• Trau dich, kleiner Pinguin!

    Trau dich, kleiner Pinguin!

    Steve Smallman

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Pippa Pinguin, die sich etwas ängstlich an einen erwachsenen Pinguin schmiegt. Fröhlich spielen die kleinen Pinguine in Eis und Schnee. Percy ist immer vorneweg und kennt keine Angst. Doch Pippa ist nicht so mutig, sie ist lieber vorsichtig. Pippa hat vor vielem Angst, vor der Dunkelheit und vor Neuem. So springt sie auch nicht ins Meer, um wie Percy den neuen Eisberg zu erkunden.

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    Doch leider passiert Percy dort ein Unglück und er liegt mit einer Beule in einer dunklen Höhle.  Pippa macht sich Sorgen und macht sich, trotz ihrer Angst, auf Percy zu suchen. Und so wird Pippa, weil sie ihre Angst überwunden hat „zum mutigsten Pinguin aller Zeiten!“

    Neu ist die Geschichte nicht, es gibt sie mit vielen Tieren und in noch mehr Variationen. Aber sie ist auch immer wieder schön zu lesen und wir freuen uns jedes Mal mit den Protagonisten, die sich trauen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Club der kleinen Millionäre 2

    Der Club der kleinen Millionäre 2

    Elfi Sinn

    BoD

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Der Club der kleinen Millionäre hat genaue Vorstellungen, wie die Mitglieder mit Geld umgehen müssen, so haben alle einen Job und teilen ihr Taschengeld nach genauen Vorgaben auf.
    Aber diese Geschichte handelt von Friederike, die zu dick ist. Sie nimmt sich immer wieder vor abzunehmen, aber dann locken doch die Leckereien. Ihre Ärztin erklärt drastisch die Folgen ihres Essverhaltens und schickt sie zusätzlich zu einer Psychotherapeutin. Friederike hat eine Mutter, die sich wenig um sie kümmert und die ihr ihr Gewicht vorwirft. Ihr Vater wohnt in England und nur in den Ferien kann sie bei ihm leben.

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    Doch dann trifft sie auf Lissy, einem Clubmitglied, die sich schick kleidet und sogar ihre Kleider selbst entwirft und näht und die ist gar nicht so hochnäsig, wie Friederike dachte. Sie bietet ihr sofort Hilfe an. So wird der Club zu Friederikes Rettung. Tanja, die selbst mal ein paar Pfund zu viel hatte, zeigt ihr, wie sie selbst kochen und gesünder essen kann. Sporty wird zu ihrem Trainer und lässt sie zunächst die Treppen im Haus laufen.
    Auch die anderen Clubmitglieder helfen, wo sie können und unterstützen Fritzi, wie sie jetzt genannt wird, immer wieder. Fritzi bringt den anderen als Gegenleistung englisch bei, denn sie kann es ja durch ihre englische Familie perfekt. 

    Es ist toll, was für gute Ideen dazu beitragen Fritzi schlanker werden zu lassen. Damit ist das Buch ein hervorragender Ratgeber zum Abnehmen. Da gibt es Tipps für ausgefallene Frühstücksbrote, für einfache Sportübungen und Kleidungstipps. Aber natürlich ist das Schönste die Freundschaft, die zwischen Fritzi und den Clubmitgliedern entsteht. Gegenseitige Unterstützung und Lob bringen die Geschichte zu einem guten Ende und auch privat tut sich so einiges. So wird aus der dicken Friederike eine hübsche, selbstbewusste und gesunde Fritzi. 

    Ich habe selbst immer wieder mit meinem Gewicht zu kämpfen und deshalb gefällt es mir, dass das Buch neben der schönen Freundschaftgeschichte auch praktikabel Ratschläge bietet. Ich denke viele pummelige Mädchen kennen sich in Fritzi wieder und können versuchen auf diese Art abzunehmen. Besonders schön wäre es sie hätten auch so gute Freunde, wie den Club der kleinen Millionäre.

    Dagmar Mägdefrau

  • Searching Lucy

    Searching Lucy

    Christina Stein

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Eigentlich ist es eine normale Familie, die Zwillingschwestern Amber und Lucy, ihr kleiner Bruder Tom, der noch in die Kita geht, und die Eltern. Alle zusammen wohnen in einem Haus in einer kleinen Stadt. Der Vater arbeitet an der Schule der Töchter als Lehrer. Doch dann verschwindet plötzlich der Vater und an Halloween Lucy. 
    Amber will nicht hilflos sein, sie muss etwas tun, so kommt sie auf die Idee bei Leuten in der Nachbarschaft einzubrechen. Sie hofft, dass sie ihre verschwundene Schwester in einem Keller eingesperrt finden wird. Sie beherrscht mehrere Methoden des Einbruchs und scheut kein Risiko bei ihren Erkundungen.

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    Was sie findet ist meist ein trauriges, einsames Leben. Die Mutter hat begonnen zu trinken und wir erleben sie meist als hilflose Person. Besonders Tom leidet unter der Situation, die sich immer mehr verschlimmert. Amber entdeckt dadurch, dass sie auch GPS-Tracker benutzt, dass die Familie ihres ehemaligen Freundes Taylor nicht so schillernd ist, wie es von außen scheint.
    Auch ihr Mitschüler Jamie hat ein trauriges Geheimnis. Er will Amber zukünftig bei ihren Einbrüchen begleiten. Da die Polizei wohl in einer Sackgasse gelandet ist, versucht Amber alles um ihren Vater und besonders ihre Schwester zu finden.

    Die Beschreibung der Einbrüche und die mögliche Entdeckung nahm mir beim Lesen immer wieder den Atem. Die Spannung der Erzählung, die auch aus der Ichform (Amber) entsteht, nimmt immer mehr Fahrt auf und man muss einfach weiterlesen, um die ungewöhnliche Lösung des Falls zu erfahren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Fürchtet uns, wir sind die Zukunft

    Fürchtet uns, wir sind die Zukunft

    Lea-Lina Oppermann

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Der flotte Stil der jungen Autorin gefällt mir sehr gut. Viele Dialoge und kurze Blöcke mit großem Zeilenabstand und vielen freien Teilen, führt dazu, dass man das Buch schnell lesen kann.
    Theo Sandmann ist der Sohn eines Tänzerpaares und sein Vater starb, als Theo 5 Jahre alt war, bei einem Unfall. Das Buch beginnt mit Theos erstem Tag an der Akademie. Er ist Pianist und der berühmte Goldstein hat ihn zum Einzelunterricht angenommen. Er ist ein besonderer Lehrer mit wunderbaren Lehrmethoden, Theo ist sofort von ihm begeistert. Auch in der Pause wird sich an feste Zuordnungen gehalten, so sitzt Theo bei den anderen Pianisten und nicht bei Tofu, die er zunächst kennenlernt.

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    Werner Stenzel ist der große Förderer der Akademie und ein Redner auf der Gala. Dort hört Theo Aida singen und er ist ganz gebannt von ihr. Bei einer Party lernt er sie näher kennen und erfährt von ihrem Projekt, das so heiß, wie der Buchtitel. 
    Die jungen Leute unternehmen gefährliche Abenteuer und Theo muss dabei seine Höhenangst überwinden. Er bewundert und liebt Aida, die sich mit immer wechselnden Perücken auf ihrem kahlen Schädel inszeniert. Goldstein meldet Theo bei einem Wettbewerb an und er müsste dafür viel üben, aber das Zusammensein mit Aida ist ihm wichtiger, denn das scheint seine Zukunft.

    Die gut erzählte Geschichte nimmt dann eine Wendung, die ich auf mich ein Déjà-vu-Gefühl aufkommen lässt. Trotzdem bleibt es interessant und spannend. 
    Auch das zweite Buch von Lea-Lina Oppermann ist ein besonderes Buch und fordert dazu auf die Stimme zu erheben, so wie Theo.

    Dagmar Mägdefrau

  • Entdecke die Tiere im Wald

    Entdecke die Tiere im Wald

    Peter Wohlleben

    Bilder von Stefanie Reich

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Wir begleiten einen gezeichneten Peter Wohlleben und das Eichhörnchen Piet durch das Buch und den Wald. Auch wenn es kein Klassenzimmer im Wald gibt, so müssen doch auch Tierkinder etwas lernen. Zu dem doch sehr langen Text gibt es ein Quiz und einen Vorschlag zum Ausprobieren. Ein Wald-Sodoku lockert weiter auf. Weil es leichter ist, essen Rehe lieber Himbeeren, als die stacheligen Brombeeren. So kann man aus fehelenden Himbeersträuchern ableiten, dass da viele Rehe leben. Diesmal kann man ein Labyrinth lösen, für das Wortgitter muss man doch schon lesen können.

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    Im Innenteil finden wir die Sticker, auch die für das Sodoku. „Ein Mäusepaar kann im Jahr 2.000 Kinder, Enkel und Urenkel bekommen.“ Warum aber nicht überall Mäuse sitzen, erklärt Peter Wohlleben im nächsten Teil. „Was erzählen uns die Vögel?“ wird danach beantwortet. Nach dem Kreuzworträtsel kommt die Aufforderung das Internet im Wald zu finden. Ganz hinten im Buch können wir die Lösungen für die Rätsel finden. 
    Es gibt im Buch fünf Doppelseiten mit wundervollen Waldfotos, die man mit den Stickern ergänzen kann. 

    Für das Buch kann man noch gut die Hilfe eines Erwachsenen gebrauchen, aber gemeinsam wird es sicher sehr viel Spaß machen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Expedition zum Wunderbaum

    Die Expedition zum Wunderbaum

    Isabelle Obladen

    Michaela Heimlich

    Herausgegeben von Isabelle Obladen

    NOVA MD

    Autorenempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Hund Hermann und sein Herrchen Yuma, sie sind im Wald unterwegs und suchen nach dem Wunderbaum.
    Am Morgen beobachtet Hermann zwei anderen Hunde, die wohl ein Geheimnis haben. Durch ein Tauschgeschäft, gelangt er an einen Plan, der ihn zum Wunderbaum führen soll. Das Versprechen zu dem Baum lautet „Dort stehen Bäume, die hoch wie Menschen reichen. An den Ästen wachsen Knochen, da wollte ich vor Freude kreischen.“ Das dazugehörige Bild zeigt Hermann, der sich vorstellt, wie er von einem Baum Knochen pflückt.

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    Zusammen mit Yuma macht er sich auf den Weg. Doch im Wald gibt es erst einige Probleme zu bewältigen, damit sie sich ihrem Ziel nähern können. Zum Glück treffen sie immer wieder auf Tiere, die aufgrund ihrer Eigenschaften helfen können.

    Der Text besteht aus einer Erzählung und Dialogen, die in Reimen geschrieben sind. Die Reime wiederholen sich wie ein Refrain mit leichten Abwandlungen. Kinder lieben solche Wiederholungen sehr. Nicht alle Reime gehen mir einfach von der Zunge, einige Sätze haben eine ungewöhnliche Satzstellung.
    Das Buch ist schön illustriert, besonders die Gefühle kommen gut rüber. Ein Wunderbaum, der für einen Hund das Schlaraffenland bedeutet, ist sicher ein schöner Traum und mit Hilfe der Freunde lässt sich da viel bewegen. Die Text sind etwas länger und ein dreijähriges Kind muss schon etwas Vorleseerfahrung mitbringen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Meine Dino-Box

    Meine Dino-Box

    Vorlesen Puzzeln Spielen

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der Inhalt dieser Box, die man aufklappen kann, besteht aus einem dreiseitigen fest integrierten Pappbuch mit ausgestanzten Teilen, in die man die Puzzleteile setzten, kann, die in einem Klarsichtbehälter liegen, der sich im Deckel befindet.
    Auf der ersten Seite der Dino-Expedition erforschen wir mit Mia und Tom die gängigen Land-Saurier. Mit der Lupe werden ihre Fußspuren angeschaut. Auf der Puzzleseite kann man außer der Lupe vier Saurier einsortieren. In den Feldern kann man Informationen zu den Tieren finden. 
    Mit der Taschenlampe geht es dann unter Wasser weiter, eine Qualle und Seepferdchen sind auch im Wasser unterwegs und natürlich der große Mosasaurier.

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    Auch hier ergänzen die Puzzleteile mit ihren Informationen „Der Plesiosaurier mit Flossen zum Schwimmen.“
    Natürlich dürfen auch Flugsaurier nicht fehlen Mia und Tomm finden sogar ein Nest mit Jungtieren. Im Hintergrund sehen wir einen Vulkan, der Lava speit. 
    Die Kinder werden im Text aufgefordert, Tiere zu suchen und immer versteckt sich eine kleine grüne Schildkröte. Außerdem gibt es auf jeder Seite etwas zu zählen. Die Bilder sind bunt und einfach gezeichnet, bilden aber die Besonderheiten der Dions gut ab. 

    Mir gefällt diese Kombination sehr gut, denn einigen Kinder ist reines Vorlesen noch zu langweilig. Hier findet sich Sachwissen über Dinosaurier, die die Kleinen nach wie vor faszinieren, in einer einfachen, klaren Form.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Katze ist es ganz egal

    Der Katze ist es ganz egal

    Franz Orghandl

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2021

    Kranichsteiner Kinderliteraturstipendium 2021 für Franz Orghandl

    Leo, den seine Eltern als Junge kleiden, fühlt sich nicht wohl als Junge, er möchte lieber eine Jennifer sein, denn so fühlt er sich. Als er das seiner Familie erklärt, nimmt sie ihn nicht  ganz ernst, anders als seine Freunde. Anne und der dicke Gabriel können ihn/sie verstehen und sie unterstützen ihn/sie. Selbst seine Lehrerin geht lieb auf ihn ein, möchte aber die Eltern sprechen. 

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    Die schwangere Mutter unterstützt Jennifer ebenfalls, nur der Vater hält die Entscheidung seines Kindes für eine Marotte, so streiten die beiden und Jennifer geht ohne Abschied los. Anne und Gabriel wollen mit Jennifer nach H&M, um das gewünschte Kleid zu kaufen, doch dann geht Jennifer vor der Schule in das Mädchenklo und trifft dort auf Stella. Sie hat einen rasierten Kopf und ist ein Schlüsselkind. Die beiden ziehen sich bei Stella um und so kommt Jennifer unerwartet an ein Kleid. Zusammen gehen sie los und erleben einiges.

    Das Buch geht sehr anschaulich und behutsam mit dem Thema „Mädchen mit Penis“ um, man spürt die Liebe aller Beteiligten und besonders gut gefällt mir der Vater, dem das Kind wichtiger ist als sein Geschlecht. Am Ende muss der sture Papa sich entscheiden.
    Der Titel ist für mich etwas verwirrend, denn die Katze kommt nur ganz kurz in dem Buch vor. Ungewöhnlich ist die Lösung wie mit den österreichischen Begriffen umgegangen wird, im Text weist ein Pfeil auf das in Deutschland gebräuchliche Wort hin. „Naschlade = Schublade voll Süßkram“. 

    Ein Buch, dass Mut macht, zu sagen, wenn sich etwas nicht so anfühlt, wie es nach außen scheint. Ich hoffe, es wird noch viele Leos geben, die sich trauen zu sagen, dass sie lieber eine Jennifer wären.
    Was mich allerdings sehr wütend gemacht hat, ist, dass der Freund immer nur der dicke Gabriel hieß, auch Jennifer nennt ihn so „Du bist die beste Freundin, die man haben kann, und der dicke Gabriel auch.“ Ich kann Ihnen versichern, dass sowas einer dicken Frau weh tut.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein größter Schatz bist du

    Mein größter Schatz bist du

    Marie Voigt

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den kleinen Max mit seinem liebsten Schmusetier und anderem Spielzeug, im Hintergrund die Schatztruhe. Die Schrift und die kleinen Punkte sind aus echtem glänzendem Gold. Auf der Schatzkarte im Einband sind alle Stationen seiner Suche zu sehen.
    Kann Max seinen Kuschelhund Toffie mit in den Kindergarten nehmen oder soll er eines seiner anderen Spielzeuge mitnehmen? Da sieht er oben auf dem Regal eine kleine Schatzkiste und er wünscht sich sie erreichen zu können.

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    Sein Wunsch geht in Erfüllung und er befindet sich mit Toffie in einer Fantasiewelt. Der Ritter, das Rennauto und das Glitzereinhorn nennen ihnen Gründe, weshalb sie den Schatz nicht erreichen können. Doch die beiden Freunde halten zusammen und erreichen den Goldenen Schatz. Der Inhalt der Truhe überzeugt Max, dass er nur Toffie mit in den Kindergarten nehmen kann, denn er ist sein größter Schatz.

    Fantasy für die Kindergartenkinder, ich finde eine schöne Idee.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hörst du das, Lieselotte?

    Hörst du das, Lieselotte?

    Hörst du das, Lieselotte?

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein Pappbilderbuch mit Sound über die Kuh Lieselotte, die ein ungewöhnliches Geräusch hört. Das Cover zeigt Lieselotte inmitten ihrer Tierfreunde.
    Lieselotte hat etwas gehört und fragt sich, was das sein kann. Sie liegt im Gras und mittels des gut zu drückenden Kontaktes hört man ihr Muhen. Die Bäuerin füttert die Hühner, einige trinken aus Kaffeetassen, eine anderes hat schon die Serviette umgebunden, dazwischen sind kleine gelbe Küken zu sehen. Im Hintergrund kommt Lieselotte angelaufen. Hier hören wir das Gackern.

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    In der Werkstatt sind Ziege und Pony, der Sound spielt das Sägegeräusch ein. Auf der nächsten Seite hupen die Schweine am Traktor. Danach hebt die Bäuerin das klingelnde Telefon ab. Und auf der nächsten Seite erfahren wir, welches Geräusch Lieselotte gehört hat. 

    Kurze Texte zeigen und die Bauernhoftiere und so lernen wir den Bauernhof kennen, auf dem Lieselotte wohnt. Die Bilder sind wie immer herrlich anzuschauen und Lieselotte ist einfach eine liebenswerte Kuh, die uns an ein Kleinkind erinnert.
    Der Sound ist etwas Besonderes an diesem Buch und es zieht die Kinder magisch an. Die Kontakte sind leicht zu bedienen und die Batterie kann gewechselt werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kuddel-Muddel Remmi-Demmi Schnick-Schnack

    Kuddel-Muddel Remmi-Demmi Schnick-Schnack

    Arne Rautenberg

    Nadia Budde

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Wie gewohnt gibt es in diesem Buch keine Großschreibung und auch meisten Satzzeichen fehlen. Dafür gibt es typische Nadia-Budde-Zeichnungen, Tiere mit Perücken und Spinnen mit acht Beinen und sechs Augen. 
    Die Gedichte sind vielfaltig, mal lustig, mal nachdenklich oder beides. In dem Gedicht „Schock im Minirock“ will eine Spinne ihre Zähne putzen und muss feststellen „hilf! denk ich und halt inne ich bin eine Riesenspinne!“

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    Besonders schön finde ich „können tiere nicht einfach nur süß und niedlich sein!“ Eine Frage, die man sich sicher oft stellt. „und warum furzt der hund mit leisem gezisch während wir essen unterm abendbrottisch?“
    Islandponys sind im Schnee unterwegs und Raben krächzen im Winter, das Gebet auf der Arche besteht aus Tierlauten, was sonst?

    Wie bereits der Titel besagt, von jedem etwas, schön gestaltet und mit Reimen, die man mit viel Spaß vorliest.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die unglaubliche Verwandlung

    Die unglaubliche Verwandlung

    Konstanze Guhr

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schön das Cover mit der blauen Libelle auf der pinken Blume zieht mich magisch an. Verwandlungen sind immer interessant. Schließlich kennen wir alle die „Kleine Raupe Nimmersatt“. Metamorphose ist ein schweres Wort, so nennt man die Verwandlung der unauffälligen Raupe in einen schönen Schmetterling. Zwischen den Abbildungen der Tiere geben Comic-Käfer Informationen in Sprechblasen aus. 
    Auf der Doppelseite tummeln sich viele Insekten auf einer Blumenwiese. Ein wundervolles Aquarell.

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    Im Wissenteil erfahren wird über die Entwicklung vom Ei, über die Raupe, die Puppe bis zum Schmetterling. Aber auch die lustigen Marienkäfer entwickeln sich erst zu dem gepunkteten Käfer. Wie die Hummel sich vermehrt sehen wir auf der nächsten Seite.
    Mistkäfer und Schmeißfliege sind ja nicht so beliebt bei uns Menschen. Weiter geht es mit den fleißigen Ameisen und den filigranen Libellen. „Glühwürmchen leben drei Jahre auf dem Waldboden und ernähren sich von Schnecken.“ Erstaunlich was hier zu erfahren ist. 

    Wunderschöne Zeichnungen, kompaktes Wissen ergänzen sich hier sehr gut. Ein wichtiges Buch für kleine Forscherinnen und Forscher. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Schön wie die 8

    Schön wie die 8

    Nikola Huppertz

    Barbara Jung

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Maltes Welt sind die Zahlen und genau wie ich liebt er die 8. Josefine ist seine Halbschwester aus der ersten Ehe seines Vaters. Weil ihre Mutter Krebs hat und zu einer Reha muss, zieht sie für ein paar Wochen bei ihrem Vater und der neuen Familie ein. Natürlich ist sie sauer auf die Frau, die ihr den Vater nahm, den Vater, der sie im Stich gelassen hat und auf Malte, der in einer Familie leben darf. So benimmt sich die gepiercte Josefine allen gegenüber ziemlich unmöglich, dazu schwänzt sie noch die Schule.

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    Malte nimmt regelmäßig an einer Mathe-AG teil und trainiert für die Mathe-Olympiade. Als dann aber ein Mädchen von einer anderen Schule dort auftaucht, sieht er in ihr die Konkurrentin, obwohl er auch verliebt in sie ist. Alles nicht so einfach für den Jungen.
    Als dann noch private Fragen über seine Eltern und ihn auftauchen, ist sein Leben nicht mehr berechenbar. Helfen da die Gedichte, die seine Schwester schreibt? Irgendwie bringen diese Texte die beiden näher und eigentlich ist es doch schön eine große Schwester zu haben. 

    Die Konflikte, die entstehen, wenn ein Familienvater sich neu verliebt, kennen wir aus der Literatur zur Genüge. Aber wie sich das Kind aus der neuen Verbindung fühlt, darüber lese ich hier zum ersten Mal. Ein Buch über familiäre Probleme und ihre Bewältigung, erste Liebe, Geschwisterliebe, Gedichte, Freundschaft und Mathe. Wie ich finde eine tolle Mischung und sehr lesenswert.

    Der gut zu lesende Text wird mit einigen schönen Zeichnungen ergänzt. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Volle Fahrt voraus!

    Volle Fahrt voraus!

    Stefanie Taschinski, Jutta Nymphius, Till Penzek, Julie Bender, Barbara Peters, Constanze Spengler, Ursel Scheffler, Karin Baron, Brigitte Blobel, Katja Reider, Marie-Therese Schins, Leuw von Katzenstein, Andrea Schomburg, Sabine Choinski, Gabriela Krümmel, Marlies Bardeli, Kai Pannen, Susanne Orosz, Anne Jaspersen, Anke Girod, Yvonne Hergane, Irene Margil, Maren Klitzing, von, Annette Mierswa, Maike Dugaro, Inga Marie Ramcke, Cornelia Manikowsky, Cornelia Franz, Silke Vry, Anne-Ev Ustorf, Andreas Schlüter, Uticha Marmon, Kristina Kreuzer, Katharina Mauder, Jörg Bernardy, Martin Verg, Rieke Patwardhan, Nele Palmtag, Volker Fredrich, Anke Hennings-Huep, Miriam Elze, Lena Hällmayer, Louise Heymans, Kerstin Meyer

    CARLSEN

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Für dieses 180-seitige Buch habe sich die Elbautoren und Illustratoren zusammengetan und herausgekommen ist ein wunderschönes Werk zum Vorlesen. 
    Es beginnt mit einem Gedicht über einen Badehosen tragenden Bär, dann lernen wir einen Klabautermann kennen, eine Walfischmama hat ausversehen einen Delfin verschluckt, dann geht es mit den Großeltern an die Ostsee und Prinzessin Klara lässt sich mit Piraten ein. 

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    Zur Abwechslung singen wir dann ein Piratenlied.

    Gefolgt von einem Märchen, ein Bär entdeckt die Unterwasserwelt, Hamburger Türm wetteifern miteinander, Möwen finden einen Pinguin auf einer Sitzbank, auch Störebeker war mal ein Junge, wunderschön, der Spatzenchor, der in der Elfie singt, der angeschwemmte Müll geht uns alle an, Paula schaut sich ein Hausboot an, eine Riesenkrake und eine Seegurke schließen Freundschaft, Jette will nicht nach England, der Name „Frau Meier“ gefällt mir für eine freche Möwe und dann wird eine Perle weitergereicht. 

    Bernstein suchen ist immer ein Erlebnis, ein Gedicht über eine echte Hamburger Maus, ein Schaf ist mit dem Boot unterwegs und lernt eine Möwe kennen und gibt es sie wirklich, Meerschweinchen auf Helgoland? Einen Piratenschatz finden ist immer ein Erlebnis, dann erfahren wir einiges zu Seeschnecken und singen danach ein Lied, Hochwasser ist ein wichtiges Thema an der See, danach lernen wir ein altes Zwergenvölkchen kennen und lernen einen Biber und seinen Lebensraum kennen. Bei der Schifffahrt geht es lustig zu, der nächste Text ist nicht ganz einfach vorzulesen und wieder wird ein Schatz gesucht, es liegen ja sicher noch einige herum. Auch eine Miesmuschel kann mutig sein, ein miesepetriger Herr verändert sich und habt ihr schon von einem Mehr-o-Mat gehört? Noch eine Möwe, die stolz auf ihre Stadt ist, auch kleine Weller werden unterschätzt, dann folgt eine Ode an die Elbe, dann geht’s nach Neuwerk und als letztes erfahren wir Neues über den Suez-Kanal. 

    Eine solche Fülle an Geschichten, Gedichten und Liedern von namhaften Autoren für unserer Kleinen geschrieben, das ist wirklich ein besonderes Buch. Dazu kommen noch die wunderschön gezeichneten Bilder, zwei Doppelseiten gibt es zusätzlich noch viel zu entdecken. Über einen Monat Gutenachtgeschichte, abwechslungsreicher kann man den Tag nicht beschließen. Aber natürlich eignen sich die Geschichten zu jeder Tageszeit zum Vorlesen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Die grünen Stiefel

    Die grünen Stiefel

    Hans Traxler

    Kunstmann

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Johann mit den grünen Stiefeln an seinen Füßen im Wasser stehen im Hintergrund ein Eisberg und auf einer Scholle sitzt ein niedliches Eisbärjunges. Auf den ersten Seiten ist ein Eskimo zu sehen, auch er trägt grüne Stiefel und er hat zwei Koffer dabei, sein Gesichtsausdruck ist nicht sehr freundlich. Dann blättere ich zur ersten Seite, da sitz Johann auf seinem Bett und der Boden ist voller Wasser, seine Spielzeuge schwimmen darin. Johann findet die grünen Stiefel und geht nach draußen, auch hier ist überall Wasser.

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    Die Szene vom Cover taucht wieder auf und dann kommt noch ein Boot voller Eskimos gerudert. Johann flüchtet ins Haus und die Eskimos schauen durch die Terrassentüre herein. Im Fernsehen schaut Oma sich die Situation an, so würgen abgemagerte Eisbären pflanzliche Nahrung aus. Ein grauenhaftes Bild! Dann folgt die Erklärung, die wir alle befürchten. Klimaerwärmung!!! Zum Glück ist alles nur ein Traum, aber er hat Konsequenzen, die Familie spart sich den Flug nach Ägypten und bleibt im Voralpenland. 

    Der inzwischen einundneunzigjährige Hans Traxler hat dieses Buch seinen Enkeln gewidmet, aber ich denke, es ist eher was für die, die jetzt die Verantwortung haben und die vielleicht durch ihr Verhalten etwas ändern können. Aber möglicher Weise sind seine Enkel schon in diesem Alter. Fassen wir uns also alle an unsere eigene Nase und schauen wir, wie wir den Eskimos und den Eisbären ihre Heimat erhalten.

    Ich kann mir dieses Bilderbuch durchaus als Schulbuch vorstellen, denn der Apell ist klar und einleuchtend und geht uns alle an.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Bär Noah und ich

    Mein Bär Noah und ich

    Valéria Weishar-Giuliani

    Baptistine Mésange

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Bei dem kleinen Pappbilderbuch mit den gerundeten Ecken zeigt schon das Cover ein behütetes glückliches Paar. Der große helle Bär hüllt den Jungen in seine Arme und ein geblümtes Tuch. Beide haben ihre Augen geschlossen und sie wirken entspannt.
    Auf der ersten Seite erfahren wir, wie Leon der Junge und der Bär zusammenkamen und dass Leon dem Bären den Namen Noah gab. Sie spielen Indianer und Noah ist mit seinem großen Federschmuck der Häuptling.

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    Ich bin nicht sicher, ob das noch so ausgedrückt werden darf. Die beiden spielen Verstecken, rutsche und essen Erdbeeren. Danach wird gemeinsam gebadet und liest Leon seinem Bären noch eine Geschichte vor. Auf der letzten Seite schläft Leon mit seinem Teddy, der jetzt ein ganz normales Kuscheltier ist, im Arm ein.
    In der Fantasie des kleinen Jungen wird der Bär ein gleichwertiger Spielkamerad und ich glaube, wir alle wünschten uns, dass unsere Kuscheltiere lebendig wären. 

    Der Text besteht aus einigen kurzen, eicht verständlichen Sätzen und die Bilder sind klar und zeigen die alltäglichen Szenen mit viel Liebe. 

    Dagmar Mägdefrau 

  • Wir alle für unsere Erde

    Wir alle für unsere Erde

    Nicola Edwards

    Sahra Wilkins

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover ist eine bunte Schar Kinder zu sehen, man sieht, dass sie etwas rufen und aufgeregt halten sie Schilder in die Höhe. Die Buchstaben des Titels sind gestanzt und durch ein tropfenförmiges Loch kann man auf die nächste Seite schauen. Ein rundes Bild zeigt uns die Schönheit der Erde auf der anderen Seite sehen zwei Kinder dort hinüber. 
    „Wie ein Tropfen im Meer“ fühl man sich, das Bild setzt das sehr schön um mit vielen hastenden Erwachsenen, von denen man nur den Unterkörper sieht und dazwischen ein Mädchen, dass eine Plastikflasche einsammelt.

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    Auch hier gibt es wieder einen Tropfen, der das Türkis der nächsten Seite zeigt. 
    Vor einer Fabrik sehen wir Greta mit ihrem bekannten Schild sitzen, „Wer hilft, wenn nicht wir?“ Dann geht es zu den Eisbären, die auf einer kleinen Scholle sitzen, zwei Inuit-Kinder halten ein Schild hoch. „Gemeinsam kriegen wir das sicherlich hin!“ Australien Korallenriffs, Afrikas Savannen ohne Wasser und das Abholzen des Regenwaldes, immer sieht man Kinder dagegen protestieren. 
    Doch es gibt auch schon ein wenig Hilfe. Dächer mit Bienenstöcken in Tokio, in New York werden Blumen von Fenster zu Fenster gereicht, Müll wird getrennt und aus dem Meer gefischt. Die Kinderschar marschiert trommelnd und singend weiter „…und hört erst dann auf, wenn sich was tut!“ Auf der letzten Doppelseite haben sich viele aus der ganzen Welt angeschlossen, „zusammen sind wir stärker als einer allein.“

    Die recht kurzen Texte reimen sich sehr schön, die Bilder sind, trotz der schlimmen Situationen genau wie die Texte positiv gehalten und bunt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Pitje gehört zu uns

    Pitje gehört zu uns

    Andrea Reitmeyer

    Jumbo

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Wie bei den Vorgängerbüchern gibt es Informationen zu Pinguinen auf den Seiten des Einbandes. Auf den restlichen Seiten wird die Geschichte von Pitje erzählt. 
    In der Kolonie der Kaiserpinguine taucht ein fremdes Ei auf und sie beschließen es auszubrüten. Als Pitje erwachsen wird, wachsen gelbe Federn an seinem Kopf und er ist auch viel mutiger als die anderen Pinguine, er kann tiefer tauchen und macht wagemutige Sprünge ins Wasser. Aus Neid machen sich die Pinguine über ihn lustig und Pitje wird immer trauriger.

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    So geht er eines Nachts los und will Pinguine finden, die so aussehen wie er. Doch sein Freund Felix geht im hinterher und kommt selbst in Gefahr. Der tapfere Pitje kann ihn retten und so kommt er als Held zurück. Die Pinguine entschuldigen sich bei ihm und feiern eine lustige Verkleidungsparty. Auf dem letzten Bild sehen wir ganz viele Pinguine und in ihrer Mitte Pitje mit den gelben Federn. Ein schönes Bild von Freundschaft und Zusammenhalt. 

    Andrea Reitmeyer ist mit diesem Buch wieder eine schöne Mischung aus Wissensvermittlung und spannender Erzählung gelungen. Die wunderschönen Bilder aus ihrer Feder machen das Buch wieder zu einem gelungenen Bilderbuch.

    Dagmar Mägdefrau