• Lass uns Freunde sein!

    Lass uns Freunde sein!

    Susan Vaught

    Illustriert von Kelly Mrphy

    Ullmann

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Cover zeigt den Fuchs und eine junge Ente, die sich, so scheint es, anlächeln. Auf dem Bild im Einband zieht ein Gewitter auf und die Tiere flüchten. Die erste Seite zeigt den Fuchs, der hilflos dem Unwetter ausgesetzt ist. Doch im Hintergrund steht eine erleuchtete Scheune. Durch den Regen geht der Fuchs auf das Haus zu. Wir sehen durch das Fenster ein Kaninchen. Der Fuchs schaut durch ein anders Fenster hinein. Dann sind wir mit den Tieren in der Scheune und sehen den Fuchskopf am Fenster. „Weg mit dir! Kein Platz mehr hier!“

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    Nun sehen wir das Bild vom Cover, allerdings nicht nur den Kopf des Fuchses, wir sehen seine Jungen unter dem Bauch. Einigen kleine Bilder zeigen die Annäherung der Tiere. Sie fassen Vertrauen. Auf den nächsten Seiten geht es darum, dass trotz der Unterschiede „die Liebe gewinnt.“ Wunderschön die Füchsin mit ihren Jungen und auf ihrer Nase sitzt eine Schnecke. „Und es gibt genug Platz.“ Da sehen wir die Tiere im Stall schlafen und aus dem Regen treten andere Waldtiere ins Trockene. 

    Wie schön wäre es, wenn alle sich so verhalten würden, wie diese Tiere in der Scheune. Und wenn der Fuchs dankbar die Einladung annimmt. Die Bilder sind warm und liebevoll gezeichnet und die kleinen gereimten Sätze ganz kurz gehalten. Trotzdem ist die Aussage dieses Bilderbuches herzerwärmend. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Schatten ist pink  

    Mein Schatten ist pink  

    Scott Stuart

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der Junge(?) auf dem Cover hat einen pinken Schatten, der wie eine Tänzerin im Tütü aussieht. So erfahren wir, dass Schatten von Männern immer blau sind, doch der Junge weiß, seiner ist anders. Er berichtet weiter von seinem Schatten, der Ponys und Prinzessinnen mag. Das Bild zeigt ihn wütend darüber nachdenkend mit einem fröhlichen pinken Schatten im Hintergrund. Wenn er wirbelnd durchs Haus tanzt, kommt sein Vater mit seinem großen blauen Schatten und sagt „Das geht vorüber“.

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    Als auf der Schuleinladung „Lieblings-Outfit!“ steht, zieht er sein hübsches gelbes Kleid an. Erstaunlicherweise haben alle anderen Kinder, auch das Mädchen im Vordergrund, blaue Schatten. Da die Kinder ihn wortlos anstarren, rennt der Junge nach Hause. Als Papa ins Zimmer kommt, trägt er ein pinkes Kleid. Aus dem Ausschnitt kommen die Brusthaare und er trägt einen Schnurrbart und sein Schatten ist blau. Einfühlsam geht er auf seinen Sohn ein und berichtet von anderen aus der Familie.
    Allerdings find ich, dass hier immer die Schatten zum dargestellten Geschlecht passen. Ich hätte der kleinen Tänzerin, die Physik liebt, eher einen blauen Schatten gemalt. Als Vater und Sohn zurück in die Schule gehen, tritt der Junge selbstbewusst in den Raum „Jeder ist, wie er ist.“ Und findet schnell einen Freund.

    Ich habe in meiner Beschreibung immer von einem Jungen gesprochen, weil die Abbildung einen Jungen darstellt. Sicher kann man das auch anders sehen. Ich finde, das Buch zeigt in schönen Bildern und verständlichen Worten, dass wir nicht immer so fühlen, wie wir nach außen wirken. Ein mutiges Buch zu einem aktuellen Thema.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Nacht in der Schule

    Die Nacht in der Schule

    Anja Janotta

    Gulliver

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Das dünne Büchlein hat nur 80 Seiten, auf denen es der Autorin aber sehr gut gelingt, Spannung aufzubauen. Die kurzen Kapitel mit den großen Buchstaben können auch ungeübte Leser schnell lesen.
    Zunächst planen die Jungen der 6. Klasse in der Schule zu übernachten, doch Sophia lässt sich nicht abwimmeln und so machen auch die Mädchen mit. Nur Sophias beste Freundin, die als Streberin bekannt ist, bleibt lieber zu Hause. Was die Kleinen nicht wissen, ist, dass die Abiturienten ebenfalls die Nacht in der Schule verbringen wollen.

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    So trifft Sophia in der Nacht auf ihren großen Bruder. Die Abiturienten machen richtig Party und bald steht die Polizei auf der Matte.
    Es ist einfach herrlich, wie gewitzt die jungen Schüler*innen sich anstellen. Sie erfinden eine tolle Geschichte, die die Polizei auch glaubt. Aber es gibt noch mehr Schwierigkeiten in dieser Nacht und so müssen sich die beiden Parteien immer wieder unterstützen, damit am nächsten Morgen ihr Statement für die Umwelt fertig ist.

    Hier wird immer wieder geflunkert und es werden Geschichten erfunden, aber alle halten zusammen und sicher wird eine so spannende Nacht im nächsten Jahr wiederholt.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Was passiert, wenn ich esse?

    Was passiert, wenn ich esse?

    Emily Bone

    Stefano Zagnetti

    Usborne

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover gibt einen Eindruck von dem, was uns im Buch erwartet. Der durchsichtige Mensch isst einen Apfel und wir sehen, was alles passiert. Die erste Doppelseite zeigt anhand eines rosa Bandes den Weg der Nahrung durch den Körper, gleichzeitig ist es auch eine Art Inhaltsverzeichnis, denn es gibt Verweise zu Zucker oder Vitaminen. Unter der Klappe „Warum müssen wir essen?“ sehen wir die Antwort.
    Nochmal wird eine Möhre gegessen und das Hirn findet sie süß. „In sieben Sekunden landet das Essen im Magen.“

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    Wieder gibt es Klappen zur näheren Erklärung. Danach geht es um Zucker und Fett. „Was passiert, wenn ich zu viel“ davon esse? Unter der Klappe gibt es die Antwort. Wachsen ist für die kleinen Leser ein wichtiges Thema und Proteine sind da sehr wichtig. Aber der Köper braucht auch Energie in Form von Kohlehydraten, was sich hinter diesem schweren Wort verbirgt, wird genau erklärt. Die nächste Doppelseite handelt von Vitaminen und Mineralstoffen. Auch hier verrät eine Klappe wo Vitamin C zu finden ist. Mit Bakterien verbindet man meist Krankheit, aber diese sind wichtig für Verdauung. Das Buch endet mit der Nahrungspyramide, die uns zeigt, wie wir uns gesund ernähren.

    Dieses Pappbilderbuch mit den 70 Klappen enthält viele Informationen rund ums Essen und es ist sicher wichtig sich schon früh mit diesem Thema zu befassen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein klein wenig anders

    Ein klein wenig anders

    Clair Alexander

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auch das Cover ist ein wenig anders. Das Wort „anders“ ist ausgeschnitten und man sieht die Regenbogenfarben des bunten Fächers, den der Pufer ablässt. Ein Pufer sieht aus, wie ein grauer Luftballon auf Beinchen. 10 von dieser Sorte haben etwas geprobt und da stehen sie nun, einer sieht aus, wie der andere. Nein, einer wirkt fröhlicher und seine Beine sind orange. Auf das Kommando lassen alle eine dunkelgraue Wolke ab „Pluuuf!“

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    Aber dann entdecken sie die Lücke und dann lässt der mit den orangenen Beinen seine bunte Wolke ab „Schluuuf!“ Entsetzt verduften die anderen. Da taucht eine andere Figur auf und „Wow!“ ihm gefällt die bunte Wolke und animiert den Pufer, es zu wiederholen. Diesmal nimmt die Wolke die Form eines bunten Herzens an. Jetzt sind auch die anderen begeistert und am Ende machen sie jeder eine unifarbige Wolke.
    Die kleinen Puffer verändern ihre Ausstrahlung durch ein wenig Farbe. Einfache Bilder, kurze Texte und eine wichtige Aussage.

    In diesem Buch wird ohne große Belehrung sehr schön geschildert, dass Anderssein auch seinen Reiz hat. Manchmal sehnen wir alle uns auch nach Farbe und einer bunteren Welt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gerda, der kleine Wal – Eine Geschichte vom Mutigsein

    Gerda, der kleine Wal – Eine Geschichte vom Mutigsein

    Erwin Grosche

    Adrián Macho

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Im ersten Band lernt Gerda am Ende Gerd kennen und diesmal erleben beide zusammen ein Abenteuer. Das Cover zeigt die beiden, die Ornamente sind teilweise in Rotgold gezeichnet.
    Der Mond scheint am Himmel und seine Strahlen beleuchten verschiedene Wale. Sie singen zusammen ein Lied.  Es beginnt mit „Kommt, Wale, lasst uns mutig sein im großen Ozean.“ Die alte, etwas mürrisch dreinschauende Lisbeth, meint, man solle nicht singen, sondern erstmal seinen Mut beweisen.

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    „Geht nach Norden und folgt dem Polarlicht“ rät sie den beiden jungen Walen. Die beiden versichern sich ihren Mut und schwimmen los. Man sieht ihre Schwanzflossen aus dem riesigen blauen Ozean herausschauen. Doch dann hören sie etwas Unheimliches, dass sich als Kreuzfahrtschiff herausstellt, das ein Feuerwerk abbrennt. Als sie am dunklen Grund nichts mehr sehen, tauchen leuchtende Quallen auf und wir sehen eine wundersame Meereskulisse. Großäugige Delfine helfen bei der Suche nach Gerd. Eine Muräne mit spitzen Zähen zeigt Humor. Ein keines Mädchen auf einem Walross erklärt den Walen, dass sie das Gewitter nicht fürchten müssen. Auf dem Heimweg stellen die beiden fest, dass es auch mutig ist, zu sagen, dass man sich gernhat.

    Auch der zweite Band punktet durch seine wunderschönen Bilder, die Geschichte zeigt, wie wichtig ein Freund ist und dass Mut bedeutet, seine Angst zu überwinden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Michel in der Suppenschüssel – Band 1 von 2021

    Michel in der Suppenschüssel – Band 1 von 2021

    Astrid Lindgren

    Astrid Henn

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Die Geschichten vom fünfjähren Michel, der immer Unfug machte, sind jetzt fast 60 Jahre alt. Aber es macht immer noch Freude von ihm zu lesen, weil Astrid Lindgren mit so viel Liebe und Humor von Michel berichtet. Dieses Buch ist 2021 neu erscheinen und von Astrid Henn wunderschön neu illustriert worden.
    Am Anfang des Buches werden uns Michel und seine Lieben vorgestellt. Weiter geht es dann mit einem ersten Unfug, denn Michel steckt seinen Kopf in die Suppenschüssel, dabei wollte er nur den Rest der guten Suppe schlürfen.

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    Da der Vater immer sehr gut rechnen kann, will er die Schüssel nicht zerschlagen, weil der Doktor preiswerter sei. Heute unvorstellbar, dass Michel erstmal ungezogen wird, damit er fein für den Arztbesuch ist. Doch bei der Begrüßung zerschlägt er die Schüssel. Als der Vater erfährt, dass das Honorar des Doktors teurer als die Schüssel gewesen wäre, freut er sich über den Gewinn. 
    An einem Sonntag im Sommer, kommen viele Leute nach Katthult zu einem Fest. Mutter und Lina haben ein Riesenbüffet mit vielen Leckereien aufgebaut. Da der Vater unterbrochen wird, als er die Fahne hissen will, kommt Michel auf die Idee seine kleine Schwester Ida dort hinaufzuziehen. Ida findet die Aussicht herrlich und kündigt die Gäste an. Natürlich muss Michel für diesen Unfug wieder in den Schuppen. Dort schnitzt er seine 55ste Figur. Da man ihn aber vergisst, befreit er sich Mittels eines Bretts und landet im Vorratsschuppen. Hier isst er alle Würste auf und schläft zufrieden ein.
    Die letzte Geschichte ist nicht ganz so bekannt, da reitet Michel auf der alten Julla nach Hultsfred auf die Festwiese. Die Erwachsenen sind schon dort und Alfred ist dort als Soldat. Michel erlebt einiges dort auf dem Volksfest, so bettelt er sehr erfolgreich und kann dann Karussell fahren. Eine besondere Rolle gebührt der bärtigen Dame, eine Attraktion des Festes.
    Ist es nicht schön, dass Michel trotz seiner Streiche, die nie bösartig sind, so liebenswert ist. Besonders seine Mama findet immer wieder liebe Worte über ihn. 

    Ich möchte nochmals auf die wunderschönen Illustrationen zurückkommen. Besonders eindrucksvoll ist ein Bild, dass Michels Blick unter der Suppenschüssel her auf seine Schuhe zeigt und die Schatten der Bäume, die er sieht, als er am Abend vom Volksfest nach Hause fährt. Eine schöne Neuauflage für heranwachsende Lindgren-Fans.

    Dagmar Mägdefrau

  • Trudi traut sich!

    Trudi traut sich!

    Katja Reider

    Henrike Wilson

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Trudi ist eine braun-weiße ganz normale Kuh, allerdings ist sie etwas größer als andere Kühe, deshalb glauben alle, „dass Trudi vor nichts auf der Welt Angst hat.“ So sieht man sie im Gewitter stehen und alles kleinen Tiere stehen unter ihrem schützenden Bauch. Alle beneiden sie. Beim Versteckenspielen schlägt Trudi vor, dass sich immer zwei zusammen verstecken, „damit keiner von euch Kleinen Angst bekommt!“

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    Um zum erfrischenden Bach zu gelangen, müssen die Tiere durch den Finsterwald. Trudi hält alle dich zusammen. Als ein Igeljunges von der anderen Bachseite gerettet werden muss, muss Trudi als Brücke herhalten. Als alle sie bejubeln gesteht Trudi, dass sie solche Angst hatte und dass sie eigentlich vor ALLEM Angst hatte. Da schlagen die Tiere vor, dass Trudi sich fallen lassen soll und sie sie auffangen. So sehen wir auf der letzten Seite Trudi, die sich mit geschlossenen Augen nach hinten auf die anderen Tiere fallen lässt. 
    So kann es einem gehen, man ist groß und alle denken, man ist auch innerlich stark. Tapfer von Trudi ihre Angst zuzugeben und den anderen dann so zu vertrauen.
    Das Buch beschreibt bekannte Situationen in kurzen Texten und schönen, klaren Bildern.
    Dagmar Mägdefrau

  • Der Elefant

    Der Elefant

    Peter Carnavas

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Olive hat ihre Mama nicht kennengelernt und ihr Opa, der wie eine dünne Vogelscheuche aussieht, versorgt sie. Ihr Vater sitzt zu Hause teilnahmslos rum und schafft es nicht Olives Rad, dass vorher das Rad ihrer Mama war, zu reparieren. Olive sieht Papas Traurigkeit als einen großen grauen Elefanten. Als sie in der Schule ihrem Freund Arthur davon berichtet, gibt er ihr den Rat: „Du musst den Elefanten loswerden.“

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    Aber leider ist das nicht so ganz einfach. An manchen Tagen holt Opa sie ab und er trägt seinen Rucksack, das ist ein Zeichen dafür, dass die beiden einen Ausflug machen werden. Opa hat da immer ganz besondere Ziele in der Stadt ausgesucht und immer werden es unbeschwerte Tage für die beiden.
    Im Garten hat Olive eine ganz besonders Lieblingsplätzen auf einem Baum. Meist trägt sie, wenn sie dort hinaufklettert ihren Fahrradhelm, aber einmal nimmt sie ihn nicht mit und es passiert ein Unglück. 
    Das Buch ist in großer Schrift gedruckt und hat kurze Kapitel. Es gibt auch eine Menge Zeichnungen. Doch aufgrund des Themas „Depression“ sollte ein Grundschulkind dieses Buch nicht unbedingt allein lesen. Es gibt bei der Lektüre sicher Gesprächsbedarf, obwohl das Thema kindgerecht beschrieben wird und das Buch positiv endet.
    Ein wichtiges Thema, dass sicher viele Kinder bedrückt und ein wunderbares empfehlenswertes Buch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wir sind doch keine Küken mehr

    Wir sind doch keine Küken mehr

    Martin Fuchs

    Anke Hennings.Huep

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der Entenmama geht es wie allen Müttern, sie gibt immer gut acht auf ihre Kleinen. Aber jetzt hat sie so fest geschlafen, dass sie nicht gemerkt hat, dass Fedi nicht in ihrem Bettchen liegt. Die übrigen Kinder haben einige Ideen, wo Fedi sein könnte. Vielleicht am Wasserfall oder an der Mühle? Beides Orte, die die Mutter als gefährlich einschätzt. Doch die Kinder kennen sich an diesen Orten gut aus und sie finden, dass sie schließlich keine Küken mehr sind.

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    Auch den Kranich, den Keiler und sogar den Pilze-Peter wissen sie gut einzuschätzen. Aber Fedi ist nicht zu finden, so gehen alle betrübt nach Hause. Doch dann kommt Fedi angeflogen, sie hatte gerade heute Früh das Gefühl losfliegen zu müssen. Sofort erheben sich alle Enten in die Luft und der Mutter bleibt nur sich einzugestehen, dass die Kleinen schon richtig große sind.
    Die Bilder wirken wie mit Buntstiften gemalt und die zeigen und die Welt der Entchen. Der Text ist gut verständlich und sicher werden die Kinder den Satz „Wir sind doch keine Küken mehr“ auf ihre Abenteuer anwenden können.
    Ein herrlicher Spaß zum Vorlesen und Anschauen. Eventuell auch ein Tipp für menschliche Glucken.

    Dagmar Mägdefrau

  • Heiße Milch mit Honig – Eine Geschichte, die wärmt und tröstet

    Heiße Milch mit Honig – Eine Geschichte, die wärmt und tröstet

    Frank Daenen

    Bohem

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Da sitzt der kleine niedliche Bär an seinem Klavier und schaut sehnsüchtig in den Himmel, so stellt sich mir das Cover da. Die Doppelseite des Einbandes zeigt die lustige Geburtstagsfeier für einen Bären. Mit einem Karton voller Geschenke auf einen Stock gestützt, geht es wohl heim.
    Da sitzen die beiden, der kleine und der große Bär gemütlich in ihren Sesseln und trinken heiße Milch. Der Kleine macht Pläne fürs Frühjahr und es fallen ihm vielen schöne Sachen ein, die beide gemeinsam machen können.

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    Und dann ist Schlafenszeit. Als der Kleine Bär nach dem Winter wieder aufwacht, sind alle da, nur Großer Bär nicht. Die Freunde versuchen den Bären zu trösten, und „Ab und zu gelingt das.“ Alles was der Kleine Bär sich vorgenommen hat, erledigen sie mit ihm. Er ist dann manchmal „das fröhliche Bärchen“, aber der Große Bär fehlt ihm. Es ist nicht schlimm, dass er traurig ist. Alle denken an den Großen Bären und trinken heiße Milch mit Honig.
    Der hintere Einband entspricht dem Cover mit der Widmung „Für Papa“.
    Für mich war das Buch Balsam, wie die heiße Honigmilch. Die Bilder sind so gefühlvoll und der Trost, den die Tierfreunde an den Kleinen Bären geben, kann ich spüren. Ein wundervolles Buch über Trauer und Verlust, aber auch über Trost und Freundschaft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Furzipups der Knatterdrache

    Furzipups der Knatterdrache

    Kai Lüftner

    Wiebke Rauers

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Niedlich schaut der kleine bunte Drache uns vom Cover aus an. Neben ihm ist der dicke Button installiert, der die Pupsgeräusche macht. Leider ist das Geräusch nicht so klar zu erkennen. Es hört sich eher wie eine knarrende Tür an. Man kann den Knopf durch eine Klappe im Einband entfernen und einzeln nutzen bzw. die Batterie wechseln.
    Die anderen ebenso bunten Drachen sehen sehr ungewöhnlich aus. Sie haben z.B. drei oder fünf Augen, aber auch nur eines. Aber sie können alle Feuer speien.

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    „—alle Drachen dieser Erde, spucken Feuer bei Gefahr, nur Furzipups nicht, leider wahr.“ Wenn Furzipups es probiert, entweicht ihm nur ein Pups. So viel der kleine Drache auch übt, es gelingt ihm immer nur ein Pups. Scharfes Essen und baden in Lava, alles hat keinen Erfolg. So kommt er zu dem Schluss „Feuerspuken ist nur Stress, dachte sich, dann lässt du es.“ So erfreut er die anderen mit seinen rhythmischen Pupsgeräuschen. Und die Moral von der Geschicht: „Fühlst du dich unverstanden? Dann sing dein eignes Lied, und pupse, wenn es sein muss, in deinem eigenen Beat.“
    Eine lustige Geschichte mit fröhlichen, bunten Bildern, aber mir ein bisschen flach. Die Kinder werden, dass ist zu erwarten, das Pupsen und das darüber sprechen mögen. Mein erster Zuhörer war auf jeden Fall sehr begeistert. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich hab da so ein Gefühl – Ein Buch übers Kichern, Weinen, Wüten, Freuen

    Ich hab da so ein Gefühl – Ein Buch übers Kichern, Weinen, Wüten, Freuen

    Katharina Grossmann-Hensel

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Na, wie fühlst du dich heute?“ die Frage kennen die Kinder, denen das Buch vorgelesen wird, sicher auch. Das Kind im Buch überlegt zunächst, was sind Gefühle. Beim Aufstehen ist sie zunächst noch müde, aber auch zufrieden. Auf der nächsten Seite lernen wir Gefühle von außen und innen kennen. „Kalt ist kalt“, aber auch gute und schlechte Gefühle. Der Abschied der Eltern im Kindergarten macht das Kind traurig.

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    Die anderen Kinder haben unterschiedliche Gefühle. Wir lernen die Wut und ihre Anzeichen kennen, aber auch eine Art der Beruhigung kennen. Sogar Mama wird wütend, sie schmeißt sich aber nicht mehr auf den Boden. Dann stellt sich das Mädchen vor, wie es wäre, wenn das auch Erwachsene täten. Danach geht es um das Miteinander, dann sitzt sie allein in der Bahn und fühlt sich fremd. So kommen wir zur Angst und zur Traurigkeit. 
    Die Zeichnungen in dem Buch wirken krakelig und kindlich, aber sie zeigen sehr gut, wie die Gefühle nach außen wirken. Über Gefühle zu sprechen fällt auch Erwachsenen schwer, vielleicht kann das Buch ein wenig helfen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der magische Dolch – Lilly Flunker Saga 4

    Der magische Dolch – Lilly Flunker Saga 4

    Kristina Tiemann

    Independently published

    Autorenempfehlung ab 10 Jahre

    Das Cover zeigt die magische Kobra Naja Haje, die im Diadem der Hohepriesterin von Khem eingearbeitet ist. In diesem vierten Teil der Sage treffen alle Protagonisten der vorherigen Bände zusammen. Neilernahn, der Hohepriester und Prinz von Khem kehrt wieder nach Hause zurück. Er kann sich in einen Säbelzahntiger verwandeln und wird so zum gefährlichen Gegner, trotzdem gerät er immer wieder in Gefangenschaft.

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    So auch auf dem Weg hier her, dadurch konnte er erfahren, dass der böse Druide Durus eine Armee von Orks zusammenstellt und dass er sich mit dem Seelenfresser Tagax zusammengetan hat. Der gute Druide Magnus fliegt als Adler zusammen mit Lilly nach Khem, dieses Land liegt in Ägypten, aber auf einer anderen Ebene und auch irgendwie in einer anderen Zeit. So trifft Lilly nach langer Zeit wieder auf ihre geliebte Großmutter.
    Victor ist mit seinen Feenfreunden in Frankreich und trifft dort auf Amelié, die erst seit kurzen weiß, dass Feenblut in ihre schlummert und die sich deshalb in ein weißes Pferd verwandeln kann. Ein Brief ihrer verschollenen Mutter gibt ihr die Gewissheit über ihre Abstammung und sie ist bereit den Freunden im Kampf gegen des Böse zu helfen. So macht sich auch diese Gruppe einschließlich Ameliés Brüder und eines Freundes auf den Weg nach Khem. Sie nehmen ganz offiziell den Flieger nach Luxor.
    Während dessen überlegen Lillys Tante Gardenia und der Feen-Krieger Haluin wie sie einen Teil des Skarabäus finden können. Es soll in einem Höhlen-Labyrinth versteckt sein. Schon an meiner kurzen Zusammenfassung kann man erkennen, dass es viel mystische Orte und ungewöhnliche Gestalten in dieser Geschichte gibt. Die Kinder Lilly und Victor haben schon in den vorhergegangenen Büchern gezeigt, dass nicht nur sehr klug, sondern auch sehr mitfühlend sind. Victor nutzt gerne Sprichwort, die er aber immer lustig verdreht, was immer wieder für Heiterkeit sorgt. Die beiden verbringen schöne Stunden in Khem und so können wir einiges über die ägyptischen Tempelanlagen erfahren. Aber danach wird es wieder sehr spannend und der Kampf mit dem Tagax, der mit seinen Tentakelarmen immer wieder Krieger erwischt und ihnen die Seele nimmt, ist nervenaufreibend beschrieben. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

    Ich bin keine begeisterte Fantasyleserin, aber diese Saga hat mich in den Bann gezogen. Die anderen Welten und ihre Geschöpfe sind sehr gut und logisch beschrieben und ich freue mich auf den letzten Teil, in dem hoffentlich das Gute um Magnus siegt. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Plapperküken

    Das Plapperküken

    Janie Bynum

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Da zieht das Plapperküken los mit einer Schuppe in der Hand und allerhand Sachen auf dem Handwagen. Im Einband sehen wir seine Fußabdrücke auf der Wiese. Dann sitzt es am Tisch und frisst Würmer, während die Familie verzweifelt, denn über all dem sehen wir viele Male das Wort „Piep“. Mama, Papa und die Schwester haben keine Zeit, also plaudert das Küken mit sich selbst und buddelt ein Loch. Da findet es ein großes rundes Ei, das es in seinem Wagen mit nach Hause nehmen will.

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    Leider muss er es zurückbringen, doch er kümmert sich um das Ei und die ganze Zeit hören wir sein „Piep“. So kommt es, dass die Schildkröte, die aus dem Ei schlüpft, ebenfalls „Piep“ sagt. Da diese neue Freundin nicht viel sagt, kann das Plapperküken weiter plappern.
    Im hinteren Einband sieht man neben der Hühnerfußspur noch zwei weiter Streifen.Ein Buch mit einfachen Sätzen und vielen Pieps, klaren Bildern und mit Happy End.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ritter Schnubidu hilft dem König

    Ritter Schnubidu hilft dem König

    Kathrin Eimler

    Illustration von Bettina Kumpe

    Eigenverlag

    Autorenempfehlung ab 3 Jahre

    Mit einem netten Lächeln sehen wir den Ritter in voller Rüstung mit seinem Schwert auf einer Kuh sitzend auf dem Cover. „Auf seiner lieben, braven Kuh, reitet gern der Ritter Schnubidu.“ So wird er uns im Buch vorgestellt. Er lebt nicht auf einer Burg, sondern in einem kleinen Haus. Dort steht er mit seiner Reitkuh und mit schnellen Schritten kommt aufgeregt der König auf ihn zugelaufen. Der wendet sich mit seinem Problem an den Ritter, sein Pferd steckt mit seinem Huf fest.

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    So reitet der Ritter los, das Pferd zu befreien. Doch der König hat noch ein anderes Problem, er hat seine Krone verloren. Auch hier kann der Ritter Schnubidu helfen. Selbst als der König seinen Heimweg zum Schloss nicht mehr findet, ist Schnubidu sofort bereit ihn dort hinzuführen. 
    Schnubidu ist hilfsbereit und verneigt sich immer wieder vor seinem König, er nimmt ihn ernst und macht sich nicht über ihn lustig. So bekommt er am Ende eine Belohnung vom König.
    Zu jeder Textseite gehört ein ganze Bilderseite mit schönen passenden Illustrationen. Der Text ist in Reimform geschrieben und da finde ich einige Sätze konstruiert. „Lieber König, ich suche dein Pferd! Jedes Tier doch nach Hause gehört!“ Als besonderen Service gibt es im Buch ein Ausmalbild entsprechend dem Cover und einen Basteltipp mit Klopapierrollen. Besonders die Kuh ist sehr gelungen.Das Buch ist sehr ansprechend gestaltet und wird den Kinder Spaß machen, schon allein, weil Ritter Schnubidu ein so ungewöhnliches Reittier hat. Das Thema Demenz, die Vergesslichkeit des Königs, ist nicht so vordergründig, trotzdem kann man einiges im Umgang von Schnubidu mit dem König lernen.  

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Klub der Krokodile – Alles über Alligatoren, Kaimane und Co.

    Der Klub der Krokodile – Alles über Alligatoren, Kaimane und Co.

    Owen Davey

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Das Cover hat eine Leinenstruktur und zeigt einige Krokodile. Die Bilder in dem Buch sind ähnlich gezeichnet. 
    Zu Beginn werden die vier Arten erklärt und dann sehen wir die Nahrung der Krokodile. Der „perfekte Bauplan“ erklärt uns den Körper mit seinen Besonderheiten. Krokodile gab es schon zur Zeit der Dinosaurier. Erstaunlich, wie träge und dann im Wasser so flink sich Krokodile bewegen können und damit auf viele Arten jagen können.

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    Um die Aufzucht geht es im nächsten Teil, danach wird das soziale Leben beschrieben. Eine Seite ist den verschiedenen Größen der Tiere gewidmet. „Legenden“, „Berühmte Krokodile“ und die Gefahr der Ausrottung und was wir dagegen tun können ergänzen das Buch. 

    Das Buch hat einen sehr schönen Aufbau und beinhaltet viel Fachwissen über diese faszinierenden Reptilien. Ich hätte mir die Bilder etwas realistischer gewünscht, obwohl sie sicher auch künstlerischer Sicht sehr gut gemacht sind.

    Dagmar Mägefrau

  • Wenn ein Stern vom Himmel fällt

    Wenn ein Stern vom Himmel fällt

    Mem Fox

    Freya Blackwood

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Eines Abends… fiel ein Stern vom Himmel“ Die Gegend, die auf dem Bild abgebildet ist, sieht nicht sehr einladend aus. Sperrmüll steht auf dem Bürgersteig und das Auto ist wohl nicht mehr ganz vollständig. Ein Paar mit Hund ist alleine unterwegs. Wenn man genauer hinschaut, liegt auf dem alten Sessel das Baby, dass zunächst ein Stern war. Das Paar nimmt sich des kleinen Bündels an und alle sind sicher “Dies ist das schönste Baby“.

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    Auf der belebten Straße sieht man viele hilfreiche Nachbarn. Wir sehen auf den nächsten Seiten, wie das Baby zum Mädchen und später zur Frau wird. Sie wird als „Freundlich und liebevoll, fürsorglich und klug“ bezeichnet, sie wird „geliebt und geschätzt“. Als sie älter wird, hat sie eine große Familie um sich versammelt. Familie und Freunde „gingen behutsam mit ihrem Stern um“. Dann wird die alte Frau immer kleiner, bis sie ganz winzig war. „So winzig, dass sie ganz verschwand“. So wird sie wieder zum Stern und alle schauen in den Himmel und erinnern sich an sie.

    Die Bilder sind in zarten Farben weichgezeichnet und die Geschichte wird in wenigen Worten erzählt. Ich empfinde sie als sehr tröstlich. Unser Kommen und Gehen durch einen Stern zu erklären gefällt mir sehr gut. Aber auch das Leben, das auf den vielen Seiten dazwischen beschrieben wird, zeigt eine glückliche Frau und auch das gefällt mir gut. 

    Dagmar Mägdefrau