• Bella Karamella – Ein bonbonsüßer Rettungsplan – Band 2                         

    Bella Karamella – Ein bonbonsüßer Rettungsplan – Band 2                         

    Gundi Herget

    Barbara Korthues

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Die kleine Naschhexe saust mit ihrer Haarbürste über das Cover während Elfie und die M&Ms zu Fuß hinterherlaufen. 
    Elfie und ihre Mama haben von Christel und Hans die Leckerei übergeben bekommen, denn die beiden wollen endlich große Reisen machen. Zu Beginn das Buches ziehen Mutter und Tochter ein und freuen sich auf ihre neues Leben.
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    Wir lernen zusammen mit Elfie, die meist im Laden steht und dort, weil sie so gut rechnen kann, sehr gut klarkommt, die Kundschaft kennen. Aber es taucht auch ein eigenartiges Paar auf, das nicht kauft und nur schaut. In er Schule gibt es eine schlimme Überraschung, denn eine neue Lehrerin übernimmt die Klasse, Emmelie Über! Leider ist der Name Programm und alle Kinder der Klasse bekommen schlechte Noten und Einträge ins Klassenbuch. Auch die nette Direktorin kann daran nichts ändern. Dann kommt auch noch ein Brief an Hans und Christel an, den Elfie öffnen darf und so erfährt sie, dass der Pachtvertrag schon in eine paar Tagen ausläuft und sie die Leckerei schließen müssen. 
    So Spannung und Unglück ist ja kaum zu ertragen. Ich habe mit Elfie gelitten, die die Problem zunächst vor ihrer Mutter verheimlicht und versucht sie mit Hilfe ihrer beiden Freunde zu lösen. Ich glaube ich verrate nicht zu viel, wenn ich hier schreibe, dass am Ende alles gut wird und natürlich hat Bella Karamella dazu ihren Beitrag geleistet. Wie schön, wenn man eine kleine Freundin mit magischen Fähigkeiten hat, aber noch toller sind die Freunde, die Elfie ohne Magie unterstützen und das sind hier eine ganze Menge.
    Dieser zweite Band ist an Spannung kaum zu überbieten und wie sich am Ende alles klärt, da muss man auch erst draufkommen. Dazu die zauberhaften Illustrationen und die wunderschönen Bonbons spürte ich fast auf der Zunge, so gelungen sind sie.

    Dagmar Mägdefrau


  • Bookmän – Alles Konfetti – Band 1

    Bookmän – Alles Konfetti – Band 1

    Rüdiger Bertram

    Dominik Rupp

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Kinderbuchpreis 2024

    Matteo verbringt seine Freizeit in der Bücherei, hier kann er in Ruhe stöbern und sich seine Lieblingsbücher aussuchen. Herr Steinschweiger, der Leiter der Bibliothek, war früher Spieler in einem Bundesligaverein und sein Wortschatz ist der eines Fußballers. So erschallt sein Ruf „Zickezacke! Zickezacke! Buch, Buch, Buch“ laut durch den Raum. 
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    Dann entdeckt Matteo ganz oben im Regal ein rot leuchtendes Buch und er macht sich an den Aufstieg, um es sich anzuschauen. Dank seiner Fantasie stellt er sich vor, den Mount Everest zu besteigen. Doch erst mit der Hilfe von Kim schafft es Matteo, das Buch in die Hand zu bekommen. Zu seinem Erstaunen steht aber kein Text in den Buch, lediglich in der Mitte befindet sich eine Silberfolie und als Matteo auf diese schaut, verwandelt er sich in Bookmän, einem Superhelden, der sogar fliegen kann.
    Eine magische Verwandlung, die Matteo zunächst etwas überfordert, aber Kim, die in einer Mädchenmannschaft Fußball spielt, bringt Matteo so weit, seine möglichen Fähigkeiten zu erforschen. Ein Abenteuerbuch, in dem ein eher ruhiger Junge zum Superhelden wird, der einem Superschurken das Handwerk legen muss. Zusammen mit Kim stellt er sich den Herausforderungen und dabei gibt es auch eine Menge zu schmunzeln.
    Neben den größer gedruckten Buchstaben gibt es viele gezeichnete Illustrationen, die das Lesen sicher noch einfacher machen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Abenteuer Akademie – Der Schatz von Saba – Band 2

    Abenteuer Akademie – Der Schatz von Saba – Band 2

    Thilo

    Daniel Lieske

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre


    Auf dem Cover sehen wir die vier Kinder, die im Buch noch einmal mit all ihren ungewöhnlichen Eigenschaften vorgestellt werden. So hat Belle ein fotografisches Gedächtnis, Connot ist ein talentierter Meisterdieb, Oliver ein Forscher und Erfinder und Oni hat magische Fähigkeiten und sie kann mit Tieren sprechen.
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    Diesmal machen sich die vier mit ihrem Lehrer auf den Weg nach Äthiopien, der Heimat von Oni, hier hin sollen sie eine Figur der Königin von Saba zurückbringen. Sie finden diese Figur in einem Kasten, der nur mit einem Code zu öffnen ist, denn schwarze Magie macht sie zu einer Gefahr. 
    Es gilt viele spannende und gefährliche Abenteuer in der äthiopischen Landschaft zu bestehen und wir müssen zusammen mit den Abenteurern einige Escape-Rätsel lösen, die nicht immer so ganz einfach sind. Allerdings klärt das Folgekapitel sie meist auf. Das Papier, auf das der Text in großen Buchstaben gedruckt ist, ist ganz leicht beige eingefärbt, dadurch wirkt alles ein wenig gealtert.
    Die Spannung reißt im Laufe der Geschichte nicht ab, immer wieder tauchen neue Gefahren auf, die gemeistert werden müssen. Aber es gibt durchaus auch humorvolle Szenen, besonders, wenn die KI sich sehr menschlich verhält. Die Bilder sind passend zum Stil das Buches gezeichnet und oft beinhalten sie die Rätsel, die zu lösen sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ada jagt ein Phantom

    Ada jagt ein Phantom

    Bernadette Konzett

    Horst Krieg

    Bibliothek der Provinz

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Ada ist zusammen mit ihrer Mutter zu einem Seminar auf einem Schloss gefahren und hat ihren Freund Zabiullah mitgenommen, denn es wird auch ein Workshop für Kinder angeboten. Da soll ein Buch erstellt werden, beginnend mit dem Schöpfen des Papiers bis zum Buch. So lernt Ada die Geschwister Johanna, Leo und Rose kennen. Sie leben zusammen mit ihrer Mutter Barbara in dem Schloss. Als eines Nachts die Bibliothek mit wertvollen Erstausgaben abbrennt, machen sich die Kinder als Detektivklub „Dunkle Augen“ auf die Suche nach dem Verursachen.
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    Schnell haben sie einen Verdacht, dem sie nachgehen. Doch dann bekommt Barbara einen anonymen Brief, der sie beschuldigt nicht genügend auf ihre Kinder zu achten. Da diese Drohung Barbara sehr verunsichert, werden die Ermittlungen der Kinder immer dringender.
    Neben den cleveren Ideen, die Ada immer wieder hat und für die Zabiullah sie sehr bewundert, muss Ada mit ihrer Eifersucht kämpfen, denn Zabiullah verbringt immer mehr Zeit mit dem im Rollstuhl sitzenden Leo. Mir gefiel es sehr gut, diese Gefühle, gegen die Ada ankämpft, aus ihrer Sicht genauestens beschrieben zu bekommen. Auch ihre Sicht auf ihren und den Vater der Schlosskinderfand ich sehr interessant.
    Die Spannung ging trotz der vielen Windungen nicht verloren und am Ende hat mich dann die Lösung doch etwas überrascht.
    Am Rande war auch die Hautfarbe Zabiullahs und die Behinderung von Leo ein Thema.
    Ich habe das Buch sehr gut lesen können und die kleinen feinen Zeichnungen haben noch zusätzlich zum Verständnis beigetragen. Ich bin sehr gespannt, was Ada noch für Abenteuer zu bestehen hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Pizza Piet –Zweimal Quatsch mit Soße- Band 2     

    Pizza Piet –Zweimal Quatsch mit Soße- Band 2     

    Carrie Sellon

    Sarah Horne

    Aus dem Englischen von Susane Seidita

    WooWBooks

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Nachdem Piet mit seinem Dad in den Sommerferien mit dem Pizza-Van durchs Land gefahren ist und ganz normale Pizza verkauft hat, kehren die beiden nach Accringham zurück. Dort warnt sie die Erfinderin der magischen Tränke, gut auf die wertvollen Fläschchen aufzupassen, bis sie kommt, um sie abzuholen. Doch schon bald werden die Tränke gestohlen. 
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    Gemeinsam machen sich Piet, Anna und Archie und dem Hund Nutzlos auf die Spur der Diebe, um die magischen Tränke zurückzuholen. Ob ihnen das gelingen wird?
    Nachdem wir den ersten Band innerhalb kürzester Zeit gelesen hatten, war auch dieser Teil ruckzuck verschlungen. Die Geschichte macht wieder jede Menge Spaß und ließ sich kaum aus der Hand legen, weil es immer wieder spannende Momente gibt. Die Handlung ist stimmig und knüpft nahtlos an den ersten Band an. Auch die Illustrationen sind wieder perfekt in die Geschichte integriert.
    Wie schon im ersten Teil ist die Sprache perfekt für Leseanfänger geeignet, die sich zum ersten Mal an etwas längere Bücher heranwagen. Der dritte Band wird bei uns bestimmt auch nicht lange auf dem SuB liegen – wir freuen uns schon sehr darauf!

    Katrin Hemmerich

  • Emil Einstein – Eine pitschnasse Wette – Band 2

    Emil Einstein – Eine pitschnasse Wette – Band 2

    Suza Kolb

    Anja Grote

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Emil Einstein ist ein toller Erfinder, wir sehen ihn auf dem Cover bei einem Versuch mit Wasser und einer offenen Flamme. 
    Seine wohl spektakulärste Erfindung ist die TÜM – die Tier-Übersetzer-Maschine – mit deren Hilfe er mit seinen tierischen Freunden Kauzi, dem Waldkauz, Bertha, der Haselmaus und Leonardo, dem Kater der Nachbarin, sprechen kann.
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    Nachdem Max seine Tiere versorgt hat, saust er in seinem Erfindermobil zur Schule. Seine Freundin Mira hat einen neuen Fußball, den ihr die Zwillingen Max und Moritz abnehmen. Diese Nervbrüder verlangen von Max, dass er „Wasser den Berg hinauffließen lässt“, erst dann wollen sie den Ball wieder zurückgeben. 
    Nachdem Max sich in einige Bücher vertieft hat, stößt er auf ein Experiment von Archimedes, der mittels einer Schnecke das Wasser nach oben befördert. So ein Teil gibt es an den meisten Wasserspielplätzen. Nach einem Versuch mit Papier, findet Emil die richtige Lösung und so bekommt Mira ihren Ball zurück.
    Dass die Rückgabe des Balles von dem Erfindungsgeist eines Freundes abhängt, finde ich etwas eigenartig. Für mich hätten diese Brüder eine Strafe verdient, aber hier ist die einzige Konsequenz, dass sie am Ende nicht auch noch mit Fußball spielen dürfen.
    Die Illustrationen gefallen mir sehr gut, die kleinen Rätsel finde ich etwas einfallslos. Aufgrund der großen Schrift und der vielen bunten Bilder lässt sich das Buch sicher sehr gut lesen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Räuber Haumichblau

    Räuber Haumichblau

    Stefan Schwinn

    Daniela Heirich

    BVK

    Verlagsempfehlung ab 2. Klasse

    Neben dem Räuber Haumichblau stellen sich noch einige Tiere vor, die wir auf dem Cover zusammen mit Haumichblau auf einem Fahrrad sehen. 
    Haumichblau träumt davon ein echter Räuber zu werden und weil er es so allein langweilig findet, macht er sich auf und pocht an die Tür von Familie Hase und sagt seinen Spruch auf: „Ich bin der Räuber Haumichblau und raube dich jetzt aus. Drum rat ich dir, wie lieber schlau, rück seine Schätze raus!“
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    Leider wird er nicht sehr ernst genommen und Schätze hat die Hasenfamilie auch nicht. Nur einen alten löchrigen Hut, den der Räuber Haumichblau gerne als Räuberhut annimmt. Doch die kleine Häsin Lia schließt sich dem Räuber an, denn sie will etwas erleben. So kommen beide zusammen zum Fuchs Finley, doch auch diesmal führt der Reim nicht zum Erfolg.
    Am Ende gibt es um den Räuber Haumichblau eine Gruppe Tiere, die mit ihm zusammen durch den Wald ziehen. Doch statt zu rauben schützen sie die Schafe vor den Wildschweinen und erleben auf diese Weise doch noch eine spannendes Abenteuer.
    Freundschaft und gegenseitige Unterstützung sind so viel wichtiger als der Ruhm als gefürchteter Räuber. So wird aus Haumichblau ein guter hilfebereiter Freund, der bereit ist sich für andere in Gefahr zu begeben.
    Das Buch mit den schwarz-weiß Zeichnungen liest sich sehr gut, knifflige Räuberwörter sind hinten im Buch zum Üben aufgelistet und dann kann man den Text auch als Hörbuch herunterladen. Ein spannendes Erstleserbuch!

    Dagmar Mägdefrau
  • Pizza Piet – Das erste Stück Magie – Band 1            

    Pizza Piet – Das erste Stück Magie – Band 1            

    Carrie Sellon

    Sarah Horne

    Aus dem Englischen von Susane Seidita

    WooWBooks

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Piet und sein Vater haben eine kleine Pizzeria in Accringham. Doch seit vor Kurzem eine von Robotern betriebene Pizzeria in der Nähe eröffnet hat, bleiben die Gäste aus und Piets Papa kann die Rechnungen kaum noch bezahlen. Als Piet gemeinsam mit seiner Freundin Anna auf dem Dachboden einen Koffer voller magischer Tränke entdeckt, haben die beiden eine Idee, wie sie die Pizzeria doch noch retten können. 
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    Die „magischen“ Pizzen verkaufen sich plötzlich hervorragend – bis das Chaos ausbricht.
    Ich habe die Geschichte gemeinsam mit meinem Sohn an vier Abenden gelesen. Wir hatten viel Spaß dabei und es fiel uns jedes Mal schwer, das Buch aus der Hand zu legen, weil die Handlung so spannend ist.
    Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch auch ernste Themen aufgreift. Nach einem Vorfall im Schwimmbad traut sich Piet zunächst nicht mehr, das Haus zu verlassen oder in die Schule zu gehen. Es wird einfühlsam gezeigt, wie groß Ängste sein können, aber auch, dass man sie mit der Unterstützung von Freunden Schritt für Schritt überwinden kann. Die Geschichte vermittelt jungen Leserinnen und Lesern auf schöne Weise, wie wichtig Freundschaft ist und dass man manchmal nur ein Prozent mehr Mut als Angst braucht.
    Die Geschichte ist einfach und altersgerecht geschrieben, sodass auch Neunjährige sie gut selbstständig lesen können, ohne frustriert zu werden, weil der Text zu anspruchsvoll ist. Die Illustrationen sind wunderschön gestaltet und passen jederzeit hervorragend zur Handlung.
    Insgesamt ist es ein gelungener Auftakt der Reihe. Wir haben uns direkt den zweiten Band geschnappt und sind schon gespannt, welches Abenteuer Piet als Nächstes erlebt!

    Katrin Hemmerich

  • Manno Monster, Karacho & ich – Band 2     

    Manno Monster, Karacho & ich – Band 2     

    Katja Reider

    Daniela Kohl

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Ich war schon sehr gespannt auf diesen zweiten Band, denn die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Monster versprach noch eine Menge Spannung. Diesmal ist auch noch der Streberbruder Karacho angekündigt. Hoffentlich macht er Jussi keine Angst, denn er ist ja ein „Angsthase und Weichei 1. Klasse“. 
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    Das Buch beginnt wieder in der Nacht, dann sind die Seiten dunkel, in Jussis Zimmer und da taucht Karacho auf und bittet um Jussis Hilfe, denn Manno soll auf ein Internat, wenn er seine Einstellung, niemandem mehr Angst zu machen, nicht ändert. Alles ist schon in trocknen Tüchern und Manno hat nichts Besseres zu tun als Silas die Angst vor der Dunkelheit zu nehmen. Als wenn das eine Aufgabe für ein richtiges Monster wäre? So macht sich Jussi, der ein wenig eifersüchtig ist, dass Mann jetzt bei Silas ist, auf, um Silas zu suchen. Er findet ihn im Sportverein, er spielt dort Fußball.
    Jussi muss schon eine Menge Überlegungen anstellen, um Silas zu treffen. Aber da kannst du wieder erkennen, wie clever unser Held ist und er möchte Manno so gerne helfen. Es gibt eine Menge Notizmöglichkeiten in diesem Buch, Jussi bittet die Leserinnen und Leser immer wieder sehr Gedanken zu machen und ihm Tipps zu geben. Zum Ende des Buches wird es dann noch einmal so richtig spannend und zum Schluss nehmen Manno und Jussi auf der Bettkannte sitzend Abschied, aber sicher nicht für immer, denn sie sind ja inzwischen Freunde.
    Ein Buch über Monster? Eher über Freundschaft, Geschwister, die man trösten und verstehen kann, einen Jungen, der nur auf seinen Vorteil aus ist und der dabei andere verletzt. Und über ganz viel Selbstbewusstsein, dass sowohl bei Jussi als auch Manno immer mehr wächst. Ein spannendes Buch, dass mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und zusammengestellt wurde. Ich kenne einige Jungs, die schon auf das Buch warten.

    Dagmar Mägdefrau
  • Vier Viertel und ein Haufen Chaos

    Vier Viertel und ein Haufen Chaos

    Constanze von Kitzing

    Cally Stronk

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Auf dem Cover sind die vier Kinder, die Freundinnen Alva und Joy und Cousins Enes und Tarik zu sehen. In dem Karton sitzt ein kleiner Hund, den die Kinder Loki taufen.
    Alva wünscht sich sehnlichst einen Hund, doch ihr Vater hat eine Allergie und deshalb kann kein Hund ins Haus kommen.
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    Eine alte Damen rät Alva, dass ein Wunsch, den man sich ganz feste wünscht, in Erfüllung geht. Deshalb wundert sich Alva nicht, als sie einen kleinen Hund im Park findet, den der Besitzer nicht mehr haben möchte. Sie nimmt ihn mit Hilfe ihrer Freunde mit nach Hause und schmuggelt ihn in ihr Zimmer. Doch so ein kleiner Hund mag nicht gerne allein sein und außerdem muss er noch ganz oft Gassi gehen. Da passiert so einiges Unerwartetes. Obwohl ihr kleiner Bruder immer wieder „Wau-Wau“ ruft, schaffen es die Freunde Loki einige Zeit geheim zu halten. 
    Eine nette Truppe sind diese Vier und sie unterstützen sich sehr gut, machen sogar einen Plan, wie und wann sie sich um den Hund kümmern können. Am Ende finden alle Familien, unterstützt durch die Leitung und die Bewohner des Altenheimes, eine praktikable Lösung.
    Viele Kinder wünschen sich ein Tier und ganz besonders einen Hund, sie werden ihre Freude an dieser Geschichte haben. Ich habe ein wenig Sorge, dass sie dann auch erwarten, dass ihre Wünsche auch wahr werden und dann mit der Enttäuschung leben müssen.
    Ein sehr lebendig erzähltes Buch, in Großbuchstaben gedruckt und mit vielen schönen bunten Bilder und einigen kleinen Comics ergänzt. Es lässt sich sehr gut lesen und aufgrund der Spannung muss man einfach schnell weiterlesen. Ich bin sehr gespannt, auf den nächsten Teil und wie es im Viertel, dessen Plan auch im Buch abgebildet ist, weitergeht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Urlaub bei Opa oder die spannendsten Ferien überhaupt

    Urlaub bei Opa oder die spannendsten Ferien überhaupt

    Ella Kaspar

    Judith Vrba

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Die Illustrationen auf dem Cover und in dem Buch sind auf eine besondere Art entstanden, die hinten im Buch genau beschrieben wird und sie geben dem Buch eine ganz besondere künstlerische Note, die mir sehr gut gefällt.
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    Die Geschwister Helena, die der griechische Opa Eléni nennt, und Nikos fahren jedes Jahr mit den Eltern nach Griechenland in ein kleines Fischerdorf zu ihrem Opa Pappoús. Doch in diesem Jahr sollen die Kinder allein beim Opa bleiben während die Eltern auf eine Hochzeit eingeladen sind. So ganz geheuer ist den Kindern das zunächst nicht, aber dann freuen sie auf das gemütliche Spiegelzimmer und die Bootsfahrten aufs Meer. Doch der Opa ist zunächst übervorsichtig und die Kinder sollen im Meer Schwimmwesten tragen, damit ihnen nichts passiert. Da aber beide Kinder gut schwimmen können, dürfen sie nach einer Prüfung durch den Opa doch ins Meer. Besonderen Spaß macht es ihnen, das alte Boot neu zu streichen und da macht es Opa gar nicht saus, dass auch die Kinder eine Menge Farbe abbekommen. Am Abend liest Opa den Kindern aus einem alten Buch die Geschichten der griechischen Götter vor, das stelle ich mir sehr gemütlich vor.
    Die Ferien, die zunächst wegen Opas Vorsicht etwa langweilig beginnen, entwickeln sich dann doch noch abenteuerlich und am Ende feiert das ganze Dorf gemeinsam ein großes Fest. Es gibt immer wieder griechische Begriffe, die hinten in einem kleinen Wörterbuch übersetzt werden. Das Leben in dem kleinen griechischen Dorf, in dem noch jeder jeden zu kennen scheint und in dem es noch sehr ruhig und gemütlich zugeht, wird sehr lebendig aus Sicht von Eléni beschrieben. Auch die Gefühle der Kinder, die manchmal, trotz Opas Aktionen, Sehnsucht nach den Eltern verspüren, werden sehr gut geschildert. Ein Ferienbuch, besonders für Griechenlandreisende.

    Dagmar Mägdefrau
  • Floh im Ohr    

    Floh im Ohr    

    Markus Orths

    Mantje Hagemann

    Ueberreuter

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    Esmeralda hat leider ein sehr schlechtes Zeugnis und das liegt daran, dass sie einen kleinen Floh im Ohr hat. Und Casablanca flüstert ihn zu, sie solle Summen. Das tut sie dann auch. Als die Lehrerin sie an die Tafel bitte, damit sie eine Addition ausführt, kann sie das zwar nicht, aber es fällt auf, dass auch das ein Summe ist. Alle schimpfen mit Esmeralda und fordern, dass sie sich konzentrieren soll. 
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    Doch dann ist der Floh plötzlich verschwunden und Esmeralda lernt aus Langeweile. So bringt sie eine zwei mit nach Hause und die erinnert sie an einen Schwan. Dann wechselt die Perspektive und wir sehen Casablanca wie er durch den Gehörgang und den gelben Schmalz ins Gehirn gelangt. Was dort geschieht und wir er Esmeralda zu besseren Noten und vielen tollen neuen Melodien verhilft, das verrate ich nicht.
    Mit Großbuchstaben, vielen anschaulichen bunten Bildern ist das Buch für Erstleser, wenn auch 60 Seiten bedeuten, dass sie lange durchhalten müssen. Was mir gut gefällt ist, dass sich am Ende alles auf eine unerwartete Art regelt und wir jetzt endlich wissen, wie das mit dem Ohrwurm läuft. Witzige Ideen und Spielereien mit Begriffen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gespensterjäger – Auf eisiger Spur – Band 1           

    Gespensterjäger – Auf eisiger Spur – Band 1           

    Cornelia Funke

    Simona Ceccarelli

    Graphix Loewe

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Der neunjährige Tom soll eine Flasche Saft aus dem „gruseligen“ Keller holen. Er hasst den Keller, weil er ihn unheimlich findet.
    Plötzlich steht ein schleimiges Gespenst vor ihm und erschreckt ihn! Niemand glaubt Tom seine Geschichte – außer seiner Oma. Sie schickt ihn zu ihrer besten Freundin Hedwig Kümmelsaft, einer erfahrenen Gespensterjägerin.
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    Als Tom mit ihrer Hilfe das Gespenst vertreiben möchte, erfährt er, dass Hugo, das Gespenst, selbst aus seinem Zuhause von einem größeren Gespenst vertrieben wurde. Ob die beiden es gemeinsam schaffen, Hugos Zuhause zurückzuerobern?
    Erst letztes Jahr habe ich mit meinem Sohn die Reihe von Cornelia Funke gelesen, und wir hatten dabei jede Menge Spaß. Umso mehr hat es uns gefreut, dass die Geschichte nun als Graphic-Novel-Reihe erscheint. (Hoffentlich alle Bände)
    Die Umsetzung ist hervorragend gelungen – es fehlt kein wichtiges Detail der Originalgeschichte. Die Illustrationen sind wunderschön und greifen viele bekannte Szenen und liebevolle Kleinigkeiten auf.
    Für einen Achtjährigen kann der Akzent des Gespensts beim Selberlesen zunächst etwas ungewohnt sein. Nach einer kurzen Eingewöhnung klappt das jedoch problemlos. Mein Sohn hat das Buch an einem Abend regelrecht verschlungen. Wir freuen uns schon sehr auf die nächsten Bände!

    Katrin Hemmerich
  • Schule mit Juli – Band 6

    Schule mit Juli – Band 6

    Petra Eimer

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir schon Anna, Paul und Max zusammen mit ihren Tieren. Zunächst hinten mit der Tafel Juli, das Pferd, das Paul zugelaufen ist. Das kleine schwarze Pony ist Juno, ihr kleiner Sohn, der zu Anna gehört und auf dem Tisch Watson, den Max von seiner Oma bekommen hat, als sie ausgewandert ist. 
    In der Schule gibt es Projekttage unter dem Motto: „Tiere – Was wir von ihnen lernen können“ und zum Start kommt sogar die Bürgermeisterin mit ihrem Therapiehund, der sie bei ihrer Diabetes unterstützt.
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    Die Schüler*innen sollen sich ein Projekt überlegen und es am Ende der Woche präsentieren. Als die Freunde sich zusammentun, erfahren sie davon, dass Max versetzungsgefährdet ist und deshalb muss das Ergebnis besonders gut werden. Zwei andere Freunde wollen sich nicht anschließen, sie hoffen, das KI alles für sie regelt. Schnell ist klar, dass sie eine Art Zirkus einüben wollen und so starten sie bei Herrn Hoppe, dem ehemaligen Besitzer von Juli, ihr Projekt.
    Wie immer lebt das Buch von den zauberhaften und so lebendigen Zeichnungen. Der Text der aufgelockert mit unterschiedlichen Schriftbildern gedruckt ist, liest sich auf diese Weise leicht. Natürlich ist es auch spannend, denn es geht immer wieder etwas schief. Zuerst müssen die Kinder und die Tiere eine Möglichkeit finden sich zu verständigen. Aber alle sind hochmotiviert und so wird es am Ende eine großartige Veranstaltung.
    Bei jedem neuen Band kommt es mir vor, als würde ich alte Freunde wiedertreffen, denn alle sind mir so vertraut. Ich habe aber auch einiges über Therapietiere erfahren und bin überzeugt, dass diese drei cleveren Tiere einen guten Job machen werden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Hiro und der Drache – Die magische Rikscha – Band 1

    Hiro und der Drache – Die magische Rikscha – Band 1

    Jasmin Schaudinn

    Julia Christians

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover ist der neunjährige Hiro zusehen, er fährt die Rikscha, die der junge Drache Fuju gebaut hat. Der Stil der Illustration erinnert an japanische Kunst, die Wellen im Hintergrund sogar an Hokusai. 
    Nach der Vorstellung der Protagonist*innen, steigen wir in die Geschichte ein. Hiros älterer Bruder ist aufgebrochen, um das Glück zu suchen, er fehlt dem Jungen und seiner alten Oma sehr.
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    Im Wald trainiert Hiro japanische Kampfkunst mit seinem unsichtbaren Bruder, als er ein Geräusch hört. Dann taucht ein Drache auf, der ihn bitte mit ihm die Rikscha aus der Höhle zu holen, denn er will damit ins Tal der flüsternden Winde fliegen. Er lädt Hiro ein ihn zu begleiten und dabei nach seinem Bruder zu suchen. Nach einer Bruchlandung in der Wüste geht es in einem Fluss weiter, denn die magische Rikscha kann auch schwimmen. 
    Neben der spannenden Geschichte, in der immer neue spannende Wesen auftauchen, gibt es eine Menge Aufgaben zu erfüllen. Wir lernen Schlangenzunge mit der Hand darzustellen, finden Dinge auf Bildern und machen mit beim Abenteuertalenttest. Unten auf der Seite ist ein Streifen ähnlich wie beim eBook zu sehen an dem wir unseren Lesefortschritt erkennen.
    Viele Bilder, kleine Comics und die große Spannung, damit lässt sich dieses Buch schnell lesen. Aber vorne im Buch gibt es einen QR-Code mit dem kann man sich das Buch auch vorlesen lassen und dabei den Text mitlesen.
    Für mich ein sehr überzeugendes Erstlesebuch, wenn es mit so viel Maggie und Abenteuer nicht klappt, dann habe ich auch keine Idee mehr.

    Dagmar Mägdefrau
  • Carlo von Catwig – Mopping

    Carlo von Catwig – Mopping

    Cora Gofferijé

    Christina Groth

    fe-Medienverlag

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Carlo kam als Niemandskatze in die Tierpension von Ida und lebt dort nun zusammen mit Fiesemöpp, dem Mops und Amboss, der ängstlichen Dogge. Fiesemöpp nutzt Amboss Ängste aus und versucht den Kater nach wie vor loszuwerden. 
    Es regnet und Ida wartet auf ein Paket, außerdem backt sie massenhaft Leberwurstmuffins und verspricht den Tieren eine Überraschung für den Nachmittag.
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    Als der Paketbote endlich kommt, ergibt sich eine günstige Situation für Fiesemöpp und er beißt den armen Mann, der sowieso schon in Angst wegen des Mops lebt, ins Hinterteil. Deshalb soll sich ein Hundetrainer um den Übertäter kümmern. Der macht zunächst Yoga mit Fiesemöpp, dann bekommt er einen Maulkorb. Als sich herausstellt, dass Fiesemöpps Zwillingsschwester, die inzwischen ein gefeierter Filmstar ist, als Überraschung anreist, ist Fiesemöpp entsetzt. Denn diese kapriziöse Hundediva moppt noch schlimmer als er und oft ist er das Opfer. Doch als diese Schwester entführt wird, machen sich unsere drei Helden auf, sie zu retten. Mitten in der Nacht geht es auf dem Rasenmäher der Nachbarn nach Pusemuckel. 
    Es gibt eine ganze Menge Abenteuer und Spannung in dieser Geschichte, aber wir sehen auch wie bösartig die beiden Möpse, die anderen und sich gegenseitig mobben. Im Nachwort gibt es deshalb viele Ratschläge wie man sich verhalten sollte, wenn Kinder sich überwinden und uns von ihrem Gemoppt werden erzählen. Manche Situationen mögen uns witzig erscheinen, aber wenn Fiesemöpp mit Amboss Angst spielt, dann ist das eine schlimme Sache. Deshalb freuen sich Amboss und Carlo zunächst, dass Fiesemöpp jetzt von seiner Schwester gemoppt wird und sie finden, jetzt weiß er mal, wie sie sich fühlen. Aber das Gefühl kennt er schon seit seiner Kindheit und er will wohl nicht wieder zum Opfer werden und ist lieber der Täter.
    Das Buch liest sich wie ein Krimi und wir erfahren einiges über Mobbing, lernen die Gefühle der Mobber und Gemobbten kennen und sehen, wie mutig Amoss auf das Wort „Box“ reagiert. Schaut aufs Cover, da seht ihr die drei Hunde beim Yoga und es ist einfach herrlich, wie die Bilder im Buch die Situationen so real und liebevoll darstellen. Ein besonderes Lob an Christina. Ich kann das Buch von ganzem Herzen empfehlen!

    Dagmar Mägdefrau

  • Mucks Maus und Missjö Katz – Es kann nur einen geben!

    Mucks Maus und Missjö Katz – Es kann nur einen geben!

    Isabel Abedi

    Ina Hattenhauer

    Arena

    Leseempfehlung ab 8 Jahre


    Nach Öffnen des Buches sehen wir eine arabische Stadt und von dort stammen die Vorfahre von Mucks Maus, aber schon vor vielen Generationen kam ein Mäuserich nach Hamburg und verliebte sich in eine, dort in einem Vorstadtbahnhof lebende Hausmaus. Der einzige Nachfahre ist Mucks und er lebt weiterhin in dem still gelegten Bahnhofsgebäude.
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    Sein Mitbewohner Stanis Laus, der zum Glück kein Blut benötigt, ist uralt und sehr welterfahren und weise. Als eine Familie in den Bahnhof zieht, freundet sich der Mäuserich mit dem Sohn Rajo an und sie verbringen gerne die Sonntagnachmittage gemütlich zusammen. Bis zu dem Tag, an dem die Schwester einen Kater mit nach Hause bringt. 
    Papa und Baba werden die Väter der Kinder genannt und Baba ist ein Mann mit orientalischen Wurzel, genau wie die Maus und die Autorin. Mir gefällt diese Familienkonstellation sehr gut. Die Schwester, die gerne Mode entwirft und näht wirkt zu Beginn etwas abweisend, wird aber immer sympathischer. Die Geschichte um Stanis, die ich hier nicht verraten möchte, ist einfach faszinierend und sehr gut ausgedacht. So wird selbst eine Laus zum Sympathieträger.
    Natürlich geht es um Eifersucht, was der Untertitel schon ganz klar ausdrückt. Aber am Ende rettet Mucks den Kater und wird zum Helden.
    Die Illustrationen sind, wie schon auf dem Cover zu sehen, genau passend zur Geschichte. Da ist die Angst beim Kater, die Freude der Maus genau zu erkennen und die Familie ist so wie man sie sich besser nicht vorstellen kann. Perfekt!

    Dagmar Mägdefrau
  • Drei Wasserschweine tauchen ab – Band 3

    Drei Wasserschweine tauchen ab – Band 3

    Matthäus Bär

    Anika Voigt

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Drei Wasserschweine und ein Faultierjunges sehen wir auf dem Cover. Sie sind außerhalb des Tierparks unterwegs und erleben ein spannendes Abenteuer.
    Dies ist der dritte Band der Serie, aber ich hatte keine Verständnisschwierigkeiten, obwohl ich die anderen Bücher nicht kenne. Ich werde sie aber wahrscheinlich noch mal lesen, weil ich die drei Wasserschweine richtig toll finde.
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    Emmy, Raul und Tristan sind sehr unterschiedlich Typen. Emmy ist die Clevere, Raul anpackend und Tristan schläft viel und ist etwas behäbiger. Als die Faultiermama in ihrem Gehege auftaucht, sind die drei zunächst erstaunt, aber dann erfahren sie, dass das junge Faultier vermisst wird. Da es zuletzt in einem inzwischen abgeholzten Baum gesehen wurde, vermutet Emmy, es könne mit dem Baum entsorgt worden sein. So machen sich die drei, die gelernt haben die Tür des Geheges zu öffnen, auf zum Wirtschaftshof, denn dort gelangen die Grünabfälle hin. Dummerweise landen die Wasserschweine in einem Auto und so sehen sie endlich das „Mehr“, das außerhalb ihres Tierparks liegt.
    Es ist zu schön zu lesen, wie die Wasserschweine vieles mit ihrer Nase entdecken und einordnen. Überhaupt schlüpft Matthäus Bär völlig in die Haut der Tiere, der denkt und entscheidet wie sie. Da ist es nur logisch das von Menschenjungen statt Kindern die Rede ist.
    Emmy schafft es immer wieder die Wogen zu glätten, Streit zu schlichten und Zusammenhänge zu erkennen. Gemeinsam mit dem Bieber und zwei Schwänen wird da sogar ein Mann, der keine Rücksicht auf die Natur nimmt, verscheucht.
    Ein tolles Buch, in dem Tiere nicht vermenschlicht werden und doch Dinge können, die sie wohl nicht wirklich beherrschen. Und natürlich wissen wir nicht, ob sie empathisch sind und so sozial empfinden wie die drei sympathischen Wasserschweine. Die farbigen Illustrationen sind realistisch und sehr stimmungsvoll. Alles zusammen ein spannender Lesespaß!

    Dagmar Mägdefrau

  • Robin The Hood – Wie klaut man ein Gehirn? – Band 2

    Robin The Hood – Wie klaut man ein Gehirn? – Band 2

    Rüdiger Bertram

    Horst Hellmeier

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Robin wird mitten in der Nacht von Mary geweckt: Etwas Merkwürdiges ist passiert. Loretta und der General sind spurlos verschwunden und niemand weiß, wohin. Schon stecken die beiden mitten in ihrem nächsten Abenteuer. Ein Erpresserschreiben taucht auf und plötzlich dreht sich alles um das Gehirn von Einstein, das sie aus einem Tresor in Princeton stehlen sollen. Doch werden Robin und Mary den waghalsigen Plan umsetzen können? Und wer steckt hinter der Entführung von Loretta und dem General?
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    Wie schon den ersten Band haben wir auch dieses Buch regelrecht verschlungen und uns beim Vorlesen abgewechselt. Mein Sohn war genauso begeistert wie von Band 1. Besonders gut gefällt mir, dass sich die Geschichten unabhängig voneinander lesen lassen. Alle wichtigen Besonderheiten aus dem ersten Band werden noch einmal kurz erklärt, sodass man der Handlung problemlos folgen kann, auch wenn man „Wie klaut man eine Stadt?“ nicht gelesen hat.
    Die kurzen Comicstrips lockern die Geschichte immer wieder auf und sind erneut herrlich witzig geschrieben und gezeichnet. Insgesamt ist die Reihe absolut empfehlenswert, und wir hoffen sehr, dass noch viele weitere Bände erscheinen.

    Katrin Hemmerich
  • Conni und die Nacht in der Schule – Band 9

    Conni und die Nacht in der Schule – Band 9

    Julia Boehme

    Herdis Albrecht

    Carlsen – Einfach lesen lernen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Für die Erstleser geht nun auch Conni in die Schule. Zunächst lernen wir einige Mitschüler*innen und die Erwachsenen kennen, die in der Nacht ebenfalls in der Schule dabei sind. Denn Frau Reisig, die Klassenlehrerin schlägt den Kindern vor eine Nacht in der Schule zu schlafen. Conni überlegt, was sie alles mitnimmt, und packt ihre Tasche. 
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    Am Nachmittag geht es zuerst in die Bücherei- Hier lösen die Kinder eine Aufgabe und finden das gesuchte Buch. (Natürlich können wir die Aufgabe ebenfalls lösen.) Dann gehen alle zum Spielen auf den Schulhof und später wird gemeinsam eine Pizza belegt. Doch zwei Jungen spielen den anderen einen Streich. 
    Auch dieses Buch bleibt dem Muster der Conni-Geschichten treu. Es gibt Kinder, die sich danebenbenehmen, die aber im weiteren Verlauf selbst schwach sind und dann von der Gemeinschaft aufgenommen werden. Aber es fehlt auch nicht an Spannung und am Ende sind alle gute Freunde. Meine Enkelin liebt Conni genau aus diesem Grund.
    Das Buch ist mit vielen vertrauten Bildern ausgestattet und neben den Großbuchstaben gibt es noch viel Comic-Sprechblasen. Das wird die kleinen Leserinnen sicher schnell zum Selber-Lesen animieren.

    Dagmar Mägdefrau
  • OMG! – Meine (unfreiwilligen) Ferien im Kloster

    OMG! – Meine (unfreiwilligen) Ferien im Kloster

    Cally Stronk

    Olivia Vieweg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Amys Mutter ist eine sehr beschäftigte Managerin und deshalb bucht sie für sich Amy und die kleine Schwester Fritzi eine Wellness-Auszeit in einem Kloster. Während Amys Freundinnen Post von exotischen Orten schicken, traut sie sich nicht Selfies zu machen, denn man würde sehen, dass sie in einem langweiligen Kloster mit lamen Holzmöbeln in einem kargen Zimmer gelandet ist. 
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    Zwei nervige Jungs ärgern nicht nur die anderen Kinder, sondern auch die sehr freundlichen Nonnen, die immer etwas positives sagen. Auch das Essen ist zunächst gewöhnungsbedürftig für die Pizza-Esserin Amy. Aber dann sind die Freizeitangebot doch ganz interessant. Aber trotzdem sucht Amy eine Möglichkeit diesen Urlaub vorzeitig zu beenden. Hilft da vielleicht schlechtes Benehmen, um rausgeschmissen zu werden? 
    Auf dem Cover sehen wir Amy und ihr Entsetzen, weil sie ihre Ferien in einem Kloster verbringen muss. Im Buch gibt es viele Illustrationen, die so viel Witz haben, genauso wie der humorvolle Text, der so viele ungewöhnliche Ideen beinhaltet, was man mit biblischen oder religiösen Begriffen alles anstellen kann. So wird im Kiosk der „Prayboy“ angeboten und gemeinsam wird „Mönchopoly“ gespielt.
    Ein Comic bei dem ich laut lachen musste und der mit Amy eine sympathische fast dreizehnjähriges Erzählerin hat, die trotz der langweiligen Location viele spannende Dinge erlebt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Haus in der Mango Street

    Das Haus in der Mango Street

    Sandra Cisneros

    Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Gerd Burger

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Das erste längere Kapitel ist mit „Ein Haus für sich allein“ überschrieben und es ist das Vorwort der Autorin, dessen Foto ganz am Anfang abgedruckt ist. Eine junge Frau in ihrem Arbeitszimmer, das eigentliche eine Abstellkammer ist und in dem sie nicht arbeitet, denn sie schreibt am Küchentisch.
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    Da das Buch schon 1984 erschien, ist die Autorin inzwischen eine alte Frau, was der Aktualität ihres Buches keinen Abbruch tut. Im Vorwort beschreibt Esperanza, wo sie gewohnt hat, bis sie mit ihrer Familie in die Mango Street zog. Die Straße liegt in einem armen Stadtteil von Chicago und es gibt um sie herum viele Menschen mit ihren unterschiedlichen Schicksalen und diese Menschen tauchen in den kleinen Geschichten auf, aus denen das Buch besteht. Esperanza berichtet von ihren Eltern, ihren beiden Brüdern und von ihrer jüngeren Schwester Nenny, die oft Dinge tut, die für Esperanza unvorstellbar sind. Da ist von Joe, dem Babygrabscher, die Rede, den Schwestern Lucy und Rachel mit denen sie sich zusammen ein Fahrrad für 15 Dollar kauft. Wir erfahren auch von ihrer Mutter, dass sie zwar sehr klug war, aber nicht lange zur Schule ging und dass sie heute beim Kochen Opernarien singt. Tragisch ist die Geschichte von der Tante Guadalupe, die lange krank war und für deren Tod sich Esperanza verantwortlich fühlt. Zum Ende des Buches lernen wir Sally kennen, Esperanza beste Freundin, die häusliche Gewalt vom Vater und vom Ehemann erfährt. 
    Die Geschichten sind kurz, nicht zeitlich sortiert und vieles wird nur angedeutet. Die Stil hat etwas von einem Plauderton und manchmal empfinde ich es als etwas naiv. Aber Esperanza schafft es, die Mango Street zu verlassen und ihren Traum vom eigenen Haus zu realisieren. Dabei ist ihr wichtig, nicht abhängig zu sein und so setzt sie sich durch und wird Schriftstellerin, ganz wie sie es im Vorwort schreibt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Horst von Haartoll

    Horst von Haartoll

    Ingo C. Schoenleber

    Tine Schulz

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Das Cover zeigt Horst mit seiner sprichwörtlichen Haartolle, vor sein Gesicht hält er eine Lupe, sein vielfältig einsetzbarer Föhn schaut aus der Jackentasche hervor und zusätzlich sprüht er Haarspray in die Luft.
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    Hier wird schon ganz klar, dass die Haare eine wichtige Rolle spielen. So beginnt das Buch im Bad, wo der Schniegel-Igel in zweistündiger Arbeit gebändigt wird, danach geht es aber auch noch zum befreundeten Friseur. So gestylt landet Horst im Park, hier hat er sein Detektivbüro. Als er einen Anruf von „der besten Mama der Welt“ erhält, die ihren Otto sucht, den sie entführt wähnt, freut er sich über den Auftrag. Etwas unkonventionell macht Horst sich auf die Suche nach dem Hund. Zum Glück begegnet ihm Detleva, die ihm clever zur Seite steht.
    Die Konstellation einfältiger Detektiv und kluges Mädchen gibt es ja häufig in Detektivgeschichten. Horst ist allerdings schon ein sehr überzeichnetes Exemplar, das macht die Geschichte sehr witzig. Aber manchmal war es doch etwas viel Klamauk für meinen Geschmack. Sehr gut haben mir die Illustrationen, die zwischendurch noch kleine Comis enthielten, gefallen. Durch diese Sprechblasen, die große Schrift und die vielen witzigen Zeichnungen macht das Lesen des Buches Grundschülern viel Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Bo im Klo

    Bo im Klo

    Rüdiger Bertram

    Franziska Höllbacher

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Bo zieht sich, um Ruhe vor der Familie zu haben und um seine Comics zu lesen, auf Klo zurück. Nur leider gibt es im Abwasserkanal einen Kraken, der auch gerne Comics liest und so streckt er einen seiner Arme aus, um Bo mitsamt seinem Comic durch das Abwasserrohr nach unten zu ziehen. 
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    So landet Bo stinkend und mit aufgeweichtem Comic bei dem grünen Kraken. Der sich sofort ans Lesen macht. Aber schon hinter der nächste Ecke warten zwei weinende traurige Krokodile auf Bo. Ihr Problem ist es, dass sie zu nett sind. Aber Bo gibt ihnen einen guten Rat. Die Maus oder Ratte fordert ihn auf, die Hände zu heben, denn sie bedroht Bo mit einem Zahnstocher. So möchte sie von ihm einen Comic erbeuten, doch den hat ja der Krake. 
    Da ist Rüdiger Bertam mal wieder eine total witzige und verrückte Geschichte gelungen. Eine zum laut Lachen beim Lesen. Ich horche jetzt immer erst, ob Geräusche aus dem Klo zu hören sind, bevor ich mich setze, denn einen Krakenarm möchte ich nicht am Po spüren. Dieser Erstlesercomic ist leicht zu lesen, denn die Schrift ist groß und die Bilder dazu anzuschauen, ist ebenfalls ein großer Spaß. Ich kann dieses irrwitzige Buch nur empfehlen.

    Dagmar Mägdefrau