• Der kleine Tiger – zu Hause in Indien   

    Der kleine Tiger – zu Hause in Indien   

    Kristina Scharmacher-Schreiber

    Christine Faust

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover schreitet der kleine Tiger mit einer geschmeidigen Bewegung auf uns zu. 
    Als die Dämmerung so langsam dem Morgen weicht, sehen wir in einer Höhle die Tigerin mit ihren Jungen liegen.
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    Ein wunderschöner Anblick bietet sich uns auf der nächsten Doppelseite, da saugen die kleinen Tiger an den Zitzen der Mutter. Die Kleinen sind erst einige Minuten alt und noch ganz aufgeregt. Nach ein paar Wochen gilt es die Welt zu entdecken und zu spielerisch zu lernen. Dank der Tigerin kann ein Leopard in die Flucht geschlagen werden. Zusammen mit ihrer Mutter lernen die Tigerkinder schwimmen. Aufgrund der großen Hitze zieht es die Familie immer wieder zum Wasser. 
    Die wunderschönen sehr realistischen Zeichnungen zeichnen dieses Sachbilderbuch in erster Linie aus. Der Alltag eines kleinen Tiger wird hier sehr schön beschrieben und wir begleiten ihn bis zu dem Zeitpunkt, wenn er sich aufmacht selbstständig zu leben.
    Auf der letzten Doppelseite erfahren wir noch einiges über Raubkatzen und speziell zu Tigern. Dieses Bilderbuch vermittelt eine Menge Informationen in erzählenden Texten und mit vielen schönen Bildern.

    Dagmar Mägdefrau


  • Bibibiber hat da mal `ne Frage – Warum muss ich schlafen? – Band 6

    Bibibiber hat da mal `ne Frage – Warum muss ich schlafen? – Band 6

    Dr. Mai Thi Nguyrn-Kim

    Marie Meimberg

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

     
    Ich muss gestehen, obwohl dies schon der 6. Band ist und die Autorinnen und Wissenschaftlerinnen Mai und Marie dem Bibibibiber eine Menge spannender und interessanter Fragen gestellt haben, ist es das erste Buch der Reihe, das ich lese.

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    Der Untertitel „Warum wir alle Schlaf brauchen und genug Schlaf die Welt schöner macht“ lässt uns schon erahnen, dass der von den meisten Kindern und sicher auch einigen Erwachsenen als lästig empfundene Schlaf eine Berechtigung in unserem Tagesablauf hat. Der Bibibibiber hat einen tolle Idee, er möchte den größten Damm der Welt bauen und bittet anderer um Hilfe. Doch er erhält lauter Absagen, weil die Tiere immer irgendwie schlafen müssen. Und schon sind wir beim Thema „Photosynthese“, das uns mit Hilfe von Legosteinen dargestellt wird.
    Das Buch hat sehr viele einfach gezeichnete Illustrationen, die die schwierigen Themen sehr gut darstellen und so erfahren wir, wieso der Schlaf für die Tiere und für uns Menschen so wichtig ist. Ein Sachbilderbuch, das wirklich nicht ermüdend ist.
    Eine sehr gut gemachte Sachbuchreihe für Kinder und Erwachsene, denn so klar war mir das mit dem Schlafen auch nicht, auch wenn ich es inzwischen ganz gerne mache. Schnarch!

    Dagmar Mägdefrau


  • Staub

    Staub

    Silke Schlichtmann

    Maja Bohn

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir Staub in unterschiedlichsten Erscheinungsformen mit Demo-Schildern, die darauf hinweisen, wie wichtig diese kleine Partikel sind. „Staub ist eine Mischung aus Luft und winzigen Teilchen.“ 
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    Zunächst berichtet die Autorin aus ihrer eigenen Erfahrung, die sich mit der der Lesenden deckt. Wir empfinden Staub meist als lästig und mühen uns, ihn zu entfernen. „Staub hat einfach einen schlechten Ruf.“ Aber in diesem Buch werden wir eines Besseren belehrt, denn vieles funktioniert ohne Staub gar nicht. So schützt er uns vor der Sonneneinstrahlung oder erzählt uns Geschichten über die Vergangenheit oder über mögliche Täter. Es gibt eine Menge Staubsorten, über die wir viel erfahren. So wird der fruchtbare Lössboden „staubiges Gold“ genannt. 
    Erstaunlich, dass dem Staub, dem wir ja überall begegnen, erst jetzt so ein spannendes Sachbuch mit so vielen informativen Illustrationen gewidmet wurde. Hier wurde ein Alltagsthema zu einem superwichtige Thema gemacht, aber das Beste an dem Buch ist, dass das Lesen und Anschauen riesigen Spaß macht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Hui, Spinne – Haustierchen halten für Anfänger

    Hui, Spinne – Haustierchen halten für Anfänger

    Lena Zeise

    Klett Kinderbuchverlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir eines der Krabbeltierchen, die in diesem Buch vorgestellt werden. Das Buch beginnt mit der Vorstellung der Großen Winkelspinne, der wir sicher schon bei uns zu Hause begegnet sind. 
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    Unter einer großen Zeichnung des Tieres gibt es viele Informationen. Lustig ist der Punkt „Anschaffung“, denn im Titel des Buches geht es ja um die Haltung der Tiere, deshalb wird auch die Haltungsform erklärt. Auch „Profiwissen“ finde ich sehr spannend. Zusätzlich gibt es ein farbig unterlegtes Feld mit Zeichnungen und zusätzliche Informationen. Weiter geht es mit vielen Tieren, die wir sicher nicht bei uns wohnen haben möchten, z.B. dem Katzenfloh (den hatten wir mal als Haustier, schrecklich), der Kopflaus oder der Bettwanze. 
    Ich finde es sehr witzig, dass hier diese Tiere, die wir gemeinhin Ungeziefer nennen, als Haustiere bezeichnet werden und uns Tipps zum Fangen und zur Haltung gegeben werden. Die Informationen sind vielfältig und auch humorvoll geschrieben. Das spricht sicher Leser*innen an, denen manche Sachbücher zu langweilig sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die kleine Kackwurstfabrik

    Die kleine Kackwurstfabrik

    Maja Baseler

    Annamarie van den Brink

    Klett Kinderbuchverlag

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses kleine Pappbilderbuch zeigt schon den ganz kleinen Leser*innen, was in unserem Körper passiert, wenn wir etwas essen. Schon auf dem Cover sehen wir die Banane, die in unserem Körper verarbeitet wird und am anderen Ende als braune Wurst herausfällt. 
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    Pim und Polly sind zwei kleine menschliche Wesen, die die Banane begleiten. Der Magen knurrt und sie entscheiden sich für die Banane, die zusammen mit anderen Nahrungsmittel auf dem Teller liegt. Dann geht es in den Mund, die Zähne kauen, es kommt Spuke hinzu und die Zunge sorgt dafür, dass alles in die Speiseröhre gelangt. 
    Die eckigen Formen erinnern an eine Maschine, im Dickdarm ist ein Zug unterwegs und ein Fließband transportiert den entstandenen Haufen in Richtung Ausgang.
    Es werden einige Worte benutzt, die ich hier nicht erwähnen möchte, die aber zum Thema passen.
    Das Buch ist sehr gut verständlich und erklärt in wenig Worten und passenden Illustrationen sehr genau, wie die Verdauung funktioniert.

    Dagmar Mägdefrau


  • Hallo Tod, ich habe da mal ´ne Frage

    Hallo Tod, ich habe da mal ´ne Frage

    Ellen Duthe

    Anna Juan Cantavella

    Andrea Antinori

    Aus dem Spanischen von Ilse Layer

    Gabriel

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover geht es schon ein wenig makaber zu und auch die Illustrationen im Buch sind manchmal schon heftig, aber immer mit einem kleinen augenzwinkernden Schuss Humor. 
    Die Autoren des Buches, die sich am Ende des Buches vorstellen, haben ganz viele Fragen von Kindern gesammelt, die in irgendeiner Weise mit dem Tod und Sterben zu tun haben.
    38 Fragen werden hier in dem Buch beantwortet.
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    Allerdings sind die Illustrationen schon nach der Frage entstanden, da wurde die Antwort nicht abgewartet. 
    Die Fragen sind sehr vielseitig das Spektrum reicht von „Werde ich sterben?“, „Wer kümmert sich um die Kinder, wenn die Eltern sterben?“, „Ist es Pech, wenn man stirbt?“ bis zu „Wenn ein Tier krank ist, warum wird es dann eingeschläfert und ein Mensch nicht?“. Gut hat mir auch die letzte Frage gefallen: „Warum heißt es „Ruhe in Frieden" und nicht „Viel Spaß beim Ausruhen?“
    Unten auf den Seiten gibt es noch zusätzliche rot gedruckte Texte, da gibt es Experimente, Dinge, über die man nachdenken kann, und viele andere Fragen, die die Autoren ihren Leser*innen stellen.
    Das Buch hat schon eine ganze Menge Text und bei manchen Sachen kann man sogar lachen, andere sind doch schon etwas traurig und ich denke, so ein Buch sollte nicht am Stück gelesen werden, besser mal nachschlagen, wenn uns eine der Fragen betrifft.
    Auch für Erwachsene ist dieses Buch sehr zu empfehlen, denn auf jeden Fall sind wir alle sterblich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Cosmic Bullshit – Warum sich das Universum einen Dreck um uns schert     

    Cosmic Bullshit – Warum sich das Universum einen Dreck um uns schert     

    Chris Ferrie

    Aus dem Englischen von Benjamin Schilling

    Kosmos

    Keine Altersangabe

    „Jugendliche begegnen pseudowissenschaftlichen Behauptungen heute täglich in ihren Feeds. Umso wichtiger ist es, Werkzeuge zur Einordnung an die Hand zu geben, die nicht nur aufklären, sondern auch Spaß machen.“ So lautete der Text, der mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat.
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    Der Autor ist Quantenphysiker und er fängt mit dem Text wörtlich bei Adam und Eva an, denn das erste Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichsten Mythen rund um die Schöpfung. Dann geht es um die Sterne und was die Astrologie alles in ihnen liest. Weiter geht es mit Aliens und den verschiedensten literarischen und filmischen Werken, in denen sie vorkommen. Ufo-Sichtungen wurden von Wissenschaftlern ernst genommen und entsprechend untersucht. Nicht nur wegen der Kultfilme „Zurück in die Zukunft“ sind Zeitreisen immer wieder ein Thema, das fasziniert. Selbst in Kinderbüchern wird eine Reise durch Zeit und Raum zum tollen Abenteuer, bei dem die Lesenden in andere Zeiten abtauchen können. 
    Ich muss leider zugeben, so spannend sich die Themen anhören, so sehr habe ich mich durch den Text gekämpft. Über 200 Seiten voller Informationen und ein Humor, der nicht meiner ist. Die Leser*innen des Buches wurden gesiezt, was mich sehr erstaunt hat. Ich weiß auch nicht, warum es immer Wissenschaftlerinnen hieß, während Skeptiker männlich waren.
    „Wir machen alle Fehler. Ich habe zum Beispiel eingewilligt, 10.000 Wörter zu schreiben, wodurch ich gezwungen war, totlangweiligen Schrott im Internet zu recherchieren.“ Ist ein Zitat aus dem Buch, das mir zu denken gibt. Dazu kommt der Titelbegriff „Bullshit“ sehr inflationär im Text vor, für mich nicht unbedingt eine wissenschaftliche Aussage.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wirtschaft für Anfänger

    Wirtschaft für Anfänger

    Grzegorz Kasdepke

    Fachliche Kommentare Ryszard Petru

    Daniel de Latour

    Übersetzerin Karin Ehrhardt

    WooW Books

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    In diesem Buch werden 51 Begriffe aus der Wirtschaft erklärt und sollen so kinderleicht zu verstehen sein. Zur Rahmenhandlung gibt es viele fantasievoll gezeichnete Illustrationen. 
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    Zunächst lernen wir Herrn Richard, den Chef des Zoos bzw. Zirkus kennen, dann den dicklichen Wachmann und den dürren Kartenverkäufer. Wie in der Wirtschaft üblich wurde die Praktikumsstelle mit einer jungen Frau besetzt. Und dann betreten wir den „Zoo der seltsamen Kreaturen“, hier wimmelt es von eigenartigen „Tieren“. Zunächst sehen wir die noch junge“ Investition“, die noch viel Futter benötigt. In einem Extrafeld lesen wir den Sachtext zu diesem Fachbegriff. Das Wichtigste ist angemarkert. „Arbeitslosigkeit“ betrifft einen rundlichen Herrn, der dann als Wachmann eingestellt wird. Der erklärende Text benötigt schon eine ganze Seite und enthält die Weisheit „Arbeitslosigkeit ist meistens ein sehr unangenehmer Zustand.“
    Über 200 Seiten fasst das Buch und ich weiß nicht, wie oft der Direktor seinen Pony gerichtet hat. Manko, Fiskus, Marge, Monopol, Rezession (die zum Glück normalerweise nicht sehr lange dauert), Dumping und Defizit sind nur einige Begriffe, die den meisten Erwachsenen auch nicht viel sagen. Viel Begriffe sind sehr umständlich und ungenau erklärt, manchmal ist auch der Satzbau etwas eigenwillig, wobei ich nicht weiß, ob es an der Übersetzung liegt oder ob der Originaltext auch so ist. Der fachliche Berater ist ein polnischer Ökonom und ich denke, der müsste wissen, dass Rentenfonds nicht nur für die Rente gedacht sind, sondern durchaus auch als verzinste Anlage genutzt werden. „Fonds kaufen in unserem Namen ein – für unser Geld, unsere Aktien, Anleihen und Einlagen.“ Die, die da kaufen, heißen Gesellschaften und wir, als Kunden, kaufen Anteile an einem von der Gesellschaft zusammengestellten Fond.
    Mein Fazit ist, dass die Rahmengeschichte durchaus einen gewissen Charme hat und sie mit viel Fantasie zusammengestellt wurde. Die wirtschaftlichen Fachbegriffe hätten einfacher und besser strukturiert erklärt werden müssen, zudem gab es Fehler, die mich erschreckt haben.

    Dagmar Mägdefrau


  • Wo die wilden Würmer wohnen    

    Wo die wilden Würmer wohnen    

    Elisabeth Etz

    Nini Spagl

    Leykam:

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Diesmal geht es in diesem vielseitigen Sachbilderbuch um das Leben unter der Erde. So sehen wir schon auf dem Cover zwei Höhlen mit Würmern und Dachsen.
    Ganz hinten im Buch gibt es eine Spielanleitung zu den zwei Spielen, die hinten und vorne im Vorsatz zu finden sind.
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    Danach gibt es ein Inhaltverzeichnis und schon geht es los mit dem Thema „Was ist Boden?“ Und da werden wir aufgefordert zu malen, „was sich unter den Füssen befindet.“ Dann ist das Wort Boden in vielen Sprachen abgedruckt und dann geht es immer tiefer in den Boden. Da können wir Fachbegriffe wie „Vegetarische Decke“ lesen, Tiere im Boden treffen und erfahren, nach welchem Rezept ein Boden zusammengesetzt ist. Aber und das ist die nächste Überschrift „Wie ist Boden entstanden?“ Da finden wir eine Menge Verdautes, so dass wir als Aufgabe die Kackehäufchen den Tieren zuordnen sollen.
    Aber dazu benötigen wir Tiere, die in dem Boden wohnen und die werden uns im nächsten Kapitel vorgestellt. Das der Mensch nicht ohne Boden existieren kann, erfahren wir danach und im letzten Teil geht es um das Klima. Dort gibt es praktische Tipps, was wir alles tun können und wie wir „gemeinsam aktiv für den Boden sein können!“
    Kleine kurze Textteile, Sprachblasen, kleine Aufgaben und viele stilisierte Bilder tragen dazu bei das Thema „Boden“ anschaulich zu erklären. Wie die meisten Sachbücher wird auch dieses nicht gelesen, sondern dient mehr als eine Art Lexikon, denn hier finden wir so viele Informationen, dass wir die am Stück gar nicht verarbeiten können. Aber beim Durchblättern bleiben wir an einer ansprechenden Überschrift oder an einem spannenden Bild hängen und schon ist unsere Neugierde geweckt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Penis! Wissen für unter der Gürtellinie        

    Penis! Wissen für unter der Gürtellinie        

    Nadine Beck

    Rosa Schilling

    Sandra Bayer

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Auf dem Cover hängt eine freundliche Aubergine an den Buchstaben des Wortes „Penis!“ Für Menschen meiner Generation, die wenig bis gar nicht aufgeklärt wurden, ein spannendes Thema und das gilt sicher auch für Jugendliche.
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    Im Vorwort gibt es einen QR-Code, der auf die Seite wissenfuerunterderguertellinie.de führt, auf der es noch viele Informationen zum Thema gibt. Nach der Info für die Erwachsenen, kommen wir zum Inhaltsverzeichnis. Da geht es um einen perfekten Bauplan, der auf Seite 21 abgebildet ist und alle Teile vom Hoden bis zur Harnsamenröhrenöffnung benannt sind. 
    Und auch hier gibt es einen Beckenboden, der trainiert sein will. Es gilt zu messen, ob das Pinkel 21 Sekunden dauert. (Woran ich meine Zweifel habe) Ja, und dann ist ja die Länge immer ein Thema, hier lernen wir, wie man richtig misst, aber auch ein Waschanleitung darf nicht fehlen. Dann geht es um Sex und um die Nutzung eines Kondoms, um Krankheiten und Penis-Märchen.
    Der Text besteht aus vielen kleinen Bausteinen, kleinen Infos unter „Good to know“, persönlichen Tipps, die lila unterlegt sind und Fragen an die Lesenden, die gelb unterlegt sind. Dazu gibt es auch noch viele Zeichnungen, erklärende mit und ohne Beschriftung, aber auch witzige.
    Da die Jugendlichen heute, ihr Wissen meist aus dem Internet ziehen und finde ich es besonders wichtig aus so einer korrekten und wissenschaftlich untermauerten Quelle zu erfahren, wie sich die Körper im Laufe des Erwachsenwerdens verändern.

    Dagmar Mägdefrau


  • Vulva! Wissen für unter der Gürtellinie     

    Vulva! Wissen für unter der Gürtellinie     

    Nadine Beck

    Rosa Schilling

    Sandra Bayer

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Auf dem Cover hängt eine Pflaume an den Buchstaben des Wortes „Vulva!“ Dazu muss ich sagen, dass mir der Begriff Pflaume nie behagte. Ich gehöre zu der Generation, die stolz die Begriffe Scheide und Glied benutzten und sich damit nicht mehr so vulgär ausdrückten.
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    In diesem Buch gibt es auf Seite 55 eine Abbildung der Vulva mit Begriffen, die mir fast alle nicht geläufig waren. Dazu habe ich gelernt, dass der Begriff sich ausschließlich auf das Äußere bezieht und Vagina erst da beginnt, wo ich selbst nicht hinschauen kann. Natürlich gibt es auch ein Abbildung dieses Inneren im Querschnitt auf Seite 171 mit den genauen Bezeichnungen und mit Baby. 
    Im Vorwort gibt es einen QR-Code, der auf die Seite wissenfuerunterderguertellinie.de führt, auf der es noch viele Informationen zum Thema gibt. Nach der Info für die Erwachsenen kommen wir zum Inhaltsverzeichnis. Da geht es um Einzigartigkeit, die Pubertät, um cis und trans*, um Scham und Schönheit und viele andere Themen rund um die Vulva bis hin zu Krankheiten.
    Der Text besteht aus vielen kleinen Bausteinen, kleinen Infos unter „Good to know“, persönlichen Tipps, die lila unterlegt sind und Fragen an die Lesenden, die orange unterlegt sind. Dann gibt es auch noch viele Zeichnungen, erklärende mit und ohne Beschriftung, aber auch witzige.
    Da ich meine Aufklärung in erster Linie der Bravo zu verdanken habe, hätte ich mir so ein Buch gewünscht und auch meine Töchter hätten hier alle ihre Fragen beantwortet bekommen. Die Jugendlichen heute ziehen ihr Wissen meist aus dem Internet und da finde ich es besonders wichtig, aus so einer korrekten und wissenschaftlich untermauerten Quelle zu erfahren, wie sich die Körper im Laufe des Erwachsenwerdens verändern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hunderunde – wie weit wir für unsere Kleidung gehen

    Hunderunde – wie weit wir für unsere Kleidung gehen

    Frauke Angel

    Nadine Prange

    Eva Howitz

    Lena Seik

    oekom

    Leseempfehlung ab 10 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir eine Hündin, die ganz viele Kleidungsstücke übereinander trägt und um sie herum sehen wir viele Schuhe und ein Menge Accessoires. 
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    Im Buch sehen wir zunächst in blau gehaltene Menschen mit Einkaufstüten, dann beginnt mit einem frischen Haufen die Hunderunde. Denn ab da sehn wir hauptsächlich Hunde auf den Seiten. 
    „Jedes Kleidungsstück hat eine Geschichte. Und jeder Mensch sollte sie kennen.“ finden zu Recht die Autorinnen. Und sie fangen mit der Geschichte ganz vorne an, nämlich bei dem Urmenschen. Dann geht es über die Antike zum Mittelalter. Wir erfahren etwas über die Farben, die die Kleidung damals hatte, und wie wichtig die Kleidung im Lauf der Zeit wurde. So besitzt heute jeder Mensch in Deutschland 87 Kleidungsstücke.
    Im zweiten Teil geht es um den Begriff „Fast Fashion“ und welche Auswirkungen diese schnell wechselnde Mode auf unsere Welt hat. An einer Erdkugel können wir dann ablesen, welche Wege unsere Kleidung nimmt und wir müssen erkennen, dass es „ein ökologisches Desaster ist.“ Danach geht es um Label, Logo und Brand, denn nicht die Kleidung ist uns wichtig, es muss auch der richtige Name draufstehen. Da zahlen wir, um uns abzugrenzen, viel Geld. Um Rohstoffe geht es im nächsten Teil, nur leider brauchen diese Rohstoffe viel Zeit, um nachzuwachsen und auch für die Herstellung von Bio-Baumwolle wird ein Menge Wasser, hier anhand von Badewannen dargestellt, benötigt.
    Im letzten Kapitel „unterhalten“ sich die Beteiligten dieses informativen Buches darüber, wie sie mit diesem Thema umgehen. Deshalb gibt es ein kunterbuntes Bild mit Repair-Café und Tauschladen.
    Diese Buch ist nicht nur sehr informativ und kritisch, es zeigt durchaus praktikable Lösungen auf, was mir sehr gut gefällt. Ob sich nun jede*r mit gebrauchter Kleidung anfreunden kann, muss jede*r selbst entscheiden, aber auf jeden Fall sollten wir öfter mal darüber nachdenken, ob dieses neue (Kleidungs-) Stück wirklich notwendig ist. Ich wünsche mir, dass dieses wichtige Buch in vielen Büchereien stehen wird und viele Denkanastöße dadurch entstehen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Kennst du deine Rechte?                    

    Kennst du deine Rechte?                    

    Sherif Rizkallah

    Mit Comics von Dunja Schnabel

    DK

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Der Autor Sherif Rizkallah ist vielen durch die Sendung „logo!“ bekannt, auch dort erklärt er gut verständlich Zusammenhänge, die in den aktuellen Nachrichten vorkommen. Hier in diesem Buch erklärt er uns die Grundrechte, denn es ist sehr wichtig, dass wir alle unsere wichtigsten und grundlegendsten Rechte kennen.
    mehr oder weniger lesen
    Zunächst stellt er sich vor und berichtet, wie er auf die Idee kam, dieses Buch zu schreiben, dann geht es gleich los mit „Der Geschichte der Grundrechte“.
    „Der Schutz der Menschenwürde“ heißt Artikel 1 unseres Grundgesetztes, aber was genau ist damit gemeint? In kleinen Texten gibt es nähere Infos dazu und ein Junge fragt, ob Grundrechte auch an der Schule gelten. Auf der nächsten Seite taucht der Junge in einem Comic auf und berichtet uns von seinem Lehrer, der ihn wohl „auf dem Kieker“ hat. Am Ende wird die Frage „Darf Herr Müller Fabian so behandeln?“ auf zwei Arten beantwortet. Er darf ihn kritisieren und ihm schlechte Noten geben, aber er darf ihn nicht bloßstellen, demütigen und abwerten. Als nächstes wird uns Eleanor Roosevelt vorgestellt, sie hat bei der Entwicklung der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948) mitgewirkt. Der Artikel wird durch Fotos der First Lady ergänzt. In manchen Kapiteln gibt es noch die Überschrift „Blick in die Welt“ - da werden zwei Länder gegenübergestellt, z.B. zum Thema Religionsfreiheit Finnland und der Iran. Im letzten Teil des Buches wird das „Politische System in Deutschland“ erklärt. Denn wer seine Rechte nutzen will, muss auch wissen, wie sie entstehen und wie man sie einfordert.
    Durch die vielen unterschiedlichen Seiten, in denen wir die Gesetzestexte und ihre Erklärungen finden, Comics, die ein praktisches Beispiel beschreiben, Antworten auf unsere Fragen dazu, die Vorstellung bekannter Personen ist das Buch und noch vieles mehr, sind die Texte sehr schön aufgelockert und gut zu lesen und zu verstehen. Ein informatives Buch, dass ich gerne in jeder Schulbibliothek finden möchte.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alles tanzt! – Eine Maus wirbelt durch Stepp und Ballett

    Alles tanzt! – Eine Maus wirbelt durch Stepp und Ballett

    Kristina Scharmacher-Schreiber

    Stephanie Marian

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Vor mir liegt ein sehr umfangreiches Bilderbuch in einem großen Format. Das Cover zeigt eine Tanzschule mit den unterschiedlichsten Tänzen, unten sehen wir die beiden Mäuse, deren Abenteuer erzählt wird.
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    Zunächst kann man anhand einer Karte die Stationen nachvollziehen, die Marie auf der Such nach Pepe besucht. Denn nachdem Pepe Marie zu einem Tanzwettwerb eingeladen hat, verschwindet er aus der Tasche eines Mädchens. Einziger Hinweis sind Steppschuhe, die in der Tasche waren. So macht sich die kleine Maus auf und trifft an vielen Stationen Menschen, die auf ganz unterschiedliche Art tanzen. 
    Neben dieser spannenden Suche gibt es viele erklärende Sachtexte, beginnend mit der Geschichte des Tanzes. Dann geht es in ein Opernhaus und hier erfahren wir ganz viel über das Ballett, über die Entwicklung, die Schuhe bis zu einer Bastelanleitung für ein Tutu. Aber es gibt im Haus auch eine Musicalbühne, hier gibt es Informationen zu den bekanntesten Musicalstücken. In einer Tanzschule werden Gesellschaftstänze erklärt, bevor wir den Flamenco und andere regionale Tänze kennenlernen. Über den Breakdance geht es dann endlich zum Steppen.
    Tanzen gehört einfach zu unserem Alltag dazu und schon die Kleinsten bewegen sich zur Musik. Deshalb wird dieses Buch sicher begeistert gelesen werden. Vielleicht finden wir bei der großen Auswahl noch den passende Tanz für uns. Die spannende Geschichte von Marie ist schon sehr lang und zieht sich über das ganze Buch, unterbrochen wird sie von den nicht weniger spannenden Sachinformationen und die vielen bunten, schön gestalteten Bilder ergänzen dieses Buch zu einem wundervollen Gesamtwerk, das sicher nicht nur die Kinder begeistern wird.

    Dagmar Mägdefrau
  • 100 Köpfe der Demokratie100 Köpfe der Demokratie100 Köpfe der Demokratie

    100 Köpfe der Demokratie100 Köpfe der Demokratie100 Köpfe der Demokratie

    Jan Ruhkopf Herausgeber

    Simon Schwartz Illustrator

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Ich fange einfach mal mit Seite 210 an, denn dort sind die vorgestellten 100 Personen mach Wirkungsphasen eingeteilt. Es beginnt mit dem Jahr 1789, der Zeit der französischen Revolution, und Georg Forster, dem in der Aufstellung die letzte Seite gewidmet wird. 
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    Sein Zitat endet mit den Worten „…mit dem stolzen Bewusstsein, dass die Herrschaft dem ganzen Volk gehört!“ Die nächste Phase behandelt die Jahre 1815-1849 und Georg Büchner ist sicher der bekannteste Vertreter. 1918 endet der nächste Abschnitt und es sind Anita Augspurg und Lida Heymann, die gemeinsam vorgestellt werden, Vorkämpferinnen der Frauenbewegung. Natürlich gibt es in der Weimarer Republik viele Namen, die sich für die Demokratie einsetzten. Von Friedrich Ebert, über Rosa Luxemburg bis Gustav Stresemann geht da die Bandbreite. Auch in der NS-Zeit gab es Menschen, die die schwindende Demokratie anprangerten. Der Abschnitt 1945-1989 ist zweimal vorhanden, einmal für die BRD und einmal für die DDR. Die Zeit ab 1990, Wiedervereinigtes Deutschland, endet dann mit May Ayim, die die ersten Seiten im Buch füllt. Eine Afrodeutsche, die als Stimme der People of Color in Deutschland galt. Ich habe mit der Aufstellung hinten im Buch angefangen, aber die bebilderten Biografien sind genau andersherum angeordnet, wir gehen also beim Lesen immer weiter in der Zeit zurück, was mich verwundert hat. Viele der Demokraten sind mir ein Begriff, aus der Geschichte oder weil ich sie im Laufe meines Lebens gekannt habe. Aber viele der Namen sind mir völlig unbekannt und ich fand es interessant, sie kennen zu lernen, was besonders für die Menschen gilt, die in der ehemaligen DDR für die Demokratie gekämpft haben. 
    Das Cover zeigt einige der 100 Köpfe und mir fällt es ein wenig schwer, die Menschen, die ich kenne, zu erkennen. Auch die Portraits in den Collagen, die es zu jeder der Personen gibt, fand ich manchmal schlecht getroffen.
    Weshalb gerade diese 100 Biografien im Buch abgedruckt wurden und ob es andere gibt, die hier zu Worte hätten kommen müssen, kann ich nicht entscheiden, auf jeden Fall ist eine ein interessante Zusammenstellung.

    Dagmar Mägdefrau


  • Mein Körper – Entdecke, was dein Körper alles kann

    Mein Körper – Entdecke, was dein Körper alles kann

    Dr. Punam Krisham

    Verónika Cháves Morales

    Übersetzung Wiebke Krabbe

    DK

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Unsere Kinder entdecken im Kita-Alter ihren Körper und wollen mehr darüber erfahren. Dieses große Pappbilderbuch mit den vielen erklärenden Klappen eignet sich da sehr gut zum gemeinsamen (Vor-)Lesen und zum selbst entdecken.

    mehr oder weniger lesen
    Zunächst geht es um unser Herz und um das Blut, das es durch den Körper pumpt. Danach wird geatmet und Sauerstoff in die Lunge gebracht. Weiter geht es mit dem Gehirn und die damit verbundenen Sinne. Für die Verdauung muss das Buch hochkant gehalten werden. Der Bewegungsapparat wird dann erklärt und ein gebrochener Arm wird geröntgt. Auf der Seite „Deine Haut“ geht es auch um Nägel und Haare. Zwei nackte Kinder sind auf der Seite „Pipi-Kram“ zu sehen. Unter den Klappen sehen wir, wie das Wasser, das das Mädchen trinkt, durch die Nieren wieder ausgeschieden wird. Auf der letzten Doppelseite geht es um „Abwehrkräfte“, da tauchen Schleim, Tränen und Ohrenschmalz auf. 
    Da dieses Buch sich auf die wichtigsten Themen beschränkt und diese einfach erklärt, ist es eine Antwort auf die ersten Fragen zum Körper. Für weitere Erklärungen gibt es noch viele umfangreichere und spezielle Bücher.

    Dagmar Mägdefrau

  • Willy Werkels Eisenbahnbuch

    Willy Werkels Eisenbahnbuch

    George Johansson

    Jens Ahlboom

    Übersetzt aus dem Dänischen von Dagmar Brunow

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Bisher wurde in den mir bekannten Wille Werkel-Büchern immer etwas gebaut, aber in diesem Buch gibt es ganz viele Informationen zur Eisenbahn. Schon das Cover zeigt Willy, wie er eine alte Dampflok fährt.

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    Zu Beginn des Buches stellt Willy sich vor und berichtet vom „Rumpelkram, der die Welt verändert hat!“ Er beginnt seine Erklärungen mit der ersten Dampflok, die im Bergbau eingesetzt wurde. Dann geht es weiter mit dem Titelbild, hier fährt Willy die Rocket, die Rakete, die 20 km/h fuhr. Da kann Buffa sein Hund noch gut mithalten, allerdings fehlt es ihm dann doch an Ausdauer. Lustig ist der Bericht über einen Wettbewerb, bei dem gemogelt wurde, indem Pferde unter der Lok versteckt wurden. Viele Loks, die Willy uns vorstellt, haben ungewöhnlichen Namen. Ich fand es auch sehr spannend zu erfahren, wie die Schienen verlegt werden. Dank der Eisenbahn konnten die Menschen in den USA weite Strecken zurücklegen und damit das Land besiedeln. Dann kommt schon die erste E-Lok namens Krokodil, denn genauso sah sie aus. Und danach fahren die Loks mit Strom und wie das geht, erklärt Willy uns gut verständlich. Am Ende baut Willy seine kleine Eisenbahn auf dem Tisch auf und sinnt nach, was man noch alles mit Rumpelkram machen kann.
    Der pfiffige Tüftler Willy Werkel erklärt in diesem Sachbuch sehr gut verständlich die Geschichte der Eisenbahn und ich weiß, dass ich dieses Buch meinen Enkeln sicher noch oft verlesen werde, denn dieses Thema interessiert sie sehr. Anschaulich bebildert, mit verständlichen Texten, ein tolles Sachbilderbuch.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wundervoll anders – Autismus, ADHS und Legasthenie: Neurodiversität als Stärke entdecken 

    Wundervoll anders – Autismus, ADHS und Legasthenie: Neurodiversität als Stärke entdecken 

    Louise Gooding

    Ruth Burrows

    DK

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Neurodiversität ist zurzeit ein angesagtes Thema und es ist wichtig, dass wir uns informieren, damit wir lernen, damit richtig umzugehen. Dieses Buch mit dem Kind auf dem Cover, dem sehr viel durch den Kopf geht, wendet sich schon an Grundschulkinder.

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    Besonders, wenn man die Diagnose Autismus, ADHS oder Legasthenie erhält, möchte man sich und seine Umwelt informieren und dazu eignet sich ein Buch wie dieses.
    Schon die Vorstellung der Autorin, die ADHS hat, gefällt mir sehr gut. Ihre Gedanken wuseln wie Eichhörnchen, ihre „innere Elster“ lässt sich leicht ablenken und manchmal fühlt sich ihr Gehirn benebelt an, dann kann sie sich kaum konzentrieren. Danach werden uns die „tollen Gehirne“ erklärt, die alle einzigartig sind (genau wie die Kinderschar auf dem Bild). Gut erklärt finde ich auch, wie verschieden wir reagieren, weil unsere Gehirne unterschiedlich und einzigartig sind.
    Ein Bild mit beschrifteten Legosteinen versinnbildlich uns, was wir alles sein können. Die bunte liegende 8 als Symbol für Neurodiversität sieht man jetzt immer häufiger, ist auch hier ein Thema. Autismus, ADS/ADHS, Dyspraxie, Legasthenie, Synästhesie, Dyskalkulie, Dysgraphie, Verarbeitungsstörungen, Schlafstörungen, Angst, Despression, Zwangsstörungen, Bipolare Störungen, Tic-Störungen, Tourette-Syndrom, Krampfanfälle und Epilepsie und Zerebralparese sind die nächsten Seiten überschrieben und es wird genau erklärt, wie sich diese Störungen (dieses Wort scheint mir nicht passend) auswirken. Danach lernen wir noch eine Menge Menschen kennen, die neurodivers waren oder sind.
    Was mir an dem Buch besonders gefällt, sind die einfachen und gut verständlichen Erläuterungen. Ich muss zugeben alle waren mir auch nicht bekannt.
    Ein wichtiges Buch zum Umgang mit Neurodiversität, denn nur was wir kennen, können wir auch einschätzen und dann unvoreingenommen auf die Menschen zugehen.

    Dagmar Mägdefrau