• Tillys Schatz

    Tillys Schatz

    Jane Godwin

    Anna Walker

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Tilly hat viele Geschwister und wenig eigenen Raum, so findet sie unter einer Stufe ein geheimes Versteck, in das sie alle ihre Schätze hineinpackt. Manchmal nimmt sie sie heraus und erfreut sich am Klang eines Glöckchens, dass sie an einer Kette trägt, oder sie zeichnet etwas in ihr Notizbuch. Keiner kennt ihr Versteck, doch dann renovieren ihre Eltern das Haus und ein schöner sandfarbener weicher Teppichboden wird auf den Boden und über die Stufe gelegt.
    So kommt sie nicht mehr an ihre Schätze.
    mehr oder weniger lesen
    Natürlich ist Tilly traurig, doch die Erinnerung an die Teile bleibt und so stellt sie sich alles genau vor. Im Laufe der Zeit findet sie neue Schätze, aber die verborgenen Schätze unter der Stufe werden nicht vergessen.
    
    Da geht etwas verloren und ist trotzdem noch da, keine einfache Situation für das Mädchen. Ich befürchte viele Kinder werden ebenfalls Probleme haben, wenn sie die Geschichte vorgelesen bekommen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Als Papas Haare Ferien machten

    Als Papas Haare Ferien machten

    Jörg Mühle

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Papas Frisur erinnert etwas an Elvis und natürlich ist der stolz auf seine Haare. Doch eines Tages wollten seine Haare mal die Welt sehen, sie sprangen einfach von seinem Kopf. „Schock!“ Zunächst waren sie noch im Bad und Papa tat alles sie wieder einzufangen. Leider machte er dabei viel Lärm, so machte Mama die Tür auf und schon waren die Haare aus dem Haus und bald schon über alle Berge. Nach einigen chaotischen Stationen gerieten sie in einen Abfluss und somit kann man einiges über Gewässer lernen.
    mehr oder weniger lesen
    Dann machten sie Urlaub und schrieben Papa Ansichtskarten, wie auf dem Cover zu sehen ist.
    
    Ein total irres Buch mit Wortspielen und lustigen Bildern. Mein Humor wird von der Geschichte angesprochen und ich hatte einen Riesenspaß beim Lesen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der große Labyrinthe-Spaß – Auf geheimer Mission

    Der große Labyrinthe-Spaß – Auf geheimer Mission

    Sam Smith

    und viele Illustrator*innen

    Usborne

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Ein ganzes Buch voller Labyrinthe, da sind wache Augen gefragt. Es beginnt relativ einfach, ausgehend von Agent Nikita, der ein Nachtsichtgerät benutzt, deshalb ist das Bild grün gehalten, soll der Dieb gefunden werden. Dann wird eine Spionin mit roten Schuhen gesucht. Falke nimmt die Lupe und geht den Fußspuren nach. Durch verschiedene Büros führt der Weg von Agent Pfeil, aber er darf nicht in Büros gehen, in denen sich jemand aufhält. Da muss man schon sehr gut aufpassen.
    Das Hauptquartier auf der felsigen Insel ist auch nicht einfach zu erkunden.
    mehr oder weniger lesen
    Mit Saugnäpfen aufs Hochhaus, aber immer nur an den blauen Fenstern entlang, ist schon verzwickt zu klären. Einmal geht es auch in die Unterwasserwelt, das Bild benötigt sogar zwei Seiten, ebenso die vielen U-Boot-Kabinen und die Landschaft in der Agentin Aurora mit dem Faltschirm landen muss. Spion Frost muss mit dem Schneemobil durch eine verworrene Schneelandschaft und im Museum gilt es, einen Code zu finden. Für das Knacken des Handscanners muss man schon geduldig sein und das gilt auch für das Dekodiergerät. 
    
    Insgesamt sind 60 Aufgaben, zum Glück mit Lösung in diesem Heft, zu bewältigen. Da ist ein kleiner Agent/ eine kleine Agentin schon einige Zeit beschäftigt. Aber wer Spaß an dieser Art Herausforderung hat, bekommt hier viel geboten. Sowohl die Grafik als auch die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich gestaltet.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Was ist ein Fluss?

    Was ist ein Fluss?

    Monika Vaicenaviciene

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Kind geht mit seiner Oma zum Fluss und stellt die Frage „Oma, was ist eine Fluss?“ Die Antwort ist sehr vielfältig, erwähnt alte Geschichten, geografische und geschichtliche Daten, beinhaltet aber auch philosophische Ideen. Die gezeichneten Bilder sind in blassen Farben gehalten und werden durch Konturen ergänzt. 
    Da die Oma stickt, meint sie „Ein Fluss ist ein Faden.“ Wir sehen den Fluss, wie einen Faden fließen und die Menschen und Tiere nutzen ihn unterschiedlich in ihrer Freizeit.
    mehr oder weniger lesen
    Viele Flüsse mit unterschiedlichen Mündungen und Informationen über Donau und Nil finden wir auf der nächsten Seite.  Ei Fluss ist auch ein Zuhause für die unterschiedlichsten Tiere. Da tauchen Worte wie Ökosysteme oder Bewässerung auf. Neben Informationen zum Okovanga-Delta können wir auch einen Satz lesen wie: „Flusswasser strömt durch unsere Gedanken – vielleicht sehen wir dann alles etwas klarer.“ Wie der Amazonas seinen Namen bekam und der Ganges als Treffpunkt folgen auf den nächsten Seiten. Geheimnisvoll ist z.B., dass sich eine Flussdelfin nachts in einen Menschen verwandeln soll. Die nächsten Seiten besprechen ganz unterschiedliche Thema, dann geht die Sonne unter und Oma und Kind gehen heim. 
    Auch der Lesende kann Geschichten zum Fluss erzählen. Die letzte Seite zeigt das Wasser eines Flusses in Blautönen, sehr beeindruckend, wie ich finde.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Meine Mama

    Meine Mama

    Annemarie van Haeringen

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover ist die Elefanten-Mama und ihr Kind zu sehen. Genauso sind auch die Illustrationen des Buches gehalten, wenig Farbe auf weißem Untergrund, ungewöhnlich für ein Kinderbuch. 
    Das Kind plappert den Text des Buches fröhlich vor sich hin. So kennt es seine Mama „eigentlich schon mein ganzes Leben.“ Die beiden spielen mit den Spielzeugautos, „Mama sieht immer schön aus.“ Aber trotzdem darf es nicht Mamas Kleid einschneiden. Die beiden gehen zusammen einkaufen und zum Spielplatz.
    mehr oder weniger lesen
    Hier wird Mama feste angeschuppst. „Ich liebe Bergsteigen.“ Da muss wohl auch Mama herhalten und oben bekommt es ein Küsschen. Mama ist aber auch ein Pferdchen und man kann sich gut hinter ihr verstecken. Beim Blumen gießen, sieht man, dass das Elefantenkind wohl ein Junge ist. „Mama ist nie böse auf mich. Na ja, fast nie…“ Da packt Mama den Kleinen mit dem Rüssel, so wie auf dem Cover und dann fliegt er ganz hoch. „Nur meiner Mama fällt es schwer mich loszulassen.“ Ein Satz, den der erwachsene Leser besser versteht als die Kinder. Zum Schluss geht es ins Bett und über dem Bett sind stehen die Sterne.
    
    Ein liebevolles Bilderbuch, deren Situationen die Kinder alle kennen und verstehen. Es zeigt die Liebe zwischen Mama und Kind auf eine sehr schöne Weise.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Spike Dickus & Co

    Spike Dickus & Co

    Grudrun Güth

    Papierfresserchens MTM-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover ist ein Kampfhund zu sehen, der mit seiner dicken Nase und seinem treuen Blick sehr lieb aussieht. Er ist die Hauptfigur der Kurzgeschichten und wir erfahre einiges über ihn.
    Die Kapitel über Spike Dickus sind unter der Überschrift „Spike Dickus entdeckt Farben“ zusammengefasst. Zuerst sieht er rot. Obwohl er ein gefährlicher Kampfhund ist und deshalb draußen einen Maulkorb tragen muss, ist er ein unsicherer, ängstlicher Hund. Die drei Katzen, die im Haushalt leben machen es ihm nicht einfach. Immerzu machen sie sich lustig über ihn.
    mehr oder weniger lesen
    Da legt der große Hund sich statt in sein Körbchen lieber unter das Sofa. Hier verbringt er auch seine Nächte, aber als er einen Einbrecher vermutet, ist er doch bereit seine Familie zu schützen. Die Gefühlswelt von Spike Dickus geht von ängstlich, beleidigt bis zu wütend. Im nächsten Kapitel geht es um Neid, auch das können ihm die meisten Leser*innen nachempfinden. Denn es kommt noch eine Hündin in den Haushalt, die es leichter mit den Katzen nimmt und die sich schnell anpassen kann. Es braucht einige Zeit, bis der dicke Hund mit ihr Freundschaft schließt.
    
    Neben diesen Hundegeschichten lernen wir aber auch ein schwarzes Schaf kennen, dass von seiner Mutter einen zitronengelben Pullover bekommt, damit es zwischen den weißen Geschwistern nicht so auffällt. Mit den vier Kücks sind wir auf einem Spaziergang und treffen zwei hochnäsige Hunde. Zum Schluss müssen wir uns von dem Hund Puschkin verabschieden, der schon früh in den Hundehimmel kommt.
    
    Die bunte Auswahl kurzer Geschichten lässt sich dank der großen Schrift gut lesen. Alle Geschichten sind sehr gefühlvoll geschrieben und ganz besonders hat es mir der ängstliche Kampfhund angetan.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Sommer voller Träume

    Ein Sommer voller Träume

    Florian Pigé

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Jungen in einem Wald, eine kleine Maus ist bei ihm und er schaut einem Schmetterling nach. Die ersten Seite brauchen keine Worte, in kleinen Bilder sehen wir den Jungen, er hat die Füße im Wasser und ein Vogel nähert sich. Er setzt sich am Morgen an den Pool, der kaputt ist, deshalb wachsen dem Seerosen auf ihm, und hält Ausschau nach Tieren. Ein Maus sitz auf einem Blatt und liest eine kleine Zeitung. Nachdem der Junge sie gerettet hat, malen beide gemeinsam.
    mehr oder weniger lesen
    Da seine Eltern den ganzen Tag arbeiten, schaut der Junge Monsterfilme und so malt er Werwölfe und Vampire. Nachmittags füttert er die Katzen der Nachbarn, die auch im Urlaub sind. Bei Rad fahren begegnet er einer Riesenechse, auf deren Rücken er in den Wald fliegt. Dann träumt er von dem Mädchen Lilly, der er gerne zulächeln würde. Als ein Wecker klingelt, weil die Ferien vorbei sind, sehen wir die Maus als Stofftier mit Knopfaugen und die Echse im Terrarium. Der Junge fürchtet sich vor der Schule und ist froh, dass Lilly in seine Klasse geht.
    
    Es macht mich etwas traurig, dass der Junge so ganz alleine seine Ferien verbringen muss, dass er mit seinen Ängsten und Träume völlig allein gelassen wird. Auch wenn das Ende hoffen lässt. Ich befürchte auch die Kinder, denen die Geschichte vorgelesen wird, werden mit dem Jungen leiden und traurig sein. Da werden auch die wunderschönen warmen Bilder nicht helfen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Iiii, von wem ist das Pipi

    Iiii, von wem ist das Pipi

    Clare Helen Welsh

    V´Nicola O´Bryrne

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Nachdem der kleine Maulwurf lange gesucht hat um zu erfahren, wer ihm auf den Kopf gemacht hat, trifft es hier ein Lemurenäffchen namens Lenny. Er rutsche aus uns fiel in eine quietschgelbe Pfütze und er macht sich auf den Verursacher dieser Pfütze zu finden.
    Der Grauwolf zeigt ihm gleich, dass er nur an Bäume macht. Die Lederschildkröte macht sogar mit dem Mund und der Weißkopfadler platscht Lenny gleich auf den Kopf.
    mehr oder weniger lesen
    Der Bergziegenbock vergeudet nichts, er besprüht sich selbst mit seinem Pipi. Beim Biber kommt sein süßlich-klebriger Strahl heraus und so muss Lenny weitersuchen.
    Die Tiere sind alle als Tiere ohne Kleidung oder Verniedlichungen abgebildet. Sie leben in ihrer natürlichen Umgebung, in einer beeindruckenden Bergwelt.
    Ich muss zugeben ein bisschen eklig ist es schon in eine Pipipfütze zu fallen. Aber man erfährt einiges über die Tiere und ihre Gewohnheiten, die bei uns „Iiii!“ sind. Am Ende des Buches kann man noch ein paar Fakte nachlesen.
    
    Es ist spannend nach der Quelle dieser Pfützen zu suchen, die Texte sind schon ein wenig länger, aber gut zu verstehen und die Bilder gefallen mir sehr gut.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wie anders ist alt?

    Wie anders ist alt?

    Bettina Ohlbrecht

    Julie Völk

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt eine alte Frau mit ihren Enkel auf der Bank, eine Mann geht mit Rollator und hat einen roten Luftballon an der Schnur. Das Kind fragt seine Oma, wie es ist alt zu sein und sie findet, es sei „ein bisschen anders als jung.“ Sie gibt Beispiele, was Alte und Junge gerne tun, z.B. Tanzen. 
    Das man sich als Kind ärgert, dass man noch nicht alles kann und sich als Senior darüber ärgert, dass man einiges nicht mehr kann, gefiel mir besonders.
    Kinder finden immer wieder neue Freunde, bei alten Menschen „gehen immer mehr Freund fort.“
    mehr oder weniger lesen
    Während bei Jungen die Träume noch Zukunft sind, sind sie bei Alten schon geschehen. Am Ende sehen wir wieder die Bank und die Oma hat beide Kinder im Arm. „Alt und jung sein ist genau gleich. Nur ein bisschen anders.“
    
    Die kurzen Texte vergleichen und meist ist das Ergebnis gleich. Die Bilder zeigen die Oma und die Kinder vor unterschiedlichster Kulisse mit verschwommenen Hintergrund und einfachen Konturen, die die Bilder auf eine ungewöhnliche Art ergänzen. 
    
    Ein philosophisches Bilderbuch, dass auch alte Menschen mit seinem Text erreicht.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der Mäuseschwur

    Der Mäuseschwur

    Dorothea Flechsig

    Christian Puille

    Glückschuh

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    In der verschneiten Winterlandschaft halten sich zwei Mäuse an den Pfoten und schauen sich in ihre Knopfaugen. Da die Mondsicher hell am Himmel steht, werfen die beiden lange Schatten. Neben dem Titel sehen wir zwei goldenen Nüsse, die in der Geschichte eine Rolle spielen werden.
    Neben dem wunderschönen Cover sind im Buch noch einige schöne Bilder zu sehen. Die Schrift ist sehr groß gehalten, da sind die 8 Kapitel schnell gelesen.
    Die große Mäusefamilie wohnt auf einem großen Kompost, hier haben sich die meisten Mäuse gemütliche Höhlen eingerichtet. 
    mehr oder weniger lesen
    Matteo hatte lediglich eine Blatt in seiner Höhle und Vorräte hatte er auch noch keine. Er erwartete Abenteuer und hab mit seinen erfundenen Geschichten ordentlich an. Alle wussten, dass er eine Sprücheklopfer und Maulheld war.
    Der Mäuseälteste Mio hörte ihm schon gar nicht mehr richtig zu. Selbst den Mäusebussard sah Matteo nicht als Gefahr, deshalb stand er auch noch draußen, als dieser nach Nahrung Ausschau hielt. Aber gerade deshalb konnte er auch Miranda retten, die plötzlich auftauchte. Da sie ihm gut gefiel, lud er sie zu sich ein, was die anderen Mäuse belächelten, denn seine Höhle war nicht gerade gemütlich. Und so kommt es zum Mäuseschwur: „Ich schwöre, ich baue für Miranda ein goldenes Nest. Zum Nagen bringe ich ihr goldene Nüsse.“  
    
    Es ist spannend zu lesen, wie Matteo sich zwar mutig zeit, aber auch in Gefahr gerät, aber am Ende doch einen Schwur erfüllt.
    Viele Kinder möchten auch (Super)Helden sein und erzählen abenteuerliche Geschichte, wie der kleine Mäuserich im Buch. Hier erfahren wir aber auch, dass die anderen solche Angeber nicht gerade mögen und dass es nicht immer einfach ist seine großmäuligen Versprechungen einzulösen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Winnie will woanders schlafen

    Winnie will woanders schlafen

    Carola Roth

    Valeri Gorbachev

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Winnie, der wahrscheinlich ein kleiner Hase ist (oder ist er ein Kaninchen?) übernachtet gerne bei seiner Tante, weil er dort ganz allein ohne seine Geschwister schlafen kann. Doch diesmal gefällt es ihm nicht so allein dort im Bett und er macht sich auf, um bei seinem Freund dem Eichhörnchen zu schlafen. Doch der knackt nachts Eicheln, da bedankt sich Winnie für die Gastfreundschaft und geht zum Stinktier. Was dort passiert kann sich jeder denken, der Igel überlässt ihm sein Bett, doch leider sind dort noch ein paar Stacheln.
    mehr oder weniger lesen
    Die Eule, die einzige weibliche Freundin, liest nachts und gibt ihm den Ratschlag in seinem Bett zu schlafen.
    Schon das Cover zeigt das kleine Langohr, dass durchs Fenster auf den Mond schaut und so beginnt auch das Buch. Immer wieder sieht man Winnie mit en Freund scheinbar schlafend, doch dann gibt es jedes Mal Probleme. Auch diese Bilder sind herrlich, da hält er sich das Kissen über die Ohren, damit er das Knacken des Eichhörnchens nicht hört oder schleicht im Halbschlaf zum nächsten Freund.
    
    Das Buch zeigt, dass es nicht einfach ist bei jemand anderem zu übernachten und das fällt ja vielen Kindern schwer.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mond, Sterne und dazwischen wir – Geschichten aus unserem bunten Universum

    Mond, Sterne und dazwischen wir – Geschichten aus unserem bunten Universum

    Casjen Griesel & Tina Pahnke (Herausgeber)

    Monika Fuchs

    Leseempfehlung ab 10 Jahre

    18 Kurzgeschichten von 18 jungen, nicht so bekannten Autoren erzählen interessante und spannende Geschichten „aus unserem bunten Universum.“
    Lua hat zu ihrem 7. Geburtstag ein Teleskop bekommen und mit diesem Sternenfänger entdeckt sie den Himmel. Zusammen mit Sky, einem Kind, dass sich geschlechtlich nicht zuordnen lassen will, bekommt sie Besuch von einem Außerirdischen. Die zweite Geschichte spielt außerhalb unseres Planeten, hier helfen Io und sein Vater Erdlingen und sie verlieren dadurch die Spur der Weltraumwale. 
    mehr oder weniger lesen
    Die Geschichte „Mehtap rennt“ erzählt davon, wie ein Mädchen einen Bürgermeister vorführt. Anna erlebt häusliche Gewalt und schafft sich mit ihrer Fantasie eine andere Welt. Pelle mit der fast weißen Haut hilft Arthur bei der Suche nach einem Stein mit Loch, damit dieser endlich Glück hat. Toni hat nur einen Arm, aber trotzdem himmelt er die perfekte Marie an, aber die ist nicht perfekt, hat aber ein großes Herz. Hat Max die Begegnung mit dem Alien nur geträumt? Was antwortet man, wenn die Frage nach den Geschwistern gestellt wird und man diese Geschwister nie kennengelernt hat? Weil Mama Zeit für sich braucht, muss Maja allein in ein Sommerlager reisen und lernt dort eine hilfreiche Freundin kennen. Alex trägt lieber die Badehosen ihres Bruder als den Badeanzug, den Mama ihr in den Koffer packt. Weil Sumire aus Thailand kommt, halten einige sie für dumm. Marek muss den Tod seiner Mutter erleben und sein Vater spricht die tröstenden Worte „Solange Mama in deinem Herzen ist, wird ihr Stern auf dich aufpassen.“

    Nein, Anna ist nicht „störde“, ihre Lehrerin hat ihre Legasthenie nicht erkannt. Estrich wundert sich über die Schleimspur, die er immer an seinem Unterarm findet. Namin ist ein kleiner Planet, der sich seinem Tagebuch anvertraut. „Pommesbunker“ ist ein böses Schimpfwort für ein dickes Mädchen, das sich zu wehren weiß. Leon und Mario sind zwei Freunde, die einen Nachnamen tragen, den andere dazu nutzen, sie zu mobben. Der Geburtstag des dementen Opas im Heim zu feiern, ist keine einfache Sache.

    Hinten im Buch gibt es eine kurze Beschreibung zu den jeweiligen Autoren, die hier wundervolle Geschichten geschrieben haben. Jede ist auf ihre Art ist besonders, Themen, wie alleinerziehende Eltern, Alkoholismus, Ausgrenzung, Krankheit, Queerness und Tod werden hier in ungewöhnlichen Geschichten besprochen. Da spürt man das Herzblut der Schreiber, nicht die Verkaufszahlen und gerade darum hoffe ich, dass dieses Buch seine Leser findet. Ich kann es euch nur ans Herz legen.

    Dagmar Mägdefrau
  • 99 Tomaten und eine Kartoffel – Ein großer Wimmel- und Suchspielspaß

    99 Tomaten und eine Kartoffel – Ein großer Wimmel- und Suchspielspaß

    Delphine Chedru

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Buch misst in der Höhe stolze 35.4 cm, hat abgerundete Ecken und dünne Papierseiten. Auf dem Cover sind schon einige der zu suchenden Dinge zu sehen.
    Zu Beginn sehe ich viele bunte Flugzeuge. „99 Flugzeuge und eine Schwalbe“ steht auf der anderen Seite. Ich muss zugeben, ich habe einige Zeit nach der Schwalbe gesucht. Zwischen den Flugzeugen werden noch zwei zusätzliche Fragen gestellt, so „Wie viele Flugzeuge habe vier Motoren?“ Da muss ich schon genau hinschauen und suchen. 
    Zwischen den 99 Herzblättern ist ein Tannenzapfen versteckt, zusätzlich ist noch nach einem angeknabberten Blatt zu suchen.
    mehr oder weniger lesen
    Weiter geht es mit 99 Fischen und einem winzigen Seestern, den schwarz-weißen Fisch könnte ich schnell finden. Über eine Doppelseite erstreckt sich die Blumenwiese, der kleine eckige Schmetterling hatte sich gut versteckt. Die Sonnenblumen waren zu zählen und die Frage nach der Lieblingsblume (Mohn) schnell beantwortet. 99 Äpfel, angebissen halbiert geteilt, einige mit Augen und bis auf das Gehäuse abgegessen, aber wo ist die Birne? Der Bus zwischen den 99 Autos war gut auszumachen, ebenso der Lolli zwischen den Verkehrsschildern. Die Frage welche Schilder quadratisch sind ist sicher schwieriger zu beantworten. Die Paprika zwischen den unterschiedlichsten Tomaten, da musste ich lange suchen, auch die Farbe, die nur einmal vorkommt, war eine Herausforderung. Wieder eine Doppelseite, diesmal wunderschön mit einem Sternenhimmel. 99 Katzen und eine Maus, die hatte ich wieder schnell gefunden. Der Hase zwischen den Eiern, für mich, sehr schwer. Ein Pflaster lag zwischen den Werkzeugen und eine Geburtstagstorte zwischen den Kuchen. Die letzte Seite hatte zudem ein lustiges Wortspiel und 99 Bücher. 
    
    Zum Glück gab es am Ende noch die Auflösungen, natürlich nur Betätigung, weil ich habe ja alles gefunden.  :-))
    Ein tolles Buch, eine echte Herausforderung für die ganze Familie.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Fußball Academy – Eine wichtige Entscheidung

    Fußball Academy – Eine wichtige Entscheidung

    Irene Margil

    Andreas Schlüter

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Yao und seine Mannschaft gewinnen ein wichtiges Spiel und dann taucht auch noch ein Talentscout auf, der ihn anwerben möchte. Der zehnjährige Junge soll in ein Fußballinternat, dass sich Academy nennt, ziehen. Zwei Autostunden von seinen Eltern, seiner kleiner Schwester und seinen Freunden entfernt, soll er mit anderen Jungen wohnen, Fußball spielen und lernen. Trotz der großen Chance, die mit dem Angebot verbunden ist, sind die Eltern zunächst dagegen. Doch Yao ist so begeistert von der Idee, dass seine Eltern zustimmen.
    mehr oder weniger lesen
    Als letzter kommt er in der Academy an und muss feststellen, dass alle anderen aus großen Vereinen stammen, nur er spielt in einem Vorortverein. Es gibt viel Neues und Unbekanntes auf der neuen Schule, auch seine Kameraden sind besondere Typen. Aber so langsam lebt Yao sich ein. 
    
    Das Buch ist das erste von drei Büchern, die zusammen eine Geschichte erzählen, denn dieses Buch hört etwas abrupt auf und bietet am Ende eine Leseprobe des nächsten Bandes.
    Mit 150 Seiten und vielen bunten Bilder, die ein Stück des Geschehens noch als Comic abbilden, ist das Buch mit den großen Buchstaben schnell gelesen. Mir fehlt allerdings etwas Gefühl, mir geht Yao einfach zu schnell und ohne große Bedenken von zu Hause fort, auch Heimweh empfindet er wohl nicht. Dafür steht der Fußball ganz klar im Vordergrund und viele fußballbegeisterte Kinder werden gerne erfahren, wie es in so einer Academy zugeht.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hilf mit auf dem Bauernhof

    Hilf mit auf dem Bauernhof

    Sylvia Tress

    Heike Vogel

    esslinger

    Verlagsempfehlung 18 Monate

    Dieses Pappbilderbuch ist ein Mitmachbuch der besonderen Sorte. Auf jeder Doppelseite befindet sich ein rundes Bild, das man mittels einer Schlaufe bewegen kann. Dadurch ändert sich die Situation auf dem Bild.
    Zunächst geht Bauer Mattis zu den Hühnern und sammelt die Eier ein. Wir sehen das rote Hühnerhaus, mit den Hühnern, auf dem kleinen Misthaufen steht der Hahn. Im Gras sehen wir Eier liegen. Nach dem Drehen des Bildes, ändern die Hühner ihre Position und die Eier liegen im Korb. Danach repariert der Bauer einen Zaun. Hier sehen wir ihn mit er Säge in der Hand am defekten Zaun stehen, nach dem Dreh ist alles wieder ganz und die Katze läuft über die Latte.
    mehr oder weniger lesen
    Weiter geht es mit den Schweinen, die ihr Futter bekommen. Danach suchen wir das schwarze Lämmchen auf der Weide. Jetzt muss noch schnell das Heu eingefahren werden. 
    Die erklärenden Texte sind kurz und gut zu verstehen, unter dem beweglichen Bild gibt es immer eine Aufforderung zur Hilfe, die mit dem Dreh erledigt wird. Neben den hauptsächlich agierenden Tieren sind noch andere zu sehen, aber auch Werkzeug, den Traktor oder Windräder. Ein schönes Buch zur Entdeckung eines Bauernhofes. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Nil, Nil, ich komme!

    Nil, Nil, ich komme!

    Jutta Richter

    Petra Rappo

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Nilpferd wohnt im Zoo in einem trostlosen Gehege und Wärter Bratbüttel, der ihm zweimal am Tag das Futter bringt ist auch nicht gerade ein Sonnenschein. Das Nilpferd träumt von seiner Heimat dem Nil. „Heimweh war das. Heimweh nach Himmel und Sonne. Heimweh nach Herde und Erde. Heimweh nach einem großen, breiten Fluss.“ Beschreibt in schönen Worten seinen Gemütszustand. Zudem nervt die Giraffe aus dem Gehege nebenan. Als das Nilpferd wütend wird, schimpft auch noch der Wärter. Da fasst das Nilpferd den Entschluss sich auf den Weg zu machen.
    mehr oder weniger lesen
    Es läuft einfach los. Und dieser Weg wird mit kurzen poetischen Sätzen und wunderschönen Bildern beschrieben. So taucht das Nilpferd durchs Meer und „die Fische glotzen vor Staunen und die Delfine pflügen durch das Wasser.“ Auf dem letzten Bild hält das Nilpferd das Maul ins türkis-grüne Wasser. Ein Bild das Frieden und Glück ausstrahlt. „Nil, Nil, ich bin da!“
    
    Eine schöne Geschichte in einer poetischen Sprache geschrieben und mit aussagekräftigen zarten Bildern. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Oh, mein Hut!

    Oh, mein Hut!

    Heyna Bé

    Baptistine Mésange

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 1 Jahr

    Cecilia, die wir auf dem Cover mit ihrem schönen Hütchen sehen, geht am Flussufer spazieren. Ein Windstoß bläst ihr den Hut vom Kopf, so fliegt der Hut mit Blättern davon. Er bleibt in einer großen Eiche hängen und beinahe hätte eine Elster ihn als Nest benutzt. Doch er fliegt wieder davon, diesmal landet er auf der Nasenspitze einer Katze, fliegt aber weiter und landet auf einem Frosch, der darunter verschwindet. Als Cecilia klatscht, springt er weiter und so landet der Hut auf dem Boden.
    mehr oder weniger lesen
    Aber das Mädchen will weiterspielen und wirft ihn wieder in die Luft. 
    
    Die Bilder sind einfach, aber liebevoll gezeichnet, der Text ist kurz und einfach zu verstehen.
    Dadurch, dass der weiße Hintergrund dominiert, wirkt alles sehr luftig und klar. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Märchenland für alle

    Märchenland für alle

    Herausgeber Boldizsár M. Nagy

    Illustration von Lilla Bölecz

    DK

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Ein Märchenland für alle, auch wenn Viktor Orbán es am liebsten niemanden lesen lassen würde. Denn im Entstehungsland Ungarn ist das Buch sogar verboten worden. Zu offen, zu vielfältig, zu wenig “traditionell”, was auch immer das für Traditionen sind, an denen festgehalten wird. Denn die Tradition des Märchens wird beibehalten, nur darf wirklich jede und jeder mitmischen, ungeachtet der sexuellen Orientierung, des Geschlechts, der Hautfarbe oder anderer Hintergründe. Die Prinzessin möchte lieber ein Prinz sein? Gerade in einer magischen  Märchenwelt sollte das ein Leichtes sein!
    mehr oder weniger lesen
    Viele kreative Ideen wurden mit alt bekannten Märchenmerkmalen verknüpft und Raum für neue, vielfältige Vorbildfunktionen geschaffen. Es ist kaum zu glauben, dass diese Märchensammlung mit dieser wunderschönen Botschaft in Ungarn öffentlich geschreddert und durch Hetze bestraft wurde. Umso schöner, dass es trotzdem ein Bestseller wurde und mittlerweile auf deutsch verfügbar ist. Ein Buch, das nicht nur durch seinen Inhalt, sondern auch durch seine Wirkung und seine Hintergründe beeindruckt.
    
    Raphaela Brossero

    Die Entstehungsgeschichte dieses ungewöhnlichen Märchenbuches ist eine ganz besondere. Junge ungarische Autor*innen haben ein Märchenbuch geschrieben, in dem die Geschlechterrollen zum Teil zur bekannten Version vertauscht wurden oder wo sich die Handlung völlig neu entwickelt. Ungarns rechte Politiker*innen fanden das schädlich für Kinder und ein Exemplar wurde öffentlich geschreddert.
    Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass dieses Buch jetzt bei uns auf Deutsch erschien.

    In „Der rubinrote Vogel“ gerät ein hübsches junges Mädchen in die Arme von Poseidon, der ihr jeden Wunsch erfüllen möchte. Da wünscht es sich, keine Frau mehr sein zu sondern ein Mann. „Goldlaub“ entspricht Schneewittchen, aber hier trachtet ihr Vater nach ihrem Leben. „Das Märchen von der Hexe“ entwickelt sich etwas anders als Hänsel und Gretel. Mammut und Becha leben in einer modernen Siedlung, doch dann kommt eine schreckliche Kälte, die sogar an einem Sommermorgen Eisblumen entstehen lässt. So gelangt Becha zum „Eiskönig“ und Mammut muss sie befreien. „Eisenlaci“ ist ein kleiner Junge, der von einem alten Ehepaar gefunden und aufgezogen wird. In Irland spielt die Geschichte „Margarte und der Riese“. Margarete möchte die Heldin in einem Märchen werden und schließt sich einem Märchenerzähler an. „Vom Rehlein und seinem Geweih“ erzählt von einem Reh, dass gerne ein Geweih hätte und damit gegen die anderen männlichen Tiere kämpfen möchte. In „Die entführte Prinzessin“ lebt die Prinzessin freiwillig bei dem Drachen und hat so die Freiheit, die sie möchte. Ähnlich, wie Aschenputtel, möchte Rosa auf dem Ball tanzen. Ihr reicht es aber, Ballkönigin zu werden. „Das große Abenteuer der winzig kleinen Panna“ ist eine poetische Geschichte, die sich durch das Vorlesen eines Märchenbuches entwickelt. „Kinga und Karola“ sind sich ähnlich wie Zwillinge, doch beide führen unterschiedliche Leben, erst als sie sich treffen, zeigen die beiden ihren Mut. Ein ungewöhnlicher Hase wird in „Triodor, der Hase mit den drei Ohren“ geboren, doch es zeigt sich, dass er mit den drei Ohren hervorragend hören kann. In „Der geschraubte Strohhalm“ hilft eine alte Dame einem Mädchen gegen häusliche Gewalt. Der Junge Dani erfährt, dass sein Opa „Der große Alfredo“ war. Wieder ähnelt die Geschichte „Werde glücklich, Batbajan!“ nur dass hier ein junger Mann auf den Ball geht und es am Ende eine Hochzeit der beiden Jungen gibt. So endet auch das Gedicht „Wie der Prinz die Ehe schloss“ mit der Hochzeit zweier Männer. Hier kann sich der Prinz nicht in eine Prinzessin verlieben, erst als eine ihren Bruder mitbringt, verliebt sich der Prinz.

    Bunt, divers, queer, lesbisch oder schwul - in diesem Märchenbuch ist alles normal und möglich. Das Cover und die Zeichnungen im Buch runden die Geschichten schön ab und machen das Buch zu einem Märchenschatz.

    Dagmar Mägdefrau