• Disko im Zoo

    Disko im Zoo

    Andrea Schomburg

    Barbara Nascimbeni

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir schon die Zootiere, die gemeinsam feiern wollen. Ganz vorne tanzen die beiden Pinguine, deren Geschichte hier in wunderschönen Reimen erzählt wird.
    Mitte Mai wird der Zoo abgeschlossen und alle Tiere freuen sich auf die Diskonacht.
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    Gerti Gnu schlüpft in die roten Hackenschuh und Schwein und Stinktier sprühen sich mit Parfüm ein. Dann sehen wir die ganze Truppe auf die Festtagswiese strömen und schon wird wild durcheinander getanzt. Die Pinguine Pong und Ping „tanzen ganz verliebt den Swing und der Ping sagt: “Nach dem Fest bauen wir ein Pinguinnest!“ Doch da sie zwei Männchen sind, wird das Nest leer bleiben. Doch dann meldet sich Marei, die Pinguinfrau, „und sie sagt zu Pong und Ping: „Das ist doch kein großes Ding. Kriegt ihr halt von mir ein Ei – ich leg eh ja immer zwei.“ So endet das Buch mit dem Schlüpfen der kleinen Emilie.
    Wir schön, dass hier so eine wundervolle unbürokratische Lösung gefunden wird, die unser Paar zu seinem Glück verhilft. Eine fröhliche Buch mit vielen feiernden Tieren, die aufeinander Acht geben und die ohne Vorurteile miteinander umgehen. Die herrlich bunten Bilder zeigen ein vergnügtes Fest und die Reime sind wieder so treffend und voller Witz und so prima vorzulesen. Einfach traumhaft schön.

    Dagmar Mägdefrau

  • Willkommen, Onkel Nouruz!   

    Willkommen, Onkel Nouruz!   

    Rashin Kheiriyeh

    Übersetzt von Susanne Seidita

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein wunderschön farbiges, fröhliches Cover, auf dem ein runder gedeckter Tisch von einem älteren Paar und Kindern umrahmt ist. Die schwarze Katze ist auch nicht zu vergessen, die im Buch auf jeder Seite zu finden ist.
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    Zunächst sehen wir eine Kinderzeichnung, auf der Kinder einen Schneemann bauen. Dann Onkel Nouruz auf einen fliegenden Teppich. Und dann starten wir mit der Anfangszeichnung, nur ist sie diesmal bunt und Naneh Sarma, die Großmutter des Winters, steht vor ihrem Haus. Zu Frühlingsbeginn soll dann Onkel Nouruz auftauchen. Es wird berichtet, dass die beiden sich immer verpassen würden.
    Dann geht es an die Vorbereitungen zum großen Frühlingsfest, es wird geputzt, eingekauft, sich neu eingekleidet, sich herausgeputzt, gekocht und der Tisch gedeckt. Alles das macht die Großmutter mit Hilfe der Kinder. Als dann alles fertig ist, schläft sie erschöpft ein und so verpasst sie wieder den Besuch von Onkel Nouruz.
    Im Nachwort erklärt uns die im Iran geborene Autorin, dass Nouruz „neuer Tag“ bedeutet und den Beginn des Frühlings und des persischen Neujahrs angibt. Hier lernen wir den Ablauf und die Tradition dieses Festes kennen und können uns mit Hilfe der wunderschönen Bilder vorstellen, wie schön so ein Neujahrsfest gefeiert wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Schiffsgeister – Der magische Kompass – Band 3

    Die Schiffsgeister – Der magische Kompass – Band 3

    Bettina Göschl

    Franziska Harvey

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Der Cover des dritten Bands zeigt - neben den uns bekannten Geschwistern und Geistern - auch eine niedliche kleine Meerjungfrau, die es schafft, aus der Gefangenschaft des Oktopus zu entkommen.
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    Diesmal würfeln die Geister eine 7 und es ist wieder fraglich, welche Zeit dahintersteckt, denn das Buch, in dem alles erklärt wird, ist ja verloren gegangen. Aber die Kinder sind clever und so sind es dann mindestens sieben Stunden, die den Geistern zur Verfügung stehen, bis sie wieder in ihre Flasche zurückmüssen. Und die Zeit nutzen die vier, um den magischen Kompass zu finden. Natürlich gibt es erst einmal ein gemütliches und ausgiebiges Frühstück. Dann besuchen alle vier einen Restaurator, den wir auch schon kennengelernt haben. Der kann bestätigen, dass Opa den Kompass gehabt hat, aber wo hat er ihn wohl versteckt? Um dahinterzukommen, fährt die ganze Familie und die Geister nach Irland. Doch leider ist der böse Oktopus immer hinter ihnen her. 
    Auch diesmal gibt es viele kleine Streitereien zwischen den Geistern und den Geschwistern, die Geister schaffen es nicht immer, sich ruhig zu verhalten und so gibt es viele lustige Situationen. Aber auch für Spannung ist reichlich gesorgt. So bibberte ich mit der kleinen Meerjungfrau und hoffte, dass sie sich befreien konnte. Der Besuch auf dem alten Schloss und die Begegnung mit dem Schlossgeist hat mir Spaß gemacht. Die vielen kleinen und einige farbige Illustrationen zeigen sehr schön den Ablauf der Geschichte. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und ob der Oktopus am Ende besiegt werden kann.

    Dagmar Mägdefrau


  • Im Zeichen der Kobra – Raub der Totenmaske – Band 1     

    Im Zeichen der Kobra – Raub der Totenmaske – Band 1     

    Fabian Lenk

    Thilo Krapp

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Weil ihre Eltern so viel arbeiten müssen, sie aber ihren Kinder die Welt zeigen wollen, fahren Yana und Yamon zu ihrem Onkel nach Ägypten. Da Professor Klawitter zurzeit bei Ausgrabungen beschäftigt ist, erforscht er zusammen mit den beiden eine versteckte Grabkammer. 
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    Hier stoßen sie auf ein Geheimnis und können sich mit Hilfe einer Gedichtzeile in magische Tiere aus dem alten Ägypten verwandeln. Diese Fähigkeit bringt sie zwar auch manchmal in Gefahr, aber dadurch können sie am Ende dazu beitragen, dass ein dreister Raub aus dem Ägyptischen Museum verhindert werden kann.  
    Ihr Gegner ist ein Gauner, der seinen dicken Dackel zum Kampfhund erziehen möchte und der sich nicht scheut, scharf zu schießen. An seiner Seite gibt es noch zwei einheimische Diebe, die ebenfalls schwer bewaffnet sind. Da ist sogar die Rede von einem Maschinengewehr.
    Das Cover zeigt Yana und Yamon vor Kairos Kulisse, daneben in der Verwandlung zur Katze, ihre große Schwester, eine sehr gute Karatekämpferin.
    Ich empfinde den Ganoven und seinen Hund sehr albern dargestellt und dazu passt für mich nicht die Brutalität, mit der die Räuber den Tod von Menschen in Kauf nehmen. Außerdem gibt es für mich eine sprachlicher Verwirrung. So spricht der Museumsdirektor, der den Kinder die Exponate zeigt, deutsch. Aber in welcher Sprache sprechen die Ganoven miteinander? Das wird nicht erwähnt. Mit viel Fantasie wird hier eine spannende Geschichte erzählt und zusätzlich erfahren wir noch einiges über die Zeit des alten Ägyptens.

    Dagmar Mägdefrau
  • Auf in die Berge! – Was Menschen in die Höhe treibt

    Auf in die Berge! – Was Menschen in die Höhe treibt

    Katja Seifert

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis, 2026

    Wissenschaftsbuch des Jahres, 2026

    International Creative Media Award, Award of Excellence , 2025

    „Was Menschen in die Höhe treibt“ ist der Untertitel, der auf dem Cover zu lesen ist, daneben sehen wir viel kleine Menschen, die die Berge hinaufsteigen. 
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    Ich, die ich nur mit der Gondel auf die Berge fahre und das sehr genieße, oben zu sein, habe mir oft diese Frage gestellt, denn das Bergsteigen ist ja ein sehr gefahrenvolles Hobby. Deshalb erstaunt es mich, dass es so viele Frauen auf die Gipfel zieht. Obwohl sie natürlich nach ihren Kindern gefragt werden, während man wahrscheinlich nicht mal weiß, ob die Männer Kinder haben. Um so wichtiger erscheint es mir, dass hier auf die Frauen, die solche Expeditionen organisiert haben, hingewiesen wird. 
    In den Einbänden gibt es Karten, auf denen die wichtigsten und höchsten Berge eingezeichnet sind. Zuerst wird auf die Gefahren hingewiesen, dann geht es um die Mythen, die sich um die hohen Berge ranken und dann geht’s los mit dem Bergsteigen. Es geht zunächst auf den Mont Blanc, der schon 1786 bestiegen wurde. Nach eine wissenschaftlichen Ausflug in die Kartographie, geht es um den Menschen und die Verträglichkeit der Höhe. Weiter geht es mit den zwei Frauen, die dann den Mont Blanc erklommen haben und die Ausrüstung, die sie benötigten. Später erfahren wir, dass eine moderne Ausrüstung auch ein leichteres Bergsteigen bedeutet. Nachdem die Alpen erobert wurden, geht es in den Himalaja.
    Das Buch bietet eine umfassende Geschichte des Bergsteigens, da geht es wissenschaftliche Erforschung, um Material und um die Menschen, die sich dieser Strapazen aussetzen. Die Illustrationen sind in Beigetönen gehalten und teilweise sehr klein gezeichnet. Sie zeigen sehr genau, wie kompliziert sich das Bergsteigen oft gestaltet. Auch für mich, die nicht den Wunsch hegt, einen Berg zu besteigen, ist dieses vielseitige Sachbuch sehr interessant gestaltet und geschrieben.

    Dagmar Mägdefrau

  • 7 Möwen fliegen los!  

    7 Möwen fliegen los!  

    Julia Reyelt

    Anna Taube

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 24 Monate

    Auf dem Cover des Pappbilderbuches sehen wir die Möwen auf den Pfählen sitzen.
    Die Möwe Heit (den Namen habe ich gleich gegoogelt, weil ich ihn noch nie gehört habe, er ist westfriesisch) möchte gerne, wie die Menschen, Urlaub machen. So eilt gleich eine andere Möwe mit ihrem Schwimmtier heran.
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    Da die nächsten Seiten immer ein Stück kleiner und danach wieder eine Nummer größer werden, hat das Anschauen einen ganz besondere Note. Denn schon auf der nächsten Seite kommen Dix und Dete dazu. Geert bringt eine Gabel als Federnkamm mit und Immo kommt nicht ohne Limo. Als Grit dann noch angeflogen kommt, kann der Urlaub los gehen. 
    Kleine kurze witzige Reime und Illustrationen, die Möwen mit Sonnenbrille und anderen Utensilien zeigen, machen dieses Buch zu einem schönen Bilderbuch für kleine Urlauber und durch die verschiedenen Längen der Seiten macht das Anschauen doppelt Spaß.

    Dagmar Mägdefrau
  • Körperquatsch mit Soße

    Körperquatsch mit Soße

    Johanna Klemet

    Tine Schulz

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das witzige Cover zeigt ein Kind, das Spaghetti direkt aus dem Teller isst und dem sie dann aus den Ohren wieder herauskommen. Daneben sehen wir noch ein paar andere Bilder, die wir im Buch finden werden.
    Die Spaghetti finden wir dann auch beim Inhaltsverzeichnis und auch immer wieder auf den Seiten des Buches.
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    Zunächst erfahren wir, um was es eigentlich geht. Es gibt da so Aussagen von Erwachsenen, die wohl dazu führen sollen, dass Kinder Dinge nicht tun, weil sie zu eigenartigen Folgen führen sollen. So platzt das Trommelfell bei lautem Gebrüll oder die Augen verderben beim Lesen im Dämmerlicht. All diese Dinge habe ich schon vor fast 70 Jahren gehört. Ich habe mich immer bemüht, sie nicht selbst zu sagen. Aber wer weiß…?
    „Nicht Schielen, das bleibt so!“ auch so ein Spruch, den ich oft gehört habe. In diesem Buch finden wir eine Schielanleitung, denn ich denke, es trainiert die Muskeln. Meine Augenärztin fordert mich bei der Untersuchung auch immer dazu auf. Kann uns das leckere und zu viele Essen aus den Ohren herauskommen? Hier wird erklärt, dass das technisch nicht möglich ist. Es gibt dazu eine Zeichnung des Kopfes.
    Mir gefällt es sehr gut, dass hier die Aussagen ernst genommen werden und es Beweise für ihre Unwahrheit gibt. Dazu gibt es einen Text und viele zum Teil sehr humorvolle Bilder. Mit diesem Buch lernt man eine ganze Menge und hat dabei soviel Spaß, dass man es nicht merkt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Carp City – Die Stadt des tanzenden Karpfens

    Carp City – Die Stadt des tanzenden Karpfens

    Aleksandra Mizielińska

    Daniel Mizieliński

    Aus dem Polnischen von Hannah Gemmel

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Nominiert für den Jugendliteraturüreis 2026

    Buch, Sticker und Stadtführer werden in einem schönen Schuber geliefert, hier erfahren wir schon einiges über den Ablauf des Spieles. „Stopp!“ steht groß auf dem Stadtführer, er darf erst gelesen werden, wenn man die Anleitung im großen Buch gelesen hat. Schon das Cover diese Buches ist voller winziger wimmeliger Illustrationen. 
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    Auf der Innenseite steht, was man alles benötigt und wie man spielt. Dann schlägt man eine Seite auf und sucht nach einer kleinen zunächst grünen Nummer. Diese gefundene Nummer schlägt man dann im Stadtführer nach. In den kurzen Texten steht dann eine Anweisung, wie es weitergeht. Manchmal gibt es etwas im Rucksack, der sich auf der letzten Seite des Stadtführers befindet, abzuhaken, manchmal darf man einen Sticker kleben. Hin und wieder muss der Hinweis noch ein wenig auf seine Anwendung warten. Auf der ersten Doppelseite des großen Buches sehen wir einen Kanal und einen riesigen Palast. Kleinformatig wird hier so viel gezeigt, dass man lange braucht, um sich einen Überblick zu verschaffen. Die kleine Stadtszene auf der nächsten Seite zeigt neben der Stadtmauer keine Häuser mit Gärten, in denen allerlei Menschen und Tiere leben. Auf den letzten Seiten sehen wir, dass diese Seiten zusammengefügt eine Stadt abbilden. 
    Das polnische Illustratorenpaar hat hier ein echtes Meisterwerk erschaffen. Diese detaillierten Zeichnungen, die bis ins Kleinste mittelalterliche Szenen abbilden, sind einfach so schön anzuschauen und ich glaube, ich werde immer wieder Neues entdecken können. Ich bin einfach fasziniert von dieser ungewöhnlichen Idee, aus einen Wimmelbuch ein Spiel im Stil eines Computerspiels zu machen. Lasst euch einladen in diese bunte wimmelige Welt und folgt den Anweisungen des Stadtführers und erlebt spannende Abenteuer.

    Dagmar Mägdefrau

  • Im Dschungel ist heut Tobetag

    Im Dschungel ist heut Tobetag

    Jasmin Schaudinn

    Anna Galitskaya

    Penguin junior

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt die vier Tiere, die in den Tierkindergarten (Tikita) gehen. Da ist tanzend das Elefantenmädchen Melody, die kleine Spinne Fee, der freche Tiger Ralle und das immer müde Faultier Fred zu sehen. Leider ist der Affe Flummi nicht zu sehen, wahrscheinlich ist er hoch in den Baum geklettert. 
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    Als die fünf in der Tikita ankommen, finden sie ihren Erzieher, die Boa Bolle, mit einem dicken Schal um den Körper vor, er hat sich erkältet und kann leider nicht auf die Tierkinder aufpassen. So passen die Tiere aufeinander auf und machen ein sehr eigenwilliges Frühstück. Im Regen bauen sie sich eine Höhle mit Dusche und als ihre Eltern sie abholen, haben sie einen ereignisreichen Tag verlebt. Da das Trödelfieber bei Bolle nicht zurückgegangen ist, haben die Eltern sich abgesprochen, auf die Kinder aufzupassen. Am ersten Tag ist es der Spinnenpappa, der die Kinder beschäftigen muss. Sie stellen eine tolle Vorstellung auf die Beine, in der alle zeigen können, was sie gut beherrschen.
    In zwölf Kapiteln, in denen viele lustige Sachen passieren, wird uns von der Tikita berichtet. Da haben die Eltern, die aufpassen, einschließlich Opa Krokodil, der auch mal einen Tag mit den Kleinen verbringt, viel Fantasie aufgebracht, aber auch die Kleinen haben jeden Tag neue verrückte Einfälle, die sie ausleben. Witzig erzählt und mit ganz vielen fröhlich bunten Bildern eignet sich das Buch für Vorschulkinder zum Vorlesen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Nadja und Elias feiern Pessach

    Nadja und Elias feiern Pessach

    Eva Lezzi

    Anna Maria Praßler

    Cyndia Hartke

    Vermes- Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Tante Darja hebt das Glas, auf dem festlich gedeckten Tisch steht der große runde Sederteller mit den Speisen, die alle eine symbolische Bedeutung haben. 
    Nadja und Elias sind befreundet und als sie am Spielplatz auf dem Klettergerüst sitzen, lädt Nadja ihren Freund zum Pessachfest zu sich nach Hause ein.
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    Nicht nur die Männer tragen eine Kippa, auch die emanzipierte Tante vom Cover trägt eine bunte Kippa. Auf den Teller liegt ein kleines Buch, die Hagadda, darin steht die Geschichte des Auszugs aus Ägypten, die gleich in unterschiedlichen Sprachen vorgelesen wird. Da der nette Großvater aus Russland stammt wird, Elias nicht nur auf Deutsch, Hebräisch sondern auch auf Russisch begrüßt. 
    Wir nehmen an diesem wichtigen jüdischen Fest zusammen mit Nadjas Familie, Elias und seinem Vater teil. Wir erfahren, wie der Ablauf ist und warum in den nächsten Tagen Mazzen, ungesäuertes Brot, gegessen wird. Pessach ist mir vom Namen her ein Begriff und ich weiß auch, dass dieser Termin mit unserem Osterfest zusammenhängt. Im Alten Testament wird uns berichtet, dass Gott die Juden aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat.
    Die Illustrationen zeigen uns sehr realistisch die einzelnen Abschnitte der Feier und der Text erklärt, warum alles genauso ablaufen muss. Ich habe mich so gefühlt, als wenn ich ebenfalls zu Gast wäre. Unterhaltsam, informativ und sehr gut verständlich zeigt uns dieses Bilderbuch etwas über die jüdische Kultur und ich finde es sehr wichtig, etwas darüber zu erfahren. Denn was man kennt, ist nicht mehr fremd. Auf den letzten beiden Seiten gibt es noch einige Sachinformationen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Denni, Klara und das Haus Nr. 5    

    Denni, Klara und das Haus Nr. 5    

    Brigitte Werner

    Birte Müller

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover stellen sich bereits Denni, Klara, die zunächst unfreundliche Nachbarin Frau Schönegans und der Hund Lothar, „der beste Bluthund aller Zeiten“ vor. Auch im Buch gibt es eine Menge Zeichnungen zur Geschichte, die, obwohl einfach gestaltet, viel aussagen.
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    Im Haus Bebelstraße Nummer 5 ziehen neue Leute ein und Klara freut sich, als sie ein Schmusetier in der Umzugskiste entdeckt. Dieser himbeerrote Hase namens Rübe gehört Denni, der dann auch gleich auftaucht und Klara mit seiner freundlichen Art sofort von sich einnimmt. Nachdem Denni seinem Papa Bescheid gesagt hat, darf er zu Klara nach Hause und so lernt er dann Hugo kennen, den Bären von Klara. Zusammen verbringen die beiden Zeit, in der sie Klaras Essen gemeinsam aufessen. Dabei bemerkt Denni, dass „Erbsen voll okay“ sind und Klara ergänzt, „Voll okay, dieser Tag“. Am Abend freut sich Mama, dass Klara jetzt jemanden zum Spielen hat. Am nächsten Tag schimpft Frau Schönegans mit den beiden, weil sie in der Mittagpause Lärm im Flu machen. Die buntgekleidete Frau Miera aus dem Dachgeschoß weiß, dass „Das Leben Platz für alle hat!“
    Damit meint sie Denni, über den Frau Schönegans eine blöde Bemerkung gemacht hat.
    Erst zu Ende des Buches wird erwähnt, dass Denni ein Chromosom mehr hat, woraus Klara schließt, dass er deshalb auch von anderen Sachen, wie Freundlichkeit und Spaß, mehr hat. So schafft es Denni mit seiner Art, aus den Hausbewohnern sowas wie Freunde zu machen. Menschen, die sich mögen und gegenseitig unterstützen.
    Ich lege das Buch nur ungern aus der Hand, denn es ist ein Buch, das ich gerne weiterlesen möchte. Ich möchte noch mehr von der guten Laune und der netten Art dieser Menschen erfahren. Obwohl es auch ein paar sehr traurige Tage gibt, halten am Ende alle zusammen und gerade die strenge Frau Schönegans verwandelt sich zu einer verständnisvollen alten Dame, der ich gerne nacheifern möchte. Neben dem liebevollen Inhalt lebt das Buch von seinen wunderschönen Wortschöpfungen und deren besondere Anwendung durch Denni.
    „Ich wundere.“

    Dagmar Mägdefrau
  • Irma hebt ab  

    Irma hebt ab  

    Marco Viale

    Aus dem Italienischen von Pia Jüngert

    Mixtvison

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Die Hexe Irma hat die Nase voll von ihrem Hexen-Dasein, denn ihrer Meinung nach sind Hexen längst aus der Mode. Doch durch eine mutige Tat steht sie plötzlich im Rampenlicht und ist auf einmal sehr gefragt. 
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    Schnell merkt sie jedoch, dass Ruhm nicht alles ist und sie ihr altes Leben mit ihren Freunden vermisst – vielleicht war es doch schöner, als sie dachte?
    „Irma hebt ab“ ist als Erstlesebuch wunderbar geeignet. Die Sätze sind angenehm kurzgehalten und die Texte übersichtlich gestaltet, sodass Kinder beim Lesen nicht überfordert werden. Besonders schön sind die liebevoll gestalteten Illustrationen, die der Autor selbst gezeichnet hat – beim Betrachten entdeckt man immer wieder kleine Details. Am Ende der Geschichte regen passende Fragen zum Text noch einmal zum Nachdenken und Mitmachen an.
    Wir hatten viel Spaß beim Lesen, und mein Sohn hat mir das Buch sogar an einem Abend komplett vorgelesen.

    Katrin Hemmerich


  • Erben des Imperiums – Der Anfang – Band 1    

    Erben des Imperiums – Der Anfang – Band 1    

    Oskar Källner

    Karl johnsson

    Übersetzt von Maike Dörries

    ATRIUM

    Leseempfehlung ab 10 Jahre

    Alice und ihr jüngerer Bruder Elias wohnen zusammen mit ihren Eltern in Schweden. Der rothaarige bärtige Vater, Typ Wikinger, repariert Autos und er hat für seine Frauen einen alten Volvo flott gemacht. 
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    Damit ist die Mutter oft im Wald unterwegs, sie ist Wissenschaftlerin. Doch nach einem lauten Streit der Eltern kommt sie nicht wieder nach Hause. Die Polizei verdächtigt den Vater und so fliehen die Kinder vor dem Jugendamt in den Wald. Hier wird Alice von einem unheimlichen Wesen angegriffen und Brock ein alter Freund der Mutter kann sie retten. So erfahren die Kinder, dass ihre Mutter auch ein außerirdisches Wesen ist. Zum einen ärgern sie sich, dass sie belogen, wurden zum anderen möchten sie ihre Mutter suchen und retten. So fängt für sie ein spannendes Abenteuer im Weltraum an. 
    Das Cover zeigt die Kinder und Brock, eine Art Riesenechse, den Kapitän des Raumschiffes. Der Einband ist sehr einfach und erinnert mich an die Taschenbücher meiner Jugend. Neben der Geschichte gibt es ganze Seiten mit Kacheln kleinerer Bilder passend zum Kapitel.
    Hier werden ganz neue Außerirdische erdacht und mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten ausgestattet. Das geht von Selbstheilung bis zur gedanklichen Lenkung des Raumschiffes. Die Begegnung mit einem feindlichen Raumschiff wurde sehr spannend geschildert und das Ende verlangt nach einem schnell erscheinenden nächsten Band.

    Dagmar Mägdefrau

  • Zwei ganz besondere Freunde   

    Zwei ganz besondere Freunde   

    Aline Portman

    Aus dem Niederländischen von Eva Schweikart

    Mixtvison

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den kleinen rothaarigen Jungen mit der großen runden Brille, der seine Buch in der Mähne eines Löwen liegend liest.
    Dieser Junge wünscht sich, wie so viele Kinder ein Haustier, aber es soll schon ein ganz besonderes sein.
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    Da denkt er zuerst an einen Wal, und wir sehen Theo mit dem Wal an der Leine spazieren gehen. Dann kommen ihm doch berechtigte Zweifel und es ist schon witzig, die Bilder anzuschauen. Als nächstes wählt er einen Bären, aber das scheitert an am Winterschlaf des Tieres. Als nächste kommt ein Löwe in Frage, 
    Dann lernen wir Oskar, den Hund, kennen. Er wollte kein gewöhnliches Herrchen. So erträumt er sich einen Wikinger oder eine Königin. Werden die beiden zusammenkommen?
    Die Illustrationen sind sehr minimiert, auch farblich sehr eingeschränkt und zeigen trotzdem sehr genau, was uns der kurze Text beschreibt.
    Für mich ein Buch, dass Potenzial zu einem Klassiker hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hundertsiebenundachtzig Tage

    Hundertsiebenundachtzig Tage

    Ludovic Lecomte

    Aus dem Französischen von Nadine Püschel

    Mixtvison

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Ganz in sich versunken, den Blick nach unter gerichtet, sehen wir den gezeichneten Jungen auf dem Cover.
    „Höhlensyndrom“ nennt sich der Zustand, in dem er sich seit 187 Tagen befindet.
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    Sein Ziel in den nächsten Stunden ist es das Haus zu verlassen und einen Brief an eine Freundin einzuwerfen. Nachdem der Schüler plötzlich nicht mehr die Wohnung verlassen konnte, igelt er sich zu Hause ein. Seine Therapeutin hat sich darauf eingelassen ihn telefonisch zu unterstützen. Zu Freunden und Familie hat er den Kontakt verloren, während seine hilflosen Eltern versuchen ihn zu unterstützen. 
    Die Geschichte wird aus der Sichte des Jungen geschrieben und die Buchstaben passen sich mit der Groß- und Kleineschreibung dem Gemütszustandes des Jungen an. Auch die Zeichensetzung fehlt manchmal völlig. Das Buch hat nur etwas über 100 Seiten und im Text gibt es große Freiräume und SMS-Texte. Es ist also schnell zu lesen, aber trotzdem könnte ich die Empfindungen sehr gut nachvollziehen. Ich würde meinen, der Text geht unter die Haut und hinterlässt einen Nachgeschmack der Ängste, die der Protagonist durchleidet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die verborgenen Bilder    

    Die verborgenen Bilder    

    Maja Ilisch

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Buch des Monats April 2026

    Frieke hat eine unbändige Wut, denn ihr Leben hat sich, nachdem ihr Vater sich in einen Mann verliebt hat, zum Schlechten verändert. Sie muss mit ihrer älteren Schwester und ihrer Mutter in ein Mietshaus, in eine Wohnung ziehen. 
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    Das einzig Tröstliche sind Zeichnungen, die ein Mädchen vor langer Zeit auf der Wand ihres Zimmer hinterlassen hat. Wenn Frieke ihre Hände auf die Zeichnungen legt, reist sie in das Jahr 1928 zurück und dort trifft auf Ilsabeth. Sie ist wie Frieke 12 Jahre alt und wohnt mit ihrer großen Familie in der Wohnung, die Friekes Mutter gemietet hat. Ilsabeth hat die Gesichter auf die nackte Wand gemalt und eine der Figuren ist eine Schauspielerin. So kommt es, dass beide gemeinsam in einen Stummfilm gehen.  Begleitet werden sie von Ilsabeths großem Bruder, der schon studiert. Frieke ist entsetzt, als sie beim Kaffeetrinken von seiner Judenhetze hört. Doch kann sie etwas ausrichten? Sie soll ja nicht in den Lauf der Geschichte eingreifen.
    Mit Entsetzen muss Frieke feststellen, dass sie sich einige der Ansichten aus der Zeit, als Hitler schon ein Thema war, angeeignet hat. Erst eine schreckliche Tat, die ihren Vater ins Krankenhaus bringt, rüttelt sie auf.
    Faszinierend wie die Autorin es mit dieser Zeitreise schafft, uns die Zeit der 1920er Jahre lebhaft näher zu bringen. Wir lernen mit Frieke diese nette Großfamilie kennen und erleben, wie sie von Hitlers Ideen überzeugt sind. Aus dem Rückblick sehen wir die Gefahr, aber wir sollten auch die heutige Gefahr erkennen und nicht genau wie die Familie Vossen blind Versprechungen glauben. So ist der Abschluss des Buches mit der Teilnahme an einer Demo gegen Rechts ein hoffnungsvoller Abschuss des Buches. Unbedingt lesen!

    Dagmar Mägdefrau

  • Gute-Quatsch-Nacht     

    Gute-Quatsch-Nacht     

    Jussi Jubitsch

    Susanne Straßer

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein wildes Durcheinander an Tieren liegt mit dem Kind im Bett und das Buch ist gespickt mit wunderschönen Zungenbrecherworten. 
    Zunächst gibt es in der Hütehundehütte 5 Hüttenhütehunde, wir sehen sie übereinander in den Betten liegen und einer steigt noch die Leiter hinauf.
    mehr oder weniger lesen
    Weiter geht es mit 4 Froschpfützenfrösche mit Pfützenfroschmützen. Wir sehen sie mit ihren lustigen Kopfbedeckungen im Teich schlummern. Die Schleiereulenscheune wird von 9 Scheunenschleiereulen bewohnt und sie sitzen zusammen auf der Stange und wechseln die Schleiereulenschleier jede Nacht. „Hätt´ ich nicht gedacht!““
    So einen winzigen witzigen Reim gibt es zu jedem Textende. Die Zahlen von 1 – 10 kommen durcheinander mit immer anderen Tieren, die besondere, schwer auszusprechende Namen haben, vor. Und ich finde es total lustig, habe aber auch leicht Zweifel, ob ich den Text halbwegs fehlerfrei vorlesen werde. Aber ich freu mich drauf, es zu probieren.
    Es geht um Zahlen, Tiere und ein Kind, aber hauptsächlich um Spaß und das finde ich sehr wichtig. Einfach mal gepflegt albern sein. Ach ja, ehe ich es vergesse, die Bilder sind auch sehr gelungen und passend.

    Dagmar Mägdefrau


  • Oma läuft einen Marathon – Warum Bewegung für unseren Körper wichtig ist

    Oma läuft einen Marathon – Warum Bewegung für unseren Körper wichtig ist

    Vanessa Schmitthauser

    Nadine Bougie

    Zaradiso

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    In diesem dünnen Heft erfahren wir von der siebzigjährigen Oma Marion, die den Marathon läuft. Auf dem Titelbild sehen wir sie zusammen mit ihrem Enkel Jan durch den Park joggen.
    Immer mittwochs ist bei Jan der Oma-Tag. Seine Oma ist nicht nur fit, sie hat auch lustige Ideen.
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    Aber zunächst berichtet sie ihrem Enkel, welche Voraussetzungen eine sportliche Betätigung besonders in ihrem Alter benötigt. Da wird zunächst ein Check-up bei der Ärztin gemacht, dazu gehört auch ein Belastungs-EKG, wie wir auf dem Bild sehen. Oma vergleicht unseren Körper mit einem Auto und erklärt, dass man auch ein Auto nicht immer zu schnell fahren soll. Genauso sollten wir auch unser Körper nicht überbelasten. Zur Erklärung sehen wir Bilder vom Inneren unseres Körpers. Zum Thema Immunsystem sehen wir Jan als „Immunpolizist“ gegen Viren kämpfen. Im Kreis rennen findet Jan aber langweilig, doch Oma rät ihm, dabei die Umgebung zu beobachten. Danach geht es um die gesunde Ernährung, auch wenn Jan meint „Mein Motor läuft am besten mit Gummibärchen“.
    Es wurde hier eine sehr schöne Mischung aus Erzählung und Information zusammengestellt, die sich sehr angenehm (vor-)lesen lässt. Jan und damit die Kinder, die das Buch lesen, erfahren eine Menge über ihren Körper, aber auch über Bewegung und wie wichtig sie für uns ist. Sowohl für Kinder als auch für Senior*innen. Die Bilder sind realistisch und gut verständlich.

    Dagmar Mägdefrau