• Beißen darf nur das Krokodil

    Beißen darf nur das Krokodil

    Carina Heer

    Marilena Friese

    mvg

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Das Krokodil winkt fröhlich vom Cover neben ihm sind Hanna und Timo zu sehen. Die beiden gehen in die Füchse-Gruppe und sind „eigentlich die besten Freunde.“ Wenn sie streiten, verstehen sie sich meist schnell wieder. Doch dann nimmt Timo Hanna den Puppenwagen weg. „Hanna fühlt eine dicke, heiße Kugel in ihrem Bauch.“ Auf dem großen Bild hat sie ihr Gesicht zusammengezogen und die Arme verschränkt. Aus ihrer Hilflosigkeit beißt sie Timo ganz fest in den Arm. Dort kann man die Abdrücke sehen und Timo weint.
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    Zum Glück taucht dann die Erzieherin auf und nimmt beide auf ihren Schoß. Hanna weiß ja: „beißen darf nur das Krokodil“ Auf der Doppelseite sehen wir das recht freundliche Krokodil. Doch was hätte Hanna denn tun sollen. Kratzen dürfen nur die Tiger, kneifen der Krebs und spucken das Lama. Immer gibt es zu den Aussagen schöne Bilder. So stellen die Kinder fest, dass „miteinander reden“ die Lösung wäre. So umarmen sich die beiden auf der letzten Seite ganz fest.
    
    Mir gefällt es immer sehr gut, wenn es zu den Konflikten auch eine machbare Lösung gibt, die ohne erhobenen Zeigefinger angeboten wird. Besonders gut gefallen mir die Sprüche zu den Tieren, die kann man sicher immer gut wiederholen, wenn ein Konflikt auftaucht. Die fröhlichen Bilder der beiden Kinder und der Tiere werden die Kita-Kinder sicher gerne anschauen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Was weißt du über die Erde? – Wissen für Vorschulkinder

    Was weißt du über die Erde? – Wissen für Vorschulkinder

    Andrea Mills

    Ben Hubbard

    DK

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover sieht sehr ansprechend aus und ist fasziniert durch seine gelackten Bilder. Das Inhaltsverzeichnis ist in sechs große Unterthemen aufgeteilt. „Unsere Erde“ beginnt im All und reicht bis ins Erdinnere. Die Themen Erbeben, Tsunami und Vulkane und was sie an Zerstörung mit sich bringen, werden leider immer aktueller. Das Kapitel „Land und Meer“ befasst sich mit allen Gewässern, von den Meeren über Wasserfällen bis zu den Tropfsteinhöhlen und mit den unterschiedlichen Erdüberflächen. Etwas über Wetterkarten und alle Wetterereignisse erfahren wir im nächsten Teil des Buches.
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    Mit „Lebensräumen“ geht es weiter. Unter der Überschrift Lebensgemeinschaften erfahren wir vom Zusammenspiel in der Natur und dass das Ökosystem gesund bleiben muss. Beeindruckende Tierbilder in ihrem Lebensraum, wie zum Beispiel in den Nadelwälder in denen u.a. Elche und Bären leben. Das Kapitel „Der Mensch“ befasst sich mit allem, was wir so auf der Erde machen. Von der Landwirtschaft, dem Fischfang bis zur Industrie. Die unterteilten Seiten haben kleine Kacheln mit unterschiedlich farblichem Hintergrund die die Entwicklung des Menschen abbilden. Ganze Seiten beschreiben auf welchem Weg wir Energie erzeugen. Zum Schluss werden wir aufgefordert „Rettet den Planeten“. Hier wird der Klimawandel und seine Folgen beschrieben, der CO2-Fußabdruck und der Umgang mit Müll anhand von Beispielen erklärt. Auf der letzten Doppelseite steht „Was kann ich tun?“ diese Anregungen lassen sich leicht umsetzen.  Danach werden noch die schwierigen Wörter erklärt.
    
    Ein Buch, dass ein Vorschulkind sicher lange begleiten wir, es kann aktuelle Thema dort nachlesen und dankt des Lesebändchens wieder darauf zurückkommen.
    So habe ich mit meinem Enkel aufgrund einer aktuellen Situation nachgeschlagen, was es bedeutet, wenn in den Nachrichten von einem Erdbeben gesprochen wird. 
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Timi Travel und die Feder des Phönix

    Timi Travel und die Feder des Phönix

    Elisabeth Pfeffer

    Lisa Stachnick

    Fairyland

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Das Cover auf dem Timi und seine Freundin Romi, in Gestalt des Flugs zu sehen sind, zeigt auch den Phönix dessen Feder es zu holen gilt. Auf den Seiten des Einbandes werden uns die beiden Kinder nochmal vorgestellt, hier sehen wir auch die Liste der Dinge, die sie benötigen um Newelia zu befreien.
    Nachdem sie alles wichtige in den Beutel gepackt haben geht es durch die Kiste, die sich durch Rappeln bemerkbar macht in das magische Land. Aus dem Mädchen Romi wird wieder ein kleiner Flugs, eine Art Fuchs mit Flügeln. Diesmal ist die Landschaft nicht so öde, wie bei ihrem letzten Besuch, doch auch hier lauern Schrecken, so taucht ein Drache aus dem See auf.
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    Zum Glück macht er sie nur nass und verschwindet wieder. Doch auf dem Weh in die Berge tauchen Eidechsen auf, die von bewaffneten Männchen mit grünen Haaren geritten werden. Nur knapp können die beiden der Gefahr entkommen.
    Spannend und magisch geht es weiter in der Geschichte und auch wenn die beiden es am Ende schaffen die Feder zu bekommen, so warten doch noch einige andere Aufgaben auf sie. 
    
    Ich kann dem Slogan „fantastisch leicht lesen lernen“ nur zustimmen, bei so einer spannenden Geschichte muss man einfach weiterlesen um zu erfahren, wie es weiter geht und dank der vielen wundervollen Bilder und der großen Buchstaben geht das ganz einfach.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Paula und die Zirkusbande – Das Rätsel um die Elefantendame

    Paula und die Zirkusbande – Das Rätsel um die Elefantendame

    Alexander Oetker

    Atlantis

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Paula wohnt in Berlin und ihre Mutter arbeitet bei einem Fernsehsender, der Vater besitzt eine Eisdiele und erfindet in seinem Labor immer neue Kreationen. Als ihre Mutter beim Frühstück abberufen wird, erklärt sie kurz, dass es um einen Elefanten im Zirkus geht. Das macht Paula neugierig und sei schleicht sich auch auf die Wiese, wo das große Zirkuszelt steht. Dort lernt sie Kinder aus dem Zirkus kennen. Trotz ihrer Vorbehalte bzgl. Tierhaltung im Zirkus, folgt sie den Jungen zur Elefantendame Emma, die krank in ihrem Gehege liegt.
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    Paula und die Jungen beschießen herauszufinden, was Emma so krank gemacht hat. Paula nimmt Stroh aus dem Gehege mit, damit ihr Vater Kot und Urin daraus untersuchen kann. 
    Neben einer spannenden Detektivgeschichte erfahren wird auch einiges über das Zirkusleben. So treten alle drei Jungen schon im Zirkus Honolulu auf. Der pummelige Hugo ist schon ein echt guter Clown, Jakob macht tolle Kunsttücke mit dem Einrad und Matteo kümmert sich um die Tiere, sein liebstes Tier ist die Würgeschlange Renate.
    Die vier Kinder lösen gemeinsam den Fall und so ist Emma bei der Premiere wieder dabei. 
    
    Ein sehr guter, logisch aufgebauter Kinderkrimi, der neben der Spannung auch mit ungewöhnlichen Einfällen punktet.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Grummeln, weinen, lachen – was kleine Monster so machen

    Grummeln, weinen, lachen – was kleine Monster so machen

    Susanne Böse

    Chriatine Faust

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein Soundbuch, dass Gefühle hörbar macht. Das Cover lacht sehr fröhlich und die drei die kleinen Monster Wuseli, Stierchen und Zwicki sind dort zu sehen.
    Wuseli ist es langweilig und er sehnt sich nach seinem Freund Stierchen, der mit den Ohren wackeln kann. Neben dem eigentlichen Text gibt es noch einen zusätzlichen Satz „Pfffhh- So schni-scharchig kling es, wenn Wuseli sich langweilt.“ Dann folgt die Aufforderung durch Knopfdrücken den Sound anzumachen.
    Leider wurde für diesen kurzen Text eine Schrift gewählt, die ich schwer lesen kann.
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    Das einäugige orange Stierchen ist wütend, weil sein Turm aus Bausteinen eingestürzt ist. Doch Wuseli hilft beim Bauen eines neuen Turmes. Zwicki hat Angst und die Freunde helfen, unterstützen und loben ihn/sie. Danach schneiden die alle lustige Grimassen und haben ihren Spaß. „Jappdappadu!“ 
    
    Ein fröhliches buntes Buch mit Soundkontakten, die gut zu bedienen sind und die, die Gefühle gut erklären.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Letztendlich waren wir auch nur verliebt

    Letztendlich waren wir auch nur verliebt

    William Hussey

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Was bleibt von der Liebe übrig, wenn der andere geht?
    Dylan bleibt nicht mehr viel, außer Wut, ganz viele Fragen und eine unendliche Leere, denn Ellis ist nicht einfach “irgendwo hingegangen”, er starb bei einem Autounfall nach dem Osterball, der ihr erster gemeinsamer offizieller Auftritt war. Nach der Veröffentlichung eines Videos der beiden, blieb ihnen keine andere Wahl. Zu dem Unbekannten, der sie heimlich gefilmt hat, gesellt sich nun ein unbekannter Retter, dem Dylan alles andere als dankbar ist, hätte er Ellis doch genau so retten können. 
    Er schwört sich, herauszufinden, wer dafür verantwortlich ist, dass die bereits geplante Zukunft der beiden so nicht stattfindet. 
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    So gerät er in einen Strudel von dunklen Geheimnissen und lernt schnell, dass es nicht immer nur eine Wahrheit gibt und ihrer Liebe mehr im Weg stand, als er annehmen konnte.
    Wir tauchen in die Geschichte der beiden ein, als ihr größtes Problem noch das Outing vor allen anderen war. Dylan setzt als Erzähler vor dem Unfall ein, wir sind bei seinem hoffnungslosen Kampf und beim Aufwachen dabei, wenn er realisiert, dass seine große Liebe tot ist und der Schmerz, den er verspürt, geht über gedruckte Seiten hinaus. Durch Rückblicke wird klar, wie verliebt er, aber auch Ellis waren, jedoch wird genauso deutlich, dass nicht immer alles so einfach war. Die einzige Stütze, die Dylan bleibt, ist sein krebskranker Freund Mike, gemeinsam stellen sie sich der Suche und den heuchlerischen Mitschülern, von denen genug als Verdächtige in Frage kommen. So emotional und mitreißend, dass man sich nach jedem Kapitel denkt “Eins geht noch”, denn die Spannung ist kaum auszuhalten. Zwischendurch hat man Zweifel, dass Dylan die Wahrheit herausfindet, bzw. dass die Geschichte logisch aufgelöst wird. Doch tragischerweise ergibt am Ende alles Sinn. 
    
    Es hätte nicht nur eine große Liebesgeschichte sein sollen, es war eine, jedoch eine viel zu kurze, die einen nachdenklich, traurig, aber auch glücklich über diese kurzweilige Verliebtheit zurücklässt.
    
    Raphaela Brosseron
  • Die kleine Giraffe zu Hause in der Savanne

    Die kleine Giraffe zu Hause in der Savanne

    Kristina Scharmacher-Schreiber

    Christine Faust

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Mit großen Augen sieht uns die kleine Giraffe vom Cover an, sie steht in der Savanne und hinter ihr sind andere Tiere zu sehen. 
    Die kleine Giraffe liegt noch am Boden und ihre Mama schaut auf sie herab. Im Hintergrund ist der Löwe mit seinen Frauen zu sehen, die Sonne brennt von Himmel und eine Herde Gazellen wirbeln Staub auf. In einzelnen Schritten sehen wir, wie die Giraffe aufsteht und bei ihrer Mutter trinkt. Nach einigen Tagen lernt die Kleine die Familie kennen.
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    Die nächste Seite muss man hochkant betrachten, auf einem dunkelrotem Hintergrund sehen wir die beiden Giraffen Blätter von einem Baum fressen. Während Mama mit anderen erwachsenen Giraffen Futter sucht, spielt unserer Giraffe mit ihren Cousinen und Cousins. In der Nacht müssen die großen Giraffen den Nachwuchs vor den Hyänen schützen. Am Wasserloch lernt die Kleine zu trinken und dass eine Gnuherde keine Gefahr darstellt. Zwei Giraffenbullen kämpfen, um das Recht bei der kleinen Gruppe bleiben zu dürfen. Als der große Bruder erwachsen wird, trennt er sich von der Herde und wird sehen, wie er sich vor der untergehenden Sonne verabschiedet. Auch unsere kleine Giraffe ist erwachsen geworden, aber sie bleibt weiterhin bei den anderen Weibchen und Jungtieren. 
    
    Durch die Erzählung über das Erwachsen werden einer Giraffe, erfahren wir viel vom Leben der Giraffen in der Savanne. Beeindruckend sein dabei die wunderschön und realistisch gezeichneten Bilder, die manchmal schon fast kitschig wirken.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der Regenbogenfisch glaubt nicht alles

    Der Regenbogenfisch glaubt nicht alles

    Markus Pfilster

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover ist der Regenbogenfisch zusammen mit Humbrecht zu sehen. Wie immer schimmern einige seiner bunten Schuppen silbern. Der Fisch mit dem ungewöhnlichen Namen hat etwas Wichtiges zu erzählen. Er behauptet, dass ein fieser Typ den Stöpsel am Meeresboden herausziehen wird, und dann sitzen alle auf dem Trockenen. Der Regenbogenfisch zweifelt zwar, aber der fremd Fisch macht ihm Druck. Seine Freunde lachen ihn nur aus und wollen den Fisch selbst kennenlernen. Doch am nächsten Tag will Humbrecht nichts von einem Stöpsel wissen, dafür erzählt er eine neue Geschichte von einer Bedrohung durch fremde Schwärme.
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    Wieder bietet er seine Hilfe an, diesmal sollen die Fische eine Mauer bauen. Als er am nächsten Tag wieder warnt, kennen die Fische die Geschichte schon. Denn sie wissen, dass der Blauwal ihnen nicht das Futter wegisst. Danach mache sich die Fische lustig über den Fisch und nennen ihn „Humbug“. Zum Schluss gibt es aber noch eine sehr schöne Lösung.
    
    Ich denke schon immer wurden Warnungen ausgestoßen, die erfunden waren und nur Angst machen sollten. Aber in Zeiten von Social Media verbreitet sich sowas sehr schnell und es ist gut zeitig mit den Kinder darüber zu sprechen, dass man leider nicht alles glauben kann, genauso wie der Regenbogenfisch.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Echte Superhelden – Pop-up-Bilderbuch

    Echte Superhelden – Pop-up-Bilderbuch

    Santi Beascoa

    Edgar Plans

    CV

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt vier kleine Superhelden mit Masken in unterschiedlichen Farben. Köpfe und Augen sind riesig und erinnern an Comic-Figuren. 
    Auf der erste Doppelseite stellt sich ein Maler mit Staffelei auf, auf dem Boden liegen Farbtuben. „Wusstest du, dass es „echte“ Superhelden gibt?“ Ist die Frage, die mit alltäglichen Helden beantwortet wird. „Aber woran erkennt man echte Superhelden?“ fragt sich das Kind auf der Rutschbahn, die sich wieder auf der Seite aufstellt.
    Mittels Schieber verwandeln sich Figuren durch eine Maske zu Superhelden.
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    Dann werde einige vorgestellt. Ein Lehrer, eine Verkäuferin oder ein Bauer. In den dazugehörigen Texten ist zu lesen, was sie leisten. Man kann selbst überlegen, wer noch dazu gehört. Unter den Klappen sind noch drei andere Berufe erklärt. Alle tragen die obligatorischen Masken. Superhelden müssen trainieren und wirken meist im Verborgenen, sie helfen ohne Gegenleistungen. Oft arbeiten sie mit anderen zusammen, stellt sich eine Art Gerüst auf und viele Superhelden schieben den Mond grade. Auf der letzten Seite gibt es noch eine besondere Überraschung für den Superhelden, der das Buch liest und die Aufforderung „Vollbringe jeden Tag eine kleine Heldentat!“
    
    Die Bilder hätte ein Kind gemalten haben können, alle Figuren haben große runde Köpfe und tragen Masken, sie unterscheiden sich aber durch Kleidung und Frisur. Das tolle sind natürlich die Pop-ups, die sich aufstellen, wenn wir die Seite aufschlagen. 
    Superhelden sind für die Kinder im Moment ein großes Thema, obwohl sie sie nicht wirklich kennen, tragen sie Kleidung mit ihren Bildern, deshalb gefallen mir diese Alltagshelden besonders gut. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mami, Mami!

    Mami, Mami!

    Claude K. Dubios

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Wort Mama kommt in dem Buch nur 18-mal vor, ich hätte gedacht käme viel häufiger vor. Denn die drei Küken suchen ständig etwas und fragen ihre Mama danach. Allerdings weiß Mama auch immer sehr genau, wo das Gesuchte liegt, und kann präzise Angaben machen. Aber Mama möchte so gerne ihre Buch weiterlesen. Welche Mutter kennt das nicht? Immer wieder versucht sie es und so erfahren wir von einer „unheimlichen Gestalt“ und einem „Dämon mit schwarzen Augen“. Aber immer wieder unterbrechen sie die Kinder mit ihren Fragen.
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    Einmal schellt sogar eine Nachbarin, die jemanden sucht. Am Ende verwindet Mama im Garten und setzt sich dort auf einen Ast. Sie hegt die Hoffnung, dass ihre Kinder ja nie etwas finden. 
    
    Ein niedliches Buch, deren Sinn den Kinder wahrscheinlich verborgen bleibt. Denn sie sind ja davon überzeugt, dass Mamas alle Fragen beantworten können und da auch gerne tun. Aber wir Mütter haben sicher unseren Spaß an der Geschichte, die in unserem Alltag immer wieder vorkommt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Taras Augen

    Taras Augen

    Katharina Bendixen

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Nach einem verheerenden Chemieunfall in der Factory 11 flüchten die Menschen aus dem Campus District nach Tonfato, um dort ein neues Leben anzufangen. Einige kehren jedoch in die gefährliche Zone zurück, sie wollen ihr altes Leben nicht einfach aufgeben. Zu ihnen gehört auch Taras Familie. Tara und Alùn sind 15 und eigentlich seit ihrer Kindheit befreundet und vielleicht sogar verliebt, doch seit kurzem zerstritten. Da Alùns Familie nicht zu den Rückkehrern gehört, kommt jetzt noch die räumliche Trennung hinzu. Alùn kann jedoch nicht aufhören an seine Tarita zu denken und malt weiterhin ihre Augen, was noch zu einer großen, aber auch gefährlichen romantischen Geste wird.
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    Ähnlich wie bei dem wunderschönen Buchschnitt, ist bald die ganze Stadt voll mit Taras Augen.  Tara lernt eine neue Bezugsperson kennen und versucht, Alùn zu vergessen, doch das ist in diesen schwierigen Zeiten gar nicht so leicht, vor allem wenn sie weiterhin neben seinem alten Zuhause wohnt. Die Grundlage einer Umweltkatastrophe mit zerstörerischem Charakter, die die Menschen in zwei teilt, klingt interessant und dramatisch, wer mit entsprechenden Erwartungen anfängt zu lesen, könnte jedoch enttäuscht werden. Zwar ist der Unfall in der Fabrik die ganze Zeit präsent und die Folgen haben auch gesundheitliche Folgen für die Protagonisten, aber irgendwie wird einem die Tragweite nicht so deutlich. So wird man zwar gefordert, sich selbst Gedanken zu solchen Szenarien zu machen, der Spannungseffekt kommt jedoch etwas zu kurz. Auch die dystopische Welt, die Bendixen erschaffen hat, ist in der Theorie faszinierend, innerhalb der Geschichte wirkt sie jedoch leider etwas gewollt. Man kommt schnell durcheinander, Begriffe, die sonst keinen Mehrwert haben, werden einfach eingeworfen und man verliert schnell den Überblick. Im Vordergrund steht eher die Liebesgeschichte der Protagonist*innen, die nunmal einfach verliebte Teenager sind. Ein gut gelungener Plot Twist rettet die Spannung und hat mich nochmal an die Seiten gefesselt. Wer eine gut durchdachte alternative Realität erwartet, wird enttäuscht. Der Titel “Taras Augen” verrät allerdings schon, dass das Hauptaugenmerk auf einer Beziehung liegt. Alles andere ist nur drumherum, weswegen die genannten Abstriche in Ordnung sind. Sehr schön ist allerdings das Glossar am Ende sowie die Karte der Ortschaft. Interessierte Leser*innen können sich so doch noch einen Überblick über die Begriffe verschaffen.
    
    Insgesamt eine nicht langweilige, aber auch nicht hochspannende Geschichte von zwei Jugendlichen und ihrer Beziehung und Schwierigkeiten, die in einer dystopischen Umwelt leben.

    Raphaela Brosseron

  • Jo, Janne und der Winddrache

    Jo, Janne und der Winddrache

    Gudrun Güth

    Papierfresserchen

    Verlagsempfehlung Grundschulalter

    „Die Detektive Wladi Holmes und Cassius Watson auf Mörderjagd“ ist die erste der 15 Geschichten. Wladi ist ein Wolf und er wird verdächtigt Schafe getötet zu haben. Wladi will den richtigen Möder findet und deshalb holt er sich Bücher aus der Bücherei und so erfährt er von Sherlock Holmes, dem er nacheifert. Da auch der Hütehund Probleme bekommt, weil er den Tod des Schafes nicht verhindert konnte, wird er zum Gehilfen Watson. Die beiden können den Fall lösen und eröffnen eine eigene Detektei. 
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    Der große Hund Brutus ist eifersüchtig, weil ein Foto des kleinen Hundes Snorre aufgestellt wurde. Doch dann riecht er als erstes den Rauch in der Wohnung und wird auch zum Helden. In der nächsten Geschichte gibt es eine witzige Erklärung warum der Eisvogel seinen Namen hat. Da das alte Hasenpaar zu alt zum Verteilen der Ostereier ist, ist Henriette Hase dafür zuständig und findet Unterstützung durch den Mähroboter. Wenn ein Storch, statt die Frösche zu fressen, sie als Taxi kutschiert, gibt es einige Probleme. Wie Kai und Kim es schaffen aus den Steingärten blühende Vorgärten zu machen und dann noch ihre Mitschüler für Klimaschutz gewinnen können, ist meine liebste Geschichte. 
    
    Die Geschichten sind unterschiedlich lang und handeln von vielen lustigen und traurigen Themen. So hat Sophie eine Nase, die sich meldet, wenn wir die Natur schlecht behandeln und der Hund Zwiebel läuft einfach weg und taucht dann wieder auf. Am Ende freundet sich Marie mit ihrem Nachtalb an. Eine lesenswerte Sammlung, die nicht nur Kinder Freude macht. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Manchmal ist da einer

    Manchmal ist da einer

    Tobias Krejtschi

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Cover zeigt ein großes blaues Quadrat, das ziemlich böse schaut und seine Armhaltung hat etwas Drohendes. Ein kleiner brauner Kreis mit einem großen Auge kauft sich ein Eis im Hörnchen. Die Stimmung ist friedlich, Schmetterlinge fliegen zu den Blumen. „Viele wollen einfach nur ihre Ruhe“ ist auf der nächsten Seite zu lesen. Dann taucht das Quadrat vom Cover aus und es will keinen Frieden. So fällt das Eis zu Boden. Jetzt tauchen noch andere braune Kreise auf und wehren sich gegen den großen Blauen, andere fliehen vor ihm.
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    Er wirkt inzwischen sehr bedrohlich. Dann taucht ein viel größerer brauner Kreis auf und er ist stärker. „Am Ende sind alle nur Verlierer.“ Beiden Großen fehlen Stücke ihrer Figur. Im Fernsehen ist Gewalt zu sehen, nachts wird davon geträumt. „Manchmal fällt es schwer anders zu verstehen.“ Wird durch zwei Puzzle-Teile dargestellt. Wir müssen vertrauen und miteinander reden, wird empfohlen. Am Ende kommt das blaue Quadrat und bringt ein Eis für den braunen Kreis. Das Buch endet mit dem Friedenszeichen, dass viele kleine Formen entstehen lassen. 
    
    Das Buch zeigt mit minimalen Mitteln, wie Konflikte entstehen, wie sich entwickeln und wie man sie beenden kann. Das Buch ist eine hervorragende Grundlage zum Thema Streit/Krieg und Vertragen/Frieden. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Teddy ist weg!

    Teddy ist weg!

    Antje Damm

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Buch ist in dem Stil gefertigt, den die Bücher von Antje Damm ausmacht. Landschaften und Menschen, die aus Pappe hergestellt werden, werden angemalt und dann als neues Bild fotografiert. Dadurch entstehen diese besonderen dreidimensionalen Bilder.
    Ganz kurze Text beschreiben den Ablauf. Flo, Papa und Teddy zelten übers Wochenende. Sie bauen das Zelt auf und machen dann eine Bergtour bis zum Gipfel. Am Lagerfeuer gibt es Dosensuppe und dann wird geschlafen. Flo träumt von einem Drachen und muss am nächsten Tag feststellen, dass sein Teddy nicht mehr an seinem Platz draußen am Baum sitzt.
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    Die Lösung ist ein wenig mystisch und bringt Flo auf eine neue Idee.
    Wenig Worte erzählen mit ungewöhnlichen Bildern eine humorvolle Geschichte. Vielleicht muss man die Geschichte nochmal lesen, um den Gag zu verstehen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Dachsjahr

    Ein Dachsjahr

    Synnøve Borge

    Nora Brech

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch hat ein ungewöhnliches Format, aber es passt ein ganzes Dachsjahr hinein. Die Bilder sind sehr real gestaltet und der Text erzählt von dem kleinen Dachs, der im Laufe des Jahres erwachsen wird.
    Mit seinen Geschwistern liegt der kleine Dachs in der Höhle an seine Dachsmutter gekuschelt. Als es wärmer wird dürfen die Kleinen endlich nach draußen, dort spielt die ganze Familie auf der Wiese. Mama Dachs bringt den Kinder bei auf „Plumpsklo“ zu gehen und Futter zu finden. Aber das besondere für die kleine Familie sind die Gerüche, die sie gegenseitig austauschen und an denen sie sich orientieren.
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    Einmal ist die Wiese voller Löcher, weil die ganzen Familie nach Würmern sucht, nach einem leckeren Mahl mit Nacktschnecken begegnen die jungen Dachse einem Igel. Doch dann werden die Bäume über der Höhle gefällt und die Tiere müssen sich eine neue Höhle weit weg von zu Hause graben. 
    Als es Winter wird, ist der kleine Dachs schon groß geworden, aber bleibt noch den Winter über bei den Eltern .
    
    Ein Sachbuch, dass so schön in eine Geschichte verpackt ist, dass man gar nicht merkt, was man alles daraus lernen kann. Auf den letzten beiden Seiten ist ein Dachs abgebildet und wir erfahren noch einiges über diese Tiere.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Erzähl deine Geschichte – Piratenabenteuer

    Erzähl deine Geschichte – Piratenabenteuer

    Lily Murray

    Stef Murghy

    CV

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Ein schönes buntes Buch, das dazu aufgefordert selbst eine Geschichte zu erzählen. Zunächst gibt es so etwas wie eine Gebrauchsanweisung und dann wird gestartet. 
    Die erste Doppelseite stellt uns die möglichen Protagonisten vor. „Wer möchtest du sein?“ Da ist z.B. eine Ziege, ein Kapitän oder ein Piratenaffe im Angebot. Dann geht es zur Verkleidekiste, auch da steht einiges zur Auswahl. Dann geht es zum Ort an dem die Geschichte spielen soll. „Das Steinzeitland“, „Der Drachenfelsen“ oder lieber „Das Land der strickenden Omas“? Dann wird die Tasche gepackt, drei Sachen kann man sich hier aussuchen.
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    Bei den Begleitern gibt es keine Mengenvorgabe, da kann man gleich „18 der besten Piraten, die du kennst“ mitnehmen oder besser eine Gespenst? Auch die Reisemittel sind vielfältig und ungewöhnlich, dann noch eine Route aussuchen und dann kommen wir zu den möglichen Abenteuern. „Was kann dir auf deiner Seereise schlimmstenfalls passieren?“ Dann brauchen wir nur noch eine Person, die uns am Ziel erwartet. Lieber Käpt´n Blaubart oder ein Lama? Ein Feind kommt dann auch noch ins Spiel bzw. in die Geschichte und für den muss man sich auch noch was Gemeines ausdenken. Zum Glück werden auch noch Auswege angeboten.  Nach einer Belohnung kommen wir dann auch zum Ende.
    
    Ich kann mir gut vorstellen mit diesem Buch eine Geschichte zusammenzubauen. Die Bilder regen an, sich die Geschichte bildlich vorzustellen und sicher kommen viele ungewöhnliche Geschichten dabei rum.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Total irre

    Total irre

    Jutta Nymphius

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    „Fun und Facts“ heißt die Zeitschrift, die Karli vom Nachtisch seiner Mutter mops und jedes Kapitel beginn mit einem Artikel daraus. Wir erfahren einiges über Tiere und können einen Bezug zum folgenden Kapitel nicht ziehen. 
    Karlis Familie ist schon besonders. Sein schlanker Vater sitzt im Rollstuhl und seine übergewichtige Mutter, die ständig Haferkekse isst, versucht ihm mit immer neuen Erfindungen, die meist nicht funktionieren, das Leben zu erleichtern. Dabei spürt man die Liebe der Eltern, die ihren Spaß dabei haben. Karlis Patenonkel Holger, fühlt sich als Frau wohler, trägt entsprechende Glitzerkleidung und lässt sich mit Frauennamen ansprechen, was Karli aber ignoriert.
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    Diese Familie möchte er nicht beim Schulfest dabeihaben. Das wird nur peinlich, das weiß er schon und so lässt er die Einladung verschwinden. Wie schön wäre es eine perfekte Familie wie sein Freund Robin zu haben? Er selbst ist auch immer so selbstbewusst und weiß, was er will. Noch mehr Verwirrung entsteht durch ein gehörloses hübsches Mädchen.
    Die Geschichte wird aus Sicht des Jungen erzählt und obwohl die skurrilen Situationen schon zum Lachen reizen, kann ich seinen Frust gut verstehen. Als wäre die Pubertät an sich nicht schon schrecklich, da gerät Karli ständig in neue unangenehme Situationen. Er schämt sich für seine Familie, die ja auch schon sehr besonders ist. Aber als es drauf ankommt ist Verlass auf Karli, da ist er ein guter Freund und unterstützt Robin nach Kräften.
    
    Das Buch hat einfach alles, was ein Buch für diese Altersgruppe braucht. Humor, Verständnis ohne Heuchelei und ein liebe- und hoffnungsvolles Ende. Ich habe es mit viel Freude gelesen und vieles war mir nicht fremd.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die letzten Ninjas auf der Achterbahn

    Die letzten Ninjas auf der Achterbahn

    Astrid Frank

    Regina Kehn

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Nachdem die vier Freunde den Fall um den Schmuckraub lösen konnten bekamen sie jeweils eine Jahreskarte für den Freizeitpark „Wunderwelt“. Hier sind sie nun fast täglich unterwegs. 
    Allerdings geschehen dort merkwürdige Dinge, so wurden Löcher in den Bootsboden einer Wildwasserbahn gebohrt. Natürlich ist Toni bereit der Sache auf den Grund zu gehen. Neben Josh, dem einfühlsamen Faultier, dem wilden Luis und Emil, der eine Menge Wissen in seinem Gehirn angehäuft hat, taucht auch noch die quirlige Miri auf. Ein süßes kleines Mädchen, dass beim Sprechen die Worte in die Länge zieht, die aber durchaus zur Agentin taugen würde.
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    Im Park sorgt Schmitti für Sauberkeit, dadurch taucht er immer wieder auf und erzählt blumige Geschichten aus seinem Leben. Toni, die diesmal den Bericht schreibt, ist sich nie sicher ob es sich dabei nicht nur um Fantasiegeschichten handelt. Doch hin und wieder tauchen klare Beweise für den Wahrheitsgehalt auf. So ist seine Frau eine orientalische Schönheit, ob sie allerdings eine Sultanstochter ist, bleibt offen.
    Die Kinder beobachten einiges, ziehen Schlüsse und finden Beweise, aber es wird ganz schön spannend, bis der Fall gelöst wird.
    Wie bereits erwähnt erzählt uns diesmal Toni die Geschichte und Joshs Randbemerkungen rücken das eine oder andere grade. Toni ist begeistert von den weiblichen Ninja, den Kunoichi, so erfahren wir viel von diesen tapferen, klugen Frauen. 
    
    Eine tolle Truppe so unterschiedlicher Kinder finden sich zusammen und es ist schön zu erleben, wie rücksichtsvoll sie miteinander umzugehen gelernt haben. Toni weiß genau, dass Emil keine körperlichen Kontakte mag und sie, das hibbelige Mädchen nimmt sich zurück. Deshalb erstaunt es sie sehr, dass Emil Miris Nähe wohl gerne mag.
    
    Der zweite Band der letzten Ninja ist genau spannend erzählt und steht dem ersten in nichts nach. Der schon etwas längere Text wird von sehr gut gemachten, witzigen Bildern aufgelockert. 
    
    Dagmar Mägdefrau