• Wohin geht die Zeit, wenn sei geht?  

    Wohin geht die Zeit, wenn sei geht?  

    Sabine Engel

    Mareike Ammersken

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Stina bleibt eine Woche bei ihre Opa, weil die Eltern verreist sind. Ihre Mutter hat ihr einen Kalender mit kleinen Geschenken für jeden Tag gebastelt, damit ihr die Zeit bei Opa nicht so lang wird. Doch die beiden haben bald ein Projekt, dass sie ganz in Anspruch nimmt, den Stina fragt: „Was ist eigentlich Zeit?“ und was passiert, wenn sie vergeht. Obwohl Opa schon alt ist und viele Bücher gelesen hat, muss er erst nachdenken und damit das seine Ordnung hat, schreiben die beiden erstmal alle Fragen auf.

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    Elf Fragen werden notiert und zunächst besuchen sie den Nachbarn Felix, einen Physiker. Er erzählt vom Urknall und dank der vielen Fragen, die Stina stellt, können wir seine Antworten gut verstehen. Nach dem Auspacken des ersten Päckchens, der eine Samenbombe enthält geht es zu Frau Mertens, die sich mit der Natur, den Tages- und Jahreszeiten auskennt. Zusammen sitzen die drei im Garten und sprechen über die Zeit.

    Bis zum siebten Tag gibt es noch viele Begegnungen, Fragen und Antworten. Da wird philosophiert und wissenschaftlich überlegt. So gibt es am Ende verständliche Antworten auf die Fragen und Stina, die wir als ein sehr kluges Mädchen kennengelernt haben, hat eine spannende Woche mit ihrem Opa, der selbst auch noch einiges lernen könnte, verbracht.

    Neben den sehr schönen gemalten Bildern gibt es auch viele Fotografien, die uns den Text bildlich näherbringen. Mir geht es wie dem Opa, auch ich habe viel neues erfahren und kann dieses MINT-Vorlesebuch mit der schönen Beziehung zwischen Stina und ihrem Großvater und dem interessanten Sachwissen allen neugierigeren Kinder und Erwachsenen empfehlen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Stark gegen Mobbing    

    Stark gegen Mobbing    

    Elisabeth Raufauf

    Sarah Tabea Hinrichs

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Der eine wird ausgeschlossen, die nächste wird auf der Toilette eingeschlossen. Mit wieder anderen wird nicht gespielt oder eine Gruppe lacht, wenn die Person an ihr vorbeigeht. All das sind Situationen, die in diesem Buch beschrieben werden – aus verschiedenen Perspektiven.
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    Mobbing ist weit verbreitet: Etwa jedes vierte Kind erfährt Mobbing. Dieses Buch klärt über das Thema auf und stellt dabei die richtigen Fragen: Was bedeutet eigentlich Mobbing? Wie passiert Mobbing? Warum wird gemobbt? Darf man aus der Reihe tanzen? Und was ist eigentlich normal? Das sind nur einige der vielen Fragen, mit denen sich das Buch beschäftigt.

    Ich bin von diesem Buch absolut begeistert! Es werden die wichtigsten Fragen rund um das Thema Mobbing beantwortet. Auf den Doppelseiten finden sich nicht nur informative und für Kinder verständlich formulierte Texte, sondern auch Beispiele aus dem Alltag sowie Antworten von Kindern im Alter der Zielgruppe. Ergänzt wird das Ganze durch wunderbare Illustrationen, die die Inhalte anschaulich unterstreichen.

    Besonders schön finde ich, dass sich das Buch so genau auf die Lebenswelt von Grundschulkindern einlässt und passende Beispiele aus ihrem Alltag aufgreift. Dadurch wird das Thema greifbar und verständlich, ohne dabei an Bedeutung zu verlieren.

    Ich wünschte mir, dass dieses Buch in jedem Klassenzimmer in der Grundschule bzw. in jeder Schulbibliothek zu finden wäre, um Kinder für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und über Mobbing aufzuklären!

    Katrin Hemmerich 

  • Unserem Wasserverbrauch auf der Spur

    Unserem Wasserverbrauch auf der Spur

    Nina Kwee

    Vanessa Morbach

    Zaradiso

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover dieser Broschüre sehen wir eine Einkaufsstraße und dort sind die Protagonisten unser drei kleinen Geschichten zu sehen. Ganz rechts sehen wir Kira, die mit ihrem Papa Lebensmittel einkauft. Zunächst geht es um Obst und Papa erklärt, wieviel Wasser für den Bananenanbau benötigt wird und Kira entscheidet sich dann für Äpfel aus der Region.

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    Totales Entsetzen löst dann die Zahl, die für den Reis benötigt wird, bei Kira aus, denn es sind 20-30 gefüllte Badewannen für ein Kilo Reis notwendig. Vor dem Handyladen sehen wir Paul auf seinem Roller mit seiner Mama und seinem großen Bruder. Dieser Bruder möchte ein neues Handy und Paul lernt bei seinem Projekttagen in der Schule, wie sehr das Coltan, das im Handy verbaut wird, das Wasser verschmutzt. Links vor der Kleiderbörse, einem Secondhandladen, treffen wir Loris und seine Oma. Loris liebt Mais und er möchte ein entsprechendes Kostüm zum Fasching tragen. Deshalb geht er mit Oma in einem Laden, doch ein Mailkolbenkostüm wird nicht angeboten. Da näht seine Omas, die als junge Frau in Mali das Nähen gelernt hat, ihrem Enkel ein tolles Kostüm.

    In allen Geschichten geht es um Wasser und wir man seinen Verbrauch verringern kann. Man muss nur wissen, wofür besonders viel Wasser benutzt bzw. verschmutzt wird und dann kann sich jeder überlegen, was für ihn die machbare Alternative sein kann. Beim Einkauf kann man sich für regionale Produkte mit wenig Wasserverbrauch entscheiden, das Handy so lange nutzen, bis es nicht mehr funktioniert (vielleicht macht auch eine Reparatur Sinn?) und Kleidung kann man länger tragen und gebraucht kaufen.

    Ich kann das Buch für Grundschüler sehr empfehlen und sicher ist es eine gute Grundlage für das Thema „Wasserverbrauch“.

    Dagmar Mägdefrau

  • So geht´s – Künstliche Intelligenz – für Kids erklärt      

    So geht´s – Künstliche Intelligenz – für Kids erklärt      

    Axel Täubert

    Christine Paymann

    DK

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Wieder geht es mit der Familie Strudel durch ein erklärendes Sachbuch für Jugendliche und Erwachsene. Diesmal ist Onkel Emil zu Besuch, ein Erfinder, der auf die Bestätigung des Patentamtes wartet und der sich sehr gut mit KI auskennt. Außerdem ist er ein entspannter Typ, der immer ein Lösung parat hat.
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    Da Onkel Emil einen Smart Speaker mitbringt, wird seine Funktion zuerst erklärt. Wir erfahren einiges über Alan Turing und wie er Menschen von Maschinen unterscheidet. Die Geschichte der KI wird mit einer Achterbahn verglichen und dann geht es um ihre Funktionsweise. Wie sie lernt und auf welche Arten. Schon 1843 geht es mit dem ersten Computerprogramm los, dann gibt es viel Stationen bis 2022 ChatGPT an den Start geht. Transformer zu erklären, ist nicht so ganz einfach, aber hier ist es sehr verständlich erklärt. Das Wichtigste aber ist, dass unsere Fragen an die KI genau gestellt werden, denn nur so kann sie präzise antworten. Wie sieht es aus, wenn wir Kunst und Musik durch die KI erstellen? Oder sogar Personen und Sprache in einen anderen Zusammenhang bringen? Aber man kann auch spielen mit KI, sogar selbst Spiele erzeugen. Natürlich werden auch die Gefahren und die unklare rechtliche Lage zum Thema.

    Die Seiten sind in verschiedene Blöcke aufgeteilt, meist gibt es eine kleine Geschichte von der Familie Strudel und dann Erklärungen und Informationen, immer in kleinen Dosen und gut verständlich geschrieben. Durch kleine Illustrationen werden die bunten Seiten zusätzlich aufgelockert. Das Buch wird sicher kaum am Stück gelesen, es kann auch sehr gut als eine Art Lexikon nützlich sein. Ich habe einiges erfahren und konnte manches besser verstehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Nase & Weis – Wieso falle ich eigentlich immer nach unten? – Teil 1

    Nase & Weis – Wieso falle ich eigentlich immer nach unten? – Teil 1

    Michael Engler

    Martina Matos

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Weis, der Eisbär, und Nase, die kleine Maus, stellen sich auf dem Cover vor, sie sind die zwei Freunde, „Die es wissen wollen!“ Und mit Wissen geht es gleich los, nach dem Öffnen des Buches gibt es gleich kleine Zettel über die Pole und ihre Entdecker. Der Eisbär sitzt neben einem riesigen Schlitten, auf dem alle Fragen notiert sind, die der Bär so hat. Sein Blick geht zu einer verlassenen Polarstation und dort sehen wir ihn auf der nächsten Seite in einem gemütlichen Sessel sitzend. In der Hand hält er die kleine Maus, die von oben herabfiel.

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    Und dann taucht die Frage auf, die in diesem Buch beantwortet wird. So lernen wir Issac Newton und seine Erfahrung mit dem Apfelbaum kennen. Bald sitzen die beiden über vielen Büchern und sie lernen, wie ein Experiment aufgebaut ist. So gehen sie wieder nach draußen und machen den ersten Versuch. Wird der Eisbär auch nach unten fallen?

    Durch die wissenschaftliche Arbeit, die die beiden Tiere hier leisten, erfahren wir spielerisch und doch sehr gut erklärt, wie die Schwerkraft funktioniert. Besonders die Vergleiche wie „Fliehkraft haben wir schon auf dem Kettenkarussell gespürt“ mit den entsprechenden Bildern, machen das Begreifen einfach.

    Die Texte der Geschichte und die Sachtexte sind sehr verständlich geschrieben und die Illustrationen sind auch für beide Teile sehr gelungen. Ein wundervolles Sach-Bilderbuch für Kinder, die es wissen wollen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Du bist ein Wunder – Entdecke, wie erstaunlich du bist

    Du bist ein Wunder – Entdecke, wie erstaunlich du bist

    Katharine Halligan

    Sophia O´Connor

    Übersetzung Elena Bruns

    DK

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover ist wunderschön gestaltet, ganz leicht schwebt das Kind über dem Rüssel des Elefanten und die Schrift ist in Gold gehalten. Jede Aussage ist über eine Doppelseite gezeichnet, zu Beginn sehen wir einen Wal und in Druckbuchstaben steht dort „Du bist größer als eine Luftblase…und kleiner als ein Wal.“ Es gibt jeweils zwei Textblöcke mit Sachwissen zum Blauwal. Ergänzend ist zu lesen „Du bist groß und du bist klein.

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    Diese direkte Ansprache macht den Text zu etwas sehr Persönlichem. Weiter geht es mit dem Fliegenpilz und ich war erstaunt, dass es Exemplare gibt, die einen halben Meter hoch sind. Die Geschwindigkeit einer Schildkröte wird der eines Gepards gegenübergestellt. Die Lautstärke mit der ein Gewitter daher kommt, die Härte von Wasser zu der Härte eines Diamanten und das Gewicht eines Elefanten zur Pusteblume.

    So gibt es ein Menge Vergleiche und damit auch viele Informationen und das Buch endet mit der Feststellung „…du bist erstaunlich!“ Dank den wundervollen poetischen Bildern, den Tatsachen-Sätzen und den Sachinformationen lässt sich das Buch sehr schön einem Kind vorlesen und ich glaube, es entsteht dadurch eine besondere Nähe zwischen Lesendem und Kind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich mag nur Nudeln ohne Soße!

    Ich mag nur Nudeln ohne Soße!

    Alicia Metz-Kleine

    Gareth Ryans

    Gabriel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das kennen wir doch alle, dass Kinder sich scheuen, Neues zu probieren und alles ablehnen, außer trockenen Nudeln, Pommes oder Reis. Bloß kein Gemüse und schon kein grünes.

    Hier lernen wir zunächst Wanda kennen, die schon etwas aufgeschlossener in Sachen Essen ist. Während ihr kleiner Bruder Luis trotz Superheldenumhang da eher nicht so mutig ist.

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    Wir starten gleich beim Frühstück in der Küche von Wandas Familie. Auf Wandas Frage, warum es bei ihnen nur im Sommer Erdbeeren gibt, erklärt Papa, welches Obst und Gemüse bei uns Saison hat und das die anderen Sachen oft von weit herkommen. An das Kind geht die Frage, welches Obst wohl jetzt Saison hat. Bei der Beantwortung hilft eine entsprechende Abbildung. Dazu gibt es eine Erklärung für die Eltern und einen Tipp, wie man Kresse sät. Dann geht’s in den Supermarkt zum Einkaufen. Zu Hause werden zwei Obstsorten probiert, die die Familie noch nicht kennt und danach geht’s ans Kochen.

    Im Verlauf des Buches geht es dann auch um Zucker und darum, welche Lebensmittel gesund sind. Es gibt ein „Selbstmach-Essen“, wo jeder sich das auf den Teller legen kann, was er möchte und mag. Am Ende gibt es ein großes Familienfest und in dem Zusammenhang geht es um Regeln bei Tisch. Auf der letzten Seite isst die Familie von Wanda dann gemeinsam Pfannekuchen, die gehen eigentlich auch immer.

    Die allerletzte Doppelseite wendet sich dann direkt an die Eltern. Ich glaube, nicht nur die Kinder können viel lernen beim Lesen dieses Buches, auch die Eltern werden noch das eine oder andere ausprobieren oder in den Alltag integrieren können. Aber was das Wichtigste ist, es macht Spaß, das Buch zu lesen und die comicartigen Bilder anzuschauen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Triggerwarnung – Dieses Buch handelt von sexualisierter Gewalt   

    Triggerwarnung – Dieses Buch handelt von sexualisierter Gewalt   

    Tim Berkels

    Franziska Kolmer

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Das Buch ist sehr gut aufgebaut und erklärt zunächst den „Sexualtrieb“ und wie unterschiedlich er sich entwickeln kann. Über den Begriff „Aggression“ geht es zur Gewalt, die sich in diesem Fall auf die Sexualität bezieht. Da geht es um Missbrauch und Vergewaltigung. Zunächst steht der Straftäter oder die Straftäterin im Fokus, hier gibt es neben den Erklärungen auch kleine Fallbeschreibungen. 
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    Es werden Fantasien beschrieben, die später mit Gewalt umgesetzt werden. Die Gefühle der Täter werden hier beängstigend genau beschrieben.

    Dann wird der Fokus auf die Betroffenen gelenkt. Das „Nein-Sagen“ und weshalb es oft nicht klappt oder es nicht beachtet wird. Störungen, die entstehen können, bis hin zum getriggert werden. Ich hatte noch nie von der „anonymen Spurensicherung“ gehört und ich denke, das ist ein sehr wichtiger Rat für Menschen, die missbraucht wurden.

    Wie es dann vor Gericht weitergeht und wie die Strafen aussehen können, lesen wir im letzten Teil. Danach geht es um Hilfsmöglichkeiten.

    Gerade bei diesem schwierigen Thema ist es wichtig, dass junge Menschen, die merken, dass ihre sexuelle Neigung zu Gewalt führen könnte, Hilfe erfragen können.

    Unter der entsprechenden Überschrift gibt es eine Erklärung in blauer Schrift, wichtige Sachinformationen sind in einem pinken Kästchen zu lesen und die Fallgeschichten sind nochmals besonders gekennzeichnet.

    Ich habe in der letzten Zeit immer wieder von Jugendlichen gelesen, die angeregt durch das Internet fragwürdige sexuelle Aufklärung erfahren haben. Diese, aber auch die, die durch Missbrauch im Elternhaus selbst betroffen sind, finden in diesem Buch viele Tipps. Dabei wird ihr Verhalten nicht abgewertet und deshalb glaube ich, dass einige die angebotenen Hilfen nutzen werden. Auf der anderen Seite geht es um die meist weiblichen Opfer, die hier aufgebaut werden und denen die Scheu vor der Anzeige durch hervorragende sachliche Erklärungen genommen wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Nacktschnecke

    Die Nacktschnecke

    Elise Gravel

    Kraus Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Mit einem „Yo!“ begrüßt uns die Schnecke auf dem Cover, unten in der Ecke steht auf einer Raupe „eklige Tierchen“. Auf der ersten Seite wird dann die Schnecke vorgestellt und diesmal grüßt sie mit einem „Tachchen!“, danach begegnet sie einer Schnecke mit Gehäuse, die sie nackig findet. Die vier verschiedenen Arten, der Nacktschneckenart sehen wir mit einfachen Zeichnungen auf der nächsten Seite, aber in diesem Buch geht es um Landnacktschnecken.

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    Mit den Tentakeln oben an ihrem Kopf behauptet sie das Kind, das nach Brokkoli riecht, zu sehen. Da sie die Tentakeln einziehen kann, wäre eine Brille „etwas umständlich“. Danach erfahre ich, dass die Schnecke durch ein Loch an der Seite atmet. Das Bild zeigt sie mit einem rosa Kaugummi, den sie durch das Loch aufbläst. Besonders witzig ist dann eine Bild, dass die Schnecke im Wochenbett zeigt und die Schwester gratuliert zum „Mädchen-Junge!“

    Ihr seht, auch ich habe hier mit ganz viel Spaß und Witz noch etwas gelernt. Die einfachen Zeichnungen bilden alles ab, um den Text zu erklären und der ist einfach toll geschrieben.

    Das Buch bietet viele Informationen und ist dabei noch witzig.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alle meine Mäuse – Mein erstes Buch vom Geld

    Alle meine Mäuse – Mein erstes Buch vom Geld

    Monise Junyent

    Lucia Serrano

    Übersetzt von Christine Steen

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Dieses Pappbilderbuch wendet sich schon an Vierjährige und mir gefällt es sehr gut, dass sie hier leicht verständlich etwas über Geld erfahren. Zunächst lernen wir die Mäusegeschwister Mo und Netti kennen. Netti bleibt immer ganz ruhig und dann folgt ihre Idee.
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     Mama hat heute Geburtstag und die beiden haben kein Geschenk. Aber im Hutladen gibt es einen Strohhut mit einer roten Blume. Seinen Preis können wir unter einer Klappe sehen. Leider haben die beiden kein Geld, aber Netti weiß, dass die Bank Geld hat. Aber Frau Pinke-Pinke lehnt es ab ihnen Geld zu geben und wenn wir die Karte in den Geldautomaten stecken, sehen wir, dass der Kontostand bei 0 ist. Auf dem Markt bietet ihnen das Huhn an Eier einzusortieren. Wenn wir den Eierkarton öffnen, sehen wir den Preis. Auf der nächsten Seite gibt es einen Umschlag, in dem das verdiente Geld ist. Das wandert auf der nächsten Seite in die Kasse, allerdings bleibt etwas übrig, das kann ins Sparschwein, das wir zusammenbasteln können. 
    Die Geschichte ist kindgerecht erzählt und das Buch wurde sehr aufwendig hergestellt. Neben Dingen wie den Geldautomat, wo man eine Karte bewegen kann, gibt es auch noch rote Button in denen kleine Aufgaben stehen, die die Kinder erledigen können. Eine wunderbare Idee, die hier sehr gut umgesetzt wurde und die schon kleinen Kindern zeigt, wozu wir Geld benötigen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Urwelten

    Urwelten

    Thomas Halliday

    Gavin Scott

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Eine Zeitreise durch die Erdzeitalter

    Thomas Hallidays Sachbuch Urwelten wurde mit Hilfe des Illustrators Gavin Scott wunderschön für junge Leserinnen und Leser umgesetzt. Es ist eine Reise durch die Erdzeitalter – vom Pleistozän vor 20.000 Jahren bis zum Ediacarium vor 550 Millionen Jahren.
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    Zunächst wird grundlegendes Wissen zur Paläontologie vermittelt, bevor die Reise im jüngsten Zeitalter, dem Pleistozän, beginnt.

    Kurze Texte sind in die Illustrationen eingebettet. Sie enthalten viele wissenschaftliche Informationen und Fachbegriffe. Dementsprechend ist das Buch für Achtjährige zum selbstständigen Lesen stellenweise etwas anspruchsvoll. Ich habe es gemeinsam mit meinem Sohn gelesen. Wenn er nicht weiterkam oder einzelne Begriffe nicht lesen konnte, habe ich ihm geholfen. In den Illustrationen haben wir immer wieder neue Details entdeckt. Die Welt, wie sie früher einmal war, ist meist ziemlich abstrakt. Durch die wundervollen Illustrationen wird sie jedoch lebendig und greifbar dargestellt.

    Urwelten ist ein rundum gelungenes Sachbuch für Kinder und Jugendliche, die sich für die Urzeitwelten und deren Biodiversität interessieren.

    Katrin Hemmerich

  • So geht´s! – Geld für Kids erklärt    

    So geht´s! – Geld für Kids erklärt    

    Christine Paxmann

    Patrick Oelze

    DK

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Dieses Din A4- große Sachbuch erklärt sehr altersgemäß den Umgang mit Geld. Wie schon in anderen Büchern der Reihe „So geht´s“ begleiten wir die Familie Strudel, die am Anfang vorgestellt wird. 
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    Flecken auf der Couch, dass mag Mama Laura nicht und deshalb verlangt sie Geld von dem Verursacher. Jana findet es ungerecht, dass sie von ihrem Taschengeld einen Schaden bezahlen soll. So beginnt das Buch mit einem kleinen Erlebnis, das dazu führt, dass von Krösus die Rede ist, von Tauschgeschäften und Geldverleih in Tempeln. Alles ist in kleinen, farblich unterschiedlich unterlegten kurzen Texten aufgeteilt. Dazu gibt es noch die Definition von Geld. Ein paar Illustrationen lockert den Stoff zusätzlich auf. 
    So sind auch die restlichen 70 Seiten aufgebaut. Immer gibt es ein Ereignis von dem berichtet wird und daraus entstehen die Informationen zum entsprechenden Thema. Da geht es um Bar- und Kartenzahlung, um Konten und Sparen, um Einkünfte, um Steuern und Abgaben. Zur Überprüfung der Ausgaben wird ein Haushaltsbuch bei Familie Strudel geführt und überlegt, was mit dem frei gewordenen Zimmer der Tochter geschehen soll. Die Großeltern klagen über eine Mieterhöhung und schon sind wir beim Thema Rente. Aber es werden auch Themen wie Elterngeld, Grundsicherung und die soziale Ungerechtigkeit angesprochen. Kann man spielend Geld verdienen? Kriminalität, das Internet mit seinen Lieferdiensten und Spenden werden ebenfalls angesprochen. Zum Ende gibt es noch „Fun Facts zum Geld“ und ein Quiz.
    Eine kompaktes Werk mit sehr vielen Informationen, aber durch die Textbausteine kann man einfach mal reinschauen und das lesen, was im Moment interessiert. Ich finde es wichtig, dass Kindern der Umgang mit Geld nähergebracht wird. Leider wird in vielen Familie zu wenig davon gesprochen und die Kinder lernen nicht, wie sie später verantwortlich mit ihrem Einkommen umgehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Generation Glücklich

    Generation Glücklich

    Jonathan Maidt

    Cathrine Price

    Cynthia Yuan Cheng

    Übersetzt von Kathrin Köller

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Buch beschreibt eine Bewegung aus den USA, bei der Jugendliche und junge Erwachsene sich bewusst gegen die Benutzung eines Smartphones mit Internetnutzung aussprechen. - Die Rebellinnen und Rebellen, die sich für das echte Leben entschieden haben. Im Laufe des Buches werden uns einige vorgestellt und sie berichten von ihren Erfahrungen und oft sind sie der Meinung, dass sie großer Teile ihrer Jugend durch Apps und Onlinespiele verpasst haben. 
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    Uns wird aufgezeigt, dass wir mit der Nutzung von TikTok und anderen Foren keine Freunde finden, sondern die realen Freunde verlieren. Wir leben im ständigen Vergleich und unter Beobachtung, befürchten, dass andere uns filmen und die Memes uns bloßstellen. Die Chefs der großen Medienkonzerne wissen genau, dass uns ihre Angebote süchtig machen, und sie versuchen, uns immer mehr an sich zu binden, denn das bringt ihnen noch mehr Gewinn. Gehirne, die sich noch entwickeln, verändern sich durch die ständige Nutzung des Smartphones und unsere Abhängigkeit vergrößert sich. Wenn wir täglich 4 Stunden am Tag im Internet sind, sind das 60 Tage im Jahr, bei 10 Stunden, die bei vielen zusammenkommen, sind es 150 Tage, also 5 Monate. Eine grauenvolle Vorstellung. 
    Neben vielen Tipps, Informationen und wissenschaftlichen Erklärungen, z.B. was Dopamin bewirkt, gibt es eine Graphic Novel, die sich in kleinen Teilen durch das Buch zieht und die Entwicklung einer Gruppe Jugendlicher erzählt und es ist schön zu erfahren, dass einige die Gefahr erkennen und umdenken. Die Berichte von Älteren über ihre Kindheit ohne diese Technik waren etwas besserwisserisch.
    Das Buch ist gut zu lesen, bietet viele kleine verständliche Texte, viele Bilder und die Bildgeschichte. Ich fand, es sehr überzeugend und obwohl ich mit 70 Jahren nicht zur Zielgruppe gehöre, habe ich sofort eine Spiel-App gelöscht, ich habe genügend meiner mir verbleibenden Lebenszeit damit vergeudet.

    Dagmar Mägdefrau


  • Bunte Gedanken für Socke Wolli

    Bunte Gedanken für Socke Wolli

    Diana Nadal Millanes

    Gabriele San Martin

    Mabuse-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    „Ein Kinderfachbuch über positives Denken“ steht auf dem Cover und wir sehen eine Socke einen Berg hochklettern.
    Das Buch besteht aus drei Teilen und zunächst lesen wir die Geschichte der Socken, die in der Sockenschule viele Dinge lernen, die ihnen später Vorteile bringen, so stopfen sie sich selbst, fahren Karussell in Tassen, um sich an die Umdrehungen der Waschmaschine zu gewöhnen.
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    Sie laufen über Seile und springen mit einem Fallschirm aus dem Flugzeug. Denn später auf der Leine darf ihnen nicht schwindelig werden. 
    Dann sehen wir die linke Seite farbig, wie die ganzen Seiten vorher und die rechte Seite ist grau, nur eine traurige Socke ist zartblau. Diese Socke fürchtet sich vor den Aktionen, die den anderen Spaß machen. Ihre Gedanken sind trübe und voller Angst. Als das die Lehrerin merkt, versucht sie, die negativen Gedanken ins Positive zu drehen. Es steht in einer Blase „Ich fürchte, meine Löcher werden immer mehr…“ Und die Lehrerin weißt darauf hin, dass alle diese Löcher Geschichten erzählen. Es gibt viele solcher Beispiele und irgendwann ist die Socke Wolli bereit für Abenteuer.
    Als nächstes gibt es den Mitmachteil, hier wird gemalt, gebastelt und gerätselt. Zum Schluss werden die Erwachsenen angesprochen mit einem Fachteil.
    Die Autorin ist Psychologin und sie arbeitet seit viele Jahren mit Kinder. Ihre Socke Wolli steht für ängstliche Kinder, die sich nichts zutrauen und sie bietet hier praktische Tipps, wie wir unsere mutlosen Kinder aufbauen und ihnen zu Selbstvertrauen und Zuversicht verhelfen. Die Illustrationen zeigen sehr genau die Empfindungen von Wolli und der Wechsel von bunt in grau zeigt die Empfindungen sehr bildhaft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn Gefühle aus der Reihe tanzen

    Wenn Gefühle aus der Reihe tanzen

    Lena Steffinger

    Beltz & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026

    Mitten auf dem Cover tanzen zwei fröhlich, die anderen Personen wirken wütend, ängstlich, anhänglich oder müde. Am oberen Bildrand sehen wir Nervenzellen, deren Aufgabe im Buch noch beschrieben wird. 
    Dass es ohne Gefühle langweilig wäre, ist das Thema im ersten Kapitel, hier ist die Rede von Hormonen, die unsere Gefühle beeinflussen.
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    Weiter geht es mit unseren 86 Milliarden Nervenzellen in unseren Gehirnen und den Botenstoffen, die sie beeinflussen. Dann zeigen uns kleine Illustrationen, was wir so fühlen. Aber, was ist, wenn uns „alles zu viel wird“? Dann sprechen wir von einer psychischen Störung, die zu den häufigsten Krankheiten auf der Welt gehören. Die Diagnose wird erklärt, das Woher des seelischen Leidens und die Psychotherapie. Es werden praktische Beispiele einer Praxis erklärt, wie eine Therapie ablaufen kann und dass auch die Seele manchmal Medikamente benötigt. 
    Da psychische Erkrankungen so häufig vorkommen, ist es wichtig, dass wir auch darüber etwas erfahren und erkennen, dass diese Krankheiten genauso behandelt werden müssen wie körperliche Erkrankungen. Gerade, wenn unsere Seele krank wird, sollten wir keine Angst vor der Behandlung haben und genauso Bescheid wissen, wie über den Besuch beim Kinderarzt.
    Ein sehr verständliches Buch mit vielen erklärenden Illustrationen zu einem ungewöhnlichen, aber wichtigen Thema nicht nur für Kinder.

    Dagmar Mägdefrau


  • Agathe – Papas Schildkröte und ich

    Agathe – Papas Schildkröte und ich

    Antje Damm

    Moritz

    Verlagsempfehlung 6 Jahre

    Ein sehr persönliches Buch hat Antje Damm da geschrieben, gezeichnet und geklebt. Es handelt von Agathe, der Schildkröte, die inzwischen wohl 80 Jahre alt sein dürfte und die ihr Vater sich gekauft hat, weil seine Mutter kein Haustier wollte. Er hat sich als Junge sehr gut um das Tier gekümmert, aber leider musste er vieles selbst herausfinden, weil es ja noch kein Internet gab, wo man alles erfragen kann. 
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    Im Sommer bekam Agathe ihr Lieblingsessen und im Winter wurde sie in einer Kiste mit Laub und Erde in den Keller gestellt. Später zog er mit seiner Frau in eine Wohnung und Agathe lebte auf dem Balkon. Im Buch gibt es einen Grundriss, damit wir uns das vorstellen können. Danach sehen wir ein Foto von Antje als Kind mit Agathe im Arm. Heute lebt Agathe im Haus der Autorin und inzwischen gibt es extra einen Kühlschrank zum Überwintern.
    Viele Kinder wünschen sich wie der Vater ein Haustier. Meine Kinder fanden die kleinen Wasserschildkröten immer so niedlich. Aber dann erfuhren wir, dass sie ziemlich groß werden und bissig sein können. Hier wurde auch sehr blauäugig eine griechische Landschildkröte angeschafft, aber zum Glück hat die Familie sich in drei Generationen sehr liebevoll um Agathe gekümmert.
    Ich finde, dieses Buch sollte man lesen, wenn man erwägt, ein so langlebiges Tier anzuschaffen. Daneben macht es natürlich viel Spaß, es zu lesen, denn es gibt neben Fotos kleine Comics, viele tolle Zeichnungen und Geschichten aus Agathes Leben. Mir hat diese Mischung sehr gut gefallen, ich habe einiges über Schildkröten erfahren und mich darüber amüsiert, dass eine Taube Freundschaft mit Agathe schloss.

    Dagmar Mägdefrau
  • Kleiner Pinguin bald bist du groß!

    Kleiner Pinguin bald bist du groß!

    Isabel Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der kleine Pinguin sitzt auf den Füßen seines Vater und beide stupsen sich mit den Schnäbeln an. Irgendwie wirkt dieses Bild auf mich so liebevoll und voller Vertrauen.
    Zunächst geht es in die Antarktis zu den großen Kaiserpinguinen.
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    Wieder sehen wir Pinguinküken auf den Füßen ihrer Väter. Die Pinguinmamas watscheln und schlittern bald über das Eis. Sie haben im Meer nach Futter gesucht und füttern nun ihre Kleinen. 
    Bald wagen sich die Kleinen auch aufs Eis, doch wenn ihre Eltern unterwegs sind, stehen die Küken dicht gedrängt zusammen, um sich zu wärmen. Dann ist es so weit und die Kleinen springen ins Wasser, hier fühlen sie sich gleich wohl. Bald sind die Jungen erwachsen und so kümmern sie sich selbst um ihre Eier und die Jungen. So schließt sich der Kreis.
    Die niedlichen Küken sind so schön gezeichnet und es ist eine Wonne, sich die Tiere anzuschauen. Der Text ist nicht sehr lang und gut verständlich geschrieben, aber die Illustrationen stellen alles andere in den Hintergrund. Ein beindruckendes Sachbilderbuch für kleine Naturliebhaber*innen. Gerade Pinguine faszinieren die Kinder immer wieder, deshalb wird sie dieses Bilderbuch begeistern.

    Dagmar Mägdefrau


  • Ein Jahr mit den Möwen

    Ein Jahr mit den Möwen

    Thomas Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ein ganzes Jahr im Leben einer Möwe wird in diesem realistischen, wunderbar illustrierten Sachbilderbuch aufgezeichnet. Zunächst sehen wir den schroffen Felsen, auf dem die Möwen brüten. Dann gehen wir näher heran und schauen auf die Nester. 
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    Schnell findet die Möwen ihr Männchen und bald liegen Eier im Nest. Schon reißen die Kleinen ihre Schnäbel auf und werden von ihren Eltern gefüttert. Bald machen sie schon ihre ersten Flugübungen und fliegen dann aufs Meer hinaus, um sich selbst Futter zu suchen. In der Weite erlebt die junge Möwe, was Freiheit bedeutet. Auch wir können auf einer Doppelseite die Weite des Meeres nachempfinden und wir verfolgen die Möwe, die dort allein unterwegs ist. Ein Unwetter lässt uns um die Möwe bangen, doch sie kann sich auf einem Kutter retten. 
    Die Texte sind kurzgehalten und die beeindruckenden Illustrationen zeigen uns den Lebensraum der Möwen sehr genau. Ein Sachbilderbuch, das schon kleinen Kindern zeigt, wie sich Möwen in ihrem Lebensraum bewegen und welche Gefahren sie bestehen müssen.

    Dagmar Mägdefau


  • Memo Wissen – Wunder der Welt  

    Memo Wissen – Wunder der Welt  

    Tom Jackson

    DK

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Wie alle Bücher dieser Reihe, gehört auch zu diesem Buch ein Kahoot!-Quiz, das man mittels QR-Code aufrufen kann. Auf dem Cover sehen wir den Eiffelturm, der auf Seite 55 im Querformat über eine Doppelseite beschrieben wird. 
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    Auf einer kleinen Karte können wir seine Lage zuordnen und sein Erbauer Gustave Eiffel wird kurz mit einem Foto vorgestellt. Es gibt Infos zu den Fahrstühlen bzw. zu den Treppen, spannend finde ich auch, dass er alle 7 Jahre gestrichen wird. In Tokio gibt es einen ähnlichen Turm, der sogar 9 m höher ist.
    Nach diesem Muster sind alle Seiten aufgebaut und das Spektrum der Wunder geht vom Mount Everest über das Tote Meer bis zu den Viktoriafällen, vom Roraima-Tepui über die Namib zum Great Barrier Reef. Aber es gibt nicht nur Naturwunder, sondern auch menschengemachte Wunder wie Stonehenge, Machu Piccu oder das Taj Mahal.
    Das Buch macht neugierig auf unsere Welt und zeigt uns viel Bekanntes und Unbekanntes, Vertrautes und Exotisches. Es macht einfach Spaß, darin zu blättern und die viele Fotos und Informationen zu entdecken.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das Nest in meinen Zweigen

    Das Nest in meinen Zweigen

    Anna Taube

    Carmen Saldaña

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Pappbilderbuch begleitet einen Tulpenbaum, der zur Gattung der Magnolien gehört, in zwölf Bildern durch das Jahr.
    Es beginnt im Schnee mit kahlen Zweigen und einem Schneemann. Eine Katze, ein Eichhörnchen und einige Vögel sind zu sehen. Zwei Fragen sprechen die kleinen Zuhörenden an. Im Frühling seht ein Dreirad unter dem Baum und Krokusse schauen aus der Erde. „Wer streckt seine Schnauze aus dem Laubhaufen?“

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    Bald darauf sehen wir, dass die Knospen sich öffnen und auf der nächsten Seite voll erblühen. Die Stieglitze haben Eier im Nest, die Frage bezieht sich auf die zwei Katzen. Nach den Blüten kommen die Blätter und mit ihnen die Vögel. In der Nacht gleiten die Fledermäuse über den Himmel. Im Sommer spendet der Baum Schatten für die jungen Kätzchen. Dann färben sich die Blätter und unter dem Baum liegt eine Picknickdecke. Wenn die Blätter braun werden, machen sich die Zugvögel auf den Weg. Nach den Herbststürmen kommt so langsam wieder der Winter. Der Baum ist müde nach dem langen Jahr und er freut sich über die Freunde, die ihn begleitet haben. 

    Das Buch zeigt anschaulich und kindgerecht wie das Wetter und damit die Landschaft sich übers Jahr verändert. Es gibt so vielen zu entdecken und die kleinen Fragen weisen zusätzlich auf einiges hin. Ein wundervolles Sachbuch für die ganz Kleinen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Don’t Stop the Music – Unsterbliche Popstars und was sie verbindet    

    Don’t Stop the Music – Unsterbliche Popstars und was sie verbindet    

    Ariana Zustra

    Susanne Harrison

    Mixtvison

    Ohne Altersangabe

    Schon das Cover zeigt ein zweigeteiltes Portrait und so finden auch im Buch immer zwei Künstler*innen, die von der Autorin zusammengefügt worden sind. Nach dem Vorwort geht es gleich mit Madonna und Lady Gaga los, die hier als Chamäleons bezeichnet werden, weil sie sich immer wieder neu erfinden. 
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    Aber wir finden auch die Kelly Family neben Ed Sheeran, weil beide ihre Weltkariere mit Straßenmusik begonnen haben. Unter der Überschrift „Größte Konzerte“ werden neben Elvis Presley die Rolling Stones erwähnt. Dazwischen werden „Einflussreiche Alben der Musikgeschichte“ aufgelistet. Die zum Club 27 gehörenden, viel zu früh verstorbenen Stars wie Janis Joplin und Amy Winehouse. Die Supremes und die Spice Girls, die es auch in auf die Leinwand geschafft haben, sind genauso gut vertreten, wie Michel Jackson und Beyoncé, die von ihren Vätern gepusht wurden. Weiter hinten treffen wir auf die deutschen Gewinnerinnen des Eurovision Song Contest, Nicole und Lena. 
    Das Buch umfasst wirklich alle Popgrößen vom Rock ´n Roll über Countrymusik bis hin zu Hiphop und Latin-Pop. Da wird von Betrügereien berichtet und von Coverversionen, die bekannter wurden als das Original. Daneben gibt es Seiten über kuriose Fakten und das größte Wohltätigkeitskonzert.
    Die kleinen biografischen Texte über die Künstler*innen lassen sich sehr gut lesen und die Illustrationen sind schrill, bunt und poppig und damit passen sie hervorragend zum Thema.

    Dagmar Mägdefrau


  • Der Schmetterling   

    Der Schmetterling   

    Kirsten Hall

    Isabelle Arsenault

    Übersetzt von Anna Schaub

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Schmetterling, dessen kurzes Leben in diesem Sachbilderbuch beschrieben wird. 
    Zarte Planzen sind zu sehen und man muss schon genau hinschauen, um das kleine Stück Schmetterlingsflügel zu entdecken.
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    Doch dann sehen wir ihn in seiner ganzen Pracht auf einem grellen gelbgrünen Hintergrund. Auf der nächsten Seite legt die Schmetterlingsdame ihr Ei auf ein Blatt und wir können die Entwicklung zur Raupe beobachten. Schon bald wird sie größer und dicker und sucht dann nach einem Ort, an dem sie sich verpuppen kann. So hängt sie sich an einen Ast und wir sehen alle Stadien, die sie durchläuft, um als Schmetterling wegflattern zu können. So macht der wunderschöne Schmetterling sich auf, Nektar zu finden und selbst Eier zu legen. Erst danach trifft unser Schmetterling auf ein zweites Exemplar und die beiden tanzen und wirbeln im Liebesrausch durch die Blumen. Da stimmt doch etwas mit der Reihenfolge nicht. Auch danach legt sie wieder Eier und dann können wir viele Schmetterlinge bewundern und die Bilder sind sehr eindrucksvoll gezeichnet. 
    Der gereimte Text erzählt uns vom Leben der Schmetterlinge und die genauen Illustrationen zeigen uns die Entwicklung und die Schönheit diese zarten Tiere. Ein sehr informatives Sachbuch mit zarten Bildern, das naturinteressierte Kinder sicher immer wieder anschauen werden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Auf in die Berge! – Was Menschen in die Höhe treibt

    Auf in die Berge! – Was Menschen in die Höhe treibt

    Katja Seifert

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis, 2026

    Wissenschaftsbuch des Jahres, 2026

    International Creative Media Award, Award of Excellence , 2025

    „Was Menschen in die Höhe treibt“ ist der Untertitel, der auf dem Cover zu lesen ist, daneben sehen wir viel kleine Menschen, die die Berge hinaufsteigen. 
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    Ich, die ich nur mit der Gondel auf die Berge fahre und das sehr genieße, oben zu sein, habe mir oft diese Frage gestellt, denn das Bergsteigen ist ja ein sehr gefahrenvolles Hobby. Deshalb erstaunt es mich, dass es so viele Frauen auf die Gipfel zieht. Obwohl sie natürlich nach ihren Kindern gefragt werden, während man wahrscheinlich nicht mal weiß, ob die Männer Kinder haben. Um so wichtiger erscheint es mir, dass hier auf die Frauen, die solche Expeditionen organisiert haben, hingewiesen wird. 
    In den Einbänden gibt es Karten, auf denen die wichtigsten und höchsten Berge eingezeichnet sind. Zuerst wird auf die Gefahren hingewiesen, dann geht es um die Mythen, die sich um die hohen Berge ranken und dann geht’s los mit dem Bergsteigen. Es geht zunächst auf den Mont Blanc, der schon 1786 bestiegen wurde. Nach eine wissenschaftlichen Ausflug in die Kartographie, geht es um den Menschen und die Verträglichkeit der Höhe. Weiter geht es mit den zwei Frauen, die dann den Mont Blanc erklommen haben und die Ausrüstung, die sie benötigten. Später erfahren wir, dass eine moderne Ausrüstung auch ein leichteres Bergsteigen bedeutet. Nachdem die Alpen erobert wurden, geht es in den Himalaja.
    Das Buch bietet eine umfassende Geschichte des Bergsteigens, da geht es wissenschaftliche Erforschung, um Material und um die Menschen, die sich dieser Strapazen aussetzen. Die Illustrationen sind in Beigetönen gehalten und teilweise sehr klein gezeichnet. Sie zeigen sehr genau, wie kompliziert sich das Bergsteigen oft gestaltet. Auch für mich, die nicht den Wunsch hegt, einen Berg zu besteigen, ist dieses vielseitige Sachbuch sehr interessant gestaltet und geschrieben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Körperquatsch mit Soße

    Körperquatsch mit Soße

    Johanna Klemet

    Tine Schulz

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das witzige Cover zeigt ein Kind, das Spaghetti direkt aus dem Teller isst und dem sie dann aus den Ohren wieder herauskommen. Daneben sehen wir noch ein paar andere Bilder, die wir im Buch finden werden.
    Die Spaghetti finden wir dann auch beim Inhaltsverzeichnis und auch immer wieder auf den Seiten des Buches.
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    Zunächst erfahren wir, um was es eigentlich geht. Es gibt da so Aussagen von Erwachsenen, die wohl dazu führen sollen, dass Kinder Dinge nicht tun, weil sie zu eigenartigen Folgen führen sollen. So platzt das Trommelfell bei lautem Gebrüll oder die Augen verderben beim Lesen im Dämmerlicht. All diese Dinge habe ich schon vor fast 70 Jahren gehört. Ich habe mich immer bemüht, sie nicht selbst zu sagen. Aber wer weiß…?
    „Nicht Schielen, das bleibt so!“ auch so ein Spruch, den ich oft gehört habe. In diesem Buch finden wir eine Schielanleitung, denn ich denke, es trainiert die Muskeln. Meine Augenärztin fordert mich bei der Untersuchung auch immer dazu auf. Kann uns das leckere und zu viele Essen aus den Ohren herauskommen? Hier wird erklärt, dass das technisch nicht möglich ist. Es gibt dazu eine Zeichnung des Kopfes.
    Mir gefällt es sehr gut, dass hier die Aussagen ernst genommen werden und es Beweise für ihre Unwahrheit gibt. Dazu gibt es einen Text und viele zum Teil sehr humorvolle Bilder. Mit diesem Buch lernt man eine ganze Menge und hat dabei soviel Spaß, dass man es nicht merkt.

    Dagmar Mägdefrau