• Das Lesefest mit Uhuwe – Band 2

    Das Lesefest mit Uhuwe – Band 2

    Christelle Saquet

    Tatjans Mai-Wyss

    Aus dem Französischen von Anna Taube

    Bohem

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Unsere drei Freunde aus dem ersten Teil „Uhuwe liest vor“ haben lesen gelernt und alle sind zusammen mit dem bebrillten Uhu hinter dem großen Buch zu sehen. Diesmal soll es ein Lesefest geben.
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    Alle drei haben schon Leckereien bereitgestellt und dann liest zuerst der Dachs vor. Doch er liest ohne Punkt und Komma in einem durch. Der Hase liest vor Angst so leise, dass man ihn nicht verstehen kann. Als dann das Eichhörnchen Silben einzeln liest und sich ständig verhaspelt, platzen die Drei vor Lachen. Am Abend berichten sie Uhuwe von ihren Problemen. Er nimmt sie mit in seine wunderschöne Baumbibliothek und sie sind fasziniert von den vielen Büchern. Mir gefällt das Bild auch ganz besonders gut und ich würde auch gerne mal dort hineinschauen wollen. Dann gibt er allen einen Rat, wie sie ihr Vorlesen verbessern können und ich glaube, das können auch viele kleine Leser*innen beherzigen. 
    Eine schöne Geschichte über das Vorlesen, denn wir alle haben lernen müssen, wie wir es am besten machen, dass die anderen uns gut verstehen können und dem Vorlesen gerne lauschen.

    Dagmar Mädefrau
  • Ganz am Anfang war der Ball

    Ganz am Anfang war der Ball

    Will Gmehling

    Antje Damm

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nominiert für den Jugendliteraturüreis 2026

    Das Buch muss einfach laut gelesen werden, denn dann kommen die vielen lustigen Namen und Orte, Verben und Plätze so richtig zur Geltung. Da fließen mir die Sätze fröhlich von der Zunge. 
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    „Fuß & Ball gehört zusammen,
    einerlei, woher sie stammen.
    Blaue Flecken, Kratzer, Schramme:
    Wir sind Feuer, wird sind Flamme!“
    Da wird noch so ganz nebenbei erwähnt, dass wir alle doch gleich sind. Und das Bild dazu zeigt verschiedene Füße mit den unterschiedlichsten Schuhen oder auch ganz ohne diese. Aber wenn man ganz genau hinschaut, sitzt eine Schnecke auf dem Fußball, Ameisen laufen durchs Bild und neben dem Rucksack, in Superman-Farben, liegt ein Kronkorken.
    Genauso witzig sind die anderen Seiten, da wird gejubelt, Trikots gewaschen, Fußball geguckt und gespielt. Es gibt so viel zu entdecken und einige Sachen tauchen auch immer wieder auf und die Suche macht so richtig Spaß.
    Fazit: Ein Fußballbuch mit wunderbar witzigen Reimen und Illustrationen, die mich total begeistern.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das war ich nicht! Das waren die Piraten!

    Das war ich nicht! Das waren die Piraten!

    Sabine Kranz

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Wilde Piraten schauen uns von Titel an, ganz vorne steht das kleine Mädchen, die uns auf der ersten Seite ihren Papa vorstellt. Er hat sie vom Kindergarten abgeholt und nun gehen sie noch schnell was einkaufen, Flora hat viel zu erzählen, aber der Papa hört nicht richtig zu. 
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    Er hat noch viel Hausarbeit zu erledigen. Doch Flora will freiwillig aufräumen, Sie fragt die Piraten, ob sie ihr helfen. Als Papa dann verwundert fragt „Huch!? Was ist den hier passiert?“, als er das Zimmer betritt, antwortet Flora mit dem Buchtitel. Auch das Badezimmer setzten die Piraten unter Wasser und als dann noch ein Pfannkuchen in Papas Gesicht landet, schickt er seine Tochter auf den Hof. Hier lernt Papa dann die Piraten persönlich kennen.
    Die Zeichnungen in diesem Bilderbuch sind genau so verwegen wie die Piraten, vielleicht haben sie es auch gemalt? Bunt, wild und voller Lebensfreude. Der kurze Text wird durch Sprechblasen ergänzt und unsere Kinder sind um eine Ausrede reichen, wenn es mal wieder was zu meckern gibt. Fantasie- und humorvoll, ein echter Piratenschatz! Und für die, die meinen, auch Männer sollten Carearbeit leisten, ist dieser Papa ein Paradebeispiel.

    Dagmar Mägdefrau

  • Furzipups der Knatterdrache  – Pappe

    Furzipups der Knatterdrache  – Pappe

    Kai Lüftner

    Wiebke Rauen

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Niedlich schaut der kleine bunte Drache uns vom Cover aus an. Oben auf der Seite ist eine Vertiefung und dort versteckt sich das Pupsgeräusch, das wir durch einfaches Drücken auslösen. 
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    Die anderen, ebenso bunten Drachen sehen sehr ungewöhnlich aus. Sie haben z.B. drei oder fünf Augen, aber auch nur eines. Aber sie können alle Feuer speien.
    „Alle Drachen dieser Erde, spucken Feuer bei Gefahr, nur Furzipups nicht, leider wahr.“ Wenn Furzipups es probiert, entweicht ihm nur ein Pups. So viel der kleine Drache auch übt, es gelingt ihm immer nur ein Pups. Scharfes Essen und baden in Lava, alles hat keinen Erfolg. So kommt er zu dem Schluss „Feuerspuken ist nur Stress, dachte sich, dann lässt du es.“ So erfreut er die anderen mit seinen rhythmischen Pupsgeräuschen. Und die Moral von der Geschicht: „Fühlst du dich unverstanden? Dann sing dein eignes Lied, und pupse, wenn es sein muss, in deinem eigenen Beat.“
    Eine lustige Geschichte mit fröhlichen, bunten Bildern, aber mir ein bisschen flach. Die Kinder werden, dass ist zu erwarten, das Pupsen und das darüber sprechen mögen. Meine ersten Zuhörer sind auf jeden Fall sehr begeistert, wenn die Furzipupsbücher auftauchen.
    Dieses Buch ist nun ein Pappbilderbuch und damit sehr gut geeignet für kleine Hände.

    Dagmar Mägdefrau

  • Komm, entdecke die Tiere

    Komm, entdecke die Tiere

    Masha Shu

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 18 Monaten

    Schon das Cover fällt auf durch das blauglänzende Wasser und die Löwenmähne, die aus weicher Wolle besteht und die man gerne streicheln möchte. Auf der ersten Doppelseite sehen wir den kleinen Tiger, der sich verlaufen hat, zum Glück wirft ihm ein Mädchen eine Strickleiter zu und so kann er zu ihr in den Korb eines Heißluftballons klettern.
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     Hier im Wald gibt es eine Menge Tiere und einige finden wir unter Klappen. Die Krähe wird durch eine Wolke aus Filz verdeckt, die wir herabklappen können und der Fuchs hat eine weiße Schwanzspitze, die sich wie Watte anfühlt. Auf der nächsten Seite sind wir in der Arktis und hier hat der Eisbär ein schönes kuschelig weiches weiße Fell. 
    Nach dem Meer und der Savanne kehrt der Tiger dann in den Dschungel heim zu seiner Mama.
    Ein fröhlich buntes, großformatiges Pappbilderbuch mit vielen überraschenden Extras. Da kann ein kleines Kind viel entdecken und die kleinen Texte sind spannend zu lesen. Ein wirklich tolles Buch für unsere Lesekiste. Meine Enkel hatten schon viele Spaß damit, obwohl sie nicht mehr ins Lesealter passen.

    Dagmar Mägdefrau


  • Zippi – Die Ziege

    Zippi – Die Ziege

    Michaela Freund

    Paracelsus Verlag

    Autorenempfehlung ab 2 Jahre

    Die kleine weiße Ziege Zippi hüpft über die Wiese, im Hintergrund sind hohe Berge zu sehen.
    Wir werden aufgefordert, Zippi zu helfen und sie zurück zu ihrer Herde zu bringen, dazu müssen wir zunächst den Spuren folgen.
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    Damit es losgeht, müssen wir zunächst zweimal auf die Seite klopfen, und schon wird Zippi erste beim Rennen. Mit mir an ihrer Seite, ist sie mutiger geworden. Damit werde ich irgendwie Teil der Geschichte. Als dann ein Gewitter aufzieht, halte ich das Buch als Schirm über die kleine Ziege. Danach pusten wir gemeinsam die Wolken weg. Wieder gibt es einen Dank für meine Hilfe. Doch dann verirrt sich die kleine Ziege und mein „Hallo“-Ruf hört eine Bäuerin, die die Ziege mitnimmt auf ihren Bauernhof.
    Hier ist es zwar sehr schön, aber Zippi sehnt sich nach ihrer Herde und als die Tür offensteht, macht sie sich auf den Weg. Selbstverständlich begleite ich sie und unterstütze sie immer wieder.
    Es gibt eine Szene, als Zippi sich am Abend in eine Höhle rettet und dort ein Feuer anzündet, das sie am nächsten Tag auspustet. Darauf hätte ich gerne verzichtet, weil die sonst sehr realistische Geschichte dadurch ins Fantastische abweicht.
    Insgesamt gefällt mir das Abenteuer von Zippi sehr gut und die Aufforderungen zum Mitmachen lassen die Leser an allem teilnehmen. Meine Enkelin, die schon 6 Jahre alt ist, hat Zippi gerne begleitet und sie sehr schön unterstützt bei ihrer Rückkehr zur Herde.
    Die Illustrationen sind einfach gehalten und ergänzen die kurzen Texte ganzseitig.
    Ein vielseitiges Mitmachbuch über das Abenteuer einer kleinen Ziege, die allein zurück zu ihrer Herde läuft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Rocky, die Roboterkatze

    Rocky, die Roboterkatze

    Thorsten Winskowski

    BoD

    Autorenempfehlung ab 8 Jahre

    Elli schaut liebevoll auf ihre Katze, die leider keine Echte ist, deshalb leuchtet ein Herz auf ihrer Brust.
    Mini ist das Kuscheltier der achtjährigen Elli und sie wünscht sich so sehr eine echte Katze, doch leider hat ihre Mutter eine Allergie und deshalb ist die Anschaffung eines Katze leider für die Familie nicht möglich.
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    Wie gut ist es da, dass Ellis Papa ein echter Erfinder ist, und um seine Tochter zu trösten, baut er in seinem Keller eine Katze zusammen. Und so präsentiert er eines Morgens eine Roboterkatze, die er Rocky nennt. Zunächst ist dieses Tier, über das sich Elli sehr freut, nur eine Maschine, aber im Laufe der Geschichte entwickelt sie so etwas wie Gefühle. Da sie dann auch noch sprechen kann, wird sie zu einem echten Katzenfreund für Elli.
    Ich glaube, alle Kinder wünschen sich ein Haustier und oft scheitert es an einer Allergie der Eltern. Hier ist die Lösung eine Maschine, die aussieht wie eine Katze. Dass sich dieser Roboter allerdings, dadurch dass er sprechen kann, mehr zu einer menschlichen Kreatur entwickelt, gefällt mir nicht. Das macht die Geschichte sehr fantastisch und so wundert es mich nicht, dass Elli diese „Katze“ noch besser findet als eine echte Katze.
    Es gibt einige niedliche Illustrationen, die mit KI erstellt wurden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kuschelflosse – Abenteuer tief im Meer – Das geheimnisvolle Zauber-Riff – Band 1 

    Kuschelflosse – Abenteuer tief im Meer – Das geheimnisvolle Zauber-Riff – Band 1 

    Nina Müller

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Kuschelflosse hört im Unterwasserradio etwas über das geheimnisvolle Riff und darüber, dass dort eine Zauberschildkröte wohnt, die Wünsche erfüllen kann. Gemeinsam mit seinen drei Freunden begibt sich Kuschelflosse auf den Weg dorthin. Unterwegs erleben sie einige Abenteuer.
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    Kuschelflosse ist ein sehr schöner Auftakt einer Erstleser-Reihe, die für leicht fortgeschrittene Leseanfänger gut geeignet ist. Die Schrift ist etwas größer und die Illustrationen sind wunderbar fantasievoll und laden zum genauen Schauen und Entdecken ein. Wir haben das Buch abends gemeinsam gelesen. Mein achtjähriger Sohn hat mir mit viel Spaß vorgelesen und dabei sehr viel gelacht. Aber es wird auch immer wieder spannend. Die nächsten Bände werden jetzt sicher für uns folgen.

    Katrin Hemmerich

  • Helden der Weide – Möge das Horn mit dir sein – Band 1   

    Helden der Weide – Möge das Horn mit dir sein – Band 1   

    Rosa Marin

    Betina Gotzen-Beek

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Hochlandrind Shaggy zieht auf den Biohof von Bauer Obbo ein. Dort freundet er sich schnell mit den anderen Rindern und den übrigen Tieren des Hofes an. 
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    Als geheimnisvolle Kräuterdiebe ihr Unwesen auf dem Hof treiben, fassen die Tiere gemeinsam einen Plan, um die Diebe zu stellen.
    Der erste Band von Helden der Weide ist ein sehr lustiges Kinderbuch. Es ist spannend und humorvoll geschrieben, und es hat uns beim Lesen großen Spaß gemacht, mit den Tieren mitzufiebern. Die Illustrationen ergänzen die Geschichte perfekt. Man hat neben dem eigentlichen Lesen viel auf den Bildern zu entdecken.
    Besonders fortgeschrittene Erstleser können die Geschichte sehr gut selbstständig lesen, da die Sätze und Texte so gestaltet sind, dass man nicht überfordert wird.
    Wir freuen uns darauf, die Reihe weiterzulesen.

    Katrin Hemmerich

  • Da ist besetzt!

    Da ist besetzt!

    Antje Damm

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Beste 7, Deutschlandfunk, März 2026

    Auf dem Cover sehen wir ein Schwein im Anzug auf einer Bank sitzen, an der Leine hält er einen kleinen grauen Hund und hinter der Birke schaut ein Krokodil hervor.
    Noch ist die Bank leer, der kleine Park an den Hochhäusern wirkt verlassen und kahl.
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    Dann sitzt das Schwein mit dem Hund auf der Bank und über den Weg naht das Krokodil mit einem großen gelben Rucksack. Es grüßt freundlich und fragt „Ist da noch frei?“ Das Schwein schaut böse und antwortet „Da ist besetzt!“, obwohl niemand zu sehen ist. Dem Krokodil macht das nichts aus, es setzt sich auf den Boden, packt einen Rucksack aus und bietet Himbeertee an. Auf die Frage, was er wohl da mache, antwortet das Krokodil „Ich träume!“
    Ja und genau von diesem Traum handelt dieses Buch und auch Herr Schröder, wie sich das Schwein vorstellt, erzählt von einem seiner Träume.
    Es ist sehr schön zu erleben, wie sich die beiden durch die nette Art von Flux, dem Krokodil, das sich nicht von der negativen Art abschrecken lässt, annähern und zum Schluss gemeinsam etwas unternehmen.
    In den gezeichneten Gesichtern der beiden konnte ich genau jede Regung erkennen und mir vorstellen, wie die kurzen Sätze gelesen werden wollen. Eine poetische Geschichte über den Beginn einer Freundschaft, die mit der Erfüllung eines Traums beginnt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der kleine Tiger – zu Hause in Indien   

    Der kleine Tiger – zu Hause in Indien   

    Kristina Scharmacher-Schreiber

    Christine Faust

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover schreitet der kleine Tiger mit einer geschmeidigen Bewegung auf uns zu. 
    Als die Dämmerung so langsam dem Morgen weicht, sehen wir in einer Höhle die Tigerin mit ihren Jungen liegen.
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    Ein wunderschöner Anblick bietet sich uns auf der nächsten Doppelseite, da saugen die kleinen Tiger an den Zitzen der Mutter. Die Kleinen sind erst einige Minuten alt und noch ganz aufgeregt. Nach ein paar Wochen gilt es, die Welt zu entdecken und spielerisch zu lernen. Dank der Tigerin kann ein Leopard in die Flucht geschlagen werden. Zusammen mit ihrer Mutter lernen die Tigerkinder schwimmen. Aufgrund der großen Hitze zieht es die Familie immer wieder zum Wasser. 
    Die wunderschönen, sehr realistischen Zeichnungen zeichnen dieses Sachbilderbuch in erster Linie aus. Der Alltag eines kleinen Tiger wird hier sehr schön beschrieben und wir begleiten ihn bis zu dem Zeitpunkt, wenn er sich aufmacht, selbstständig zu leben.
    Auf der letzten Doppelseite erfahren wir noch einiges über Raubkatzen und speziell zu Tigern. Dieses Bilderbuch vermittelt eine Menge Informationen in erzählenden Texten und mit vielen schönen Bildern.

    Dagmar Mägdefrau


  • Kein Bock auf Knuddeln       

    Kein Bock auf Knuddeln       

    Anette Thumser

    Corinna Jegelka

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Alle Tiere auf dem Cover knuddeln unseren süßen kleinen Titelhelden, der sich dabei gar nicht wohlfühlt. 
    Knuddel ist ein kleiner, sehr flauschiger und total knuffiger Hase, der total goldig aussieht, egal, wie er sich gerade fühlt.
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    Obwohl er „Will nicht!“ ruft, setzen ihm alle nach, denn sein „Mag nicht!“ ist leider wegen dem „leisen, fluffigen Piepse-Stimmchen“ nicht zu hören. Doch Knuddel hat einen Plan, er zieht die Stirn in Falten wie Opa Heribert und guckt mürrisch wie Frau Strauß, die Nachbarin. Zusätzlich schmiert er sich mit Masch und Modder ein und übt das Knurren. Leider steckt Mama ihn in ein „Glitter-Flitter-extra-ganzdoll-Badeschaum-Bad“ und danach ruft Papa glücklich „Mein Knuddelchen!“. Unser süßer Knudel muss sich also etwas anderes einfallen lassen, um den anderen klarzumachen, dass er nicht geknuddelt werden möchte.
    Die meisten Kinder sind so niedlich wie unser Knuddel und auch sie wollen nicht ungefragt, geknuddelt, geküsst oder über den Kopf gestreichelt werden. Da muss man schon ganz schön laut protestieren und das Buch endet mit einem Demonstrationszug mit Schildern wie „Knuddelverbot jetzt!“ und „Frag, was ich mag“.
    Unsere Kinder müssen schon früh klar machen, wie wichtig ihr „Nein“ ist und dass sie es laut aussprechen sollen. Niedliche Bilder und ein gut erklärender Text zu einem wichtigen Thema.

    Dagmar Mägdefrau

  • Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte – Band 2      

    Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte – Band 2      

    Gareth Ryans

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    In der Dämmerung schwebt das kleine Gespenst etwas zaghaft über eine Wiese, im Hintergrund sehen wir ein düsteres Schloss. Anstatt zu spuken, gruselte sich das Gespenst selbst am meisten.
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    So allein fühlte es sich nicht wohl und es überlegt, eine Übernachtungsparty zu feiern. Ihr erster Gast sollte die Schnecke sein, doch die war viel zu langsam und würde bis zum Abend die Strecke nicht schaffen. Auch das Eichhörnchen hatte noch mit der Suche nach seinem Futterversteck zu tun. Die Henne musste noch brüten und der Frosch konnte nicht so lange ohne Wasser auskommen. So kommt es, dass das Gespenst traurig dem Mond sein Leid klagt. Als dann ein zweites Gespenst auftaucht, das tolle Ideen hat, wird alles gut und es kommt zu einer Überraschungsparty mit vielen Gästen.
    Der Text des Buches ist schon sehr lang, da muss ein dreijähriges Kind schon Erfahrung mit Büchern haben. Die Bilder sind sehr stimmungsvoll und bilden sehr schön die Nacht ab, ohne Angst zu machen.
    Wie schön, dass auch ein Gespenst nicht gerne allein sein möchte und dass es dank der Freundschaft zum Nachbargespenst so viele Freunde findet. Das Buch hat sich schon bei meinem jüngsten Enkel zum Lieblingsbuch gemausert.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mich kriegt nichts kaputt   

    Mich kriegt nichts kaputt   

    Annette Langen

    Kristine Ortmeier

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Vasen, die wir auf dem Cover sehen, sind die Protagonistinnen in diesem Bilderbuch, die Hauptrolle spielt die kleine Vase mit der Stupsnase. Als der Laden schließt, stehen die Vasen, einige mit einem Preisschild versehen, im Regal. 
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    Eine rosa Vase mit Brille steht auf dem Boden und strickt an einem Netz. Die kleine Vase schreit „Jetzt will ich spielen, am liebsten mit Vielen!“ und möchte sich an einem Strick abseilen. Die Angstvasen haben, wie ihr Name schon sagt, Angst! Doch die kleine Vase lässt sich nicht abhalten, sie seilt sich ab. Danach erfahren wir so einiges über die Ängste der anderen Vasen, ihre größte Angst ist die vor einem Elefanten. Doch die kleine Vase ruft „Aus und vorbei mit der Angsthaberei!“ und macht einen Kopfstand. Als dann noch ein Elefant im Laden auftaucht und sie vor dem Absturz rettet, dann aber selbst Angst vor einer Ameise hat, ist irgendwie alles durcheinander. 
    Die wörtliche Rede reimt sich, während der restliche Text ohne Reime auskommt und die Bilder zeigen sehr schön die Emotionen der Vasen.
    Ich muss zugeben, dass mich die Geschichte nicht so richtig gepackt hat. Angstvasen, ein ängstlicher Elefant und eine kleine Vase mit Stupsnase, die an ihre Grenzen und darüber hinaus geht, da ist mir doch zu fantastisch. Mir ist klar, dass hier Angst das wichtigste Thema ist und dass wir erfahren, dass es ein Sicherheitsnetz gibt, das uns die Angst nehmen kann. Allerdings kann ich das nicht so recht in meinen Alltag umsetzten.
    Bei meinen Enkeln hat die Geschichte allerdings gezündet, sie haben einfach mehr Fantasie als ihre Oma.

    Dagmar Mägdefrau
  • Auf dem Bauernhof…ist so viel los!       

    Auf dem Bauernhof…ist so viel los!       

    Susanne Böse

    Natalie Merheb

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein großes Pappbilderbuch mit Schiebern, das kommt immer gut an bei den Kleinen. Mama Kuh sucht ihr Kälbchen und wir suchen mit und schieben die Tür der Scheune zur Seite und entdecken das Kälbchen, die rote Katze gibt uns einen Tipp. 
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    Wegen dieser Katze flüchten die Küken in den Hühnerstall, hier zählen wir sie durch. Auch das Lämmchen wird gesucht, wir finden es auf der Weide. 
    Es werden Tiere gesucht und nachdem wir den Schieber herausziehen, finden wir die Gesuchten. Dadurch lernen wir die Tierkinder und ihre Eltern kennen. Die Bilder sind bunt und zeigen die Bauernhoftiere in ihrem Lebensraum. Wegen der dicken Pappseiten können die Kinder das auch mal ganz alleine entdecken, es wird ihnen Freude machen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Elefant versteckt sich       

    Elefant versteckt sich       

    Miriam Zedelius

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem fröhlich bunten Cover sehen wir das kleine Faultier, das sich die Augen zuhält. Hinter dem Sessel schaut der Elefant hervor. Als der Fuchs fragt, was sie spielen sollen, schlägt das Mäuschen Verstecken spielen vor. Das Faultier muss suchen und schon hat sich das Mäuschen versteckt. 
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    Es ist nicht ganz einfach, das kleine Schwänzchen hinter dem Obstkorb zu finden. Jetzt ist der Fuchs dran, er legt sich unter die Bettdecke, die Giraffe hat es nicht ganz so leicht, aber auch der Elefant, der sich als letztes Tier versteckt, muss sich etwas überlegen. 
    Verstecken spielen mögen alle Kinder und in diesem Pappbilderbuch verstecken sich die Tiere sehr fantasievoll und ich musste schon genau hinschauen, um sie zu finden. Das Buch werden wir sicher noch oft vorlesen, es macht richtig Spaß zu suchen und zu finden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank

    Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank

    Anne und Paul Maar

    Hannes Maar

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Wie immer geht Benny mittwochs nach der Schule zum Opa, den er sehr mag. Die beiden spielen Karten oder machen ein Süßigkeiten-Wettessen. Doch als Benny die Milch aus dem Kühlschrank nehmen will, liegen dort ein Paar Schuhe. 
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    Opa verwundert das nicht und er weiß wohl auch nicht, wo die Schuhe eigentlich hingehören. Dann sucht er in der Küchenschubladen nach Gummibärchen, die er schon aufgegessen hat. Als er Hunger bekommt, wünscht Opa „Honigkuschen“ zu essen. Benny verbessert ihn und sagt Honigkuchen. Im Laufe der Geschichte verbessert er Opa noch einige Male, was dem nicht gefällt. So kommt es, dass Benny erklärt, was Demenz ist. Opa macht aus dem Wort „die Menz“ und nennt sie wütend „Blöde und doofe Menz!“
    Schon das Titelbild lässt mich die Liebe, die die beiden verbindet, fühlen. In der Geschichte spürte ich genau, dass Benny seinem Opa nicht weh tun möchte und so verspricht er ihm, „Ich werde immer für dich da sei und mich um dich kümmern“ und die beiden umarmen sich liebevoll.
    Drei Generationen der Familie Maar haben an diesem wundervollen Bilderbuch über Demenz gearbeitet und man merkt dem Buch an, dass es mit viel Liebe und Sachkenntnis erstellt wurde.
    Die Illustrationen sind zart gehalten und bis ins Detail voller Liebe, der Text zeigt die Probleme, die Senioren mit Demenz sich und andern bereiten, aber es schwingt immer Verständnis und ein wenig Humor mit.

    Dagmar Mägdefrau

  • Catch your Death – Traue niemandem

    Catch your Death – Traue niemandem

    Ravena Guron

    Aus dem Englischen von Katja Hildebrandt

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Emily Vanforte, die wohlhabende Hausdame des Bramble Estate, wird ermordet. In der Mordnacht befinden sich zahlreiche Mitglieder der Familie im Anwesen sowie drei Mädchen, die später den Ermittlern erzählen sollen, was passiert ist.
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    Devi ist eigentlich nur auf dem Weg zu ihrer Großmutter, doch ein Schneesturm und ihr klappriges Auto machen ihr einen Strich durch die Rechnung. Als sie am Bramble Estate vorbeikommt, lädt Emily sie ein, die Nacht dort zu verbringen. Lizzie wollte eigentlich nur Schmuck abliefern, kann aber wegen des Wetters ebenfalls nicht mehr weg. Jayne arbeitet in der Küche des Anwesens und kümmert sich um die beiden, da sie ungefähr im gleichen Alter sind. Gemeinsam müssen sie eine unheimliche Nacht inmitten einer zutiefst zerstrittenen Familie überstehen. Und fragen sich ziemlich schnell, in welchen Horrorfilm sie da eigentlich geraten sind.
    Die Geschichte wird über Vernehmungsprotokolle und die Perspektiven der drei Mädchen erzählt. Devi, Lizzie und Jayne könnten unterschiedlicher kaum sein. Anfangs rechnet man fast damit, dass sie sich an die Gurgel gehen, doch das gemeinsame Erlebnis schweißt sie zusammen. Neben dem Kriminalfall entwickelt sich so auch eine glaubwürdige Geschichte über Freundschaft. Gerade die Unterschiede zwischen den Figuren sorgen für eine spannende Dynamik. Besonders interessant (und anfangs etwas irritierend) ist, wie unterschiedlich dieselbe Person je nach Perspektive wahrgenommen wird: Devi wirkt in Lizzies Erzählung völlig anders als in ihrer eigenen. Das unterstreicht sehr gut die vorhandenen Antipathien.
    Großes Plus ist die Atmosphäre: keine Handys, kein Empfang, keine Fluchtmöglichkeit, eingeschneit in einem riesigen Anwesen: Das schreit geradezu nach Horror. Schon früh fragt man sich, was auf Bramble Estate eigentlich vor sich geht, und als Leser*in bekommt man an genau den richtigen Stellen neue Hinweise serviert.
    Ein spannender, düsterer Mystery-Thriller mit klassischem „Locked-Room“-Feeling ,starken Figuren und spannender Wendung.

    Raphaela Brosseron

    Das Szenario erinnert an Agatha Christie: Eine einsame Villa, ein Familienessen, Geheimnisse, die offen gelegt werden sollen, keinen Kontakt zur Außenwelt und drei junge Frauen, die zufällig dort hingelangen und erleben müssen, dass die Hausherrin ermordet wird.Devi ist auf dem Weg zu ihrer Großmutter, als ihr Auto Probleme macht und sie so auf Bramble Estate landet. Lizzie liefert für ihre Mutter eine Halskette aus, als der Schneesturm sie überrascht und Jayne arbeitet aushilfsweise in der Küche und bleibt ebenfalls über Nacht im Herrenhaus. Die Hausherrin Emily Vanforte ist eine sehr reiche Frau, die mit einem Politiker verheiratet ist. Ihre Tochter Lottie ist 17, genau wie die drei anderen Mädchen.
    Es geht um Lügen und Intrigen, alles ist undurchsichtig und als ich glaubte ,so langsam zu verstehen, war alles ganz anders.
    Vor allem der erste Teil war sehr spannend geschrieben, da lag der Mord in der Luft und es war unklar, wer von den Anwesenden das Gift verabreicht haben könnte. Anhand der Polizeiprotokolle und den Berichten der drei jungen Frauen konnte ich mir ein Bild von der Situation in der Mordnacht machen. Geheime Gänge wurden beschrieben und es wurden Gespräche belauscht. Im zweiten Teil des Buches wurden die Beweggründe klarer, aber erst zum Schluss, nachdem alles ganz anders gelaufen war, als ich erwartet hatte, wurden alle Verwicklungen klar. Das zog sich allerdings doch ein wenig in die Länge.
    Ich bin mir nicht sicher, dass alles so ganz logisch ablief, zumindest wurden zwei Tassen Tee getrunken, obwohl es keine Energiequelle gab, um ihn zuzubereiten.
    Eine sehr spannende Konstruktion, die so nicht zu erwarten war.

    Dagmar Mägdefrau