meint „Aber du bist ein Junge!“ und schlägt ihm vor ein mutiger Feuerwehrmann zu sein. Das Bild zeigt Ella als Feuerwehrfrau, die Wasser aus dem Schlauch ins Zimmer spritzt. Astronaut ist ihr nächster Vorschlag und schon schwebt sie im Raumanzug durch das Zimmer.mehr oder weniger lesen
Danach wird sie zum tapferen Ritter und währt niedliche Drachen ab. Pirat und Superheld folgen, doch Anton antwortet jedes Mal, dass er Prinzessin werden möchte. Inzwischen ist er richtig sauer und das sieht man ihm auch an. Als et denn noch den schweren Königmantel anprobieren muss, platz seine „Wutbombe“. Nach einem „Ach so“ holt Ella endlich das rosa Glitzerkleid aus der Kiste. Anton steht strahlend auf dem Stuhl und trägt das Kleid und eine Krone. Der Drache bekommt Herzchen in den Augen und Ella steht als Vampir dabei. „Es wird ein tolles Kostümfest. Denn: Jungs können alles sein. Mädchen auch.“ Ein wunderschönes Resümee, dem ich nichts hinzufügen möchte. Das Buch hat herrliche bunte Bilder und kurze einfache Texte. Es eignet sich sicher auch schon für jüngere Kinder. Dagmar Mägdefrau
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Wir zwei machen uns Mut

Michael Engler
Joëlle Tourlonias
Baumhaus
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Hase, Igel und Eichhörnchen spielen fröhlich im Wald, sie werfen vergnügt mit einem Tannenzapfen. Da es schon etwas dämmert, traut sich er Hase nicht mehr alleine in den Wald. Er hat ein ungutes Gefühl und meint „Da ist etwas!“ Der Igel kuschelt sich tröstend an den Hasen und das Eichhörnchen sucht nach der Ursache für das Gefühl, dass da einer wäre. Der Hase sitzt sicher in seiner Höhle, doch er kann nicht glauben, dass seine Angst unbegründet ist. „Der Hase war zwar sicher, aber er fühlte sich einfach nicht mehr sicher.“
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Deshalb zog er sich immer mehr zurück. Die Freunde beratschlagen, wie ihm zu helfen sei. Da kommt ihnen die Idee mit dem Stein. So überreden einige Tiere den Hasen mit ihnen in den Wald zu kommen und nach dem Stein zu suchen. Der Hase hat zwar Zweifel an der Wirkung des Steines, spürt aber dann doch, dass er ihm ein neuen Gefühl erweckt. Die Geschichte lebt von den unterschiedlichen Gefühlen. Da ist zunächst die unerklärliche Angst, die wir sicher alle schon erlebt haben. Die Freunde machen sich nicht lustig, sie suchen nach einer Lösung und geben dem Hasen dadurch Wärme und Verständnis. Ein solcher Stein oder ein anderes Hilfsmittel kann sicher auch unseren ängstlichen Kinder helfen, wieder Mut zu fassen. Dagmar Mägdefrau
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Noah zeigt dir die Vögel – Natur vor der Haustür

Jess French
Duncan Beedie
DK
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Noah ist ein Kita-Kind, das enorm viel über Vögel weiß. Ganz am Anfang des Buches gibt es einige Regeln, die man beachten sollte, wenn man, wie Noah Vögel beobachtet. In der etwas größeren Schrift, erzählt uns Noah von den Vögeln und die Sachbuchinformationen in einem anderen, kleineren Schriftbild abgefasst. Zunächst zeigt uns Noah auf seinem Tablett die Straußeneier, die mit einer Kamera in Afrika gefilmt wurden. Dann füttert er die Vögel im Garten und zeigt, wie er Futterhäuser gebaut hat.
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Dann packt er seinen Rucksack und macht sich auf den Weg. Zunächst kommt er am Teich vorbei und so werden die Wasservögel zum Thema. Ida interessiert sich für Krabbeltiere und muss erleben, wie die Möwe einen Wurm erwischt. Noah tröstet sie „Der Wurm ist ein Teil der Nahrungskette.“ Im Wald beobachten die beiden den Specht. Noah findet ein Nest mit Eiern und kann sie mit seinem Buch bestimmen, doch liegt da auch ein Kuckucks-Ei im Nest? Ella liebt Tiere und untersucht ihre Spuren im Sand. Zusammen beobachten die Kinder den Eisvogel, danach erzählt Noah seiner Freundin von den Federn der Vögel. Er stellt uns dann den Gesang einiger Vögel vor und wir können probieren die Töne nachzumachen. Leon sammelt Müll und Noah hilft ihm dabei, weil er seine Vögel schützen möchte. Danach schauen die beiden nach den Meisen im Nistkasten. Am Ende treffen sich alle Kinder im Park. Es gibt noch im Buch verteilt Seiten über Nester, Schnäbel, Federn und das Fliegen. Das Buch hat einiges an Text und Wissen zu bieten, dabei sind die Bilder eine große Hilfe. Neugierige Kinder werden viel erfahren. Dagmar Mägdefrau
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Angst haben macht doch nix

Rachel Rooney
Zehra Hicks
Sauerländer
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover sehen wir die zwei dunkelhäutigen Kinde, die gefährliche Zähne in einem Krokodilmaul und eine große blaue Gestalt mit bedrohlich erhobenen Händen. Die beiden Kinder und ihre Freunde, zu denen auch ein Kind im Rollstuhl gehört, begleiten uns durch das Buch. Zunächst zeigen uns die Kinder gemalte Bilder ihrer Ängste. Das eine Kind streichelt einen Hund, während das andere ängstlich Abstand nimmt. „Angst kann dir… begegnen! Dann folgen einige Beispiele. „So leise wie ein Schatten schleicht sie auf dich zu.“ Eine schwarze Seite zeigt wieder das blaue Monster und in seiner Sprechblase ist „BUUH!!“ zu lesen.
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„Dein Herz bumm-bummt, macht Riesenkrach.“ Aussagen, denen jeder zustimmen wird. Dann sehen wir ein mutiges Kind, dass auf dem Krokodil steht und es mit einem Schwert bedroht. Bei einer Theateraufführung hat sich die Aufregung wie Angst angefühlt und die ganze Kindergruppe strahlt. Manchmal schütz uns die Angst auch vor Verletzungen. „Jeder hat Angst, du bist nicht allein!“ Die fröhliche Kindergruppe erlebt am Meer, dass „Die Angst, die dir Angst macht, auf Beinen und Flügeln vor dir flieht!“ Das Buch macht Mut und setzt sich mit der Angst auseinander. Man kann offen über eigene Ängste sprechen und weiß sich damit nicht allein. Dagmar Mägdefrau
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Was weißt du über die Erde? – Wissen für Vorschulkinder

Andrea Mills
Ben Hubbard
DK
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das Cover sieht sehr ansprechend aus und ist fasziniert durch seine gelackten Bilder. Das Inhaltsverzeichnis ist in sechs große Unterthemen aufgeteilt. „Unsere Erde“ beginnt im All und reicht bis ins Erdinnere. Die Themen Erbeben, Tsunami und Vulkane und was sie an Zerstörung mit sich bringen, werden leider immer aktueller. Das Kapitel „Land und Meer“ befasst sich mit allen Gewässern, von den Meeren über Wasserfällen bis zu den Tropfsteinhöhlen und mit den unterschiedlichen Erdüberflächen. Etwas über Wetterkarten und alle Wetterereignisse erfahren wir im nächsten Teil des Buches.
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Mit „Lebensräumen“ geht es weiter. Unter der Überschrift Lebensgemeinschaften erfahren wir vom Zusammenspiel in der Natur und dass das Ökosystem gesund bleiben muss. Beeindruckende Tierbilder in ihrem Lebensraum, wie zum Beispiel in den Nadelwälder in denen u.a. Elche und Bären leben. Das Kapitel „Der Mensch“ befasst sich mit allem, was wir so auf der Erde machen. Von der Landwirtschaft, dem Fischfang bis zur Industrie. Die unterteilten Seiten haben kleine Kacheln mit unterschiedlich farblichem Hintergrund die die Entwicklung des Menschen abbilden. Ganze Seiten beschreiben auf welchem Weg wir Energie erzeugen. Zum Schluss werden wir aufgefordert „Rettet den Planeten“. Hier wird der Klimawandel und seine Folgen beschrieben, der CO2-Fußabdruck und der Umgang mit Müll anhand von Beispielen erklärt. Auf der letzten Doppelseite steht „Was kann ich tun?“ diese Anregungen lassen sich leicht umsetzen. Danach werden noch die schwierigen Wörter erklärt. Ein Buch, dass ein Vorschulkind sicher lange begleiten wir, es kann aktuelle Thema dort nachlesen und dankt des Lesebändchens wieder darauf zurückkommen. So habe ich mit meinem Enkel aufgrund einer aktuellen Situation nachgeschlagen, was es bedeutet, wenn in den Nachrichten von einem Erdbeben gesprochen wird. Dagmar Mägdefrau
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Der Regenbogenfisch glaubt nicht alles

Markus Pfilster
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover ist der Regenbogenfisch zusammen mit Humbrecht zu sehen. Wie immer schimmern einige seiner bunten Schuppen silbern. Der Fisch mit dem ungewöhnlichen Namen hat etwas Wichtiges zu erzählen. Er behauptet, dass ein fieser Typ den Stöpsel am Meeresboden herausziehen wird, und dann sitzen alle auf dem Trockenen. Der Regenbogenfisch zweifelt zwar, aber der fremd Fisch macht ihm Druck. Seine Freunde lachen ihn nur aus und wollen den Fisch selbst kennenlernen. Doch am nächsten Tag will Humbrecht nichts von einem Stöpsel wissen, dafür erzählt er eine neue Geschichte von einer Bedrohung durch fremde Schwärme.
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Wieder bietet er seine Hilfe an, diesmal sollen die Fische eine Mauer bauen. Als er am nächsten Tag wieder warnt, kennen die Fische die Geschichte schon. Denn sie wissen, dass der Blauwal ihnen nicht das Futter wegisst. Danach mache sich die Fische lustig über den Fisch und nennen ihn „Humbug“. Zum Schluss gibt es aber noch eine sehr schöne Lösung. Ich denke schon immer wurden Warnungen ausgestoßen, die erfunden waren und nur Angst machen sollten. Aber in Zeiten von Social Media verbreitet sich sowas sehr schnell und es ist gut zeitig mit den Kinder darüber zu sprechen, dass man leider nicht alles glauben kann, genauso wie der Regenbogenfisch. Dagmar Mägdefrau
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Echte Superhelden – Pop-up-Bilderbuch

Santi Beascoa
Edgar Plans
CV
Leseempfehlung ab 4 Jahre
Das Cover zeigt vier kleine Superhelden mit Masken in unterschiedlichen Farben. Köpfe und Augen sind riesig und erinnern an Comic-Figuren. Auf der erste Doppelseite stellt sich ein Maler mit Staffelei auf, auf dem Boden liegen Farbtuben. „Wusstest du, dass es „echte“ Superhelden gibt?“ Ist die Frage, die mit alltäglichen Helden beantwortet wird. „Aber woran erkennt man echte Superhelden?“ fragt sich das Kind auf der Rutschbahn, die sich wieder auf der Seite aufstellt. Mittels Schieber verwandeln sich Figuren durch eine Maske zu Superhelden.
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Dann werde einige vorgestellt. Ein Lehrer, eine Verkäuferin oder ein Bauer. In den dazugehörigen Texten ist zu lesen, was sie leisten. Man kann selbst überlegen, wer noch dazu gehört. Unter den Klappen sind noch drei andere Berufe erklärt. Alle tragen die obligatorischen Masken. Superhelden müssen trainieren und wirken meist im Verborgenen, sie helfen ohne Gegenleistungen. Oft arbeiten sie mit anderen zusammen, stellt sich eine Art Gerüst auf und viele Superhelden schieben den Mond grade. Auf der letzten Seite gibt es noch eine besondere Überraschung für den Superhelden, der das Buch liest und die Aufforderung „Vollbringe jeden Tag eine kleine Heldentat!“ Die Bilder hätte ein Kind gemalten haben können, alle Figuren haben große runde Köpfe und tragen Masken, sie unterscheiden sich aber durch Kleidung und Frisur. Das tolle sind natürlich die Pop-ups, die sich aufstellen, wenn wir die Seite aufschlagen. Superhelden sind für die Kinder im Moment ein großes Thema, obwohl sie sie nicht wirklich kennen, tragen sie Kleidung mit ihren Bildern, deshalb gefallen mir diese Alltagshelden besonders gut. Dagmar Mägdefrau
Themen: Pop-up & Pop-it -
Manchmal ist da einer

Tobias Krejtschi
arsEdition
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Das Cover zeigt ein großes blaues Quadrat, das ziemlich böse schaut und seine Armhaltung hat etwas Drohendes. Ein kleiner brauner Kreis mit einem großen Auge kauft sich ein Eis im Hörnchen. Die Stimmung ist friedlich, Schmetterlinge fliegen zu den Blumen. „Viele wollen einfach nur ihre Ruhe“ ist auf der nächsten Seite zu lesen. Dann taucht das Quadrat vom Cover aus und es will keinen Frieden. So fällt das Eis zu Boden. Jetzt tauchen noch andere braune Kreise auf und wehren sich gegen den großen Blauen, andere fliehen vor ihm.
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Er wirkt inzwischen sehr bedrohlich. Dann taucht ein viel größerer brauner Kreis auf und er ist stärker. „Am Ende sind alle nur Verlierer.“ Beiden Großen fehlen Stücke ihrer Figur. Im Fernsehen ist Gewalt zu sehen, nachts wird davon geträumt. „Manchmal fällt es schwer anders zu verstehen.“ Wird durch zwei Puzzle-Teile dargestellt. Wir müssen vertrauen und miteinander reden, wird empfohlen. Am Ende kommt das blaue Quadrat und bringt ein Eis für den braunen Kreis. Das Buch endet mit dem Friedenszeichen, dass viele kleine Formen entstehen lassen. Das Buch zeigt mit minimalen Mitteln, wie Konflikte entstehen, wie sich entwickeln und wie man sie beenden kann. Das Buch ist eine hervorragende Grundlage zum Thema Streit/Krieg und Vertragen/Frieden. Dagmar Mägdefrau
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Erzähl deine Geschichte – Piratenabenteuer

Lily Murray
Stef Murghy
CV
Leseempfehlung ab 4 Jahre
Ein schönes buntes Buch, das dazu aufgefordert selbst eine Geschichte zu erzählen. Zunächst gibt es so etwas wie eine Gebrauchsanweisung und dann wird gestartet. Die erste Doppelseite stellt uns die möglichen Protagonisten vor. „Wer möchtest du sein?“ Da ist z.B. eine Ziege, ein Kapitän oder ein Piratenaffe im Angebot. Dann geht es zur Verkleidekiste, auch da steht einiges zur Auswahl. Dann geht es zum Ort an dem die Geschichte spielen soll. „Das Steinzeitland“, „Der Drachenfelsen“ oder lieber „Das Land der strickenden Omas“? Dann wird die Tasche gepackt, drei Sachen kann man sich hier aussuchen.
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Bei den Begleitern gibt es keine Mengenvorgabe, da kann man gleich „18 der besten Piraten, die du kennst“ mitnehmen oder besser eine Gespenst? Auch die Reisemittel sind vielfältig und ungewöhnlich, dann noch eine Route aussuchen und dann kommen wir zu den möglichen Abenteuern. „Was kann dir auf deiner Seereise schlimmstenfalls passieren?“ Dann brauchen wir nur noch eine Person, die uns am Ziel erwartet. Lieber Käpt´n Blaubart oder ein Lama? Ein Feind kommt dann auch noch ins Spiel bzw. in die Geschichte und für den muss man sich auch noch was Gemeines ausdenken. Zum Glück werden auch noch Auswege angeboten. Nach einer Belohnung kommen wir dann auch zum Ende. Ich kann mir gut vorstellen mit diesem Buch eine Geschichte zusammenzubauen. Die Bilder regen an, sich die Geschichte bildlich vorzustellen und sicher kommen viele ungewöhnliche Geschichten dabei rum. Dagmar Mägdefrau
Themen: Piraten -
Astronautenkinder – Ein Buch über Einzigartigkeit

Anna Bartosik
Asia Gwis
arsEdition
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
„Das Buch über Einzigartigkeit“ steht auf dem Cover, dass uns eine Kind mit Brille zeigt, das wohl über das Sonnensystem nachdenkt. Auf den Planeten im Hintergrund sehen wir andere Kinder. Bunte Planeten und die Erklärung zu den „echten Astronautenkindern“ folgen. Dann werden wir aufgefordert mutig zu seine und loszufliegen. Wir lernen Mira kenne, die sich mit ihren Bildern wohlfühlt, sie sucht an manchen Tagen Kontakt zu anderen. Mit einfachen Bildern schreibt sie eine Nachricht. Tim mag kein Durcheinander, sein Tag und seine Umwelt sind geordnet und werden von ihm kontrolliert.
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Zara erlebt einen Meteoritenhagel und trifft auf Aron, der sein Raumschiff selbst zerstört hat. Er war wütend, obwohl er es nicht will. Nach dem Vergleich mit einem Vulkan, versuchen die Kinder zukünftig solche Explosionen aufzuhalten. Robin erkundet einen neuen Planeten und er rennt wie wild umher. In seinem Forscherrucksack sind Dinge, die ihn vor zu vielen Einflüssen schützen können. „Astronautenkinder halten zusammen“ und „Du bist einzigartig“ sind wichtige Sätze dieses Buches, dass uns ungewöhnliche Kinder vorstellt. Eine schöne Idee, Kindern, die aufgrund ihres Verhaltens als auffällig gelten, hier ein so wundervolles Buch zu widmen. Die Bilder sind wunderschön anzuschauen und haben viel Gefühl. Dagmar Mägdefrau
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Clara – Meine kleine Schwester von nebenan

Kirsten Reinhardt
Christiane Fürtges
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Ein Kind berichtet von seiner kleinen Schwester Clara, ein Nachbarskind, mit dem es gerne und viel spielt. Dann berichtet es, dass seine Eltern sich sehr über die Geburt gefreut haben. Auch Mamas Freundin hat sich auch sehr gefreut. Sie und ihre „Verliebte“ (Warum er sie so benennt, weiß ich nicht, Frau hätte mir besser gefallen) wünschen sich auch ein Kind. Anhand von gemalten Bildern erklärt das Kind, dass man Ei und Samen benötigt, dann schwimmen die Samen auf ein freudig lächelndes Ei zu und einer schreit „Erster“.
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Mama fand es ungerecht, dass ihre Freundin kein wunderbares Kind bekommen kann und sie dachte „wer viel hat, kann doch teilen.“ So gab Papa seine Samen in einem Becher weiter und dann wurde Clara geboren. Ich fand das Thema Samenspende sehr interessant und zeitgemäß. Es ist auch gut beschrieben, obwohl die eigentliche Entstehung nicht erklärt wird. Lediglich die Tatsache, dass der Vater der Mann der besten Freundin ist, schränkt etwas ein. Ich wollte das Buch an ein weibliches Ehepaar geben, doch da ist, wie meist, der Spender zunächst unbekannt. Dagmar Mägdefrau
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Da liegt ein Wal in meinem Bett!

Angelika Glitz
Nikolai Renger
Sauerländer
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Heute soll, weil Mama ihre Freundinnen zu Besuch hat, Knuti allein ins Bett gehen. Knuti weigert sich zunächst, als Mama dann mit Eintrittskarten für ein Fußballspiel lockt, kann er das dann doch. Mamas Bedingung ist, dass er um 8 im Bett liegt. Als Knuti nach Zähne putzen und so weiter ins Bett will, liegt dort ein großer blauer Wal. Da der Wal natürlich sprechen kann, verlangt er zunächst etwas zu trinken. Als Knuti Mama von dem Wal im Bett erzählt, glaubt sie ihm nicht. Beide passen aber auch nicht ins Bett.
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Da der Wal behauptet fliegen zu können, bringt Knuti ihn dazu mit ihm loszufliegen. Nach der Rückkehr steigt der Junge zuerst ins Bett und damit muss der Wal sich in Mamas Bett legen. So sitzt er auf dem letzten Bild gemütlich in Mamas Bett. Der Text ist humorvoll geschrieben, die Bilder sind fröhlich und bunt. Nur es gibt ein Bilderbuch aus dem Jahr 2018, das nicht mehr verlegt wird, mit dem Titel „Vom Walross, das nicht einschlafen konnte“ Da konnte der Junge wegen eines Walross nicht ins Bett und auch dieses Tier wechselte später ins Bett der Eltern. Dagmar Mägdefrau
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Weil Tiger keine Affen sind!

Stefan Waidelich
Nikhila Anil
Amazon Media
Leseempfehlung ab 4 Jahre
Aus seiner Erfahrung als Lehrer heraus schriebt der Autor dieses Buch. Dabei hat er sich von dem Spruch „Wenn man einen Fisch nach seinem Talent, auf einen Baum zu klettern, beurteilt, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.“ den wir am Ende des Buches finden, leiten lassen. In einer Schulklasse finden wir ganz unterschiedliche Tiere und Frau Nilpferd, die Lehrerin stellt ihnen eine Aufgabe, die nur das kleine Äffchen erledigen kann. Die meisten wissen, dass sie die Aufgabe auf den Baum zu klettern nicht schaffen werden. Der Tiger wird sogar noch ausgelacht bei seinem misslungenen Versuch.mehr oder weniger lesen
Die nächste Aufgabe ist auf den Fisch zugeschnitten, hier gibt es aber auch Lob für die Tieren, die es zusammen versuchen. Als der Tiger Samuel am Abend seinen Eltern sein Leid klagt, bekommt er den Titel des Buches zur Antwort. Erst als ein Unglück geschieht, kann sich der Tiger beweisen und zeigen, wo sein Talent liegt. Die Geschichte ist schön erzählt und bebildert. Mir gefällt es gut, dass die Tiere nicht bekleidet sind. Allerdings wirkt sie auf mich sehr belehrend, ich mag Geschichten, wo man selbst die „Moral“ erkennen kann. Hier wird sie auf dem silbernen Tablett serviert. Trotzdem werden die Kinder die Geschichte gerne hören und hoffen, dass ihr Talent auch bald erkannt wird. Dagmar Mägdefrau
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Für Opa scheint jetzt immer die Sonne

Katja Reider
Malin Hörl
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Mia hat ihren Opa lieb, das hat sie ihm in dem kleinen Büchlein, dass auf der Seite im großen Buch festgeklebt ist, geschrieben. Sie hat auch Bilder ihrer gemeinsamen Unternehmungen eingeklebt. Denn Opa und sie gehen gerne schwimmen und spielen gerne Spiel, aber am liebsten gärtnern sie gemeinsam im Garten. Opas Lieblingsblumen sind die Sonnenblumen, die kann man sogar im Brautstrauß seiner Frau sehen. Aber zum Ende eines schöne gemeinsam verbrachten Sommers muss Opa sich immer häufiger ausruhen und er erzählt seiner Enkelin, dass er in ein Seniorenheim ziehen wird.
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Ein sehr gemütlich stimmendes Bild zeigt die beiden beim „Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel“ in der Weihnachtszeit. Manchmal gehen die beiden auch spazieren, aber weit kommt Opa nicht mehr. Bei der Rückkehr erklärt die Heimleiterin Mia was es mit dem Buch in der Eingangshalle auf sich hat, neben dem immer eine Kerze brennt. Opas Gedächtnis wird immer schlechter und bald muss Mia ihn mit ihren Eltern im Krankenhaus besuchen. In einer Nacht stirbt der Opa und „kommt nie mehr wieder.“ Mia und ihre Eltern sitzen mit traurigen Minen zusammen und halten sich ganz fest. Nach der Beerdigung trifft man sich im Garten und erinnert sich an den Verstorbenen. Mias Mama sagt ihr, dass manche Leute an den Himmel glauben, der Opa aber immer bei ihnen sein wird. Als Mia weint, weiß sie „Traurigsein gehört dazu, wenn man Abschied nehmen muss.“ Auf der letzten Seite sitzt die kleine Familie auf einer Bank inmitten der Sonnenblumen und schaut in das Erinnerungsbuch. Das Buch hat mich tief berührt, es ist so liebevoll geschrieben und die Bilder sind voller Wärme. Traurig und tröstlich zugleich. Dagmar Mägdefrau
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Das geheime Leben der Pupse und Rülpser

Marionna Tolosa Sisteré
Raymond McGrath
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Ich gebe zu, dass dieses Thema in Bilderbüchern etwas überrepräsentiert ist. Aber hier erklärt ein Sachbuch Kindern, wie es zu diesen unbeliebten Gasabsonderungen kommt. Pups und der Cousin Rülps stellen sich vor und wir sehen, durch welche Verhaltensweisen sie besonders häufig entstehen. So wird das Gas aus dem Sprudelwasser zum Rülpser, dass kennt jeder. Der Pups besteht aus anderen Gasen, die sogar brennen können. Anhand eines aufgeklappten Menschen sehen wir, was beim Verdauen geschieht.
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Ungewöhnliches zeigen die nächsten Seiten, Wettpupsen oder Rülpsen oder gar eine Furzofonie werden beschrieben. „Bis zu 25 Pupse pro Tag sind normal“ und auch Tiere können das. Bekannte Männer habe sich zum Thema geäußert, eine sind pro, anders contra. Einige Pupse haben es sogar zu einiger Popularität gebracht. Der längste Rülpser (1 Min. 14 Sek.) steht sogar im Guinness-Buch. Ein kleines Quiz fragt das Wissen ab und ganz besonders gut gefällt mir die Seite, auf der die Begriffe in andere Sprachen übersetzt wurden. So heißt der Rülpser auf Tschechisch „krk“ und der Pups wird auf Japanisch „geppu“ ausgesprochen. Kleine kurze Textfelder und viele Bilder machen dieses Thema zum Wissensgebiet, wer weiß, wo man damit punkten kann. Dagmar Mägdefrau
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Mein Ball da oben, ich hier unten

Elisenda Roca
Rocio Bonilla
Jumbo
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Diese Figuren mit den großen Köpfen, die Rocio Bonilla zeichnet, gefallen mir einfach zu gut. Der kleine Junge auf dem Cover spielt mit dem Ball und schießt ihn in einen Baum. „Oh, oh, der Ball!“ ist ein Ausspruch, der sich immer wiederholen wird. Das sagt auch die alte Frau, die helfen möchte, leider ist schon zu alt. Als nächstes kommt ein starker Mann, der dann doch nicht stark genug ist. Es folgt eine sportliches Mädchen, dass dann doch den Stamm nicht erklimmen kann. Auch die Basketballspielerin ist nicht groß genug, um an den Ball zu gelangen.
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Nach mehreren Fehlversuchen kommt ein Mädchen, das die richtige Lösung weiß. Natürlich geht es nur gemeinsam und um das zu sehen, muss man das Buch hochkant halten. Immer, wenn ein neuer vermeintlicher Helfer ins Bild kommt, wird der Text um die letzte Figur ergänzt, so kommt am Ende eine ganze Reihe Leute zusammen und diese Wiederholung finden die Kinder einfach toll. Aber das Strahlen meiner keinen Enkelin, als alle übereinander an den Ball kommen, machen das Buch zu einem besonderen Bilderbuch. Dagmar Mägdefrau
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Die Mauskowskis – Abenteuer in der Großstadt

Michael Engler
Martine Matos
Boje
Verlagsempfehlung 4 Jahre
Nachdem durch Zufall Felices Pfeifstimme entdeckt wird und ihr Vater ihr keine Stunden bezahlen möchte, macht sie sich zusammen mit ihrem Bruder Kaspar auf den Weg nach Berlin. Dort singt ihre Tante Josefine in der Scala der Mäuse. Kaspar kauft von seinen Ersparnissen die 4. Klasse-Bahnkarten und dann geht es los. Er hat Opas Taschenuhr eingesteckt und sie trägt eine Brosche von Tante Josefine. So kommen die beiden kleinen Mäuse in der großen Stadt an und sind völlig überfordert. Da bietet Gustav Ratte seine Hilfe an und die beiden sind froh, dass sie jemanden gefunden haben, der sie auf dem Weg begleitet.
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Doch bei einer Straßenbahnfahrt stiehlt Gustav ihnen ihren Schmuck und verschwindet. Als der Schutzmann nach ihren Eltern fragt, setzten sich die beiden schnell ab und geraten dabei zur Scala. Da Tante Josefine nicht aufgetaucht ist, singt Felice vor dem Publikum und wird begeistert gefeiert. Auf der letzten Seite sehen wir einen Packen Zeitungen „Sensation in der Scala“ heißt die Überschrift. Das Berlin der 1920er Jahre wird hier mit Mäusen wieder lebendig und der Diebstahl lässt mich an Emil denken. Die Bilder sind wunderschön anzusehen und bis ins Detail liebevoll gestaltet. Soweit das Positive, aber dieses Buch ist KEIN Bilderbuch für Kinder. Eine vierjähriges Kind lernt seine Eltern und alle anderen zu belügen, fremdes Eigentum ungefragt mitzunehmen, sieht den Schutzmann (ein heute völlig ungebräuchliches Wort) als Feind und hat damit einen großen gefeierten Erfolg. Keine Empfehlung als Kinderbuch, ein schönes Geschenk für Erwachsene, die gerne Bilder aus dieser Zeit aus Berlin anschauen mögen. Dagmar Mägdefrau
Themen: Leben in der Stadt -
Der Glückshornwunsch

Nikola Huppertz
Andrea Stegmaier
Tulipan
Verlagsempfehlung 4 Jahre
Luzie ist fasziniert von der Schneekugel mit den tausend Pünktchen, die sich glitzernd auf das Einhorn legen. Als dann Leonora erzählt, dass das Einhorn Wünsche erfüllen kann, möchte Luzie es auch gerne versuchen. Doch dann ruft die Erzieherin die Kinder herein und Leonora muss ihre Kugel in ihr Fach packen. Dort nimmt Luzie die Kugel heraus und legt sich in das Zelt, in dem sich die Kinder zurückziehen können. Da sie einen ganz besonderen Wunsch aussprechen möchte, schafft sie es nicht bis der Abschlusskreis beginnt. So steckt sie die Schneekugel in ihren Rucksack.
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Obwohl sie sieht, dass Leonora weint, weil ihre Kugel nicht gefunden wird, geht sie mit Mama nach Hause. In ihrem Zimmer holt sie wieder die Kugel hervor. Aber so ganz wohl ist ihr dabei nicht. Als Mama sie ruft, merkt man ihr das schlechte Gewissen an. Jedes Kita-Kind wird die Umgebung und den Alltag von Luzie kennen und wahrscheinlich auch den Wunsch etwas zu besitzen, was einem oder einer anderen gehört. Luzie weiß selbst, dass sie Unrechtes tut und spürt das körperlich. Die Geschichte kommt ohne erhobenen Zeigefinder ohne Anschuldigung und Entschuldigung aus und gerade deshalb ist sie so schön und durchaus lehrreich. Worte wie „Glückshorn-Wunscherfüllung“ oder der Einhornblick „wese und bestimmt und geheimnisvoll“ machen diese Geschichte so lesenswert, dazu kommen die schönen Bilder, die den Kita-Alltag, aber auch den Einhornzauber abbilden. Dagmar Mägdefrau
Themen: Glück & Pech -
Treppe rauf, Treppe runter – Folge der Spur

Pina Gertenbach
esslinger
Verlagsempfehlung 4 Jahre
Das große Format des Buches lässt es zu, dass die Bilder trotz der Details gut zu sehen sind. Die Seiten sind fester und weniger anfällig als Papierseiten. Neben dem Wohnmobil steht ein Eisstand und Minna, deren Spur Max immer folgen soll steht rechts unten in der Ecke mit blauem Eis und blauer Schnauze, denn Minna ist wohl ein kleines Bärenmädchen. Vom Eisstand ausgehend sehen wir blaue Pfotenabdrücke, die ihren Weg, die Leitern hoch und runter über den vertikal aufgebauten Zeltplatz führen. Sie gilt es zu finden. Das Bild wird durch Krokodile und Mäuse belebt. Im nächsten Bild tauchen noch Vögel und Eichhörnchen auf.mehr oder weniger lesen
Alle Tiere sind bekleidet und werkeln irgendwie herum. Minna hat diesmal Kekskrümel verstreut, die schwieriger zu sehen sind. Unterirdisch mit Maulwurf und Kaninchen suchen wir blaue Blumen. Danach tauchen Gespenster auf, die in einem alten Haus spuken. Minna hat den Wachs einer Kerze tropfen lassen. Ein gelbes Unterseeboot beherbergt Frösche und wir suchen Muscheln. Gämsen und Ziegen sind in den Bergen unterwegs und Minna hat Honig verkleckert. Es geht ins All, auf eine Kirmes, auf ein Schiff, in den Dschungel und in Wohnhäuser. Zum Glück gibt es auf der letzten Seite die Lösungen aber auch ein paar Fragen, da muss man nochmal genau hinsehen. Ich fand die Suche etwas unübersichtlich, so riss das Band immer wieder ab und fing dann wieder an. Ich habe das Buch inzwischen mit meinem Enkel (4) angeschaut, der es sich ausgesucht hatte und der mit Eifer begann. Dann hat es ihm nicht so richtig Spaß gemacht, ähnlich wie mir. Dagmar Mägdefrau
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Der kleine Geist, der sein Buh verlor

Elaine Bickell
Raymond McGrath
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Der niedliche weiße kleine Geist hat zeltende Menschen am Lagerfeuer ins Auge gefasst, als er feststellen muss, dass sein „Buh“, das einen Geist irgendwie ausmacht, nicht mehr aus seinem Mund kommt. Sein Gesicht erinnert etwas an Edvard Munch, nur in niedlich. Seine Mama tröstet ihn, er wird es schon wiederfinden. Da hört er ein „Hu-Hu!“ das zur Eule gehört. Sie versichert ihm, dass sie das „Buh“ nicht gesehen hat, bietet ihm aber ihr Heulen an. „Nein, danke, zu Eulen passt prima Hu-Hu, doch Geister, die brauchen ihr grusliges Buh!“ ist die Antwort des Geistes.
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Dieselbe Geschichte wiederholt sich mit der Taube, dem Hahn und der Kuh. Am Ende wird der Lesende aufgefordert „Buh“ zu rufen und damit ist der Fall gelöst. Der Geist macht sicher keine Angst, wir sehen sein Problem und helfen bei der Lösung. Die kurzen, sich wiederholenden Reime machen Vorleser*innen und den Kindern Spaß. Dagmar Mägdefrau
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Ein Blick durchs Schlüsselloch – Was die Nachbarn so alles verheimlichen

Lisa Aisato
WOOWBooks
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover sehen wir die ganze Truppe, die im Aufzug zusammenkommt. Die Gesichter sind meist nicht besonders vertrauenserweckend. In den sich schließenden Aufzug schleicht sich heimlich eine Fliege ein, beim ersten Lesen habe ich sie auch nicht bemerkt. Da steht sie wieder die ganze Truppe der Nachbarn. Heute ist wegen Corona von dieser Enge abzuraten. Carl, ein älterer Herr mit Anzug und Schlips, so erfahren wir auf dem nächsten Bild, lutsch am Daumen und hat im Bett einen Teddy im Arm.mehr oder weniger lesen
Kurt, der mit Bomberjacke im Aufzug steht, tanz im Tütü zu spanischer Musik. Helges Tochter, die im Vordergrund mit ihren krausen roten Haaren zusehen ist, fragt sich „Ist das wirklich mein Papa?“ denn der farblose schmale Typ mit den dunklen glatten Haaren sieht ihr kaum ähnlich. Johnny, der seien Haare wie Elvis trägt, kümmert sich in dieser Wohnung liebevoll um die Perücke, er selbst trägt eigentlich Glatze. Zum Schluss stehen alle in ihren Outfits, die sie zu Hause tragen im Aufzug. Welch eine bunte Schar. Zuletzt besucht die Fliege noch die Autorin und auch bei der liegt so einiges im Argen. Ich werde bei meiner nächsten Auszugfahrt oder im Wartezimmer überlegen, was wie Menschen um mich rum wohl verbergen. Ein lustiger Zeitvertreib. Der gereimte Text ist kurz und die Bilder haben richtig Biss. Ob allerdings Kinder diesen Humor verstehen, möchte ich bezweifeln. Erwachsene werden aber sicher ihre Freude daran haben. Dagmar Mägdefrau

