• Emil und die Bärin

    Emil und die Bärin

    Leonard Erlbruch

    Kunstmann

    Leseempfehlung 3 Jahre

    Das Cover zeigt Emil, den niedlichen Hund, der ganz fröhlich auf die Bärin zugeht. 
    Zusammen mit seiner Familie fährt Emil im Kombi in den Wald. Da er sehr ängstlich ist, beschließt er, nicht auszusteigen, sondern es sich unter der Decke bequem zu machen. Doch ein interessanter Geruch lockt ihn dann doch aus dem Wagen.
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    Leider fährt seine Familie weg, ohne zu überprüfen, ob Emil im Auto ist. Emil folgt verzweifelt der Spur und muss sogar allein im Wald übernachten. Doch dann trifft er auf die Bärin Gisela, die sich schon auf ihren Winterschlaf eingestellt hat. Trotzdem verbringt sie einige Zeit mit Emil und nimmt ihn dann mit in ihre Höhle. Im Laufe des Winters bekommt sie zwei Bärenkinder, denen sie gemeinsam mit Emil alles beibringt, was sie zum Überleben brauchen. So wird aus dem kleinen ängstlichen Emil ein selbstbewusster mutiger Hund, der sich dann auf den Weg zu seiner Familie macht. 
    Die wundervollen Naturbilder von den Tieren begeistern mich und sicher auch die Kinder. Dass dieser niedliche Hund sich dann so viel traut, macht uns selbst auch etwas mutiger, selbst wenn wir keine erfahrene Bärin an unserer Seite haben.
    Da Emil am Ende wieder zwischen seinen schlafenden Menschenkindern liegt, ist das Buch auch als Gute-Nacht-Geschichte zu lesen, aber das Wichtigste ist die Freundschaft sowohl zur Bärin und ihren Kinder als auch zu Emils menschlicher Familie. Ein zauberhaftes Buch voller Wärme.

    Dagmar Mägdefrau
  • Amokalarm

    Amokalarm

    Uli Black

    BoD

    Autorenempfehlung ab 15 Jahre

    H.C., dessen Vorname nur aus diesen beiden Buchstaben besteht, wird von seinen Lehrern nie so angesprochen, sondern immer mit seinem Nachnamen „Nachtnebel“. H.C. wird bald 16 und er ist ein durchschnittlicher Schüler, nur in Mathe ist er ein Genie, so bezeichnet ihn auch sein Mathelehrer. 
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    Am liebsten spielt er Basketball mit einen Freunden Mateo, Julian und Linus, auch hier ist er ein echter Meister im Körbewerfen. Er hat keine Geschwister und seine Eltern kümmern sich vielleicht etwas zu sehr um ihn, denn H.C. hat vor einiger Zeit einen Zusammenbruch erlitten, als sein großes Idol, der Basketballer Kobe Bryant ,bei einem Helikopterunfall ums Leben kam. Inzwischen findet er beim Tragen des Trikots von Kobe Trost und er zieht sich dann damit in sein Zimmer zurück. 

    Die Geschichte wird aus der Sicht von H.C. erzählt. Er lässt uns an seinen Ängsten und Hoffnungen teilhaben und so erfahren wir in kleinen Dosen, wie es dazu kommt, dass er die Lehrer in Raum 24 der Schule mit einer Bombe bedroht. Zunächst geht es um den normalen Schulalltag, um Basketball und die Mathestunde. Später um seine Gefühle für Keira und die neue Hoffnung, die er aus dieser Liebe schöpft.

    Besonders der Zusammenbruch aufgrund des plötzlichen Todes seinen Idols wurde sehr eindringlich beschrieben. Erst im letzten Teil erfuhren wir von der Intrige, die H.C. zu seiner Tat veranlasst hat, bis dahin berichtet er auf unterschiedlichen zeitlichen Ebenen vom Geschehen. Das ist am Anfang etwas verwirrend, aber im Laufe der Geschichte entwirrt sich dann alles. Auch an die Jugendsprache musste ich mich erst gewöhnen und ich kann nicht beurteilen, wie identisch sie ist. .Ein spannendes Buch über einen Jungen, der einen Verlust verarbeiten muss, seine erste Liebe erlebt und der aus seinem Erleben heraus eine schlimme Entscheidung trifft. Ungewöhnlich sensibel erzählt - mit Einblicken in eine verletzte junge Seele.
    Dagmar Mägdefrau
  • Nächste Woche, gleiche Zeit?    

    Nächste Woche, gleiche Zeit?    

    Marlene Droop

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Im Dunkeln fährt der mit Tieren voll besetzte Bus durch die Dunkelheit, am Steuer sitzt die Giraffe, ihr langer Hals schaut oben heraus.
    Aus einer ungewöhnlichen Perspektive schauen wir in den Bus, denn der Kopf der Giraffe ist von Innen gar nicht zu sehen, die Schildkröte isst etwas mit Kirschen mit einem Löffel - und ich kann euch verraten, sie isst die ganze Zeit.
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    Im Hintergrund sind Hochhäuser zu sehen und dann geht es auf die Schnellstraße. Hier steigt das Krokodil ein, das wir erstmal finden müssen. Mitten in der Stadt steigt das Schaf noch zu und dann „fahren sie hinein in die Dunkelheit.“ Beeindruckend, wie der Bus ganz klein am Rande des Blattes davonfährt und die große helle Stadt hinter sich lässt. Diesmal schauen wir aus Sicht der Giraffe aus dem Bus auf einen Bahnübergang. Und dann fallen die ersten Tropfen und der Regen nimmt den Freunden die Sicht. 
    Das Buch macht auf die Lichtverschmutzung in unseren Städten aufmerksam. Denn in den hellen Städten sind die Sterne nicht mehr gut zu erkennen. Deshalb fahren die Tiere aus der Stadt heraus, doch leider geht schon die Sonne auf, als sie wieder freie Sicht haben, deshalb verabreden sie sich am Ende für die nächste Woche.
    Ich bin beeindruckt, wie schön Marlene Droop bei ihren Illustrationen die Sichtweise ändert und wie lebendig dadurch die Zeichnungen trotz der Dunkelheit wirken. Eine Geschichte, die in kurzen Sätzen viel aussagt und die neugierig auf den Nachthimmel macht.

    Dagmar Mägdefrau


  • Der Regenbogenfisch – Zahlen    

    Der Regenbogenfisch – Zahlen    

    Marcus Pfillster

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Klein und quadratisch ist das Pappbilderbuch mit dem Regenbogenfisch, seine Schuppen glitzern so schön auf dem Cover.
    Grün ist die erste Doppelseite und sie zeigt eine Krabbe und die steht für die Nummer 1.
    Blau ist die nächste Seite, auf der sich zwei Wale begegnen. Drei orange Seepferdchen schweben durch das blaue Wasser und vier zart türkise Muscheln liegen auf dem Meeresgrund.
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    Fröhlich schwimmen fünf Delfine durchs grünliche Wasser. Die sechs Schnecken haben sehr schön gedrehte Häuser und so geht es weiter bis zu den zehn Fischen. Aber die letzte Seite bietet noch eine kleine Überraschung.
    Hier hilft uns der Regenbogenfisch, den wir bereits aus vielen anderen Büchern kennen ,die Zahlen bis zehn kennen zu lernen. Nebenbei treffen wir auf viele Wassertiere, deren Namen und Aussehen wir ebenfalls kennenlernen. Der Text ist minimal und die Illustrationen sind einfach gehalten und zeigen doch die Tiere ganz genau in ihrem Lebensraum.

    Dagmar Mägdefrau

  • Knallharte Steinzeit – Kleines Mammut, große Gefahr – Band 1

    Knallharte Steinzeit – Kleines Mammut, große Gefahr – Band 1

    Rüdiger Bertram

    Saskia Gaymann

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Neben dem kleinen Zwergwollmammut-Baby sehen wir Krähe und Wolf. Die beiden dürften eigentlich nicht zusammen unterwegs sein, denn Krähes Mutter ist die Erfinderin des Rades und damit die Chefin des Herstellungsbetriebes, wohingegen Wolfs Vater nur die Räder herstellt. Deshalb wollen beide nicht zusammenspielen. 
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    Aber wie wir sehen, sind sie wieder zusammen unterwegs. Auch Krähe ist eine kleine Erfinderin und gleich zu Beginn der Geschichte erfindet sie einen Fußball aus Blättern, denn der Steinfußball bewährt sich nicht. Doch als sie dann einen kleinen Mammut finden, müssen sie überlegen, wie sie ihn vor den Jägern schützen können. Gut wäre es den Kleinen mit Milch zu füttern, doch er mag gerne Blätter essen, was dazu führt, dass er pupsen muss, was sehr stinkt. 
    Ich bin ja keine Freundin dieser ständigen Pupserei in Kinderbüchern, hier ist aber die Dramatik der Handlung davon abhängig. Trotzdem würde es mich freuen, wenn sich die Autor*innen mal was anderes einfallen ließen. Aber auch Wolf, der sehr schön zeichnen kann, bringt sein Talent neben Krähes Erfindungsgeist in die Geschichte ein.
    Ein ganz wichtiges Thema ist die Freundschaft zwischen den beiden Kindern und ihr gemeinsames Kümmern zur Rettung des Mammuts. Sehr gut gefällt mir, dass später alle Steinzeitmenschen zusammenhalten und den dummen Jäger davon abhalten, das kleine Mammut zu töten.
    Im Nachwort erklärt Rüdiger Bertram, dass diese Geschichte nicht authentisch die Steinzeit widerspiegelt, aber mir gefällt diese kleine Geschichte, die voller witziger Ideen und Anspielungen ist, sehr gut. Dazu beigetragen haben aber auch die cartoonartigen Illustrationen der Figuren und die kleinen Bilder, die die Geschichte auflockern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mira #sommerhaus #geister #livasgeheimnis

    Mira #sommerhaus #geister #livasgeheimnis

    Sabine Lemire

    Rasmus Bregnhøi

    Aus dem Dänischen von Franziska Gehm

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Comicartig wird der Sommer von Mira erzählt, sie berichtet uns ganz genau, was geschah. Aber vielleicht erzählt sie das auch nur ihrem Tagebuch?
    Noch vor den Ferien erfährt Mira zufällig, dass ihre beste Freundin Liva, mit der sie auch auf dem Cover zu sehen ist und die gleich nebenan auf dem Hausboot wohnt, gemobbt wird.
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    Da Liva auf eine andere Schule geht, kann Mira ihr dort nicht beistehen und ihre Mutter bemüht sich, dass Liva in Miras Klasse kommt, was ihr im nächsten Schuljahr auch gelingt. Zu Anfang des Buches werden einige Protagonisten vorgestellt und so erfahren wir, dass Miras Eltern getrennt sind und ihr Vater eine neue Frau hat. Deshalb hat Mira zwei Halbgeschwister. Mit dieser Familie reist sie in der zweiten Ferienhälfte nach Salinen. Aber zunächst geht es mit Mama und ihrem sehr sympathischen Freund in dessen Ferienhaus. Hier darf Mira sogar eine Übernachtungsparty feiern. 
    Mira hat schon ein ungewöhnliches Leben, sie lebt auf einen Hausboot und hat zwei nette Elternteile und viele Freund*innen. Besonders gut versteht sie sich mit Liva, die sie nach Kräften unterstützt. Insofern ist Mira eine tolle Freundin. Viele Themen werden in diesem Buch angeschnitten, so gibt es eine Geisterbeschwörung, die nur dem Gruseln dient. Mira findet, dass die Menschen am Strand sich nicht nackt zeigen sollten. Ein wichtiges Thema ist natürlich, dass ihre Freundin wegen ihrer Hautfarbe und ihres Aussehens gemobbt wird. Hier ist die Lösung ein Schulwechsel mit der Bemerkung, dass die Lehrer in der alten Schule das nicht so ernst nahmen. Ich hätte mir eine andere Lösung gewünscht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Alle rennen, rasen, sausen!

    Alle rennen, rasen, sausen!

    Gundi Hergert

    Heike Herold

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ich liebe gereimte Pappbilderbücher und das tun die meisten Kinder auch. Hier gibt es ein Wettrennen der Tiere, auf dem Cover stehen alle an der Startlinie.
    „Wer am schnellsten ist, gewinnt!“
    „Alle starten, rennen, rasen. Alle Tiere? Nein! Eins…“ Diesen Text lesen wir auf jeder zweiten Seite, allerdings mit kleine Veränderungen, damit sich der Text auf der nächsten Seite reimt, wie hier am Anfang, wo der Text weitergeht mit „…fängt lieber Seifenblasen.“
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    Und wir sehen ein Nashorn, das nach den Seifenblasen greift. Von den anderen Tieren sehen wir nur einzelne Körperteile in einer Riesenwolke. Am Hot Dog Stand sehen wir den Hund, der lieber heiße Würstchen kauft. Und so verabschieden sich nach und nach die Tiere, nur die Hasen halten bis zum Schluss durch und erleben eine Überraschung.
    Wunderschöne kurze Reime mit vielen Wiederholungen, das lieben alle Kinder und ich genieße es vorzulesen. Ein Buch, das sicher ein Renner in unserer Bücherkiste wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Glückwunsch, Bär

    Glückwunsch, Bär

    Susanne Straßer

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das kleine quadratische Bilderbuch zeigt auf dem Cover den Bär, denn er feiert heute Geburtstag. Im Arm hält er einen Schwimmreifen, den schenkt ihm das Krokodil. „Oh…Danke, liebes Krokodil!“ versucht der Bär, seine Enttäuschung zu überspielen, und er findet noch, das so ein Schwimmreif in keinem Haushalt fehlen sollte. 
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    Nach dem nächsten „Ding dong!“ kommt die Gans, sie schenkt Bär einen Wecker, den kann er gut gebrauchen, wenn seiner kaputt geht. Nach und nach kommen alle seine Tierfreunde und jeder bringt ihm ein Geschenk, aber keiner erfüllt seinen Wunsch. Bis dann die Maus kommt und ein winziges Fahrrad mitbringt. Der Bär ist wirklich gut darin, nicht enttäuscht zu wirken und so bekommt er am Ende seine Überraschung.
    Die Tiere haben den Bär ganz schön gefoppt und ihm praktische Sachen mitgebracht. Und wer von uns kennt solche Geschenke nicht. Und Hut ab, der Bär hat sich seine Enttäuschung nicht anmerken lassen und wurde am Ende dafür belohnt.
    Ein witziges Buch mit vielen tollen Bilder und sich wiederholenden Texten und Szenen, was die Kinder ja ganz besonders lieben. Ein tolles Buch, nicht nur am Geburtstag.

    Dagmar Mägdefrau
  • Kleiner Pinguin bald bist du groß!

    Kleiner Pinguin bald bist du groß!

    Isabel Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der kleine Pinguin sitzt auf den Füßen seines Vater und beide stupsen sich mit den Schnäbeln an. Irgendwie wirkt dieses Bild auf mich so liebevoll und voller Vertrauen.
    Zunächst geht es in die Antarktis zu den großen Kaiserpinguinen.
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    Wieder sehen wir Pinguinküken auf den Füßen ihrer Väter. Die Pinguinmamas watscheln und schlittern bald über das Eis. Sie haben im Meer nach Futter gesucht und füttern nun ihre Kleinen. 
    Bald wagen sich die Kleinen auch aufs Eis, doch wenn ihre Eltern unterwegs sind, stehen die Küken dicht gedrängt zusammen, um sich zu wärmen. Dann ist es so weit und die Kleinen springen ins Wasser, hier fühlen sie sich gleich wohl. Bald sind die Jungen erwachsen und so kümmern sie sich selbst um ihre Eier und die Jungen. So schließt sich der Kreis.
    Die niedlichen Küken sind so schön gezeichnet und es ist eine Wonne, sich die Tiere anzuschauen. Der Text ist nicht sehr lang und gut verständlich geschrieben, aber die Illustrationen stellen alles andere in den Hintergrund. Ein beindruckendes Sachbilderbuch für kleine Naturliebhaber*innen. Gerade Pinguine faszinieren die Kinder immer wieder, deshalb wird sie dieses Bilderbuch begeistern.

    Dagmar Mägdefrau


  • Ein Jahr mit den Möwen

    Ein Jahr mit den Möwen

    Thomas Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ein ganzes Jahr im Leben einer Möwe wird in diesem realistischen, wunderbar illustrierten Sachbilderbuch aufgezeichnet. Zunächst sehen wir den schroffen Felsen, auf dem die Möwen brüten. Dann gehen wir näher heran und schauen auf die Nester. 
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    Schnell findet die Möwen ihr Männchen und bald liegen Eier im Nest. Schon reißen die Kleinen ihre Schnäbel auf und werden von ihren Eltern gefüttert. Bald machen sie schon ihre ersten Flugübungen und fliegen dann aufs Meer hinaus, um sich selbst Futter zu suchen. In der Weite erlebt die junge Möwe, was Freiheit bedeutet. Auch wir können auf einer Doppelseite die Weite des Meeres nachempfinden und wir verfolgen die Möwe, die dort allein unterwegs ist. Ein Unwetter lässt uns um die Möwe bangen, doch sie kann sich auf einem Kutter retten. 
    Die Texte sind kurzgehalten und die beeindruckenden Illustrationen zeigen uns den Lebensraum der Möwen sehr genau. Ein Sachbilderbuch, das schon kleinen Kindern zeigt, wie sich Möwen in ihrem Lebensraum bewegen und welche Gefahren sie bestehen müssen.

    Dagmar Mägdefau


  • Anleitung für alles

    Anleitung für alles

    Daniel Fehr

    Thomas Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Mit einem pinken Schirm balanciert das Mädchen mit einem Werkzeugkasten in der Hand über ein Seil, unter ihr schaut ein Fisch neugierig aus dem Wasser. 
    Oben auf jeder der Seiten ist ein Satz zu lesen, wie „Wie man sich gut versteckt“ oder „Wie man Lieblingskind wird“, auf der DIN A4-Seite gibt es dann ein witziges Bild zu dieser Aussage, quasi die gemalte Anleitung.
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    So steht zum Thema Verstecken ein Mädchen mit zugehaltenen Augen im Raum und hinter der Vase ist ein Kind zu sehen, auch unter dem Vorhang tauchen Füße auf. Wunderschön ist auch die Anleitung „Wie man einen Tag im Bett verbringt“, hier spielt der Junge Tuba und neben seinem Bett sind viel Dinge verstreut, etwas zu essen und zu trinken, Bücher und Spielsachen.
    Die Illustrationen sind sehr detailreich und witzig gezeichnet und die Anleitungen sind sehr vielfältig. Ein Buch zum Anschauen und zum Entdecken und zum Spaß haben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das große Abenteuer von Rudolfus Rozendaal

    Das große Abenteuer von Rudolfus Rozendaal

    Daniel Fehr

    Miriam Zedelius

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Rudolfus Rozendaal ist der „Kuschel-Zebra-Hund“ von Aaron, der mit wehenden, rotweiß gestreiften fliegenden Ohren auf dem Cover zu sehen ist. 
    Mit Rudolfus Rozendaal unternimmt der Junge alle seine Abenteuer, die wunderschön und humorvoll im Bild dargestellt werden.
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    Doch eines Morgens ist Rudolfus Rozendaal verschwunden und Papa erzählt seinem Sohn eine spannende Abenteuergeschichte über den Verbleib des Kuscheltieres. Er erlebt da eine ganze Menge, so springt er verwegen aus einem fahrenden Buch und fährt mit einem Schiff übers Meer. Zum Glück taucht Rudolfus Rozendaal am Abend wieder auf und Aaron wundert sich über den frischen Duft, den er verströmt.
    Meine Enkelkinder liebten dieses humorvolle Bilderbuch auf Anhieb, ich habe es schon einige Male vorgelesen. Aber auch das Vorlesen macht Freude, ebenso wie das Anschauen der detailreichen Illustrationen. Zudem ist es eine sehr schöne Anregung für uns Erwachsene, wie wir die Zeit, die die Kuscheltiere in der Waschmaschine verbringen, auszuschmücken.

    Dagmar Mägdefrau

  • Keine Party ist auch keine Lösung

    Keine Party ist auch keine Lösung

    Anna Maria Praßler

    Theresa Strozyk

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Nominiert für den Jugendliteraturpreis 2026

    Fit für die Zukunft Hoffnungs-Buchtipp (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur)

    LesePeter September 2025

    Ich bin noch ganz beseelt von diesem liebevoll geschriebenen Buch. Dabei behandelt es ein sehr ernstes Thema, denn es geht um häusliche Gewalt. Aber Jagoda, die seit einem halben Jahr mit ihrer Mutter in einem Frauenhaus an der polnischen Grenze wohnt, ist eine sehr pragmatisches Kind und sie hat ein Ziel vor Augen, ihren 10. Geburtstag.
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    Leider ist dieser Geburtstag schon in vier Tagen und mit jeder Kapitelüberschrift nähern wir uns ihm immer mehr. Jagoda hat Mia, ihre neue Mitschülerin, die sie sich zur Freundin wünscht, eingeladen, obwohl sie weiß, dass sie niemanden ins Frauenhaus einladen darf, denn die Adresse muss geheim bleiben. Jagoda macht also einen Plan und bittet einige Menschen um Hilfe, so haben wir mit ihr die Hoffnung, dass es eine Mega-Party werden kann, doch am Vortag spitzt sich die Situation dramatisch zu.
    Jagoda ist trotz ihrer negativen Erfahrung ein Kind, das noch Wünsche hat und alles tut, damit sie in Erfüllung gehen. Sie hat selbst Strategien entwickelt, sich abzulenken. So hat sie eine Aversion gegen „Blau“, was damit zu tun hat, dass ihr Name auf Polnisch Blaubeere bedeutet. So sammelt sie gute und schlechte Blaus in einer Liste, die sie zur Beruhigung im Stillen aufsagt.
    Dieses Mädchen, das schon so viel in den vergangenen zehn Jahren erlebt hat und die für ihr Alter viel zu reif und vernünftig ist, zeigt uns eine Welt, die wir hoffentlich nicht kennenlernen werden. Aber es ist wichtig zu wissen, dass es Kinder gibt, die so leben müssen wie Jagoda.
    Es gibt viele schöne kleine Zeichnungen in dem Buch und die Geschichte, die aus Jagodas Sicht erzählt wird, geht einfach ans Herz. Ein besonderes Buch über ein ganz besonderes Mädchen!

    Dagmar Mägdefrau

  • Chicken Survivor

    Chicken Survivor

    Massuda Kaaem

    Melanie Garanin

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Nominiert für den deutsch-französischen Jugendliteraturpreis 2026

    Das Faszinierendste an dieser Geschichte ist, dass sie wahr ist. Denn Vindaloo, gibt es wirklich, das kämpferische Huhn mit nur einem Flügel, das wir auf dem Cover sehen.
    Trevor Power hat seiner Familie ein schönes Haus gebaut und weil seine Frau sich Hühner wünschte, hat er auch noch einen Hühnerstall gebaut, alles „mit eigenen Händen.“
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    Jedes der fünf Familienmitglieder bekam ein Huhn und die Hühner wurden sehr verwöhnt und fühlten sich sehr wohl bei der Familie Power. Doch dann bekam der Fuchs Junge und er grub sich in den Hühnerstall, um Futter für seine Kleinen zu fangen. Mit einem Biss erlegte er Trudi, doch dann kam Vindaloo ins Spiel und sie schlug den Fuchs in die Flucht. Nur leider hatte ihr Flügel eine Wunde, die sich entzündetet. Deshalb kam Dr. Julia, eine Menschenärztin, die Vindaloo den Flügel amputierte. Nach einigen Tagen, in denen sich die Familie liebevoll um Vindaloo kümmerte, legte sie wieder ein Ei und die Tage der Hühner und der Familie waren wieder voller „Dolce Vita“. Aber auch der Habicht bekam Junge und so tauchte bald wieder ein Tier auf, das sich ein Huhn holte. Aber auch er hatte nicht mit Vindaloo gerechnet. 
    Ein irres Buch mit einer echt starken Geschichte und einem tapferen Huhn, das kämpferisch die anderen Hühner und sich gegen zwei Raubtiere verteidigt.
    Nicht aufgeben, sich trauen, ist für mich das Motto von Vindaloo. Neben der spannenden und durchaus witzig erzählten Geschichte gibt es viele Bilder in diesem Buch, die an Comics erinnern und die ebenfall voller Humor sind. So steht Mutter Fuchs mit einer gestreiften Schürze am Herd und salzt das erbeutete Huhn.
    Übrigens hat Papa Power Vindaloo nach einem indischen Curry-Gericht benannt, das Rezept findet ihr hinten im Buch.

    Dagmar Mägdefrau


  • Katzenpfade

    Katzenpfade

    Sara Lundberg

    Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Diesmal sehen wir auf dem Cover eine erwachsene Person, einen Menschen, der eine schwarzweiße Katze auf dem Arm hält. Unsere erster Kater Mäxchen sah ihm sehr ähnlich. Über den Bäumen, die wir nur als Schatten sehen, leuchten die Sterne. 
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    Die Spuren, die zu Teil 1 gehören, zeigen menschliche Fußabdrücke, die ganz klar in einer Linie verlaufen und Katzenspuren, die sich im Bogen dazu bewegen. Im Teil 2 ist es umgekehrt. Darum geht es in diesem Buch. 
    Zunächst gehen die beiden ihre übliche Runde, einen Routineweg. Doch diesmal begegnet ihnen eine weiße Katze und die beiden Tiere spielen zusammen. Doch der Mensch will weiter und vertreibt die fremde Katze. Dann ist ein wunderschönes Katzenportrait zu sehen. Mit großen Augen schaut uns die Katze an und fragt: „Warum darfst du immer bestimmen?“ Und dann verschwindet die Katze und der Mensch muss lange warten bis er sich entschließt ,nach Hause zu gehen. Und hier findet er die Katze zusammengerollt im Sessel. Im zweiten Teil darf dann die Katze die Führung übernehmen und der Mensch entdeckt ganz neue Welten in seiner Umgebung. So gibt es eine ausklappbare Seite mit einem wundervollen Sternenhimmel.
    Das Zusammenleben mit einer Katze ist nicht immer einfach, doch auch sie kann uns eine ganze Menge beibringen und das ist hier auf eine besondere Weise der Fall. Neben den schönen Illustrationen, die lediglich das Gesicht des Menschen manchmal eigenartig darstellen, wird eine ungewöhnliche Geschichte erzählt. Die uns zeigt, dass man nicht immer bestimmen muss, sondern, dass man auch mal die Führung einem anderen überlassen soll, um auf die Wunder schauen, die man dann entdeckt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Memo Wissen – Wunder der Welt  

    Memo Wissen – Wunder der Welt  

    Tom Jackson

    DK

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Wie alle Bücher dieser Reihe, gehört auch zu diesem Buch ein Kahoot!-Quiz, das man mittels QR-Code aufrufen kann. Auf dem Cover sehen wir den Eiffelturm, der auf Seite 55 im Querformat über eine Doppelseite beschrieben wird. 
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    Auf einer kleinen Karte können wir seine Lage zuordnen und sein Erbauer Gustave Eiffel wird kurz mit einem Foto vorgestellt. Es gibt Infos zu den Fahrstühlen bzw. zu den Treppen, spannend finde ich auch, dass er alle 7 Jahre gestrichen wird. In Tokio gibt es einen ähnlichen Turm, der sogar 9 m höher ist.
    Nach diesem Muster sind alle Seiten aufgebaut und das Spektrum der Wunder geht vom Mount Everest über das Tote Meer bis zu den Viktoriafällen, vom Roraima-Tepui über die Namib zum Great Barrier Reef. Aber es gibt nicht nur Naturwunder, sondern auch menschengemachte Wunder wie Stonehenge, Machu Piccu oder das Taj Mahal.
    Das Buch macht neugierig auf unsere Welt und zeigt uns viel Bekanntes und Unbekanntes, Vertrautes und Exotisches. Es macht einfach Spaß, darin zu blättern und die viele Fotos und Informationen zu entdecken.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der Sommer, als wir die Weltherrschaft übernahmen      

    Der Sommer, als wir die Weltherrschaft übernahmen      

    Rieke Patwardhan

    Regina Kehn

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die Kinder zusammen mit einem Esel und einem Plakat zum Autoverbot.
    Denn genau darum geht es in diesem Buch: Auf der kleinen Insel Wegeland sollen die Touristen und die Einheimischen zukünftig auf Autos verzichten.
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    Als Alternative hat sich die neu gewählte Bürgermeisterin überlegt, Eselkutschen anzuschaffen.
    Die sehr unterschiedlichen Zwillinge Fili und Karo fahren zusammen mit ihrem kleinen vorlauten Bruder Jeps mit der Fähre nach Wegeland, um dort ihre Ferien zu verbringen. Ihre Patentante Flora ist die neue Bürgermeisterin und sie hat Pläne, mit denen einige andere Bewohner, insbesondere ihr Nachbar Böcki, nicht einverstanden sind. Flora hat gleich drei Esel gekauft, die Kutschen ziehen sollen. Leider benehmen sich die Tiere sehr störrisch und die Kinder haben eine Menge Probleme mit ihnen. Als dann Flora für einige Zeit ins Krankenhaus aufs Festland muss, werden die Kinder immer wieder angefeindet und die Inselbewohner spalten sich in zwei Lager. Zum Glück können die drei Geschwister mit Hilfe der Inselkinder einiges bewegen.
    Fili erzählt uns die Erlebnisse diese Sommers mit viel Humor, aber der Kampf der Kinder für eine bessere Umwelt wird auch sehr dramatisch geschildert. Böcki handelt am Ende sogar so, dass es zu einem Unglück hätte kommen können. Zudem erfahren wir einiges über Esel und dass man sie nur mit viel Geduld dazu bekommt zu gehorchen.
    Sympathische und sehr engagierte Kinder, eine tolle Landschaft und politische Verwicklungen, die gut verständlich sind, machen das Buch zu einer sehr interessanten Lektüre. Die im Buch verstreuten Zeichnungen gefallen mir ebenfalls sehr gut und lockern die Geschichte zusätzlich auf.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der kleine Herr Jaromir

    Der kleine Herr Jaromir

    Martin Ebbertz

    Jens Rassmus

    Razamba

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Die besten 7 Bücher für junge Leser

    Kinderbuch des Monats

    Belgischer Jugendliteraturpreis

    Auf dem Cover kann man noch nicht erkennen, dass der Herr Jaromir klein ist, erst auf seine 12 gibt es eine Zeichnung, auf der man erkennen kann, wie klein er doch ist. 
    Herr Jaromir ist in die Stadt gezogen und wohnt dort in einem der vielen gleichen Hochhäuser.
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    Im Aufzug kann er nur den Knopf der vierten Etage drücken und die restlichen zwei Stockwerke die Treppe benutzen. Zunächst möchte Herr Jaromir seine neue Umgebung kennenlernen, doch leider sind alle Häuser gleich und er hat sich nicht seine neue Hausnummer gemerkt. So ist er froh, dass ihm die Fahrer des Umzugsunternehmens helfen können. Herr Jaromir hat keine Arbeit, er hoff, dass er in der Stadt eine Anstellung finden wird, aber trotzdem muss er einkaufen und so geht er in den großen Supermarkt. Die Gedankengänge, die Herr Jaromir beim Einkaufen hat sind einfach total witzig. So kauft er am Ende drei Gläser Sesampaste, deren Geschmack er nicht kennt und die ihm an Ende nicht schmeckt. 
    So stolpert Herr Jaromir, ein weinig naiv, in immer wieder neue kleine Abenteuer. Erlebt alltägliches mit verwundertem Staunen und geht so fröhlich durch den Tag.
    Eine zarte, poetische Geschichte von einem kleinen Mann, der die Welt entdeckt und uns auf diese Entdeckungstour mitnimmt. Die wunderschönen Zeichnungen machen das Buch, dass in diesem Jahr neu aufgelegt wurde zu einem besonderen Leseerlebnis. Obwohl die Erstausgabe dieses Buch schon 2002 erschien, ist es immer noch sehr lesenswert.

    Dagmar Mägdefrau