• Da ist besetzt!

    Da ist besetzt!

    Antje Damm

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir ein Schwein im Anzug auf einer Bank sitzen an der Leine hält er einen kleinen grauen Hund und hinter der Birke schaut ein Krokodil hervor.
    Noch ist die Bank leer der kleine Park an den Hochhäusern wirkt verlassen und kahl.
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    Dann sitzt das Schwein mit dem Hund auf der Bank und über den Weg naht das Krokodil mit einem großen gelben Rucksack. Es grüßt freundlich und fragt „Ist da noch frei?“ Das Schwein schaut böse und antwortet „Da ist besetzt!“ obwohl niemand zu sehen ist. Dem Krokodil macht das nicht aus, es setzt sich auf den Boden, packt einen Rucksack aus und biete Himbeertee an. Auf die Frage, was er wohl da mache, antwortet das Krokodil „Ich träume!“
    Ja und genau von diesem Traum handelt dieses Buch und auch Herr Schröder wie sich das Schwein vorstellt, erzählt von einem seiner Träume.
    Es ist sehr schön zu erleben, wie sich die beiden durch die nette Art von Flux dem Krokodil, das sich nicht von der negativen Art abschrecken lässt, annähern und zum Schluss gemeinsam etwas unternehmen.
    In den gezeichneten Gesichtern der beiden konnte ich genau jede Regung erkennen und mir vorstellen, wie die kurzen Sätze gelesen werden wollen. Eine poetische Geschichte über den Beginn einer Freundschaft, die mit der Erfüllung eines Traums beginnt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Mich kriegt nichts kaputt   

    Mich kriegt nichts kaputt   

    Annette Langen

    Kristine Ortmeier

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Vasen, die wir auf dem Cover sehen, sind die Protagonistinnen in diesem Bilderbuch, die Hauptrolle spielt die kleine Vase mit der Stupsnase. Als der Laden schließt, stehen die Vasen, einige mit einem Preisschild versehen, im Regal. 
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    Eine rosa Vase mit Brille steht auf dem Boden und strickt an einem Netz. Die kleine Vase schreit „Jetzt will ich spielen, am liebsten mit Vielen!“ und möchte sich an einem Strick abseilen. Die Angstvasen haben, wie ihr Name schon sagt, Angst! Doch die kleine Vase lässt sich nicht abhalten, sie seilt sich ab. Danach erfahren wir so einiges über die Ängste der anderen Vasen, ihre größte Angst ist die vor einem Elefanten. Doch die kleine Vase ruft „Aus und vorbei mit der Angsthaberei!“ und macht einen Kopfstand. Als dann noch ein Elefant im Laden auftaucht und sie vor dem Absturz rettet, dann aber selbst Angst vor einer Ameise hat, ist irgendwie alles durcheinander. 
    Die wörtliche Rede reimt sich, während der restliche Text ohne Reime auskommt und die Bilder zeigen sehr schön die Emotionen der Vasen.
    Ich muss zugeben, dass mich die Geschichte nicht so richtig gepackt hat. Angstvasen, ein ängstlicher Elefant und eine kleine Vase mit Stupsnase, die an ihre Grenzen und darüber hinaus geht, da ist mir doch zu fantastisch. Mir ist klar, dass hier Angst das wichtigste Thema ist und dass wir erfahren, dass es ein Sicherheitsnetz gibt, das uns die Angst nehmen kann. Allerdings kann ich das nicht so recht in meinen Alltag umsetzten.
    Bei meinen Enkeln hat die Geschichte allerdings gezündet, sie haben einfach mehr Fantasie als ihre Oma.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die kleine Fee und ihre Reise nach Hause

    Die kleine Fee und ihre Reise nach Hause

    Sarah Oschem

    Independently published

    Autorinnenempfehlung ab 5 Jahre

    Vor mir liegt eine kleine Broschüre, ein Lese- und Ausmalbuch. So finde ich jeweils auf der linken Seite einen Text und auf der rechten ein Bild, das ich ausmalen kann. Ein ungebräuchliches Format, das mir aber gut gefällt.
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    Die kleine Fee, die mit ihrer Mutter am Meer wohnt, äußert den ungewöhnlichen Wunsch „Ich möchte nach Hause.“ Während die Flügel der anderen Feen glitzern und ihre Augen strahlen und ein besonderes Kribbeln in der Luft liegt, empfindet die kleine Fee so etwas leider nicht. Da erkennt ihre Mutter, dass es Zeit wird für die Reise ihres Lebens. So macht sich die kleine Fee auf den Weg und trifft Freundinnen, die an den unterschiedlichsten Orten wohnen. Aber auch dort fühlt sich die Fee nicht zu Hause. Erst als sie erkennt, dass der Wald das Zuhause einer Waldfee ist, ist sie angekommen.
    Neben der zauberhaften kleinen Erzählung gibt es passende Bilder mit klaren Konturen zum Ausmalen. Ich weiß, dass meiner Enkelin dieses Buch sehr gut gefallen wird. Sie liebt es auszumalen und die Geschichte wird sie auch gerne hören wollen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Liv – Kein Märchen

    Liv – Kein Märchen

    Anne Sofie Allermann

    Stephanie Donsø

    Aus dem Dänischen von Viola Rosa Semper

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die kleine Liv sitzt an ihren Opa gelehnt und es sieht so aus, als wenn beide nachdenken würden. Das Cover ist genau wie die Illustrationen im Buch in zarten Farben gezeichnet. Während Opa in der gemütlichen Küche kocht, springt Liv wie ein Springer über den gekachelten Boden. 
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    Wie ein Bauer zu springen, was der Opa vorschlägt, findet sie zu langweilig. Es gibt Livs Leibgericht - Rehrücken. In der Dämmerung gehen die beiden in den Wald und schauen auf den Himmel, weil Liv schon müde ist, nimmt Opa sie auf den Rücken. Weil Opa so stark ist wie ein Bär ist, wird er auch so dargestellt. Als Gute-Nacht-Geschichte liest Opa „Rotkäppchen“ vor. Am frühen Morgen gehen die beiden wieder in den Wald, diesmal nimmt Opa sein Gewehr mit.
    Dieses Bilderbuch ist wahrlich kein Märchen, denn der Opa schießt ein Reh und bedankt sich bei dem Tier. Liv ängstigt sich, dass sie vielleicht auch gegessen wird, doch Opa kann sie beruhigen. Am Ende isst Liv ein Käsebrot und stellt fest „Opa, wir sind die Wölfe.“
    Die Beziehung der beiden ist sehr innig, was wir sehr gut spüren können. Opa ist Jäger, aber auf mich wirkt er sehr einfühlsam, mit der Enkelin und mit der Natur. Ich glaube, dass unsere heutige Natur, die durch viele Einflüsse aus dem Gleichgewicht gebracht wurde, manchmal menschliches Eingreifen benötigt, um sie zu regulieren. Opa ist auch ehrlich gegenüber Liv und die Erkenntnis, dass wir Menschen schlimmer sind als der Wolf, bietet viel Stoff zur Diskussion. Kurze verständliche Texte und die sanften Zeichnungen ergänzen sich und zeigen an diesem Beispiel, dass Tiere für unser Essen sterben müssen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Auf zu den Dinosauriern

    Auf zu den Dinosauriern

    John Hare

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auch dieses Buch von John Hare kommt wieder ganz ohne Worte aus, lediglich am Anfang ist ein „PLOPP!“ zu lesen. Wieder steigt eine Klasse mit ihrem Lehrer - alle in weißen Anzügen und mit einer Sonnenbrille ausgestattet - in ein ungewöhnliches Fortbewegungsmittel. 
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    Eine runde, gelbe Untertasse, die aber dann vier Beine zur Fortbewegung, eine Art Kopf als Aussichtplattform und einen Schwanz als Radarschüssel ausklappt. So haben alle eine gute Aussicht auf die farbenfrohen Dinosaurier, die in der Landschaft auftauchen. Als ein Kind eine Banane aus seinem Köfferchen holt, schnappt sich ein Flugsaurier die blaue Frühstücksbox. Als das Kind sie sich zurückholen will, stürzt es zu Boden und trifft auf einige nette Dinosaurier.
    Dieses spannende Abenteuer kommt hervorragend ohne Worte aus und gerade Kinder, die nicht so gut Deutsch können, schauen sich diese Buchreihe seht gerne an. Hier werden aber auch Dino-Fans auf ihre Kosten kommen, denn sie kennen die Namen der vorkommenden Tiere genau.
    Dieser vierte Band entspricht zwar ein wenig der Geschichte, die auf dem Mond spielt, hat aber eine ganz andere, sehr fröhliche Kulisse. Ein tolles wortloses Buch, das die Kinder sich gerne auch alleine anschauen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das war doch keine Absicht!

    Das war doch keine Absicht!

    Jörg Mühle

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Diesmal ist bei den beiden Freunden Wiesel und Bär der Winter eingezogen und die beiden müssen Schnee schippen. Mit seiner großen roten Schneeschaufel wirft der Bär den Schnee kräftig über seine Schulter und trifft das Wiesel, das mit einem Handfeger die Möbel frei fegt. 
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    Das Wiesel regt sich schrecklich auf und verlangt vom Bären eine Entschuldigung. Der sieht das natürlich nicht ein, denn es war ja keine Absicht. Das Wiesel dramatisiert die Situation sehr und meint „Um Entschuldigung bitten, ist gar nicht so schwer.“ und bietet an, dem Bären ein Beispiel zu geben. Irgendwann ist ein wilde Schneeballschlacht im Gange, die viele Entschuldigungen bringt.
    Mit einem wundervollen Humor wird hier das leidliche Thema Entschuldigen so schön beschrieben. Da reichen wenige Worte, denn die Bilder sprechen ja für sich, zeigen Emotionen und eine Mimik, die so eindrucksvoll ist.
    Ein sehr gelungenes Bilderbuch, das sicher bei den Kinder genau so viele Reaktionen hervorruft wie der erste Teil „Zwei für mich, einer für dich“.

    Dagmar Mägdefrau

  • Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge

    Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge

    Amia von Arensberg

    Malte Zierden

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Cover zeigt Malte, der sich als Winzling an die Taube Oßkar schmiegt. Das Buch beginnt mit Malte, diesmal ist seine Größe die eines Jungen, und Phia, dem Mädchen aus dem Nachbarhaus. 
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    Die beiden schreiben sich kleine Briefe, die sie mittels eines Korbes von Haus zu Haus verschicken. Malte und Oßkar machen alles zusammen und so kommt es zu einem Unglücksfall, als Malte Oßkar einen „wunderkrummen Kaktus“ zeigt, stolpert er und einige Dornen bohren sich in den Flügel des Täuberichs. Sehr schön wird hier mit einer schwarzen Seite Maltes Schmerz über diese Verletzung dargestellt und dass er ganz klein wird, ist nachvollziehbar. So gelangt er im Korb in Phias Zimmer und durch eine Schublade in eine besondere Welt. Die beiden erleben unterschiedliche Jahreszeiten, verschiedene Fest und treffen auf den „unendlich großen“ Trost. 
    Hinter den Protagonisten des Buches stecken reale Erwachsene und Oßkar ist Maltes Taubenfreund. Das Buch erzählt poetisch eine zauberhafte Geschichte, die von Ängsten und Mut handelt, die zeigt, wie wichtig Freundschaft mit Menschen und Tieren ist und die uns den Trost zu Seite stellt, wenn wir ihn benötigen. Trost benötigen wir alle mal und hier wird er uns bildlich vorgestellt als riesige große Figur, die Malte immer zu helfen weiß. So umhüllt am Ende des Buches die drei „ein warmes Gefühl“ und das spüren wir Leserinnen und Leser, auch die Kinder.

    Dagmar Mägdefrau

  • Grimm und Möhrchen – Das zeselige Mitmachbuch für graue und bunte Tage

    Grimm und Möhrchen – Das zeselige Mitmachbuch für graue und bunte Tage

    Stephanie Schneider

    Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Dieses Din-A4 Buch enthält 50 lustige Rätsel und Spiele, so steht es auf dem Cover. Unser kleiner Zesel malt einen Grimm, um ihn herum liegen viele Malutensilien.
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    Zunächst werden die Protagonisten vorgestellt, danach erfahren wir, was die  Autorin sich hat alles einfallen lassen, um die grauen Tage bunt zu machen. Wir beginnen mit einem Labyrinth, die Zutaten der Suppe werden gezählt und ein Bild ausgemalt. Dann basten wir Fingerfiguren vom Zesel und seinen Freunden und danach wird gerechnet. Witzig geht es weiter, denn da wurden zwei Tiere zusammengesetzt, so entstand ein Entguru und andere wunderliche Tiere. Weiter hinten im Buch gibt es noch zwei Postkarten, die wir verschicken können. 
    Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich und liebevoll gestaltet. Ein Mitmachbuch für Vorschulkinder, die gerne tüfteln, rechnen und malen. Ich weiß schon, dass meine Enkelin begeistert sein wird.

    Dagmar Mägdefrau
  • Tiere auf dem Weg zur Krippe

    Tiere auf dem Weg zur Krippe

    Petra Steckelmann

    Christine Kugler

    kaufmann

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der Adventskalender beinhaltet einen Stern, bei dem jeden Tag eine zusätzlicher Strahl ergänzt wird, so ergibt er am Heiligabend einen ganzen Stern, auf dem die Tiere, die im Buch vorkommen, zu sehen sind.
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    Das Eichhörnchen Caspar ist der Erste, der auf den ungewöhnlichen Stern aufmerksam wird. Natürlich wendet er sich damit an die Eule, die den Stern auch seltsam findet, zumal er „ein warmes Gefühl tief drinnen“ erweckt. Das nächste Tier ist der Luchs und dann kommt noch Pim, die Raupe, die am Ende ein Schmetterling ist, dazu. Den verschlafenen Bär bewegt der Stern so sehr, dass er weinen muss. Diese kleine Truppe begegnet noch vielen anderen Tieren und findet den Weg zur Krippe nach vielen Abenteuern.
    Die täglichen Geschichten sind immer eine Seite lang und mit einem kleinen passenden Bild versehen, das wir auf dem großen Stern wiederfinden. So ganz neu ist der Gedanke nicht, Tiere auf den Weg zur Krippe gehen zu lassen, es gibt da schon einiges ähnliches. Gut gefällt mir, dass am Ende der Stern vervollständigt wird, da können sich die Kinder noch einmal erinnern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Lumpi sucht ein Plätzchen

    Lumpi sucht ein Plätzchen

    Ralph Caspers

    Amélie Jackowski

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wir sehen Lumpi, den Dackel, auf dem Rücken liegend mit den Pfoten nach Plätzchen schnappend.
    Wir suchen Lumpi in der Schneelandschaft und sehen nur seinen Schwarz aus dem Weiß hervorschauen. Sein „Wuff!“ verrät ihn allerdings etwas.
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    Dann macht sich Lumpi weiter auf die Suche und findet eine Säge neben einem Baumstumpf. „Kannst du dir denken, war hier passiert ist?“ werden wir gefragt. Auf der nächsten Seite sollen wir Mandarinen zählen, die Lumpi nicht mag und wieder ausspuckt. Lumpi sitzt auf dem Tisch und knabbert das Weihnachtsgebäck an. 
    So geht es noch eine ganze Weile weiter und am Ende findet Lumpi das gesuchte Plätzchen am Stamm des geschmückten Weihnachtsbaumes. Die Illustrationen sind sehr schön anzuschauen und die Geschichte mit dem gefällten Weihnachtsbaum wird die Kinder sicher begeistern. Wenn es mir auch nicht gefällt, dass Lumpi ins Zimmer macht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Großer Stunk

    Großer Stunk

    Christian Duda

    Julia Friese

    Beltz & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Buch des Monats Dezember 2025

    Da sitzt der Künstler Leander in seinem Atelier und möchte einen Affen malen. Deshalb lädt er viele Affen zu sich ein. Eigentlich sind alle Affen irgendwie gleich, aber schon beim Schwanz unterscheiden sie sich. 
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    Darüber können die Affen dann auch streiten. Vor allem die Affen, die einen Schwanz haben, nennen die Vorteile. Doch dann geht es durcheinander und es wird sehr laut. Den Orang-Utan mit dem weit geöffneten Mund höre ich förmlich schreien. Auch der Gorilla äußert lauthals seine Meinung, „Aber so sieht kein Affe aus!“ schreit er. Mandrill und Bonobo bezeichnen die kleinen Affen als „Klobürsten“. Der Gibbon meint, die braunen Affen hätten eine „Kackfarbe“.  Doch dann wird er als „Taubenschiss“ bezeichnet. Zum Glück beruhigen sich alle am Ende.
    Was für wunderbare Affen sind hier abgebildet? So viele unterschiedliche Sorten und alle haben eine faszinierende Mimik. Ein echtes Affentheater wird hier beschrieben, ein riesiger lauter Stunk, der sich immer mehr aufheizt. Jede Andersartigkeit wird angeprangert, jeder hält sich für den besten Affen. Da können wir uns mal an die eigene Nase fassen. Ein Buch, das uns mit viel Humor den Spiegel vorhält. Allerdings fanden meine Enkel das Buch „nur so“. Sie hat die Geschichte nicht mitgenommen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Kater Klaus vermisst die Maus

    Kater Klaus vermisst die Maus

    Kathrin Rohmann

    Jasmin Schäfer

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Eine nette kleine Truppe wohnt da zusammen: Großvater Vasilis, Kater Klaus und die kleine Maus. Es geht auf Weihnachten zu und der Großvater möchte ein besonderes Geschenk für seinen Enkel Niko. 
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    Da helfen ihm die beiden Tiere und machen ihn auf den Zapfen aufmerksam, der so gut duftet und den Vasilis zum Verfeuern nutzt. So wird der Zapfen in Geschenkpapier gepackt und der Großvater bringt ihn zur Post. Leider fehlt ihm das Geld für das Porto, so geht er betrübt wieder heim. Klaus hat eine Idee und überredet die Maus, zusammen mit dem Geschenk zu Niko zu reisen. So wird eine kleine Tür ins Geschenkpapier geschnitten, damit sich die Maus hineinsetzen kann. Klaus bringt das Geschenk zum Hirsch und hängt es ans Geweih. So macht sich der Hirsch auf den Weg. Der Dachs ist der nächste Transporteur, weiter geht es mit dem Wolf. Inzwischen erfahren wir, wie es Kater Klaus ergeht, denn er macht sich Sorgen um die kleine Maus. Natürlich geht es am Ende gut aus und die kleine Maus erlebt so viele spannende Abenteuer, dass sie am Ende keine kleine Maus mehr ist. 
    Die Geschichte spielt in Griechenland und wir erfahren einiges von den dortigen Bräuchen. Während sich Klaus sorgt und beim Großvater die Vorweihnachtszeit erlebt, wird die Maus immer mutiger, am Ende traut sie sich sogar wieder heimzufliegen, obwohl sie das vorher kategorisch abgelehnt hatte.
    Eine weihnachtliche Geschichte über Mut, Freundschaft und ungewöhnliche Abenteuer. Die Illustrationen sind sehr passend gezeichnet, ein wenig altmodisch und ein wenig griechisch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Enno – Ein Austernfischer auf Schatzsuche

    Enno – Ein Austernfischer auf Schatzsuche

    Andrea Reitmeyer

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wie schön, dass die Reihe mit Andrea Reitmeyer weitergeht, diesmal lernen wir Enno kennen. Wir sehen ihn mit einem Füller über das Meer fliegen.
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    Enno ist ein Austernfischer und er sucht mit viel Erfolg nach Schätzen, das sind Dinge, die wir Menschen im Meer und am Strand „verloren“ haben. Das sind alte Fischernetze, die er zu einer Hängematte für Robben umgestaltet, Flaschen, Plastiktüten und Badelatschen, die ein Dach für einen Wasserläufer bilden. „Enno findet immer eine Lösung“ finden die Strandbewohner. Als Enno dann den Füller entdeckt und schnell herausfindet, dass man ihn zum Malen benutzen kann, malt er tolle Muster auf alles Mögliche. Als er ein interessantes Plakat entdeckt, wird er neugierig und bringt sich selbst das Lesen und Schreiben bei. Als er dann das Plakat lesen kann, erfährt er, wie gefährlich seine Schätze für seine Freunde sind. Er schlägt Alarm, um sie zu retten.
    Neben der spannenden und informativen Geschichte gibt es vorne im Buch noch einige Sachinformationen über Austernfischer und hinten im Buch ein ABC mit Meeresbewohnern, mit dem hat Enno auch das Lesen gelernt.
    Meine Enkel lieben diese Reihe und freuen sich auf Enno, der selbst lernen muss, wie wichtig es ist, dass unsere Strände und Meer vom Abfall befreit werden. Wunderschöne Bilder und eine Geschichte, die sowohl lehrreich als auch spannend ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Selma, du machst das falsch

    Selma, du machst das falsch

    Tini Malina

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    LUCHS, DIE ZEIT und Radio Bremen, August 2025

    ORF KIDS-Bestenliste, Oktober 2025

    Leselotse, Börsenblatt, September 2025

    Selma ist eine kleine Spinne, die ihre Netze nicht wie die anderen Spinnen webt, sie erfindet immer wieder andere Muster. Einmal sogar webt sie ein Regentropfen-Muster. 
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    Doch Selma hat große Pläne. Während die anderen ihr zurufen, „Selma, du machst was falsch!“, ahnt sie, dass sie zu Großem geboren ist. Sie möchte ganz weit oben ihre besonderen Netze anbringen und oben ist für sie ein Hochhaus, das sie in der Entfernung sieht. Sie macht sich also auf und erklimmt dieses große Gebäude und trifft dort auf eine alte Spinne, die ihr einen Rat gibt: „Nur die Spinne, die riskiert, zu weit zu spinnen, kann herausfinden, wie weit sie spinnen kann.“ Und Selma nimmt sich diese aufmunternden Worte zu Herzen und steigt weiter nach oben. 
    Aus Spinnensicht macht Selma natürlich alles falsch, aber sie ist eine mutige und kreative Spinne, die ihre Wünsche lebt. Dieses Buch macht Mut, etwas Ungewöhnliche zu wagen, auch wenn alle anderen es für falsch halten. Denn am Ende können wir sehen, wie Selma „die Schönheit des Mondes in einem ihrer Netze gefangen hat“.
    Die Zeichnungen sind sehr einfach gehalten und doch zeigen sie uns alles ganz genau. Die Seite, wo Selma und der alte Spinnenmann sich gegenüberstehen, gefällt mir besonders gut. Ich finde, dieses tolle Bilderbuch hat seine Auszeichnungen zu Recht bekommen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Mahlzeit

    Mahlzeit

    Larysa Maliush

    Übersetzt von Anna Schaub

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der große graue Wolf zieht einen niedlichen weißen Hasen hinter sich her, aber er leckt sich schon die Schnauze und zeigt seine spitzen Zähne. Über dieser Szene steht das Wort „Mahlzeit“, das lässt schlimmes erahnen.
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    Vor dem gemütlichen Haus mit den vielen Hasen sehen wir das kleine weiße Häschen mit einer Holzmöhre spielen. Doch dann hüpft es hinter dem Frosch her, der versucht, ein Glühwürmchen zu fangen. Szenenwechsel: ein Rudel Wölfe heult den Vollmond an, nur Grauschnauz steht etwas abseits. (Und sitzt da nicht das Glühwürmchen auf seinem Ohr?)
    Er möchte gerne selbst und ganz für sich, dafür aber perfekt, den Mond ansingen. Doch da hört er einen ganz anderen Ton, „WÄ-HÄÄÄ“ ist da zu hören. Als er die Ursache des Geräusches ausfindig gemacht hat, beginnt sein Dilemma. „Alle, die nach Einbruch der Dunkelheit im Wald gefunden werden, müssen gefressen werden.“ Aber das Häschen ist so winzig und flauschig. Und es trägt einen Zettel seiner Familie dabei, worauf dem, der Knuffel zurückbringt, ein Essen versprochen wird.
    Humorvolle Illustrationen und eine Geschichte, die zeigt, dass auch ein Wolf nicht immer an die Regeln hält und nicht gleich jeden Hasen frisst.
    Zusätzlich noch die Empfehlung meiner Enkelkinder!

    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Berg, ein Sturz, ein langes Leben

    Ein Berg, ein Sturz, ein langes Leben

    Dayeon Auh

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ausgezeichnet mit dem Luchs 11/24

    "Fit für die Zukunft – Preis" der Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur

    Best Illustrated Children’s Books 2025

    Das Buch basiert auf einem traditionellen koreanischen Volksmärchen. Die in Südkorea geborene, inzwischen in Berlin lebende Autorin erzählt in kurzen Episoden die Geschichte eines alten Mannes und eines Berges, dem nachgesagt wird, das er Unglück bringt und der deshalb „Berg des Grauens“ genannt wird. 
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    Um auf den Markt zu gelangen, muss der Großvater den Berg überqueren, und man sagt, wer auf diesem Berg hinfällt, wird nur noch drei Jahre zu leben haben.Deshalb ist der alte Mann sehr vorsichtig, aber als es plötzlich im Gebüsch raschelt, stürzt er. Er wollte noch so vieles erleben, doch nun geht er davon aus, dass sein Leben in 3 Jahren beendet sein wird. Nach Ablauf der Jahre fühlt er sich schwach und schwächer und er wird krank. Die Ärztin, die er aufsucht, aber meint, er wäre gesund. Als sich dann seine Enkelin nach ihm erkundigt, sieht sie die Sache aus einer ganz anderen Warte. Der Name des Berges wird in „Berg des langen glücklichen Lebens“ geändert und die Menschen strömen dorthin und purzeln vergnügt den Berg hinunter.
    Die Illustrationen sind sehr bunt und ein wenig surrealistisch angelegt, ein wenig erinnern sie mich an Chagall. Ein wunderschönes altes Märchen, das uns zeigt, dass man Dinge auch mal aus einer anderen Perspektive sehen muss, dann kann aus Unglück Glück werden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Welt in mir

    Die Welt in mir

    Harriet Evans

    Anna Wilson

    Übersetzt von Birte Spreng

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover, auf dem ein Herz über der Hand eines Kindes schwebt, fällt auf, denn das Herz ist ein herzförmiger Ausschnitt, durch den wir auf die nächste Seite schauen können.
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    Auf der ersten Doppelseite sehen wir das Kind wieder mit einem Herz und es fordert uns auf, „Komm, ich zeig dir, was in meinem Herzen wohnt!“ Zunächst ist es schüchtern und sitzt am Rande einer zartgelben Landschaft. Über dem Berg gibt es wieder einen Ausschnitt und so sehen wir das Gelb der nächsten Seite als Sonnenaufgang. Voller Freude sitzt das Kind im sprudelnden Wasser. „Wenn ich ernst bin, werde ich still wie das Eis.“ zeigt das Spiegelbild des Kindes auf dem zugefrorenen See. Eine Höhle wird als fürsorglich empfunden, danach wird das Kind mutig und steht auf einer Klippe. Freundlich hingegen ist der Wald, er bietet Schutz. 
    Die Bilder sind einfach wunderschön und zeigen den Zauber der Landschaft, der Text ist kurz und sehr philosophisch. Am Ende werden wir angesprochen, denn auch wir tragen eine Welt in uns und so endet das Buch mit der Frage „Weißt du, welche Wunder in dir wohnen?“

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich hab dich ganz genauso lieb

    Ich hab dich ganz genauso lieb

    Keira Knightley

    Übersetzt von Sophia Lindsey

    Schneiderbuch

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Keira Knightley, die ich bisher nur von der Leinwand kannte, hat dieses Buch geschrieben und illustriert. Das Cover mit dem schwarzen Hintergrund zeigt eindrucksvoll, wie schön die Bilder gezeichnet wurden. Es zeigt auch die Verlorenheit der großen Schwester, die uns den Rücken zukehrt.
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    Bisher gab es eine kleine glückliche Familie zu dritt und der Satz „Ich hab dich so lieb wie nichts auf der Welt“ galt einzig für die Tochter. Doch nun ist das Baby da und der Satz ändert sich in „Ich hab dich ganz genauso lieb.“ Lily nimmt den Platz in Mamas Bett ein und „die Große“ hört, wie Mama der kleinen Schwester das Schlaflied vorsingt. Doch dann beginnt eine Traum, in dem Lily, das langweilige Baby, weggewünscht wird. Doch als ein Vogel Lily mitnimmt, sagt das Mädchen mit in die Hüften gestemmten Fäusten und bösem Blick „Das ist mein Baby.“ So macht sie sich auf, die kleine Schwester zu retten.
    Danach wird die Handlung sehr fantastisch und die Illustrationen sind hervorragend gezeichnet. Der Text, der sich in großen Abschnitten reimt, ist sehr wortgewaltig und poetisch, aber auch schwierig zu verstehen. Manchmal fiel es mir schwer, zu folgen.
    Ein zauberhaftes Buch über die Eifersucht auf ein Geschwisterchen, zu dem die Liebe aber erwacht, wenn es in Gefahr ist. So ist das häufig unter Geschwistern. Ein liebevolles Ende, an dem die kleine Familie zu viert eng zusammensitzt.


    Dagmar Mägdefrau