• Ich und alle meine Ichs     

    Ich und alle meine Ichs     

    Andreas Thamm

    Melina Lebel

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Da sehen wir den kleinen Jungen forsch übers Cover laufen und im Hintergrund sehen wir seine Schatten, die er in der Vergangenheit und in der Zukunft wirft.
    Sam stellt sich uns vor und er ist fast so groß, wie drei Kisten Apfelsaft, die neben ihm stehen.
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    Seine Mama misst ihn an der Wand und macht einen Strich, denn Sam hat einen Schuss gemacht. Dann zeigt sie ihm Bilder als Baby in der Badewanne, ohne Zähne und mit wenig Haaren. Wir sehen ihn krabbeln und den jetzigen Sam einen Handstand machen. Seine packt das Handy mit den Bilder weg und Sam hat nun Bilder in seinem Kopf. Da erlebt er einiges, wächst und fährt vielleicht Motorrad. Dann überlegt er sich, wie es wäre, wenn er so alt wie Papa ist und er hat da einige tolle Ideen. Da Opa es am besten findet in Rente zu sein, hat Sam auch für diese Zeit Möglichkeiten, was er tun könnte. Wunderschön ist dann die Doppelseite auf der Sam über seine verschränkten Arme auf die kleinen Sams schaut, die vor ihm gezeichnet sind. Es ist einfach toll mit wieviel Optimismus er auf seine Zukunft schaut.
    Ich glaube, dass sich die Kinder hin und wieder vorstellen, wie das Leben weitergeht und hier wird die Vorstellung von wunderschönen Bildern begleitet. Wir erkennen unseren Sam in allen anderen Sams wieder und freuen und mit ihm auf das was kommt. Nach der Lektüre können wir zusammen weiterspinnen und uns selbst Bilder machen. Einfach herrlich!

    Dagmar Mägdefrau
  • Wie der riesige, miese Monsteralbtraum ein Kind fand, das ihn zu Ende träumt 

    Wie der riesige, miese Monsteralbtraum ein Kind fand, das ihn zu Ende träumt 

    Gundi Herget

    Mele Brink

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Da sehen wir ihn schon sitzen, den Monsteralbtraum. Er schaut mit einem Fernglas auf die Häuser und hält einen kleinen Teddy im Arm. 
    Da sitzt er auf dem nächsten Bild auf einem Kissen und in der Denkblase steht „Ich will endlich wissen, wie ich ausgehen!“
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    Und genau das ist sein Problem, denn die Träumer werden immer wach, bevor der Traum zu Ende geht. 
    Es wird Abend und das Monster lauert auf einem Dach und lauscht, wie die Kinder zu Bett gehen. Wir erfahren, wie unterschiedlich die Kinder sich verhalten und sehen das Traummonster, wie es sich in die Träume drängelt. Das Bild auf dem der Junge schlafend im Bett liegt und das Monster immer wieder aus seinem Traum wirft ist einfach sooo schön. Meist wachen die Kinder aber auf, wenn er sich in ihre Träume stiehlt und auch da werden und Beispiel gezeigt. Aber auch Albträume gibt es in unterschiedlichen Variationen und die werden auf der nächsten Doppelseite beschrieben und gemalt. Und dann lernen wir Julian kennen, der sich nie an seine Träume erinnert und die deshalb nicht seinen Mitschülern erzählen kann.
    Niemand will einen riesigen miesen Monsteralbtraum erleben, aber in diesem Buch sehen wir den Albtraum aus der Sicht des Monsters und vielleicht lohnt es sich ja nicht aufzuwachen und das schöne Ende des schlimmen Traumes zu erleben.
    Neben den fantasievollen Illustrationen könnte ich hier eine ungewöhnliche Geschichte lesen und es ist einfach toll „der riesige, miese Monsteralbtraum“ vorzulesen, da wird die Stimme automatisch ein wenig unheimlich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Heute fahren wir nach Anderswo   

    Heute fahren wir nach Anderswo   

    Klaus Baumgart

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Kinder in dem gemalten Auto losfahren. Das kleine Mädchen hat den roten Stift in der Hand.
    Klaus Baumgart wird uns als Autor vorgestellt und er sitz zusammen mit seinem Oskar in einem gemalten Auto, denn dieser Enkel hat ihn beim Illustrieren des Buches unterstützt.
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    Und dann sehen wir den Jungen im Buch, der auch Oskar heißt, er langweilt sich. Da sieht er das Mädchen und sie hat „Elfenkreide“ dabei. Obwohl Oskar meint „So was gibt es doch gar nicht“ schaut er ihr beim Malen zu. Und schon ist da das rote Auto zu sehen in das die beiden einsteigen und nach Anderswo fahren. Sie fahren hoch und runter und Oskar spürt das im Magen. Es geht rein und raus, sie sind groß und klein, langsam und schnell. Aber dann taucht ein Riese auf und der hilft ihnen weiter, weil sie sich verfahren haben. Nach dem tollen erlebnisreichen Tag liegt Oskar im Bett und denkt an Morgen.
    Die real gezeichneten Kinder bewegen sich in einer von Kinderhand gemalten Welt und dieser Gegensatz fasziniert mich sehr. Die Kinder werden sich in den Zeichnungen wiederfinden und können selbst so eine Welt erfinden und zeichnen. Was kann da nicht alles entstehen? Ein Bilderbuch voller Abenteuer und über eine ganz liebevolle Freundschaft.

    Dagmar Mägdefrau



  • Stock & Stein   

    Stock & Stein   

    Anna-Kathrin Behl

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem fröhlich bunten Cover sehen wir einen kleinen runden grauen Stein und einen kleinen geraden Stock. Diese beiden sehen wir im Dunkel einer Kinder-Jackentasche wieder. Hier liegen sie zusammen mit einigen anderen Dingen, die Kinder gerne in ihren Taschen sammeln. 
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    Auf der nächsten Seite sehen wir sie bei Licht und dann kommt eine „große erwachsene Hand“ und wirft unsere beiden Freunde vor die Tür, denn die Jacke soll gewaschen werden. Der Stein hat eine Menge Fantasie und überlegt, was alles mit ihnen geschehen könnte. Das sind sehr schöne Ideen, aber auch beängstigende. Zum Glück landen sie am Ende wieder in der Tasche der Kinderjacke. Was für ein Glück.
    Kennen wir das nicht alle, da hat das Kind wieder so viel Kempel in seinen Taschen? Zum Glück wirft die Hand die beiden nicht in den Müll, sondern zurück in die Natur. Ich fand es herrlich zu lesen, was sich die beiden einfallen lassen, was alles passieren könnte. Die meisten der kurzen Texte stehen Sprechblasen und die Zeichnungen zeigen trotz der einfachen „Gesichter“ sehr schön die Mimik und die Gefühle der beiden. Also nie Sachen aus den Kindertaschen achtlos wegwerfen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Disko im Zoo

    Disko im Zoo

    Andrea Schomburg

    Barbara Nascimbeni

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir schon die Zootiere, die gemeinsam feiern wollen. Ganz vorne tanzen die beiden Pinguine, deren Geschichte hier in wunderschönen Reimen erzählt wird.
    Mitte Mai wird der Zoo abgeschlossen und alle Tiere freuen sich auf die Diskonacht.
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    Gerti Gnu schlüpft in die roten Hackenschuh und Schwein und Stinktier sprühen sich mit Parfüm ein. Dann sehen wir die ganze Truppe auf die Festtagswiese strömen und schon wird wild durcheinander getanzt. Die Pinguine Pong und Ping „tanzen ganz verliebt den Swing und der Ping sagt: “Nach dem Fest bauen wir ein Pinguinnest!“ Doch da sie zwei Männchen sind, wird das Nest leer bleiben. Doch dann meldet sich Marei, die Pinguinfrau „und sie sagt zu Pong und Ping: „Das ist doch kein großes Ding. Kriegt ihr halt von mir ein Ei – ich leg eh ja immer zwei.“ So endet daa Buch mit dem Schlüpfen der kleinen Emilie.
    Wir schön, dass hier so eine wundervolle unbürokratische Lösung gefunden wird, die unser Paar zu seinem Glück verhilft. Eine fröhliche Buch mit vielen feiernden Tieren, die aufeinander Acht geben und die ohne Vorurteile miteinander umgehen. Die herrlich bunten Bilder zeigen ein vergnügtes Fest und die Reime sind wieder so treffend und voller Witz und so prima vorzulesen. Einfach traumhaft schön.

    Dagmar Mägdefrau

  • Willkommen, Onkel Nouruz!   

    Willkommen, Onkel Nouruz!   

    Rashin Kheiriyeh

    Übersetzt von Susanne Seidita

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein wunderschön farbiges, fröhliches Cover auf dem ein runder gedeckter Tisch von eine älteren Paar und der Kindern umrahmt ist. Die schwarze Katze ist auch nicht zu vergessen,, die im Buch auf jeder Seite zu finden ist.
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    Zunächst sehen wir eine Kinderzeichnung, auf der Kinder einen Schneemann bauen. Dann Onkel Nouruz auf einen fliegenden Teppich. Und dann starten wir mit der Anfangszeichnung, nur ist sie diesmal bunt und Naneh Sarma, die Großmutter des Winters steht vor ihrem Haus. Zu Frühlingsbeginn soll dann Onkel Nouruz auftauchen. Es wir berichtet, dass die beiden sich immer verpassen würden.
    Dann geht es an die Vorbereitungen zum großen Frühlingsfest, es wird geputzt, eingekauft, sich neu eingekleidet, sich herausgeputzt, gekocht und der Tisch gedeckt. Alles das macht die Großmutter mit Hilfe der Kinder. Als dann alles fertig ist, schläft sie erschöpft ein und so verpasst sie wieder den Besuch von Onkel Nouruz.
    Im Nachwort erklärt uns die im Iran geborene Autorin, dass Nouruz „neuer Tag“ bedeutet und den Beginn des Frühlings und des persischen Neujahrs angibt. Hier lernen wir den Ablauf und die Tradition dieses Festes kennen und können uns mit Hilfe der wunderschönen Bilder vorstellen, wie schön so ein Neujahrsfest gefeiert wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Nadja und Elias feiern Pessach

    Nadja und Elias feiern Pessach

    Eva Lezzi

    Anna Maria Praßler

    Cyndia Hartke

    Vermes- Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Tante Darja hebt das Glas, auf dem festlich gedeckten Tisch steht der große runde Sederteller mit den Speisen, die alle eine symbolische Bedeutung haben. 
    Nadja und Elias sind befreundet und als sie am Spielplatz auf dem Klettergerüst sitzen, lädt Nadja ihren Freund zum Pessachfest zu sich nach Hause ein.
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    Nicht nur die Männer tragen eine Kippa, auch die emanzipierte Tante vom Cover trägt eine bunte Kippa. Auf den Teller liegt ein kleines Buch, die Hagadda, darin steht die Geschichte des Auszugs aus Ägypten, die gleich in unterschiedlichen Sprachen vorgelesen wird. Da der nette Großvater aus Russland stammt wird, Elias nicht nur auf Deutsch, Hebräisch sondern auch auf Russisch begrüßt. 
    Wir nehmen an diesem wichtigen jüdischen Fest zusammen mit Nadjas Familie, Elias und seinem Vater teil. Wir erfahren, wie der Ablauf ist und warum in den nächsten Tagen Mazzen, ungesäuertes Brot, gegessen wird. Pessach ist mir vom Namen her ein Begriff und ich weiß auch, dass dieser Termin mit unserem Osterfest zusammenhängt. Im Alten Testament wird uns berichtet, dass Gott die Juden aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat.
    Die Illustrationen zeigen uns sehr realistisch die einzelnen Abschnitte der Feier und der Text erklärt, warum alles genauso ablaufen muss. Ich habe mich so gefühlt, als wenn ich ebenfalls zu Gast wäre. Unterhaltsam, informativ und sehr gut verständlich zeigt uns dieses Bilderbuch etwas über die jüdische Kultur und ich finde es sehr wichtig, etwas darüber zu erfahren. Denn was man kennt, ist nicht mehr fremd. Auf den letzten beiden Seiten gibt es noch einige Sachinformationen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Zwei ganz besondere Freunde   

    Zwei ganz besondere Freunde   

    Aline Portman

    Aus dem Niederländischen von Eva Schweikart

    Mixtvison

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den kleinen rothaarigen Jungen mit der großen runden Brille, der seine Buch in der Mähne eines Löwen liegend liest.
    Dieser Junge wünscht sich, wie so viele Kinder ein Haustier, aber es soll schon ein ganz besonderes sein.
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    Da denkt er zuerst an einen Wal, und wir sehen Theo mit dem Wal an der Leine spazieren gehen. Dann kommen ihm doch berechtigte Zweifel und es ist schon witzig, die Bilder anzuschauen. Als nächstes wählt er einen Bären, aber das scheitert an am Winterschlaf des Tieres. Als nächste kommt ein Löwe in Frage, 
    Dann lernen wir Oskar, den Hund, kennen. Er wollte kein gewöhnliches Herrchen. So erträumt er sich einen Wikinger oder eine Königin. Werden die beiden zusammenkommen?
    Die Illustrationen sind sehr minimiert, auch farblich sehr eingeschränkt und zeigen trotzdem sehr genau, was uns der kurze Text beschreibt.
    Für mich ein Buch, dass Potenzial zu einem Klassiker hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn es Licht wird im Wald – Vorlesegeschichten von Bär Brumm und seinen Freunden

    Wenn es Licht wird im Wald – Vorlesegeschichten von Bär Brumm und seinen Freunden

    Kaisa Happonen

    Anni Vasko

    Aus dem Finnischen von Anu Stohner

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sind alle Tiere abgebildet, auf die wir im Laufe der Geschichten treffen werden. Ganz unten der kleine Bär Brumm und sein Freund.
    In der ganz kurzen Auftaktgeschichte fragt der Feuerfalter Brumm, was man „Im Licht des Waldes sehen kann“.
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    Und natürlich kann man den Feuerfalter sehen, der ist ganz groß und rot auf der nächsten Doppelseite zu bewundern. Brumm kann nicht mit seinem Freund toben und den Baum hinaufklettern, weil er überlegt, wie die Nacht anfängt. Sein Freund zeigt es ihm und so gibt es drei Doppelseiten ohne Text, auf denen sich der Wald immer dunkler färbt. Dazu passt, dass der Schildrohrsänger ständig singt und nur eine Pause macht, „wenn der Abend zur Nacht wird.“
    Die poetischen Geschichten sind zart und mit wenigen Worten erzählt, dennoch beinhalten sie wichtige Aussagen. Aber ganz besonders schön sind die Illustrationen, die großformatig und trotz der deckenden Farben durchscheinend wirken. Sie erinnern mich an japanische Kunst, aber ich bin da keine Expertin.
    Ich kann nur bestätigen, dass ich nach der Lektüre sanft eingeschlafen bin.

    Dagmar Mägdefrau

  • Toto

    Toto

    Hyewon Yum

    Aus dem Amerikanischen von Diana Steinbrede

    Von Hacht

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir das kleine Mädchen und oben an der Stirn hat sie ein Feuermal, das sie Toto nennt.
    Sie überlegt, wie sie ohne dieses Mal wohl aussehen würde. Wäre sie hübsch oder unscheinbar?
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    Charlie findet es cool und schreibt ihm Superkraft zu, Oma küsst es traurig und Mama spricht von dem Kuss eines Engels. „Manchmal sehen die Leute nur Toto und nicht mich.“ - Wird sehr wirksam dargestellt durch einen Kopf mit rotem Mal, aber ohne Gesicht. Mama schneidet ihrer Tochter einen Pony, unter dem sie Toto versteckt, als sie in die Schule kommt. Am ersten Schultag findet sie direkt eine beste Freundin, sie heißt Niko und die beiden machen alles zusammen. Doch als sich das Mädchen kopfüber an eine Turnstange hängt, sieht Niko Toto. Wie wird sie reagieren?
    Eine wundervolle Geschichte über eine liebevolle Freundin, die in Toto etwas Besonderes sieht. Obwohl ihre Familie sie immer wieder aufbaut, hat das kleine Mädchen Zweifel. Sie ist unsicher, weil sie dieses rote Zeichen auf der Stirn trägt, doch ihre Schulfreundin gibt ihr das Selbstvertrauen, das sie benötigt, um stolz durch die Welt zu gehen.
    Die einfachen Bleistiftzeichnungen, in denen nur das Gesicht und Toto farbig gezeichnet sind, zeigen hervorragend die wechselnden Gefühle und die Veränderung von Toto, die damit verbunden ist. Eine Geschichte, die uns zeigt, dass vermeintlicher Makel auch etwas Besonderes sein kann.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ada und die Zahlen-Knack-Maschine

    Ada und die Zahlen-Knack-Maschine

    Zoë Tucker

    Rachel Katstaller

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ich muss zu meinem Bedauern zugeben, dass ich weder den Namen Ada Lovelace, noch den nach ihr benannten Tag kannte. Ich wusste auch nicht, dass die 1815 geborene Ada Mathematikerin und Computertechnikerin war. 
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    Zudem war sie die Tochter von Lord Byron. In diesem Bilderbuch lernen wir sie als kleines Mädchen kennen. Ada liebte es von klein auf, Aufgaben zu lösen. "Sie las alle Bücher der Bibliothek" und sie erfand Maschinen. Wenn ihre Mutter zum Tee einlud, saß sie unter dem Tisch und hörte zu. Sie malte Bilder und schrieb lange Briefe. Kluge Menschen aus aller Welt unterrichteten sie und de Erfinder Charles Babbage wurde ihr Brieffreund. Gemeinsam erdachten sie eine Maschine, die die Welt veränderte.

    Ein Bilderbuch, aus dem man viele Informationen bekommt, dass trotzdem einfach zu lesen ist und mit schönen Bildern erklärt. Ich freue mich, dass ich Ada auf diesem Wege kennenlernen durfte und finde, diese Chance sollten noch viele bekommen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Simone 

    Simone 

    Nikolaus Heidelbach

    Von Hacht

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Wally, die bald in die Schule kommt, auf den Rücken von Simone, dem Flusspferd, sitzen. 
    Das Buch beginnt mit einem kleinen Text, der uns vom Babyschwimmen berichtet. Das Bild auf der nächsten Seite zeigt uns, wie es dort unter Wasser aussieht, allerdings sehen wir auch das Flusspferd Simone unter Wasser. Mama findet sie sympathisch und so wird Simone Wallys Babysitter.
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    Sie macht alles, was Babysitter so machen. Sie schläft sogar bei Wally im Zimmer und bringt ihr alles bei, was ein kleines Mädchen wissen muss. Als Wally ein Schulkind wird, machen die beiden eine kleine Reise, um Abschied zu nehmen, denn bald braucht Wally keine Babysitterin mehr. So schreibt Simone einen Zettel für Mama und die beiden machen sich auf ins Abenteuer. 
    Neben der fantasievoll erzählten Geschichte sind die Illustrationen einfach hinreißend gelungen. Das Anschauen macht mir so viel Freud und Simone wirkt so liebenswert.
    Meiner Enkelin darf ich das Buch wohl nicht vorlesen, denn sie wird am Ende sehr weinen müssen, denn da fragt Wally „Sehen wir uns wieder?“ Und die Antwort ist „Irgendwann werde ich wiederauftauchen!“

    Dagmar Mägdefrau


  • Obacht!

    Obacht!

    Kerstin Hau

    Stella Dreis

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre


    Ein riesige dunkle Tatze schaut unter einer orangen Decke hervor, daneben sehen wir die Protagonisten dieses Bilderbuches.
    Gleich am Anfang lernen wir sie kennen: Den Wimpf, den Wompf, Timpa-Ma und Timpe-Pa die in einem Haus wohnen und Mienchen, die nebenan wohnt.
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    „Obacht“ schreit der Wimpf, denn er entdeckt das RIESIGE Tier, das vor der Stadt liegt. Timpe-Pa legt die orange Decke über das Tier und schon ist es nicht mehr zu sehen. „Mienchen gefällt das gar nicht.“, aber sie wird ja nicht gefragt. So wird dann eine Brücke gebaut und eine Straße verlegt. Doch das alles ist nicht die Lösung. Erst als Mienchen mit dem Tier freundlich spricht, liegt die Lösung auf der Hand.
    Ungewöhnliche winzige Menschlein mit ausgefallenen Namen wurden hier geschaffen und sie sind festgefahren in ihren Aussagen, die sie immer wiederholen. Das Fremde, bedrohlich Wirkende wird ausgeblendet und umgangen, statt sich damit auseinanderzusetzen und es anzusprechen. Nur Mienchens Sichtweise stellt sich als Lösung heraus und sie wird am Ende gefeiert. „Deine Worte haben etwas SO Großes bewegt!“
    Ein Bilderbuch mit vielen Diskussionsansätzen, das sich schön vorlesen und anschauen lässt, denn die Illustrationen sind aus ungewöhnlichen Perspektiven erstellt und voller poetischer Fantasie.

    Dagmar Mägdefrau



  • Ein Pokal für den Schakal

    Ein Pokal für den Schakal

    Jule Wellendiek

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein riesiger Pokal ist auf dem Titel zu sehen und obendrauf sitzt lässig der Schakal. Er möchte gerne den Pokal gewinnen und ist ganz sicher, dass ihm das mit seiner Frisur gelingen wird. Doch dann muss mit der Enttäuschung fertig werden, dass die Gans den Pokal gewinnt und alle Tiere ihr zujubeln. 
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    Aber der Schakal ist clever und er verleiht sich selbst den Pokal für den „besten Schakal“, er fühlt sich „als wäre er der König der Welt.“ Doch leider kommen auch andere Tier auf diese Idee und so haben bald alle Tiere einen Pokal oder eine Medaille in Kategorien, die nur sie erfüllen können. So wird die Giraffe für den längsten Hals ausgezeichnet. 
    Ich muss gestehen, dass mir schon zu Beginn des Buches ein amerikanischer Politiker einfiel, den ich mir in der Rolle des Schakals vorstelle. Aber abgesehen von dieser Aktualität, ist der Schakal sehr clever, immer fällt ihm etwas ein, damit er gut dasteht und so schafft er es, dass am Ende des Buches alle zusammen ein Fest feiern.
    Ein Buch, das viele Gefühle beim Vorlesen hervorruft, denn als der Schakal alle Pokale stiehlt, war meine Enkelin voller Entsetzen darüber. Aber auch seine Überheblichkeit am Ende des Buches, als der Schakal ein Denkmal für sich aufstellt, war ihr durchaus bewusst.
    Die Illustrationen begleiten die Geschichte mit wimmeligen Bildern, sie zeigen aber auch die Emotionen unserer Hauptfigur, der vor allem Verschlagenheit aus den Augen blickt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Vom Glück unserer Freundschaft    

    Vom Glück unserer Freundschaft    

    Jake Biggin

    Übersetzung: Carola Kessel

    DK

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Sehr edel sieht das Cover aus mit seinen goldenen Buchstaben. Da sitzt das kleine Mädchen am Meer und neben ihr ihr Hund, der ihr wohl etwas sagen will.
    Und „sprechen“ kann der kleine Dackel dann auch und er gibt weise Dinge von sich.
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    Aber zunächst fragt er Anna, was sie hat, denn sie liegt mit einem Kissen vor dem Gesicht zusammengekauert auf dem Bett. „Ach, nicht so wichtig“ lautet ihre Antwort. Doch der Hund widerspricht und sagt ihr, dass sie Freunde sind. 
    Annas Körperhaltung bleibt abweisend, während wir ihr Gesicht nicht wirklich sehen können. Ihr Gesicht bleibt auch bis auf wenige Ausnahmen am Ende des Buches ohne Merkmale, aber ihr Körper zeigt sehr genau ihre Gefühle. Die einzelnen Doppelseiten sind wundervoll zart mir Aquarellfarben illustriert, die beiden Freunde sind fließend mit Tusche gezeichnet und so bleibt alles weich.
    Ein schön gestaltetes Buch mit vielen aufbauenden Aussagen. Ich finde ja immer, dass diese Bücher was für Erwachsene sind, die Freude an den wahren Aussagen über Freundschaft haben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ganz am Anfang war der Ball

    Ganz am Anfang war der Ball

    Will Gmehling

    Antje Damm

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Buch muss einfach laut gelesen werden, denn dann kommen die vielen lustigen Namen und Orte, Verben und Plätze so richtig zur Geltung. Da fließen mir die Sätze fröhlich von der Zunge. 
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    „Fuß & Ball gehört zusammen,
    einerlei, woher sie stammen.
    Blaue Flecken, Kratzer, Schramme:
    Wir sind Feuer, wird sind Flamme!“
    Da wird noch so ganz nebenbei erwähnt, dass wir alle doch gleich sind. Und das Bild dazu zeigt verschiedene Füße mit den unterschiedlichsten Schuhen oder auch ganz ohne diese. Aber wenn man ganz genau hinschaut, sitzt eine Schnecke auf dem Fußball, Ameisen laufen durchs Bild und neben dem Rucksack, in Superman-Farben, liegt ein Kronkorken.
    Genauso witzig sind die anderen Seiten, da wird gejubelt, Trikots gewaschen, Fußball geguckt und gespielt. Es gibt so viel zu entdecken und einige Sachen tauchen auch immer wieder auf und die Suche macht so richtig Spaß.
    Fazit: Ein Fußballbuch mit wunderbar witzigen Reimen und Illustrationen, die mich total begeistern.

    Dagmar Mägdefrau
  • Da ist besetzt!

    Da ist besetzt!

    Antje Damm

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir ein Schwein im Anzug auf einer Bank sitzen, an der Leine hält er einen kleinen grauen Hund und hinter der Birke schaut ein Krokodil hervor.
    Noch ist die Bank leer, der kleine Park an den Hochhäusern wirkt verlassen und kahl.
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    Dann sitzt das Schwein mit dem Hund auf der Bank und über den Weg naht das Krokodil mit einem großen gelben Rucksack. Es grüßt freundlich und fragt „Ist da noch frei?“ Das Schwein schaut böse und antwortet „Da ist besetzt!“, obwohl niemand zu sehen ist. Dem Krokodil macht das nichts aus, es setzt sich auf den Boden, packt einen Rucksack aus und bietet Himbeertee an. Auf die Frage, was er wohl da mache, antwortet das Krokodil „Ich träume!“
    Ja und genau von diesem Traum handelt dieses Buch und auch Herr Schröder, wie sich das Schwein vorstellt, erzählt von einem seiner Träume.
    Es ist sehr schön zu erleben, wie sich die beiden durch die nette Art von Flux, dem Krokodil, das sich nicht von der negativen Art abschrecken lässt, annähern und zum Schluss gemeinsam etwas unternehmen.
    In den gezeichneten Gesichtern der beiden konnte ich genau jede Regung erkennen und mir vorstellen, wie die kurzen Sätze gelesen werden wollen. Eine poetische Geschichte über den Beginn einer Freundschaft, die mit der Erfüllung eines Traums beginnt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Mich kriegt nichts kaputt   

    Mich kriegt nichts kaputt   

    Annette Langen

    Kristine Ortmeier

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Vasen, die wir auf dem Cover sehen, sind die Protagonistinnen in diesem Bilderbuch, die Hauptrolle spielt die kleine Vase mit der Stupsnase. Als der Laden schließt, stehen die Vasen, einige mit einem Preisschild versehen, im Regal. 
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    Eine rosa Vase mit Brille steht auf dem Boden und strickt an einem Netz. Die kleine Vase schreit „Jetzt will ich spielen, am liebsten mit Vielen!“ und möchte sich an einem Strick abseilen. Die Angstvasen haben, wie ihr Name schon sagt, Angst! Doch die kleine Vase lässt sich nicht abhalten, sie seilt sich ab. Danach erfahren wir so einiges über die Ängste der anderen Vasen, ihre größte Angst ist die vor einem Elefanten. Doch die kleine Vase ruft „Aus und vorbei mit der Angsthaberei!“ und macht einen Kopfstand. Als dann noch ein Elefant im Laden auftaucht und sie vor dem Absturz rettet, dann aber selbst Angst vor einer Ameise hat, ist irgendwie alles durcheinander. 
    Die wörtliche Rede reimt sich, während der restliche Text ohne Reime auskommt und die Bilder zeigen sehr schön die Emotionen der Vasen.
    Ich muss zugeben, dass mich die Geschichte nicht so richtig gepackt hat. Angstvasen, ein ängstlicher Elefant und eine kleine Vase mit Stupsnase, die an ihre Grenzen und darüber hinaus geht, da ist mir doch zu fantastisch. Mir ist klar, dass hier Angst das wichtigste Thema ist und dass wir erfahren, dass es ein Sicherheitsnetz gibt, das uns die Angst nehmen kann. Allerdings kann ich das nicht so recht in meinen Alltag umsetzten.
    Bei meinen Enkeln hat die Geschichte allerdings gezündet, sie haben einfach mehr Fantasie als ihre Oma.

    Dagmar Mägdefrau