• Geheim – Die Tintenjäger

    Geheim – Die Tintenjäger

    Lucy K. Walker

    Zapf

    Baumhaus

    Geheim

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Tintenjäger sind Menschen, in diesem Fall Jugendliche, die entwischte Figuren in ihre Bücher zurückbringen. Hier dient ein Füller dazu, die Figuren, deren Schwachstelle man finden muss, in die leere Patrone einzusaugen. 
    Aber zum Anfang des Buches: Olivia Bones bekommt einen Brief, den wir zu Beginn des Buches finden. Der führt sie zu einer Adresse, wo sie Frederick Skull kennenlernt. Er zeigt Ivy die magische Bibliothek. Dort befinden sich die Originale vieler Bücher. 
    
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    Als Tintenjägerin begibt sich Ivy häufig in Gefahr, aber dank ihrer guten Kombinationsgabe kann sie viele schwierige Rätsel lösen und so die Figuren aus den Büchern fangen.
    Ein spannendes Buch für Rätselfans, denn am Ende eines Kapitels gibt es immer eine Aufgabe zu lösen. Am Ende des Buches findet man Tipps, wenn man nicht weiterkommt. Aber für die, die ihren Kopf nicht anstrengen wollen, besteht auch die Möglichkeit, einfach im nächsten Kapitel zu lesen, wie die Aufgabe gelöst wurde. Aber das fände ich einfach schade, denn die Rätsel machen ja den besonderen Reiz dieses Buches aus.
    Als besonders Hilfsmittel ist dem Buch eine Lesezeichen beigelegt, dessen Füllerabbildungen benötigen wir um die Patronen aus Ivys Forschungsbuch zu bestimmen. 
    Aber was erkläre ich hier so viel, lest das Buch und habt Spaß am Abenteuer und an den Rätseln.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Edvard – Mein Leben, meine Geheimnisse

    Edvard – Mein Leben, meine Geheimnisse

    Zoë Beck

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Es ist sicher nicht einfach, wenn man nach Grieg und Munch benannt wurde. Aber Edvard Vater ist Musikdirektor und die Mutter leitet eine Galerie. 
    Edvard liebt seine Klassenkameradin Constanze, die ihn aber in den sozialen Medien gesperrt hat, ob der Grund die fehlende Brustbehaarung Edvards ist, stelle ich in Frage. Edvard kommt auf die Idee, einen amerikanischen Austauschschüler namens Jason zu erfinden. Dieses Faceprofil baut er mit Familie und Freuden aus und Constanze ist begeistert von Jason und liked alle seine Posts. 
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    Das Verhältnis zum realen Nachbarn ist nicht besonders gut, da Edvard mehrfach in die Hinterlassenschaften des Pudels getreten ist. Um so mehr ist er erstaunt, als der Nachbar ihm ein paar neue Sneakers bringt. Die Edvard sofort anzieht und die er am liebsten anlassen möchte. Doch der Nachbar bietet noch eine andere Überraschung. Doch da will ich nicht zu viel verraten. 
    Ein sehr turbulentes Buch mit erstaunlichen Wendungen, das einfach Spaß macht zu lesen. Die Kapitel sind immer mit Datum und Uhrzeit überschrieben und teilweise sehr kurz. Deshalb ist das Buch mit seinen fast 200 Seiten schnell gelesen. Die Charaktere der einzelne Figuren sind sehr vielschichtig und sie werden nicht bewertet, was mir sehr gut gefällt.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    Edvard hat verschiedenste Gründe, nicht mehr in die Schule zu gehen. Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, doch seine Stimme ist immer noch zu hoch, die Brust haarlos, und die Aussicht auf Ferien auf einem Bauernhof mit seinen engagierten, vegetarisch essenden Eltern bereitet ihm wenig Freude. In der virtuellen Welt hat er sich als Jason ein alternatives Leben geschaffen, mit einem durchdachten Fake-Profil, das ihn mit Constanze verbindet. Doch sein Nachbar Herr Tannenbaum könnte ihm eine Chance bieten, sich im echten Leben zu beweisen.
    Edvard teilt seine Ängste und Sorgen in Blogposts, verbringt viel Zeit online und hat sogar künstliche Intelligenz genutzt, um seinen Fake-Account zu perfektionieren - unteranderem mit künstlicher Intelligenz. Dadurch bekommt die Geschichte natürlich einiges an Aktualität, denn er fälscht mal eben sogar ganze Videos. Dieses Lügennetz, was er da aufbaut, ist aber insgesamt ziemlich lustig und hat selbst ständig Sorge, wie sich das entwickeln soll.  Seine Pubertätsprobleme sind nicht geringer und natürlich ist er ausgerechnet in das beliebteste Mädchen der Klasse verliebt. Da ist uns als Leser*innen die neue Mitschülerin Karli lieber, aber ich finde es ziemlich authentisch, dass Edvard da nicht genauso vernünftig denkt wie wir. Neben Humor und ziemlich vielen Problemen der Pubertät, ist das Thema Engagement gefragt und Edvard kann für die Rettung von Herrn Tannenbaums Haus endlich seine Energie mal richtig einsetzen. 
    Auf jeden Fall sehr unterhaltsam und nachvollziehbar, wie Edvard uns seine kleinen und großen Sorgen ganz modern mitteilt. Gäbe es den Blog wirklich, würde ich ihm bestimmt folgen.
    
    Raphaela Brosseron
    
  • Nächte im Tunnel

    Nächte im Tunnel

    Anna Woltz

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Gewinnerin des Gustav-Heinemann-Friedenspreises 2023

    Ausgezeichnet mit dem LUCHS-Preis

    Leselotse November/Dezember 2022

    Dieses Buch wurde mehrfach ausgezeichnet und ich kann nur sagen, zu Recht! Ein Buch, das zutiefst berührt und bewegt.
    Die vierzehnjährige Ella lebt mit ihrer Familie in London, die Mutter hilft anderen Menschen, die alles durch die Luftangriffe der Deutschen Armee verloren haben. Der Vater räumt während und nach den Angriffen auf. Ella und ihr kleiner Bruder Robbie müssen jeden Tag an der U-Bahn-Station anstehen, um dort einen Platz für die Nacht zu sichern. Jay, der sich alleine durchschlafen muss, „verkauft“ gute Plätze in einem Tunnel, dort ist es nicht so laut und eng wie auf dem Bahnsteig.
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    Erst als die fünfzehnjährige Quinn auftaucht, die vom Landsitz ihrer Familie geflohen ist, um Verletzen zu helfen, können die vier gemeinsam ihre Nächte im Tunnel verbringen. Sie erfahren einiges von den anderen und geraten einige Male aneinander. 
    Das Buch beginnt damit, dass einer der Vier sterben wird und dieses Wissen belastet das Lesen, alle vier wachsen uns Lesenden ans Herz und der Gedanke, dass eines dieser Kinder die Tage, in denen das Buch spielt, nicht überleben wird, macht von Anfang an traurig. Aber trotzdem ist es auch ein Buch das Hoffnung gibt, denn alle stehen am Anfang ihres Lebens und wir erfahren ihre Wünsche und Träume, die hoffentlich wahr werden.
    Gerade in diesen Zeiten, in denen wir die Menschen in Kiew ebenfalls in den U-Bahnhöfen sitzen sehen, ist uns die Situation der Menschen in London während des 2. Weltkriegs näher. 
    Ein Buch, dass uns aufwühlt und hoffen lässt.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Der war´s

    Der war´s

    Juli Zeh

    Elisa Hoven

    Lena Hesse

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Maries Mama macht immer die ausgefallensten Sandwiches, z.B. mit Auberginen-Couscous-Petersilien-Aufstrich auf Vollkornbrot. Eingepackt wird es in ein Papier mit der Aufschrift „Super essen – super leben!“ Marie ist Klassensprecherin der 6a und scharrt drei Mädchen, genannt die Supergirls, um sich und jeden Abend wird festgelegt, was die vier am nächsten Tag tragen werden. 
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    Doch dann ist Maries Sandwich weg, nur das zerrissene Papier liegt auf dem Boden. Torben meint, weil sein Vater Polizist ist, könne er die Ermittlungen aufnehmen und gleich wird Konrad verdächtigt. Er ist noch nicht so lange in der Klasse und außerdem isst er gerne, was man ihm auch ansieht. Konrad hält sich von der Klasse fern und verbringt seine Pausen lieber mit der Beobachtung der Natur. 
    Schnell schießen sich alle, nachdem Torben ein „Beweisfoto“ gemacht hat, auf Konrad ein und es kommt sogar zu Handgreiflichkeiten gegen ihn. Doch überraschenderweise melden sich Kinder zu Wort, die sonst wenig sagen, und gemeinsam planen sie eine Gerichtsverhandlung.
    Ein Buch, dass mich sofort überzeugt hat, wie schnell sind Urteile gefasst und die vermeintlich Schuldigen werden gemoppt und ausgegrenzt. Die Situation in der Klasse wird sehr lebhaft und glaubwürdig beschrieben. Toll, dass einige den Mut haben, ihre Meinung zu sagen und die Gruppe zu überzeugen, dass Konrad eine faire Be- und Verhandlung verdient hat. Die Kinder informieren sich sehr gut und im Anhang des Buches können das auch die Leserinnen und Leser machen. Eine sehr empfehlenswerte (Schul-) Lektüre!
    Die Geschichte wird auf 120 Seiten in 12 Kapiteln erzählt und durch viele sehr schöne, die Situation darstellende Bilder ergänzt.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    In der 6a steht ein Rätsel an: Jemand klaut regelmäßig Maries einzigartige Superbrote. Das sind keine gewöhnlichen Brote, sondern von ihrer Mutter kunstvoll zubereitete Kreationen mit Kürbis, Vollkorn, Dinkel, Tofuwurstbrot und wahlweise 3-5 Superfoods on Top. Marie, als beliebteste Schülerin, Klassensprecherin und Anführerin der Super Girls, sieht sich mit einem delikaten Problem konfrontiert. Klar, dass da alle schnell in den Fall involviert sind. Schnell gerät Konrad, der neue Schüler, ins Visier. Er ist oft allein im Klassenraum und wird verdächtigt, ein leidenschaftlicher Esser zu sein.  Als die Kinder glauben, der Fall wäre klar, geht das Mobbing über die Grenzen des Klassenraums hinaus in die Social Media Welt und selbst Marie kriegt da langsam ein schlechtes Gewissen und fragt sich: Ist das gerecht? 
    Mika, der sonst nicht so Lust auf seine Klassenkameraden hat, fragt sich das gleiche und möchte ein geregeltes Verfahren. Die Kinder geben ihr Bestes und bereiten ein durchdachtes Verfahren vor, das uns Lesende in die Feinheiten des Rechtssystems einführt. Dabei lernen wir viel über die Unschuldsvermutung und die Rechte des Angeklagten. Die Ernsthaftigkeit des Verfahrens und die komischen Umstände schließen sich nicht aus, und so fliegt man trotz allem mit einem Schmunzeln durch die Seiten, wobei die bezaubernden Illustrationen von Lena Hesse das Leseerlebnis bereichern. Besonders amüsant sind die subtilen Hinweise auf notwendige Schulreformen, denn die Kinder handeln völlig eigenständig, ohne Hilfe von Lehrkräften. Denn der Vertreter der Vertretung musste in zwei Klassen sein und während das Mobbing im vollen Gang war, erklärten zwei Lehrerinnen dem Referendar Inklusion und Integration. Wirklich schön aufbereitetes Wissen trifft auf eine niedliche Geschichte, die zeigt, dass Kinder die Welt vielleicht doch manchmal besser verstehen als Erwachsene. Am Ende des Buchs werden die Details zum Rechtssystem noch einmal erklärt, für diejenigen, die sich vertieft mit dem Thema auseinandersetzen möchten.
    
    Raphaela Brosseron
    
    
    
    
  • Geheim  – Die geheime Drachenschule                     

    Geheim  – Die geheime Drachenschule                     

    Emily Skye

    Pascal Nöldner

    Pascal Nöldner

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das ist der erste Teil der „Drachenschule“ inzwischen gibt es noch einige mehr dieser spannenden Bücher zum Raten. Anhand der Anzahl der Flammen kann man erkennen, wie schwierig die Aufgabe wird, hinten im Buch gibt es noch einige Lösungstipps und wenn es doch zu schwer ist, und ich kann versichern, einige Rätsel sind nicht so einfach zu lösen, kann man im Folgetext die Lösung lesen.

    
    
    
    
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    Arthur isst gerne und hat ein fotografisches Gedächtnis, er weiß deshalb sehr viel. Henry liest lieber Comics, hat aber auch immer wieder gute Einfälle und Lucy, die sehr sportlich ist und sich im Wasser wohlfühlt, hilft oft mit ihren Schlüssen und kann die beiden Jungs, wenn sie aneinandergeraten, zusammenbringen. Die Geschlechterverteilung ist wie so oft wieder 2:1. 
    Die Kinder besuchen die geheime Drachenschule „Sieben Feuer“, dort werden sie zu Drachenreitern ausgebildet. 
    Eine ehemalige Drachenreiterin bittet sie um Hilfe, bei einem Zwillingspärchen sind dunkele Male auf den Handflächen zu erkennen. Zusammen mit einem Lehrer machen sich die drei auf, das Geheimnis zu erforschen. Sie müssen einige Abenteuer bestehen und natürlich viele Rätsel lösen. 
    Ein fantasievolles, spannendes Buch mit einer großen Anzahl an Aufgaben, die sehr unterschiedlich sind und deshalb nicht langweilig werden.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Der Verwechsling

    Der Verwechsling

    Kai Lüftner

    Emilia Dziubak

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover ist eine wunderschöne Winterlandschaft zu sehen, aus der Mitte schaut uns ein kleiner Junge mit wuscheligen Haaren mit großen Augen an. Ein kleines buckeliges Häuschen steht am Ende des Murmelpfades, dort wohnt ein altes Paar - Per und Tove. Sie haben vor einiger Zeit auf dem Weg zu ihrem Haus einen kleinen Jungen gefunden. Da er nicht spricht und es unklar ist, wo er herkommt, haben sie ihn Vilmar genannt. Dieser Junge ist ein ruhiges Kind, das nicht mit anderen Kindern spielt. Vilmar sitzt in seinem Zimmer und schaut alle Bücher an, die er finden kann. Er kann lesen und gibt dabei Geräusche von sich, die manchmal einer Melodie ähneln.
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    Nachdem der Junge fünf Jahre bei dem alten Paar wohnte und sie vertraute gemütlichen Tage und Abende verbracht haben, treffen sie auf einen alten schweigsamen Freund, der Vilmar ein Buch schenkt.
    Ein altes skandinavisches Märchen, von einem Jungen, der in die Welt der Unterirdischen gehört und der eine Zeit bei den Menschen wohnte, aber wieder in seine Welt heimkehrt. Die Bilder dieses Buches strahlen eine Wärme aus, die tief in das Innere des Lesenden geht. Trotz der Trauer über den Weggang, freut man sich, dass der Kleine wieder Heim findet und er lässt dem alten Paar auch einen schönen Gruß zurück. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Dürfen Zwerge Riesenrad fahren? – Große Fragen für kleine Denker

    Dürfen Zwerge Riesenrad fahren? – Große Fragen für kleine Denker

    Moni Port

    Philip Waechter

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Lauter lustige Fragen werden in diesem Buch gestellt. Das Cover zeigt die Zwerge, wie sie im Riesenrad sitzen und in die Welt schauen. Auf der ersten Buch-Seite, die sich mit ihrer Frage beschäftigt, haben sie sich für den Kartenkauf zu einem großen Menschen zusammengesetzt.

    
    
    
    
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    Danach sehen wir die Besucher des Weinkellers weinend an den Tischen sitzen. „Darf man im Weinkeller auch mal lachen?“ eine schöne paradoxe Frage, die bei den Kindern ein Grinsen hervorruft. Etwas trauriger stimmt die Frage nach dem Tagebuch für Eintagsfliegen. 
    Tanzende Spülmaschinen beim Spülmaschinenfest bedürfen schon einer Erklärung. Denn die Kinder lesen den Aufdruck auf der Brotdose meist nicht. 
    Mein Enkel wollte das Buch gleich noch mal lesen, weil ihm die Fragen viel Spaß gemacht haben. Aber ich denke, auch Erwachsene können sich mit diesem Buch amüsieren und vielleicht noch andere Fragen stellen.
    Eine Menge Fragen und lustige Bilder dazu gibt es in diesem kleinen humorvollen Büchlein.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Als Mama einmal unsichtbar war

    Als Mama einmal unsichtbar war

    Julia Rosenkranz

    Nele Palmtag

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Dieses Bilderbuch behandelt ein trauriges Thema mit liebevollem Ernst. Auf dem Cover kann man die Liebe, die Mutter und Kind verbindet, sehr deutlich erkennen. Dieses süße Lächeln zeigt, wir gehören zusammen. 
    „Mama ist krank.“ Mit diesem Satz beginnt Mamas Erklärung, sie hat Krebs und es wird lange dauern. Die kleine Hennie erkennt außer der Müdigkeit keine Krankheit an Mama, deshalb ist die Krankheit anders, unsichtbar, aber trotzdem da. Hennie stellt sich eine "Krebs-Maschine“ vor mit Scherenarmen, die alles beschneidet, bis es weg ist. „Krebs macht, dass irgendwie alles verschwindet.“ 
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    So verschwinden die Wörter, die Menschen aus der Umgebung wissen nicht, was sie sagen sollen. Hennie glaubt, es ist ein „Wörterstau“ entstanden. Dann geht Mama nicht mehr zur Arbeit und muss zur Chemo. Dann verschwindet Mamas Kraft und sie kann nicht mehr mit Hennie toben. Nach Mamas Appetit verschwinden ihre Haare. Dann verschwindet auch Mama und die Nachbarin holt Hennie von der Kita ab. 
    Das Buch erzählt sehr kindgerecht, aus Sicht der kleinen Hennie und doch sehr realistisch, wie der Krebs Mama unsichtbar macht. Trotzdem bleibt das Band zwischen den beiden bestehen, denn „Hennie weiß, dass Mama Mama ist.“ Zum Glück endet das Buch mit Mamas Heilung und die beiden sitzen zusammen auf der Hollywood-Schaukel, Mama mit ganz kurzen Haaren. 
    Es ist nicht einfach, wenn der Krebs zu einer Mama mit kleinen Kindern kommt. Dieses Buch kann helfen, einiges besser zu verstehen, denn wir wissen ja, auch die Wörter gehen verloren. Die Illustrationen des Buches sind sehr schön gestaltet und zeigen auch die Mama ohne Haare, die so dem Opa ähnlich sieht. 
    
    Dagmar Mägdefrau 
    
    
  • Eine Familie wie unserer

    Eine Familie wie unserer

    Frank Murphy

    Alive Lee

    Kaya Harren

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Cover zeigt einen riesigen Baum, auf dem und vor dem viele Menschen zu sehen sind. Das Titelbild im Buch zeigt ein Elternpaar mit drei Kindern am Esstisch. Auf der Wiese ist eine bunte Mischung der verschiedensten Menschen zu sehen. „Jede Familie ist einzigartig.“ Dieser Satz gefällt mir gut. Die nächste Seite zeigt harmonische Bilder in warmen Farben und dann geht es um verschieden Familienstrukturen. Eine riesige Familie wird fotografiert und die Frage ist „Kennst du eine Familie mit Uroma?“ die ich klar mit ja beantworten kann, meine Enkel haben neunzigjährige Urgroßeltern. 
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    Von Ähnlichkeit innerhalb der Familie, aber auch von Adoptivfamilien ist die Rede, eine Regenbogenfamilie wird gezeigt und dann geht es um Familien, die man sich aussucht. Das finde ich verwirrend, denn das sind für mich Freunde. Familie bedeutet für mich verwandt zu sein, wenn auch nur rechtlich. „Wir wachsen in unsere Persönlichkeit hinein.“ ist auch eine sehr schöne Vorstellung. „Denn zusammen sind wir sicher.“ - darauf ist leider nicht immer Verlass. 
    Im Nachwort richtet der Autor noch einmal sein Wort an uns und fordert auf, sich von älteren Verwandten Geschichten erzählen zu lassen. Es gibt ja dazu vorgefertigte Bücher, die wir Großeltern für unsere Enkelkinder ausfüllen können.
    Ein wundervolles Buch über den Wert unserer Familie, die Illustrationen sind sehr ansprechend und warm gezeichnet. Die Personen sind sehr vielfältig gestaltet und bilden unsere bunte Gesellschaft ab.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Verborgen – Was man nur mit dem Herzen sieht

    Verborgen – Was man nur mit dem Herzen sieht

    Cori Doerrfeld

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der Untertitel lässt mich sofort an den kleinen Prinzen denken: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
    Der kleine Finn ist bedrückt und versteckt sich unter einer bunten Decke. Er meint Opa kann ihn nicht verstehen und will nicht über sein Problem reden. Opa möchte mit Finn spazieren gehen und in der Natur gibt es vieles, auf das Opa ihn aufmerksam macht. Die Bäume, von denen wir nur das sehen, was oben wächst, das, was unter der Erde geschieht, bleibt verborgen. Das Gewässer, auf dem das Boot schwimmt, wirkt regungslos, doch im Wasser ist eine Menge los. 
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    Ein brütender Vogel, ein grabender Fuchs und Tiere in einem hohlen Baumstamm, vieles ist nicht immer sofort sichtbar. So können wir auf einem Bild im Bauch einer jungen Frau ein Baby sehen. Finn erfährt, dass es auch hier Verborgenes gibt. Finn hat im Laufe des Spaziergangs seine Decke immer mehr gelüftet, inzwischen sehen wir seinen lockigen Haarschopf. Opa sagt zu seinem Enkel: „Manchmal verbirgt sich hinter einem Menschen, der etwas nicht zu verstehen scheint, jemand der genau weiß, wie du dich fühlst.“ Und wir sehen bei beiden ein gebrochenes Herz. 
    Und herzerwärmend ist diese schöne Opa-Enkel-Geschichte. Oft denken wir, dass andere unsere Situation nicht versehen können, aber leider wiederholt sich so vieles in unseren Leben, da gibt es oft dieselben Erfahrungen. Neben den kurzen Texten tragen die schönen Illustrationen zum Verstehen der Geschichte bei.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Ich bin zart ich bin stark – Ein Handbuch für mehr Sensibilität und Feingefühl

    Ich bin zart ich bin stark – Ein Handbuch für mehr Sensibilität und Feingefühl

    Jess Sanders

    Jorge Garcia Redondo

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Kind auf dem Cover hat einen Schmetterling auf seinem Finger sitzen, ein Zeichen dafür, dass es Zartheit vermittelt. Mit der Frage „Wusstest du, dass du eine einzigartige Zartheit in deinem Herzen trägst?“ beginnt das Buch und um diese Zartheit geht es. 
    Zartheit bedeutet, dass man weinen darf und sich anderen anvertraut, dass man inmitten des Lärms leise und ruhig dasitzen kann, aber auch die Natur und ihre Schönheit zu bestaunen oder mit seiner Kreativität anders zu erfreuen. 
    
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    Leider wird diese Zartheit nicht immer anerkannt und verstanden und man hält sie für Schwäche. Dieses Buch rät, stolz auf seine Zartheit zu sein und sie zu pflegen. 
    „Deine Zartheit ist deine größte Stärke und dein schönstes Geschenk.“
    Ich muss zugeben, dass ich etwas Schwierigkeiten mit dem Begriff Zartheit habe. Aber meine kleine Enkelin lässt sich das Buch gerne vorlesen und ich hoffe, dass es sie in ihren Gefühlen stärkt. Denn es ist sicher schön, wenn die Kinder ihre Sensibilität bewahren und anderen damit Freude machen.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Unheimlich, unheimlich – Urlaubschaos mit Ruby Black

    Unheimlich, unheimlich – Urlaubschaos mit Ruby Black

    Cally Stronk

    Constanze von Kitzing

    DTV

    Unheimlich, unheimlich

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Unheimlich, unheimlich ist der vierte Band der Ruby Black-Reihe, jedoch stört es nicht, wenn man die anderen nicht gelesen hat: Die elfjährige Ruby ist als Ich-Erzählerin so mitteilsam, dass man bereits nach ein paar Seiten einen guten Eindruck von ihr und ihrem chaotischen Leben bekommt. 
    
    
    
    
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    Ruby kennt die Welt außerhalb des Friedhofs kaum, und obwohl sie gerne mal in den Urlaub fahren würde, möchte sie keinesfalls den Geburtstag ihres Freundes Ben verpassen. Doch ausgerechnet an diesem Tag plant ihre Familie ihren ersten gemeinsamen Ausflug. Es gibt jedoch einen Haken: Sie fahren zu einer Sargmesse, bei der Ruby ihren Eltern bei der Vermarktung von Särgen helfen soll. Doch Ruby wäre nicht Ruby, wenn sie nicht bereits wilde Pläne und noch wildere Wege gefunden hätte, um ihren eigenen Willen durchzusetzen. Besonders, weil das Hotel, in dem sie übernachten, selbst für sie ziemlich gruselig ist.
    Nicht nur die Bilder neben dem Text sind lebendig illustriert, auch die geschriebenen Wörter, wodurch sie leicht lesbar werden und wirklich alle Emotionen unterstrichen. 
    Mit Hashtags und mehr oder weniger modernen Abkürzungen soll es jugendlich gehalten werden - wie authentisch das ist, könnten vielleicht Elfjährige besser beurteilen, aber mir war es persönlich manchmal zu viel.
    Schade fand ich auch, dass so etwas wie Social Media und Influencer sehr überspitzt und herablassend dargestellt wurden. Schließlich handelt es sich um Themen, die tatsächlich das Interesse von Jugendlichen wecken, und in dieser Hinsicht scheint die Perspektive irgendwie veraltet und belehrend zu sein, obwohl Ruby die Geschichte eigentlich aus der Ich-Perspektive erzählt.
    Insgesamt bleibt die Geschichte auf eine amüsante Weise chaotisch, und die Illustrationen ergänzen den Text auf ansprechende Weise.
    
    Raphaela Brosseron
    
    Auch der vierte Band über Ruby Black zeichnet ein besonderer Humor aus. Ruby wird in der Schule gemobbt und von ihrem erfolgreichen Bruder gequält, Urlaub findet normalerweise im Zelt auf dem Friedhof statt und irgendwie schafft Ruby es immer wieder ins Fettnäpfchen zu treten. 
    Doch es gibt auch positives zu entdecken, Ruby hat mit Selma eine Freundin gefunden und jetzt kommt der Knaller: Ben ist ihr Freund. 
    Aber natürlich gibt es wieder Schwierigkeiten, denn die Familie fährt Richtung Ostsee in die Ferien, dabei hat Ruby Ben versprochen mit ihm seinen Geburtstag zu feiern. Als dann das Hotel eine Bruchbude ist und Papa Rubys Hilfe auf der Sterbo 3000 einer Beerdigungsmesse erwartet, sucht Ruby nach einer Lösung.
    Viele werden sich in Ruby wiederfinden, wenn ihr Leben auch etwas überzeichnet dargestellt wird, aber Ruby macht Hoffnung, dass am Ende alles gut wird und sie stärker ist, als sie oft denkt.
    
    Dagmar Mägdefrau 
    
    
    
    
  • Das Geheimnis von Darkmoor Hall – Das Amulett der Winde

    Das Geheimnis von Darkmoor Hall – Das Amulett der Winde

    Nina Scheweling

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Das aufregende Abenteuer von Kate, Gus und Billy geht weiter, und wir werden endlich herausfinden, ob sie das jahrhundertealte Rätsel der Familie Greenville knacken können.
    Selbst wer den ersten Teil der Geschichte nicht kennt, wird leicht in die Geschichte der Freunde eintauchen können, ohne dass zu viel von dem, was bereits passiert ist, wiederholt wird.
    
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    Wer dachte, dass die drei sich im ersten Teil in Lebensgefahr begeben, wird sehen: Eingeschüchtert sind sie dadurch nicht. Es scheint fast, als hätten sie noch größere Herausforderungen zu bewältigen. Billys Familie hat Geldsorgen, Kates Eltern streiten sich, und Gus hat immer noch nur seine gemeine Tante, nachdem er seine Eltern verloren hat. Dank den Briefen des Rätselverfassers, der auch Gus' Urgroßvater ist, erfahren wir, dass auch er als Jugendlicher vor schwierigen Entscheidungen stand und warum er sich damals gegen seine Familie gestellt hat.
    Die drei Freunde müssen sich auch fragen, was so ein Schatz eigentlich bedeutet und wie sie ihre anderen Probleme bewältigen können. Neben der spannenden Suche nach dem mysteriösen Amulett machen sie viele weitere Erfahrungen, die ihre Freundschaft noch enger und stärker machen. „Sie waren alle drei so unterschiedlich, kannten sich erst seit ein paar Wochen, und dennoch sind sie zu engen Freunden geworden."
    Neben der Suche nach dem Amulett machen sie also viele weitere Erfahrungen, die sie noch enger zusammenbringen. “Sie waren alle drei so verschieden, kannten sich erst seit ein paar Wochen und doch waren sie zu Freunden geworden.” 
    Die Fortsetzung der Geschichte von Kate, Gus und Billy enttäuscht nicht. Eine fesselnde Lektüre für Kinder und Jugendliche, die Abenteuer und Freundschaft lieben. Die Illustrationen sind erneut hervorragend und fangen die Stimmung des Buches perfekt ein.
    
    Raphaela Brosseron
    
    
  • Das Geheimnis von Darkmoor Hall

    Das Geheimnis von Darkmoor Hall

    Nina Scheweling

    Rotfuchs

    Das Geheimnis von Darkmoor Hall

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Das Buchcover zeigt ein imposantes Anwesen, das eher unheimlich wirkt und das man vielleicht lieber nicht alleine betreten möchte, möglicherweise nicht einmal bei Tageslicht. So ein Anwesen befindet sich in der südenglischen Stadt Darkmoor-on-sea, ein Ort mit einem Namen, der bereits auf gruselige Abenteuer hindeutet.
    Zu Beginn erscheint für Kate alles in diesem Ort einfach nur alt und langweilig. Doch dann findet sie einen Grund, Gustav Greenville zu besuchen, den verwaisten Neffen der gefürchteten Lady Greenville, der in dem beängstigenden Anwesen Darkmoor Hall lebt. Zusammen mit dem Dorfjungen Billy stürzen sich Gus und Kate in eine aufregende Schatzsuche. Denn nicht nur das Anwesen selbst ist mysteriös und geheimnisvoll: Gustavs Erbstück von seinem Urgroßvater enthält Rätsel und verspricht einen wertvollen Schatz, von dem sich alle Beteiligten aus unterschiedlichen Gründen viel erhoffen.
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    Von Anfang an konnte ich mich in die neblige und geheimnisvolle Umgebung hineinversetzen. Die Autorin hat das südenglische Dorf und seine Atmosphäre mit ihrer packenden Erzählweise auf meine heimelige Couch gebracht. Obwohl ich Kates anfängliche Langeweile verstehen kann, hätte ich gerne mit ihr getauscht. Als Kind wäre es mein Traum gewesen, ein solches Rätsel in dieser Umgebung präsentiert zu bekommen, auch wenn ich wahrscheinlich viel länger gebraucht hätte, um es zu lösen. Mir gefiel auch, wie die Freunde zufällig zusammentreffen, da sie alle individuelle und authentische Probleme haben, die der Geschichte eine besondere Einzigartigkeit verleihen.
    Während ihrer selbstgewählten Mission werden die fünf Freunde tatsächlich mit gefährlichen Situationen konfrontiert, und ich war froh, aus der Ferne mitzufiebern. Dennoch hatte ich ein aufregendes und abenteuerliches Leseerlebnis, das perfekt in den Oktober passt. Ich würde die Geschichte jedoch auch zu jeder anderen Jahreszeit empfehlen.
    
    Raphaela Brosseron
  • Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit

    Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit

    G.Z. Schmidt

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Der zwölfjährige Adam wohnt seit dem Unfalltod seiner Eltern bei seinem Onkel Henry in New York. Die beiden leben von ihrer kleinen Bäckerei „Biscuit Basket“, denn der Onkel kann wundervolle Sachen backen. Leider gibt es viel Konkurrenz und manchmal ist es nicht einfach, die Miete zusammen zu bekommen. Trotzdem geht Adam jeden Abend ins „Loch“, so nennen sie das Obdachlosenheim und bringt die Reste dort hin.
    Im ersten Kapitel erscheint eine Gestalt, die Adam auf eine Schneekugel aufmerksam macht. Mit dieser Schneekugel gelingt es ihm, in die Vergangenheit zu reisen. Allerdings kann er sie nicht beeinflussen und weiß deshalb nicht, wie und wann er ankommen wird. Auf diese Weise lernt er, der keine Freunde hat, neue Kinder kennen. 
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    Parallel zu Adams Geschichte erfahren wir einiges über Elbert, der Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts sein Glück als Zauberer versuchte, doch erst die Bekanntschaft mit einem Uhrmacher machte ihn zum Star. 
    Das Buch ist voller Magie und unerwarteten Wendungen, doch es gibt auch viel Böses, so wurde Elbert schon früh von einem Fabrikbesitzer betrogen und auch im Jetzt versucht jemand, die Schneekugel an sich zu bringen.
    Die Geschichte liest sich so spannend, dass man das Buch schnell auslesen möchte. Das Thema Zeitreise wird dabei auch aus wissenschaftlicher Sicht angesprochen und auch das ist gut verständlich.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    Adam lebt im Jahr 1999 als zwölfjähriger Junge in New York. Nachdem seine Eltern vor einigen Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind, lebt er nun bei seinem Onkel Henry, der eine Bäckerei betreibt. Eines Tages taucht ein älterer Mann in der Bäckerei auf und prophezeit Adam, dass ihm noch große Abenteuer bevorstehen. Nach einigen Zeitsprüngen stellt sich heraus, dass der Mann Recht hatte. 
    Adam reist mit einer Schneekugel durch die Zeit, jedoch ohne die Kontrolle darüber zu haben, wann oder wie dies geschieht. Dennoch ergibt alles einen Sinn, als er das Geheimnis der Schneekugel, des Pendels und einer alten Spielschachtel entdeckt, von der behauptet wird, sie würde Musik spielen, wenn jemand stirbt.
    Wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenhängen, was ein großes Unglück in einer Kerzenfabrik 1967 damit zu tun hat und warum es in jeder Zeit einen hinterhältigen Robert Baron gibt, möchte ich nicht vorwegnehmen. Ich kann aber versprechen, dass die Verknüpfung klug und spannend erzählt wird. 
    Zeitreisen werden sehr logisch in ihrer Wirkung aufgearbeitet, trotzdem bleibt es eine kindgerechte Geschichte. Ich würde den Roman jedem Kind (und vermutlich auch Erwachsenen) geben, der fragt: Was passiert eigentlich, wenn man doch durch die Zeit reisen kann? Meine Antwort wird ab jetzt, ähnlich wie Victors in der Geschichte, ab jetzt immer was mit Permutation und Orangenschalen beinhalten.
    Eine wirklich ehrliche, kluge und spannende Geschichte zum Thema Zeitreisen und Magie und über Freundschaft, die durch alle Zeit geht.
    
    Raphaela Brosseron
  • Lucky Loser extra light  

    Lucky Loser extra light  

    Heidemarie Brosche

    Hase und Igel light

    Verlagsempfehlung Klasse 6-8

    Es ist sicher nicht einfach, wenn der Nachname Loser lautet, aber Lukas, der Lucky genannt wird, muss damit zurechtkommen. Leider ist er einige Male beim Schwarzfahren erwischt worden und muss nun Sozialstunden in einem Altersheim ableisten. Als er sein Handy dem Heimleiter abgeben muss, sieht er, dass Kim, seine Freundin, den Kontakt zu ihm abgebrochen hat. Schwester Mariana, die auf Station 5 für Lucky zuständig ist, stellt ihm Willy Winning vor. Der alte Mann verweigert das Essen und liegt wie tot in seinem Bett. Allerdings bekommt er doch mehr mit, als Lukas denkt und am nächsten Tag spricht er den Jungen sogar an. So entsteht eine Freundschaft zwischen Lukas und dem alten Mann, der einige Jahre im Gefängnis gesessen hat und Lucky gute Tipps geben kann.
    mehr oder weniger lesen
    44 Kapitel auf 144 Seite berichten in großer Schrift von Lucky Loser. Die Geschichte bietet Spannung und viel Gefühl, dabei ist sie einfach zu lesen. Dazu tragen auch die Emojis über jedem Kapitel und die Illustrationen, die die Gefühle sehr gut abbilden, bei. Schon das Cover zeigt das Entsetzen des Jungen, als er „Kontaktsperre“ liest. 
    Dieses Buch entspricht dem Buch gleichen Titels ist allerdings verkürzt gedruckt worden. So wurde aus dem Text „So schnell ich kann, biege ich in die Martinstraße und fingere ich den zerknitterten Brief aus meiner Hosentasche“ der kurze Text „Schnell biege ich in der Martinstraße und fingere den Brief …“ 
    Ich denke durch diese zusätzliche Kürzung wird das Buch auch für Jugendliche, die nicht gerne lesen, lesbar und interessant.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Lucky Loser

    Lucky Loser

    Heidemarie Brosche

    Hase und Igel light

    Verlagsempfehlung Klasse 6-8

    Es ist sicher nicht einfach, wenn der Nachname Loser lautet, aber Lukas, der Lucky genannt wird muss damit zurechtkommen. Leider ist er einige Male beim Schwarzfahren erwischt worden und muss nun Sozialstunden in einem Altersheim ableisten. Als er sein Handy dem Heimleiter abgeben muss, sieht er, dass Kim, seine Freundin, den Kontakt zu ihm abgebrochen hat. Schwester Mariana, die auf Station 5 für Lucky zuständig ist, stellt ihm Willy Winning vor. Der alte Mann verweigert das Essen und liegt wie tot in seinem Bett. Allerdings bekommt er doch mehr mit, als Lukas denkt und am nächsten Tag spricht er den Jungen sogar an. So entsteht eine Freundschaft zwischen Lukas und dem alten Mann, der einige Jahre im Gefängnis gesessen hat und Lucky gute Tipps geben kann.
    mehr oder weniger lesen
    44 Kapitel auf 144 Seite berichten in großer Schrift von Lucky Loser. Die Geschichte bietet Spannung und viel Gefühl, dabei ist sie einfach zu lesen. Dazu tragen auch die Emojis über jedem Kapitel und die Illustrationen, die die Gefühle sehr gut abbilden, bei. Schon das Cover zeigt das Entsetzen des Jungen als er „Kontaktsperre“ liest. 
    Ein Buch gleichen Titels wird als „Extra-Light-Version“ angeboten und ist um einige Worte verkürzt gedruckt. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    Lukas, den alle nur "Lucky" nennen, findet sich im Altersheim wieder, wo er Sozialstunden ableisten muss, nachdem er mehrmals beim Schwarzfahren erwischt wurde. Der ironische Name "Lucky" im Sinne von Glück passt so gar nicht zu seinem derzeitigen Lebensgefühl. Vielmehr spiegelt sein Nachname "Loser" besser wider, was er gerade durchmacht. Besonders belastend ist die plötzliche Nachricht seiner Freundin, die ihm während seiner nur “Kontaktabbruch” schreibt. Nicht nur das – er betrachtet auch seinen eigenen Vater als einen Verlierer, und auch sein bester Freund verhält sich merkwürdig. In dieser schwierigen Phase seines Lebens ist es jedoch überraschenderweise ein alter Mann namens Willy Winning aus dem Altersheim, der ihm hilft, sich zurechtzufinden.
    
    Die Geschichte ist authentisch und modern gehalten, insbesondere in Bezug auf den Umgang mit Social Media und dessen Einfluss auf das Leben heutiger Jugendlicher. Eine bemerkenswerte Stärke ist die Verfügbarkeit von zwei Versionen des Romans: Die "Light Version" bietet eine etwas einfachere Sprache mit weniger verschachtelten Sätzen und reduzierten Adjektiven, ohne dabei den Erzählstil zu beeinträchtigen. Diese Flexibilität macht das Buch nicht nur für den schulischen Einsatz im Rahmen der Binnendifferenzierung interessant, sondern ermöglicht auch eine individuelle Anpassung des Leseerlebnisses.
    Die Bilder waren auch eine schöne Begleitung beim Lesen, nicht zu kindlich gehalten und immer passend zum Text, als visuelle Unterstützung. Diese Geschichte dürfte vielen gefallen, egal welche Variante!
    
    Raphaela Brosseron
    
  • Boy from Mars – Auf der Jagd nach der Wahrheit

    Boy from Mars – Auf der Jagd nach der Wahrheit

    Christian Linker

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Wir schreiben das Jahr 2099. So wie wir heute selbstverständlich auf der Erde leben, Fußballspielen und im Meer schwimmen, lebt Jonto auf dem Mars, spielt Gravity Dunk und geht zum Schwimmen in ein Ozeanbecken. Er lebt auf dem Mars, wo echte Spaghetti ein Luxusgut sind, das Leben ansonsten aber für ihn perfekt erscheint. Bis sein Opa Ben, stirbt und er einfach so zu seiner Mutter auf die Erde geschickt werden soll. Mit seinen letzten Worten erzählt sein Opa ihm von seiner Erfindung und Jonto hofft, durch diese reich zu werden und eines Tages zum Mars zurückkehren zu können. Dafür lässt er sich auf der Erde ausgerechnet auf die jugendlichen Rumtreiber ein, vor denen seine Mutter ihn eindringlich warnt und begibt sich in große Gefahr. 

    
    
    
    
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    Der Roman bietet eine detaillierte Darstellung gängiger Zukunftsvisionen, darunter Hologramme und das Leben auf dem Mars mit seinen ungewöhnlichen Bedingungen. Doch was den Roman zu einer echten Dystopie macht, ist die Beschreibung der Erde nach den Klimakriegen ab Mitte des 21. Jahrhunderts. Die Kriege um Ressourcen und der Umgang mit Klimaflüchtlingen werden erschreckend realistisch dargestellt, und man hofft, dass die Zukunftsvision von Christian Linker, so fesselnd sie für die Handlung auch ist, eine Dystopie bleibt. Trotz des faszinierenden Themas empfand ich das Lesen persönlich oft als zäh.Dies könnte unter anderem daran liegen, dass einige Informationen über die Zukunft meiner Meinung nach sehr erzwungen in die Handlung eingefügt wurden, unabhängig davon, ob sie zur Geschichte passten oder nicht.
    Der Roman bleibt trotzdem eine empfehlenswerte Dystopie, die sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene durch die ausführliche Darstellung der Zukunft, die facettenreiche Charakterentwicklung von Jonto und die gesellschaftlichen Anregungen lesenswert ist.
    
    Raphaela Brosseron
    
    
    Jonto lebt im Jahr 2099 mit seinem Opa auf dem Mars. Dort gibt es Kolonien, deren Bewohner friedlich und reich zusammenleben. Als aber der Opa plötzlich verstirbt, muss Jonto zu seiner Mutter auf die Erde zurück. Dort hat der dreizehnjährige Junge einige Probleme. Seine Mutter ist ihm fremd, aber auch die Kultur und die Entwicklung der Erde kennt er nur aus dem Unterricht. Er weiß, dass Amsterdam überflutet wurde und es Flüchtlinge, wie Wilhelms Oma, gab. 
    So kämpft er mit der Schwerkraft, mit der sein Körper erst umzugehen lernen muss, freut sich aber darüber, dass er keinen Raumanzug tragen muss. 
    Das Tagebuch seines Opas berichtet davon, dass sein Opa eine Wunderwaffe gegen den Klimawandel konstruiert hat, aber es ist lange unklar, ob es sich um Wunschdenken oder eine reale Maschine handelt. Jonto findet Verbündete, die ihn bei der Suche unterstützen. 
    Erstaunlich mit wie viel Fantasie da eine Zukunft erdacht wurde, die leider an vielen Stellen erschreckend real ist. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Erde aufgrund des Klimawandels so entwickeln wird. Untergegangene Städte, missglückte Versuche, die Auswirkungen aufzuhalten und neue Städte mit neuen Konzepten.
    Das Buch ist spannend zu lesen, aber es geht auch um Freundschaft und Zuneigung. Jonto und seine Mutter müssen zueinander finden und es gefällt mir sehr gut, dass die Mutter schnell einsieht, dass Vertrauen nötig ist, um zueinander zu finden.
    
    Dagmar Mägdefraue