• Heute kocht das kleine Känguru

    Heute kocht das kleine Känguru

    Myriam Lang

    Kathrin Schärer

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die Illustrationen in diesem vegetarischen Kochbuch für Kinder sind wunderschön. Schon auf dem Cover sehen wir das kleine Känguru Erbsen aus der Schote in eine Schüssel tut. Auf dem gemeinsamen Foto trägt Mama schon ihre Schürzte. Dann folgen allgemeine Hinweise und das Känguru wäscht sich brav die Hände. Dann hilft es Mama beim Einräumen der Spülmaschine. 
    Die ersten Rezepte gehören zu einem Geburtstagsessen. „Radieschen mit Butter und Salz“ konnten mich nicht überzeugen, ob ein Gericht mit Oliven bei Kindern gut ankommt? Die Gemüselasagne wird sicher ein Hit.
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    Nachdem es sich in die Pfote geschnitten hat, schneidet das Känguru mit Pflaster vorsichtig weiter. Noch schnell den Schokoladenkuchen mit Konfetti backen und schon sind die Gäste da. Nach den Frühlingsrezepten geht es im Sommer in den See zum Baden. Die Erbsen werden geröstet für ein Ricotta-Gemüse-Cake gebraucht. Wenn das Känguru auch etwas mit dem Quirl spritz, die Mascarponecrem mit Erdbeeren hört sich lecker an. Auch dieser Teil endet mit einem Kuchen. Im Spätsommer grillen die Tiere gemeinsam. Gefüllte Champignons und Tomaten werden auf den Grill gelegt. Diesmal gibt es selbstgemachtes Himbeereis. Mit dem Herbst kommt der Regen. Eine heiße Makkaroni-Gemüsesuppe tut da richtig gut. Beim Kartoffel-Lauch-Kuchen hilft der Igel mit seinen Stacheln Löcher in den Teig zu stechen. Ein herzallerliebstes Bild. „Winterzeit ist Plätzchenzeit“ heißt es im nächsten Kapitel. Nach einigen Plätzchenrezepten wird Pasta gemacht. Für Sugo und Pesto, die schon vorher als Zutat auftauchten, gibt es jetzt die Rezepte, danach erfahren wir wie man Parmesan-Chips im Ofen zubereitet. Über den „Tomme“, der im nächsten Rezept vorkommt, musste ich erstmal informieren. Ich weiß jetzt dass es sich um Weichkäse handelt. Auf der letzten Doppelseite sehen wir wieder die Familie Känguru im Schein einer Kerze im Kochbuch blättern. Sicher sind die Plätzchen, die sie dabei knabbern auch selbst gebacken. In den zwei Indexen kann man die Gerichte nach Namen oder Zutaten finden. 
    
    Das Buch ist sehr schon illustriert, wie oft bei Kochbüchern, möchte ich nicht alle Rezepte probieren. Eine sind sehr einfach und man brauchte dazu kein Kochbuch, andere sind schon komplizierter, ob da kleine Kinder bei der Stange bleiben?
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wo bin ich?

    Wo bin ich?

    Heinz Janisch

    Isabel Pin

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    In dieser mehrsprachigen Ausgabe ist der Text außer in Deutsch auch in Türkisch, Kroatisch-Bosnisch-Serbisch-Montenegrinisch, Englisch und Arabisch abgedruckt. Das ist auch in der jeweiligen Sprache auf dem Cover zu lesen.
    Der Eisbär steht auf einem Eisberg und der Text ist sehr einfach gehalten „Da ist vorne.“ ist vor seiner Schnauzte zu lesen. Hinter ihm steht „Da ist hinten.“ Die anderssprachigen Texte sind immer unten auf der Seite zu lesen. Weiter geht es mit oben, unten, hier und dort. Dann mit nah und fern, rechts und links.
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    Dann ein „Dings“, ein Schwimmreifen in Form eines Flamingos auf und die Sätze werden etwas länger. 
    Ich denke, die Verlagsempfehlung von 4 Jahren kann man durchaus heruntersetzten, da der Text kurz und einfach und die Bilder sehr karg gezeichnet sind. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Buch auch in internationalen Klassen Spaß bringen kann. So denke ich auch, dass ich das Buch gut beim Vorlesen im Park oder auf Festen nutzen kann und dann große Geschwister oder Eltern bitten kann den ausländischen Text vorzulesen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Nur noch zehn Minuten, keiner Dino

    Nur noch zehn Minuten, keiner Dino

    Rhiannon Fielding

    Chris Chatterton

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der Einband zeigt eine Landkarte, „Das Land der Träume“ ist hier abgebildet. 
    Der kleine Dino wird gerufen, denn es ist Bettzeit in 10 Minuten. Doch der kleine niedliche Dino Donner findet, dass das noch viel Zeit sei und springt in den Teich. Als Mama 8 Minuten ansagt geht es in den Dschungel. „Noch 7 Minuten, weiß Donner Bescheid, das ist kein Problem, denn Zuhaus‘ ist nicht weit.“ Bei 6 Minuten schaut er auf den speienden Vulkan. Die anderen Dinos sind auf der Flucht und auch Donner geht besser nach Haus.
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    Doch wie findet er wieder heim? Zum Glück hört er Mamas Stimme, die 3 Minuten ansagt. So schläft der kleine Dino als die Zeit um ist an seine Mama gekuschelt ein. Auch auf unserer Landkarte am Ende des Buches ist die Nacht gekommen und alles liegt in blauem Licht. 
    
    Ein niedliches Einschlafbuch mit kurzen einfachen Texten und vielleicht ist die Ansage der verbleibenden Zeit auch ein Tipp für die Eltern.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • vielleicht – Eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns

    vielleicht – Eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns

    Kobi Yamada

    Illustriert von Gabriella Barouch

    Adrian & Wimmelbuchverlag

    Es gibt keine Verlagsempfehlung, der Verkauf meint ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir das Mädchen, das uns gemeinsam mit dem kleinen Ferkel durch das Buch begleitetet, schaut verträumt nach oben. Der Titel und einige Blumen sind in Roségold gehalten. Das Mädchen trägt eine Mütze aus Blättern mit einem Schnabel über der Stirn, dadurch hat sie etwas von einem kleinen Vogel. Sie hält auf dem ersten Bild ein Gebirge in den Händen, von dem kleine Vögel wegfliegen. „Hast du dich jemals gefragt, warum du hier bist?“ ist die Frage zu Beginn des Buches. 
    Auf der nächsten Seite sehen wir das Mädchen weiße Punkte auf riesige Fliegenpilze kleben.
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    Vor einer Meereslandschaft stapelt sie Häuser „in en Himmel“. Sie saust fröhlich über die Seite „Oder vielleicht wirst du Menschen mit deiner Begeisterung mitreißen?“ Ein Bild zeigt das Mädchen mit schlafenden Tieren in der Nacht und der Gedanke, dass sie Licht ins Dunkel bringt, macht Hoffnung. Doch es wird auch Probleme gaben „Du könntest scheitern“ zeigt das Mädchen mit traurigem Blick. Doch dann geht es positiv weiter. Die möglichen Stärken werden erwähnt und „Weil du hier bist…ist alles möglich.“
    
    Wunderschöne, zarte Bilder und ein Text, der Selbstbewusstsein vermitteln wird. Etwas schwer tue ich mich trotzdem mit dem Lesealter. Ich glaube, es ist sehr individuell zu betrachten. Sensible Gemüter werden sich durch die aufbauenden Sätze bestärkt fühlen. Ich kann mir das Buch auch gut als Geschenk zur Geburt oder für Erwachsene vorstellen.  Ich habe mich mit der Lektüre sehr gut gefühlt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wir sind hier – Eine Geschichte von Flucht und Hoffnung

    Wir sind hier – Eine Geschichte von Flucht und Hoffnung

    Kyo Maclaer

    Rashin Kheiriyeh

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Einige Erwachsene und viele Kinder stapfen durch die winterliche Landschaft. Auf der nächsten Seite müssen sich die Menschen bergauf quälen. Ein Mädchen malt ein Kreuz auf den Boden und zeigt, dass sie jetzt hier sind. Am Morgen gibt es ein heißes Getränk aus einem vertrauten Becher. „Dieser Becher ist ein Zuhause.“ Auch eine aprikosenfarbene Decke bringt Geborgenheit. Dann landen sie für einige Tage in einem Zeltlager. Hier schreiben und lesen sie im warmen Licht einer Lampe und vergleichen sie mit einem Leuchtturm.
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    Unter dem Sternenzelt singen alle gemeinsam ein Lied. Inmitten von neuerblühten Blumen stellen sich die Kinder Fragen nach der Zukunft. Mit einem Boot bestehend aus der Tasse, als Mast die Blume und die Decke ist das Segel geht es mit Hilfe des Leuchtturms wieder an Land „Wir sind hier.“ 

    Die Farben des Buches sind hellblau und aprico, dadurch wirkt es trotz des ernsten Themas optimistisch. Die beiden Kinder, die uns durch das Buch führen sind fantasiereich und lassen uns an ihren Gedanken teilhaben. Der Text ist sehr kurz gehalten, die poetischen Bilder erklären alles.
    Ein schön gestaltetes Bilderbuch, das auf einfühlsame Weise eine Flucht schildert.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das Glück in dir – Wie du dein Leben lebendiger machst

    Das Glück in dir – Wie du dein Leben lebendiger machst

    Kobi Yamada

    Illustriert von Carles Santoso

    Adrian & Wimmelbuchverlag

    Empfohlen für 99-jährige und Jüngere

    Fröhlich sieht es aus, das Entenküken auf dem Cover. Seinen Spuren folgen wir im Einband. Neben der Eierschale steht ein längerer Text, den dem mir der Satz „Fülle dein Leben mit Liebe und packe deine Tage voller Wunder.“ Besonders gut gefällt. „Träume, bis es wahr wird.“ zeigt das Küken auf eine Wolke schauend, die wie eine Ente aussieht. Sie wird aufgefordert etwas Neues zu erschaffen und liegt zwischen vielen Bücherstapel und schreibt. 
    Es stapft durch eine Pfütze, liegt inmitten kleiner herzförmiger Blätter, tanzt über ein Seil, sitzt zwischen abgeholzten Bäumen und gießt einen Sprössling und springt in einen Blätterhaufen.
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    „Steh ein für das, woran du glaubst“ zeigt das Küken auf einem kleinen Boot und eine große Welle kommt darauf zu, „Mut und Angst zeigen sich oft zur selben Zeit.“ Vor einem Sternenhimmel lässt das Küken Leuchtkäfer auf seinem Glas frei, „Füge etwas zum Wunder Welt hinzu.“ Eine schöne Aufforderung.
    
    Die Texte geben viele Ratschläge, die in liebevolle Worte gepackt sind. Die Bilder sind einfach und zart gezeichnet, sie kommen mit wenig Farbe aus. Es steckt viel Poesie in diesem Buch und es wird sicher begeisterte Leser finden.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Was Neues ist nicht schwer, Herr Bär!

    Was Neues ist nicht schwer, Herr Bär!

    Jan Kaiser

    Laura Tschorn

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Bär Baldur hat ganz feste Gewohnheiten, anhand eines Kreises wird sein Tag genauestens eingeteilt. Da gibt es keine Abweichungen. Da etwas stört ihn doch an seinem Leben, er hätte so gerne einen Freund, wie der aussieht und wie alt er ist, ist ihm ganz egal. 
    Und dann sitzt ein blaues Etwas auf seinem festen Platz auf dem Ameisenhügel. Es entpuppt sich als ein „Dideldum“ und es liebt es alles anders zu machen. Es verdreht bei Sprechen die Buchstaben und kugelt durch den Wald. Das entspricht ja nun gar nicht Baldurs Art und er muss sich fragen, ob er das so möchte
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    Aber das niedliche Dideldum zwinkert ihn immer wieder so lieb an, dass er letztendlich doch gefallen an den verrückten Ideen des Neulings hat. So „entplündern“ die beiden gemeinsam das Haus mit den schon alten Möbeln und Gegenständen. Am Abend schlafen die beiden in Baldurs Bett ein. „Wie schön! Er hat in diesen Stunden nun endlich einen Freund gefunden!“ so endet das Buch.
    
    Die herrlich bunten Bilder kann man sicher immer wieder anschauen und Neues entdecken. Der Gereimte Text ist zwar etwas lang (nur geübte Dreijährige werden ihn sich ganz vorlesen lassen) aber er reimt sich wunderschön.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hier in den Bergen – Mein Wimmelbuch

    Hier in den Bergen – Mein Wimmelbuch

    Ali Mitgutsch

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Der Klassiker aus dem Jahr 1979 ist immer noch aktuell.  Auf der ersten Doppelseite schieben sich, inzwischen etwas nostalgisch anmutende Fahrzeuge eine Serpentinen-Straße hinauf. Es gibt eine kleine Baustelle, vollbesetzte Busse, Rad- und Motorradfahrer. 
    Ein Baum wird gefällt und unterhalb des Aussichtspunktes liegt der Müll. Die „Staudamm Bau AG“ hat schon viele Bäume gefällt, ein Haus und eine Kirche werden abgebaut, Rohre werden abgeladen, Gerüste, Kräne und viele Bauarbeiter zeigen den Fortgang an.
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    Auf dem Berg tummeln sich die Menschen, sogar bis zum Gletscher dringen sie vor. Ein Bergsee lud zum Baden ein, aber inzwischen hat der Regen eingesetzt und die Menschen suchen Schutz. Eine Alm mit Kühen, Ziegen und Schafen zeigt die nächste Doppelseite. Auch hier gibt es einiges zu entdecken. Mit Wintersport geht es weiter. Sessellifte bringen die Skifahrer hinauf, aber einer wird mit dem Rettungswagen abgeholt. Eine Lawine ist abgegangen und der Suchtrupp ist unterwegs, auch ein Hubschrauber steht schon bereit.
    
    Ali Mitgutsch bleibt auch nach seinem Tode ein Meister der Wimmelbücher.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das freche F – Was man mit Buchstaben von A – Z alles anstellen kann

    Das freche F – Was man mit Buchstaben von A – Z alles anstellen kann

    Michael Keller

    Kunstmann

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Das Ferkel auf dem Cover zeigt einen ersten Eindruck, was uns in diesem ABC-Kritzelbuch erwartet. 
    Zunächst erfahren wir, dass es nur vier Teile sind, aus denen alle Buchstaben zusammengebaut werden können. Natürlich wird der Kreis bei manchen Buchstaben nur teilweise genutzt.
    Da kommt auch schon das A und es kann alt, ausgeschnitten, abgeschlafft oder auch artig sein. Die Adjektive werden durch ein entsprechend gezeichnetes A gestaltet. Danach kommt eine fast leere Doppelseite, nur oben in der Ecke hängt das Affen-A an einem Ast.
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    Doch es gibt auch ein paar Anregungen „Wie könnte ein Auto-A aussehen?“ keine leichte Aufgabe. Aber ich denke, die Kinder haben genug Fantasie ein solches Auto zu zeichnen. 
    Beim B lautet die Aufgabe „ein B mit Bart zu zeichnen.“ 
    „Das doofe D, null Ahnung von echt garnix!“, „Ein jähzorniges J.“, „Olympisches O, welche Farben haben die Ringe!“, „Das schnarchende S, schläft tief und fest.“ oder „Auf der Yogamatte macht das Y die Brücke.“ Das sind nur einige wenige Beispiele, die das Buch zu bieten hat. Ich denke Kinder, die das ABC und die Welt der Buchstaben entdecken, finden hier viel humorvolle Anregungen. Allerdings muss man auch einige Begriffe erklären, weil es doch ungewöhnliche Worte sind, wie z.B. das rackernde R oder ein irritierendes I.
    
    Das Buch bietet zum Einen lustige kleine Zeichnungen mit spaßigen kurzen Texten und bietet zudem die Möglichkeit sich selbst auszuprobieren und die Buchstaben mit Leben zu erfüllen. Danach kann man sie sich sicher noch viel besser merken, man baut ja sowas wie ein Verhältnis zu ihnen auf. Ich werde ausprobieren, was mir zu den Anregungen selbst zu zeichnen gelingt wird.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das alles sind Gefühle

    Das alles sind Gefühle

    Michael Engler

    Julianna Swaney

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Es gibt im Moment einige Bücher, die sich mit dem wichtigen Thema Gefühle beschäftigen. Hier löst eine konkrete Situation Lars Wut aus. Als er sich brüllend mit rotem Kopf im Spiegel sieht, erkennt er sich nicht wieder und läuft weinend in den Garten. Dort trifft er auf einen Maulwurf, der ihm sehr einfühlsam erklärt, was Gefühle sind.
    Aber es gibt nicht nur unangenehme Gefühle, Lars erinnert sich auch an Freude und an Situationen, in denen er glücklich war. Der Maulwurf rät ihm auch sich entspannt in die Sonne zu legen und tief Luft zu holen.
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    Dann fragt er Lars, ob es auch mutige Momente für ihn gab oder Tage, an denen er nicht mutig war. Kuschel- und Tobetage fallen ihm ein. Wenn man Gefühle nicht versteht, macht es Sinn darüber zu sprechen, rät der Maulwurf. Dann taucht Lars Mama im Garten auf und auf dem letzten Bild halten sich die beiden fest in den Armen.
    Jeder kennt diese Wut, die man nicht unter Kontrolle bekommt, aber hier werden ganz einfache Ratschläge in dieser schönen Geschichte versteckt und ich denke jedes Kind kann verstehen, was er kleine Maulwurf meint. Der glückliche Abschluss zeigt, dass auch Eltern manchmal aufgrund ihrer Gefühle falsch handeln. 
    
    Die Bilder zeigen die Gefühle sehr verständlich, die Texte sind nicht belehrend, gebe aber gute Tipps. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Weißt du, was die Tiere machen? – Kleine Biene

    Weißt du, was die Tiere machen? – Kleine Biene

    Pat-a-Cake

    Fhiona Galloway

    Glücksfisch/Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Pappbilderbuch mit den gerundeten Ecken hat ein rundes Loch im Cover durch das wird die Biene sehen können. Mit einem kleinen Schieber kann man ihre Flügel bewegen. Auf der nächsten Seite erfahren wir, was die Bienen den ganzen Tag machen. Danach wo sie leben und warum sie summen. Erst auf der letzten Doppelseite gibt es wieder Klappen. Hinter den meisten summen Bienen, hinter einer die Königin, die gesucht werden soll. Hier gibt es auch Fragen wie „Welche Farbe haben die Blumen?“ oder „Welche Bienen haben drei Streifen?“
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    Einige Informationen „Sie fliegen kilometerweit“ sind noch etwas schwierig für 2-jährige, doch die Bilder werden von ihnen sicher mit viel Interesse und Freude angeschaut werden. Ich hätte mir auch im Mittelteil einige Klappen oder Animationen gewünscht.
    
    Ein schön gestaltetes Bilderbuch für kleine Naturfans.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Tag im Leuchtturm

    Ein Tag im Leuchtturm

    Miriam Koch

    Susanne Lütje

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein 40 cm großer Pappleuchtturm steht am Strand und wird von einem bärigen Mann angestrichen. Auf der ersten Seite können wir dem Leuchtturmwärter beim Frühstück mit einer Robbe zuschauen. Es gibt „Hering und Kakao“ wie der Vierzeiler berichtet. 
    Inzwischen ist der Leuchtturmwärter angezogen und schaut aus dem Fenster, denn die Post kommt über den Dünenweg. In dem Päckchen ist eine neue Lampe für den Leuchtturm. Wir können nun auch ins Schlafzimmer schauen.
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    Jetzt ist richtiges Schittwetter und der Leuchtturmwärter tragt seinen Regenhut. Schon ist der Tag rum und Ole „knipst feierlich den Leuchtturm an. „Die Freunde schlafen tief und fest und doch hält einer stetig Wacht. Der Leuchtturm blinkt für jedes Schiff hell durch die Dunkelheit der Nacht.“
    
    Schöne Bilder vom Leichtturm und en Tieren rundum und die Vierzeiler sind schön zu lesen. Aber das Besondere ist natürlich die Form des Buches. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Furzipups und Hicksi Huhn  

    Furzipups und Hicksi Huhn  

    Kai Lüftner

    Wiebke Rauers

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Nachdem Furzipups es nicht schaffte Feuer zu speien, begnügt er sich mit rhythmischem Pupsen. So endet der erste Band. 
    Doch jetzt taucht ein buntes Huhn auf, das leider einen schrecklichen Schluckauf hat. Ein „Hicks“ mit etwas Gackern hört man, wenn man auf den dicken Button auf dem Cover drückt. „Furzipups beschließt spontan, dass nur er ihm helfen kann.“ Sein erster Ratschlag heißt „Luft anhalten.“ Dann versucht er es mit erschrecken. Mit Hilfe der anderen Drachen versucht er Hicksi zum Lachen zu bringen.
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    Die anderen Drachen sind genervt „Das hier ist, verdammt noch mal, kein Zirkus, nein, ein Drachental.“ Doch dann muss Furzipups pupsen und mit dem Hicksen von Hicksi entsteht ein gemeinsamer Rhythmus und sie musizieren zusammen. So endet das Buch mit einem Hoch auf die Freundschaft und mit einem Wort, dass sich auf „Schluss“ reimt.
    
    Sie Bilder sind wieder herrlich bunt und verrückt, dazu die tollen Reime, die ich so gerne vorlese und dann noch der Button mit dem „Hicks“, rundum gelungen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Du bist wichtig

    Du bist wichtig

    Christian Robinson

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ganz unterschiedliche Kinder halten ein Ende eines Schwungtuches. Da schaut ein Mädchen durch ein Mikroskop, sieht grüne Formen und erfährt, dass sie auch wichtig ist, wenn sie winzig ist. Und diese Erfahrung haben wir ja leider mit Corona gemacht. 
    In einem Gewässer schwimmen viele Tiere, doch eines nimmt einen anderen Weg, es schwimmt gegen den Strom. Salamander sind unterwegs und es ist gleichgültig, ob man erster oder letzter ist. „Selbst wenn dich alle für eine Plage halten“ zeigt eine Mücke, da fällt mir die Zustimmung doch schwer. Als nächstes werden Dinosaurier gezeigt, die ja immer von Interesse sind.
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    So gibt es noch einige Seite, die vielleicht auch der Erklärung bedürfen. Aber vieles kenne die Kinder auch durch eigenes Erleben und so endet das Buch mit der Titelaussagen „Du bist wichtig.“
    Zurzeit sind einige Bücher im Angebot, die eine ähnliche Aussage haben. Mir gefällt das Cover mit den Kindern sehr gut, die Seiten es Inhaltes sind mir manchmal zu abstrakt für Kinder. 
    
    Die Bilder sind sehr schön gemalt und die Texte sind kurz und beziehen sich immer auf den Titel.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Robin kommt

    Robin kommt

    Thomas Müller

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover mit dem Geburtstagskind auf dem Pferd und dem Caos lässt schmunzeln. Zum Geburtstag lädt das blonde Mädchen ihre drei Freund*innen Benni, Limar und Susi ein.  Doch nach dem Auspacken der Geschenke kommt Robin zur Türe herein. Robin ist eine braun-weiß geschecktes Pferd. Zunächst geht es wieder ins Kinderzimmer, in den wüsten Durcheinander „springt Robin über alle Hindernisse“ wie z.B. dem Schreibtisch. Das „fruchtbare Tal“ ist die Küche, in der der auf dem Tisch die Zutaten für den Kuchen erkennt.
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    „Ein steiler Aufstieg“ ist die Treppe, die Robin bewältigen muss. Im Bad kann man sich an einem „kühlen Bergsee“ erfrischen, um dann im Schlafzimmer ein Lager aufzuschlagen. So geht es lustig weiter, bis die Kinder Hunger bekommen.
    
    Die Bilder sind einfach richtig spaßig und erinnern in ihrer Art an Comics. Vor allem das große Pferd mittendrin (Lässt da Juli grüßen?) ist einfach zu schön.
    Die Texte, die nicht wirklich den Bildern entsprechen, die man sich aber mit Fantasie so vorstellen kann, sind sehr schön mit Augenzwinkern vorzulesen.
    Wer würde nicht gerne so seinen Geburtstag feiern?
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Jon und die vierte Zimtschnecke

    Jon und die vierte Zimtschnecke

    Corinna Antelmann

    Thais Mesquita

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Jeden Sonntag kauft Jon beim Bäcker drei Zimtschnecken, doch dann wird seine kleine Schwester geboren und er bringt vier Zimtschnecken mit. Seine Eltern lachen darüber und obwohl das Lachen nicht böse klang, verlässt Jon die Küche und geht in den Garten. Als er sich, die zwei Zimtschnecken in der Hand, fragt, was die essen soll, meldet sich der Baum.
    Auch er mag Zimtschnecken und Jon steckt sie zwischen die Blätter. „Happs verschluckt.“
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    So essen die beiden gemeinsam Zimtschnecken und Jon sieht den Baum als Freund. Als seine Schwester größer wurde flüchtete Jon vor ihrem Geschrei zum Baum. Nach dem Winter wachsen auf dem Baum Zimtschnecken und endlich ist Jule groß genug, um sie zu probieren.
    
    Die Bilder haben kräftige Farben und sind oft aus einer ungewöhnlichen Perspektive gemalt. Wenn sich alles um das Geschwisterkind dreht, ist es sicher schön, wenn man einen Rückzugsort hat und ein sprechender Zimtschnecken essender Baum ist da schon etwas ganz Besonderes. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Holla und die Grüne Neune – Band 3

    Holla und die Grüne Neune – Band 3

    Heike Kurtenbach

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    In diesem dritten Band hat die Eule, eine Mitbewohnerin von Holla, ein Problem. Bei ihrem abendlichen Flug bekam sie mehrfach Tannenzapfen an den Kopf geworfen und hat nun Beulen. Schon früh tauchen Hollas Freunde unter ihrem Baum auf und so erfährt sie, dass noch anderen Tieren im Wald und sogar die Mutter vom lieben Scholli eigenartige Dinge passiert sind. So wurden Krapfen gestohlen und damit die Türe des Kaninchenbaus zugebaut, so dass sich die Kaninchenfamilie erst durch das Gebäck futtern musste. 
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    Alle sind ratlos, bis der schweigsame Fuchs von einer Bande erzählt, die sich die Grüne Neune nennt. Da er weiß, wo sie wohnen, machen sich der liebe Scholli und Holla auf den Weg zu den bösen Gesellen. 
    
    Das Bilderbuch ist sehr schön illustriert und der Text erzählt eine spannende Geschichte in der Holla, die kleine, hilfsbereite Waldfee, mit ihrem Zauberstab und ihrem „Tibeling“ die Tiere im Wald vor weiterem Ärger bewahren kann. Sie ist einfach eine tolle Freundin.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Als Papa auf den Knopf drückte und wir fast von einem Dino gefressen wurden

    Als Papa auf den Knopf drückte und wir fast von einem Dino gefressen wurden

    Nicolas Gorny

    Kristina Nowothnig

    Ellermann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die Zwillinge Malte und Greta sitzen mit dem Zeitunglesenden Papa am Frühstückstisch, während Mama sich fertig macht und zur Arbeit fährt. Papa ist nicht so richtig gut organisiert und so sind sie wieder auf den letzten Drücker, als sie endlich los gehen. Papa kennt eine Abkürzung, die in den Stadtpark führt und dort beginnt ein verrücktes Abenteuer. 
    Sie werden von einem Ufo, das ein dreiäugiger, glitschig-grüner Schleimbatzen lenkt aufgesogen.
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    Leider ist das gebraucht gekaufte Ufo nicht mehr flugfähig und Papa, der glaubt, dass er ein Technikexperte sei, drückt auf einen Knopf. 
    Leider ist dieser Knopf der „Zufalls-Zeit-Verschieber“ und die vier landen bei den Dinos. Dummerwiese müssen sie dort aussteigen und können nur knapp dem Gefressen-werden entkommen. Ein neuer Knopfdruck bringt sie zu den Piraten und auch dort schauen sie dem Tod bereits ins Auge, weil Papas nette Ansprache bei der Piraten-Kapitänin nichts bewirkt. 
    Bei dem nächsten Versuch mit dem „Zufalls-Zeit-Verschieber“-Knopf geht es in eine schreckliche Zukunft. Da Papa hier, ohne von irgendetwas Ahnung zu haben, auf den richtigen Kopf drückt, hilft ihnen der Techniker aus der Zukunft, wieder ins Jetzt zurückzukommen.
    
    Ich habe die doch sehr lange Geschichte mit meinen fast 4-jährigen Enkel gelesen und wir haben viel gelacht und vor Spannung die Luft angehalten. 
    
    Die Geschichte vereint alle Elemente einer guten Erzählung, bringt aber am Rande auch Aktuelles mit ein. So ist die Mama dunkelhäutig und macht wohl einen wichtigen Job, aufgrund des Einblicks in die Zukunft, beschließen die Kinder mehr auf die Umwelt zu achten, weil es in 500 Jahren nicht so werden soll. Lediglich der Papa kommt irgendwie schlecht weg. Er ist nicht besonders organisiert und überschätzt sich ständig. 
    
    Ein witziges Buch mit schönen, wenn auch wenigen bunten Bildern.
    
    Dagmar Mägdefrau