• So geht´s! – Geld für Kids erklärt    

    So geht´s! – Geld für Kids erklärt    

    Christine Paxmann

    Patrick Oelze

    DK

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Diese Din-A-4 große Sachbuch erklärt sehr altersgemäß den Umgang mit Geld. Wie schon in anderen Büchern der Reihe „So geht´s“ begleiten wir die Familie Strudel, die am Anfang vorgestellt wird. 
    mehr oder weniger lesen
    Flecken auf der Couch, dass mag Mama Laura nicht und deshalb verlangt sie Geld von dem Verursacher. Da Jana findet es ungerecht, dass sie von ihrem Taschengeld einen Schaden bezahlen soll. So beginnt das Buch mit einem kleinen Erlebnis, das dazu führt, dass von Krösus die Rede ist, von Tauschgeschäften und Geldverleih in Tempeln die Rede ist. Alles ist in kleinen, farblich unterschiedlich unterlegten kurzen Texten aufgeteilt. Dazu gibt es noch die Definition von Geld. Ein paar Illustrationen lockert den Stoff zusätzlich auf. 
    So sind auch die restlichen 70 Seiten aufgebaut. Immer gibt es ein Ereignis von dem berichtet wir und daraus entstehen die Informationen zum entsprechenden Thema. Da geht es um Bar- und Kartenzahlung, um Konten und Sparen, um Einkünfte, um Steuern und Abgaben. Zur Überprüfung der Ausgaben wird ein Haushaltsbuch bei Familie Strudel geführt und überlegt, was mit dem frei gewordenen Zimmer der Tochter geschehen soll. Die Großeltern klagen über eine Mieterhöhung und schon sind wir beim Thema Rente. Aber es werden auch Themen wir Elterngeld, Grundsicherung und die soziale Ungerechtigkeit angesprochen. Kann man spielend Geld verdienen? Die Kriminalität und das Internet mit seinen Lieferdiensten und das Spenden werden ebenfalls angesprochen. Zum Ende gibt es noch „Fun Facts zum Geld“ und ein Quiz.
    Eine kompaktes Werk mit sehr vielen Informationen, aber durch die Textbausteine kann man einfach mal reinschauen und das Lesen, was im Moment interessiert. Ich finde es wichtig, dass Kindern der Umgang mit Geld nähergebracht wird. Leider wird in vielen Familie zu wenig davon gesprochen und die Kinder lernen nicht, wie sie später verantwortlich mit ihrem Einkommen umgehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Generation Glücklich

    Generation Glücklich

    Jonathan Maidt

    Cathrine Price

    Cynthia Yuan Cheng

    Übersetzt von Kathrin Köller

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Buch beschreibt eine Bewegung aus den USA, bei der Jugendliche und junge Erwachsene sich bewusst gegen die Benutzung eines Smartphone mit Internetnutzen aussprechen. Die Rebellinnen und Rebellen, die sich für das echte Leben entschieden haben. Im Laufe des Buches werden uns einige vorgestellt und sie berichten von ihren Erfahrungen und oft sind sie der Meinung, dass sie großer Teile ihrer Jugend durch Apps und Onlinespiel verpasst haben. 
    mehr oder weniger lesen
    Uns wird aufgezeigt, dass wir mit der Nutzung von TikTok und anderen Foren keine Freunde finden, sondern die realen Freunde verlieren. Wir lesen im ständigen Vergleich und unter Beobachtung, befürchten, dass andere uns filmen und die Memes uns bloßstellen. Die Chefs der großen Medienkonzerne wissen genau, dass uns ihre Angebote süchtig machen, und sie versuchen uns immer mehr an sich zu binden, denn das bringt ihnen noch mehr Gewinn. Gehirne, die sich noch entwickeln, verändern sich durch die ständige Nutzung unseres Smartphons und unsere Abhängigkeit vergrößert sich. Wenn wir täglich 4 Stunden am Tag im Internet sind, sind das 60 Tage im Jahr, bei 10 Stunden, die bei vielen zusammenkommen, sind es 150 Tage also 5 Monate. Eine grauenvolle Vorstellung. 
    Neben vielen Tipps, Informationen und wissenschaftlichen Erklärungen, wie z.B. was Dopamin bewirkt, gibt es eine Graphic Novel, die sich in kleinen Teilen durch das Buch zieht und die Entwicklung einer Gruppe Jugendlicher erzählt und es ist schön zu erfahren, dass einige die Gefahr erkennen und umdenken. Die Berichte von Älteren über ihre Kindheit ohne diese Technik waren etwas besserwisserisch.
    Das Buch ist gut zu lesen, bietet viele kleine verständliche Texte, viele Bilder und die Bildgeschichte. Ich fand es sich überzeugend und obwohl ich mit 70 Jahren nicht zur Zielgruppe gehöre, habe ich sofort eine Spiel-App gelöscht, ich habe genügend meiner mir verbleibenden Lebenszeit damit vergeudet.

    Dagmar Mägdefrau


  • Bunte Gedanken für Socke Wolli

    Bunte Gedanken für Socke Wolli

    Diana Nadal Millanes

    Gabriele San Martin

    Mabuse-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    „Ein Kinderfachbuch über positives Denken“ steht auf dem Cover und wir sehen eine Socke einen Berg hochklettern.
    Das Buch besteht aus drei Teilen und zunächst lesen wir die Geschichte der Socken, die in der Sockenschule viele Dinge lernen, die ihnen später Vorteile bringen, so stopfen sie sich selbst, fahren Karussell in Tassen, um sich an die Umdrehungen der Waschmaschine zu gewöhnen.
    mehr oder weniger lesen
    Sie laufen über Seile und springen mit einem Fallschirm aus dem Flugzeug. Denn später auf der Leine darf ihnen nicht schwindelig werden. 
    Dann sehen wir die linke Seite farbig, wie die ganzen Seiten vorher und die rechte Seite ist grau, nur eine traurige Socke ist zartblau. Diese Socke fürchtet sich vor den Aktionen, die den anderen Spaß machen. Ihre Gedanken sind trübe und voller Angst. Als das die Lehrerin merkt, versucht sie, die negativen Gedanken ins Positive zu drehen. Es steht in einer Blase „Ich fürchte, meine Löcher werden immer mehr…“ Und die Lehrerin weißt darauf hin, dass alle diese Löcher Geschichten erzählen. Es gibt viele solcher Beispiele und irgendwann ist die Socke Wolli bereit für Abenteuer.
    Als nächstes gibt es den Mitmachteil, hier wird gemalt, gebastelt und gerätselt. Zum Schluss werden die Erwachsenen angesprochen mit einem Fachteil.
    Die Autorin ist Psychologin und sie arbeitet seit viele Jahren mit Kinder. Ihre Socke Wolli steht für ängstliche Kinder, die sich nichts zutrauen und sie bietet hier praktische Tipps, wie wir unsere mutlosen Kinder aufbauen und ihnen zu Selbstvertrauen und Zuversicht verhelfen. Die Illustrationen zeigen sehr genau die Empfindungen von Wolli und der Wechsel von bunt in grau zeigt die Empfindungen sehr bildhaft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn Gefühle aus der Reihe tanzen

    Wenn Gefühle aus der Reihe tanzen

    Lena Steffinger

    Beltz & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026

    Mitten auf dem Cover tanzen zwei fröhlich, die anderen Personen wirken wütend, ängstlich, anhänglich oder müde. Am oberen Bildrand sehen wir Nervenzellen, deren Aufgabe im Buch noch beschrieben wird. 
    Dass es ohne Gefühle langweilig wäre, ist das Thema im ersten Kapitel, hier ist die Rede von Hormonen, die unsere Gefühle beeinflussen.
    mehr oder weniger lesen
    Weiter geht es mit unseren 86 Milliarden Nervenzellen in unseren Gehirnen und den Botenstoffen, die sie beeinflussen. Dann zeigen uns kleine Illustrationen, was wir so fühlen. Aber, was ist, wenn uns „alles zu viel wird“? Dann sprechen wir von einer psychischen Störung, die zu den häufigsten Krankheiten auf der Welt gehören. Die Diagnose wird erklärt, das Woher des seelischen Leidens und die Psychotherapie. Es werden praktische Beispiele einer Praxis erklärt, wie eine Therapie ablaufen kann und dass auch die Seele manchmal Medikamente benötigt. 
    Da psychische Erkrankungen so häufig vorkommen, ist es wichtig, dass wir auch darüber etwas erfahren und erkennen, dass diese Krankheiten genauso behandelt werden müssen wie körperliche Erkrankungen. Gerade, wenn unsere Seele krank wird, sollten wir keine Angst vor der Behandlung haben und genauso Bescheid wissen, wie über den Besuch beim Kinderarzt.
    Ein sehr verständliches Buch mit vielen erklärenden Illustrationen zu einem ungewöhnlichen, aber wichtigen Thema nicht nur für Kinder.

    Dagmar Mägdefrau


  • Agathe – Papas Schildkröte und ich

    Agathe – Papas Schildkröte und ich

    Antje Damm

    Moritz

    Verlagsempfehlung 6 Jahre

    Ein sehr persönliches Buch hat Antje Damm da geschrieben, gezeichnet und geklebt. Es handelt von Agathe, der Schildkröte, die inzwischen wohl 80 Jahre alt sein dürfte und die ihr Vater sich gekauft hat, weil seine Mutter kein Haustier wollte. Er hat sich als Junge sehr gut um das Tier gekümmert, aber leider musste er vieles selbst herausfinden, weil es ja noch kein Internet gab, wo man alles erfragen kann. 
    mehr oder weniger lesen
    Im Sommer bekam Agathe ihr Lieblingsessen und im Winter wurde sie in einer Kiste mit Laub und Erde in den Keller gestellt. Später zog er mit seiner Frau in eine Wohnung und Agathe lebte auf dem Balkon. Im Buch gibt es einen Grundriss, damit wir uns das vorstellen können. Danach sehen wir ein Foto von Antje als Kind mit Agathe im Arm. Heute lebt Agathe im Haus der Autorin und inzwischen gibt es extra einen Kühlschrank zum Überwintern.
    Viele Kinder wünschen sich wie der Vater ein Haustier. Meine Kinder fanden die kleinen Wasserschildkröten immer so niedlich. Aber dann erfuhren wir, dass sie ziemlich groß werden und bissig sein können. Hier wurde auch sehr blauäugig eine griechische Landschildkröte angeschafft, aber zum Glück hat die Familie sich in drei Generationen sehr liebevoll um Agathe gekümmert.
    Ich finde, dieses Buch sollte man lesen, wenn man erwägt, ein so langlebiges Tier anzuschaffen. Daneben macht es natürlich viel Spaß, es zu lesen, denn es gibt neben Fotos kleine Comics, viele tolle Zeichnungen und Geschichten aus Agathes Leben. Mir hat diese Mischung sehr gut gefallen, ich habe einiges über Schildkröten erfahren und mich darüber amüsiert, dass eine Taube Freundschaft mit Agathe schloss.

    Dagmar Mägdefrau
  • Kleiner Pinguin bald bist du groß!

    Kleiner Pinguin bald bist du groß!

    Isabel Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der kleine Pinguin sitzt auf den Füßen seines Vater und beide stupsen sich mit den Schnäbeln an. Irgendwie wirkt dieses Bild auf mich so liebevoll und voller Vertrauen.
    Zunächst geht es in die Antarktis zu den großen Kaiserpinguinen.
    mehr oder weniger lesen
    Wieder sehen wir Pinguinküken auf den Füßen ihrer Väter. Die Pinguinmamas watscheln und schlittern bald über das Eis. Sie haben im Meer nach Futter gesucht und füttern nun ihre Kleinen. 
    Bald wagen sich die Kleinen auch aufs Eis, doch wenn ihre Eltern unterwegs sind, stehen die Küken dicht gedrängt zusammen, um sich zu wärmen. Dann ist es so weit und die Kleinen springen ins Wasser, hier fühlen sie sich gleich wohl. Bald sind die Jungen erwachsen und so kümmern sie sich selbst um ihre Eier und die Jungen. So schließt sich der Kreis.
    Die niedlichen Küken sind so schön gezeichnet und es ist eine Wonne, sich die Tiere anzuschauen. Der Text ist nicht sehr lang und gut verständlich geschrieben, aber die Illustrationen stellen alles andere in den Hintergrund. Ein beindruckendes Sachbilderbuch für kleine Naturliebhaber*innen. Gerade Pinguine faszinieren die Kinder immer wieder, deshalb wird sie dieses Bilderbuch begeistern.

    Dagmar Mägdefrau


  • Ein Jahr mit den Möwen

    Ein Jahr mit den Möwen

    Thomas Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ein ganzes Jahr im Leben einer Möwe wird in diesem realistischen, wunderbar illustrierten Sachbilderbuch aufgezeichnet. Zunächst sehen wir den schroffen Felsen, auf dem die Möwen brüten. Dann gehen wir näher heran und schauen auf die Nester. 
    mehr oder weniger lesen
    Schnell findet die Möwen ihr Männchen und bald liegen Eier im Nest. Schon reißen die Kleinen ihre Schnäbel auf und werden von ihren Eltern gefüttert. Bald machen sie schon ihre ersten Flugübungen und fliegen dann aufs Meer hinaus, um sich selbst Futter zu suchen. In der Weite erlebt die junge Möwe, was Freiheit bedeutet. Auch wir können auf einer Doppelseite die Weite des Meeres nachempfinden und wir verfolgen die Möwe, die dort allein unterwegs ist. Ein Unwetter lässt uns um die Möwe bangen, doch sie kann sich auf einem Kutter retten. 
    Die Texte sind kurzgehalten und die beeindruckenden Illustrationen zeigen uns den Lebensraum der Möwen sehr genau. Ein Sachbilderbuch, das schon kleinen Kindern zeigt, wie sich Möwen in ihrem Lebensraum bewegen und welche Gefahren sie bestehen müssen.

    Dagmar Mägdefau


  • Memo Wissen – Wunder der Welt  

    Memo Wissen – Wunder der Welt  

    Tom Jackson

    DK

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Wie alle Bücher dieser Reihe, gehört auch zu diesem Buch ein Kahoot!-Quiz, das man mittels QR-Code aufrufen kann. Auf dem Cover sehen wir den Eiffelturm, der auf Seite 55 im Querformat über eine Doppelseite beschrieben wird. 
    mehr oder weniger lesen
    Auf einer kleinen Karte können wir seine Lage zuordnen und sein Erbauer Gustave Eiffel wird kurz mit einem Foto vorgestellt. Es gibt Infos zu den Fahrstühlen bzw. zu den Treppen, spannend finde ich auch, dass er alle 7 Jahre gestrichen wird. In Tokio gibt es einen ähnlichen Turm, der sogar 9 m höher ist.
    Nach diesem Muster sind alle Seiten aufgebaut und das Spektrum der Wunder geht vom Mount Everest über das Tote Meer bis zu den Viktoriafällen, vom Roraima-Tepui über die Namib zum Great Barrier Reef. Aber es gibt nicht nur Naturwunder, sondern auch menschengemachte Wunder wie Stonehenge, Machu Piccu oder das Taj Mahal.
    Das Buch macht neugierig auf unsere Welt und zeigt uns viel Bekanntes und Unbekanntes, Vertrautes und Exotisches. Es macht einfach Spaß, darin zu blättern und die viele Fotos und Informationen zu entdecken.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das Nest in meinen Zweigen

    Das Nest in meinen Zweigen

    Anna Taube

    Carmen Saldaña

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Pappbilderbuch begleitet einen Tulpenbaum, der zur Gattung der Magnolien gehört, in zwölf Bildern durch das Jahr.
    Es beginnt im Schnee mit kahlen Zweigen und einem Schneemann. Eine Katze, ein Eichhörnchen und einige Vögel sind zu sehen. Zwei Fragen sprechen die kleinen Zuhörenden an. Im Frühling seht ein Dreirad unter dem Baum und Krokusse schauen aus der Erde. „Wer streckt seine Schnauze aus dem Laubhaufen?“

    mehr oder weniger lesen

    Bald darauf sehen wir, dass die Knospen sich öffnen und auf der nächsten Seite voll erblühen. Die Stieglitze haben Eier im Nest, die Frage bezieht sich auf die zwei Katzen. Nach den Blüten kommen die Blätter und mit ihnen die Vögel. In der Nacht gleiten die Fledermäuse über den Himmel. Im Sommer spendet der Baum Schatten für die jungen Kätzchen. Dann färben sich die Blätter und unter dem Baum liegt eine Picknickdecke. Wenn die Blätter braun werden, machen sich die Zugvögel auf den Weg. Nach den Herbststürmen kommt so langsam wieder der Winter. Der Baum ist müde nach dem langen Jahr und er freut sich über die Freunde, die ihn begleitet haben. 

    Das Buch zeigt anschaulich und kindgerecht wie das Wetter und damit die Landschaft sich übers Jahr verändert. Es gibt so vielen zu entdecken und die kleinen Fragen weisen zusätzlich auf einiges hin. Ein wundervolles Sachbuch für die ganz Kleinen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Don’t Stop the Music – Unsterbliche Popstars und was sie verbindet    

    Don’t Stop the Music – Unsterbliche Popstars und was sie verbindet    

    Ariana Zustra

    Susanne Harrison

    Mixtvison

    Ohne Altersangabe

    Schon das Cover zeigt ein zweigeteiltes Portrait und so finden auch im Buch immer zwei Künstler*innen, die von der Autorin zusammengefügt worden sind. Nach dem Vorwort geht es gleich mit Madonna und Lady Gaga los, die hier als Chamäleons bezeichnet werden, weil sie sich immer wieder neu erfinden. 
    mehr oder weniger lesen
    Aber wir finden auch die Kelly Family neben Ed Sheeran, weil beide ihre Weltkariere mit Straßenmusik begonnen haben. Unter der Überschrift „Größte Konzerte“ werden neben Elvis Presley die Rolling Stones erwähnt. Dazwischen werden „Einflussreiche Alben der Musikgeschichte“ aufgelistet. Die zum Club 27 gehörenden, viel zu früh verstorbenen Stars wie Janis Joplin und Amy Winehouse. Die Supremes und die Spice Girls, die es auch in auf die Leinwand geschafft haben, sind genauso gut vertreten, wie Michel Jackson und Beyoncé, die von ihren Vätern gepusht wurden. Weiter hinten treffen wir auf die deutschen Gewinnerinnen des Eurovision Song Contest, Nicole und Lena. 
    Das Buch umfasst wirklich alle Popgrößen vom Rock ´n Roll über Countrymusik bis hin zu Hiphop und Latin-Pop. Da wird von Betrügereien berichtet und von Coverversionen, die bekannter wurden als das Original. Daneben gibt es Seiten über kuriose Fakten und das größte Wohltätigkeitskonzert.
    Die kleinen biografischen Texte über die Künstler*innen lassen sich sehr gut lesen und die Illustrationen sind schrill, bunt und poppig und damit passen sie hervorragend zum Thema.

    Dagmar Mägdefrau


  • Der Schmetterling   

    Der Schmetterling   

    Kirsten Hall

    Isabelle Arsenault

    Übersetzt von Anna Schaub

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Schmetterling, dessen kurzes Leben in diesem Sachbilderbuch beschrieben wird. 
    Zarte Planzen sind zu sehen und man muss schon genau hinschauen, um das kleine Stück Schmetterlingsflügel zu entdecken.
    mehr oder weniger lesen
    Doch dann sehen wir ihn in seiner ganzen Pracht auf einem grellen gelbgrünen Hintergrund. Auf der nächsten Seite legt die Schmetterlingsdame ihr Ei auf ein Blatt und wir können die Entwicklung zur Raupe beobachten. Schon bald wird sie größer und dicker und sucht dann nach einem Ort, an dem sie sich verpuppen kann. So hängt sie sich an einen Ast und wir sehen alle Stadien, die sie durchläuft, um als Schmetterling wegflattern zu können. So macht der wunderschöne Schmetterling sich auf, Nektar zu finden und selbst Eier zu legen. Erst danach trifft unser Schmetterling auf ein zweites Exemplar und die beiden tanzen und wirbeln im Liebesrausch durch die Blumen. Da stimmt doch etwas mit der Reihenfolge nicht. Auch danach legt sie wieder Eier und dann können wir viele Schmetterlinge bewundern und die Bilder sind sehr eindrucksvoll gezeichnet. 
    Der gereimte Text erzählt uns vom Leben der Schmetterlinge und die genauen Illustrationen zeigen uns die Entwicklung und die Schönheit diese zarten Tiere. Ein sehr informatives Sachbuch mit zarten Bildern, das naturinteressierte Kinder sicher immer wieder anschauen werden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Auf in die Berge! – Was Menschen in die Höhe treibt

    Auf in die Berge! – Was Menschen in die Höhe treibt

    Katja Seifert

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis, 2026

    Wissenschaftsbuch des Jahres, 2026

    International Creative Media Award, Award of Excellence , 2025

    „Was Menschen in die Höhe treibt“ ist der Untertitel, der auf dem Cover zu lesen ist, daneben sehen wir viel kleine Menschen, die die Berge hinaufsteigen. 
    mehr oder weniger lesen
    Ich, die ich nur mit der Gondel auf die Berge fahre und das sehr genieße, oben zu sein, habe mir oft diese Frage gestellt, denn das Bergsteigen ist ja ein sehr gefahrenvolles Hobby. Deshalb erstaunt es mich, dass es so viele Frauen auf die Gipfel zieht. Obwohl sie natürlich nach ihren Kindern gefragt werden, während man wahrscheinlich nicht mal weiß, ob die Männer Kinder haben. Um so wichtiger erscheint es mir, dass hier auf die Frauen, die solche Expeditionen organisiert haben, hingewiesen wird. 
    In den Einbänden gibt es Karten, auf denen die wichtigsten und höchsten Berge eingezeichnet sind. Zuerst wird auf die Gefahren hingewiesen, dann geht es um die Mythen, die sich um die hohen Berge ranken und dann geht’s los mit dem Bergsteigen. Es geht zunächst auf den Mont Blanc, der schon 1786 bestiegen wurde. Nach eine wissenschaftlichen Ausflug in die Kartographie, geht es um den Menschen und die Verträglichkeit der Höhe. Weiter geht es mit den zwei Frauen, die dann den Mont Blanc erklommen haben und die Ausrüstung, die sie benötigten. Später erfahren wir, dass eine moderne Ausrüstung auch ein leichteres Bergsteigen bedeutet. Nachdem die Alpen erobert wurden, geht es in den Himalaja.
    Das Buch bietet eine umfassende Geschichte des Bergsteigens, da geht es wissenschaftliche Erforschung, um Material und um die Menschen, die sich dieser Strapazen aussetzen. Die Illustrationen sind in Beigetönen gehalten und teilweise sehr klein gezeichnet. Sie zeigen sehr genau, wie kompliziert sich das Bergsteigen oft gestaltet. Auch für mich, die nicht den Wunsch hegt, einen Berg zu besteigen, ist dieses vielseitige Sachbuch sehr interessant gestaltet und geschrieben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Körperquatsch mit Soße

    Körperquatsch mit Soße

    Johanna Klemet

    Tine Schulz

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das witzige Cover zeigt ein Kind, das Spaghetti direkt aus dem Teller isst und dem sie dann aus den Ohren wieder herauskommen. Daneben sehen wir noch ein paar andere Bilder, die wir im Buch finden werden.
    Die Spaghetti finden wir dann auch beim Inhaltsverzeichnis und auch immer wieder auf den Seiten des Buches.
    mehr oder weniger lesen
    Zunächst erfahren wir, um was es eigentlich geht. Es gibt da so Aussagen von Erwachsenen, die wohl dazu führen sollen, dass Kinder Dinge nicht tun, weil sie zu eigenartigen Folgen führen sollen. So platzt das Trommelfell bei lautem Gebrüll oder die Augen verderben beim Lesen im Dämmerlicht. All diese Dinge habe ich schon vor fast 70 Jahren gehört. Ich habe mich immer bemüht, sie nicht selbst zu sagen. Aber wer weiß…?
    „Nicht Schielen, das bleibt so!“ auch so ein Spruch, den ich oft gehört habe. In diesem Buch finden wir eine Schielanleitung, denn ich denke, es trainiert die Muskeln. Meine Augenärztin fordert mich bei der Untersuchung auch immer dazu auf. Kann uns das leckere und zu viele Essen aus den Ohren herauskommen? Hier wird erklärt, dass das technisch nicht möglich ist. Es gibt dazu eine Zeichnung des Kopfes.
    Mir gefällt es sehr gut, dass hier die Aussagen ernst genommen werden und es Beweise für ihre Unwahrheit gibt. Dazu gibt es einen Text und viele zum Teil sehr humorvolle Bilder. Mit diesem Buch lernt man eine ganze Menge und hat dabei soviel Spaß, dass man es nicht merkt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ada und die Zahlen-Knack-Maschine

    Ada und die Zahlen-Knack-Maschine

    Zoë Tucker

    Rachel Katstaller

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ich muss zu meinem Bedauern zugeben, dass ich weder den Namen Ada Lovelace noch den nach ihr benannten Tag kannte. Ich wusste auch nicht, dass die 1815 geborene Ada Mathematikerin und Computertechnikerin war. 
    mehr oder weniger lesen
    Zudem war sie die Tochter von Lord Byron. In diesem Bilderbuch lernen wir sie als kleines Mädchen kennen. Ada liebte es von klein auf, Aufgaben zu lösen. "Sie las alle Bücher der Bibliothek" und sie erfand Maschinen. Wenn ihre Mutter zum Tee einlud, saß sie unter dem Tisch und hörte zu. Sie malte Bilder und schrieb lange Briefe. Kluge Menschen aus aller Welt unterrichteten sie und der Erfinder Charles Babbage wurde ihr Brieffreund. Gemeinsam erdachten sie eine Maschine, die die Welt veränderte.

    Ein Bilderbuch, aus dem man viele Informationen bekommt, das trotzdem einfach zu lesen ist und mit schönen Bildern erklärt. Ich freue mich, dass ich Ada auf diesem Wege kennenlernen durfte und finde, diese Chance sollten noch viele bekommen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das wundersame Buch über den Tod

    Das wundersame Buch über den Tod

    Mariona Cabassa

    Soledad Romero Mariño

    Aus dem Spanischen von Melanie Laibl

    Leykamp:

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Goldene Buchstaben und ein weißes Skelett zieren das Cover. Der Titel macht mich sehr neugierig auf den Inhalt. An der Seite des Inhaltsverzeichnisses steht „Die vielen Seiten des Todes“ und ich kann bestätigen, sie werden genau beleuchtet.
    mehr oder weniger lesen
    Zunächst geht es um die wichtigste Erkenntnis „Keine Leben ohne Sterben“, dazu gibt es kleine informative Texte und einen Spruch von Francis Bacon. Danach geht es darum, dass alles stirbt einschließlich der Himmelskörper. Wichtig ist auch, dass aus dem was stirbt Neues entsteht. Alle leben unterschiedlich lange, so lebt eine Qualle praktisch unendlich, wenn sie nicht gefressen wird. Auch Tiere haben Rituale, wie sie mit ihren verstorbenen Artgenossen umgehen. Und so kommen wir auch zu „menschlichen Totenritualen“. Wir erfahren einiges über Friedhöfe und letzte Ruhestätten, die Totengedenktage in der Welt und welche Heiligen oder Götter da zuständig sind. Zum Ende des Buches kommen wir zur Trauer und dem Tabu, das mit dem Thema Tod verbunden ist.
    Die Illustrationen des Buches sind hinreißend, bunt, lebendig und voller Kraft. Der Textanteil ist nicht sehr groß, bietet aber sehr viele interessante Informationen. Vielleicht sollte so ein wunderschönes Buch mal im Familienkreis angeschaut werden, um damit ein Tabu zu durchbrechen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Mini-Garten im Glas

    Mein Mini-Garten im Glas

    Ben Newell

    Übersetzung: Wiebke Krabbe

    DK

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Mini-Gärten sind jetzt im Trend und ich wollte wissen, wie ich einen solchen Garten anlegen kann. Dieses Buch beinhaltet 18 Projekte unterschiedlichster Natur. Das Cover zeigt ein niedliches magisches Feendorf. 
    mehr oder weniger lesen
    Zunächst wird Allgemeines zum Mini-Garten vermittelt, dann werden die verschiedensten Terrarien vorgestellt, das Werkzeug, das wir benötigen, und der Aufbau sind auf den nächsten Seiten erklärt. Welche Behälter kann ich nutzen und „was ist Substrat?“ Hier werden die Fragen mit vielen Fotos beantwortet. Interessant fand ich die Seite mit den Pflanzen, hinten im Buch gibt es Tipps, wo man sie kaufen kann. Auch kleine Tiere wie Tausendfüßler und Asseln kann man in den Gläsern halten. Und dann geht es an die konkreten Beispiele, es kann ein Dschungel angelegt werden, eine Wüste oder eine Dinosaurierwelt. Zu allen Vorschlägen gibt es eine genaue Anleitung, aber natürlich kann die eigene Fantasie noch andere Welten erschaffen. 
    Wenn sich jemand dafür interessiert, einen Mini-Garten anzulegen, findet er in diesem Buch viele Tipps vom Fachmann und ich denke, danach kann das eigene Projekt starten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin introvertiert    

    Ich bin introvertiert    

    Lenka Blaze

    Aus dem Tschechischen von Lena Dorn

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    „Sensibilität ist meine Superpower“ findet die Autorin und mit diesem Buch lebt sie diese Superpower aus, indem sie ihre Gefühlswelt in Wort und Bild beschreibt.
    Zu Ende des Buches steht in einer Sprechblase „Ich sage mir immer wieder, dass ich nichts dagegen tun kann, wenn dir das Buch nicht gefällt. Ich kann es nicht ändern und muss mich auch nicht schuldig fühlen. Und es ist auch nicht schlimm, wenn das Buch nicht perfekt ist.“
    mehr oder weniger lesen
    Dieser Satz macht für mich eine Rezension fast unmöglich. Ich mühe mich, sachlich zu argumentieren und keinen zu beleidigen. Aber hier treffe ich auf eine Autorin, der ich eine Kritik kaum zumuten möchte. 
    In unserer Bevölkerung gibt es 20 % hochsensible Mensch, davon sind 70 % introvertiert. Und ich befürchte, dass ich einigen mit meiner lauten Art ziemlich auf die Nerven gegangen bin. Die Autorin beschreibt ihre Kindheit und Jugend und ihren Wunsch, sich zurückziehen zu können. Auch jetzt als Erwachsene braucht sie ihre Freiräume und sie kann sich z.B. keine feste Anstellung vorstellen, schon gar nicht in einem Großraumbüro. Allerdings schildert sie auch die Vorzüge, die hochsensible Menschen haben.
    Ich habe viel Neues erfahren beim Lesen dieses Buches und ich hoffe, dass ich zukünftig nicht gleich blöd regiere, wenn mir jemand nicht sofort antwortet. Es lohnt sich, diese Buch zu lesen, auch wenn es sich manchmal etwas zieht und Dinge oft wiederholt werden. Sehr interessant fand ich die Menschen wie Obamah, der hier auch als introvertiert beschrieben wird. Die Zeichnungen sind sehr einfach und zeigen trotzdem sehr gut die Gefühle und Empfindungen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der kleine Tiger – zu Hause in Indien   

    Der kleine Tiger – zu Hause in Indien   

    Kristina Scharmacher-Schreiber

    Christine Faust

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover schreitet der kleine Tiger mit einer geschmeidigen Bewegung auf uns zu. 
    Als die Dämmerung so langsam dem Morgen weicht, sehen wir in einer Höhle die Tigerin mit ihren Jungen liegen.
    mehr oder weniger lesen
    Ein wunderschöner Anblick bietet sich uns auf der nächsten Doppelseite, da saugen die kleinen Tiger an den Zitzen der Mutter. Die Kleinen sind erst einige Minuten alt und noch ganz aufgeregt. Nach ein paar Wochen gilt es, die Welt zu entdecken und spielerisch zu lernen. Dank der Tigerin kann ein Leopard in die Flucht geschlagen werden. Zusammen mit ihrer Mutter lernen die Tigerkinder schwimmen. Aufgrund der großen Hitze zieht es die Familie immer wieder zum Wasser. 
    Die wunderschönen, sehr realistischen Zeichnungen zeichnen dieses Sachbilderbuch in erster Linie aus. Der Alltag eines kleinen Tiger wird hier sehr schön beschrieben und wir begleiten ihn bis zu dem Zeitpunkt, wenn er sich aufmacht, selbstständig zu leben.
    Auf der letzten Doppelseite erfahren wir noch einiges über Raubkatzen und speziell zu Tigern. Dieses Bilderbuch vermittelt eine Menge Informationen in erzählenden Texten und mit vielen schönen Bildern.

    Dagmar Mägdefrau


  • Bibibiber hat da mal `ne Frage – Warum muss ich schlafen? – Band 6

    Bibibiber hat da mal `ne Frage – Warum muss ich schlafen? – Band 6

    Dr. Mai Thi Nguyrn-Kim

    Marie Meimberg

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

     
    Ich muss gestehen, obwohl dies schon der 6. Band ist und die Autorinnen und Wissenschaftlerinnen Mai und Marie dem Bibibibiber eine Menge spannender und interessanter Fragen gestellt haben, ist es das erste Buch der Reihe, das ich lese.

    mehr oder weniger lesen
    Der Untertitel „Warum wir alle Schlaf brauchen und genug Schlaf die Welt schöner macht“ lässt uns schon erahnen, dass der von den meisten Kindern und sicher auch einigen Erwachsenen als lästig empfundene Schlaf eine Berechtigung in unserem Tagesablauf hat. Der Bibibibiber hat einen tolle Idee, er möchte den größten Damm der Welt bauen und bittet anderer um Hilfe. Doch er erhält lauter Absagen, weil die Tiere immer irgendwie schlafen müssen. Und schon sind wir beim Thema „Photosynthese“, das uns mit Hilfe von Legosteinen dargestellt wird.
    Das Buch hat sehr viele einfach gezeichnete Illustrationen, die die schwierigen Themen sehr gut darstellen und so erfahren wir, wieso der Schlaf für die Tiere und für uns Menschen so wichtig ist. Ein Sachbilderbuch, das wirklich nicht ermüdend ist.
    Eine sehr gut gemachte Sachbuchreihe für Kinder und Erwachsene, denn so klar war mir das mit dem Schlafen auch nicht, auch wenn ich es inzwischen ganz gerne mache. Schnarch!

    Dagmar Mägdefrau


  • Staub

    Staub

    Silke Schlichtmann

    Maja Bohn

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir Staub in unterschiedlichsten Erscheinungsformen mit Demo-Schildern, die darauf hinweisen, wie wichtig diese kleine Partikel sind. „Staub ist eine Mischung aus Luft und winzigen Teilchen.“ 
    mehr oder weniger lesen
    Zunächst berichtet die Autorin aus ihrer eigenen Erfahrung, die sich mit der der Lesenden deckt. Wir empfinden Staub meist als lästig und mühen uns, ihn zu entfernen. „Staub hat einfach einen schlechten Ruf.“ Aber in diesem Buch werden wir eines Besseren belehrt, denn vieles funktioniert ohne Staub gar nicht. So schützt er uns vor der Sonneneinstrahlung oder erzählt uns Geschichten über die Vergangenheit oder über mögliche Täter. Es gibt eine Menge Staubsorten, über die wir viel erfahren. So wird der fruchtbare Lössboden „staubiges Gold“ genannt. 
    Erstaunlich, dass dem Staub, dem wir ja überall begegnen, erst jetzt so ein spannendes Sachbuch mit so vielen informativen Illustrationen gewidmet wurde. Hier wurde ein Alltagsthema zu einem superwichtige Thema gemacht, aber das Beste an dem Buch ist, dass das Lesen und Anschauen riesigen Spaß macht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Hui, Spinne – Haustierchen halten für Anfänger

    Hui, Spinne – Haustierchen halten für Anfänger

    Lena Zeise

    Klett Kinderbuchverlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir eines der Krabbeltierchen, die in diesem Buch vorgestellt werden. Das Buch beginnt mit der Vorstellung der Großen Winkelspinne, der wir sicher schon bei uns zu Hause begegnet sind. 
    mehr oder weniger lesen
    Unter einer großen Zeichnung des Tieres gibt es viele Informationen. Lustig ist der Punkt „Anschaffung“, denn im Titel des Buches geht es ja um die Haltung der Tiere, deshalb wird auch die Haltungsform erklärt. Auch „Profiwissen“ finde ich sehr spannend. Zusätzlich gibt es ein farbig unterlegtes Feld mit Zeichnungen und zusätzliche Informationen. Weiter geht es mit vielen Tieren, die wir sicher nicht bei uns wohnen haben möchten, z.B. dem Katzenfloh (den hatten wir mal als Haustier, schrecklich), der Kopflaus oder der Bettwanze. 
    Ich finde es sehr witzig, dass hier diese Tiere, die wir gemeinhin Ungeziefer nennen, als Haustiere bezeichnet werden und uns Tipps zum Fangen und zur Haltung gegeben werden. Die Informationen sind vielfältig und auch humorvoll geschrieben. Das spricht sicher Leser*innen an, denen manche Sachbücher zu langweilig sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die kleine Kackwurstfabrik

    Die kleine Kackwurstfabrik

    Maja Baseler

    Annamarie van den Brink

    Klett Kinderbuchverlag

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses kleine Pappbilderbuch zeigt schon den ganz kleinen Leser*innen, was in unserem Körper passiert, wenn wir etwas essen. Schon auf dem Cover sehen wir die Banane, die in unserem Körper verarbeitet wird und am anderen Ende als braune Wurst herausfällt. 
    mehr oder weniger lesen
    Pim und Polly sind zwei kleine menschliche Wesen, die die Banane begleiten. Der Magen knurrt und sie entscheiden sich für die Banane, die zusammen mit anderen Nahrungsmittel auf dem Teller liegt. Dann geht es in den Mund, die Zähne kauen, es kommt Spuke hinzu und die Zunge sorgt dafür, dass alles in die Speiseröhre gelangt. 
    Die eckigen Formen erinnern an eine Maschine, im Dickdarm ist ein Zug unterwegs und ein Fließband transportiert den entstandenen Haufen in Richtung Ausgang.
    Es werden einige Worte benutzt, die ich hier nicht erwähnen möchte, die aber zum Thema passen.
    Das Buch ist sehr gut verständlich und erklärt in wenig Worten und passenden Illustrationen sehr genau, wie die Verdauung funktioniert.

    Dagmar Mägdefrau


  • Hallo Tod, ich habe da mal ´ne Frage

    Hallo Tod, ich habe da mal ´ne Frage

    Ellen Duthe

    Anna Juan Cantavella

    Andrea Antinori

    Aus dem Spanischen von Ilse Layer

    Gabriel

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover geht es schon ein wenig makaber zu und auch die Illustrationen im Buch sind manchmal schon heftig, aber immer mit einem kleinen augenzwinkernden Schuss Humor. 
    Die Autoren des Buches, die sich am Ende des Buches vorstellen, haben ganz viele Fragen von Kindern gesammelt, die in irgendeiner Weise mit dem Tod und Sterben zu tun haben.
    38 Fragen werden hier in dem Buch beantwortet.
    mehr oder weniger lesen
    Allerdings sind die Illustrationen schon nach der Frage entstanden, da wurde die Antwort nicht abgewartet. 
    Die Fragen sind sehr vielseitig das Spektrum reicht von „Werde ich sterben?“, „Wer kümmert sich um die Kinder, wenn die Eltern sterben?“, „Ist es Pech, wenn man stirbt?“ bis zu „Wenn ein Tier krank ist, warum wird es dann eingeschläfert und ein Mensch nicht?“. Gut hat mir auch die letzte Frage gefallen: „Warum heißt es „Ruhe in Frieden" und nicht „Viel Spaß beim Ausruhen?“
    Unten auf den Seiten gibt es noch zusätzliche rot gedruckte Texte, da gibt es Experimente, Dinge, über die man nachdenken kann, und viele andere Fragen, die die Autoren ihren Leser*innen stellen.
    Das Buch hat schon eine ganze Menge Text und bei manchen Sachen kann man sogar lachen, andere sind doch schon etwas traurig und ich denke, so ein Buch sollte nicht am Stück gelesen werden, besser mal nachschlagen, wenn uns eine der Fragen betrifft.
    Auch für Erwachsene ist dieses Buch sehr zu empfehlen, denn auf jeden Fall sind wir alle sterblich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Cosmic Bullshit – Warum sich das Universum einen Dreck um uns schert     

    Cosmic Bullshit – Warum sich das Universum einen Dreck um uns schert     

    Chris Ferrie

    Aus dem Englischen von Benjamin Schilling

    Kosmos

    Keine Altersangabe

    „Jugendliche begegnen pseudowissenschaftlichen Behauptungen heute täglich in ihren Feeds. Umso wichtiger ist es, Werkzeuge zur Einordnung an die Hand zu geben, die nicht nur aufklären, sondern auch Spaß machen.“ So lautete der Text, der mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat.
    mehr oder weniger lesen
    Der Autor ist Quantenphysiker und er fängt mit dem Text wörtlich bei Adam und Eva an, denn das erste Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichsten Mythen rund um die Schöpfung. Dann geht es um die Sterne und was die Astrologie alles in ihnen liest. Weiter geht es mit Aliens und den verschiedensten literarischen und filmischen Werken, in denen sie vorkommen. Ufo-Sichtungen wurden von Wissenschaftlern ernst genommen und entsprechend untersucht. Nicht nur wegen der Kultfilme „Zurück in die Zukunft“ sind Zeitreisen immer wieder ein Thema, das fasziniert. Selbst in Kinderbüchern wird eine Reise durch Zeit und Raum zum tollen Abenteuer, bei dem die Lesenden in andere Zeiten abtauchen können. 
    Ich muss leider zugeben, so spannend sich die Themen anhören, so sehr habe ich mich durch den Text gekämpft. Über 200 Seiten voller Informationen und ein Humor, der nicht meiner ist. Die Leser*innen des Buches wurden gesiezt, was mich sehr erstaunt hat. Ich weiß auch nicht, warum es immer Wissenschaftlerinnen hieß, während Skeptiker männlich waren.
    „Wir machen alle Fehler. Ich habe zum Beispiel eingewilligt, 10.000 Wörter zu schreiben, wodurch ich gezwungen war, totlangweiligen Schrott im Internet zu recherchieren.“ Ist ein Zitat aus dem Buch, das mir zu denken gibt. Dazu kommt der Titelbegriff „Bullshit“ sehr inflationär im Text vor, für mich nicht unbedingt eine wissenschaftliche Aussage.

    Dagmar Mägdefrau