• Der Sommer, als wir die Weltherrschaft übernahmen      

    Der Sommer, als wir die Weltherrschaft übernahmen      

    Rieke Patwardhan

    Regina Kehn

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die Kinder zusammen mit einem Esel und einem Plakat zum Autoverbot.
    Denn genau darum geht es in diesem Buch: Auf der kleinen Insel Wegeland sollen die Touristen und die Einheimischen zukünftig auf Autos verzichten.
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    Als Alternative hat sich die neu gewählte Bürgermeisterin überlegt, Eselkutschen anzuschaffen.
    Die sehr unterschiedlichen Zwillinge Fili und Karo fahren zusammen mit ihrem kleinen vorlauten Bruder Jeps mit der Fähre nach Wegeland, um dort ihre Ferien zu verbringen. Ihre Patentante Flora ist die neue Bürgermeisterin und sie hat Pläne, mit denen einige andere Bewohner, insbesondere ihr Nachbar Böcki, nicht einverstanden sind. Flora hat gleich drei Esel gekauft, die Kutschen ziehen sollen. Leider benehmen sich die Tiere sehr störrisch und die Kinder haben eine Menge Probleme mit ihnen. Als dann Flora für einige Zeit ins Krankenhaus aufs Festland muss, werden die Kinder immer wieder angefeindet und die Inselbewohner spalten sich in zwei Lager. Zum Glück können die drei Geschwister mit Hilfe der Inselkinder einiges bewegen.
    Fili erzählt uns die Erlebnisse diese Sommers mit viel Humor, aber der Kampf der Kinder für eine bessere Umwelt wird auch sehr dramatisch geschildert. Böcki handelt am Ende sogar so, dass es zu einem Unglück hätte kommen können. Zudem erfahren wir einiges über Esel und dass man sie nur mit viel Geduld dazu bekommt zu gehorchen.
    Sympathische und sehr engagierte Kinder, eine tolle Landschaft und politische Verwicklungen, die gut verständlich sind, machen das Buch zu einer sehr interessanten Lektüre. Die im Buch verstreuten Zeichnungen gefallen mir ebenfalls sehr gut und lockern die Geschichte zusätzlich auf.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der kleine Herr Jaromir

    Der kleine Herr Jaromir

    Martin Ebbertz

    Jens Rassmus

    Razamba

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Die besten 7 Bücher für junge Leser

    Kinderbuch des Monats

    Belgischer Jugendliteraturpreis

    Auf dem Cover kann man noch nicht erkennen, dass der Herr Jaromir klein ist, erst auf seine 12 gibt es eine Zeichnung, auf der man erkennen kann, wie klein er doch ist. 
    Herr Jaromir ist in die Stadt gezogen und wohnt dort in einem der vielen gleichen Hochhäuser.
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    Im Aufzug kann er nur den Knopf der vierten Etage drücken und die restlichen zwei Stockwerke die Treppe benutzen. Zunächst möchte Herr Jaromir seine neue Umgebung kennenlernen, doch leider sind alle Häuser gleich und er hat sich nicht seine neue Hausnummer gemerkt. So ist er froh, dass ihm die Fahrer des Umzugsunternehmens helfen können. Herr Jaromir hat keine Arbeit, er hoff, dass er in der Stadt eine Anstellung finden wird, aber trotzdem muss er einkaufen und so geht er in den großen Supermarkt. Die Gedankengänge, die Herr Jaromir beim Einkaufen hat sind einfach total witzig. So kauft er am Ende drei Gläser Sesampaste, deren Geschmack er nicht kennt und die ihm an Ende nicht schmeckt. 
    So stolpert Herr Jaromir, ein weinig naiv, in immer wieder neue kleine Abenteuer. Erlebt alltägliches mit verwundertem Staunen und geht so fröhlich durch den Tag.
    Eine zarte, poetische Geschichte von einem kleinen Mann, der die Welt entdeckt und uns auf diese Entdeckungstour mitnimmt. Die wunderschönen Zeichnungen machen das Buch, dass in diesem Jahr neu aufgelegt wurde zu einem besonderen Leseerlebnis. Obwohl die Erstausgabe dieses Buch schon 2002 erschien, ist es immer noch sehr lesenswert.

    Dagmar Mägdefrau

  • Frei – Bester Anfang – Band 3      

    Frei – Bester Anfang – Band 3      

    Sarah Welk

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Das Cover entspricht den beiden vorherigen Büchern und ist diesmal grellgrün: Es ist Koray, der über die Buchstaben springt und er ist diesmal der Erzähler.
    Koray ist im ersten Band mit seiner Mutter aus Dubai nach Rottloch zurückgekommen.
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    Seine Mutter hatte als Influencerin viel verdient, wurde aber durch einen Freund böse betrogen und muss nun schauen, wie sie ihr Leben in den Griff bekommt. Koray möchte von seiner Mutter wissen, wer sein Vater ist und er vermutet, dass ein Mann aus dem kleinen Dorf, das seine Mutter ohne Schulabschluss verlassen hat, sein Vater ist. Sein Freund Nico unterstützt ihn bei den Recherchen und er hat auch schon eine Vermutung, denn auf einem Foto ist ein ehemaliger Mitschüler Koray ähnlich. Die Freunde machen sich auf zur „Alten Schrauberei“, einem angesagten Lokal, das Ken gehört. Hier lernt Koray Marc kennen, der ihn ein wenig aus der Fassung bringt. 
    Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, es ist spannend und sehr unterhaltsam geschrieben. Korays Gefühle bei der Suche nach seinem unbekannten Vater und die Zuneigung, die er für Marc empfindet, werden sehr einfühlsam beschrieben. Aber auch die Wut, die er wegen des Schweigens seiner Mutter, empfindet, war gut nachzuvollziehen.
    Richtig spannend wird es dann, als Koray erfährt, wer sein Vater ist. Ich war auf jeden Fall sehr erstaunt über diese Lösung.
    Ein toller dritter Band und ich bin gespannt, was Nina und Nico noch erleben werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Seit dir steht mein Leben Kopf

    Seit dir steht mein Leben Kopf

    Christine Fehér

    cbt

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Das Cover zeigt eine Schnur mit Bildern und einem paar geringelten Söckchen. Diese Schnur hängt die junge Mutter an die Wand ihres Zimmers in der Wohngruppe.
    Aber zunächst wohnt die 16-jährige Fiona noch zusammen mit ihrem Baby bei ihrer alleinerziehenden Mutter.
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    Obwohl Pepe die Ansprüche eines Säuglings hat, schafft die junge Mutter es sehr gut, ihn zu versorgen, sie stillt ihn sogar ohne Probleme. In die Schule geht Fiona zurzeit nicht, denn sie fokussiert sich auf ihre Mutterrolle. Der Vater des kleinen Pepe macht bald Abitur und muss viel lernen, trotzdem kommt er regelmäßig zu seiner kleinen Familie und kümmert sich liebevoll um seinen Sohn. Aber Fiona ist oft unzufrieden mit der Hilfe von Lukas und ihrer Mutter, die sich frisch verliebt hat. Manchmal ist Fiona dann auch ungerecht und sieht nur ihre Situation, die sicher nicht ganz einfach ist. 
    Das Buch berichtet aus Sicht einer 16-jährigen Mutter über ihren Alltag und die Probleme, die dieser mit sich bringt. Die berufstätige, frisch verliebte Oma kann nicht immer für die beiden da sein und der junge Vater lernt zunächst und macht dann eine Reise und genießt sein Leben nach dem Abi-Stress. Fiona möchte auch wieder in die Schule und einen Abschluss machen, aber ihr ist das Schülerinnenleben inzwischen fremd geworden. Daneben stillt sie immer wieder ihr Kind, wickelt es und versucht, es zum Schlafen zu bringen. Ich muss leider zugeben, dass mich das Lesen dieser Careaufgaben selbst etwas ermüdet hat. Schlimm genug, wenn mir persönlich von solchen Tagen berichtet wird. Jede Mutter kennt das und ich befürchte junge Leser*innen werden da eher abgeschreckt und ob sie das von einer frühen Schwangerschaft abhält, halte ich für unwahrscheinlich.
    Ich ziehe meinen Hut davor, wie gut Fiona ihren Alltag meistert und ich gönne der jungen Familie, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen, befürchte aber, dass das Thema nicht viele junge Menschen anspricht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Eagle Rider – Deine Kraft findet dich – Band 1  

    Eagle Rider – Deine Kraft findet dich – Band 1  

    Britta Sabbag

    Raimund Frey

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Eine wunderbare Geschichte über Mut, Freundschaft und Selbstvertrauen: Tyls Traum ist es, ein Ritter zu werden – doch aufgrund seiner schmächtigen Statur traut ihm das kaum jemand zu. Als er jedoch einen verletzten Adler im Wald findet und gesund pflegt, verändert sich sein Leben auf besondere Weise. 
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    Der Adler Eylo wird zu seinem treuen Begleiter, und gemeinsam geraten sie in ein spannendes Abenteuer im Tal der Adlerreiter.
    Bereits das Cover lässt erahnen, dass es sich um eine mitreißende Abenteuergeschichte handelt. Die Illustrationen sind sehr schön gezeichnet. Zu Beginn war ich dennoch etwas skeptisch, ob das Buch wirklich für achtjährige Kinder geeignet ist. Die Beschreibungen von Tyls Zuhause im 12. Jahrhundert sowie die Illustrationen wirkten zunächst eher düster. Doch mit dem Auftauchen von Eylo wandelt sich die Stimmung spürbar: Die Geschichte entwickelt sich zu einer berührenden Erzählung über eine tiefe Freundschaft zwischen Mensch und Tier und verliert dabei ihre anfängliche Schwere.
    Ab diesem Moment hat mich die Geschichte vollkommen in ihren Bann gezogen. Sie vermittelt auf einfühlsame Weise wichtige Werte wie Zusammenhalt, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Kraft von Gemeinschaft. Besonders schön ist zudem, dass ungebräuchliche Begriffe kindgerecht innerhalb der Geschichte erklärt werden.
    Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band und bin überzeugt, dass sich diese Reihe zu einer großartigen Abenteuerreihe für junge Leserinnen und Leser entwickeln wird!!!

    Katrin Hemmerich


  • Lino Veneziano – Ein Superschnüffler auf eiskalter Spur

    Lino Veneziano – Ein Superschnüffler auf eiskalter Spur

    Andreas Hüging

    Angelika Niestrath

    Sarah Garbers

    Penguin

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Niedlich sieht er aus unser kleiner Lino und in der Gondel sehen wir Contesa Loretta, die Pudeldame, die ihn in Venedig unterstützt. Auf der Treppe sehen wir den Polizisten Benedetto, der übergewichtig, faul und dumm ist.
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    Aber leider sind das nicht seine schlimmsten Fehler. Er furzt und kündigt den Gestank auch noch mit einer Zahl an, um darauf hinzuweisen, dass man so lange seine Nase zuhalten sollte. Irgendwie nerven mich diese Figuren in Kinderbüchern, die ständig furzen müssen.
    Aber erstmal zur Geschichte: Lino, der mit seinem Segelboot WUFF 2 lange auf dem Meer unterwegs war, erfährt durch eine Flaschenpostwerbung von dem „weltköstlichsten Eis“, das es in Venedig gibt. Weil sein Hundefutter zu Ende geht, beschließt er, dort anzulegen. Da er gerne die Bücher von „Supernase“ liest, träumt er davon, auch mal einen Fall zu lösen und die Chance ergibt sich, weil die geheimen Rezepte dieses leckeren Eis gestohlen wurden. Aber zunächst muss sich Lino in Venedig mit Ratten und Möwen herumschlagen, die in der Lagunenstadt das Sagen haben. Es passiert noch so einiges, bis Lino mit Unterstützung der Contesa Loretta den Fall lösen wird.
    Lino versucht zwar sich an den Erfahrungen seines Vorbilds Supernase zu orientieren, aber leider kombiniert er nicht sehr viel, das meiste geschieht zufällig und die Lösung wird ihm im Kühlschrank serviert. Es wird aber sehr viel von Venedig erzählt und das macht das Buch zu einer sehr schönen Urlaubslektüre. Die herrlichen Illustrationen laden dazu ein, sich die Schauplätze einmal anzuschauen.

    Dagmar Mägdefrau
  • So wohne ich und du?

    So wohne ich und du?

    Saskia Gwinn

    Adam Ming

    Übersetzung: Andreas Held

    DK

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre


    Dieses liebevoll gestaltete Sachbuch für Kleinkinder nimmt seine jungen Leserinnen und Leser mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Tiernester. Im Mittelpunkt steht ein kleiner Kolibri, der zunächst überzeugt ist, dass sein eigenes Nest das allerbeste ist. Doch auf seiner Reise begegnet er den Nestern von 49 weiteren Tieren – und schnell wird klar: Jedes Nest hat seine ganz eigenen Besonderheiten.
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    Der Aufbau des Buches ist dabei besonders gelungen. Die Geschichte rund um den Kolibri führt kindgerecht durch das Sachthema und schafft einen roten Faden, der neugierig macht. Auf jeder Doppelseite wird eine neue Tierart vorgestellt, deren Nest sowohl durch wunderschöne Illustrationen als auch durch kurze, leicht verständliche Texte nähergebracht wird.
    Die detailreichen Bilder laden zum Entdecken ein und regen dazu an, die Seiten immer wieder anzuschauen. Kinder können spielerisch erraten, welches Tier als nächstes auftaucht, und dabei ganz nebenbei viel über die Vielfalt der Tierwelt lernen.
    Insgesamt ist dieses Buch ein rundum gelungenes Sachbuch für Klein- und Vorschulkinder, das Wissen anschaulich, kreativ und mit viel Liebe zum Detail vermittelt.

    Katrin Hemmerich
  • Das Nest in meinen Zweigen

    Das Nest in meinen Zweigen

    Anna Taube

    Carmen Saldaña

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Pappbilderbuch begleitet einen Tulpenbaum, der zur Gattung der Magnolien gehört, in zwölf Bildern durch das Jahr.
    Es beginnt im Schnee mit kahlen Zweigen und einem Schneemann. Eine Katze, ein Eichhörnchen und einige Vögel sind zu sehen. Zwei Fragen sprechen die kleinen Zuhörenden an. Im Frühling seht ein Dreirad unter dem Baum und Krokusse schauen aus der Erde. „Wer streckt seine Schnauze aus dem Laubhaufen?“

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    Bald darauf sehen wir, dass die Knospen sich öffnen und auf der nächsten Seite voll erblühen. Die Stieglitze haben Eier im Nest, die Frage bezieht sich auf die zwei Katzen. Nach den Blüten kommen die Blätter und mit ihnen die Vögel. In der Nacht gleiten die Fledermäuse über den Himmel. Im Sommer spendet der Baum Schatten für die jungen Kätzchen. Dann färben sich die Blätter und unter dem Baum liegt eine Picknickdecke. Wenn die Blätter braun werden, machen sich die Zugvögel auf den Weg. Nach den Herbststürmen kommt so langsam wieder der Winter. Der Baum ist müde nach dem langen Jahr und er freut sich über die Freunde, die ihn begleitet haben. 

    Das Buch zeigt anschaulich und kindgerecht wie das Wetter und damit die Landschaft sich übers Jahr verändert. Es gibt so vielen zu entdecken und die kleinen Fragen weisen zusätzlich auf einiges hin. Ein wundervolles Sachbuch für die ganz Kleinen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Kant oder was ist hinter dem Weltraum

    Kant oder was ist hinter dem Weltraum

    Jon Fosse

    Akin Düzakin

    Aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Der Autor Jon Fosse wurde 2023 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet und hier haben wir eine Bilderbuch für Grundschulkinder zum Vor- oder Selberlesen. Es hat großformatige, wunderschöne Illustrationen, die die Geschichte hervorragend unterstützen.
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    Das Cover zeigt Kristoffer in seinem Bett und die Angst, die er vom Nachdenken bekommt, kannst du seinem Gesicht ansehen. In der Hand hält er einen Comic, denn die liest Kristoffer am liebsten. Kristoffer ist 8 Jahre alt und in der dritte Klasse, da morgen wieder Schule ist, soll er bald schlafen. Aber Kristoffer denkt nach über den Weltraum und wie er wohl enden könnte. Das Nachdenken macht ihm Angst und er ruft seinen Vater, der im Wohnzimmer liest. Er tröstet und streichelt Kristoffer und gemeinsam überlegen sie, was sein könnte. Der Vater erwähnt Kant und meint, dass Kristoffer später seine Bücher lesen könne. 
    Ich konnte mich sehr gut in Kristoffer und seinen Überlegungen hineinversetzten und einem Kind in seinem Alter wird es ähnlich gehen. Ein sehr einfühlsam geschriebenes, philosophisches Buch, verständlich schon für neugierige Grundschulkinder.
    Lediglich der Satz „Wegen dem Weltraum“ tut mir ein wenig weh, schade, dass der Genitiv tot ist.

    Dagmar Mägdefrau
  • Herr Hütchen sagt Gute Nacht- Band 2

    Herr Hütchen sagt Gute Nacht- Band 2

    Katrin Pokahr

    Barbara Scholz

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Mit seinem Leuchtpilz, eine Art biologischer Taschenlampe, leuchtet Herr Hütchen, eine Eichel, der Beine gewachsen sind, auf die schlafenden Tiere. Denn Her Hütchen ist dafür zuständig, dass die Tiere brav einschlafen.
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    Seine Stationen im Wald sind mit Zahlen gekennzeichnet und hinten im Buch sind runde Zeichnungen, die ausgeschnitten in die Felder geklebt werden können. Im ersten Teil wird uns das Eichelmännchen vorgestellt und im nächsten Abschnitt treffen wir auf seinen Freund, den Klickklack, einen Käfer mit Uhr auf dem Bauch, der Herrn Hütchen am Abend weckt, damit der seiner Arbeit nachgehen kann. 
    Im ersten Kapitel treffen die beiden im Wedelwald auf den Wolf, der einen Alptraum hatte, und Herr Hütchen kann ihn davon überzeugen, mutig zu sein und dann wandelt sich der Traum völlig und unser Wolf muss keine Angst mehr haben.
    So lernen wir eine Menge Tiere kennen, die nicht einschlafen können oder wollen und unser kleines Eichelmännchen weiß immer Rat und hat eine Lösung parat. Neben dem vielen schönen Illustrationen, die so gemütlich aussehen, ist jedes Kapitel sehr tröstlich und liebevoll geschrieben. Jeder wird sich wünschen, dass Herr Hütchen am Abend vorbeikäme und immer eine hilfreiche Idee mitbringt oder uns einfach in den Arm nimmt. Da macht es nichts, dass auch nachtaktive Tiere schlafen und die Größenverhältnisse nicht immer stimmen. Im Wedelwald ist das nicht so wichtig, Hauptsache am Ende sind auch die Kinder müde und die Vorlesenden können das Lesebändchen weiter hinten im Buch einklemmen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Erde nervt! Und Mond haut ab

    Erde nervt! Und Mond haut ab

    David Duff

    Moemi Vola

    Aus dem Englischen von Kristina Kreuzer

    Von Hacht

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir den Mond mit brummigen Gesicht und einem Rucksack auf langen Beinen davon stolzieren. „Mond und Erde hatten Streit“ so beginnt der Text und beide wenden sich sauer voneinander ab. Keiner gibt nach und „der Mond hat die Nase voll.“ 
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    Er macht sich auf und trifft auf die Venus. Sie ist heiß und hat eine „schädliche Atmosphäre.“ Da geht es weiter zum Merkur, der sich sehr schnell bewegt und so ist der Mond bald bei der Sonne angekommen und muss feststellen, dass sie zu heiß ist. Mit einem traurigen und sehnsüchtigen Blick auf die Erde, ist das nächste Ziel der Mars. Beide Namen beginnen mit M, doch der Mars hat schon zwei Monde. Und der riesige Jupiter sogar 95!
    Die Bilder sind sehr kindlich gezeichnet und die Himmelkörper haben bekleidet Beine und die Sonne trägt eine Sternensonnenbrille. Aber vielleicht kommen den Kindern die Planten gerade deshalb so vertraut vor und vielleicht können sie sich das Planetensystem so besser vorstellen und merken? Aber das Wichtigste ist natürlich, dass Erde und Mond sich am Ende wieder vertragen und den wichtigen Satz „Es tut mir leid“ aussprechen. Denn wäre es nicht schrecklich, wenn der Mond abhauen würde?

    Dagmar Mägdefrau



  • Lange Schlange stehen

    Lange Schlange stehen

    Kathrin Schärer

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover zeigt uns einige der genial gezeichneten Tiere, die hintereinanderstehen und es geht auf jeder der folgenden Seiten so weiter. Und dann ist dort der Eisstand, vor dem sie Schlange stehen. 
    Jedes einzelne der abgebildeten Tiere schaue ich mir ganz in Ruhe an und es gibt so viel zu entdecken, so hat Frau Bär ihr Baby in einer Trage umgebunden. Dann muss man das Buch hochkant stellen, denn die nächste Schlange steht im Freibad am Sprungturm und an der Rutsche.
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    „(Sch)lange stehen vor dem Klo“ zeigt die nächste Seite und die Tiere stehen schon in Kurven vor dem Häuschen mit dem Herzchen. Frau Känguru lässt die Schüler vor dem Ausflug in einer Reihe anstehen. Und die Schlange an der Supermarktkasse ist so lang, dass die Seiten ausklappen müssen. Oder sollte man die Schlange wechseln? Wer kennt das Problem nicht? Geburtstag, Jahrmarkt, Schoko-Laden folgen und dann ist da noch eine richtige Schlange. O weh!!!
    Wer kennt es nicht, das leidige Schlangestehen, es ist langweilig und kostet uns Nerven. Hier gibt es so viel zu sehen und zu entdecken, da sollten wir das Buch am besten mitnehmen und beim Schlange stehen anschauen. Die Texte sind ja nur ganz kurz und auch ohne sie kann man die Bilder anschauen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Huhn kommt selten allein

    Ein Huhn kommt selten allein

    Jowi Schmitz

    Aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Das Huhn, das irgendwie eine Veränderung in Romeos Leben markiert, nennt er Tock. Eines Abends sitzt es plötzlich auf seinem Balkon, genau zu dem Zeitpunkt, an dem Romeo ein wenig Trost gut gebrauchen kann. Denn sein Vater ist schwer krank, seine Mutter kocht streng riechendes „gesundes“ Essen und auch die Jungs in der Schule gehen ihm auf die Nerven.
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    Tock gehört zu den neuen Nachbarn, die ein Zentrum für Wachstum und Entwicklung betreiben. Am nächsten Tag lernt Romeo im Unterricht deren Tochter Jessi kennen. Ohne große Scheu erzählt sie von sich und sogar von ihrer verstorbenen Mutter.
    Jessi wird genau die Freundin, die Romeo in dieser Zeit braucht. Während er verzweifelt versucht, an seinem Vater festzuhalten, noch Dinge mit ihm zu erleben und gleichzeitig Schwierigkeiten hat, über seine Gefühle zu sprechen, ist Jessi da. Mit ihrer direkten und intensiven Art gibt sie Romeo genau das, was er in dieser Phase braucht – auch wenn er selbst das zunächst gar nicht erkennt.
    Ich glaube, jede und jeder braucht in schwierigen Zeiten eine Freundin wie Jessi und generell Menschen, die einfach da sind.
    Besonders berührend ist die Darstellung von Romeos Trauerprozess: sich von jemandem verabschieden zu müssen, der eigentlich noch da ist, aber nicht mehr derselbe wie früher; zu wenig Zeit zu haben; und als Kind kaum Möglichkeiten zu finden, mit dieser Situation umzugehen. Das wird in der Geschichte sehr einfühlsam und bewegend erzählt.
    Ich habe jede einzelne Figur (und jedes einzelne Huhn) ins Herz geschlossen. Für mich bietet diese Geschichte einen sehr empathischen Zugang zum Thema Tod: Sie bringt eine gewisse Leichtigkeit hinein, ohne die Schwere des Themas kleinzureden.

    Raphaela Brosseron

    Romeo, auch Ro genannt, hört eines Abends komische Geräusche auf seinem Balkon. Dort sitzt plötzlich ein Huhn. Es gehört zu den neuen Nachbarn von gegenüber mit der Tochter Jessie, die in Romeos Klasse kommt. Jessie weiß auch, wie es ist, wenn ein Elternteil stirbt. Das ist schrecklich, aber für Romeo ein guter Zufall. Denn sein Vater ist schwer krank und wird bald sterben. Er wünscht sich, noch einmal in der Wüste in Amerika zu stehen. Die beiden freunden sich an und versuchen gemeinsam, Arthurs letzten Wunsch zu erfüllen.
    Sterben und Tod sind in der Gesellschaft immer noch schwierige Themen, vor allem bei jüngeren Menschen. Umso schöner fand ich es, dass sich eine Geschichte genau damit beschäftigt. Als ich das Buch gelesen habe, habe ich gelacht und auch geweint. Es ist so liebevoll, verständnisvoll und in vielen Situationen humorvoll beschrieben, dass ich das Buch sehr empfehlen kann. Die Gedanken und Gefühle sind sehr real dargestellt, und man kann viele Dinge besser verstehen, die man – wenn möglich – lieber weit von sich wegschiebt. Um sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, ist dieses Buch sehr gelungen!

    Katrin Hemmerich
  • Im Namen des Spektakels – Abenteuer: Gedichte

    Im Namen des Spektakels – Abenteuer: Gedichte

    Nils Mohl

    Halinka Kirschner

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Buch des Monats April 2026

    Kinderlyrik muss keine ernste, langweilige Geschichte sein, dieses Buch zeigt, dass Gedichte auch Spaß machen können. Schon das Cover zeigt uns einige schräge Figuren - einen Vampir und Batman. 
    Am Anfang des Buches können wir einen Gruß vom „Dichterbiest“ lesen und dann geht`s los „Im Namen des Spektakels“.
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    Es tauchen auch immer wieder ein Kind mit Maske und Umhang und ein zotteliges Wesen auf, die mit Sprechblasen versehene kleine Reime absondern. So fragt der Zottel „wann werden piraten es endlich mal kapieren?“ und das Kind antwortet „schatzkarten lassen sich auch laminieren!“ Ich finde, dass ist mal ein echter Tipp an die Freibeuter der Meere. Wisst ihr, was ein „Kauarbeiter“ ist? - Das ist einer, der ständig Kaugummi kaut. Sehr gut gefallen mir auch die „friedlinge“, kleine Wesen, die auf einem „schnuckeligen aterioden“ zu Hause sind und die, wie ihr Name sagt, sehr friedlich zusammenleben. „zuckerwattenträume“, dieses Gedicht ist ein echter Zungenbrecher, so zuckrig ist es. Es gibt auch einige „Quick-Quiz-Rate-Runden“, deren Lösungen wir hinten im Buch finden. 
    Ihr habt es wahrscheinlich schon bemerkt, in dem Buch wurde auf Großschreibung verzichtet. Die Illustrationen sind einfach wunderbar humorvoll, schrill und kantig, Die Texte beschränken sich in manchen Zeilen auf ein Wort, trotzdem ist ihre Aussagekraft groß und das Lesen macht einfach Spaß. Ich kann da so viel Witz und Freude spüren, das schreit förmlich nach einem „Nochmal!!!“

    Dagmar Mägdefrau


  • Alle Mucklas einsteigen! 

    Alle Mucklas einsteigen! 

    Sven Nordqvist

    Deutsch von Iris Schubert und Sarah Nünning

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Bahnhof und davor den Zug, den der Lokführer anheizt. Wir befinden uns am Bahnhof von Mucklabü und zwei Mucklas sitzen bereits im Anhänger, da kommt das Schwein angelaufen, es will auch noch mitfahren. 
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    Oben im Apfelbaum hängt ein Poster, darauf steht „2+1=3“. Am nächsten Bahnhof steigt das Schwein wieder aus und zwei andere Mucklas steigen zu. Auf dem Stein ist die Rechnung zu sehen „3-1+2=4“. Und so geht es weiter, es wird noch ein Wagen angehangen, weil mehr als 10 Mucklas nicht in den Wagen dürfen. Der Lokführer fragt immer wieder mal nach der Anzahl der Reisenden und als die Zahlen immer größer werden, meldet sich ein Fröhlicher zu Wort und tippt Zehntausend. Der kleine Zug kommt am Ende wieder nach Mucklabü zurück und die zwei Mucklas Plus und Minus, die am Anfang im Wagen saßen, wollen noch eine Runde fahren, so kann das Buch wieder von vorne beginnen.
    Die Illustrationen wirken so vertraut, auch wenn es nicht um einen kleinen Kater, sondern um ungewöhnliche Tiere geht. Die Rechenaufgaben werden immer schwieriger und die Personen zu zählen, ist nicht wirklich eine Lösung, da die Aussteigenden und Einsteigenden nebeneinander stehen. Ich glaube, mit so netten Reisenden macht das Rechnen richtig Spaß, zumal die Aufgaben ja immer auf den Seiten zu finden sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alexander

    Alexander

    Ferdinand von Schirach

    Penguin

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Der Autor hat auch die Bilder zu diesem Buch gezeichnet und so sehen wir Alexander mit seinen in alle Richtungen stehenden Haaren auf der Mauer sitzen und angeln.
    Der Vater von Alexander ist eigentlich Tuchhändler, wie alle in seiner Familie, aber noch viel lieber zeichnet er und so hat er seinem kleinen Sohn viele Tiere an die Wand seines Zimmers gemalt.
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    Alexander mag besonders den Elefant und er ist überzeugt, dass der seinen Schlaf bewacht. Doch dann streitet der König von Kaliste, wo die Familie bisher friedlich gelebt hat, mit seinem Nachbarn und so kommt es zum Krieg, indem der Vater stirbt. 
    Die Bürger von Kaliste möchten verhindern, dass wieder ein Tyrann ihre Stadt beherrscht, deshalb möchten sie Gesetzte, die sie davor bewahren. Gemeinsam kommen sie auf die Idee, dass nur ein Kind geeignet ist, ein solches Gesetz zu benennen. Nachdem Alexander ein Rätsel lösen konnte, wird er in die Hauptstadt geschickt, um Erfahrungen zu sammeln. Da inzwischen der General des Nachbarreiches eine Frist von sieben Tagen vorgegeben hat, bis sie die Stadt angreifen wollen, eilt die Zeit. Doch Alexander ist ein sehr kluger Junge und er kann sehr gut zuhören und beobachten. So vertrauen ihm die Bürger von Kaliste zu Recht, denn Alexander kann ihnen am Ende sagen, was das wichtigste Gesetz ist.
    Ich glaube, wir können sehr viel von Alexander lernen, auch wir Erwachsenen. Die Erzählung spielt im antiken Griechenland und so begegnen Alexander ein Philosoph, der in einer Tonne wohnt, und ein putzendes Orakel. Das Faszinierendste aber sind die Schlüsse, die Alexander aus seinem Erleben zieht. Es wäre sehr schön, wenn dieses Buch vielen Menschen zeigen würde, wie wichtig es ist, Gesetze gegen die Tyrannei einzelner Herrscher anzuwenden und die Demokratie zu stärken.

    Dagmar Mägdefrau

  • Don’t Stop the Music – Unsterbliche Popstars und was sie verbindet    

    Don’t Stop the Music – Unsterbliche Popstars und was sie verbindet    

    Ariana Zustra

    Susanne Harrison

    Mixtvison

    Ohne Altersangabe

    Schon das Cover zeigt ein zweigeteiltes Portrait und so finden auch im Buch immer zwei Künstler*innen, die von der Autorin zusammengefügt worden sind. Nach dem Vorwort geht es gleich mit Madonna und Lady Gaga los, die hier als Chamäleons bezeichnet werden, weil sie sich immer wieder neu erfinden. 
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    Aber wir finden auch die Kelly Family neben Ed Sheeran, weil beide ihre Weltkariere mit Straßenmusik begonnen haben. Unter der Überschrift „Größte Konzerte“ werden neben Elvis Presley die Rolling Stones erwähnt. Dazwischen werden „Einflussreiche Alben der Musikgeschichte“ aufgelistet. Die zum Club 27 gehörenden, viel zu früh verstorbenen Stars wie Janis Joplin und Amy Winehouse. Die Supremes und die Spice Girls, die es auch in auf die Leinwand geschafft haben, sind genauso gut vertreten, wie Michel Jackson und Beyoncé, die von ihren Vätern gepusht wurden. Weiter hinten treffen wir auf die deutschen Gewinnerinnen des Eurovision Song Contest, Nicole und Lena. 
    Das Buch umfasst wirklich alle Popgrößen vom Rock ´n Roll über Countrymusik bis hin zu Hiphop und Latin-Pop. Da wird von Betrügereien berichtet und von Coverversionen, die bekannter wurden als das Original. Daneben gibt es Seiten über kuriose Fakten und das größte Wohltätigkeitskonzert.
    Die kleinen biografischen Texte über die Künstler*innen lassen sich sehr gut lesen und die Illustrationen sind schrill, bunt und poppig und damit passen sie hervorragend zum Thema.

    Dagmar Mägdefrau


  • Fische sind Scheiße  

    Fische sind Scheiße  

    Christian Linker

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Till lebt seit dem Tod seiner Oma mit seinem süchtigen Vater zusammen. Zum Glück gibt es Flocke, eine riesigen Irischen Wolfshund, den Till trotz seiner 11 Jahre gut versorgt. Doch dann fällt sein Vater ins Koma und Tills Welt wird eine andere. 
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    Er kommt in eine Wohngruppe für Jugendliche und Pawel, mit dem er ein Zimmer teilt, erweist sich als guter Freund. Doch Flocke kann dort nicht wohnen und muss ins Tierheim. Als Till ihn dort besuchen will, erfährt er, dass Flocke vermittelt wurde. Für Till bricht eine Welt zusammen, er wütet und kann sich kaum beruhigen. Um den Hund zurückzubekommen, machen sich Pawel und Till auf einen Roadtrip an die Holländische Küste. Eine spannende Zeit für die beiden, die beinahe schlimm endet.
    Erfindungsreich schlagen sich die beiden Jungen nach Holland durch und lernen sich dabei sehr gut kennen. So einen guten Freund wie Pawel hatte Finn noch nie. So sind die beiden sehr zufrieden mit der Unterbringung in der Wohngruppe, die Erzieherinnen und Erzieher sind sehr engagierte Menschen, die in den Jugendlichen das Individuum sehen.
    Ein spannendes Buch, dass uns Einblicke in das Leben Jugendlicher gibt, die nicht in ihren Familien leben können.

    Dagmar Mägdefrau