• OMG! – Meine (unfreiwilligen) Ferien im Kloster

    OMG! – Meine (unfreiwilligen) Ferien im Kloster

    Cally Stronk

    Olivia Vieweg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Amys Mutter ist eine sehr beschäftigte Managerin und deshalb bucht sie für sich Amy und die kleine Schwester Fritzi eine Wellness-Auszeit in einem Kloster. Während Amys Freundinnen Post von exotischen Orten schicken, traut sie sich nicht Selfies zu machen, denn man würde sehen, dass sie in einem langweiligen Kloster mit lamen Holzmöbeln in einem kargen Zimmer gelandet ist. 
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    Zwei nervige Jungs ärgern nicht nur die anderen Kinder, sondern auch die sehr freundlichen Nonnen, die immer etwas positives sagen. Auch das Essen ist zunächst gewöhnungsbedürftig für die Pizza-Esserin Amy. Aber dann sind die Freizeitangebot doch ganz interessant. Aber trotzdem sucht Amy eine Möglichkeit diesen Urlaub vorzeitig zu beenden. Hilft da vielleicht schlechtes Benehmen, um rausgeschmissen zu werden? 
    Auf dem Cover sehen wir Amy und ihr Entsetzen, weil sie ihre Ferien in einem Kloster verbringen muss. Im Buch gibt es viele Illustrationen, die so viel Witz haben, genauso wie der humorvolle Text, der so viele ungewöhnliche Ideen beinhaltet, was man mit biblischen oder religiösen Begriffen alles anstellen kann. So wird im Kiosk der „Prayboy“ angeboten und gemeinsam wird „Mönchopoly“ gespielt.
    Ein Comic bei dem ich laut lachen musste und der mit Amy eine sympathische fast dreizehnjähriges Erzählerin hat, die trotz der langweiligen Location viele spannende Dinge erlebt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tage mit B.

    Tage mit B.

    Nikola Huppertz

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Buch des Monats Juli 2026


    Das Mädchen auf dem Cover dreht uns den Rücken zu, zeigt uns vielleicht auch die kalte Schulter. Düster wirkt es auf mich, keine Cover, nach dem ich im Laden sofort greifen würde. B., die Bernadette Otto heißt, aus Berlin kommt, und die beschlossen hat, dass sie nur noch das B ihre Namens nützen möchte.
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    Weil sie ein schwieriges Mädchen ist, haben die ratlosen Eltern sie zu ihrem Patenonkel geschickt. Henning ist zusammen mit seinen beiden Kindern Simon (13) und Käptn/Emilia (5) in Klein-Hilke auf einem Bauernhof mit Spielscheune im Urlaub. Als sie B. vom Bahnhof abholen, trägt sie, wie auch in der restlichen Erzählung, ihren zerknitterten Mantel und ihre Doc Martens-Schuhe. Sie hat in ihrer Segeltuchtasche viele Bücher und sie wählt den blanken Fußboden, um darauf zu schlafen. Sie schreibt in viel in ihre Hefte und einige Texte können wir mitlesen. Simon, der uns von diesen paar Tagen im Sommer erzählt, ist ein sehr empathischer Junge, so kümmert er sich liebevoll um seine kleine immer singende Schwester und erkennt sehr gut ihre Bedürfnisse und Gefühle. Mit B. tut aber auch er sich schwer, denn sie benimmt sich durchaus oft sehr seltsam und unvorhersehbar.
    Der Stil ist sehr ruhig und unaufgeregt, Simon, der Käferexperte, beobachtet sehr genau und ist oft hilflos, wenn es um B. geht. B. macht sich sehr viel Gedanken um das Leben, unsere Umwelt und die Geschichte des Ortes, die auch die Geschichte unseres Landes ist. Aber sie macht alles mit sich ab, sie öffnet sich Simon nur sehr zögerlich.
    Hat ein so junges Mädchen schon eine Schuld abzutragen für Dinge, die sie nicht verantwortet? B. scheint es so zu empfinden.
    Ich fand es nicht ganz einfach dieses Buch zu lesen, denn auch ich empfand B. als schwierig, was an meinem Alter liegen kann. Aber B. hat auch einiges bei mir angestoßen und ich werde sich noch oft an sie denken.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mira #sommerhaus #geister #livasgeheimnis

    Mira #sommerhaus #geister #livasgeheimnis

    Sabine Lemire

    Rasmus Bregnhøi

    Aus dem Dänischen von Franziska Gehm

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Comicartig wird der Sommer von Mira erzählt, sie berichtet uns ganz genau, was geschah. Aber vielleicht erzählt sie das auch nur ihrem Tagebuch?
    Noch vor den Ferien erfährt Mira zufällig, dass ihre beste Freundin Liva, mit der sie auch auf dem Cover zu sehen ist und die gleich nebenan auf dem Hausboot wohnt, gemobbt wird.
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    Da Liva auf eine andere Schule geht, kann Mira ihr dort nicht beistehen und ihre Mutter bemüht sich, dass Liva in Miras Klasse kommt, was ihr im nächsten Schuljahr auch gelingt. Zu Anfang des Buches werden einige Protagonisten vorgestellt und so erfahren wir, dass Miras Eltern getrennt sind und ihr Vater eine neue Frau hat. Deshalb hat Mira zwei Halbgeschwister. Mit dieser Familie reist sie in der zweiten Ferienhälfte nach Salinen. Aber zunächst geht es mit Mama und ihrem sehr sympathischen Freund in dessen Ferienhaus. Hier darf Mira sogar eine Übernachtungsparty feiern. 
    Mira hat schon ein ungewöhnliches Leben, sie lebt auf einen Hausboot und hat zwei nette Elternteile und viele Freund*innen. Besonders gut versteht sie sich mit Liva, die sie nach Kräften unterstützt. Insofern ist Mira eine tolle Freundin. Viele Themen werden in diesem Buch angeschnitten, so gibt es eine Geisterbeschwörung, die nur dem Gruseln dient. Mira findet, dass die Menschen am Strand sich nicht nackt zeigen sollten. Ein wichtiges Thema ist natürlich, dass ihre Freundin wegen ihrer Hautfarbe und ihres Aussehens gemobbt wird. Hier ist die Lösung ein Schulwechsel mit der Bemerkung, dass die Lehrer in der alten Schule das nicht so ernst nahmen. Ich hätte mir eine andere Lösung gewünscht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Taschenzauberei  

    Taschenzauberei  

    Judith Mohr

    Franziska Viviane Zobel

    Verlag Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Buch des Monats Januar 2026

    Das Buch unterscheidet sich schon durch sein ungewöhnliches Format von anderen Büchern. Auf dem Cover des Buches, das quer gebunden ist, sehen wir die Tasche mit den kleinen Behältern, die in der Geschichte eine große Rolle spielen wird.
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    Ben ist elf und hatte sich für seine Ferien etwas Besseres vorstellen können, als im Hotel der Eltern aushelfen zu müssen. Seine Schwester übernimmt die zweite Woche und so muss Ben zusammen mit seiner langweiligen Mitschülerin Lea an der Rezeption die Gäste in Empfang nehmen. Doch dann wird es eine sehr spannende Woche, denn die Anreisenden sind Hexen und Hexer. Sie manipulieren alle so, dass nur Ben und Lea wissen, dass sie kein Häkelverein sind. So erfahren die beiden Kinder eine ganze Menge über das Hexen, Poltergeister und magische Missgeschicke. Doch dann verbringen sie die zweite Ferienwoche damit, den rechtmäßigen Besitzer einer vergessenen Tasche mit vielen Zauberessenzen zu finden.
    Voller Fantasie und mit vielen verrückten Ideen ist dieses Buch geschrieben worden. Ich habe neugierig alle Erklärungen gelesen und war fasziniert vom Ideenreichtum. Ganz neue Einblicke in die Hexenwelt wurden da geboten und ich kann nur empfehlen, sich hier neuen Eindrücke zu holen. Es lohnt sich!

    Dagmar Mägdefrau