• Manno Monster, Karacho & ich – Band 2     

    Manno Monster, Karacho & ich – Band 2     

    Katja Reider

    Daniela Kohl

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Ich war schon sehr gespannt auf diesen zweiten Band, denn die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Monster versprach noch eine Menge Spannung. Diesmal ist auch noch der Streberbruder Karacho angekündigt. Hoffentlich macht er Jussi keine Angst, denn er ist ja ein „Angsthase und Weichei 1. Klasse“. 
    mehr oder weniger lesen
    Das Buch beginnt wieder in der Nacht, dann sind die Seiten dunkel, in Jussis Zimmer und da taucht Karacho auf und bittet um Jussis Hilfe, denn Manno soll auf ein Internat, wenn er seine Einstellung, niemandem mehr Angst zu machen, nicht ändert. Alles ist schon in trocknen Tüchern und Manno hat nichts Besseres zu tun als Silas die Angst vor der Dunkelheit zu nehmen. Als wenn das eine Aufgabe für ein richtiges Monster wäre? So macht sich Jussi, der ein wenig eifersüchtig ist, dass Mann jetzt bei Silas ist, auf, um Silas zu suchen. Er findet ihn im Sportverein, er spielt dort Fußball.
    Jussi muss schon eine Menge Überlegungen anstellen, um Silas zu treffen. Aber da kannst du wieder erkennen, wie clever unser Held ist und er möchte Manno so gerne helfen. Es gibt eine Menge Notizmöglichkeiten in diesem Buch, Jussi bittet die Leserinnen und Leser immer wieder sehr Gedanken zu machen und ihm Tipps zu geben. Zum Ende des Buches wird es dann noch einmal so richtig spannend und zum Schluss nehmen Manno und Jussi auf der Bettkannte sitzend Abschied, aber sicher nicht für immer, denn sie sind ja inzwischen Freunde.
    Ein Buch über Monster? Eher über Freundschaft, Geschwister, die man trösten und verstehen kann, einen Jungen, der nur auf seinen Vorteil aus ist und der dabei andere verletzt. Und über ganz viel Selbstbewusstsein, dass sowohl bei Jussi als auch Manno immer mehr wächst. Ein spannendes Buch, dass mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und zusammengestellt wurde. Ich kenne einige Jungs, die schon auf das Buch warten.

    Dagmar Mägdefrau
  • Vier Viertel und ein Haufen Chaos

    Vier Viertel und ein Haufen Chaos

    Constanze von Kitzing

    Cally Stronk

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Auf dem Cover sind die vier Kinder, die Freundinnen Alva und Joy und Cousins Enes und Tarik zu sehen. In dem Karton sitzt ein kleiner Hund, den die Kinder Loki taufen.
    Alva wünscht sich sehnlichst einen Hund, doch ihr Vater hat eine Allergie und deshalb kann kein Hund ins Haus kommen.
    mehr oder weniger lesen
    Eine alte Damen rät Alva, dass ein Wunsch, den man sich ganz feste wünscht, in Erfüllung geht. Deshalb wundert sich Alva nicht, als sie einen kleinen Hund im Park findet, den der Besitzer nicht mehr haben möchte. Sie nimmt ihn mit Hilfe ihrer Freunde mit nach Hause und schmuggelt ihn in ihr Zimmer. Doch so ein kleiner Hund mag nicht gerne allein sein und außerdem muss er noch ganz oft Gassi gehen. Da passiert so einiges Unerwartetes. Obwohl ihr kleiner Bruder immer wieder „Wau-Wau“ ruft, schaffen es die Freunde Loki einige Zeit geheim zu halten. 
    Eine nette Truppe sind diese Vier und sie unterstützen sich sehr gut, machen sogar einen Plan, wie und wann sie sich um den Hund kümmern können. Am Ende finden alle Familien, unterstützt durch die Leitung und die Bewohner des Altenheimes, eine praktikable Lösung.
    Viele Kinder wünschen sich ein Tier und ganz besonders einen Hund, sie werden ihre Freude an dieser Geschichte haben. Ich habe ein wenig Sorge, dass sie dann auch erwarten, dass ihre Wünsche auch wahr werden und dann mit der Enttäuschung leben müssen.
    Ein sehr lebendig erzähltes Buch, in Großbuchstaben gedruckt und mit vielen schönen bunten Bilder und einigen kleinen Comics ergänzt. Es lässt sich sehr gut lesen und aufgrund der Spannung muss man einfach schnell weiterlesen. Ich bin sehr gespannt, auf den nächsten Teil und wie es im Viertel, dessen Plan auch im Buch abgebildet ist, weitergeht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Urlaub bei Opa oder die spannendsten Ferien überhaupt

    Urlaub bei Opa oder die spannendsten Ferien überhaupt

    Ella Kaspar

    Judith Vrba

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Die Illustrationen auf dem Cover und in dem Buch sind auf eine besondere Art entstanden, die hinten im Buch genau beschrieben wird und sie geben dem Buch eine ganz besondere künstlerische Note, die mir sehr gut gefällt.
    mehr oder weniger lesen
    Die Geschwister Helena, die der griechische Opa Eléni nennt, und Nikos fahren jedes Jahr mit den Eltern nach Griechenland in ein kleines Fischerdorf zu ihrem Opa Pappoús. Doch in diesem Jahr sollen die Kinder allein beim Opa bleiben während die Eltern auf eine Hochzeit eingeladen sind. So ganz geheuer ist den Kindern das zunächst nicht, aber dann freuen sie auf das gemütliche Spiegelzimmer und die Bootsfahrten aufs Meer. Doch der Opa ist zunächst übervorsichtig und die Kinder sollen im Meer Schwimmwesten tragen, damit ihnen nichts passiert. Da aber beide Kinder gut schwimmen können, dürfen sie nach einer Prüfung durch den Opa doch ins Meer. Besonderen Spaß macht es ihnen, das alte Boot neu zu streichen und da macht es Opa gar nicht saus, dass auch die Kinder eine Menge Farbe abbekommen. Am Abend liest Opa den Kindern aus einem alten Buch die Geschichten der griechischen Götter vor, das stelle ich mir sehr gemütlich vor.
    Die Ferien, die zunächst wegen Opas Vorsicht etwa langweilig beginnen, entwickeln sich dann doch noch abenteuerlich und am Ende feiert das ganze Dorf gemeinsam ein großes Fest. Es gibt immer wieder griechische Begriffe, die hinten in einem kleinen Wörterbuch übersetzt werden. Das Leben in dem kleinen griechischen Dorf, in dem noch jeder jeden zu kennen scheint und in dem es noch sehr ruhig und gemütlich zugeht, wird sehr lebendig aus Sicht von Eléni beschrieben. Auch die Gefühle der Kinder, die manchmal, trotz Opas Aktionen, Sehnsucht nach den Eltern verspüren, werden sehr gut geschildert. Ein Ferienbuch, besonders für Griechenlandreisende.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die besten Eltern der Welt

    Die besten Eltern der Welt

    Andrea Tuschka

    Tanja Stephani

    Bohem

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Kinder, die sich Erwachsenensachen angezogen haben. Beim Aufschlagen des Buches sehen wir massenweise Süßigkeiten. Dann erfahren wir von dem Jungen, dass er heute richtig alt ist, nicht 6 sondern 60 oder 30 Jahre alt. 
    mehr oder weniger lesen
    Wenn man so alt ist, ist man ein Bestimmer und so werden er und seine Freundin Lou zu Eltern vieler Kinder, allerdings müssen sie sich zunächst mit Mama, Papa und dem kleinen Bruder Jonas begnügen. Denen wird verkündet „Ihr seid heute unsere Kinder!“  Und wenn man Bestimmer ist, muss man Regeln erstellen, die erste Regel lautet „Heute müsst ihr den ganzen Tag Fernsehen!“ Dann überlegt der Junge, der uns die Geschichte erzählt, dass es das Einfachste wäre, wenn man den Kindern statt Namen Nummern gibt, so wird Mama zu Nummer 2. Sie wäre lieber eine 3, doch Lou erklärt ihr, dass man Namen nicht aussuchen kann.  Dann sollen auch noch alle im Schlafanzug herumlaufen, Einwände werden mit Phrasen beantwortet, die die Kinder sicher von ihren Eltern übernommen haben.
    Hier wird die Welt auf den Kopf gestellt und nur die erschöpften „Kinder“, die die Süßigkeiten nicht mehr essen wollen und die auf der Couch einschlafen, obwohl sie die ganze Nacht hätten, wach sein sollen, zeigen uns wie es mit den besten Eltern der Welt läuft. Welches Kind träumt nicht von so einem Tag, Fernsehen, Süßes essen, nicht helfen müssen und wach bleiben dürfen. Hier wird dieser Wunsch grausige Wirklichkeit.
    Neben dem etwas längerem Text sind die wunderschönen bunten Bilder eine Wonne, die spitzbübische Freude der kleine Eltern und die ablehnenden Gefühle der großen Kinder, herrlich abgebildet.

    Dagmar Mägdefrau
  • Kleiner Löwe, erzähl mir von dir

    Kleiner Löwe, erzähl mir von dir

    Joëlle Tourlonias

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Der niedliche kleine Löwe vom Titelbild ist ein Kuschellöwe, der mit dem kleinen Jungen im Bett liegt, als der ihn bittet „erzählst du mir bitte noch was, damit ich gut einschlafen kann?“
    Und weil er ihn so gernhat, möchte er etwas von seinem kleinen Löwen erfahren. So legt sich der kleine Löwe auf den Rücken und erklärt einige Körperteile und bitten dann seine Füßchen zu kitzeln.
    mehr oder weniger lesen
    Das macht das zuhörende Kind zu gerne. Auf der nächsten Seite gibt es einen Schieber, so kann der Löwe sich „leise anpirschen und das Mäuschen erschrecken.“ 
    Wir erfahren noch so einiges vom Leben des kleinen Löwens und am Ende schlafen das Kind und der Kuschellöwe aneinander gekuschelt ein.
    Ein liebevoll gestaltetes kleine Pappbilderbuch mit einer informativen Gute-Nacht-Geschichte. Da kann das Kind agieren, zählen und suchen, so macht das Vorlesen besonders bei kleinen Kindern viel Spaß. Und mir machen die zauberhaften zarten Zeichnungen in warmen Farben besondere Freude.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mäuschens Äpfel

    Mäuschens Äpfel

    Frances Stickley

    Kristyna Litten

    Aus dem amerikanischen Englisch von Nils Aulike

    Bohem

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Mäusen mit seinem vier Äpfeln sehen wir schon auf dem Cover. Das Buch zeigt uns zunächst einen Lageplan und dann erfahren wir wie Mäuschen die Äpfel gefunden hat. Sie ist so glücklich über dieses feine Essen. Doch da taucht der Bär auf und der will nicht verhandeln, der beansprucht alle Äpfel für sich. 
    mehr oder weniger lesen
    Als er dann die zaghaften Einwände der Maus mit der Drohung auch sie zu verspeisen abtut, überlegt sich die Maus einen hervorragenden Plan, wie sie doch noch an die Äpfel kommen könnte. Zunächst verunsichert sie den Bären mit der Behauptung, es gäbe fünf Äpfel. 
    Solche Geschichten sind einfach wundervoll und es macht so viel Spaß, wenn die kleine Maus dem großen starken Bären einen Bären aufbindet. Die Illustrationen sind gelungen und zeigen uns genau, was geschieht. Der gereimte Text lässt sich sehr gut vorlesen und man spürt dabei ein kleines Augenzwinkern.

    Dagmar Mägdefrau
  • Chamäleonrot  

    Chamäleonrot  

    Johanna Klement

    Dorothea Blankenhagen

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Aus der Pfütze schaut ein rotes Chamäleon auf das Mädchen, das mit einem Pflaster auf dem Knie vor der Pfütze hockt.
    Dieses Mädchen erzählt uns von sich und von ihrer Verbundenheit zu den Chamäleons. Sie übt mit ihrer Zunge zu rollen und kann Brausepulver blitzschnell schnappen. Auch wenn sie mit ihren Augen nicht in unterschiedliche Richtungen schauen kann, beobachtet sie doch genau.
    mehr oder weniger lesen
    Allerdings kann sie nicht die Farbe wechseln, außer zu Rot, dabei wünscht sie sich so sehr, dass sie sich tarnen könnte und sie der Kellner im Lokal nicht fragen würde, ob es geschmeckt hat. Sie redet nicht gerne mit anderen Menschen, weil sie so schüchtern ist. Nachdem Mama und das Mädchen in ein großes Haus gezogen sind, wollen sie sich gemeinsam allen Nachbarn vorstellen. Erst als sie bei einem alten Herrn klingeln, der ein Terrarium mit einem Chamäleon besitzt, überwindet sie ihre Schüchternheit.
    Auf dem Vorsatz sind verschiedene Chamäleonarten abgebildet und wir erfahren eine Menge über diese faszinierenden Tiere. Aber im Mittelpunkt der Geschichte steht das schüchterne Mädchen, dass uns an ihren Gefühlen teilhaben lässt. Unterstützt durch Illustrationen, die das Mädchen, wenn sie lieber unsichtbar wäre, nur mit einem weißen Umriss abbildet und die aus ungewöhnlichen Perspektiven gezeichnet sind. Der Text ist nicht zu lang, kann aber sehr schön beschreiben, wie sich das Kind fühlt. Am Ende des Buches wird sie aber ein klein wenig mutiger, weil der nette Nachbar ihre die Freundschaft zu seinem Chamäleon anbietet. Ich konnte gut mit dem Mädchen fühlen, denn auch wenn es heute keiner mehr für möglich hält, so war auch ich einmal ein schüchternes Mädchen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Logbuch einer Himmelsstürmerin

    Logbuch einer Himmelsstürmerin

    Frauke Angel

    Lilly L’Arronge

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover saust Mini um Raumanzug durchs Bild, oben in der Ecke ist ihr aus einer Streichholzschachtel gebaute Roboter MT – one zusehen.
    Mini ist eine große Erfinderin, die zusammen mit ihrer Freundin Silla davon träumt, den Nobelpreis zu bekommen.
    mehr oder weniger lesen
    Doch dann passiert etwas, womit nicht zu rechnen war, denn Silla begräbt ihren Traum Astronautin zu werden und möchte nun ein Topmodel werden. Zusammen mit ihren zwei neuen Freundinnen kümmert sie sich jetzt nur noch um ihr Aussehen und ihre Figur. 
    Mini, die schon als Frühgeburt eine Herzoperation überstanden hat, ist kleiner als ihre Mitschülerinnen und wahrscheinlich wird sie auch nicht viel mehr wachsen. Als sie erfährt, dass man sie als kleinwüchsig bezeichnet, plant sie den Bau eines neuen Roboters, der sie im Alltag unterstützen kann. Doch für dieses Projekt würde sie die Hilfe ihrer Freundin Silla brauchen.
    Wie schon im Titel erwähnt, schreibt Mini an ihr Logbuch und vertraut ihm ihre Gefühle und Ideen an. Sie ist zwar eine kleine Person und aufgrund ihres Herzens soll sie sich auch etwas schonen, aber sie hat so viel Power und so viele Ideen, sie ist einfach ein großartiges Mädchen. Ich fand es sehr interessant zu lesen, was sich so im Kopf dieser Achtjährigen tut, um was sie sich alles sorgt und wie sie die Welt verbessern möchte. Witzig waren auch die Aussagen zu Alexander Gerst, den sie „Astro-Alex“ nennt. Dass Papa, der Pralinenhersteller, immer tröstend mit einer Praline daherkam, fand ich hervorragend.
    Das Buch ist in großen Buchstaben mit vielen Einschüben gedruckt und die Illustrationen sind so humorvoll, da macht das Lesen und Anschauen Riesenspaß.

    Dagmar Mägdefrau

    Mini ist eine liebevolle und witzige Geschichte über ein achtjähriges Mädchen, das trotz seiner winzigen Größe große Träume hat. Mini möchte unbedingt Erfinderin werden und gemeinsam mit ihrer besten Freundin Silla eines Tages den Nobelpreis gewinnen. Während viele andere Mädchen in der Schule davon träumen, Topmodel zu werden, und auch Silla sich diesem Wunsch kurzzeitig anschließt, bleibt Mini ihrem Traum treu. Mit viel Einfallsreichtum sucht sie nach Lösungen für die Herausforderungen, die ihre geringe Größe im Alltag mit sich bringt, und hofft dabei, dass Silla bald wieder an ihre gemeinsame Mission glaubt.
    Besonders gut gefallen hat mir die Gestaltung des Buches in Form eines Logbuchs. Die witzige Comic-Schrift und die liebevollen Zeichnungen machen die Geschichte noch lebendiger und passen perfekt zum Erzählstil. Themen wie Minis Kleinwüchsigkeit und die Bedeutung von Freundschaft werden sehr einfühlsam und zugleich mit viel Humor behandelt.
    Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen, weil es wichtige Themen auf eine leichte und unterhaltsame Weise vermittelt. Gerade Minis Gedanken und ihre kleinen Alltagsprobleme werden mit viel Witz erzählt. Das Lesen hat großen Spaß gemacht. Gerade für Leseanfänger ist das Buch hervorragend geeignet und bietet einen gelungenen Einstieg in die Welt der Bücher.

    Katrin Hemmerich
  • Floh im Ohr    

    Floh im Ohr    

    Markus Orths

    Mantje Hagemann

    Ueberreuter

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    Esmeralda hat leider ein sehr schlechtes Zeugnis und das liegt daran, dass sie einen kleinen Floh im Ohr hat. Und Casablanca flüstert ihn zu, sie solle Summen. Das tut sie dann auch. Als die Lehrerin sie an die Tafel bitte, damit sie eine Addition ausführt, kann sie das zwar nicht, aber es fällt auf, dass auch das ein Summe ist. Alle schimpfen mit Esmeralda und fordern, dass sie sich konzentrieren soll. 
    mehr oder weniger lesen
    Doch dann ist der Floh plötzlich verschwunden und Esmeralda lernt aus Langeweile. So bringt sie eine zwei mit nach Hause und die erinnert sie an einen Schwan. Dann wechselt die Perspektive und wir sehen Casablanca wie er durch den Gehörgang und den gelben Schmalz ins Gehirn gelangt. Was dort geschieht und wir er Esmeralda zu besseren Noten und vielen tollen neuen Melodien verhilft, das verrate ich nicht.
    Mit Großbuchstaben, vielen anschaulichen bunten Bildern ist das Buch für Erstleser, wenn auch 60 Seiten bedeuten, dass sie lange durchhalten müssen. Was mir gut gefällt ist, dass sich am Ende alles auf eine unerwartete Art regelt und wir jetzt endlich wissen, wie das mit dem Ohrwurm läuft. Witzige Ideen und Spielereien mit Begriffen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Emmi & Einschwein – Zaubern verboten! – Band 7

    Emmi & Einschwein – Zaubern verboten! – Band 7

    Anna Böhm

    Susanne Göhlich

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Ein Buch voller ungewöhnlicher Fabeltier mit besonderen ungewöhnlichen Eigenschaft. Da hat Anna Böhm schon eine ganze Menge Fantasie. Hier auf dem Cover sehen wir Emmi, die zum 10. Geburtstag, wie alle Kinder in Wichtelhausen, ihr Fabelwesen bekam. Einschwein ist ein niedliches Schweinchen mit einem gedrehten Horn auf dem Kopf und vielen witzigen Ideen im Kopf. 
    mehr oder weniger lesen
    Die beiden freuen sich auf das Große Fabelfest, zu dem alle auf Wichtelhausener auf den Marktplatz kommen. Doch leider stürzen die Drachen ab und auch sonst geht eine Menge schief und leider ist Einschwein wohl nicht ganz schuldlos. Doch dann taucht ein neues kleines Ferkel auf, Pigilino. Kann diese niedliche kleine Wesen wirklich Alles und zu wem gehört es?
    Eine Menge Kapitel, viele wunderschöne Bilder und tolle Fabeltiere, eine logisch aufgebaute Geschichte und viel Spannung machen das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Besonders die vielfältigen Eigenschaften der Fabeltiere haben es mir angetan, mein Favorit ist die Prankenschwester, eine Tigerin, die als Krankenschwester mit viel Empathie die Patienten versorgt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Gespensterjäger – Auf eisiger Spur – Band 1           

    Gespensterjäger – Auf eisiger Spur – Band 1           

    Cornelia Funke

    Simona Ceccarelli

    Graphix Loewe

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Der neunjährige Tom soll eine Flasche Saft aus dem „gruseligen“ Keller holen. Er hasst den Keller, weil er ihn unheimlich findet.
    Plötzlich steht ein schleimiges Gespenst vor ihm und erschreckt ihn! Niemand glaubt Tom seine Geschichte – außer seiner Oma. Sie schickt ihn zu ihrer besten Freundin Hedwig Kümmelsaft, einer erfahrenen Gespensterjägerin.
    mehr oder weniger lesen
    Als Tom mit ihrer Hilfe das Gespenst vertreiben möchte, erfährt er, dass Hugo, das Gespenst, selbst aus seinem Zuhause von einem größeren Gespenst vertrieben wurde. Ob die beiden es gemeinsam schaffen, Hugos Zuhause zurückzuerobern?
    Erst letztes Jahr habe ich mit meinem Sohn die Reihe von Cornelia Funke gelesen, und wir hatten dabei jede Menge Spaß. Umso mehr hat es uns gefreut, dass die Geschichte nun als Graphic-Novel-Reihe erscheint. (Hoffentlich alle Bände)
    Die Umsetzung ist hervorragend gelungen – es fehlt kein wichtiges Detail der Originalgeschichte. Die Illustrationen sind wunderschön und greifen viele bekannte Szenen und liebevolle Kleinigkeiten auf.
    Für einen Achtjährigen kann der Akzent des Gespensts beim Selberlesen zunächst etwas ungewohnt sein. Nach einer kurzen Eingewöhnung klappt das jedoch problemlos. Mein Sohn hat das Buch an einem Abend regelrecht verschlungen. Wir freuen uns schon sehr auf die nächsten Bände!

    Katrin Hemmerich
  • Schule mit Juli – Band 6

    Schule mit Juli – Band 6

    Petra Eimer

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir schon Anna, Paul und Max zusammen mit ihren Tieren. Zunächst hinten mit der Tafel Juli, das Pferd, das Paul zugelaufen ist. Das kleine schwarze Pony ist Juno, ihr kleiner Sohn, der zu Anna gehört und auf dem Tisch Watson, den Max von seiner Oma bekommen hat, als sie ausgewandert ist. 
    In der Schule gibt es Projekttage unter dem Motto: „Tiere – Was wir von ihnen lernen können“ und zum Start kommt sogar die Bürgermeisterin mit ihrem Therapiehund, der sie bei ihrer Diabetes unterstützt.
    mehr oder weniger lesen
    Die Schüler*innen sollen sich ein Projekt überlegen und es am Ende der Woche präsentieren. Als die Freunde sich zusammentun, erfahren sie davon, dass Max versetzungsgefährdet ist und deshalb muss das Ergebnis besonders gut werden. Zwei andere Freunde wollen sich nicht anschließen, sie hoffen, das KI alles für sie regelt. Schnell ist klar, dass sie eine Art Zirkus einüben wollen und so starten sie bei Herrn Hoppe, dem ehemaligen Besitzer von Juli, ihr Projekt.
    Wie immer lebt das Buch von den zauberhaften und so lebendigen Zeichnungen. Der Text der aufgelockert mit unterschiedlichen Schriftbildern gedruckt ist, liest sich auf diese Weise leicht. Natürlich ist es auch spannend, denn es geht immer wieder etwas schief. Zuerst müssen die Kinder und die Tiere eine Möglichkeit finden sich zu verständigen. Aber alle sind hochmotiviert und so wird es am Ende eine großartige Veranstaltung.
    Bei jedem neuen Band kommt es mir vor, als würde ich alte Freunde wiedertreffen, denn alle sind mir so vertraut. Ich habe aber auch einiges über Therapietiere erfahren und bin überzeugt, dass diese drei cleveren Tiere einen guten Job machen werden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Papafant – Angst im Dunkel? Ich doch nicht! – Band 1  

    Papafant – Angst im Dunkel? Ich doch nicht! – Band 1  

    Nicola Anker

    Patrick Fix

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir den ängstlichen Papa, der von seinen Kindern getröstet werden muss. In dem verschachtelten Haus ist einiges zu entdecken, während wir Mama am Computer arbeiten sehen, bringt der Papafant die Kinder ins Bett. Doch als er das Licht löschen möchte, möchten die Kinder wenigstens das Nachlicht anhaben.

    mehr oder weniger lesen
    Doch Papa, der auch nie klein war, hatte nie Angst im Dunkeln. Also erfindet er Übungen, die die Kinder länger werden lassen sollen. Doch beim Nachmessen hat sich nichts verändert. Danach wird auf den Betten Trampolin gesprungen bis eines unter Papas Gewicht bricht. Papa stellt die zerbrochenen Bretter vors Fenster. Nachdem er versucht noch mit anderen witzigen Ideen die Angst der Kinder zu vertreiben, macht er das Licht aus, um den Kindern zu beweisen, dass nichts passiert. Aber dann ruft er um Hilfe, erst sind die Geräusche unheimlich und dann sieht er eine Art Gespenst am Fenster. Da haben die Kinder Spaß, als sie Papafant zeigen können, dass nur die Bretter vorm Fenster so unheimlich aussahen. Papa sitzt schlotternd mit Decken auf dem Kopf und muss zugeben, dass er doch Angst hatte. Natürlich dürfen die Geschwister jetzt das Nachtlicht anlassen.
    Ganz tolle Bilder, voller Dynamik und Gefühl. Dazu eine Geschichte, dessen Ausgangssituation die Kinder sicher alle kennen. Einfach mit verständlichen Worten und total witzig erzählt. Ich freue mich schon, wenn Papafant wütend wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hiro und der Drache – Die magische Rikscha – Band 1

    Hiro und der Drache – Die magische Rikscha – Band 1

    Jasmin Schaudinn

    Julia Christians

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover ist der neunjährige Hiro zusehen, er fährt die Rikscha, die der junge Drache Fuju gebaut hat. Der Stil der Illustration erinnert an japanische Kunst, die Wellen im Hintergrund sogar an Hokusai. 
    Nach der Vorstellung der Protagonist*innen, steigen wir in die Geschichte ein. Hiros älterer Bruder ist aufgebrochen, um das Glück zu suchen, er fehlt dem Jungen und seiner alten Oma sehr.
    mehr oder weniger lesen
    Im Wald trainiert Hiro japanische Kampfkunst mit seinem unsichtbaren Bruder, als er ein Geräusch hört. Dann taucht ein Drache auf, der ihn bitte mit ihm die Rikscha aus der Höhle zu holen, denn er will damit ins Tal der flüsternden Winde fliegen. Er lädt Hiro ein ihn zu begleiten und dabei nach seinem Bruder zu suchen. Nach einer Bruchlandung in der Wüste geht es in einem Fluss weiter, denn die magische Rikscha kann auch schwimmen. 
    Neben der spannenden Geschichte, in der immer neue spannende Wesen auftauchen, gibt es eine Menge Aufgaben zu erfüllen. Wir lernen Schlangenzunge mit der Hand darzustellen, finden Dinge auf Bildern und machen mit beim Abenteuertalenttest. Unten auf der Seite ist ein Streifen ähnlich wie beim eBook zu sehen an dem wir unseren Lesefortschritt erkennen.
    Viele Bilder, kleine Comics und die große Spannung, damit lässt sich dieses Buch schnell lesen. Aber vorne im Buch gibt es einen QR-Code mit dem kann man sich das Buch auch vorlesen lassen und dabei den Text mitlesen.
    Für mich ein sehr überzeugendes Erstlesebuch, wenn es mit so viel Maggie und Abenteuer nicht klappt, dann habe ich auch keine Idee mehr.

    Dagmar Mägdefrau
  • Carlo von Catwig – Mopping

    Carlo von Catwig – Mopping

    Cora Gofferijé

    Christina Groth

    fe-Medienverlag

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Carlo kam als Niemandskatze in die Tierpension von Ida und lebt dort nun zusammen mit Fiesemöpp, dem Mops und Amboss, der ängstlichen Dogge. Fiesemöpp nutzt Amboss Ängste aus und versucht den Kater nach wie vor loszuwerden. 
    Es regnet und Ida wartet auf ein Paket, außerdem backt sie massenhaft Leberwurstmuffins und verspricht den Tieren eine Überraschung für den Nachmittag.
    mehr oder weniger lesen
    Als der Paketbote endlich kommt, ergibt sich eine günstige Situation für Fiesemöpp und er beißt den armen Mann, der sowieso schon in Angst wegen des Mops lebt, ins Hinterteil. Deshalb soll sich ein Hundetrainer um den Übertäter kümmern. Der macht zunächst Yoga mit Fiesemöpp, dann bekommt er einen Maulkorb. Als sich herausstellt, dass Fiesemöpps Zwillingsschwester, die inzwischen ein gefeierter Filmstar ist, als Überraschung anreist, ist Fiesemöpp entsetzt. Denn diese kapriziöse Hundediva moppt noch schlimmer als er und oft ist er das Opfer. Doch als diese Schwester entführt wird, machen sich unsere drei Helden auf, sie zu retten. Mitten in der Nacht geht es auf dem Rasenmäher der Nachbarn nach Pusemuckel. 
    Es gibt eine ganze Menge Abenteuer und Spannung in dieser Geschichte, aber wir sehen auch wie bösartig die beiden Möpse, die anderen und sich gegenseitig mobben. Im Nachwort gibt es deshalb viele Ratschläge wie man sich verhalten sollte, wenn Kinder sich überwinden und uns von ihrem Gemoppt werden erzählen. Manche Situationen mögen uns witzig erscheinen, aber wenn Fiesemöpp mit Amboss Angst spielt, dann ist das eine schlimme Sache. Deshalb freuen sich Amboss und Carlo zunächst, dass Fiesemöpp jetzt von seiner Schwester gemoppt wird und sie finden, jetzt weiß er mal, wie sie sich fühlen. Aber das Gefühl kennt er schon seit seiner Kindheit und er will wohl nicht wieder zum Opfer werden und ist lieber der Täter.
    Das Buch liest sich wie ein Krimi und wir erfahren einiges über Mobbing, lernen die Gefühle der Mobber und Gemobbten kennen und sehen, wie mutig Amoss auf das Wort „Box“ reagiert. Schaut aufs Cover, da seht ihr die drei Hunde beim Yoga und es ist einfach herrlich, wie die Bilder im Buch die Situationen so real und liebevoll darstellen. Ein besonderes Lob an Christina. Ich kann das Buch von ganzem Herzen empfehlen!

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Land wo die Eiscreme wächst     

    Das Land wo die Eiscreme wächst     

    Fulvio Testa

    Anthony Burgess

    Deutsch von Ludger Tolsdorf

    Elsinor

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Zwei Jungs stehen in der Eisdiele und zeigen auf ein Bild, das weiße Berge zeigt. So ist es auf dem Cover zu sehen. 
    Das Buch beginnt dann auch gleich mit einem Bergpanorama, diesmal sind die Berge bunt und haben Namen wie Lutschiama oder Vanillegipfel.
    mehr oder weniger lesen
    „Jakob, Tom und ich waren zum Essen ausgegangen“ als am Nachbartisch ein Mann die Frage der Bedienung, ob er Eis wolle mit „Nie wieder will ich Eiscreme auch nur sehen.“ beantwortetet. So erfuhren die drei vom Land, in dem die Eiscreme wächst. Mit dem Zeppelin geht es dort hin, schon von oben sind Rieseneishörnchen zu sehen. Nach dem Aussteigen kosten sie das Eis des Bodens und machen Fotos mit den Rieseneishörnchen. Sie machen sich Gedanken, wer wohl so große Eis essen kann, und sie finden vor einer Höhle leere Waffeln. Da taucht eine Art Bär mit Löffeln auf und sie gehen schnell weiter. 
    Auf jeder zweiten Seite steht ein kurzer Textblock und daneben gibt es sehr fantasievolle Landschaftsbilder. Die Überschriften lauten Mampftag, Eisdielentag oder Gemischtwoch und haben einen witzigen Bezug auf die Wochentage. Auf der letzten Seite taucht wieder die Eisdiele vom Cover auf und dort finden wir die drei als Kinder wieder. So wird alles zu einer kreativen fantastischen Geschichte. Ein wenig unheimlich waren die Eisriesen, die damit drohten, auch die drei Forscher zu essen, allerdings erst später. Das galt dem Enkel zu erklären.
    Ein ungewöhnliches Buch, das betrifft sowohl den Text als auch die Bilder. Mich hat es sehr angesprochen und ich bin gespannt auf die Reaktion der Kinder, wobei ich denke, dass eher Grundschulkinder richtig begeistert sein werden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Mucks Maus und Missjö Katz – Es kann nur einen geben!

    Mucks Maus und Missjö Katz – Es kann nur einen geben!

    Isabel Abedi

    Ina Hattenhauer

    Arena

    Leseempfehlung ab 8 Jahre


    Nach Öffnen des Buches sehen wir eine arabische Stadt und von dort stammen die Vorfahre von Mucks Maus, aber schon vor vielen Generationen kam ein Mäuserich nach Hamburg und verliebte sich in eine, dort in einem Vorstadtbahnhof lebende Hausmaus. Der einzige Nachfahre ist Mucks und er lebt weiterhin in dem still gelegten Bahnhofsgebäude.
    mehr oder weniger lesen
    Sein Mitbewohner Stanis Laus, der zum Glück kein Blut benötigt, ist uralt und sehr welterfahren und weise. Als eine Familie in den Bahnhof zieht, freundet sich der Mäuserich mit dem Sohn Rajo an und sie verbringen gerne die Sonntagnachmittage gemütlich zusammen. Bis zu dem Tag, an dem die Schwester einen Kater mit nach Hause bringt. 
    Papa und Baba werden die Väter der Kinder genannt und Baba ist ein Mann mit orientalischen Wurzel, genau wie die Maus und die Autorin. Mir gefällt diese Familienkonstellation sehr gut. Die Schwester, die gerne Mode entwirft und näht wirkt zu Beginn etwas abweisend, wird aber immer sympathischer. Die Geschichte um Stanis, die ich hier nicht verraten möchte, ist einfach faszinierend und sehr gut ausgedacht. So wird selbst eine Laus zum Sympathieträger.
    Natürlich geht es um Eifersucht, was der Untertitel schon ganz klar ausdrückt. Aber am Ende rettet Mucks den Kater und wird zum Helden.
    Die Illustrationen sind, wie schon auf dem Cover zu sehen, genau passend zur Geschichte. Da ist die Angst beim Kater, die Freude der Maus genau zu erkennen und die Familie ist so wie man sie sich besser nicht vorstellen kann. Perfekt!

    Dagmar Mägdefrau
  • Happiness Falls

    Happiness Falls

    Angie Kim

    Aus dem Englischen von Wibke Kuhn

    hanserblau

    Verlagsempfehlung junge Erwachsene

    Mia erzählt die Geschichte über das rätselhafte Verschwinden ihres Vaters. Ihr jüngerer Bruder Eugene, der aufgrund einer Autismus-Spektrum-Störung nicht sprechen kann, kehrt allein von einer Wanderung mit seinem Vater zurück. Niemand weiß, was passiert ist oder kann Hinweise auf den Verbleib des Vaters geben. Nachdem Mia, ihr Zwillingsbruder und ihre koreanische Mutter ihn zunächst erfolglos suchen, wird die Polizei eingeschaltet. Schon bald gerät Eugene ins Visier der Ermittlungen und wird verdächtigt, seinem Vater etwas angetan zu haben.
    mehr oder weniger lesen
    Das Buch ist aus Mias Ich-Perspektive geschrieben. Dadurch erlebt man ihre Gedanken und Gefühle in den einzelnen Situationen hautnah mit und taucht unmittelbar in die Probleme und Spannungen innerhalb der Familie ein. Gleichzeitig erfährt man viel über die Autismus-Spektrum-Störung sowie das Angelman-Syndrom, das mir vor der Lektüre ehrlich gesagt noch völlig unbekannt war.
    Die Handlung baut nach und nach einen gelungenen Spannungsbogen auf, der bis zum Ende bestehen bleibt. Mehrere unerwartete Wendungen sorgen dafür, dass man bis zuletzt nicht ahnt, was tatsächlich passiert ist.
    Besonders gut gefallen hat mir außerdem, dass das Buch die Bedeutung verbaler Kommunikation in unserem Alltag thematisiert. Es zeigt eindrücklich, wie Menschen, die aus physiologischen und nicht aus kognitiven Gründen nicht oder nur eingeschränkt sprechen können, häufig unterschätzt werden. Aufgrund von Vorurteilen wird ihnen oft fälschlicherweise eine geringere Intelligenz zugeschrieben – sei es wegen einer physiologische Behinderung oder aufgrund sprachlicher Barrieren.
    Insgesamt ist das Buch ein spannender und zugleich gesellschaftskritischer Roman, der nicht nur mit seiner Geschichte überzeugt, sondern auch zum Nachdenken über Vorurteile, Kommunikation und den Umgang mit Menschen mit Behinderungen anregt.

    Katrin Hemmerich